Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Menschliche Gesetze im Dschungel, Gesetz des Dschungels in der Zivilisation

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_25.gifEs erscheint uns, dass die Natur vom Gesetz des Überlebens des Stärkeren regiert wird. Doch eigentlich könnte nichts weniger der Wahrheit entsprechen, da die Abhängigkeit unter allen Spezies diese dazu zwingt, sich um das gegenseitige Überleben zu kümmern. Zoologen wissen beispielsweise, dass die scharfen Kämpfe unter Tieren meistens friedvoll enden und weder zum Tode noch zu ernsthaften Verletzungen führen, da sie kämpfen, um eine Hierarchie innerhalb ihres Rudels herzustellen.

Die äußerliche Betrachtung eines lebenden Organismus könnte darauf hindeuten, dass dieser völlig von blinder Natur gelenkt wird. Es scheint, als ob lebensfeindliche Kräfte diesen Organismus umgeben, während dieser um sein Überleben kämpft. Jedoch entdecken Wissenschafter, dass alles dynamisch ausgeglichen ist und das Überleben nicht auf Kampf beruht, sondern auf gegenseitiger Kooperation unter allen Spezies, wo Unterstützung und Kampf sich gegenseitig ergänzen, ausgleichen und folglich ein Gleichgewicht herstellen.

Sogar die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen wachsen zusammen, um ein einheitliches System zu erschaffen, indem Pflanzen mit weniger entwickelten Wurzeln zusätzliche Unterstützung von stärkeren Pflanzen bekommen. Wenn eine Spezies von Pflanzen von einer anderen ersetzt wird, ist dies nicht ein Kampf um Territorien, sondern ein Entwicklungsprozess des Lebenszyklus. [Rest des Beitrags lesen →]

Ziele, die uns aussuchen

Bemerkung: Als Antwort auf einen Ihrer Clips schreiben Sie folgendes: „Generell ist es selbstzerstörerisch, sich eine Art globales Ziel zu setzen und dann dafür zu leben.“ Damals sprachen Sie über den Sinn des Lebens, das große Ziel, das man sich setzen sollte.

„Man muss sich nur begrenzte, kleine Ziele setzen: Kaffee so kochen, dass er nicht wie gewöhnlich überläuft, das Geld bis zum Monatsende strecken, zwei Kilo abnehmen, ein Buch lesen, ein Gedicht lernen.“

Antwort: Absolut richtig! Erfreuen Sie sich über diese kleinen, sehr kleinen Ziele….. Sie können ihren Kopf nicht höher heben, Sie können nicht an die Zukunft denken.

Ich hingegen habe das Gefühl, mich unter der Macht der ganzen Welt zu befinden, genau deshalb beunruhigt mich diese Macht.

Frage: Ich habe also Kaffee gekocht und habe das Gefühl, dass ich ihn nicht mehr wirklich genießen kann. Da ist etwas so Großes vor mir. Ist das so?

Antwort: Sicher. Bis ich diese Tasse Kaffee ausgetrunken habe, kann etwas passieren. Was ist zu tun? Ich bin so erschaffen. Ich habe Kinder, ich muss an sie denken. Ich habe Enkelkinder, ich möchte auch an sie denken. Das ist ein natürliches Gefühl eines jeden Menschen. Dies sind keine künstlichen, erfundenen Ziele oder Anliegen. Sie sind in mir, wie in jedem Menschen, das ist natürlich. Wie soll ich darauf reagieren? „Haltet mich nicht davon ab, meine Tasse Kaffee auszutrinken.“ So funktioniert das nicht.

Wenn es mich stört, werde ich darüber nachdenken. Ich möchte wissen, in was für einer Welt meine Enkelkinder leben werden. Sie sind bereits erwachsen. Sie machen ihren Abschluss und gehen in die Welt hinaus. Was ist das für eine Welt?

Frage: Ist es ein großes Ziel, über das ich nachdenke?

Antwort: Natürlich. Ich denke nicht an mich, sondern an die Generation, in der meine Enkelkinder leben werden. Ich möchte mich um sie kümmern, so wie sich jeder um seine Nachkommen kümmert. Ich möchte nicht darüber springen – zu spirituellen Zielen. Ich bin bereit, mich darauf zu beschränken.

Wie können wir nicht darüber nachdenken, was in 50 oder 100 Jahren auf der Erde sein wird? Wohin wird sich die Menschheit bewegen?

Bemerkung: Wenn ich die Welt anschaue und darüber nachdenke, verschwindet bei mir sofort der Duft von Kaffee.

Antwort: Ja, aber wir Menschen können sie errichten. Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir für unsere Kinder, Enkel und der gesamten Menschheit ein normales Morgen und Übermorgen aufbauen können.

Bemerkung: Wann genau sprechen Sie über den Sinn des Lebens?

Antwort: Das ist das Schicksal einiger weniger Menschen, das von oben vorbestimmt ist. Ich werde es so ausdrücken: Es ist ihnen von oben auferlegt, über die Zukunft nachzudenken, über die spirituelle Zukunft, über den spirituellen Aufstieg der Menschheit. Dies hängt aber unter anderem immer noch mit unseren irdischen Handlungen zusammen.

Wir müssen uns also miteinander verbinden. Wir müssen uns in unserer Generation verbinden, ob wir es wollen oder nicht,  und darüber nachdenken, was die inneren Motive unseres Handelns sind.

Frage: Ihnen ist es also wichtig, dass die Menschheit eine gute Verbindung erreicht?

Antwort: Ja. Ohne diese wird sie morgen nicht in der Lage sein, in Ruhe Kaffee zu trinken.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 28.01.2021

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Beherrsche die menschliche Verbindung

Die Welt ist auf dem Weg zu einer stärkeren Vernetzung, zu Gegenseitigkeit und Integration. Wer diese Entwicklungstendenz bereits wahrnimmt, kann den Geist der Verbundenheit an andere weitergeben. Wir sind Zeugen des Reifungsprozesses der Menschheit, der durch die Pandemie beschleunigt wurde. Die vollständige Reife wird erst erreicht, wenn wir uns auf die Ebene der Liebe zu anderen erheben. Die Übergangsphase dorthin kann entweder schmerzhaft oder angenehm sein, je nachdem, wie sehr wir bereit sind, an der Herbeiführung dieser positiven Veränderung mitzuwirken. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Freiheit finden, die über unserer Natur liegt

Frage: Sie sagen, dass wir untereinander im System der absoluten Verbindung leben, so dass jeder das Schicksal des anderen bestimmt.

Antwort: Es ist nicht das System, das wir selbst erschaffen haben, sondern das System der Natur, das uns zusammenhält.

Frage: Haben wir in dem System, in dem wir leben die Freiheit, das Schicksal des anderen zu bestimmen, weil wir miteinander verbunden sind?

Antwort: Wir wählen unsere Natur nicht, wir existieren in ihr. Es gibt nichts, was wir dagegen tun können, wir müssen es als gegeben akzeptieren.

Heute nähern wir uns einem Zustand, der uns zeigt, dass wir absolut unfrei sind. Wir sind aus diesen Rahmen, diesen Gesetzen, diesen Gesellschaftsverträgen in denen wir früher existierten herausgewachsen. Es erschien uns nur so als ob wir frei waren.

Heute fordern wir eine andere Art von Freiheit, eine spirituelle Freiheit. Deshalb beginnt jetzt in der Entwicklung der Menschheit eine neue, überegoistische Phase. Wir beginnen zu spüren, dass der Egoismus unser Sklaventreiber ist.

Freiheit aus Sicht der Kabbala bedeutet, zu erkennen, dass wir selbst keine Freiheit haben und neue Eigenschaften erwerben müssen. Freiheit bedeutet, – Freiheit über unsere Natur.

Aus dem Fernsehprogramm „ Spirituelle Zustände“ 29.04.2019

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Wie löst man das Problem eines Freundes?

Frage: Wie kann ein Problem eines Freundes gelöst werden?

Antwort: Es gibt Probleme, die sich durch die Verbindung des Freundes mit dem Schöpfer lösen. Es gibt Probleme, die ich in meinen Freunden sehe, damit ich mich mit dem Schöpfer verbinde und diese Probleme löse. Es gibt Dinge, die sich wie Probleme der Welt anfühlen, so verbinde ich mich mit dem Schöpfer und Er löst sie durch mich.

Das heißt, alles wird durch mich realisiert, aber es kommt vom Schöpfer. Durch mich verbinde ich den Schöpfer entweder mit einem Freund, mit einer Gruppe oder mit der ganzen Welt, auf diese Weise lösen wir Probleme.

Deshalb sollten alle unsere Gedanken in die folgende Richtung fließen: Alle Probleme kommen vom Schöpfer und wir lösen sie nur indem wir uns mit Ihm verbinden. Es kann jeder für jemand anderen tun.

Wenn wir im Zehner arbeiten, sehen wir, dass sich kein Mensch selbst korrigieren, aufrichten, verbinden, oder aus einem schlechten Zustand herausholen kann. Es heißt, dass nur Freunde einen Menschen aus dem Gefängnis befreien können, er selbst kann es nicht.

Solche Zustände werden uns immer wieder gezeigt. Noch fühlen wir das nicht, aber nach einiger Zeit werden wir sehen, dass es so sein wird. Wir müssen uns nur miteinander verbinden. Wie gesagt wurde: „der Mensch helfe seinem Nächsten“. Es gibt keinen anderen Weg.

Aus dem Unterricht, 11.02.2019

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Leben in der Fake-News-Ära 

Wenn Sie die Nachrichten anschauen oder Social-Media-Posts lesen, ist es klar, dass Informationen nicht das sind, was sie zu kommunizieren versuchen. Was sie zu vermitteln versuchen, ist ihre Agenda, und diese brauche ich nicht. Seit vielen Monaten, seit die Präsidentschaftswahlen in Amerika zu dem wurden, was sie geworden sind, habe ich aufgehört, die Nachrichten zu sehen. Ich informiere mich über das, was in der Welt vor sich geht, und ich begnüge mich mit dem Wenigen, das ich erfahre; der Rest ist einfach nicht vertrauenswürdig. [Rest des Beitrags lesen →]

Durch die Zeit fliegen

Frage: Was bedeutet, im spirituellem Zusammenhang „vorwärts“ und „rückwärts“? Ist es Ursache, Zeit oder etwas anderes?

Antwort: Im Spirituellen gibt es überhaupt keine Rückwärtsbewegung- keinen Rückschritt. Es gibt nur vorwärts.

Die Vorwärtsbewegung basiert auf Zusammengehörigkeit- einer Verbindung zwischen uns. Je mehr wir die Zeit überholen, die uns zwingt, uns einander anzunähern, desto mehr werden wir die Zeit beschleunigen und der Menschheit in die Zukunft vorausgehen.

Wir könnten in unserem miserablen 21. Jahrhundert den Rest der Menschheit 200-300 Jahre voraus sein.

Es gibt also kein Problem damit. Was wir tun müssen ist, die Verbindung zwischen uns zu beschleunigen. Eine Gruppe, die dies tut, wird wie ein Raumschiff. Es fliegt durch die Zeit und empfindet sie als einen der Parameter, die sie verändern können. Es heißt, dass die spirituelle Welt über Zeit und Raum und steht.

Aus dem Unterricht, 22.12.2019

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Gibt es wahres Glück?

Als Covid-19 Anfang letzten Jahres ausbrach, fühlten sich die meisten von uns, als hätten sie ihr Leben verloren. Oder besser gesagt, wir haben nicht unser Leben, sondern unsere Fähigkeit, das Leben zu genießen, verloren. Was gibt es denn schon zu genießen im Leben, wenn man nicht zweimal jährlich Urlaub macht, nicht immer und überall shoppen, oder mit den Kindern (oder mit einem Freund, so zu tun, als wäre man wieder ein Kind) ins Kino, Restaurants oder Vergnügungsparks gehen kann? Schlimmer noch, als das Virus viele von uns arbeitslos machte oder uns auf einen längeren Zwangsurlaub schickte, verloren wir unsere finanzielle Sicherheit und wurden, selbst wenn dies möglich wäre, unwillig, Geld für Luxusgüter auszugeben. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Propheten werden wiederkommen

Für viele Jahre nach dem Verlassen Babylons und vor der Zerstörung des Zweiten Tempels gab es eine Gruppe von Menschen, die sich in einem Zustand persönlicher und gemeinsamer spiritueller Verbindung mit der höheren Kraft der Natur – dem Schöpfer – befanden.

Zusätzlich zu dieser Tatsache, dass sie alle auf der gleichen Stufe waren, gab es unter ihnen auch Propheten. Können Sie sich vorstellen, was die Stufe jener Propheten war, über die in den heiligen Büchern geschrieben steht!

Dann fielen sie von der spirituellen Stufe der „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in grundlosen Hass ab und verloren das Gefühl des Schöpfers in ihren egoistischen Eigenschaften, d.h. sie hörten auf, Propheten zu sein. Die Prophezeiung ist verschwunden. Das ist es, wovon das Buch Zohar spricht, denn es wurde zu einer Zeit geschrieben, als die Zerstörung des Tempels stattfand.

„Die Zerstörung des Tempels“ ist die Zerstörung der Verbindung mit dem Schöpfer.

Das Buch Zohar wurde geschrieben, um sich nach zweitausend Jahren zu offenbaren. Nun, da wir dieses Buch von ihnen angenommen haben, können wir zu den gleichen Stufen der Prophezeiung zurückkehren.

Während dieser zweitausend Jahre haben wir uns völlig von den spirituellen Empfindungen abgekoppelt und jetzt können wir wieder in einen Zustand zurückkehren, in dem Propheten wieder unter uns erscheinen.

Aus dem Fernsehprogramm „Die Kraft des Buches Zohar“, 8.02.2021

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Der persönliche Preis gesellschaftlicher Gleichgültigkeit

Die Menschen kümmern sich heutzutage anscheinend um kaum etwas. Solange es uns nicht selbst persönlich betrifft, verhalten wir uns gegenüber ganzen Gesellschaftsschichten in Not gleichgültig. Wir verfolgen die Nachrichten, regen uns auf und meckern, und das ist das Ausmaß unseres gesellschaftlichen Engagements. Warum steigt die Teilnahmslosigkeit ständig an? Wir sind gleichgültig, weil wir uns zunehmend von unserer Umwelt abkoppeln. Uns fehlt das Gefühl der Zugehörigkeit, und das obwohl ein solches Gefühl so wichtig ist wie der Sauerstoff, den wir atmen. Jeder von uns muss erkennen, dass unsere Zukunft untrennbar mit der Zukunft der anderen zusammenhängt. [Rest des Beitrags lesen →]