Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Erdrücke ihn mit deiner Liebe

„Sieh dir zuerst die Spuren deiner Mokassins an, bevor du über die Fehler anderer urteilst“ (indianische Weisheit).

Das ist richtig. Was bedeutet das für uns? – Man muss zuerst sich selbst korrigieren und dann kann man andere richtig wahrnehmen.

Sich selbst zu korrigieren bedeutet, meine Beziehung zu anderen zu korrigieren. Das heißt, dass sie absolut freundlich, zumindest aber absolut neutral sein sollte. Man darf die andere Person keinesfalls als korrupt, böse usw. ansehen. Und unter dieser Bedingung kann man die Wirklichkeit, die Wahrheit erkennen.

Frage: Und wie gehe ich mit einer Person um, die ich von Natur aus nicht mag? Er ist mein Feind.

Antwort: Man muss handeln, wie es heißt: „Derjenige, der einen Feind zum Freund macht, ist ein Held“.

Frage: Können Sie einen kleinen Rat geben, wie man das macht?

Antwort: Tue alles, was du ihm Gutes tun würdest, wenn du ihn wirklich lieben würdest.

Erdrücke ihn mit deiner Liebe. Das ist eine sehr schwierige Sache. Aber wenn die Erkenntnis kommt, dass die Welt darauf beruht und dass wir so handeln müssen (und das dauert Jahre!) – dann wird alles einfach.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 15.07.2021

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Hurrikan Ida – Sechzehn Jahre nach dem einstigen Jahrhundertsturm Katrina

Vor sechzehn Jahren verwüstete der Hurrikan Katrina New Orleans und einen Großteil von Louisiana sowie Teile von Mississippi und Alabama. Als Katrina auf das Festland traf, war er ein starker Sturm der Kategorie 3, stark genug, um fast 2.000 Menschenleben zu fordern und die Schutzmauern zu durchbrechen, die den Lake Pontchartrain daran hinderten, einen Großteil von New Orleans zu überfluten.

Nach dem Sturm erklärten Meteorologen und andere Experten, Katrina sei ein  „Jahrhundertsturm“. Letzten Sonntag, auf den Tag genau 16 Jahre nach dem Eintreffen von Katrina, fegte der Hurrikan Ida fast an der gleichen Stelle über die Stadt. Auch hier wurden die Stadt New Orleans und weite Teile Louisianas heimgesucht, allerdings mit weitaus größerer Heftigkeit als bei dem Jahrhundertsturm.

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Rosh Hashanah, ein neuer Anfang

„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“, lautet das lateinische Sprichwort Homo homini lupus. Dies beschreibt treffend die Art und Weise, wie wir in der heutigen Gesellschaft miteinander umgehen. Vielleicht sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir denken, dass wir nichts mehr haben, worüber wir uns freuen können – wir haben die Erde, die Familien, die Länder und Völker, die Kultur und die Bildung zerstört. Wir sind an einem sehr schlechten Punkt angelangt. Aber andererseits könnte dieser Tiefpunkt auch als Gelegenheit dienen, unseren Zustand zu überprüfen, neu zu beginnen und an Rosch Haschana, dem neuen Jahr, aus dieser Situation aufzusteigen.

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Warum sollte ich verzeihen?


Anmerkung: Ludmilla schreibt: „ Ich weiß nicht, wie ich verzeihen soll. Ich denke, dass alle Taten strafbar sein sollten. Aber wenn ich verzeihen könnte, würde es mir seelisch viel leichter fallen. Wie lernt man zu verzeihen?“

Antwort: Wir können nur dann lernen zu vergeben, wenn wir das Böse in unserer Natur begreifen. Wenn ich erkenne was ich bin: selbstsüchtig, alles über andere vergessend, niemandem etwas Gutes zurückgebend und so weiter und so fort – dann komme ich zu der Erkenntnis, dass ich all die negativen Einflüsse auf mich, selbst verursache. So muss ich niemandem vergeben, ich muss nur gut über andere denken.

Anmerkung: Was Sie gerade gesagt haben: …mich selbst negativ beeinflussen – das klingt ein bisschen beängstigend.

Antwort: Natürlich bin ich die Ursache. Was ist damit? Durch meine egoistische Natur bringe ich die gesamte Natur gegen mich auf. So kommt es, dass ich mich ändern muss, mich zumindest ändern will, wenn es nicht möglich ist, etwas zu tun. Dann wird sich alles ändern.

Frieden ist im Prinzip eine Beziehung zwischen uns.

Frage: Ich beginne also zu verstehen, dass die Täter alle in mir sind?

Antwort: Ja, natürlich.

Anmerkung: Sobald ich sie ändere, ändert sich alles um sie herum.

Antwort: Alles hängt von mir ab.

Frage: Wird diese Formel funktionieren, wenn ich wirklich verstehe, dass ich mich ändern muss und sich dann alles um mich herum ändern wird?

Antwort: Es ändert sich nicht sofort nach meinem Wunsch, aber es ändert sich.

Frage: Es ist also ein Prozess, und das ist der einzige Weg, den die Menschheit gehen wird?

Antwort: Sie sollte noch davon überzeugt werden, dass es keinen anderen Weg gibt. Es funktioniert nur in diese Richtung.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Leitman“, 24.06.2021.

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Im Blickpunkt – Jerusalem

Wir schauen auf Jerusalem und sehen eine schöne Stadt, Straßen und Häuser. Aber wenn wir sie von innen sehen könnten, so wie man die Rückseite einer Stickerei betrachtet, würden wir die Stiche und Knoten sehen, das heißt die verborgenen Verbindungen, die zwischen allen Teilen dieses schönen Bildes bestehen müssen.

Wir würden dann erkennen, dass es nur durch die höhere Kraft, durch unser starkes Verlangen und unsere Bitte, uns unter Druck zu setzen, um uns zu verbinden, damit alle Vergehen von der Liebe überdeckt werden, existieren soll.

Wenn wir uns in Liebe, Einheit und in Brüderlichkeit verbinden können, werden wir Jerusalem zu einem Ort machen, der ein spirituelles Zentrum für die gesamte Menschheit sein wird.  Er wird zu einer Quelle der Kraft für alle Menschen sein und die Energie der Einheit und Brüderlichkeit über die ganze Erde verbreiten.

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Kreisläufe des Lebens sind Kreisläufe der Seele

Der Mensch durchläuft Kreisläufe des Lebens, bis er die Kabbala erlernt hat. Hat man das nicht, wird sich die Seele nicht entwickeln. (Baal HaSulam, „Finde in dir den Schöpfer“)

Der Mensch ist in unserer Welt ständig in Bewegung. Sein spirituelles Gen kleidet sich immer wieder in andere Körper.

Stellen wir uns vor, ein Mensch lebt dieses Leben, sein Körper stirbt, ohne sein spirituelles Gen verwirklicht zu haben. Es kehrt in einen neuen materiellen Körper zurück, begleitet ihn einige Jahrzehnte und stirbt erneut.

Das wiederholt sich, bis er im Laufe eines Lebenszyklus den Entwicklungszustand der Seele erreicht.

Die Seele entwickelt sich und wächst mit dem Erwerb neuer altruistischer Qualitäten, die sich aus der Kenntnis der spirituellen Natur ergeben. Nicht dieses Wissen führt zum Wachstum der Seele, sondern ihre innere Natur.

Das Wissen gibt im Allgemeinen der Seele nichts. Es gibt dem Menschen lediglich die Möglichkeit, mit der Seele richtig umzugehen, ihr durch sein richtiges Handeln zu helfen – und insofern wird sich die Seele entwickeln.

Dann werden seine Handlungen gut und richtig sein, und seine Seele wird sich so weit entwickeln, dass er nicht mehr in einem materiellen Körper in unsere Welt zurückkehren muss.

Aus dem Unterricht, 16.06.2019

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Der Evolutionssprung, den die Menschheit braucht

Die Menschheit hat sich in den letzten Jahrzehnten so schnell entwickelt wie nie zuvor. Früher waren wir damit zufrieden, einfach zu Fuß zu gehen, als das nicht schnell genug war, begannen wir mit dem Auto zu reisen. Jetzt reicht das nicht mehr aus und wir wollen in den Weltraum reisen. 

Hat irgendetwas von dieser rasanten Entwicklung unser Leben wirklich verbessert? Wahrscheinlich nicht. Die Erfahrung zeigt, dass technologische Entwicklungen immer von Investoren zum Nachteil des Menschen ausgenutzt werden. Auf der nächsten Stufe der menschlichen Evolution als intelligente Wesen müssen wir begreifen, dass eine wirklich zufriedenstellende Entwicklung, eine Änderung des Codes der Kommunikation zwischen den Menschen erfordert.

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Jeder hat die Verpflichtung, sich zu korrigieren


Frage: Wenn ein Mensch etwas nicht in Ordnung bringt und es jemand für ihn erledigt, wird er dann beraubt- warum?

Antwort: Da dann gegen das allgemeine Gesetz der Schöpfung verstoßen wird.

Jeder muss sich selbst korrigieren. Jeder muss in das unendliche höhere Universum ankommen, um die Eigenschaft der Ewigkeit, die Vollkommenheit, zu erreichen. Auf jeden Fall alle!

Wenn ein Mensch leidet, sollten wir ihm helfen und ihn nicht im Stich lassen. Es ist nicht wie in Sodom und Gomorra. Dort herrschte eine andere Philosophie: „Helft nicht. Wenn etwas auf einen Menschen herabkommt, dann hat es Gott so geschickt“. Und das war’s.

Man muss den Menschen helfen. Indem man ihnen mit dem hilft, was sie brauchen, müsste man ihnen gleichzeitig damit helfen, sich wieder selbst aufzubauen. Sie sollen nicht untätig herum sitzen und warten, bis ihnen etwas zustößt. Man muss sie ausbilden und Arbeit geben.

Die Kabbala sagt: Sie sollen sitzen und lernen. Es gibt nicht für jeden einen Arbeitsplatz. Unsere Welt steuert auf einen Zustand zu, in dem alles Überflüssige nach und nach verschwindet.

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Umweltschützer zu sein, zahlt sich aus

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) heißt es: „Der menschliche Einfluss hat das Klima mit einer Geschwindigkeit erwärmt, die zumindest in den letzten 2000 Jahren beispiellos ist. Der vom Menschen verursachte Klimawandel, so der Bericht, wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus. Die Beweise für die beobachteten Veränderungen bei Extremen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen und insbesondere für deren Zurückführung auf den menschlichen Einfluss haben sich seit [dem letzten Bericht von 2013] verstärkt.“

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Religionen sind die Folge der Verhüllung der Höheren Welt


Alle Religionen sind aus der Verhüllung der Kabbala entstanden.

Einst, von der Zeit Abrahams bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels, lebte das Volk Israel, d.h. eine kleine Gruppe der gesamten Menschheit, nach kabbalistischen Grundsätzen. Sie setzten die Methode um, sich selbst an das höhere Gesetz anzugleichen und es dann, indem sie es an sich selbst demonstrierten, an die gesamte Menschheit weiterzugeben.

Das ist die Aufgabe des Volkes Israel, welches eigentlich kein Volk, sondern eine kleine Gruppe von Menschen ist, die aus Babylon herauskam, um die kabbalistische Methode selbst zu beherrschen und an andere weiterzugeben.

Diese Gruppe existierte zunächst in spirituellen Zuständen: im gegenseitigen Geben und Liebe, im Erfassen der Höheren Welt, der höheren Kraft des Einen Gesetzes – des Schöpfers. Als sie vor zweitausend Jahren von dieser Stufe fielen, d.h. das Volk Israel wurde vom Egoismus erobert, entstand anstelle der Kabbala eine Religion – das Judentum, aus dem das Christentum und dann der Islam hervorging.

Mit anderen Worten, alle drei Religionen sind eine Folge der Verhüllung der Höheren Welt und nicht das Begreifen derselben. Sie werden so lange bestehen bleiben, bis in der Menschheit das Gesetz der Globalisierung, das Gesetz der Integration aller Menschen, vollständig wirksam wird.

Wenn sich die Kabbala zu manifestieren beginnt, werden die Religionen allmählich die Weltbühne verlassen müssen. An ihrer Stelle wird die Kabbala, als eine Methode zur Korrektur des Menschen, anstatt einer allgemeinen moralischen Unterstützung, die während der zweitausend Jahre, in denen das wahre Weltgeschehen verborgen blieb, notwendig war, wieder auftauchen.

Aus dem TV-Programm „Nahaufnahme: das universelle Gesetz“

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