Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Kraft der Gedanken – Viel weitreichender als wir dachten

Wussten Sie, dass Ihre Gedanken die Welt um Sie herum aufbauen oder ruinieren? Das tun sie; sie sind das „Gehirn“ unseres Verlangens, das die Welt entwirft, in der wir leben.

Wir wissen seit Jahrzehnten, dass die Menschheit den Planeten zerstört, dass unsere Lebensweise nicht nachhaltig ist und dass wir auf Kosten unserer Kinder auf geborgte Zeit leben. Wir haben es gewusst, wir haben versucht, uns zu bremsen, aber wir konnten es nicht. Erst Covid-19 stoppte unser rücksichtsloses Verhalten. Wenn es verschwindet, werden wir alles zerstören, was von unserem Planeten übrig geblieben ist, und nichts mehr für den Wohlstand übrig lassen. Wir können nichts dagegen tun, denn unsere Handlungen sind Ableger unserer Gedanken, und solange unsere Gedanken negativ sind, werden unsere Handlungen ebenso negativ sein.

Die Kabbalisten beschäftigen sich nicht so sehr mit der Einschränkung der CO2-Emissionen, dem Recycling von Abfällen oder der Rettung bedrohter Arten, nicht weil ihnen unsere Welt gleichgültig ist. Im Gegenteil, sie kümmern sich mit Hingabe um alles Leben und die ganze Natur! Deshalb konzentrieren sie sich auf das Kernproblem, die Fehlfunktion, die all das Negative in unserer Welt erzeugt: unsere Gedanken. Wenn wir unser Denken ändern, werden wir die Welt um uns herum verändern. Wenn wir unsere Gedanken von negativ zu positiv kehren, wird kein einziges Problem ungelöst bleiben.

Wir könnten argumentieren, dass wir unsere Gedanken nicht kontrollieren können, dass sie in unserem Gehirn auftauchen, ohne um „Erlaubnis“ zu fragen. Es stimmt, dass Gedanken nicht „um Erlaubnis bitten“, bevor sie auftauchen, aber wir können die „Fabrik“, die sie erzeugt, optimieren: das soziale Umfeld, in dem wir leben.

Wenn wir in ein Umfeld geboren werden, das uns sagt, dass wir nur so gut sind wie unsere letzte Eroberung, dann haben wir keine andere Wahl, als rücksichtslos konkurrenzfähig zu werden, bis wir zu Tode erschöpft sind. In diesem Prozess werden wir alles um uns herum zerstören: Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde. Gegenwärtig verhalten wir uns alle mehr oder weniger so, und deshalb ist die Welt so chaotisch.

Wir können unsere Welt verändern. Wenn wir anfangen, eine andere Kultur zu pflegen – die Vielfalt anzunehmen, Originalität zu fördern, Zusammenarbeit zu unterstützen und Solidarität zu belohnen – wird sich unsere Welt augenblicklich von schlecht zu gut verändern. Wir werden uns keine Sorgen darüber machen müssen, was wir tun oder nicht tun sollten; wir müssen uns nur darüber Gedanken machen, was wir denken oder nicht denken sollten.

Wir können unsere Gedanken nicht allein ändern. Aber zusammen können wir alles erreichen. Wir können sogar unser eigenes Wesen von der negativen Einstellung, mit der wir geboren wurden, in eine positive Einstellung umwandeln, die wir alle gemeinsam erschaffen werden.

Wir suchen nach einem Heilmittel für Covid-19, aber wir vergessen, dass es aus derselben Quelle stammt, die all unsere „Krankheiten“ verursacht, von Viren bis hin zu Wirbelstürmen. Wir müssen nicht daran arbeiten, unser Verhalten gegenüber der Umwelt zu korrigieren, sondern wir sollten an unseren Gedanken arbeiten, die uns dazu bringen, die Umwelt zu misshandeln. Wir brauchen uns auch nicht auf die Heilung des Virus konzentrieren, sondern auf die Heilung seiner Ursache – unsere egozentrierte Denkweise.

Es wäre großartig, wenn wir einen Impfstoff für Covid-19 finden könnten. Aber wenn wir seine Ursache nicht lösen, werden noch mehr und schlimmere Bedrohungen auf uns zukommen. Also könnten wir genauso gut sofort an einer systemischen Lösung arbeiten und unser Leben wirklich zu dem machen, was es sein kann, anstatt in dem Sumpf steckenzubleiben, in den unser Leben geraten ist.

Frankreichs Schwanengesang

Die Proteste nach der Enthauptung von Samuel Paty sind der Schwanengesang Frankreichs. Paty, ein Schullehrer, wurde ermordet, weil er Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte, während er über Redefreiheit lehrte. Laut BBC News „führte die Polizei nach dem Angriff Razzien in rund 40 Häusern durch, und die Regierung ordnete außerdem an, eine Moschee für sechs Monate zu schließen“. Das ist viel zu wenig, viel zu spät für Frankreich. Das Land ist auf dem besten Weg, ein muslimisches Kalifat zu werden.

Die Islamisierung Frankreichs hat nicht erst vor kurzem begonnen. Seit Jahrzehnten kommen Muslime nach Frankreich auf der Suche nach einem besseren Leben als dem, das sie in ihrer Heimat hatten. Bis etwa 2010 kamen die Einwanderer hauptsächlich aus den ehemaligen Kolonien Frankreichs. Diese Länder wurden als „Protektorate“ bezeichnet, wie im Falle von Tunesien und Marokko, oder als Teil des französischen Mutterlandes, wie im Falle Algeriens. Viele französische Bürger ließen sich in diesen Kolonien nieder, und während die Franzosen völlige Freiheit genossen, wurden die Einheimischen unterdrückt.

Nachdem sich Frankreich aus den Kolonien zurückgezogen hatte, strömten weiterhin Einwanderer nach Frankreich, entweder als billige Arbeitskräfte oder als Flüchtlinge, die Schutz vor Hunger und Krieg suchten. Die Franzosen ihrerseits verfolgten eine Politik der Assimilierung und ermutigten die Einwanderer, die Sprache, Kultur und den Glauben der Einheimischen, nämlich das Christentum, anzunehmen.

Aber etwa seit Mitte der 1980er Jahre änderte Frankreich seine Politik von Assimilation zu Integration, und den Neuankömmlingen wurde erlaubt, ihre unverwechselbaren Kulturen und Traditionen beizubehalten. Diese Entscheidung ging nach hinten los. Die Einwanderer verschmolzen nicht erfolgreich mit der französischen Gesellschaft und blieben weitgehend Fremde, mit ihrer eigenen Kultur und ihrer eigenen Religion, und ein Kampf der Kulturen begann.

In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts räumte Frankreich seinen Fehler ein und führte wieder eine Politik der Assimilation ein, aber das Rad ließ sich nicht zurückdrehen. Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts nahm die Einwanderung nach Frankreich stark zu, hauptsächlich aus kriegszerstörten Ländern wie Irak, Syrien, Libyen und anderen, und die Franzosen hatten keine Macht, sie zu stoppen.

Trotz anhaltender Warnungen vor den Folgen einer unkontrollierten Einwanderung radikaler Islamisten blieb Frankreich ihnen gegenüber gastfreundlich, und diese haben es mit Tod und Terror belohnt. Frankreich hat es aufgegeben, viele seiner Städte und Stadtviertel „zurückzuerobern“, die zu „No-Go-Zonen“ für Nicht-Muslime geworden sind. Das erklärte der französische Schriftsteller Pascal Bruckner nach der Ermordung von Samuel Paty: „Dies ist kein Akt des ‚Separatismus‘; es ist eine Kriegserklärung, die entsprechend behandelt werden muss“. Das französische Volk hat jedoch keinen Kampfgeist mehr in sich. Obwohl es mit Abstand die Mehrheit in seinem Land stellt, fühlt es sich machtlos und hilflos vor seinen herrschsüchtigen „Gästen“.

Der italienische Journalist Giulio Meotti, der oft über Themen des Nahen Ostens schreibt, beschrieb kürzlich auf der Website des Gatestone-Instituts die aktuelle Situation in Frankreich: „Frankreichs Eliten… verstehen den ideologischen Krieg nicht, den die Feinde der offenen Gesellschaften ihnen erklärt haben. Eine andere französische Autorin, Élisabeth Badinter, schrieb: ‚Dies hier ist die Fortführung unserer Unterwerfung. Ich bin überzeugt, dass wir nicht hier wären, wenn wir gewusst hätten, wie man Nein sagt. Sie alle verneigten sich aus Angst, rassistisch zu wirken oder aus Patronage.

In der Tat sind die Franzosen nicht in der Lage, der Machtübernahme durch den muslimischen Fundamentalismus zu widerstehen. Sie sind ihren früheren Untertanen erlegen, vor allem aber ihrer Skepsis gegenüber ihrer Lebensweise und ihren Prinzipien. Sie schreien nicht mehr Vive la République! Sie wollen Frieden und Ruhe, aber sie werden sie nicht bekommen. Sie werden gezwungen sein, ihre Kirchen in Moscheen, ihre Demokratie in ein Kalifat und ihr Leben von Freiheit in Unterdrückung zu verwandeln. Das Rad des Schicksals hat sich gegen sie gedreht, und die Herrscher sind im Begriff, Untertanen zu werden.

Das wird nicht über Nacht geschehen, aber der Prozess hat bereits den Punkt überschritten, an dem es kein Zurück mehr gibt. Wir werden Zeuge, wie eine der Säulen der westlichen Welt bröckelt. Und was noch entmutigender ist, ist der Gedanke, dass Frankreich heute Deutschland von morgen ist und der Rest Westeuropas ebenso sein wird.