Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Was ist ein Traum?

Seit dem Altertum ist die Menschheit sehr neugierig auf Träume. Forscher sagen, dass wir jede Nacht mehrere Träume haben und dass jeder von ihnen zwischen fünf und 20 Minuten dauert. Manchmal haben wir gute Träume und wachen gut gelaunt auf, und manchmal haben wir Albträume.

Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich wach bin, dass das Leben wie ein Traum ist, dass es wie ein Film ist. Werde ich jemals aus diesem Film aufwachen?

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Die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit

Ein starker Schub beschleunigter menschlicher Entwicklung pulsiert über einen bestimmten Zeitraum durch die Welt. Ein solcher Impuls trat im Mittelalter auf und kulminierte in der Ära der industriellen Revolution, die in allen Bereichen, sowohl, in Wissenschaft und Technik, in Kultur und Bildung, als auch in Gesellschaft und Philosophie, Durchbrüche auslöste. Ungewöhnliche Sprünge in der spirituellen Entwicklung treten ebenfalls auf die gleiche Weise auf.

Die beschleunigte Entwicklung ist das Ergebnis der Kraft des Verlangens, welche der Gesellschaft und der gesamten Schöpfung zugrunde liegt. Das ständig wachsende menschliche Verlangen sucht endlos nach neuen Wegen diese Verlangen zu erfüllen. Die Kraft des Begehrens wirkt im Einzelnen und in der Gesellschaft im Allgemeinen in Form von Selbstbezogenheit. Das bedeutet, in einer egoistischen, selbstsüchtigen Absicht für unser eigenes Vergnügen, einschließlich derjenigen, die auf Kosten des Wohls anderer erreicht wird.

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Warum muss der Mensch seine Natur korrigieren?


Frage: Warum muss ich als Mensch meine Natur korrigieren?

Antwort: Sie können nicht davor weglaufen. Wir werden nicht gefragt. Wie es heißt: „Du wirst nicht nach deinem Willen geboren, du lebst nicht nach deinem Willen, du wirst nicht nach deinem Willen sterben“.

Wir müssen lediglich unsere Bestimmung im Laufe unseres Lebens erfüllen und zwar nicht nur in einem Leben sondern in einer Reihe von Kreisläufen – das fortdauernde Wiederkehren in dieses Leben. Es kommt nicht auf uns an – sondern „auf Biegen und Brechen“.

Im Laufe der Geschichte wurden wir bis heute auf einem unbewussten Weg geführt. Wir haben uns egoistisch entwickelt, wir wurden vorwärts gedrängt, wir haben uns alle möglichen soziale Systeme, Familienarrangements und Kindererziehung ausgedacht. Wir entwickelten Technologien und alles Mögliche, bis wir zu einem Zustand gelangten, der uns erkennen ließ, dass diese Entwicklung uns ins Leere, zu Depressionen, Drogen und Selbstzerstörung führt. Das Ergebnis ist, die heutige globale Krise.

Im Prinzip ist es eine Krise der gesamten ausweglosen Entwicklung der Menschheit. Wir wurden nicht danach gefragt. Der Egoismus entwickelte sich und trieb uns so schnell an, dass wir nicht hinterher kamen. Nun hat er uns gezeigt, dass diese automatische, egoistische Entwicklung ziellos ist und nur dazu dient, zu verstehen, dass es eine Sackgasse ist.

Und was dann? Es stellt sich die Frage nach der nächsten Stufe der Existenz: „Wozu ist das alles gut?“ Die Menschen versuchen vor dieser Antwort wegzulaufen und verdrängen das mit Gedanken an Mode, Urlaub, Partys, an irgendetwas. Doch allmählich erschöpfen sich alle diese Ablenkungen. Die Menschen bleiben mit der Frage, „was ist der Sinn meiner Existenz, alleine. Das Leben hat keinen Sinn – dann ist es nicht lebenswert“.

Der Mensch kann das nicht loswerden. Es ist ein natürlicher Weg der Entwicklung, wir nähern uns ihm an. Immer mehr Menschen auf der Welt stellen sich diese Frage und können sie nicht verdrängen, den Kopf in den Sand stecken und weiterleben wie bisher. So funktioniert unsere Natur.

Dazu muss man nicht mehr oder weniger entwickelt, kein Psychologe, Wissenschaftler oder Intellektueller sein. Ich habe solche Menschen in Südamerika, in Afrika, überall getroffen. Ich habe Studenten aus der ganzen Welt. Es ist einfach an der Zeit.

Das Buch Sohar sagt, dass es unsere Generation ist, die beginnen wird, diese Frage ernsthaft zu stellen, also müssen wir die Kabbala für alle offenlegen.

Aus der Fernsehsendung „Großaufnahme, unsere Generation“

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„Wenn jemand kommt, um Sie zu töten, gehen Sie ihm voraus.“


Frage: In der Tora heißt es: Wenn jemand kommt, um dich zu töten, dann geh ihm voraus und töte ihn. Was bedeutet das bei der inneren Arbeit eines Menschen?

Antwort: Wenn in ihrer Natur ein Programm eingebaut ist, um Liebe und Verbindung zu erreichen und sich jemand dagegenstellt – dann sind Sie verpflichtet, ihn zu vernichten. Wir haben ein klares Programm was die Korrektur der Welt und die Verbindung aller betrifft, wenn jemand dagegen ist, bekämpfe ihn.

Frage: Es stellt sich heraus, dass alle unsere spirituellen Kräfte sich irgendwie auch in der Materie dieser Welt manifestieren müssen. Mit anderen Worten, wenn ich es nicht geschafft habe, einen Teil meines Egoismus zu korrigieren und dieser bereits begonnen hat, sich in Form eines äußeren Feindes zu manifestieren, der mich in der materiellen Welt angreift – dann gibt es ein klares Gesetz: Ich muss ihn bekämpfen.

Warum ist eine innere Kriegsführung nicht genug?

Antwort: Sie kommen damit nicht zurecht, also holen Sie es nach, indem Sie einen externen Krieg führen. Der äußere Krieg muss viel stärker, brutaler sein als der innere, da man seine Eigenschaften irgendwie in Ordnung bringen muss.

Frage: Was geschieht, wenn ich nur einen äußeren Krieg führe und keinen inneren?

Antwort: Es nützt nichts. Kriege können hunderte, tausende von Jahren andauern und es kommt nichts Gutes dabei heraus. Ich würde sogar sagen, dass alle Kriege, die in der Welt stattfinden, als jüdische Kriege betrachtet werden können.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 14.05.2021

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Woher nimmt ein Mensch die Kraft und innere Stärke?

Woher nimmt ein Mensch die Kraft und innere Stärke, sich nach einer schweren Verletzung zu rehabilitieren und sogar den Gipfel des Mount Everest zu erreichen?

In der Tat sind die menschlichen Kräfte unbegrenzt. Die einzige Bedingung ist, dass wir sie erwecken und richtig einsetzen. Nicht nur diese Kräfte können uns auf den Gipfel des Mount Everest bringen, sondern auf den Gipfel unseres eigenen Potenzials als Mensch wie der Schöpfer zu sein.

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Finden der Gleichgewichtsformel


Frage: Wie sollte ein Mensch seine Wünsche nutzen?

Antwort: Ein Mensch sollte verstehen, dass seine Wünsche in ihrer ursprünglichen egoistischen Form falsch eingesetzt werden. Sie sind ihm von Natur aus angeboren, aber er muss lernen, sie richtig einzusetzen.

In der Natur ist alles im Gleichgewicht, in Harmonie geschaffen. Jeder nimmt genau so viel, wie er nach der Gleichgewichtsformel benötigt.

Wenn ich diese Formel finde, weiß ich, was und wie viel ich zu mir nehmen muss, damit ich meine Wünsche optimal erfüllen kann.

Ich werde dann nicht von der mich umgebenden Gesellschaft lernen, wie ich irgendwelchen unwichtigen, virtuellen Werten, die keinen Wert haben hinterherjage. Nur weil die Gesellschaft diese Werte schätzt und denkt, dass sie modisch sind, müsste ich mich umbringen, um das gleiche Niveau der Mode zu erreichen.

Wenn ich weiß, dass ich mich nicht mit Trendsettern und anderen Verlangen vergleichen muss, sondern von der Natur lerne, was ich zu beachten habe, dann werde ich die beste, optimalste, schönste Stufe des Lebens erreichen. Unbewusst spüren wir das bereits.

Frage: Aber wie ist das möglich?

Antwort: Nur wenn wir die Natur erforschen und herausfinden, wo in ihr diese Werte, diese Gesetze stecken, können wir mit ihr in Kontakt treten und empfangen dann ausschließlich gute Signale von ihr.

Aus der Fernsehsendung „ Nahaufnahme“, 19.08.2009

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Zwei Stufen der Auslegung der Tora


Frage: Macht es Sinn, dass die Bedeutung des hebräischen Wortes „evel“ sowohl in eine Richtung („das Geben“) und in die andere Richtung („Eitelkeit“) geht?

Antwort: Natürlich! Denn so entfaltet sich unser Egoismus. Dieser Begriff ist falsch übersetzt und zwar egoistisch. Jedes Wort hat zwei Bedeutungen, bezogen auf die spirituelle und auf der materiellen Ebene.

Da wir uns auf der materiellen Stufe befinden, interpretieren wir alles, da wir es mit unseren irdischen Augen betrachten, für uns selbst und deshalb haben alle Worte nur eine irdische Bedeutung. Wenn man es von der Stufe des höheren Lichts, von der Stufe des Schöpfers ansieht, dann bekommt das alles eine ganz andere Bedeutung.

Daher kann jedes Wort in jede beliebige Richtung gedreht werden. Sowohl die Tora als auch die Schriften der Propheten und die Heilige Schrift, alle drei Bücher sind so geschrieben, dass deren Verständnis von der Stufe der Person abhängt, die sie liest. Für den einen sind es nur Geschichten, die alle möglichen materiellen Handlungen des damaligen Volkes beschreiben, für den anderen sind es spirituelle Handlungen, die in den Seelen stattfinden und nicht unter den irdischen Menschen. Sie beziehen sich auf die Eigenschaft des Gebens und der Liebe und nicht in Kämpfen und Kriegen.

Wenn man die Tora liest, scheint es einem, dass es einen ewigen Kampf zwischen dem auserwählten Volk und dem Schöpfer gibt, endlose Kriege und Frustrationen, da man die Geschichte in seinen irdischen egoistischen Eigenschaften wahrnimmt.

Wenn man diese Eigenschaften verändert, wird man alles ganz automatisch anders verstehen. Man fängt plötzlich an zu verstehen, dass es darum geht, wie wir uns verbinden müssen. Wenn wir uns verbinden, werden wir mit dem Wissen des Schöpfers, mit dem Gefühl des ewigen, vollkommenen Lebens erfüllt sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr.12

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Die Wahrnehmung der wirklichen Welt


Frage: Kann man sagen, dass das kollektive Bewusstsein eine neue Stufe ist und die Kabbala die Menschen lehrt, eine neue Stufe der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erreichen?

Antwort: Nein, das würde ich so nicht sagen. In diesem Fall müsste das kollektive Bewusstsein völlig entgegengesetzt zum irdischen Bewusstsein sein.

Wenn wir alles in uns und in unseren ursprünglichen, natürlichen Eigenschaften erhalten, erleben wir diese Abbildung, wie auf einem fotografischen Film, die kabbalistische Wahrnehmung ist völlig anders.

Sie bleibt für sich und der Mensch, der seinen Egoismus aufhebt und in die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ohne sie zu stören, eintreten kann, fühlt sie, wie sie ist. Das heißt, nicht in seinen egoistischen Eigenschaften, sondern genau in dem Maß der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften mit allen Arten von Eigenschaften und Handlungen, die außerhalb von ihm stattfinden.

Die Kabbala begreift eine Welt, die nicht durch unsere Sinne geht. Der Mensch, der sich entwickelt, unternimmt besondere Anstrengungen, um die kabbalistische Welt zu erfahren, um in einen Zustand eintreten zu können, in dem er absolut kein Egoist ist und alles, nicht in sich, sondern außerhalb von sich wahrnimmt. Er zieht sich praktisch von jeglicher Interaktion mit der Umwelt zurück.

Existiert die Umwelt um ihn herum von selbst? Sie existiert. Er nimmt sie in sich wahr, also nimmt er sie egoistisch wahr. Wir konstruieren unsere Wissenschaften auf der Grundlage dessen, was wir selbst oder durch Geräte die wir erfinden, wahrnehmen.

Und die Kabbala sagt: „Nein, lasst uns die Welt wahrnehmen, wie sie ist.“ Als erstes müssen wir einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst annullieren und uns fühlen, als ob wir nicht existieren würden und demzufolge die wahre Welt um uns herum erfahren.

Im Prozess der Annullierung empfinden wir alles, was in dieser Welt vor sich geht. Das ist die ganze Kabbala.

Aus der Fernsehsendung „Treffen mit der Kabbala“, 29.03.2019

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Kommt das Ende der Welt doch noch?

Kommentar:  Igor schrieb einen Kommentar zu Ihrem Video über die letzte Generation. Sie gaben ihm den schrecklichen Namen “Die letzte Generation”. Aber ich mag diesen Namen. Ja, wir sind die letzte Generation, weil das Ende der Welt naht. Und ich bin froh darüber.

Antwort: Ich weiß nicht, was er sich unter dem Ende der Welt vorstellt. Ich stelle das Ende unserer Welt dar.

Die letzte Generation ist die letzte Generation des Egoismus, die letzte, die in diesem Egoismus existiert, mit schrecklichen Beziehungen der Menschen untereinander usw. Danach kommt die nächste Generation. Sie ist nicht die letzte, sondern die erste Generation einer neuen Welt.

Wir, in der letzten Generation, müssen das Böse aller unserer vergangenen Zustände erkennen und uns selbst schwören, dass wir es nie wieder anwenden werden.

Frage: Diese Generation soll also das Übel des Egoismus erkennen?

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Der Fall für (den richtigen) Neid

„Die Liebe ist so heftig wie der Tod, der Neid ist so hart wie die Unterwelt“ (Hohelied, 8:6). Neid ist eine der intensivsten Emotionen. Wir versuchen oft, ihn zu verbergen, sogar vor uns selbst, weil er ein so unangenehmes Gefühl ist, ein direkter Angriff auf unser Selbst. Da er aus dem Verlangen besteht, Freude zu empfangen, gibt uns der Neid das Gefühl, dass wir nicht nur nicht empfangen, sondern dass andere das bekommen, was uns verwehrt wird. Nichts ist für unser Ego schwerer zu ertragen als das Gefühl, dass wir von anderen beraubt werden, dass sie irgendwie besser, mächtiger, erfolgreicher sind als wir. [Rest des Beitrags lesen →]