Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Integrale Bildung'

Um Korrektur bitten

Frage: Wenn man Gutes tut und nur Böses erhält, muss man dann Böses tun, um Gutes zu erhalten?

Antwort: Man muss niemandem Böses zufügen. Das Böse erscheint in uns. Man muss nur versuchen, seine Form zu verändern, mit ihr zur Gruppe kommen und um Korrektur durch die Gruppe bitten.

Unsere ganze Arbeit besteht im Grunde genommen darin, den Schöpfer zu bitten, das Böse zum Guten zu korrigieren. Denn das Böse wird nicht durch das Böse selbst bestimmt, sondern durch die eigene Unfähigkeit die Verbindung zwischen uns im Zehner zu finden. Angenommen, etwas erscheint mir als ein großes Übel, kann mir aber selber helfen mich in den Zehner richtig zu integrieren, dann erscheint es mir nicht als böse. Es wird als viel kleiner und vielleicht sogar gar nicht als böse empfunden. Auf diese Weise muss ich mich immer wieder selbst einschätzen.

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Keine Fantasien, sondern eine echte Korrektur

Frage: Wenn ein Mensch sich einfach intuitiv nach dem Schöpfer sehnt und es ihm scheint, dass er die höhere Kraft spürt, ist das dann nur Phantasie und Selbstbetrug und reicht das für die spirituelle Empfängnis aus?

Antwort: Um ein spiritueller Embryo zu werden, muss man sich irgendwie von seinem Egoismus trennen. Dies kann nur durch die Verbindung mit den Freunden geschehen. An dem Punkt, an dem man sich mit den Freunden verbindet, bildet man den Ort der Aufhebung seines Egoismus, an dem dann der spirituelle Embryo zu wachsen beginnt.

Wir sprechen hier nicht von Phantasien, sondern von realen Wünschen, die in der Natur existieren und die wir korrigieren müssen, um die höhere Kraft in sich zu spüren. Andernfalls wird uns diese Kraft nicht offenbart.

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Den Schöpfer im Zehner enthüllen

Ich muss einen Zustand erreichen, in dem mein Ziel nicht meine Freunde, nicht der Schöpfer und natürlich auch nicht ich selbst ist. Sondern dass ich, meine Freunde und der Schöpfer sich zu einem Ganzen verbinden und das eine ohne das andere nicht existiert.

Dann bin ich wirklich richtig auf die Offenbarung des Schöpfers im Zehner ausgerichtet. Ich entdecke den Schöpfer im Zehner.

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Braucht die Welt einen Polizisten?

Vinokur: Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, dass die Welt einen Polizisten braucht und dass nur Amerika diese Rolle einnehmen kann.

Laitman: Im Prinzip hat Amerika kein Recht dazu. Tatsache ist, dass die Welt ohnehin immer mehr auf einen verheerenden Krieg zusteuert, es sei denn, wir beginnen, uns zu verbinden.

Die Europäische Union versucht, alle unter einen Hut, einer einzigen Bank und einer Industrie zu vereinen. Amerika versucht, alle der eigenen Macht und der NATO zu unterstellen. Dies vereitelt Verbindung.

Verbindung ist nur durch Bildung möglich. Durch Erziehung, Aufklärung und Mitwirkung in Gesprächskreisen, welche ausschließlich auf altruistischen Prinzipien beruht. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, das ist natürlich ein Fernziel. Da wird erklärt, dass es nicht darum geht, wer höher und wer niedriger ist, sondern dass alle gleich sind und alle vereint werden sollen.

Das ist weder bei der NATO noch bei Amerika oder Europa der Fall. Alle diese Verbindungen sind wirklich nur die eine in der Wirtschaft, die andere in der Politik und die dritte in der Macht.

Vinokur: Also ist Bildung Ihre Antwort?

Laitman: Nichts anderes! Sie ist das einzige Mittel, um eine gute Zukunft zu schaffen.

Neues Leben 634 – Geben

Neues Leben 634 – Geben
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Die guten Taten, von denen wir glauben, dass wir sie tun, sind in Wirklichkeit egoistisch und nutzlos, da wir nicht in der Lage sind, irgendetwas zu tun, ohne eine Kompensation für uns selbst zu erhalten. Wenn wir versuchen, das Leiden anderer zu lindern, fühlen wir uns größer, stärker und höher als diejenigen, denen wir etwas geben. Die Empfänger fühlen sich umsorgt, aufgewärmt und der Hilfe würdig. Jeder versorgt den anderen mit unterschiedlichen Gefühlen durch Gegenstände, ein Ego mit Respekt vor dem anderen.

Um wirklich eine gute Tat in Ganzheit und Vollkommenheit zu tun, müssen wir „deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ und eins werden. Wenn wir uns auf diese Weise in Liebe und Selbsthingabe verbinden, erhalten wir Energie von der höheren Kraft oder dem Schöpfer. Diese unendliche Quelle gibt uns die Kraft zu handeln und keine Gegenleistung für sich selbst zu erwarten. Wir werden fähig zu geben, ohne dabei etwas zu verlieren, so wie man mit der eigenen Kerzenflamme die Kerze eines anderen anzünden kann und die eigene Flamme weiterbrennt.

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Aus Kab TVs „New Life 634 – Geben“, 27.10.15

Neues Leben 573 – Göttlichkeit offenbaren

Neues Leben 573 – Die Offenbarung der Göttlichkeit
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Warum gibt es in jedem Menschen einen inneren Wunsch, den Gedanken der Schöpfung zu kennen? Alle Zweifel, die ein Mensch hat, haben nichts mit Religion zu tun, sondern rühren von dem Mangel an Offenbarung der Göttlichkeit hier in dieser Welt her. Ein Mensch, der offenbaren möchte, wofür er lebt, was der Zweck seines Lebens ist und was das Geheimnis des Lebens ist, gelangt zur Weisheit der Kabbala. Nach der Weisheit der Kabbala ist die Offenbarung der Göttlichkeit das Ergebnis der Einhaltung des einen Gesetzes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Göttlichkeit ist die Kraft der Liebe und der Selbsthingabe, des Guten und des Wohlwollenden, und so müssen wir lieben und wohlwollend sein, um sie zu offenbaren. Wenn es Liebe inmitten der Nation Israel geben wird, werden wir ein „Licht für die Völker der Welt sein.“

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Aus KabTVs „New Life 573 – Die Offenbarung der Göttlichkeit“, 21.5.15

Gibt es Gleichheit in der Natur?

Frage: Gibt es so etwas wie Gleichheit in der Natur?

Antwort: Es gibt keine Gleichheit in der Natur und es kann sie auch nicht geben. Wenn es so wäre, dann wäre sie völlig nivelliert.

Im Gegenteil, es muss Vielfalt in der Natur geben, das heißt Unähnlichkeit, Ungleichheit und alle Arten von Widersprüchen zwischen den Dingen und Erscheinungsformen. Das ist es, was den Reichtum all der Farben und Eigenschaften, die es in der Natur gibt, ausmacht. Sonst gäbe es nichts.

Wenn das eine mit dem anderen identisch wäre, wie würden man sich dann miteinander verbinden, sich gegenseitig ergänzen?

Frage: Gleichheit ist also nicht identisch mit Gleichmacherei, wie es in einigen Ländern versucht wurde?

Antwort: Nein. Deshalb hat es auch nicht geklappt. Außerdem ist die Gleichheit selbst extrem konträr zur menschlichen Natur. Aus irgendeinem Grund wollen wir alle gleich sein, aber wir verstehen es nicht.

Wenn alle in etwas oder in allem absolut identisch wären, dann wäre es kein Leben. Wir wären nicht in der Lage, uns auszutauschen, zu empfangen und uns gegenseitig zu geben. Wir könnten uns nicht entwickeln.

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Neues Leben 572 – Das Weltliche und das Religiöse

Neues Leben 572 – Das Weltliche und das Religiöse
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Nach dem weltlichen Ansatz wird die Welt von den Naturgesetzen geleitet und nicht von einer höheren Kraft. Andererseits gibt es nach dem religiösen Ansatz eine höhere Kraft oder den Schöpfer der Welt, der uns die Bedingungen für unsere Existenz sowie Belohnung und Bestrafung gegeben hat. In der Tat gibt es keinen Konflikt zwischen Ländern, der auf unterschiedlichen Ideologien beruht, sondern der Krieg steht im Zusammenhang mit Herrschaft, Macht, Ressourcen und der Staatskasse. Ein Kabbalist studiert und erforscht das Netzwerk der Kräfte, die auf uns einwirken. Er enthüllt die Göttlichkeit und lernt die Gesetze, die auf der Verpflichtung eines jeden beruhen, „seinen Freund wie sich selbst zu lieben.“

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Aus KabTVs „New Life 572 – Das Weltliche und das Religiöse“, 21.5.15

Banker werden verschwinden

Frage: Würden die Banker zulassen, dass das Bankensystem abgeschaltet wird, obwohl es ihnen Profit bringt?

Antwort: Bald wird man sehen, wie es zusammenbricht. Es geht nicht um die Banker, es geht nur um uns. Wenn wir nach Korrektur streben, nach dem Zweck der Schöpfung, um uns über diese kleine, gierige Welt zu erheben, dann werden die Banker einfach verschwinden.

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In das Schicksal des anderen eingreifen

Frage: Nach dem Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft stellt sich heraus, dass jeder das Schicksal des anderen ändern kann, aber niemand kann jemals sein eigenes Schicksal ändern. Es ist interessant zu verstehen, wie ein Mensch in das Schicksal der anderen Menschen eingreifen kann? Ist dies eine spezielle Methodik?

Antwort: Ja. In der Tat sind wir ein gemeinsamer geistiger Körper und sind absolut verbunden mit einander. Ich kann mich selbst nicht ändern, aber ich kann den anderen beeinflussen, und der andere kann mich beeinflussen. Auf diese Weise können wir uns in einem Zustand der gegenseitigen Bürgschaft gegenseitig „füttern“.

Frage: Beginnt ein Mensch immer noch damit, dass er sich selbst verändern will?

Antwort: Natürlich. Ja, natürlich. Dazu geht er ins Geben, um andere zu bewegen. Er hat keine andere Wahl.

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