Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Drei Teile der Gesellschaft in Bezug auf die spirituelle Arbeit

Wir sind in einer Gesellschaft, die aus vielen verschiedenen Menschen besteht. Was die spirituelle Arbeit betrifft, kann die Gesellschaft, wenn sie zur Verschmelzung mit dem Schöpfer kommen will, in drei Teile geteilt werden.

Ein Teil ist das Volk Israel („Yisra-El“), sie suchen direkt nach dem Schöpfer.

Der zweite Teil sind die „Ägypter“, d.h. eine Gesellschaft von Menschen, die sich überhaupt nicht um spirituelle Dinge kümmern. Sie tun natürlich das, was gut für sie ist. Vielleicht verstehen sie nicht, was ich tue, es ist nicht wichtig für sie. Die Hauptsache ist, dass es gut für sie ist.

Der dritte Teil ist „Erev rav“ („großer Haufen“), d.h. Menschen, die glauben, dass man die Gebote ohne Absicht erfüllen sollte.

Die Absicht schafft ein völlig anderes Bild. Der Mensch muss sich über sein Ego erheben, das höhere Licht anziehen und den Egoismus in Altruismus verwandeln.  Man muss absolut alles in sich ändern, beginnen den Schöpfer, die höhere Welt zu spüren.

Dies ist eine sehr harte spirituelle Arbeit. Es gibt Menschen, die der Meinung sind, dass es nicht gemacht werden sollte. Sie fielen einst von der Stufe der richtigen Absichten zum Wohle anderer und zum Wohle des Schöpfers in egoistische Absichten zum Wohle für sich selbst.

Aus der Fernsehsendung „ Spirituelle Zustände“, 22.04.2019

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Neues Leben 500 – Die Bibel als Grundlage des Lebens

Neues Leben 500 – Die Bibel als Fundament des Lebens
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Wir können das verborgene Geheimnis, das in der Bibel steckt, durch das Studium der Weisheit der Kabbala entdecken und tatsächlich erfahren. Die Bibel und alle heiligen Schriften wurden in der „Sprache der Zweige“ geschrieben. Um diese Schriften zu verstehen, ist es notwendig, zu den „Wurzeln“ aufzusteigen. Kabbalisten sind Menschen, für die der Text der Bibel in ihnen strömt, da sie eine einheitliche Verbindung mit ihm haben. Ein Kabbalist korrigiert seine Natur von einem Wunsch zu empfangen zu einem Wunsch zu geben und entdeckt dadurch, was wirklich in der Bibel geschrieben ist. Das Buch gehört tatsächlich uns, aber wir befinden uns im Exil vor ihm. Wenn Selbsthingabe und Liebe zwischen uns aufgebaut werden, werden wir seine Wahrheit entdecken.

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Aus KabTVs „New Life 500 – Die Bibel als Grundlage des Lebens“ vom 15.01.15

Worüber freut sich ein Kabbalist?

Frage: Wenn ein Kabbalist sieht, wie völlig unterschiedliche Menschen zusammenkommen und in Verbindung miteinander die Kraft offenbaren, die „Schöpfer“ genannt wird, bereitet ihm das Freude. Was wäre, wenn sich die Menschen zusammenschließen, ohne den Schöpfer zu offenbaren?

Antwort: Wenn sich Menschen nicht wegen der guten Absicht zusammenschließen, manifestiert sich dies als negative Einstellung gegenüber dem Schöpfer.

Aussage: Angenommen, sie vereinigen sich, um eine Symphonie zu hören oder ein Fußballspiel zu sehen.

Antwort: Solange sie nicht das Ziel haben, jemanden zu schaden, ist das auch in Ordnung. Wenn mein Lehrer und ich an einem Stadion vorbeifuhren, in dem ein Fußballspiel stattfand und wir den Lärm daraus hörten, sagte er immer: Dieser Ort sollte respektiert werden, denn das Spiel bringt den Menschen Freude.

Frage: Also wird jede Art der Zusammenkunft, welche die Menschen erfüllt, Freude genannt und ein Kabbalist freut sich über diese positive Emotionen?

Antwort: Ja. Wenn er durch seine Beteiligung solche Emotionen bei anderen auslöst, dann freut er sich natürlich über die eigenen positiven Ergebnisse.

Frage: RABASH schreibt, dass Freude immer hinzuzufügt werden kann. Es gibt keinen Zustand, bei dem ein Mensch sagt: „Das reicht mir“? Fehlt ihm ständig etwas?

Antwort: Ja, denn wir haben keine absolute Erfüllung, keine totale Freude. Im Prinzip würden wir einen solchen Zustand gerne erreichen, aber das ist utopisch.

Aus dem Fernsehprogramm, „Die spirituellen Zustände“, 03.04.2019

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Einander genießen

Frage: Der Mensch wurde mit dem Wunsch geschaffen, zu empfangen. Wie wird dieser Wunsch in ein Empfangen um des Gebens willen (in ein Geben an den Schöpfer) umgewandelt, damit ich Ihm ähnlich werde?

Antwort: Der Punkt ist, dass sich in mir eine besondere Abneigung gegen den bloßen Gebrauch meines Verlangens bildet. Ich weise diesen Wunsch zu genießen zurück, ich schiebe ihn von mir weg, ich will ihn einschränken. Diese Einschränkung soll so erfolgen, dass sie in einen Wunsch zu empfangen umgewandelt wird, aber bereits mit der Absicht, dem Schöpfer zu geben.

Nachdem ich die Einschränkung durchgeführt habe, fange ich an, den Schöpfer zu spüren, und nur in dem Maß, wie ich spüre, dass ich Ihn erfülle, erlaube ich mir, zu genießen. So entsteht das Gefühl des Schöpfers in meinem Genuss an Ihm. Man erhält ein doppeltes Geschenk von Ihm, der mich liebt. Deshalb heißt es, dass die Gerechten doppelt gewinnen.

Dieses Geschenk bewirkt, dass ich mich nicht doppelt, sondern milliardenfach mehr genieße, da ich darin die Haltung meines Geliebten spüre und gleichzeitig fühle, dass ich Ihm auch gebe und Ihm dadurch, dass ich von Ihm genieße, Freude bereite.

Der gegenseitige Kreislauf des gegenseitigen Genießens führt zu jener inneren Integration, die man Verschmelzung nennt. Dies ist der höchste Zustand der Schöpfung in Bezug auf den Schöpfer.

Aus dem Fernsehprogramm „Kabbala – Die Wissenschaft des Lebens“, 01.03.2018

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Eine egoistische Partnerschaft

Frage: Ich habe kürzlich einen Brief von einem Mann erhalten, der vor über 30 Jahren mit einem Freund ein Unternehmen gegründet hat. Er schreibt: „Als wir das Geschäft eröffneten, haben wir beschlossen, dass jeder den anderen ergänzt: mein Partner gibt Ideen, und ich setze sie um und löse alle Probleme. Wir teilen alles 50/50.

So haben wir über 10 Jahre gearbeitet, bis wir eine Menge Geld verdient hatten. Dann verlangte er 80% des Gesamterlöses und begründete alles damit, dass die Ideen von ihm stammten. An diesem Punkt bin ich ausgerastet und sagte, dass ich ihn all die Jahre hindurch unterstütze, ihn für die freien Tage bezahlte, wenn er nachdachte, ein Tief hatte, oder im Urlaub war, usw.

An diesem Tag wurde das Prinzip der Gleichheit verletzt und wir wurden zu Feinden. Einen Monat lang haben wir nicht miteinander gesprochen. Dann stellte sich heraus, dass er mich verklagt hatte. Einst waren wir die engsten Freunde, heute sind wir die größten Feinde“.

Wenn wir diese Situation durch das Prisma der Ganzheit der Natur betrachten – wie kann dann eine mögliche Einkommensverteilung aussehen und wie ist die Gleichheit zwischen diesen Partnern? Ist es richtig, dass sie anfangs alles geteilt haben? Schließlich hat dann einer von ihnen die Vereinbarung verletzt.

Antwort: Tatsache ist, dass ihre Partnerschaft rein egoistisch war, daher habe ich keine Ahnung, wie man dieses Problem lösen kann. Ich befasse mich nicht mit solchen Dingen.

Meine Aufgabe ist es, völlig andere Systeme zu erforschen. Es sind Systeme, die sich gegenseitig ergänzen und nach völlig anderen Prinzipien funktionieren, bei ihnen gewinnt man, indem man dem anderen etwas gibt.

Wenn sie die Absicht der Natur verstehen würden, dann würde jeder so viel nehmen, wie er zum normalen Leben braucht und er würde den ganzen Überfluss der Gesellschaft schenken. Dies würde den tatsächlichen Gewinn abschätzen. Das heißt, die Lösung liegt auf einer anderen Ebene.

Frage: Das Traurigste ist, dass der Erziehungsprozess dieser beiden Geschäftsleute Jahrzehnte andauern kann. Was sollten sie machen, bevor es zur Offenlegung ihrer Topgehälter kommt? Wie können sie den Gewinn teilen? Gibt es irgendwelche Hilfestellungen?

Antwort: Ich denke, es ist viel einfacher, als man denkt. Nehmen wir an, ihr Reichtum ist verschwunden und es bleibt nur noch das Existenzminimum übrig. Lassen sie nun ihre Beziehung zueinander aufbauen. Das war es.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 28.08.2020.

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Den Mythos entlarven – Der böse Blick ist der böse Wille

Eines der häufigsten Missverständnisse ist, dass die Weisheit der Kabbala vor dem bösen Blick schützt. Es existieren sogar Amulette, die davor schützen sollen und mit der Weisheit der Kabbala verbunden werden. Ich wünschte, es wäre so einfach ein paar Dollar zu bezahlen, um mich damit vor Flüchen zu schützen. Doch hier besteht eine falsche Vorstellung des Begriffs “böser Blick”. Laut der Encyclopaedia Britannica ist der “böse Blick” ein Blick, der die Fähigkeit besitzen soll, demjenigen zu schaden, den er trifft.  [Rest des Beitrags lesen →]

Es schmerzt mich, dass die ganze Welt leidet

Das Wichtigste ist das Gefühl, dass die heutige Krise unser gemeinsames Problem ist. Es eint uns und hilft uns zu verstehen, dass wir miteinander verbunden sind.

Lassen wir uns von nun an verpflichten, dass wir, wenn wir an das Coronavirus in Verbindung mit unserer Familie, unserer Stadt, der Schule, die unsere Kinder besuchen, unserer Arbeit denken, wir uns um die ganze Menschheit sorgen werden.

Wir wollen, dass die ganze Menschheit vom Coronavirus geheilt wird, dessen Ursache unserer Egoismus ist, der sich Tag für Tag mehr und mehr offenbart. Wenn wir uns einander nah fühlen, uns verbinden und uns umarmen können, werden alle Viren verschwinden.

Sobald wir über unser persönliches Unglück nachdenken, sollten wir es ein wenig ausweiten und über unser gemeinsames, globales Problem nachdenken.

Gewöhnlich freuen sich Egoisten darüber, dass die ganze Welt leidet, denn dann scheint ihr eigenes Unglück nicht mehr so ​​schrecklich zu sein. Es heißt, dass „das Leiden vieler bereits ein halber Trost ist“. Aber hier leide ich im Gegenteil für die ganze Welt. Mein Leiden ist viel größer, wenn ich sehe, dass nicht nur meine Kinder, meine Familie, Verwandten und Bekannten leiden, sondern die ganze Menschheit.

Ich  muss anfangen, mich anders zu verhalten: Ich fühle mich nicht besser, weil alle mit mir leiden, sondern im Gegenteil, ich fühle viel mehr Schmerz, weil die ganze Welt leidet.

Aus einer Lektion für die Frauen, 29.08.2020

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Die Kultur des gegenseitigen “Auslöschens” oder wie wir lernen können einander zu akzeptieren

Sollten wir Menschen und ihre Ideen auslöschen, wenn wir mit ihnen nicht einverstanden sind? Dies ist zum Dilemma unserer Zeit geworden. Die so genannte „Cancel-Kultur“, die darin besteht, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Unterstützung für ihre Meinungen oder Handlungen zu entziehen, ist bereits ein Trend, der das Internet überschwemmt. In Zeiten, in denen sich das Leben aller um die gleichen Kämpfe und Herausforderungen dreht, müssen wir unsere Spaltungen aufheben. Stattdessen sollten wir uns unsere Unterschiede anerkennen machen und ein Umfeld der Akzeptanz schaffen. Unser gemeinsames Schicksal steht auf dem Spiel.

Öffentliche Attacken auf Prominente, Wissenschaftler, Personen des öffentlichen Lebens oder Unternehmen wegen einer Äußerung, die als beleidigend angesehen werden könnte – sind zur neuen Norm in den soziale Medien geworden. Niemand bleibt von Aufrufen nach Beendigung der eigenen Karriere oder Strafen bis hin zum völligen Boykott verschont, wenn seine Ansichten bestimmten Gruppierungen nicht gefallen. Wo endet die Meinungsfreiheit und wo beginnt das Recht, andere zunichte zu machen?

Wir leben in einer Zeit, in der unser Ego – unsere egozentrische Vision – jede Grenze sprengt und jeglicher Zurückhaltung und Kontrolle entbehrt. Das Ego will andere nicht anhören oder abweichende Ansichten berücksichtigen. Es ist nicht bereit, Fakten oder kontroverse Themen auf zivilisierte Weise zu diskutieren. Mit anderen Worten: Wir haben kein Interesse daran, eine gemeinsame Idee zu bilden, uns auf halbem Weg (oder auch nur zu einem Bruchteil) zu treffen, um eine gemeinsame Basis zu finden. Das Ego gibt nicht so leicht auf, denn was für uns zählt, ist unser eigener Standpunkt. Das ist die einzige Wahrheit.

Die Abschaffung des Anderen ist so tief in die moderne Gesellschaft eingedrungen, dass es keine Chance auf eine Einigung, auf einen zivilisierten Gedankenaustausch oder auf einen fruchtbaren und bereichernden Diskurs gibt. Es ist sehr bedauerlich zu sehen, wie weit wir uns von einer Diskussionskultur entfernt haben, von aufrichtiger Offenheit und wie stur wir zunehmend sind. „Ich werde regieren“ ist der Ruf der Stunde.

Die Tendenz, andere auszuschalten, ist häufig auch in Fernseh-Talkshows und an runden Tischen zu beobachten. Die Gäste schreien ihre kurzen Attacken so schnell wie möglich heraus, weil andere sie sonst überhaupt nicht zu Wort kommen lassen. Es wird dazu ermutigt, Meinungen lauter, schärfer und schneller als der andere zu äußern. Logik und Inhalt spielen keine Rolle. [Rest des Beitrags lesen →]

In Ähnlichkeit der Eigenschaften

Frage: Der Schöpfer, also die Natur beeinflusst uns ständig vor allem durch Probleme der materiellen Welt. Komme ich mit dieser Kraft erst in Berührung, wenn ich Ihr ähnlich bin, nach dem Gesetz der Gleichheit der Form?

Antwort: Natürlich.

Frage: Durch diese Probleme kann ich aber nicht verstehen was diese Kraft von mir will. Muss ich dafür auf ihre Stufe aufsteigen?

Antwort: Wir müssen uns über diese Probleme erheben, zu ihrer Quelle.

Frage: Wenn ich also zu einem gewissen Maß der Eigenschaft des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, ähnele, werde ich dann Seine Absicht verstehen?

Antwort: Ja. Wenn ihr euch über eure Verlangen erhebt und zur Quelle eurer sogenannten Probleme gelangt, werdet ihr Ihn begreifen und den Sinn seiner Handlungen verstehen.

Frage: Interessant ist: Wenn wir über die Ähnlichkeit der Eigenschaften auf physikalischer Stufe sprechen, werden gleich geladene Teilchen abgestoßen. Das Beispiel eines Radioempfängers zeigt aber, dass hier die Wellen durch das Zusammentreffen von Eigenschaften aufgefangen werden.

Hier wird deutlich, dass je höher die Stufe der Natur ist, desto mehr wirkt dieses Gesetz in umgekehrter Weise.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens und wir sind die Eigenschaft des Empfangens. Deswegen kann ich Ihm nur durch die Veränderung der Absicht ähnlich werden, während das Empfangen selbst bleibt?

Antwort: Ihr könnt dem Schöpfer entgegengesetzt sein. Er ist Geber und ihr seid Empfänger. Und wenn eure Absichten übereinstimmen, seid ihr vereint und Ihm nur durch eure Handlungen entgegengesetzt.

Frage: Bin ich Ihm immer entgegengesetzt? Wenn er „plus“ ist und ich „minus“, dann werde ich nie „plus“ sein?

Antwort: Nie. Ihr führt alle Handlung nur nach dem Willen des Schöpfers aus. So gleicht ihr euch Ihm an, obwohl eure Handlung Ihm entgegengesetzt sind. Ihr tun dies, weil ihr Ihm ähnlich sein wollt. Dabei spielt die Art der Handlung selbst keine Rolle, was zählt, ist das Motiv. Das wird Absicht genannt.

Aus der Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 10.06.2019

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Die Weisheit König Salomos: Wer wird der Eifersucht widerstehen?

Aussage: König Salomo wendete in seinen Sprüchen eine verblüffende Weisheit an, hinter deren äußerer Einfachheit eine große Tiefe liegt.

„Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen auf Erden, der Gutes tut und nicht sündigt“.

Antwort: Ich würde es anders sagen: Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen auf Erden, der etwas Aufrichtiges tun würde, ohne vorher zu sündigen. Jedes Mal kann er nach dem Maß seiner Sünde etwas Gerechtes tun. Das eine gegen das andere.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach Sünde?

Antwort: Sünde ist jeder Zustand, in dem ich einem anderen schaden kann. Es braucht keine Handlung sein, es genügt die Absicht. Wenn ich mir dessen bewusst bin, dann gehe ich sofort zum nächsten Zustand über, in dem ich mich auf die richtige, freundliche Weise gegenüber anderen ändere und dort endet meine Korrektur.

Die Tatsache, dass man gute Handlungen sieht, kann daran liegen, dass man nicht erkennt, ob ein Mensch, der etwas Gutes tat, zuerst etwas Böses meinte. Er traf nur anschließend die Entscheidung, zum Guten zu wechseln – nach außen hin sieht man dann den guten Zustand.

Es müssen vier Stufen vom Zustand des Bösen, zum Zustand des Guten durchlaufen werden.

Frage: Habe ich, bevor ich eine gute Tat vollbracht habe, davor gesündigt?

Antwort: Selbstverständlich! Und wenn du nicht das Gefühl hast, dass du vorher gesündigt hast, dann hast du keine gute Tat vollbracht. Im Ernst! Es gibt Geschichten, Gleichnisse, die besagen, dass jeder fröhliche, weise Mensch in seinem Inneren das Gegenteil davon ist. Er ist depressiv und so weiter.

Raikin (ein russischer Schauspieler) ist ein gutes Beispiel von solch einem Charakter! Dank der Zustände, die er erlebte: er empfand die Welt und sich als abstoßend, konnte er auf die Bühne gehen und das Gegenteil darstellen. Er hätte sonst diese Emotionen, dieses Verständnis, nicht darstellen können. Das ist immer so.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 16.12.2019

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