Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welt'

Faktor der Entscheidungsfindung

Frage: Die Welt befindet sich jetzt in einer Zeit der Unsicherheit, in der es schwierig ist, die Folgen vorherzusagen und alle Faktoren zu berücksichtigen, welche die Entscheidungsfindung beeinflussen können. Worauf sollten wir uns konzentrieren?

Antwort: Dass die Welt eine vollständige Integration auf allen Ebenen erreicht und sich von einer zerrissenen, multilateralen, widersprüchlichen Welt in eine globale Welt verwandelt- in der Form eines großen Balls, in dem alles im Gleichgewicht ist.

Frage: Gibt es Faktoren, die unseren fünf Sinnen verborgen bleiben und bei der Entscheidungsfindung helfen können?

Antwort: Nur Liebe. Das heißt, eine vollständige Einheit zwischen allen Faktoren im Namen des Gleichgewichts zwischen allen Geschöpfen.

Frage: Je näher ein Mensch an die Eigenschaft der Natur – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe – herankommt, desto mehr Chancen hat er, die richtige Entscheidung zu treffen?

Antwort: Absolut.

Aus dem TV Programm“ Managementfähigkeiten“,11.06.2020

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Wer immer Präsident in Amerika ist, nur Israel selbst ist für die eigene Sicherheit verantwortlich

Egal ob Joe Biden oder Donald Trump Präsident ist,  Israel  ist das einzige Land, das sein Schicksal selbst bestimmen kann. Wenn wir, Israel, unsere Aufgabe erfüllen, wird dies sowohl uns als auch dem Rest der Welt zugute kommen.

Präsident Trump war sehr großzügig zu Israel. Er hat uns mehr gegeben als jeder andere US-Präsident in der Geschichte. Er hat uns sogar mehr gegeben, als wir von ihm erbeten oder erwartet hatten. 

Biden hat eine andere Agenda, und die Unterstützung seiner Regierung für Israel wird nicht selbstverständlich sein.

Wenn sich das israelische Volk jedoch in Einheit und gegenseitiger Verantwortung wahrhaftig wie „Israel“ verhält, dann ist nicht nur seine Sicherheit gewährleistet, sondern es wird sogar von allen geliebt werden. Wenn wir das nämlich tun, dann wirken wir als Vorbild und Beweis dafür, dass die Überwindung von jeglichen Differenzen und Hass möglich ist und sich die Mühe dafür lohnt. Allein dieses Vorbild müssen wir sein, um in unserem Land sicher und wohlbehalten und in guten Beziehungen zu allen zu sein, vor allem  aber zu unseren Nachbarn.

Doch wann haben wir uns so verhalten? Waren wir jemals vereint?  [Rest des Beitrags lesen →]

Der Tag nach der US-Wahl     

               

Wir sind fast bei dem angelangt, was die Amerikaner „Geldzeit“ nennen. Ein für viele nervenaufreibender Wahlkampf erreicht mit dem US-Wahltag seinen Höhepunkt, wenn der Kurs, den das Land einschlagen wird, bestimmt wird. Öffentliche Gesundheitsfürsorge und Sicherheit, große wirtschaftliche Herausforderungen, das Coronavirus, soziale Spannungen und Naturkatastrophen sind nur einige Sorgen der Amerikaner. 

Mein Rat an den Wahlsieger ist in erster Linie, Amerikas Führungskräfte aus allen Staaten und Territorien zusammenzubringen, um eine einheitliche Entscheidung darüber zu treffen, wie das Coronavirus aus der Gesellschaft und das Virus des Hasses aus den Herzen der Menschen ausgerottet werden kann.

Mit mehr als 90 Millionen Stimmzetteln, die bereits landesweit abgegeben wurden, hat die massive frühzeitige persönliche Abstimmung und Briefwahl bereits zwei Drittel der bei den Präsidentschaftswahlen 2016 abgegebenen Stimmzettel überschritten. Dieses bemerkenswerte Engagement ist weltweit vergleichbar, da Länder auf der ganzen Welt die amerikanischen Wahlen verfolgen, als wären sie ihre eigenen, weil international so viel auf dem Spiel steht – unter anderem in den Bereichen Handel, Zusammenarbeit, Entwicklung, Sicherheit und Förderung des Friedens. [Rest des Beitrags lesen →]

Die neue Arbeitswelt

 

Einige Branchen sind unverzichtbar. Es steht außer Frage, dass Nahrung, Wohnung, Gas, Strom und Bildung benötigt werden. Was den Rest betrifft, so war nur ein Bruchteil der Geschäfte vor dem Coronavirus wirklich notwendig. In der neuen Realität stirbt, was nicht wesentlich ist.

Aber die Regierungen werden Geld brauchen. Wichtige Sektoren wie die Nahrungsmittelproduktion und verschiedene Dienstleistungen werden einigen Menschen Arbeit geben, doch die Mehrheit wird für immer arbeitslos. 

Wir sind in eine Welt eingetreten, in der Arbeitslosigkeit die Norm ist und Beruf die Ausnahme. Wie werden die Menschen leben? Wenn Länder ihre Währungsreserven für zukunftslose Wirtschaftsbereiche ausgeben, werden sie nicht über die Mittel verfügen, um die Menschen bei der Anpassung ihres Lebens an die neuen Lebensverhältnisse zu unterstützen.

Um die Gesellschaft an die neue Ära anzupassen, sollten all diejenigen, die heute arbeitslos sind und es wahrscheinlich auch bleiben werden, in ein Programm aufgenommen werden, das sie über die neue Realität informiert und ihnen beibringt, wie sie in ihr leben können. Während des Kurses erhalten sie ein volles Stipendium, das sie und ihre Familien unterstützen wird. [Rest des Beitrags lesen →]

Von links nach rechts, wir haben jedes Regime ausprobiert, doch niemals mit Fürsorge versucht

Das vergangene Jahrhundert war voller sozialer Experimente, die uns viel gekostet haben. Zweimal wurde die Menschheit in Weltkriege verwickelt, Zehnmillionen von Menschen kamen ums Leben, Hunderte von Millionen verloren ihre Lieben und ihre Lebensgrundlage. Im zweiten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts neigten wir uns mit dem kommunistischen Russland zur extremen Linken. Etwa zwei Jahrzehnte später nahm ein Großteil Europas mit dem Aufkommen von Nazideutschland und dem faschistischen Italien eine scharfe Rechtskurve.

In der Mitte des Jahrhunderts, nach zwei Weltkriegen hatten wir genug Beweise, dass keines der beiden Extreme funktioniert. Wir setzten auf den Kapitalismus, und die Vereinigten Staaten wurden weltweit führend. Mit dem Kapitalismus dachten wir, wir hätten die Lösung gefunden. Er ignorierte grundsätzlich Ideologien und ließ zu, dass sowohl das demokratische Amerika als auch das kommunistische China kapitalistische Supermächte wurden. Statt Ideologien zu weihen, verehrte er das Geld. Und da alle das Geld lieben, begannen wir zusammenzuarbeiten.

Doch jetzt lässt uns sogar der Kapitalismus im Stich. Die Kluft zwischen den Wohlhabenden und den Habenichtsen und die Unfähigkeit der Menschen, aus der Armut herauszukommen, haben den Kapitalismus zu einer weiteren Art von Tyrannei gemacht: eine Tyrannei der Mogule und nicht der Herrscher. [Rest des Beitrags lesen →]

Frau in Führung

Anmerkung: Während der Pandemie wurden Studien durchgeführt, die ergaben, dass die von Frauen geführte Staaten, die Pandemie erfolgreicher bekämpften, als die von Männern geführte Staaten.

Antwort: Ich spreche die ganze Zeit darüber. Die Männer sind die Macher. Die Frauen übernehmen die volle Verantwortung. So wie eine Frau das Haus führt, so ist unsere ganze Welt unser Zuhause. Deshalb muss eine Frau die Führende sein.

Anmerkung: Psychologen der Stanford Universität sagten, dass eine Politikerin dem Typ des „Chamäleons“ angehören müsste, um politische, männliche und weibliche Qualitäten geschickt zu kombinieren.

Antwort: Sie hat alles. Sehen Sie sich an, wie die Frau das Haus führt, welche Ordnung sie zu Hause hat. Wenn sie ihren Mann eine Woche lang alleine lässt, wird sie anschließend die Wohnung einen Monat lang sauber machen müssen. Das ist jedem klar.

Frage: Dann ist es für Sie nichts Neues das Frauen das Land regieren?

Antwort: Für mich ist es eine Tatsache! Es ist eine Grundwahrheit, die uns von der Natur gegeben wurde. Das Haus ist nach einer Frau und nicht nach einem Mann benannt.

Daher ist es notwendig, die Frauen den Staat regieren zu lassen und die Männer zur Wahrnehmung dieser Aufgaben zu bewegen.

Kurz gesagt, wir brauchen eine starke, verlässliche, gute, kluge und weise weibliche Führung. Das war’s. Die Welt braucht nichts anderes.

Wir gehen angeln, Domino spielen …

Frage: Wird eine Frau Schluss mit Kriegen machen? Wird sie diesen Hass beenden?

Antwort:  Natürlich! Kriege innerhalb und außerhalb des Landes, sowie zwischen den Staaten.

Wir ändern unsere Zeit. Wir treten in eine andere Ära ein, in der eine Frau regieren kann. Wir werden sehen, wie die Welt auf den Kopf gestellt wird. Wir müssen den Frauen die Macht geben, zu regieren.

Das ist sehr gut so! Je weniger sich Männer mit ihren Fiktionen, ihren Kinderspielen einmischen, desto besser.

Aus dem TV Programm“ Nachrichten mit Michael Laitman“, 11.05.2020

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Rettet unser Zuhause: Den Planeten Erde

Ganze Stadtviertel sind von Feuer umzingelt; Tausende wurden aus ihren Häusern in Kalifornien evakuiert. Ein historisches und außergewöhnliches Sommergewitter und einzelne massive Blitzeinschläge in Kombination mit rekordverdächtiger Hitze entzündeten verheerende Brände im gesamten Gebiet des „Golden State.“ Das Death Valley meldete Temperaturen von 130°F, was vermutlich die höchste jemals auf Erden gemessene Temperatur ist, welche dem Klimawandel zugeschrieben wird. Andere Naturkatastrophen rund um den Globus gefährden unsere Existenz. Was versucht uns die Natur zu sagen? Ihre Botschaft ist klar. Wir sind unerwünschte Gäste auf diesem Planeten, solange wir Menschen uns nicht ändern.

Die globale Erwärmung verursacht nicht nur Brände, landwirtschaftliche Probleme, Wasserknappheit und bedroht bestimmte Arten vom Aussterben. Sie wird auch dafür verantwortlich gemacht, dass die Gletscher in Grönland und anderen Orten so weit abschmelzen, dass es kein Zurück mehr gibt und die Meeresspiegel gefährlich ansteigen. Angeblich können wir Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung ergreifen, wie etwa die Reduzierung der Abgasemissionen im Industriesektor, aber es gibt so viele wirtschaftliche und persönliche Interessen, dass tatsächlich sehr wenig getan wird.

Wenn sich das Ökosystem weiterhin so rasant verschlechtert, könnte die Hälfte der Menschheit aussterben, und jene Hälfte, die überlebt, wird ihre Lebensweise von Grund auf ändern müssen. Die Fortsetzung unseres „business as usual“ Ansatzes trotz des Aufschreis der Erde ist höchst gefährlich.

Der Mensch ist ein sehr empfindliches Wesen. Er braucht so viele Bedingungen zum Leben und unzählige Faktoren beeinträchtigen ihn: Erdbeben, Stürme, Seuchen. Die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, sind von globaler Tragweite; daher erfordern die Lösungen ein globales Denken. Ja, Denken. Alles beginnt mit unseren Gedanken.

Die Menschen denken nur an sich selbst, daran, was sie heute quält und was große Gewinne abwerfen kann.  Außerdem scheitern internationale Organisationen, die unseren Planeten schützen sollen, immer wieder an dieser Aufgabe. Jedes Land entwickelt eifrig Waffen und wirtschaftliche Macht bekämpft andere in allen nur erdenklichen Bereichen und denkt, dass man auf diese Weise Kontrolle erlangen wird. Sofern eine ökologische Katastrophe uns nicht direkt betrifft, ist uns das egal.

Wir haben immer noch nicht realisiert, dass unser Planet unser gemeinsames Zuhause ist und was auch immer auf ihm geschieht, eine endlose Kette von Reaktionen zur Folge hat, welche letztendlich Auswirkungen auf uns haben werden. Wir werden irgendwann begreifen müssen, dass die Probleme mit der egoistischen Natur des Menschen zusammenhängen, der aus einer individualistischen, ich-bezogenen, ausbeuterischen und engstirnigen Vision heraus handelt, die alles für sich behalten will. Solange wir nicht individuelle und nationale Grenzen überwinden und anfangen, global zu denken, wird nichts helfen. [Rest des Beitrags lesen →]

Ein Kampf an dem alle beteiligt sind

Frage: Im Kampf gegen das Coronavirus können wir sehen, dass das globale Gehirn, welches wir bereits erhalten haben uns zeigt, dass Informationen und Erfahrungen für alle Länder unterschiedlich sind.

Wie können wir das globale Herz erlangen? Wie fühlen wir die anderen? Von welchen Gefühlen sprechen Sie? Haben Ärzte, die Leben retten, indem sie 16 Stunden am Tag arbeiten, dazu keine Gefühle? Es gibt doch viele Menschen die wählen können, zu arbeiten oder nicht.

Antwort: Ich glaube nicht, dass Ärzte eine Wahl haben, ob sie arbeiten wollen oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass sie selbst entscheiden, ob sie zu Hause sitzen oder nicht. Im Prinzip schließen ihr Beruf und die dazugehörigen Umstände ein Opfer nicht aus.

Der Punkt ist, dass es an der Zeit ist, zu verstehen, dass wir miteinander verbunden sind und jedes Volk nicht ausschließlich für sich selbst sorgen kann, denn das Virus hat keine Grenzen.

Wir wissen noch nicht, wie das Virus entsteht und weiter gegeben wird. Aus diesem Grund ist absolut jeder in den Kampf gegen das Virus involviert. Bislang ist dies die beste Errungenschaft, die uns die Pandemie gebracht hat.

Aus dem TV Programm „ Die Ära des Post-Coronavirus“ 30.04.2020

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Der Sinn globaler Anarchie

Betrachten wir heute die Welt, sehen wir überall Anarchie. Vielerorts sind die Regierungen machtlos den Ereignissen gegenüber. 

Amerika ist in einen Wahlkampf verwickelt, der so voller Hass ist, dass man nur hoffen kann, dass er nicht in einem Bürgerkrieg endet. Bei der Unterzeichnung des gigantischen Post-COVID-Wiederherstellungspakets der EU, haben die Streitigkeiten die gegenseitige Abneigung der Mitgliedsstaaten sehr deutlich gemacht. Auch im Nahen Osten, in dieser vom Krieg betroffenen Region – die heute noch weniger ein Vorbild für Stabilität ist als zuvor – gibt es kein einziges Land, das sich nicht von innen her auflöst oder dessen Wirtschaft zerstört ist und dessen Bürger hungern oder beides. Des weiteren sehen wir die nur fast unterzeichnete Handels- und Militärpartnerschaft zwischen China und dem Iran, die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea  das Atomprogramm betreffend, die sich verschlechternden Beziehungen zwischen Moskau und Washington…Tatsächlich war die globale Situation schon vor dem Ausbruch des COVID19 so schlecht, dass die verursachte globale Lähmung eine Zuspitzung der Situation in Richtung eines Weltkrieges auslösen könnte. In letzter Zeit beweisen die globalen Ausbrüche der Anarchie, dass sich Hass sogar schneller ausbreitet als das Virus.

Wir sollten aber nicht pessimistisch sein. Betrachten wir das aktuelle Chaos aus der Sicht des Endes eines Entwicklungsprozesses, durch den wir alle ein Ganzes werden sollen, ist klar, dass der einzige Grund für die wachsende Anarchie darin besteht, uns zu zwingen, Verbundenheit statt Zwietracht und Antagonismus zu wählen. Anarchie ist der einzige Weg, um uns davon zu überzeugen, dass sich Hass nicht auszahlt. Momentan scheint gegeneinander zu kämpfen, um andere Ansichten als unsere eigenen auszulöschen, der einzige Weg zu sein, den wir kennen. Solange wir davon überzeugt sind, wird sich Anarchie weiter verbreiten und der Menschheit noch mehr Qualen bringen. Wenn dann das Chaos überhand nimmt und wir nichts mehr zu essen und niemanden mehr haben dem wir vertrauen, werden wir einsehen, dass wir den Kurs ändern müssen.  [Rest des Beitrags lesen →]

Dünner Boden unter den Mühlsteinen 

 

Nichts als Staub und Asche

Mit COVID-19 auf der einen Seite und Heuschreckenschwärmen auf der anderen Seite, scheint uns die Natur in diesem Jahr einen doppelten Schlag zu versetzen, und es ist erst die Hälfte dieses Jahres vergangen. 

Die Natur hat die Menschheit ihres Reichtums beraubt. Wir wissen, dass wir die Natur ausbeuten und unseren Planeten zerstören. Es ist uns bekannt, dass wir einander missbrauchen und ausbeuten. Dennoch haben wir nicht viel getan, um dem ein Ende zu setzen. Nun hat die Natur diese Aufgabe übernommen.

Jetzt, nach etwas mehr als sechs Monaten, scheint nur Amazon zu überleben. Aber mit dem Verschwinden der Arbeitsplätze wird auch der Online-Handel verschwinden, und am Ende werden wir nur noch das Nötigste zum Leben haben.

Doch genau das bezweckt – ganz gleich, wie man es nennen will – die Natur, Gott oder das Leben damit. Die aktuelle Situation lehrt uns, dass wir eine Gesellschaft aufbauen müssen, die sich um die Bedürfnisse aller kümmert. Eigentlich gibt es genug Nahrung und Wasser für alle, und es wird auch in Zukunft genug geben, doch unsere Zivilisation wird nur überleben, wenn alle Zugang zu dieser Grundversorgung haben.

Wir haben eine Zivilisation aufgebaut, die auf Ausbeutung beruht und in der Nationen, Rassen, Religionen und Herrscher um Vorherrschaft wetteifern und der Sieger sich alles nimmt. Unsere Verdorbenheit rechtfertigen wir damit, dass in der Natur das Überleben des Stärkeren Gesetz ist.

Doch das haben wir missverstanden. Nicht diejenigen, die am stärksten sind überleben, sondern diejenigen, die sich am besten in ihre Umgebung einfügen. Sich in die Umwelt einfügen, bedeutet zu ihrem Wohl beizutragen, sie zu stärken, sie zu bereichern und zu erhalten und nicht sie auszubeuten, weil man der Stärkere ist.

Darum wird die Natur uns zwingen, neu anzufangen. Sie wird nichts von dem von uns idealisierten Wirtschaftssystem, dem Kapitalismus, übrig lassen. Die Natur wird uns lehren, wie wir eine Gesellschaft aufbauen können, die auf dem Teilen und auf gegenseitiger Fürsorge beruht. Sie wird uns lehren, Fremde wie die eigene Familie zu behandeln. Nehmen wird uns peinlich sein, weil sich nur Geben richtig anfühlen wird. Deshalb wird, wenn wir die Ansprüche für uns selbst annullieren können, eine neue Menschheit entstehen.