Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was ist Religion?

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/05/26_100_wp.gifFolgender Kommentar erreichte mich zu meinem Post „Religionen sind Ausdrücke der Kultur, jedoch nicht absolutes höheres Wissen“: Alle Religionen, die in unserer Welt existieren, sind nicht real. Sie sind nichts mehr als kulturelle Traditionen. Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ über wahre Religion. Dort beantwortet er drei Fragen: Worin besteht das Wesen der Religion? Wird das Ziel der Religion in dieser Welt oder in der zukünftigen Welt erreicht? Ist das Ziel der Religion das Wohl des Schöpfers oder das Wohl der Geschöpfe?“ Weiterhin erklärt er, was wahre Religion ist und es ist eindeutig, dass er mit dem Wort „Religion“ die Kabbala meint. Wo soll diese Religion hinführen? Sie sollte zur Korrektur des Menschen führen. Und wie wird diese Korrektur realisiert? Sie wird durch das Licht realisiert, das uns zur Quelle zurück bringt, genannt „Tora“.

Meine Antwort:
Aber dennoch bleibt die Frage:
Welche Religion ist allen gemeinsam?
Was ist Ihre Meinung?

 

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Wir werden alle Juden sein.

Aussage: Albert Einstein verblüffte das Publikum einst als er ausrief: „Leider wurde ich als Jude geboren!“ Die Leute waren schockiert. Wie konnte ein so großer Mann eine so wilde Aussage machen?

Dann fuhr Einstein mit einem Lächeln fort: „Weil diese Tatsache mir das Privileg genommen hat, Jude zu werden“. 

Antwort: Es gibt zwei Stufen, um als Jude bezeichnet werden zu können: entweder wird man als Jude geboren oder man wird Jude. Und jeder kann es werden: Franzose, Italiener, egal wer, denn ein Jude weist im Prinzip nicht auf die Herkunft hin.

Es bedeutet, die Denkweise, die Einstellung zum Leben, den Sinn des Lebens zu akzeptieren, wenn ich verstehe, was es wirklich heißt, Jude zu sein – die Methode der Korrektur in die Welt zu bringen, der Welt zu helfen, ein Ganzes zu werden.

Frage: Stammt das Wort „Jude“ vom Wort „Übergang“?

Antwort: Es ist der Übergang von der egoistischen Einstellung zu der Welt zur altruistischen Umgebung. 

Frage: Dadurch wird der Mensch zum Juden?

Antwort: Ja.

Frage: Im Prinzip sagen Sie jetzt vorsichtig, dass die ganze Welt jüdisch werden kann? 

Antwort: Nicht vorsichtig, es ist tatsächlich so.

Dies ist ein ernsthafter Übergang vom Egoismus zum Altruismus, der nur durch den Klick in jedem von uns geschehen kann, wenn wir diese Veränderung von der höheren Macht verlangen.

Frage: Sie meinen auch, dass diejenigen, die geborene Juden sind, es quasi nicht sind?  

Antwort: Nein. Das sind nicht die Juden, von denen die Tora spricht. Denn Jude ist ein Geist. Man lässt sich also nur von der Herzensneigung leiten.

Frage: Besteht das ultimative Ziel des menschlichen Lebens darin, Jude zu werden?

Antwort: Jude zu werden bedeutet, alle Menschen zu vereinigen, um sie zur Eigenschaft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Vereinigung zu erheben, damit ein solches Maß an Kommunikation zwischen allen Menschen der Welt entsteht, dass sie wie Eins werden. 

Und es geht keineswegs darum, dass jemand nach dem Herkunftsprinzip als Jude betrachtet wird.

Frage: Werden Menschen verschiedener Nationalitäten plötzlich erkennen, dass die Aufgabe eines jeglichen Menschen darin besteht, ohnehin Jude zu werden?

Antwort: Ja.

Frage: Und Sie behaupten ruhig, dass es so ist?

Antwort: Natürlich. Das heißt, von einer egoistischen Einstellung zur Welt zu einer altruistischen überzugehen – das ist das, was man „laavor“ nennt, einen Übergang durch eine egoistische Barriere.

Also lass sie rüber.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 30.07.2019

RAV BARUCH SHALOM HALEVI ASHLAG (RABASH), 1906-1991

 

Rav Baruch Ashlag ist der älteste Sohn von Baal HaSulam. Er stellt das letzte Glied in der Kette großer Kabbalisten dar. Noch als Jugendlicher emigrierte er gemeinsam mit seinem Vater aus Polen nach Jerusalem und studierte sein Leben lang bei ihm.

Nach dem Tod von Baal HaSulam setzte Rabash sein Lebenswerk fort: Er gab den vollständigen Kommentar Sulam sowie andere Schriften des Vaters heraus und begann anschließend, Artikel zu verfassen. Darin legte er die exakte Methodik der spirituellen Arbeit eines Menschen dar, der danach strebt, die innere Realität zu erkennen – etwas, was noch kein Kabbalist vor ihm tat. 

In seinen Artikeln liefert er eine exakte Beschreibung aller Etappen des spirituellen Weges eines Menschen – von dessen Anfang bis zum Ende. Aus den Artikeln entstand ein fünfbändiger Sammelband – Shlavei HaSulam (Etappen der Leiter). Zusätzlich hinterließ uns Rabash seine einzigartigen Mitschriften der Erklärungen spiritueller Zustände eines Menschen, die er von seinem Vater erhielt und die er mit einem entsprechenden Titel versah – Shamati  (Hebräisch: „Ich hörte“).

Rabash starb 1991. Seine Bücher stellen neben den Werken von Baal HaSulam die wichtigste Literatur zur Wissenschaft der Kabbala dar, deren Studium dem Menschen das wahre Bild der ihn umgebenden Wirklichkeit enthüllt. Das Studium der Kabbala vermag den Menschen auf eine bewusstere Stufe einer vernünftigen Existenz zu führen – in Harmonie mit der Natur und bei voller Verwirklichung der höchsten Bestimmung des Menschen – der Erkenntnis des Planes der Schöpfung.

Die wichtigste Botschaft, die Rabash an seine Schüler zu übermitteln suchte, war die Notwendigkeit des Studiums und der Arbeit in der Gruppe. Schon immer lernten Kabbalisten in Gruppen. Die Gruppe erlaubt den Mitgliedern, durch das Geben an den Schöpfer im Spirituellen fortzuschreiten, indem sie ihre Wünsche vereinen und auf dasselbe Ziel ausrichten.

 

Zu den Artikeln von Rabash…

Die Verbindung ist die Quelle der richtigen Lösungen

Frage: Eine Gruppe von Menschen möchte die richtige Lösung für ihre Probleme finden. Sie haben bereits erste Kenntnisse in der Kabbala erlangt und verstehen, dass der Workshop die Vorbereitung für die Lösung eines Problems ist. Es gibt bestimmte Regeln für diese Arbeit. Woher kommen sie?

Antwort: Wir befinden uns in einer Welt, in der praktisch keine Probleme gelöst werden. Wenn wir den Eindruck haben, dass wir heute einen Ausweg gefunden haben, stellen wir am nächsten Tag fest das es doch nicht die Lösung ist.  Wir stoßen die Lösung ständig von uns ab, denken aber, dass wir zu einem Ergebnis kommen.

Die Kabbala sagt, solange wir uns nicht verbinden, werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden. 

Alle Probleme der Menschen, die im Großen oder Kleinen auftreten, entstehen aus der Unverbundenheit, sonst gäbe es keine Probleme. Sie alle entstehen durch unsere Spaltung, Trennung und gegenseitige Entfremdung.

Wenn wir sie lösen wollen, müssen wir uns in erste Linie zu einer Einheit verbinden.

Frage: Lösen Kabbalisten keine Probleme?

Antwort: Nein. Welche Probleme, abgesehen davon, dass wir nicht verbunden sind, haben wir? Wenn wir uns verbinden, verschwindet das Problem.

Frage: Die Kabbala löst nur das eine Problem: Wie kann man sich verbinden?

Antwort: Es gibt auf der Welt keine weiteren Probleme.

Frage: Verschwinden folglich alle anderen Schwierigkeiten?

Antwort: Ja.

Frage: Wie steht es mit der Gesundheit, der Familie usw.?

Antwort: Probleme treten in unterschiedlichen Stufen auf: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich. Um ein Ergebnis zu erzielen, muss man sich zusammensetzen, sich verbinden und in dieser Verbindung nach einer Lösung suchen. 

Die Lösung kann man nur dann finden, wenn Menschen miteinander verbunden sind, da sie sich verstehen und gegenseitig ergänzen. Erst dann wird klar, wie die Lösung aussehen muss.

Auf dieser Basis wird die Entscheidung immer richtig und gut sein, damit alles von einer niedrigeren Stufe auf die menschliche Stufe umgesetzt wird.

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ vom 25.12.2018 

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Was ist die Seele?

Frage: Was ist diese Seele, die uns verbindet?

Antwort: Sie ist eine gemeinsame Kraft, die alles zusammenhält und unser ewiges Dasein sichert. Wir müssen aus unserer individuellen Existenz herauskommen, aus dem Gefühl eines persönlichen Lebens, welches mit dem Tod des Körpers endet. Wir müssen zur Existenz eines gemeinsamen Lebens kommen. Wir spüren das als Zirkulation zwischen uns.

Es sterben zum Beispiel täglich Millionen Zellen im menschlichen Organismus und gleichzeitig werden neue geboren. Wenn wir sterben, sind wir dieser Zelle im gemeinsamen Körper der Menschheit ähnlich. Sie stirbt und entweicht dem Körper.

Um nicht spurlos mit dem Tod unseres tierischen Körpers zu verschwinden, müssen wir mit dem Leben eines gemeinsamen Körpers in Verbindung treten.  Wir müssen durch unsere Verbindung nach dem Schöpfer streben. Damit beschäftigt sich die Kabbala

Aus dem Unterricht, 21.07.2019

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Der Beginn einer ernsthaften spirituellen Arbeit

Die Kabbalisten sagen: „Es gibt niemanden außer Ihm“. Wir müssen das offenbaren, damit wir die einzige Quelle der Einheit unter uns verstehen – den Schöpfer.

In dem Maße, wie wir uns verbinden – so unterschiedlich, so weit es auch voneinander entfernt ist – müssen wir, ein Gefühl der Einheit in uns bilden. Es besteht aus der Kombination von Gegensätzen. Wir versuchen, ohne unsere egoistischen Wünsche zu zerstören (sie können nicht zerstört werden), mit allem, was in uns ist, ein Ganzes zu schaffen.

Bevor wir zu einem Kongress kommen, haben wir das Gefühl, dass wir zusammenkommen und unsere ganze Kraft in die Verbindung und Annullierung investieren werden. Wenn wir zum Kongressort kommen stellen wir fest das wir nicht mehr die gleichen Gedanken und Wünsche als zuvor haben, wir wollen etwas Anderes.

Das ist der Beginn einer ernsthaften Arbeit an uns selbst. Wir bekommen, verschiedenartige Hindernisse, die uns allarmieren müssen, darüber eine Verbindung zu erschaffen.

Wir versuchen nicht, die Hindernisse zu finden, wir wollen uns nur verbinden und finden dadurch immer mehr Hindernisse. Wir erhalten die Möglichkeit, uns über die Schwierigkeiten zu erheben und dabei ein einziges Verlangen, ein gemeinsames System zu erzeugen.

 

Kongress im Moldawien. 05.09.2019 Unterricht Nr.0 

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RAV YEHUDA ASHLAG (BAAL HASULAM), 1884 – 1954

 

Yehuda Ashlag kam 1884 in Warschau zur Welt und wurde bereits in seinen jungen Jahren von seinen Lehrern als ein Mensch bezeichnet, der ständig nach der Enthüllung der Geheimnisse des Universums strebte. Er fiel bei allen seinen Mentoren durch glänzende Kenntnisse aller Grundwerke des Judentums auf und las auch die Werke bedeutender westlicher Philosophen, darunter Kant, Hegel, Schoppenhauer, Nietzsche und Marx. In der Folge verglich er in seinen Artikeln deren Sichtweise mit der Position der Kabbala.

Er begann Bücher zu verfassen, um Menschen die Methodik der richtigen Wahrnehmung der Realität und der vernünftigen Existenz darin zu lehren. Bereits in Polen war er als großer Kenner der Kabbala und Schüler größter Kabbalisten bekannt, die die Kette der Übermittlung kabbalistischen Wissens nach Baal Shem Tov weiterführten.

Im Jahre 1926 zieht Baal HaSulam nach London, wo er am Kommentar Leuchtendes Antlitz (Panim Meirot) zu ARIs Baum des Lebens arbeitet. Während dieser ganzen Zeit führt er einen regen Briefwechsel mit seinen Schülern, in welchem er ihnen die Hauptprinzipien der spirituellen Arbeit des Menschen erklärt.

Nach seiner Rückkehr nach Jerusalem im Jahre 1928 fuhr er fort, die Kabbala zu unterrichten und zu schreiben. Nach einigen Jahren gab er sein monumentales Werk heraus – Die Lehre der Zehn Sefirot (Talmud Esser haSefirot oder TES). Das Buch stellt die innere Struktur des Universums dar, einschließlich die spirituelle Welt sowie unsere Welt, deren Bewohner und die Seelen.

In seinen Werken strebte Baal HaSulam danach, das innere Wesen der Kabbala zum Ausdruck zu bringen, sie von primitiven mittelalterlichen Vorstellungen zu reinigen; in dieser Wissenschaft sah er das mächtige Werkzeug zur Veränderung und Perfektionierung des Menschen.

Im Jahre 1940 beginnt er, den Kommentar zum Buch Sohar unter dem Namen Perush haSulam (wörtlich „Den Kommentar der Leiter“) zu verfassen, wodurch Yehuda Ashlag alsbald den Beinamen „Baal HaSulam“ erhielt (wörtlich aus dem Hebräischen: „Herr der Leiter“), da es unter Weisen der Tora üblich ist, den Menschen nicht bei seinem Namen, sondern bei seiner höchsten Errungenschaft zu bezeichnen.

Nachdem er sein ganzes Leben dem Unterrichten und Verbreiten der Wissenschaft der Kabbala widmete und wertvolles Material hinterließ, in dem er die ganze moderne kabbalistische Methodik darlegte, stirbt Baal HaSulam – der größte Kabbalist des 20. Jahrhunderts – im Jahre 1954. Seine Sache wurde von seinem ältesten Sohn – Rav Baruch Ashlag weitergeführt.

Zu den Artikeln von Baal HaSulam

Kabbala ist eine wissenschaftliche Studie über die spirituelle Welt

Eine Frage, die ich auf meinem deutschen Blog erhielt: Es gibt in der Welt Rosenkreuzergesellschaften, die teilweise auf Kabbala basieren. Die wichtigste Prämisse in der Rosenkreuzer Theosophie ist, dass der Schöpfer höhere spirituelle Strukturen mit der Freiheit des Willens geschaffen hat, um verschiedene Aufgaben, wie das Lenken von Karma oder das Erschaffen eines spirituellen menschlichen Körpers, auszuführen. Es gab ebenfalls spirituelle Strukturen, die zerbrochen sind und nun die menschliche Entwicklung behindern. Das ist eine allgemeine Zusammenfassung. Wie ist dies aus der Perspektive der Kabbala zu sehen? Was haben sie darüber zu sagen?

Meine Antwort: Kabbala beschreibt die Struktur der spirituellen Welt in dem Buch Talmud Esser HaSefirot. Kabbala studiert die Höhere Welt, untersucht sie und beschreibt sie wie ein Wissenschaftler, der unsere Welt sorgfältig untersucht. Für Anfänger, die in Deutsch studieren, empfehle ich meine Bücher: Quantum Kabbala, Leben aus der Kabbala und Das Licht der Kabbala.

 

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Die Philosophie hat schließlich abgedankt

Michael LaitmanNews Report (übersetzt aus www.YNet.co.il) : Die philosophische Fakultät wurde geschlossen! Vertreter der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität von Tel Aviv haben angekündigt, dass sie die Registratur für das kommende Studienjahr nicht öffnen werden.

Mein Kommentar: Wir leben in einer wahrhaft bemerkenswerten Zeit. Seit tausenden von Jahren wurden wir von menschlichen Spekulationen über die Essenz und die Bedeutung des Lebens beeinflusst und nun ziehen wir endlich den korrekten Schluss daraus, welcher völlig mit der Meinung der Kabbala übereinstimmt – dass die Philosophie uns während all der Zeit nur geschadet hat.

Ich verstehe, wie grausam meine Worte für jene klingen mögen, die noch nichts über die Gegensätze zwischen Kabbala und Philosophie wissen, doch ich hoffe, dass die Schließung der philosophischen Fakultät an einer großen Universität in Ihnen das Interesse weckt, den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“ von Baal HaSulam zu lesen. Für mich ist diese Schließung definitiv ein Zeichen von Oben!

Baal HaSulam: Auszüge aus „Die Weisheit der Kabbala und die Philosophie“

Die Philosophie durchlebte viele Unannehmlichkeiten bevor sie beweisen konnte, dass die Körperlichkeit ein Spross der Spiritualität sei und dass die Seele den Körper erzeugt – und das war der vordringlichste Fehler. Die Bedeutung des Wortes Spiritualität hat nicht das Geringste mit Philosophie zu tun. Wie kann man etwas diskutieren, was man nie gesehen oder gefühlt hat?

Philosophie rühmt sich, alles über die Essenz des Schöpfers zu verstehen. Sie hat sich einen Mantel übergestreift, der nicht einmal ihr eigener ist, denn sie nahm sich einfach Begriffe aus der Kabbala und machte mit ihrem menschlichen Verständnis Leckerbissen daraus. Hätte sie das nicht getan, wäre sie aus sich heraus niemals so scharfsinnig geworden.

Wir müssen uns nur die greifbare Wirklichkeit ansehen. Die Trennung zwischen Akteur und Aktion stammt aus der Bildlichen Philosophie, welche auf dem Beweis bestand, dass die spirituelle Handlung die körperliche beeinflusst.

Die Meinung der Kabbala auf diesem Gebiet ist völlig klar, jegliche Beimengung von Philosophie ausgeschlossen. Denn es ist die Meinung der Weisen, dass selbst die voneinander getrennten Wesenheiten, deren Körperlichkeit von der Philosophie verneint wird und die sie als rein konzeptionelle Substanz betrachtet, obwohl sie tatsächlich spirituell sind, nur sublimer und abstrakter, aus Körper und Seele bestehen wie der physische Mensch.

Ihre Gedanken sind nicht die unseren, denn der Weg der Weisen der Kabbala besteht darin, Beweise für ihre Erkenntnis zu finden, um sie nicht später nach intellektueller Grübelei widerrufen zu müssen.

Die Philosophie behauptet, dass unterschiedliche Individuen nicht zu kombinierendes Material sind (Kabbala sagt, dass alles aus zwei Kräften besteht – dem Gefäß und dem Licht).

Die alte Philosophie stellt drei Meinungen als Hindernisse vor meine Erklärung:
1. Ihr Urteil, dass die Macht des menschlichen Intellekts die ewige Seele – also die Essenz des Menschen – darstelle.
2. Ihre Vermutung, dass der Körper das Ergebnis der Seele sei.
3. Ihre Behauptung, dass spirituelle Menschen einfach und nicht komplex seien.

Nicht nur, dass dies der falsche Ort ist, über ihre vorgefertigten Vermutungen zu diskutieren, nein, auch ihre Zeit ist längst vorbei und ihre Autorität widerrufen. Wir sollten den Experten der materiellen Psychologie dafür danken, dass sie ihr Fundament auf den Ruinen der Philosophie errichtet haben und die Gunst der Öffentlichkeit auf ihre Seite ziehen konnten. Nun anerkennt jeder die Nichtigkeit der Philosophie, denn sie basiert auf wackeligem Fundament.

Die alte Doktrin wurde für die Weisen der Kabbala zu einem Stolperstein und zu einem tödlichen Dorn. Wo sie sich vor der Kabbala niederwerfen hätten sollen und sich in Enthaltsamkeit und Besonnenheit üben sollten, bevor sie sich auch nur dem kleinsten Teil der Spiritualität widmeten, erhielten sie das Erwünschte mit Leichtigkeit von der Bildlichen Philosophie. Ohne bezahlt zu werden löschten sie ihren Durst an dem Brunnen der Weisheit bis zur Sättigung und weigerten sich, in die Weisheit der Kabbala einzutauchen. Als Folge davon geriet die Weisheit der Kabbala innerhalb Israels beinahe in Vergessenheit.

Aus diesem Grund sind wir der materialistischen Psychologie dankbar, dass sie ihr einen tödlichen Stoß versetzt hat.

Es gab keine Rettung für Israel außer zu dem Zeitpunkt, als die materialistische Psychologie auftauchte und der theologischen Philosophie den Todesstoß gab.

Heute muss jeder Mensch, der den Schöpfer sucht, die Kabbala wieder auf ihren angestammten Thron setzen und ihren ehemaligen Ruhm wiederherstellen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Philosophie und Kabbala
 

Abstieg? Nicht im Geringsten!

Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.

Zum Beispiel: ich habe nur die höchste, sehr dünne Schicht meines Verlangens aufgedeckt und korrigiert. Auf dieser Stufe habe ich mich mit der Gruppe verbunden, die Wichtigkeit des Ziels offenbart und das Licht, das zur Quelle zurückführt, angezogen. Um jedoch die erste spirituelle Ebene (1/125) zu erreichen, muss ich zwei weitere Etappen durchlaufen.

Hier offenbart sich für mich die zweite Schicht des Verlangens, denn ich bin viel schlechter, viel „grober“, hier fluche ich, will nichts hören, stoße ab, verachte.

Im Vergleich dazu war ich früher wie ein kleines Kind, und nun wurde ich viel heftiger weggestoßen. Wozu? Um mir die Möglichkeit zu bieten, eine größere Einheit zu erreichen, ein stärkeres Höheres Licht anzuziehen.

So bewege ich mich allmählich immer weiter und enthülle einen immer gewaltigeren Egoismus. Egal wie hoch der Mensch auch aufsteigt, der böse Trieb erhebt sich über ihn.

Selbstverständlich hat er sich darauf vorbereitet, und dennoch hilft während des Abstiegs gar nichts, und er fällt in die Minus-Unendlichkeit.

In Wirklichkeit ist der Abstieg gar kein Abstieg, sondern der Zustand des Aufstiegs, zu dem du noch nicht bereit bist.

Es ist so, als ob du in die erste Mannschaft aufgestiegen bist, weil dein Trainer weiß, dass du dich bereits den Besten anschließen kannst. Für dich sind alle Bedingungen geschaffen, du musst dich nur anstrengen und mit ihnen mithalten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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