Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Evolution'

Es werde Licht!

Jeder Mensch ist wie ein die Sonne reflektierender Spiegel.

Ein Lichtstrahl steigt hinab, die Reflexionen einer Seele, und zieht sich in den Raum zurück.

Die Menschheit, die Zivilisation von Egoisten, ist wie eine große Ansammlung von Spiegeln, das Licht in verschiedene Richtungen reflektierend, ein Meer das chaotisches Licht erzeugt.

Mische diese reflektierenden Lichtstrahlen als wären sie Segmente eines riesigen Parabolspiegels, was bekommst du? Zuerst sieht es aus, als ob alle Strahlen unterschiedlich ausgerichtet sind, aber als ein Ganzes, streben die Lichtstrahlen eines werde licht gemeinsames Licht in einem gemeinsamen Zentrum an. Ihr korrekter Zusammenschluss entzündet eine kritische Temperatur, bringt eine neue Substanz hervor – Plasma – und explodiert in Flammen. Und auf diese Weise wird das Licht jedes Menschen im Feuer der Liebe unter den Freunden erweckt. Sie vereinigen sich miteinander, zusammen mit ihrer Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, eine neue Stufe hervorbringend die unvorstellbar und unerreichbar ist, unser gemeinsames Bewusstsein benutzend: Hingabe zum Schöpfer, ein Aufstieg auf die Stufe des Schöpfers. Solch eine Stufe ist unvorstellbar, ehe man sie erreicht, weil sie erst dann geschaffen wird, wenn sich alle vereinigen.

Der Legende nach setzte Archimedes feindliche Schiffe in Brand, in dem er polierter Bronzespiegel auf sie richtete. Seine Zeitgenossen waren so erstaunt über dieses Phänomen, dass auch heute, tausende Jahre später, die Menschen noch darüber sprechen.

Kabbala Akademie

Warum wurde ein kleiner Teil des Buches Sohar enthüllt?

Kommentar: Ursprünglich war das Buch Sohar ein Kommentar zur gesamten Tora, dem gesamten Tanach, und beinhaltete alles.

Antwort:   Das stimmt. „Der Sohar“ wurde als Kommentar zur „Tora“, zu den „Propheten“ und „Heiligen Schriften“ geschrieben – zu allen drei Büchern, die als (Akronym) „TaNaCh“ abgekürzt werden, geschrieben. Aber nur zehn Prozent dieses Buches sind uns überliefert.

Ich fragte mich, warum nur der Kommentar zur Tora erhalten geblieben ist, jedoch nie eine Antwort gefunden. Es kann sein, dass es für unsere Generation  gar nicht mehr benötigt wird, so denke ich.

Doch warum haben die Autoren des Buches Sohar so hart gearbeitet, wenn es nach dem Schreiben sofort versteckt, und erst jetzt ein kleiner Teil davon enthüllt wurde?

Da sie dieses Buch gemeinsam geschrieben haben, denke ich, dass sie während dessen die Verbindung der Seelen untereinander korrigierten. Denn der Sohar ist ein ganzes System  zur Verbindung von Seelen. Wie ein Computerprogramm. Wenn du es schreibst, startest du diese „Maschine“ und der Computer beginnt, entsprechend seinem Programm, ganz anders zu arbeiten. Über dieses Programm haben die Autoren des Buches Sohar eine gemeinsame Verbindung zwischen den Seelen ins Leben gerufen. Und heute reichen uns schon zehn Prozent davon, sich in dieses Programm, in diese korrigierte Gemeinschaft, einzufügen.

Andererseits schließe ich die Möglichkeit nicht aus, dass sich die übrigen neunzig Prozent doch noch plötzlich offenbaren werden, und wir sie irgendwo finden, wie die Qumran-Funde. 

*TaNaCH beinhaltet: die Tora, Newiim (die Propheten) und Ktuwim (die Schriften) 

[281538]

Kommt das Ende der Welt doch noch?

Kommentar:  Igor schrieb einen Kommentar zu Ihrem Video über die letzte Generation. Sie gaben ihm den schrecklichen Namen “Die letzte Generation”. Aber ich mag diesen Namen. Ja, wir sind die letzte Generation, weil das Ende der Welt naht. Und ich bin froh darüber.

Antwort: Ich weiß nicht, was er sich unter dem Ende der Welt vorstellt. Ich stelle das Ende unserer Welt dar.

Die letzte Generation ist die letzte Generation des Egoismus, die letzte, die in diesem Egoismus existiert, mit schrecklichen Beziehungen der Menschen untereinander usw. Danach kommt die nächste Generation. Sie ist nicht die letzte, sondern die erste Generation einer neuen Welt.

Wir, in der letzten Generation, müssen das Böse aller unserer vergangenen Zustände erkennen und uns selbst schwören, dass wir es nie wieder anwenden werden.

Frage: Diese Generation soll also das Übel des Egoismus erkennen?

[Rest des Beitrags lesen →]

Die zweidimensionale Welt


Frage: Derzeit wird in sozialen Medien über Themen der verborgenen Dimensionen, die es um uns herum gibt, ausführlich diskutiert. Viele Annahmen erden unterbreitet, einigen davon liegen Beweise zugrunde, anderen nicht. Welche geheime Dimensionen existieren aus der Sicht der Kabbala?

Antwort: Um uns herum existiert nur eine verborgene Dimension, dies ist die Eigenschaft des Gebens, die wir nicht einfach so aus uns selbst ausströmen (emanieren) können.

Wir leben in einer egoistischen Dimension, die die Eigenschaft des Empfangens für sich selbst des gesamten Guten, des notwendigen und nützlichen darstellt. Und die ihr entgegengesetzte Eigenschaft des Gebens ist uns gänzlich unbekannt. Hätten wir diese Eigenschaft noch zusätzlich zur Eigenschaft des Empfangens, dann könnten wir uns das gesamte Bild der Welt ganz klar vorstellen.

Frage: Ist das der Grund, warum der Mensch aktuell diese Dimensionen gar nicht wahrnimmt?

Antwort: Es gibt eine zweidimensionale Welt und nicht mehr als das. Eine Welt des Empfangens und des Gebens. Wenn sie sich jedoch gegenseitig ergänzen, entsteht daraus ein n-dimensionaler Raum. Alles kann nur in Bezug zum Menschen wahrgenommen werden.

Frage: Kann es eine mehrdimensionale Welt geben, in der es mich nicht gibt?

Antwort: Nein, sie existiert nur subjektiv, relativ zu Ihnen.

Frage: Kann es eine mehrdimensionale Welt geben, in der alle Menschen gut sind und in der alles korrigiert ist?

Antwort: Wenn man eine derartige Welt erschafft.

Frage: Bedeutet das, es hat immer beim Menschen seinen Anfang?

Antwort: Ja, natürlich. Der Mensch steht im Mittelpunkt.

[281146]

Anerkennung des Bösen


Frage: Je mehr ich mich dem Studium widme und mit der Gruppe verbunden bin, umso mehr habe ich das Gefühl, vom Ziel weiter entfernt zu sein, warum ist das so?

Antwort: Das ist die natürliche Phase, die sich „die Erkenntnis des Bösen“, nennt, weil der Mensch seinen wahren Zustand, seine Natur, entdeckt.

Wenn der Mensch mit dem Gedanken in die Gruppe gekommen ist, um noch etwas Wissen zu erwerben, beginnt er nun zu spüren, was für ein großer Egoist er ist, und dass er noch etwas dagegen tun, sich selbst korrigieren muss. Zuvor hat er nicht einmal daran gedacht. Nun sieht er, wie wenig er sich selbst im Griff hat, wie ihn irgendwelche Gedanken, irgendwelche Wünsche beherrschen, dass er ihnen nichts entgegenzusetzen hat.

Sogar dann, wenn er sich selbst schwört, immer an der Gruppe festzuhalten, mit der Gruppe verbunden zu sein, nach nur einer Minute ist das alles verschwunden, und er befindet sich aufs Neue in der Gewalt des Egoismus.

Es steht geschrieben: „Wer größer ist als sein Freund, dessen Verlangen ist noch größer“, und so kommen wir tatsächlich voran.

Wenn der Mensch das Gefühl hat, schlimmer geworden zu sein, bedeutet das: weil er jetzt näher am Ziel ist, hat er sich in Wirklichkeit gebessert. Und dennoch: bevor er seinen Egoismus nicht „getötet“ hat, bleibt er im Prinzip ein Niemand. Das heißt, dass er sich über ihn hinwegsetzen muss. Nachdem er die Kraft vom Schöpfer erhält, soll er beginnen sein Ego zu beherrschen, sich seinem Ego zu widersetzen. Wenn er es nicht tut, existiert er nicht, und das Ego, die Kraft des Schöpfers, verwaltet ihn und macht mit Ihm, was es will. 

Wir müssen dem ein Ende setzen.

[246725]

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Heutzutage sind alle vier Generationen – Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder – gleichermaßen verunsichert. In früheren Generationen war das Leben einfach, während wir heute das Gefühl haben, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist – die Welt unberechenbar ist und wir wissen nicht, was wir unseren Kindern bieten können. Die Evolution hat unsere Kraft der Entwicklung – das Verlangen zu genießen, unseren Antrieb, unseren Treibstoff – verbraucht.

Die Welt befindet sich in einer Sackgasse. Es herrscht ein Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung. Zum ersten Mal in der Geschichte mangelt es der Jugend an einem guten Beispiel, dem sie folgen kann, und das bringt uns zu der großen Frage, was Glück überhaupt ist. Ohne eine Methode, die uns leitet, werden wir in der heutigen Zeit nicht mehr in der Lage sein, im Leben zurechtzukommen oder zu überleben. Jeder muss zu einem Verständnis für den inneren Zustand der Welt kommen.

[278038]

Aus KabTVs „Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Ungewissheit“, 

Den Schöpfer erreichen


Frage: Worin besteht der Unterschied in der Wahrnehmung, vom Schöpfer geleitet zu werden, von dem, dass nur Er allein mich lenkt?

Antwort: Wenn wir uns dem Schöpfer nähern, müssen wir uns ständig auf diese einzigartige schöpferische Kraft ausrichten, „Es gibt niemanden außer Ihm“ und uns nur mit ihr solidarisieren und ihr alles zuordnen.

Tun wir dies, werden wir tatsächlich lernen, alles uns Umgebende als Erscheinung einer einzigen Kraft zu erkennen, d.h. sie in verschiedenen, einander entgegengesetzten Erscheinungen wahrzunehmen.

In der unendlichen Vielfalt von Erscheinungsformen des Schöpfers beginnen wir Ihn als die Kraft hinter allem zu spüren. Das bedeutet, dass die Offenbarung des Schöpfers als den Einen und Einzigartigen, dank der Tatsache geschieht, dass wir Seine Anwesenheit in der Vielfalt seiner verschiedenen Eigenschaften, Kräfte und Auswirkungen erleben.

Frage: Bleibt dabei der Wahrnehmende bestehen?

Antwort: Natürlich, der Mensch verschwindet nicht und das ist seine Einzigartigkeit. Er wurde so erschaffen, dass, indem er für sich den Schöpfer offenbart, er Ihm gleich wird. Und er verschwindet nicht, weder wird er annihiliert, noch annulliert er sich selbst. In dem Ausmaß, wie der Mensch zunehmend den Schöpfer erhöhen kann, und in der Lage ist, gegensätzliche Erscheinungen in der Natur und in sich selbst als Eins zu sehen, kann er dem Schöpfer gleich, Ihm ebenbürtig werden.

[245860]

Wie viele Kräfte sind in der Natur?

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat in letzter Zeit eine mögliche Entdeckung von neuen Teilchen oder sogar einer neuen Kraft in der Natur gemacht. Wissenschaftler, die am Fermilab arbeiten, einem nationalen Labor des Energieministeriums, das sich auf Hochenergie-Teilchenphysik spezialisiert hat, sagen, dass sie starke Beweise für eine unbekannte Kraft gesehen haben, die auf subatomarer Ebene arbeitet, die sie nach dem derzeitigen Verständnis der Physik nicht erwartet hatten. [Rest des Beitrags lesen →]

Menschliche Gesetze im Dschungel, Gesetz des Dschungels in der Zivilisation

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_25.gifEs erscheint uns, dass die Natur vom Gesetz des Überlebens des Stärkeren regiert wird. Doch eigentlich könnte nichts weniger der Wahrheit entsprechen, da die Abhängigkeit unter allen Spezies diese dazu zwingt, sich um das gegenseitige Überleben zu kümmern. Zoologen wissen beispielsweise, dass die scharfen Kämpfe unter Tieren meistens friedvoll enden und weder zum Tode noch zu ernsthaften Verletzungen führen, da sie kämpfen, um eine Hierarchie innerhalb ihres Rudels herzustellen.

Die äußerliche Betrachtung eines lebenden Organismus könnte darauf hindeuten, dass dieser völlig von blinder Natur gelenkt wird. Es scheint, als ob lebensfeindliche Kräfte diesen Organismus umgeben, während dieser um sein Überleben kämpft. Jedoch entdecken Wissenschafter, dass alles dynamisch ausgeglichen ist und das Überleben nicht auf Kampf beruht, sondern auf gegenseitiger Kooperation unter allen Spezies, wo Unterstützung und Kampf sich gegenseitig ergänzen, ausgleichen und folglich ein Gleichgewicht herstellen.

Sogar die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen wachsen zusammen, um ein einheitliches System zu erschaffen, indem Pflanzen mit weniger entwickelten Wurzeln zusätzliche Unterstützung von stärkeren Pflanzen bekommen. Wenn eine Spezies von Pflanzen von einer anderen ersetzt wird, ist dies nicht ein Kampf um Territorien, sondern ein Entwicklungsprozess des Lebenszyklus. [Rest des Beitrags lesen →]

Kabbala und Humor

Mir wurde folgende Frage gestellt: Wie stehen Kabbalisten dem Humor gegenüber? Gibt es kabbalistische Witze?

Meine Antwort: Im ersten der 12 Jahre, die ich an Rabash’s (Baruch Ashlag) Seite verbrachte, war ich ziemlich erstaunt darüber, wie sehr er Humor, unerwartete Situationen und unkonventionelle Ansichten liebte.

Solche Dinge mögen Kabbalisten einfach, weil sie immer jung bleiben. Warum? Weil die Seele kontinuierlich wächst und das spirituelle Wachstum bewirkt, dass sich ein Kabbalist wie ein Kind fühlt. Egal wie er nach außen erscheint, ein Kabbalist wird seiner selbst nie überdrüssig.

Neben dem „jung bleiben“ ist es für einen Kabbalisten auch charakteristisch, dass er sich einer ständigen inneren Revolution aussetzt, mit sich selbst streitet, sich analysiert und Schlüsse über seine eigenes Selbst oder seine Beweggründe zieht.

Ein Kabbalist betrachtet seine irdische (egoistische) Natur von der Seite, aus der Sicht der Höheren Natur – dem „Punkt im Herzen“ oder der Eigenschaft des Gebens heraus – genauso wie der Schöpfer ihn betrachten würde – und so versucht er, diese Sicht zu rechtfertigen.

Ein Kabbalist erfährt ständig innere Widersprüche, welche er nicht durch Beschwichtigungsversuche oder Zustimmung lösen kann, sondern nur, indem er das, was „gegen ihn“ ist (Geben) über das stellt, was „für ihn“ (Empfangen) ist.

So sind Humor und Anekdoten Möglichkeiten, Widersprüche zu überwinden – sie alle basieren auf den Ungereimtheiten des Lebens und ähneln daher spirituellen Situationen, die jedem Kabbalisten bekannt sind.

Kabbala Akademie