Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Bereit um die Shechina aus dem Staub zu erheben

Kommentar: Der Zerbruch ist tatsächlich eine Chance zur Korrektur. Als die Kabbalisten vor zweitausend Jahren die Zerstörung des Tempels in Jerusalem sahen weinten alle, aber der größte von ihnen, der Weise Rabbi Akiva, lachte. Er war davon überzeugt, dass sich die Gelegenheit bot, mit dem Bau des Tempels zu beginnen, d. h. ein Ort, an dem der Schöpfer unter uns offenbart wird.

Der äußere Zusammenbruch zeigt, dass es in uns einen Zusammenbruch gibt. Wenn wir unseren äußeren Zerbruch offenbaren, erkennen wir, wie gebrochen wir innerlich sind und haben die Möglichkeit, die Shechina aus dem Staub zu erheben.

Der Zustand, in dem wir uns befinden offenbart uns, dass wir keine Kraft haben, kein Verständnis, keinen Anhaltspunkt, um mit dem Aufbau unserer Verbindung zu beginnen. Dieser Ort wird „der Tempel“ genannt,  an dem sich der Schöpfer offenbaren kann. So können wir uns freuen, dass wir erkannt haben, was uns fehlt.

In letzter Zeit haben Viele darüber geklagt, dass wir keine Chance, keine Kraft, keine Möglichkeit haben, die Verbindung zu erreichen. Es ist gut, dass wir erkannt haben, wie sehr wir im Gegensatz zu den Eigenschaften des Tempels stehen, dem Ort, der geeignet ist, den Schöpfer zu offenbaren. Es ist unsere Aufgabe, ein Gefäß (Kli) zu bauen, in dem sich der Schöpfer offenbaren kann.

Es ist gut zu erkennen, dass dies außerhalb unserer Macht und Fähigkeit liegt, denn wir sind genau das Gegenteil davon. Alles, was wir tun müssen, ist fordern, beten und bitten.

Wir müssen versuchen, uns so gut wie möglich gegen unseren Egoismus zu verbinden und dann zum Schöpfer zu rufen, dass wir nicht in der Lage sind, diesen Akt zu vollenden. Er muss ihn für uns vollenden, indem Er uns zu einem spirituellen Kli verbindet, in dem Er sich offenbaren kann. Es heißt: „Der Schöpfer wird dieses Werk für uns vollenden“.

Die Erste Aufgabe besteht darin, die Shechina zu offenbaren, den Ort, an dem sich der Schöpfer enthüllen wird. Dieser Ort ist in der Verbindung zwischen uns aufgebaut. Wenn wir als Zehner nicht in der Lage sind, uns zu einem Menschen mit einem Herzen zu verbinden, dann befinden wir uns in einem Zustand des Zerbruchs. Wenn wir uns dieses Zustandes bewusst sind und wir uns nicht damit abfinden, sondern die Natur unserer Verbindung verbessern wollen, dann sind wir bereit, die Shechina aus dem Staub zu erheben.

Aus der Lektion über „Zerbruch als Chance zur Korrektur“

[300844]

Eine große Familie

Kommentar: Das Wichtigste was uns fehlt, ist Verbindung. Baal HaSulam schreibt, dass die ganze Welt in einen Zustand eintritt, der als „letzte Generation“ bezeichnet wird und in dem jeder mit jedem verbunden sein muss. Die Höhere Lenkung wird uns, ob wir wollen oder nicht, ständig zur Verbindung zwischen allen Menschen auf der Welt bewegen.

Wir werden erleben, wie Länder, Unternehmen, Parteien und gesellschaftliche Organisationen in denselben Strudel gezogen werden. Sie werden sich miteinander verbinden, kollidieren und sich gegenseitig beeinflussen. Wenn sich die Welt auf eine universelle Vernetzung zubewegt, wird das Durcheinander von Tag zu Tag größer werden.

Da wir völlig unterschiedliche Dinge tun, wird es notwendig sein, herauszufinden wo wir stehen, wie gegensätzlich und unvorbereitet wir sind einander zuzuhören. Wir werden schließlich aus dieser Konfrontation heraus erkennen, dass es in Wahrheit keinen Unterschied zwischen uns gibt. Unabhängig davon was jeder einzelne von uns tut, haben wir die Verpflichtung uns zu verbinden.

Es ist wie in einer Familie, in der jeder seine eigenen Aufgaben und Beschäftigungen hat. Es gibt einen bestimmten Kreis der uns verbindet- eine Familie in der wir wachsen und lernen einander besser zu verstehen und zu fühlen, um Tag für Tag eine Umgebung für unsere Existenz zu schaffen.

Es spielt keine Rolle, was die Mutter, was der Vater macht oder wo die Kinder zur Schule gehen. Abgesehen von den persönlichen Aktivitäten jedes Einzelnen gibt es ein gemeinsames Band zwischen ihnen, das als Familie bezeichnet wird. Es spielt keine Rolle, dass jedes Familienmitglied seinen eigenen Aktivitäten nachgeht, innerhalb der Familie sind wir als Einheit verbunden.

So sollten wir die Verbindung zwischen allen Menschen betrachten. Es gibt auf der Welt viele verschiedene Unternehmen, Parteien und Gruppen, wir alle müssen das Gefühl haben, dass wir zu einem System, zu einer Familie gehören.  Auch wenn jeder seine eigenen Aktivitäten außerhalb dieses Systems hat, gibt es etwas, das uns zu einer Familie verbindet.

In dieser Familie entscheiden wir nicht, was jeder für sich persönlich tut. Es ist uns nur wichtig, dass wir uns wie eine Familie fühlen, wie Menschen, die miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind.

Wir werden erleben, wie die höhere Kraft, die Natur, das Programm der Evolution uns von Tag zu Tag mehr miteinander verbindet. Wir werden immer mehr voneinander abhängig und können uns nicht von dieser Familie lösen. Wir müssen, bis die Menschheit begreift, dass die Natur uns keine Wahl lässt und uns zwingt dieses System kennen zu lernen und zu erkennen das wir eine Familie sind, mehr darüber schreiben.

Wir werden beginnen, jeden Bewohner dieser Welt als einen verwandten Menschen, der zu dieser Familie gehört zu betrachten. Wir werden dementsprechend neue Beziehungen zwischen uns aufbauen. Es werden eine Menge Probleme auf dem Weg unserer spirituellen Entwicklung beseitigt. Das ist es, was der Schöpfer von uns will.

Aus einer Lektion von Rabash

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Wir bestimmen, wie die Welt zu einer gemeinsamen Verbindung geführt wird

Es offenbart sich jedem auf seine Weise und in unterschiedlicher Form, aber letztendlich nähert sich jeder der Erkenntnis, dass das gesamte Universum ein einziges, vollkommenes System ist in dem alles miteinander verbunden ist. Wir befinden uns im Zentrum des Universums, durch unsere Verbindung bestimmen wir, wie schnell die Welt in eine gemeinsame Verbindung einbezogen wird.

Die Verbindung in unserer kabbalistischen Gruppe wird sich als ein zentraler, schicksalhafter, entscheidender Faktor für die Welt erweisen. Dann werden wir die auf uns gerichtete Liebe, den Hass und die Sorge spüren, d.h. alle Gefühle, welche die Menschheit uns gegenüber empfindet.

Alle diese Gefühle sind legitim, denn wir sind es, die für die universelle Korrektur verantwortlich sind. Sie wird sich bald offenbaren, wie ein in die Erde gepflanztes Korn das sich zu einem Spross entwickelt.

Aus der Lektion zum Artikel „Liebe zum Schöpfer und Liebe zu den Geschöpfen“, 04.07.2022

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Die Welt mit den Augen des Zehners sehen

Frage: Was bedeutet es, „die Welt mit den Augen des Zehners zu sehen“?

Antwort: „Die Welt mit den Augen des Zehners zu sehen“ bedeutet, dass man in allem die Offenbarung des Schöpfers in Bezug auf die Menschen sieht, die sich miteinander verbinden, Ihn erreichen, sich zu Ihm erheben und mit Ihm verbunden sein wollen.

Indem man so handelt, verbindet man sich, richtet sich parallel oder entgegengesetzt zum Schöpfer aus und kann dann Sein Spiegelbild in uns spüren, Seine Haltung uns gegenüber. Das ist die Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen.

Alle, alle Zehner stimmen sich auf den Schöpfer ein, auf diese Welle, diese Kraft, die wie Pendel im Einklang zu schwingen beginnen.

Frage: Lässt sich dieses Gesetz des Schöpfers mit den Mitteln der Physik erklären?

Antwort: Ja, natürlich. Das ist eine Höhere Kraft, die im gesamten Universum wirkt. Durch ihre graduelle Wirkung, vor allem auf uns Menschen, will sie alle Schöpfungen – die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche – zu einem einzigen Bild zusammenfügen, d. h. miteinander in Verbindung bringen, dass man sich gegenseitig ergänzt.

Aus der Fernsehsendung  “ Spirituelle Zustände“ 

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Egoismus ist Hilfe gegen dich

Frage: Unterdrückt das Ego die Sensibilität des Punktes in meinem Herzen? Kann ich die Kraft meines Egos verringern und dem Punkt in meinem Herz mehr Stärke verleihen?

Antwort: Versuche es. Es ist unerlässlich, dies zu tun und zu verstehen, dass Egoismus „Hilfe gegen dich“ bedeutet. Wenn du richtig auf ihn eingestimmt bist wirst du sehen, dass er dir hilft. Es ist wie die Haut, die man von der Frucht abziehen muss, um an den süßen Kern zu kommen.

Frage: Wenn ich mich mit meinem Egoismus verbinde, dann verstehe ich, dass der Schöpfer meinen Egoismus mit verschiedenen Schlägen angreift. Wenn ich meinen Egoismus selbst schlage, wird der Schöpfer diese Schläge aufhalten?

Antwort: Du brauchst nicht auf dein Ego einschlagen, denn es ist deine Hilfe. Der Schöpfer greift es auch nicht an. Er stellt diese Eigenschaft absichtlich negativ dar, damit du erkennst, dass etwas Positives darin steckt – die Eigenschaft des Gebens.

Man muss den Egoismus nicht hassen. Konzentriere dich nicht auf den Hass. Konzentriere dich auf die Liebe, auf das Geben, auf die Verbindung. Das ist das Beste daran. Dann stellst du fest, dass der Egoismus dich nur in diese eine Richtung drängt. Daran ist nichts auszusetzen. Deshalb heißt es ja auch „Hilfe gegen dich“. 

Auf diese Weise wirst du das Übel deiner falschen Einstellung zu allem erkennen, einschließlich des Egoismus. Der Engel des Todes wird also zum Engel des Lebens“.

Frage: Angenommen, jemand möchte nicht zu einem Kongress, rappelt sich aber auf und geht gegen seinen Willen. Ist das nicht ein bewusster Schlag gegen den Egoismus?

Antwort: Warum ist es ein Schlag? Der Egoismus erlaubt ihm das. Wenn der Egoismus es nicht zuließe, würde er nicht gehen.

Aus dem Unterricht, 03.06.2018

(234165)

Was ist, einfach gesagt, Einheit?

Frage: Igor schreibt: “ Können Sie mir auf einfache Art und Weise erklären, was Einheit ist? Die Einheit, die Sie ständig fordern, von der Sie in jedem Clip, jedem Artikel, jeder Sendung und überall sprechen. Bitte verwenden Sie keine Phrasen wie „gute Verbindungen“, denn wir sehen, dass dies aus dem Bereich der Fiktion stammt. Einheit als Ziel – was ist das?“

Antwort: Um den Schöpfer zu offenbaren, den Schöpfer zu spüren, ihn zu begreifen, muss man sich gegenseitig begreifen. So unmöglich, fantastisch und abstoßend es auch sein mag, muss man dafür sorgen, dass einem jeder Mensch auf der Welt als eine Manifestation des Schöpfers erscheint.

Man muss einen Zustand erreichen, in dem man jeden liebt, mit jedem in Verbindung sein möchte. Mit dieser Einstellung ihnen gegenüber wird man den Schöpfer spüren.

Frage: Deshalb sagen Sie immer wieder: „Gute Verbindungen, Suche nach Liebe“. Muss man wirklich die ganze Zeit nach dem Schöpfer suchen?

Antwort: Ja: Der Schöpfer lebt im Menschen. Willst du den Schöpfer enthüllen? Du musst jemand anderen lieben, dann wirst du spüren, wie der Schöpfer in dir erwacht.

Frage: Die Formel klingt sehr einfach, aber sie ist so komplex. Gibt es kein Entrinnen von ihr?

Antwort: Es ist nicht nötig, von irgendetwas wegzukommen. Die Formel ist absolut, sie ist wahr, sie ist einfach, aber schwierig in der Umsetzung.

Frage: Wissen Sie, wie schwierig es ist?

Antwort: Es ist unmöglich.

Frage: Wann wird es dann möglich?

Antwort: Wenn die Hilfe des Schöpfers in Anspruch genommen wird. Mehr braucht es nicht.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Dr. Michael Laitman“, 12.05.22

Umarmung des Schöpfers

Kommentar: Der Schöpfer stößt uns mit starker Hand weg, damit wir uns stärker verbinden können. Wir werden seine starke Hand wie eine kräftige Umarmung spüren.

Wenn wir uns nicht gegenseitig wegstoßen, sehen wir, dass der Schöpfer uns auch nicht wegstößt. Wenn wir uns gegenseitig umarmen, werden wir spüren, dass der Schöpfer auch uns in seine Umarmung einschließt.

Es ist, als ob uns spitze Dornen daran hindern, uns gegenseitig zu umarmen. Wir verstehen aber, dass diese Dornen dem Schöpfer gehören, nicht dem Freund. Wenn ich, während ich versuche, meine Freunde zu umarmen, Stacheln und Abneigung spüre, dann sind es meine Stacheln und mein Hass, egal wie sehr ich glaube, dass die Freunde daran schuld sind.

Trotz allem umarmen wir uns, durch den Glauben über dem Verstand: zuerst durch Überwindung und dann durch das Verlangen. Die Dornen verschwinden nicht, sondern werden zum Klebstoff unserer unzerstörbaren Verbundenheit.

Aus einer Lektion über Pessach vom 12.04.2022

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Eine richtige Bitte muss vom Kollektiv ausgehen

Ein Gebet muss vollkommen sein. Das heißt, aus der Tiefe des Herzens, was bedeutet, dass man hundertprozentig weiß, dass es niemanden auf der Welt gibt der einem helfen kann, außer dem Schöpfer selbst. (Baal HaSulam. Shamati. Artikel 5: „LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?“)

Ein Gebet gilt als wahr, wenn es den Schöpfer erreicht. Es erreicht Ihn nur, wenn es aus dem tiefsten Herzen eines Menschen kommt, aus seinem wichtigsten inneren Verlangen, wenn er hundertprozentig sicher ist, dass er das, was er will, nur erreichen kann, wenn der Schöpfer ihm hilft, praktisch alles für ihn tut.

Allerdings gibt es hier ein kleines „aber“, und das ist sehr wichtig! – Der Schöpfer antwortet nur auf eine kollektive Bitte.

Man kann zu ihm schreien, so viel man will, er kann einem Einzelnen nicht antworten. Man muss durch das gemeinsame Gefäß/Kli zu ihm kommen! So wie man geboren wurde und von der Höhe seiner spirituellen Stufe auf die materielle Stufe fiel- egoistisch, losgelöst von allen anderen, so muss man nun anti-egoistisch wieder von derselben Stufe, zu Ihm, aufsteigen.

Daher muss es sich um eine kollektive Bitte handeln. Es wird in keiner Weise helfen, zu sitzen, zu weinen, zu schluchzen oder zu betteln. Das

nützt nichts! Nur wenn es mindestens zwei Menschen gibt, die sich trotz ihres Egoismus irgendwie miteinander verbinden, um ihre Bitte an den Schöpfer zu richten – wird es in dieser Form helfen.

Aus dem Unterricht 7 des internationalen Kongresses „Über sich selbst erheben“, 09.01.2022.

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Gebet für den Frieden

Die Lage in der Welt wird von Tag zu Tag explosiver, die ganze Welt beobachtet mit großer Aufmerksamkeit die raschen Entwicklungen in der Ukraine. Kabbalisten kümmern sich nicht um Politik und geografische Grenzen.

Wir Kabbalisten wollen nur eines: Wo immer es möglich ist, die Liebe verstärken oder zumindest den Hass abbauen. Kabbalisten wollen die Konfrontation zwischen den Menschen verringern und müssen dabei helfen, dies zu tun.

Das wichtigste Mittel ist das Gebet. Wenn es uns gelingt, eine größere Verbindung zwischen den Menschen herbeizuführen, wird dies zum Wohle der Menschheit und zur Freude des Schöpfers sein. Damit die Menschen nach Einheit statt nach Hass und Ablehnung verlangen, war der Schöpfer gezwungen, eine Schöpfung zu erschaffen, die ihm entgegengesetzt und zerbrochen ist. Wir werden dann verstehen, fühlen und offenbaren, was Verbindung bedeutet.

Das Wichtigste ist die Kraft der Verbindung freizusetzen. Das eine kann es ohne das andere nicht geben. Deshalb leidet der Schöpfer am meisten, er hatte keine andere Wahl, er musste die Natur so erschaffen, wie sie ist.

Unsere Aufgabe ist es, ihn mit unserem Gebet, unserem Wunsch, unserer Bitte zu verpflichten die Dinge in Ordnung zu bringen. Er wartet auf unsere Bitte um Korrektur, damit er alles sofort erledigen kann. Er braucht nichts außer unserem Wunsch.

Das Einzige was der Schöpfung ursprünglich fehlte, war unser Verlangen der guten Kraft des Schöpfers zu entsprechen. Der Schöpfer braucht den Wunsch der Geschöpfe, deshalb hat er die gesamte Schöpfung im Mangel erschaffen. Wir müssen diesen Mangel aufdecken.

Solange wir nicht um Frieden, Erfüllung, Vollkommenheit, Liebe und Verbindung bitten, wird es nicht geschehen. Wir müssen uns die Verbindung auf allen Stufen und im höchsten Maß wünschen. So kehrt die Natur, kehren alle Welten in den endgültigen, korrigierten Zustand zurück zur universellen Verbindung und zur Offenbarung dieser ewigen und vollkommenen Kraft, der Einheit für alle.

Der Mashiach ist kein Mensch, sondern eine Kraft, ein Geist, der je nach unseren Wünschen erscheint und wieder verschwindet. Wenn wir uns ihm nähern wollen, kommt er und wenn wir ihn nicht wollen, versteckt er sich. Maschiach ist die Kraft, die uns aus unserem Egoismus herauszieht (Moschech) und uns zum Geben, zur Liebe und zur Einheit führt.

Wenn wir erkennen, dass wir diese Kraft brauchen, um uns vom Schlechten zum Guten, von der Uneinigkeit zur Einheit und vom Hass zur Liebe bringen, so rufen wir Mashiach an. Lassen wir uns das gemeinsam tun.

Das Hauptproblem ist die Gleichgültigkeit die in unserer Natur liegt. Manchmal berührt uns im Herz ein Unfall oder ein verletztes Tier mehr als ein Krieg zwischen Ländern. Wir befinden uns immer noch in unserem unkorrigierten Egoismus.

So sorgen wir uns um Dinge, die uns am Herzen liegen. Eine kleine Panne im eigenen Haus beunruhigt uns alle mehr als Weltereignisse, Supernova-Explosionen oder ein Wirbelsturm auf der anderen Seite der Erdkugel. Unser Egoismus  stellt die Realität so für uns dar.

Wenn wir gemeinsam den Schöpfer mit aller Kraft darum bitten, uns in Zehnern erfahren zu lassen, was es bedeutet, aus uns herauszutreten und die Kraft zu spüren, die zwischen uns wirkt, dann werden wir damit beginnen, die Höhere Kraft zu enthüllen. Wir werden anfangen, Dinge in der Welt zu bemerken, die dem Schöpfer wichtiger sind als unser persönlicher Egoismus.

Aus dem Unterricht, „Vorwort zum Buch Zohar“, 22.02.2022

[294254]

Alles wird durch die Einheit bestimmt

In der Verbindung der Freunde liegt eine besondere Kraft. Da die Ansichten und Gedanken von einem zum anderen durch die Verbindung übergehen, ist jeder mit der Kraft des anderen verbunden; dadurch verfügt jeder Mensch in der Gemeinschaft über die Kraft der gesamten Gemeinschaft. ((Rabash, Artikel Nr. 14, (1988) „Die Notwendigkeit der Freundesliebe“). 

Die Notwendigkeit der Liebe zu Freunden erklärt sich aus der Tatsache, dass ich, wenn ich mich nicht mit ihnen verbinde, eine gute und korrekte Verbindung wird Liebe genannt, nirgendwo mein spirituelles Kli (Gefäß) empfangen werde.

Natürlich werde ich nicht in der Lage sein, den Schöpfer und die Höhere Welt zu offenbaren, sondern ich werde in meinem einsamen, unverbundenen Zustand bleiben und nur meinen persönlichen inneren Egoismus, d.h. diese Welt, spüren.

Es gibt eine besondere Kraft (ein besonderes, außergewöhnliches Ergebnis) in der Verbindung von Freunden. Durch ihre Verschmelzung gehen die Ansichten und Gedanken von einem zum anderen über d.h. sie vereinigen sich in ihnen.

Wenn also jeder mit seinen Freunden vereint sein will, gehen die Ströme des höheren Lichts, die sich in ihnen verbinden, durch sie hindurch. Und jeder, abgesehen von seinem kleinen Egoismus, erhält den Einfluss von allen anderen und besteht bereits aus den Eigenschaften und Gedanken der ganzen Gruppe.

Alle haben ein gemeinsames, vereintes, kombiniertes Kli, ein Gefäß, in dem sich dann der Schöpfer offenbart.

Jeder ist mit der Kraft des anderen vermischt und dadurch hat jeder in der Gruppe die Kraft der gesamten Gesellschaft. Das heißt unser Vorankommen beruht und hängt nur von unserer Einheit ab. Von nichts anderem!

Du weißt vielleicht sehr gut, was in den Büchern steht, du magst ein großer Kabbala-Gelehrter-Theoretiker sein, aber du wirst niemals ein Praktizierender werden, wenn du keine Gruppe hast, wenn du dich nicht mit allen verbindest. Dies wird in dem Artikel „Die Arvut – gegenseitige Garantie“ und anderen Artikeln von Baal HaSulam und Rabash erklärt.

Du kannst nichts tun. Wir sind als Egoisten erschaffen worden, getrennt voneinander. Wenn wir uns über unseren individuellen Egoismus erheben, dann schaffen wir in jedem von uns solche Bedingungen, dass wir die höhere Welt offenbaren können.

Unser Fortkommen basiert und hängt nur von unserer Verbindung ab. Wir enthüllen die höhere Welt in ihr, das heißt, wir offenbaren den Schöpfer. Das Ausmaß der Verbindung bildet ein spirituelles Kli, unsere gemeinsame Seele.

Alles wird nur durch unsere Verbindung bestimmt. Das ist das Wichtigste und ich würde sagen, das Einzige. Der bestimmende Faktor ist die Kraft und die Stärke unserer Verbindung.

Aus dem Internationalen Kongress „Über sich selbst hinauswachsen“, Lektion 3 vom 08.01.2022

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