Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gebet'

„Materielle Gebote“ und die Korrektur des Herzens

Frage: Wie können wir die richtige Verbindung zwischen uns realisieren? Sind hiefür rein spirituelle Handlungen notwendig?

Meine Antwort: Nein, wir müssen alle möglichen Handlungen, die auf die Verbindung in dieser Welt gerichtet sind, ausführen: in der Gruppe, in der Verbreitung.

Wir müssen eine neue Herangehensweise bei der Erziehung von Kindern und Erwachsenen, bezüglich die Beziehungen zwischen den Menschen in der Welt etablieren, damit alle unsere Verbindungen dem spirituellen Aufstieg, der Enthüllung des Schöpfers in uns dienen.

Alle diese Handlungen nennen sich Gebote, wir müssen sie erfüllen, um unser egoistisches Verlangen zu korrigieren, bis der Schöpfer sich in voller Kraft darin enthüllt.

Die zerbrochenen Verlangen, der ganze gegenseitige Hass wird als „Anti-Gebote“, Anti-Schöpfer bezeichnet. Wenn ich Hass in Liebe umwandle, bedeutet das, dass ich Gebote – Handlungen, die uns verbinden – erfülle.

Die Formen der sich enthüllenden Verbindung, die zeigen, wie jedes Verlangen sich mit den anderen verbinden muss, werden in mir als das Abbild des Schöpfers wahrgenommen.

Das heißt, der Schöpfer ist die richtige Verbindung zwischen uns! Wir nehmen Ihn wie ein richtiges Verbindungsnetz, das uns vereint und in dieses System mit einschließt, wahr.

Genau das wird auch als Schöpfer bezeichnet, diesen Zustand muss ich erreichen, darum heißt Er auch so: „Bo-Re“ (komme und siehe).

Das beinhaltet auch physische Handlungen: Arbeit in der Gruppe, Freundes-Versammlungen, Kongresse, gemeinsames Studium – doch nach allen diesen äußeren Handlungen ist die innere Arbeit, die wahren inneren Korrekturen, die Korrekturen der Seele notwendig. Denn der Schöpfer verlangt nach der Korrektur des Herzens.

Und diese Handlungen heißen „materielle Gebote“, obwohl sie nicht mit Händen und Füßen ausgeführt werden. Das sind spirituelle Handlungen, und ich kann sie nur vollziehen, wenn ich über das Licht, das zur Quelle zurückführt, verfüge.

Ich mache das nicht selbst! Alle gemeinsam: Ich, die Gruppe und der Schöpfer – wir drei machen alle möglichen Verwandlungen durch. Nur gemeinsam! Keine Korrektur kann alleine vollzogen werden, man braucht die Kombination von allen drei Komponenten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 17.10.2010

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Lass das Herz zum Schöpfer klopfen

Frage: Wie kann ich an die Korrektur denken, die uns das Buch Sohar bringt, wenn ich negative Emotionen, so wie Hass, empfinde?

Meine Antwort: Das Gebet ist das, was das Herz fühlt. Wenn es jetzt mit Hass erfüllt ist, ist das mein Gebet: „Ich will ihn zunichte machen“.

Um die Kraft, die sich im Buch Sohar, in dem gemeinsamen Lesen des Buches,verbirgt korrekt anwenden zu können, muss ich zuerst mein Herz darauf vorbereiten. So das mein Herz dasselbe wie der Schöpfer wünscht.

In der Tat der Schöpfer antwortet auf jedes Gebet, auf jeden Wunsch unseres Herzens. Deshalb ist unsere Welt so schlecht!

Aber, anderseits, es steht doch geschrieben, dass er nur auf das Gebet antwortet, das durch die „Tore der Träne“ kommt. Antwortet er nun wirklich auf jedes Gebet, sei es die flüchtige Laune eines Kindes oder üble Machenschaften eines Bösewichtes?

Ja, sagen die Kabbalisten, die das System unserer Beziehungen mit dem Schöpfer entdeckt haben. Ein Dieb, der eine Beute gefunden hat oder ein Räuber, der einen Verbrechen geplant hat, und bereit zu töten ist, sie wollen auch ihr Ziel erreichen und ihr Gebet wird auch angenommen. Denn es geht um das Verlangen von Malchut der Welt Azilut. Und alles was sich unterhalb von ihr befindet, einschließlich unserer Welt, gehört zu ihr.

Warum sagen wir dann, das ein Verlangen erhebt sich manchmal zur Welt Azilut, aber manchmal auch nicht? Es liegt daran, dass zwei Arten von Wünsche existieren:

– Manche sind in die gleiche Richtung gerichtet, wie der Willen des Schöpfers. Da vereinigen sie sich mit dem höheren Verlangen und werden wie eine Fülle von Oben wahrgenommen.

– Die anderen entsprechen nicht dem Willen des Schöpfers. Sie rufen auch eine Antwort von oben, wie die positive Wünschen, aber werden von den negativen Verlangen negativ wahrgenommen, wie eine negative Reaktion.

Sie korrigiert den Menschen, indem sie ihn durch den langen und schwierigen Weg der Leiden führt, statt den kurzen und leichten Weg, wenn seine Wünsche und die Wünsche des Schöpfers miteinander übereinstimmen.

Deshalb sollen wir uns auf das richtige Gebet vorbereiten. Und mit diesem Gebet sich zum Sohar wenden. Denn der Mensch kann nicht auf dem Unterricht ohne jegliche Wünsche anwesend sein.

So oder so er will etwas und wenn sein Verlangen, vorher vorbereitet wurde und in die richtige Richtung gerichtet, dann, beim Lesen vom Sohar schreitet er schnell und leicht voran. 

Und außerdem müssen wir daran denken, dass wir uns in der Gruppe befinden und mit ihrer Hilfe, unseres Gebets verstärken. Also wenn die Gedanken des Menschen nicht zum Ziel gerichtet sind, befindet er sich in einer Konfrontation mit der Gruppe und empfindet noch stärker die scheinbar negative Reaktion von oben.

Also, unsere ganze Arbeit besteht in der Vorbereitung auf den Unterricht, im Lesen vom Sohar und anderen kabbalistischen Bücher. Und wenn wir uns schon im Unterricht befinden, ist es schwierig etwas zu ändern. Denn das Herz des Menschen ist schon auf irgendwelche Wünsche eingestimmt.

Deshalb ist es äußerst wichtig mit welchen Gedanken ich schlafen gehe, wie bereite ich mich auf den Unterricht morgen. Diese Minuten spielen eine entscheidende Rolle. Man muss auch die physische Vorbereitung nicht vergessen, damit der Körper nicht im Schlaf versinkt.

Rabasch schreibt in seinem Artikel 36 aus Dargot HaSulam: Es steht geschrieben: „Das Gebet Hörender“. Warum das Gebet im Singular? Hört der Schöpfer nicht alle Gebete? Es handelt sich darum, dass wir nur ein Gebet hochheben sollen: um die Schechina aus dem Staub zu erheben.

Ein Gebet um die Schechina aus dem Staub zu erheben bedeutet ein Verlangen den Schöpfer bzw. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zum Nächsten in mir, zu offenbaren, zu wollen, sich darin dem Schöpfer anzugleichen. Und wenn wir alle unsere Kräfte nur auf eines richten, klopfen wir an die Tore, die sich unbedingt öffnen werden.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 7.12.2010

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Beten bedeutet, die Eigenschaft der Liebe und des Gebens in dir zu enthüllen

Frage: Im Artikel „Was ist ein halber Schekel in der Arbeit“ sagt Rabash: „Wenn ein Mensch, ohne die Bedeutung der Worte zu verstehen, einfach nur ausspricht, was im Gebetsbuch der Weisen geschrieben steht, und diese Worte spricht, während er sich dem Schöpfer annähert, ist es unwichtig, ob er weiß, was er sagt oder nicht…“

Auch Baal HaSulam sagt in Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“: „…auch wenn ein Mensch nicht versteht, was er lernt, zieht er aufgrund seines Verlangens dennoch das Licht der Korrektur auf sich“.

Folglich hat das Beten mit einem Gebetsbuch großen spirituellen Wert, und wenn einige sagen, es wären ja nur Worte und Traditionen, stimmt dies nicht. Wie ist Ihre Meinung darüber?

Antwort: Mit „einigen“ meinen Sie mich. Ja, ich behaupte dies. Und dies ist der Grund: Das Resultat des Lesens hängt vom Leser ab und nicht vom Text oder seinem Autor.

Baal HaSulam sagt in Punkt 147 der „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot„: „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Tora der Welt von Azilut und der Tora dieser Welt, d.h. zwischen der Weisheit der Kabbala und der offenbarten Tora. Sondern der Unterschied liegt beim Menschen, der die Tora studiert. Zwei mögen die Tora studieren, den gleichen Text und die gleichen Worte, doch einer wird es als die Weisheit der Kabbala und der Tora von Azilut aufnehmen, und der andere als die offenbarte Tora (von Assija)“.

Selbstverständlich wurde das Gebetsbuch von den Mitgliedern der Großen Versammlung zusammengestellt – den großen Kabbalisten, die vor 2000 Jahren lebten. Wenn man es mit der Absicht liest, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, dann zieht man das Licht von der Quelle an sich heran, von dem das Gebetsbuch spricht. Dasselbe geschieht, wenn man „Talmud Esser HaSfirot“ studiert. Wenn man jedoch nicht darüber nachdenkt, weil man keinen Wunsch hat, den Schöpfer zu enthüllen, dann hat das, was man liest, keine Wirkung, sei es der Talmud Esser HaSfirot oder das Gebetsbuch.

Wenn man den Inhalt des Gebetsbuches verstehen möchte, dann sollte man das Gebetsbuch von Rashash verwenden. Dort findet man die Bedeutung der Gebete in den kabbalistischen Symbolen – als Anheftung des korrigierten Verlangens (der Seele) an den Schöpfer durch das System der spirituellen Welten. Das Gleiche wird im Talmud Esser HaSfirot diskutiert und allgemein in allen Heiligen Büchern. Sie alle sprechen nur über die Verbindung mit dem Schöpfer und über Seine Enthüllung dem Menschen gegenüber.

Beten bedeutet, den Schöpfer zu enthüllen, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe in sich. Alle anderen Gebete sind egoistisch und ziehen nicht das Höhere Licht an. Sie haben nur einen psychologischen Effekt auf den Betenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Blog-post: Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist

Zur Liebe

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_08.jpgDie Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben. Sind meine Bemühungen egoistisch, wenn sie darauf ausgerichtet sind den Schöpfer als gut und Gutes tuend zu fühlen?

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

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Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

 Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben.  Wird es als Egoismus angesehen, wenn man zu fühlen versucht, dass Er gut ist und Gutes tut?

 

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

 

(242047)

Streben nach Ausgewogenheit

Frage: Wenn ich durch und durch ein Egoist bin, wie kann ich mich dann der höheren Kraft annähern?

Antwort: Der einzige Weg, der höheren Kraft ähnlich zu werden, ist dein Streben nach Ausgewogenheit zwischen zwei Kräften: Egoismus und Altruismus. Die Kraft, die auf natürliche Weise in dir erweckt wird, ist dein Egoismus, es erscheint dir so, als ob du das wärst. Du bist es nicht, es ist ebenfalls der Schöpfer.

Du bist etwas absolut Neutrales, ähnlich einer Masse, in der ständig, ohne Unterbrechung, von Geburt an bis zum Tod eine egoistische Kraft erweckt wird. Dem Mensch erscheint das so, als wäre er es selbst.

Er erhält dennoch die Möglichkeit, diese negative Kraft durch eine positive auszugleichen, darum muss er den Schöpfer bitten. So nähert er sich dem Schöpfer an und verbindet sich mit Ihm. Er bittet den Schöpfer darum, ihm beizubringen, sich mit der positiven Kraft auszugleichen, so dass zwei entgegengesetzte Kräfte entstehen und dabei ein Gleichgewicht entspringt, welches als „mittlere Linie“ bezeichnet wird.

Diese mittlere Linie, die auf der Ausgewogenheit zwischen der rechten (altruistischen) und der linken (egoistischen) Linie erscheint, wird „Adam“ (Mensch) genannt. Genau in dieser mittleren Linie wird man dem Schöpfer ähnlich.

Wenn man sowohl Egoismus als auch Altruismus gut steuern kann, kann man richtig damit umgehen. Man balanciert andauernd auf und ab und steigt so auf.

Die Hauptsache ist zu lernen, wie man das Gleichgewicht bewahrt. Das ist unsere Arbeit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Wie man den Schöpfer richtig bittet.

Frage: Wie bitte ich richtig, wenn ich sehe, dass meine Bitte das Gefühl dieser Bitte löscht? Laufe ich vor dem weg, was mir der Schöpfer gibt?

Antwort: Nein. Je öfter man um etwas, bittet, desto eher versteht man, wie unnatürlich und schwach unsere Anforderungen sind und wie wir vielleicht um etwas anderes bitten und dies anders formulieren sollten.

Verstehen Sie, wir befinden uns in einem starren System. Sie schicken keine E-Mail irgendwohin und das war es dann. Sie arbeiten ständig in diesem System, daher ändert sich ihre Botschaft und formt sich um.

Das System reagiert immer auf seine Art und Weise. Zum Beispiel sage ich Ihnen etwas und im selben Moment ändert sich in mir der Gedankengang. Plötzlich finde ich andere Optionen für Fragen, Antworten, Ausdrücke usw. Dies nennt man Interaktion mit dem System, ich bin darin und kann nicht aus dieser Matrix herausfallen.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 04.11.2018

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„Schlucke kein Maror ohne es zu kauen“

„Schlucke kein Maror ohne es zu kauen“ bedeutet, dass trotz unserer Unfähigkeit, an unserer Einheit zu arbeiten, wir uns dennoch mit größerer Ausdauer darum bemühen müssen.

Wenn wir in der Gruppe der Notwendigkeit uns zu verbinden zustimmen, dann sind wir nach Ägypten gekommen. Zuvor haben wir nicht darüber gesprochen oder waren damit einverstanden. Zuerst vernachlässigen die Brüder Joseph und werfen ihn hinaus. Dann gibt es eine Hungersnot und sie stimmen zu, sich zu verbinden und betreten im Anschluss Ägypten.

Sie leben gut in Ägypten, erkennen aber dann, dass sie nicht in der Lage sind, sich zu verbinden. „Und die Kinder Israel seufzten von der Arbeit“, da sie nichts erreichen konnten. „Ihr Schrei über die Arbeit stieg auf zu Gott“. Dies ist die Bedeutung von „schlucke kein Maror ohne es zu kauen“. Wir sind verpflichtet, dieses Werk zu „kauen“, und all seine Bitterkeit und Schwere, um den bitteren und harten Meerrettich, aus dem der Maror gemacht ist, zu spüren. Wir wenden uns von der harten Arbeit und unserem Versagen ab und wenden uns aus Verzweiflung an den Schöpfer.

Erst nach der harten Arbeit und der Notwendigkeit dort heraus zu kommen, spüren wir, dass es eine Kraft gibt, die uns helfen kann.

 

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, Schriften von Rabash  20/3/18

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Blitz-Antworten des Kabbalisten

Frage: Wenn die Anzahl unserer Zustände die Zeit wären, heißt es dann, dass Abstieg eine Rückwärtsbewegung und Aufstiege eine Vorwärtsbewegung auf der Zeitskala wären?

Antwort: Nicht unbedingt. Es gibt Abstiege, welche die Vorwärtsbewegung beschleunigen. Wir müssen die Qualität der Bewegung richtig bewerten, nicht ihren Vektor und nicht ihre quantitative Einschätzung.

Frage: Ist die spirituelle Materie eine Kraft? Sind die materiellen Kräfte auf einer anderen Stufe oder befinden sie sich parallel zu den spirituellen Kräften?

Antwort: Materielle Kräfte sind egoistische Kräfte, es gibt sie nicht in der spirituellen Welt. Wir können nicht sagen, dass sie parallel zu den spirituellen Kräften bestehen, denn unsere Welt existiert dort nicht. Unsere Welt heißt „Olam a-medume“ – eine imaginäre Welt, die Welt die wir uns einbilden.

Frage: Gibt es auch Zwischenwelten oder nur materielle und spirituelle Welten?

Antwort: Es gibt keine Zwischenwelten. Eine spirituelle Welt besteht aus fünf Stufen: Asia, Ezira, Bria, Azilut und Adam Kadmon die Welt der Unendlichkeit, die wir über 125 Stufen erreichen müssen. Diese Welten unterscheiden sich in der Qualität der Verbindung zwischen ihren Bestandteilen und ihren Elementen. 

Frage: Wenn mein Schicksal das Werk des vollkommenen Schöpfers ist, warum sollte ich es dann beeinflussen und verändern?

Antwort: Da der Schöpfer dich so erschaffen hat, dass du dich selbst verändern musst! Er verpflichtet dich dazu.

Frage: Erzieht uns der Schöpfer, wenn wir in unserer materiellen Welt Schmerz und Leid empfinden? Erfahren wir das, wenn wir uns nicht selbst korrigieren wollen?

Antwort: Richtig! Wir empfinden Schmerz, wenn wir uns nicht selbst erziehen und korrigieren wollen!

Frage: Wenn ich durch das System unreiner Welten genährt werde, was kann mich dann aus der Macht des egoistischen Königreichs in die spirituelle Welt ziehen?

Antwort: Damit wir unsere Zustände verstehen lernen, können uns dieselben spirituellen Kräfte, von der spirituellem Stufe vertreiben.

Frage: Was heißt es einem Lehrer/ Kabbalisten ähnlich zu werden, wenn sich der Lehrer in der Spiritualität  und ich mich noch in der materiellen Welt befinde?

Antwort: Hilf ihm, indem du verstehst was er von dir will. In dieser Welt ist das die wichtigste Arbeit eines Menschen, der einen Lehrer hat. Es ist besser als andere Handlungen durchzuführen und auf Anweisungen zu warten.

Frage: Wie kommt man dazu, sich einen spirituellen Fortschritt zu wünschen?

Antwort: Schließe dich der Gruppe an. Nur wenn man in die Gruppe eingeschlossen ist und sich zusammen mit ihr entwickelt, kann man ernsthaft vorankommen. Ohne die Freunde gibt es keine Kraft voranzukommen.

Frage: Erinnert sich die Seele an ihr vergangenes Leben und kann das nach dem Tod des Körpers, ihre Korrektur beeinflussen?

Antwort: Was hindert die Seele daran, ihre Korrektur vorzunehmen, wenn der Körper lebt? Für die Seele gibt es in Bezug auf den Körper keine Begrenzung. An der Seele ändert sich nichts, auch wenn „dein Tierkörper“ stirbt.

 

Aus dem russischen Unterricht, 19.08.2018

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