Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Gedankenkraft und Problemlösung

Frage: Kann man, wenn man seine Gedanken ändert, von Krebs und anderen Krankheiten geheilt werden?

Antwort: Ich möchte keine spezifischen Fragen zu Krankheiten und dergleichen beantworten. Alles ist machbar. Ob wir heute in der Lage sind, es zu tun, kann ich nicht sagen. Ich denke nicht, aber in naher Zukunft werden wir es können.

Es hängt lediglich davon ab, inwieweit unsere Gedanken richtig miteinander verbunden sind. Wir werden dann in der Lage sein, die tiefsten negativen Phänomene unserer Natur zu beeinflussen. Alles hängt nur von uns ab.

Es gibt viele interessante Geschichten über Kabbalisten und ihre angeblichen Wundertaten. Es sind keine Wundertaten. Es ist nur eine kleine Korrektur – kein Eingriff, sondern eine Korrektur der Naturgesetze auf einer bestimmten Stufe, die wir dann durchführen können, wenn wir richtig handeln.

Unter der Voraussetzung, dass ich einige positive Kräfte zu diesem System hinzufüge, kann ich in jedes System, auf allen Stufen- von mir bis in die Welt der Unendlichkeit eintreten

Ich denke, wir werden einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst, die ganze Menschheit, die Erde, die Ökologie, das Universum von allen Problemen heilen können.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie negativ wir unser Universum beeinflussen. Was auf der Erde geschieht, ist ein kleiner Bruchteil dessen, was wir aufgrund unseres Übels, im Universum verursachen. Auf der Erde berücksichtigen wir nur menschliche Einflüsse.

Im Universum haben die negativen Einflüsse unserer Gedanken und Gefühle schreckliche Folgen. Hoffen wir, dass wir schnell zu einer Korrektur kommen können.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

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Der Schöpfer- eine namenlose Kraft

Frage: Was bedeuten die Namen des Schöpfers?
Antwort: Es gibt einen Schöpfer, Er hat viele Namen. Warum so viele? Wer hat ihm diese Namen gegeben?
Normalerweise werden Namen von Mutter und Vater vergeben. Hier geht es um die Namen des Schöpfers. Haben sie irgendeine Bedeutung oder nicht? In dieser Welt geben wir unseren Kindern aktuelle Namen, je nachdem, welche Namen beliebt sind. Ich erinnere mich daran, als Juri Gagarin in den Weltraum flog, war es sehr in, Jungs den Namen Juri zu geben.
Was bedeuten „die Namen des Schöpfers“?
Der Schöpfer ist einer. Warum braucht Er dann so viele Namen? Anscheinend hat Er eine Menge Dinge zu tun. Vielleicht ist Er eine sehr vielseitige Persönlichkeit, deshalb geben wir Ihm verschiedene Namen.
Aus diesem Grund sollten wir verstehen, woher das alles kommt.
In Wahrheit ist der Schöpfer eine namenlose Kraft, die keine Eigenschaften, Nuancen, nichts hat! Er ist Er selbst, der in der Abgeschiedenheit von allem existiert. Wir können nicht einmal sagen, ob und wie Er existiert, da wir Ihn überhaupt nicht fassen können.
Wenn Er sich in einer Materie manifestiert und eine Handlung von Ihm kommt, dann nennen wir Ihn nach der Essenz dieser Handlung: Gut, Gutes tuend, groß, düster, grausam, etc. – mit anderen Worten, durch Seine spezifischen Manifestationen, die uns betreffen.
Wenn es nicht in Bezug zu uns geschieht, können wir überhaupt nichts sagen. Wir kennen Ihn in der Art und Weise, wie wir Ihn in unseren Gefühlen wahrnehmen und nicht anders. Ihn selbst, wie Er wirklich ist, können wir nicht wahrnehmen. Alles was ich im Moment empfinde- egal was, kommt vom Schöpfer zu mir.

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

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Blitzantworten eines Kabbalisten, 27.01.2019

Frage: Da alles, was uns umgibt, die Emanationen des Schöpfers sind, stellen sich dann die unbelebten, belebten und tierischen Stufen als Übergangsphasen zur Liebe zum Schöpfer dar? Zum Beispiel liebt jemand Tiere, Blumen, etc..

Antwort: Nein. Das ist die Art von Einstellung, die bei jedem Menschen aufgrund seiner tierischen Natur besteht. Was wir in unserer Welt entdecken, nennt man unsere tierische Essenz. Das hat nichts mit dem Schöpfer zu tun.

Frage: Wenn es niemanden außer Ihm gibt, wer ist dann das „Ich“, das die Welt um sich herum betrachtet?

Antwort: Sie sind der Punkt, der die Möglichkeit bekommt, sich angeblich außerhalb des Schöpfers zu fühlen. Das ist Ihr „Ich“.

Frage: Wie empfinden sich blinde Menschen gegenüber dem Schöpfer? Haben sie die Möglichkeit, den Schöpfer zu spüren, indem sie spekulative Bilder entwickeln?

Antwort: Wie fühlen wir Ihn? Wer von uns sieht Ihn? – Niemand. Es fühlt sich wie eine Kraft an, die Sie beeinflusst.

Frage: Wenn ich mich dem Schöpfer nähere, kann ich mir immer mehr Klarheit darüber verschaffen, was der Schöpfer ist und wie Er mich und die Welt in mir steuert?

Antwort: Ja, in der Kabbala gehen wir Ihm entgegen und erreichen schließlich einen Zustand, in dem wir Ihn wirklich offenbaren. Wir offenbaren Ihn jedoch in uns selbst.

Frage: Wenn etwas Unfassbares passiert, und ich weiß, dass es mir der Schöpfer angetan hat, hört Er dann auf es geschehen zu lassen oder ändert sich meine Wahrnehmung des „Unfassbaren“?

Antwort: Die Wahrnehmung ändert sich. Das Unverständliche wird dabei klar.

Frage: Hat der Schöpfer eine Berechnung mit unseren Körpern?

Antwort: Es gibt keine Berechnung mit physischen Körpern, Sie dürfen ruhig zunehmen. Sie können mit Ihrem Körper tun, was Sie wollen.

Frage: Bin ich der Punkt, an dem Gott die materielle Welt erkennt?

Antwort: Gott muss nichts erkennen. Die Welt ist Er.

Frage: Ist es dasselbe, das Gefühl der Größe des Schöpfers und das seiner Einheit zu erhalten?

Antwort: Ja. Es gibt keine Unterteilung in verschiedene Aspekte des Verständnisses. Es gibt nur eines – das Begreifen des Schöpfers.

Frage: Warum regt das Leiden das Verlangen an?

Antwort: Leiden drängt die Menschen dazu, sich zu bewegen, da sie sich davon befreien wollen. Ohne Leiden (das sogenannte „Chissaron“) gibt es keinen Fortschritt.

Frage: Warum ist es möglich, in der wilden ursprünglichen Natur den Schöpfer zu spüren, aber in der Großstadt nur Eitelkeit zu bemerken?

Antwort: Da man in der ursprünglichen Natur frei von dem Einfluss der verrückten Menschenmassen ist.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Um die Wahrnehmung der Realität zu korrigieren

Bemerkung: Das Buch Sohar sagt: “Alle Welten, sowohl die Höheren als auch die Niederen, befinden sich im Mensch. Alles was in der Welt geschaffen wurde, ist zum Wohle des Menschen geschaffen und alles lebt und entwickelt sich durch den Menschen“. Das wurde schon vor 2000 Jahren gesagt.

Antwort: Alles bedeutet – nur für einen Menschen, da nichts außer Adam erschaffen wurde. Adam ist ein gemeinsames System, von dem wir Teile sind.

Die Welten sind das, was wir in der vollkommenen Wahrnehmung der Realität sehen. Wir offenbaren sie allmählich in dem Maß, in dem wir mit dem höchsten Licht, mit der höchsten Eigenschaft des Gebens übereinstimmen.

Die höheren Welten sind unsere zukünftigen Zustände, die Niedrigeren sind die Vergangenen.

Frage. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Wünschen und der Wahrnehmung? Im babylonischen Talmud welcher im 3. Jahrhundert nach Christus geschrieben wurde heißt es: „jeder beurteilt nach seinen eigenen Fehlern“. Wie ist das zu erklären?

Antwort: Das bedeutet, dass wir die Realität nicht so wahrnehmen wie sie wirklich ist, sondern entsprechend unseren Wahrnehmungsgefäßen d.h., inwieweit diese korrigiert sind und wie weit sie nicht korrigiert sind, wie wir zum Teil die wahre Realität spüren und wie die Falsche. So als wenn ich meine Brille aufsetzte und damit besser sehe, es aber immer noch nicht die perfekte Sicht ist.

Wenn wir also die negativen Phänomene in der Welt sehen, liegt das immer noch an unserem beschädigten Wahrnehmungsinstrument. Es gibt Menschen, die das Gegenteil sehen – was sie für negativ halten, sehen sie als positiv.

Frage: In einem bestimmten Stadium der evolutionären Entwicklung können wir eine Stufe erreichen, in der wir beim Betrachten der Welt sagen können „die Welt ist perfekt es gibt nichts Negatives darin“?

Antwort: Ja, genau so, es hängt alles von unserer Wahrnehmung ab. Wenn wir sie zu einem Zustand der Angleichung mit Licht und Liebe korrigieren, gibt es keine Grenze für unser Verständnis, kein Gefühl von Schaden und Fehlfunktion.

Aus dem TV- Programm“ Die Grundlagen der Kabbala“ 26.11.2018

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Der gemeinsame Punkt der Güte

Frage: Wenn der Schöpfer von allen Menschen anders wahrgenommen wird, wie kann Er dann der Verbindungspunkt der Menschen sein?

Antwort: Die Sache ist, dass die Verbindung an dem Punkt der Güte des Schöpfers zu uns stattfindet. Wir beginnen zu verstehen, dass alles, was Er tut, absolut richtig, vernünftig und gut ist.

Genau an dem Punkt der gemeinsamen Meinung über Ihn, vereinen wir uns und werden wie Er. Deshalb wird für uns der Punkt der Güte zu einer gemeinsamen Grundlage.

Dann zerstreuen wir uns abermals mit dem neuen Egoismus in verschiedene Teile, hassen uns wieder und beginnen uns erneut auf der nächsthöheren Stufe zu sammeln.

 

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

Neues Leben # 557 – Der ethnische Dämon

Neues Leben # 557 – Der ethnische Dämon

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Es ist gut, dass der ethnische Dämon wieder erweckt wurde, denn um voranzukommen, müssen Probleme aufgedeckt und nicht vertuscht werden.

Kabbala erklärt, dass jede Zerstörung oder Spaltung, die sich manifestiert, ein Hinweis auf die Reife der Menschheit zur Korrektur ist. Heute sind wir gezwungen, ein einheitliches Volk zu werden, daher wird die Spaltung zwischen uns in voller Intensität offenbart. In der ethnischen Kluft verbirgt sich der Ursprung aller Güte und das Geheimnis einer besseren Zukunft, das auf dem Grundsatz „Liebe deckt alle Übertretungen ab“ (Sprüche 10, 12) beruht. Abraham  und Moses haben uns gelehrt, wie wir eins werden können, über die alle Unterschiede. Nur das Volk Israel kann mit dem ethnischen Dämon umgehen, ihn überwältigen, lernen, warum er existiert und wie man ihn korrigiert, indem man die Macht der Verbindung zur Welt bringt. 

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Aus KabTVs „New Life # 557 – Der ethnische Dämon“, 19.04.15

„Die Notwendigkeit der Größe des Schöpfers“

Im Zehner sollen die Gesetze der Vollkommenheit gelten, HaWaYaH, : Gleichheit, gegenseitige Einbeziehung, gegenseitiges Geben, gegenseitige Beugung voreinander. Es ist sehr wichtig, im Zehner die Beziehungen auf gleicher Augenhöhe aufzubauen.

Alle Unterschiede, die wir heute zwischen uns sehen und einige von ihnen als erfolgreicher, intelligenter und schneller bezeichnen, bedeuten nichts in Wirklichkeit. Wie gesagt: „Sie haben Augen, aber sie sehen nicht“. Das kann ich aus meiner Erfahrung sagen. 

Es sind die Menschen, die sich bemühen, jedes Wort, das mit der spirituellen Arbeit zu tun hat, mit Mühe wahrzunehmen, aber gleichzeitig beharrlich versuchen, um jeden Preis fortzufahren, die den größten Erfolg erzielen werden. Sie werden sich über alles erheben, und nicht die, denen außergewöhnliche Fähigkeiten von oben gegeben wurden: Intelligenz, die Auffassungsfähigkeit und Sensibilität.

Diese materiellen Eigenschaften helfen nicht, in die Spiritualität einzutreten, im Gegenteil, sie sind sehr störend. Es gibt Geschichten darüber, wie Schüler weinten und den Schöpfer anflehten, ihr Naturtalent wegzunehmen und auf das übliche Niveau zu bringen.

Deshalb sollte man gegenüber der Freunde, die es schwierig finden im Zehner zu sein, zu studieren, die Wörter zu verbinden, das Material zu verstehen, verständnisvoll sein. Am Ende werden diese Menschen in der Spiritualität mehr Erfolg haben als die anderen, es braucht nur mehr Zeit und Mühe.

Deshalb sollte man keinen Kameraden vernachlässigen, nicht zustimmen, dass er nicht in den Zehner kommt, ihn aufgibt, da er immer noch nichts versteht. Wenn der Schöpfer ihn in die Gruppe gebracht hat, sind wir verpflichtet, darauf zu achten, dass er wie alle anderen gleich behandelt wird.

Im Zehner kann es keine Verachtung oder Präferenz für irgend jemand geben – alle sollten absolut gleich sein, und zwar nicht nur äußerlich, formal, sondern ich sollte innerlich spüren, dass ich auf diese Weise jeden wahrnehme. Schwierigkeiten beim Verstehen sind nicht spirituell, wir bestehen hier keine Prüfungen.

Die Schaffung von Gleichheit im Zehner ist noch wichtiger als die Entwicklung der Notwendigkeit, den Schöpfer zu enthüllen. Wenn es keine Gleichheit gibt, wird der Wunsch nach dem Schöpfer verzerrt sein, denn wir werden uns aus dem unvollkommenen Kli heraus an Ihn wenden.

Du kannst keinen Freund im Zehner ignorieren. Dein Herz soll um jeden, der nicht kommt, schmerzen. Man soll für ihn beten und daran arbeiten und spüren, dass alles von uns abhängt.

Die Gleichberechtigung der Freunde im Zehner beruht darauf, dass ich meine Einstellung kompensiere. Der eine scheint mir klüger zu sein, der andere ist treu, der dritte intelligenter, der vierte schlauer, und ich muss meine Sichtweise auf jeden vervollständigen, damit jeder für mich perfekt ist, ohne irgendwelche Mängel. 

Jeder ist perfekt, es gibt nichts hinzuzufügen, das ist die Art und Weise, wie man die Freunde wahrnimmt. Auf diese Weise korrigiere ich mich selbst, so dass ich keine Mängel in ihnen sehe.

Ich bringe jeden auf eine vollkommene Ebene, und sie werden zu einem perfekten Zehner, hoch und in meinen Augen korrigiert. Je mehr ich mich in ihn ein bringe, desto tiefer dringe ich in den Schöpfer, der Sich in meinen Freunden befindet, ein. Es ist der Schöpfer, der sie entwickelt und unterstützt.

Indem ich meine Freunde auf gleicher Ebene miteinander verbinde, öffne ich meinen Weg zum Schöpfer, zu Seiner Entdeckung. Der Zehner ist wie das Visier, durch den ich den Schöpfer sehe, wie ein Fernglas, das ich schärfen muss. 

Es ist notwendig, alle Bemühungen in die Einheit und Vereinigung in den Zehner zu investieren, damit alle zu einem Ganzen werden, so dass klar wird, dass dieses Eine: die Verbindung zwischen uns, der Schöpfer ist, und nicht die Gruppe und nicht einfach die Verbindung. Während wir immer tiefer eindringen, beginnen wir, die Essenz unserer Verbindung zu spüren, und das wird der Schöpfer sein. Es gibt keinen anderen Weg.

Es gibt Menschen, die es sehr schwierig finden, es zu hören, aber gerade weil sie eine sehr hohe Seele haben, und deshalb ist es noch weit von ihnen entfernt. Es mag weitere zehn Jahre Ausdauer und Mühe erfordern, aber dann werden sie mehr erreichen als jeder andere.

Deshalb sollte es keinen Unterschied für uns geben, wer wie wahrnimmt und versteht. Es wird gesagt, dass „man nicht wegen ihrer Intelligenz lernt“, sondern wegen der Gleichheit. Es ist derjenige, der es schafft, jeden als gleichwertig wahrzunehmen und sich selbst kleiner als alle und als den einzigen zu betrachten, der korrigiert werden muss – derjenige ist auf dem richtigen Weg. 

Ausschnitte aus den Unterrichten 

Aus der Lektion zum Thema „Die Notwendigkeit der Größe des Schöpfers“.

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Kabbala Akademie

Neues Leben # 1087 – Bildung als eine Veränderung der menschlichen Natur

Neues Leben # 1087 – Bildung als eine Veränderung der menschlichen Natur

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

Zusammenfassung

Die Weisheit der Kabbala ist eine Erziehungsmethode, die Egoismus in Altruismus verwandelt. Die Verwirklichung der Methode erfordert die Teilnahme kleiner Gruppen von etwa zehn Personen an einzigartigen Übungen, die ihnen helfen, miteinander zu kommunizieren, so dass sie das Gefühl haben, zu einem einzigen Körper zu gehören. In der kleinen Gruppe versucht jeder Einzelne, seine egoistische Natur zu verbinden, zuzuhören und zu korrigieren. Das Wichtigste ist, die höhere Kraft aus den Tiefen der Natur zu erwecken, damit sie uns beeinflusst.

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Aus KabTVs „New Life #1087 – Bildung für eine Veränderung der menschlichen Natur“, 26.2.19.

Wird Polen die Juden bezahlen?

Replik: Es gibt ein großes Problem in Polen, das dort als „jüdische Ansprüche“ bezeichnet wird. Die Polen werden aufgefordert, 300 Milliarden Dollar zu zahlen, um die Nachkommen von Juden zu entschädigen, deren Familienvermögen von den Nazis und dann von den Kommunisten beschlagnahmt wurde. Jetzt stehen die rechten Parteien da auf und sagen: „Das kann man nicht machen! Wir sind nicht für alles verantwortlich, was damals passiert ist“.

Meine Antwort: Es ist ein guter Grund, dieses Thema noch einmal anzusprechen: warum Polen so sehr an der Vernichtung der Juden beteiligt war.

Es ist ein krankes Thema, man kann nichts dagegen tun. So unangenehm es auch sein mag. Und es geht nicht um Geld, sondern um die Tatsache, dass es sich um eine Revision der Beziehungen, Ansichten und vielleicht sogar um eine Annäherung am Ende handelt.

Denn wenn man anfängt, alte Geschichten auszugraben, bleibt nicht nur der vergangene Hass übrig. Man muss es verstehen, man muss es begreifen, man muss darüber reden. Wir müssen uns darüber erheben und das polnische Volk verstehen, warum es so viel Antisemitismus darin gibt, was man „im Blut“ nennt. Nicht leise sein. Zumal es sich, wie Kabbalisten glauben, um ein Naturgesetz der Natur handelt. Das heißt, es ist ein natürliches Problem, das nicht wegen der Polen entsteht, sondern weil die Juden ihre internationale historische Funktion nicht erfüllen. So kann alles auf eine ganz andere Weise umgekehrt werden.

Am Ende werden wir zu einer Art gemeinsamer Vereinbarung kommen, die wir gemeinsam vorantreiben werden. Zumindest ist dies eine Gelegenheit, zu reden, nicht mit dem Rücken zueinander zu stehen.

Ich glaube, dass wir dies als Grund nehmen sollten, um herauszufinden, woher es kommt und wie wir zu einem gegenseitigen Verständnis kommen können.

Infolgedessen muss die Menschheit zur Vereinigung, zur Einigung, zur Einheit, zur Integration kommen. Wie können wir das mit solchen Menschen erreichen? Sie zu uns, wir zu ihnen.

Frage: Die Polen zu uns und die Juden zu den Polen?

Meine Antwort: Ja, wir müssen sie auch verstehen – woher dieser Hass kommt, warum, was sie motiviert.

Welches der Völker der Welt ist die Ursache des Hasses? Juden selbst. Sie sind die Einzigen, die die Möglichkeit haben, sich selbst zu verändern und so andere zu verändern. Das höchste Licht des Wohlstands, das Licht der Freundschaft, das Licht, das einen Menschen weicher macht, durch sich selbst zu leiten. Dieses Licht erhebt den Menschen über seinen Egoismus. Nur Juden können das tun. Das ist es, was die Tora sagt. Worum geht es also? Das ist es, was man den Polen lehren soll.

Es ist möglich ein Verständnis der Katastrophe zu entwickeln, ein Verständnis dessen, was passiert ist, woher das alles kommt. Dass all dies – nicht nur der eine hasste und tötete den anderen -, sondern aus den Tiefen unserer Natur kommt, die wir, Juden, nicht korrigieren und daher einen solchen Hass verursachen.

Wir müssen alle Miasmen, alle Wunden öffnen und sie alle heilen. Andernfalls wird in 70 Jahren das Gleiche passieren.

Replik: Sie drehen immer den Vektor auf uns zu.

Antwort: Auf jeden Fall. Und wer kann hier etwas ändern? Wer hat den freien Willen? So viel Licht oder Dunkelheit wir ihnen bringen, so handeln sie auch.

Frage: Bringen wir Dunkelheit, beginnen sie, uns zu hassen?

Meine Antwort: Natürlich. Baal HaSulam sagte 20 Jahre vor dem Holocaust: „Lasst uns schnell zusammenkommen. Lasst uns schnell so handeln, damit wir alles aufweichen können, sonst wird die Zeit kommen, in der wir strengen Anforderungen ausgesetzt sein werden“. Und jetzt, stehen wir nicht vor einer solchen Periode? Der Antisemitismus nimmt weltweit zu.

Deshalb bin ich dafür, ihn so weit wie möglich zu erhöhen, und wir sollten überall entsprechend schreiben, sprechen, schreien und sprechen. Weil wir diese Welle des Antisemitismus verursachen, die zu einer noch größeren Katastrophe führen kann. Und es gibt bereits etwas zu verlieren. Wir haben einen Staat, wir haben ein Volk, das sich mehr oder weniger geformt hat.

Was tun wir, um dieses zu erhalten und weiterzuentwickeln? Nichts. Menschen verlassen Israel, kaufen Wohnungen und Häuser in allen Ländern der Welt. Und das war’s, niemand interessiert sich für etwas.

Juden wollen ihre historische Rolle nicht erkennen, die Aufgabe ist es, die ganze Welt zur Freundlichkeit, zur Gegenseitigkeit zu führen. Was können wir also tun? Das alles gegen 300 Milliarden Dollar einzutauschen? „Hier, ich habe dir alles anvertraut, Tschüss. Und gleichzeitig entsteht ein neuer Holocaust in der Welt.

Also müssen wir verstehen, wie man sich verhält. Mit anderen Worten, diese Frage wird die Ursache für die tatsächliche Klärung der Gründe für die Vergangenheit des Holocaust sein, um das Neue zu verhindern und die ganze Welt zu korrigieren.

Replik: Sie wollen den Juden immer diese Art von Injektion injizieren – die Frage: „Warum hassen sie uns?“

Meine Antwort: „Es ist deine Schuld!“

Frage: Können Sie sich vorstellen, wie es ist, das zu hören?!

Meine Antwort: Das dachte ich auch nicht. Du musst es nur begreifen, sonst liegen wir die ganze Zeit falsch. Und die ganze Zeit, in jeder Generation, wird es einen Holocaust geben?

Frage: Was kann ich tun, damit man aufhört, mich zu hassen?

Meine Antwort: Zu diesem Zweck muss ich mich in meinem Volk, in allen Teilen des Volkes zusammenschließen, um zu verhindern, dass es sich über die ganze Welt verteilt.

Es kann nur durch Erklärung, nur durch Bildung, Erziehung geschehen, was in allen 70 Jahren der Existenz des Staates nicht geschehen ist! Wofür wurde es geschaffen? Es geht darum, eine Nation zu schaffen! Es gibt keine Nation. Alle fliegen weg, niemand will hier leben.

Es gibt keinen gemeinsamen Geist. Amerikanische Juden sitzen dort, es gibt mehr von ihnen als in Israel, und sie wollen nicht hören, was hier passiert. Die meisten von ihnen waren noch nie hier. Sie wissen nicht, warum sie es überhaupt brauchen, sie vergessen es. Es gibt das Land, dann gibt es, es eben.

Sie werden zu Gegnern dieses Landes, zu Gegnern ihres Volkes, völlig! Echte Antagonisten von Staat und Volk. Wie haben wir das zugelassen?! Und es ist ganz einfach: Die Regierung kämpft untereinander für einen Posten, für Geld, für Macht und alles, und sonst nichts.

Frage: Das alles geschieht also, weil es hier keine Einheit gibt? Gibt es deshalb all diesen Hass auf Israel, auch unter den Juden?

Antwort: Natürlich. Wir haben hier eine kleine Synagoge eingerichtet, in der alle wie in einem gewöhnlichen Dorf kämpfen. Das ist alles. Natürlich ist der Zustand schrecklich…

Aus der TV-Sendung „News with Michael Lightman“, 14.05.2019

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Kabbala Akademie

Wer bist Du, Volk Israel?

 
 
Der Artikel “Wer bist Du, Volk Israel?” in der New York Times vom 20. September 2014
Wer bist Du, Volk Israel?  Von Michael Laitman

Schon immer und stets von Neuem werden wir unter Druck gesetzt und terrorisiert, bis uns schließlich ein Gefühl von Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit befällt. Als Jude frage ich mich, was der Zweck dieses unerbittlichen Leids sein mag, das wir Juden durchleben müssen. Einige von uns glauben, dass sich die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs nicht widerholen könnten. Und dennoch sehen wir, wie leicht sich die Menschheit erneut zu einer ähnlichen Geisteshaltung verführen lässt, wie sie dem Holocaust voranging. Man hört immer mehr und das nicht mehr nur unter vorgehaltener Hand “Hitler hatte Recht”.
Doch es gibt Hoffnung. Wir können das Steuer noch herumreißen und alles, was dazu nötig ist, ist, dass wir uns des größeren Zusammenhanges bewusst werden.

Wo wir heute stehen

Die Menschheit befindet sich an einem entscheidenden Scheideweg. Einerseits sind wir in unserem Überleben durch die Globalisierung alle voneinander abhängig, andererseits ist uns dieser Zustand zutiefst verhasst, denn wir wollen frei und selbstbestimmt leben. Es ist eine unhaltbare Situation mit hochexplosivem Potential! Wir müssen uns entscheiden, welche Richtung wir einschlagen. Um die richtige Entscheidung zu treffen und auch zu verstehen, wie wir Juden in dieses Dilemma kamen, müssen wir einen Blick zurück werfen.
Das Volk Israel entstand bekanntermaßen im alten Babylon, das sich vor 4000 Jahren zwischen dem heutigen Iran und Irak befand. Eine aufstrebende Zivilisation lebte in diesem sehr fruchtbaren und weiten Land; die Menschen dort fühlten sich alle miteinander verbunden und teilten dasselbe Schicksal. In den Worten der Tora: „Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.“ (Genesis, 11:1).
Doch genauso wie ihre Verbindung enger wurde, wuchs auch ihr Ego. Sie fingen an, einander auszubeuten und zu hassen. Sie fühlten sich also gleichzeitig verbunden und wegen ihres wachsenden Egos auch voneinander getrennt und entfremdet. Die Babylonier fühlten sich in die Zange genommen und suchten in ihrer Not verzweifelt nach einer Lösung.

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