Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Das Stadium der embryonalen Entwicklung im Spirituellen

Frage: Spürt ein Mensch den Zustand der spirituellen embryonalen Entwicklung?

Antwort: Wir müssen zu fühlen beginnen, dass wir uns alle im Inneren des Schöpfers befinden, wie es geschrieben steht: „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Wenn ich mich in die Wahrnehmung (eines spirituellen Embryos) hineinversetze, erlebe ich, dass ich mich im Schoß einer spirituellen höheren Mutter, der sogenannten Elokim, befinde und an sie angeheftet bin. Es ist die Eigenschaft von Bina, die mich aufzieht, sich ganz um mich kümmert, und alle meine Gefühle, Gedanken, Eigenschaften und Handlungen bestimmt. Ich versuche mit aller Kraft, an ihr festzuhalten, als wäre ich innerhalb ihrer Gebärmutter angeheftet, und möchte mich nur bewegen, wenn ich mit ihr im Einklang bin. So entwickle ich mich. 

Man sollte versuchen, die ganze Zeit zu denken: „Es gibt niemanden außer Ihm. Alles geschieht nur, um mich in die richtige Richtung zu entwickeln. Er ist gut und Gutes tuend.“ Wenn ich ständig so denke, dann hefte ich mich an den Höheren an und beginne auch zu fühlen, dass ich innerhalb der spirituellen Mutter bin.

Nachdem ich mehrere solcher Stadien durchlaufen habe, werde ich geboren, das bedeutet, dass ich beginne, noch mehr zu verstehen, zu fühlen, zu sehen. Das ist der Geburtsvorgang, er ist möglicherweise nicht angenehm, sondern irgendwie dramatisch, aber relativ kurz.

Danach wird die Verbindung auf neue Weise mit dem Höheren realisiert, das ist nun eine ständige Verbindung, jedoch auf einer höheren Ebene. Dann verstehst du schon mehr, du weißt mehr, du probierst dich im Kontakt aus (wie ein Baby, das Laute bildet), und lächelst im spirituellen Sinne, du erlebst Reaktionen, die anders sind.

Du hast eine Verbindung, jedoch ist sie schon nicht mehr auf einer unbelebten Ebene, als es vor allem darum ging, sich anzuhängen. Im Vergleich zu dem, als du dabei noch nichts fühltest, vergleichbar mit einer gefühllosen Mutter, die nicht sonderlich auf dich reagiert, weil dir selbst noch die entsprechenden Fähigkeiten fehlten, sie wahrzunehmen, ist es nun anders.

Dann, wenn du deine Fähigkeit wahrzunehmen weiter entwickelst, siehst du sie schon auf andere Weise, nämlich wie ein Kind, das anfängt, seine Mutter zu fühlen.

Aus der Fernsehsendung „Die Macht des Buches Sohar“ Nr. 18

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Keine Bestrafung durch die Natur, sondern ein Erwachen

Die Überreste des Hurrikans Ida verursachten rekordverdächtige Überschwemmungen und lösten Tornados im Nordosten aus. Durch die sintflutartigen Regenfälle in acht Bundesstaaten wurden Dutzende von Todesopfern auf diesen Sturm zurückgeführt. 

In New York City wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Sturzflut-Notstand ausgerufen, da die Infrastruktur in der gesamten Region schwer gestört war. Warum geschieht dies in den USA? Weil sie das am weitesten entwickelte Land sind und eine Aufgabe zu erfüllen haben. Es ist nicht die Strafe oder Rache der Natur, sondern eine Gelegenheit, unser menschliches Verhalten zu korrigieren. 

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Blick über die Bildschirme hinaus

Die Notwendigkeit, auf virtuelles Lernen umzusteigen, erwies sich als gewaltige Herausforderung. Die meisten Lehrer sind der Meinung, dass virtuelles Unterrichten ineffizient ist und sowohl den Kindern als auch den Pädagogen schadet, weil die Kommunikation erschwert wird und der physische Kontakt fehlt. Aber ist das wirklich so schlimm? Wenn die Kinder zusammen sind, sind sie auf den Bildschirmen. Wenn sie allein sind, sind sie immer noch vor dem Bildschirm. Anstatt zu telefonieren, sprechen und chatten sie gleichzeitig über Apps auf ihren Handys und Laptops. Sind sie wirklich abgetrennt, oder verstehen wir einfach ihre Verbindungen nicht?

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Neues Leben 1311 – Streitigkeiten zwischen Geschwistern

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Ohne das Empfinden von Grenzen und Konflikten mit anderen kann es keinen Kontakt und keine Verbindung geben. Geschwister spüren einander nicht, wenn sie sich nicht streiten, können aber Schwierigkeiten mit der Kommunikation haben. Kämpfe um Spielzeug sind unter Kleinkindern ganz normal, und Eltern sollten nicht eingreifen, solange es nicht zu körperlichen Übergriffen kommt. Weint sich das Kind bei seinen Eltern aus, weil sein Geschwisterkind ihm etwas angetan hat, können die Eltern es umarmen, sollten aber nicht Partei ergreifen.

Streit, um andere zu verletzen, ist inakzeptabel, aber ansonsten gehört er zum normalen Leben dazu. Streit stärkt die Verbindung und die Liebe zwischen uns, wenn wir es verstehen, uns über das Gefühl der Ablehnung hinwegzusetzen. Eltern sollten nicht streiten und mit ihren Kindern spielen, um ihnen ein Beispiel für richtiges Verhalten zu geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man Geschwister sich frei entwickeln lassen sollte, damit sie erfahren und weise werden.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1311 – Streit unter Geschwistern“, 04/07/21

Über Wertschätzung und Bewunderung

Heutzutage, wo die Bewunderung für Superstars, Popsänger und Models weltweit den Ton angibt, lohnt es sich einen Blick auf das Phänomen der Bewunderung zu werfen und zu überlegen, wie wir es positiv nutzen können. Wenn Küken schlüpfen dann folgen sie ganz natürlich ihrer Mutter, ist diese nicht da, folgen sie allem was groß ist und sich bewegt, so als wäre es ihre Mutter. Auch wir haben die Tendenz jemandem zu folgen der groß ist, der uns leiten und beschützen kann, der es wert ist dass wir ihm folgen.

Unser Bedürfnis nach Führung beginnt in der Kindheit. Zunächst bewundern wir unsere Eltern, die buchstäblich die Welt für uns bedeuten. Später lernen wir Lehrer, Freunde und Gleichaltrige die uns erfolgreich erscheinen, sowie andere Menschen die wir vergöttern zu schätzen. Ohne Vorbilder fühlen wir uns orientierungslos und sind nicht sicher wohin wir gehen wollen.

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Wofür war es nötig Zuhause zu bleiben?


Anmerkung: Vor kurzem sah ich im Internet das Foto eines Rezepts, das vom Arzt für eine ältere Frau ausgestellt wurde. 

Seit einem Jahr hält sie, wie vorgeschrieben, zwei Meter Abstand, selbst zu ihren Familienmitgliedern, wie es vorgeschrieben war. Sie ließ sich alle Impfungen geben, auch danach hielt sie sich an die Abstandsregeln. Sie blieb sogar auf Distanz zu ihrer geliebten Enkelin, die seit ihrer Geburt krank war, und die sie gepflegt und aufgezogen hatte. Es war sehr schwer für sie, doch sie hatte mehr Angst um ihre Liebsten, nicht um sich selbst.

Diese Frau erkrankte schwer, man fing schon an, Abschied zu nehmen. Die Medikamente waren unwirksam, nichts half, und dann schrieb der verzweifelte Arzt auf sein Rezept: „Du darfst deine Enkelin umarmen“. Sie umarmte ihre Enkelin und begann sich zu erholen.

Antwort: Natürlich, wenn ein Mensch auf derart mächtige Empfindungen verzichtet, kann er nicht leben. Mit solchen Beziehungen zu anderen kann man sich selbst umbringen.

Frage: Was ist eine Umarmung, welche belebende Wirkung geht von ihr aus?

Antwort: Darin liegt eine große Kraft. Wenn man einen Menschen, oder auch ein Tier, hindert, Liebe zu spüren, dreht es sein Leben um, das weiß man lange schon von den Tieren, sie nehmen es sehr deutlich wahr. Da kann man nichts machen, wir müssen einander lieben. 

Anmerkung: Diese Frau konnte mit ihrer Enkelin reden, aber auf Distanz, für sie war das einfach nicht genug. Sie brauchte diesen körperlichen Kontakt, ihre Enkelin umarmen können.

Antwort: Ja, natürlich. Sonst nichts.

Frage: Man hat uns jetzt auf diese Weise voneinander getrennt, und ein anderes Mal, vielleicht ganz plötzlich, führt man uns zusammen. Dann werden wir doch noch erfahren, was Liebe ist. Dann werden wir verstehen, dass es kein Leben ist, wenn man uns das vorenthält. Vielleicht wurden wir genau dafür voneinander getrennt, damit wir auf andere Weise an eine Umarmung herangehen.

Antwort: Ja, das stimmt. Diese Distanz wurde absichtlich geschaffen, damit wir uns wirklich zueinander hingezogen fühlen.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“,

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Ein Selfie für die Ewigkeit

Seitdem Kameras in Mobiltelefonen allgegenwärtig sind, haben die Menschen begonnen, Fotos von sich selbst (Selfies) in verschiedenen Situationen zu machen. Mit der wachsenden Bedeutung, die wir den sozialen Medien beimessen, entstand auch das Bedürfnis, uns auf gewagtere, besondere und originelle Weise zu präsentieren. Dabei erkennen die Menschen keine Grenzen. Laut einer Studie des National Center for Biotechnology Information, das dem National Institute of Health unterstellt ist, nimmt der Trend zu riskanten Selfies zu. Im Jahr 2011 starben z.B. drei Menschen bei sogenannten „Selficides“ (Selfie-bedingte tödliche Unfälle). Im Jahr 2017 lag diese Zahl bei 93.

Wir können nicht oft genug betonen, wie gefährlich es ist, leichtsinnige Selfies zu machen. Wir weisen unmissverständlich darauf hin, dass ein solches unverantwortliches Verhalten das Leben kosten kann. Wir müssen verstehen, woher dieses Phänomen kommt. Wenn wir diese Tragödien wirklich verhindern wollen, müssen wir die Einstellung der Menschen zu sich selbst und zu ihrem Platz in der Welt ändern. 

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Höhen und Tiefen – Leben und Tod


„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist ein uralter biblischer Spruch, eine Aufforderung, der im Prinzip jeder zustimmt, aber niemand weiß es umzusetzen.

Auch wenn wir es gerne erwähnen, stellen wir fest, dass es in unserer Welt nur schöne Worte sind. In der spirituellen Welt ist das hingegen eine unabdingbare Regel, entweder existiert man dort oder nicht.

Jene Freunde, die sich zu einer Einheit verbunden haben, den richtigen Kontakt zum Geben, zur Liebe gefunden haben, eine höhere spirituelle Stufe, ein Gefühl für den Ursprung der Kraft, die Quelle der Schöpfung, eine außerirdische Stufe der Existenz erreicht haben und sich in einem ewigen Informations- und Energiefluss, jenseits von Zeit und Raum befinden, entdecken plötzlich die nächste Schicht des Egoismus, die ihnen vorher verborgen war.

Anstelle von Liebe und Geben beginnen sie wieder, egoistische Gefühle füreinander zu empfinden, wie Kritik und Ablehnung. Dabei fallen sie von der Stufe, die sie erreicht haben, auf die irdische Stufe, als wären sie vom Himmel gefallen und betrachten wieder jeden auf eine völlig egoistische Weise.

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Die Kontrolle des „Sauerstoff Flusses“ der Welt

Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn eine kleine Nation den weltweiten Wasserfluss kontrollieren würde. Wenn es das Ventil schließt, hört das Wasser auf der ganzen Welt auf zu fließen und alles trocknet aus und stirbt. Wenn sie es öffnet, kann sich jeder mit Wasser versorgen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn diese winzige Nation nicht die Wasserversorgung der Welt, sondern die Sauerstoffversorgung der Welt kontrollieren würde. 

Wenn es das Ventil schließt, erstickt jeder, wenn es geöffnet wird, kann die Welt atmen. Würden Sie diese Nation in Zeiten, in denen sie das Ventil geschlossen hat, „segnen“? Würden Sie diese Menschen lieben oder würden Sie sie hassen und sie irgendwie loswerden wollen?

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Über integrale Beziehungen lernen

Das Wichtigste in unserer Arbeit in Bezug auf die Gesellschaft ist es, die Menschen aufzuklären.

Jene Menschen, die in der Lage sein werden, integrale Eigenschaften in sich zu entdecken, d.h. sich mit anderen zu verbinden, um von der individuellen egoistischen Wahrnehmung der Welt zu einer integralen Zusammenarbeit überzugehen, wenn sie sich über ihren Egoismus erheben und beginnen, nicht sich, sondern ihre Gemeinschaft als sich zu empfinden und dadurch das ganze Universum als integral wahrnehmen, – diese Menschen werden weiterhin erziehen und lenken. Sie müssen darauf vorbereitet sein.

Im Prinzip wird dafür die ganze Menschheit gebraucht. Jeder Mensch steht heute vor der Frage nach dem Sinn der Existenz und wie wir unser Leben neu gestalten können. Die Natur sagt, dass wir uns ihr entsprechend verändern müssen.

Wir haben den egoistischen Weg der Entwicklung abgeschlossen. Er befindet sich seit Jahrzehnten in der Krise und beginnt sich seit dem selbst aufzufressen. Wie das Sprichwort sagt: „Eine Revolution vernichtet ihre eigenen Söhne“. So ist es auch hier. Die Menschheit muss anfangen es zu spüren.

Ich denke, wenn wir wirklich kleine Versuchsgruppen bilden, die Managementprobleme lösen und ihre Empfehlungen auf der Grundlage der integralen Natur, d.h. auf der richtigen Beziehung der Menschen zur Natur abgeben würden, machen wir keine Fehler bei unseren Entscheidungen und gestalten mit solchen Managern eine Gesellschaft der Zukunft.

Aus einer Videokonferenz über die Wissenschaft des Managements.

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