Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Mann und Frau'

Der Zustand des „Friedens“ zwischen Mann und Frau

„Wenn der Ehemann und die Ehefrau geehrt werden, verweilt die Shechina zwischen ihnen.“ Man kann fragen: Aber sie sind doch Gegensätze, wie ist da Frieden zwischen ihnen möglich?

Doch erst wenn die Ehepartner ehrenhaft werden, das heißt, wenn sie das Empfangen zum Geben umwandeln, es wird Empfangen um des Gebens willen genannt, herrscht Frieden zwischen ihnen.

Andernfalls befinden sie sich im Konflikt oder einer ordnet sich dem anderen unter. Unterwerfung wird nicht als vollkommene Liebe bezeichnet, denn derjenige, der sich unterwirft, wartet immer darauf, wieder die Macht der Autorität zu haben. (Rabash, „Der Unterschied der Zustände“.)

Der Zustand des „Friedens“ zwischen Mann und Frau, das gemeinsame Streben, etwas Gemeinsames aufzubauen, wird „Shechina“ genannt, denn in diesem Zustand wohnt der Schöpfer.

Ein gemeinsames Ganzes wird erreicht, wenn jeder Ehepartner sich vollkommen auf den anderen einstellt und erkennt, dass sie zusammen eine Einheit bilden und niemals getrennt existieren können.

Frage: Ich sollte mich also nicht als eine getrennte „Kategorie“ betrachten?

Antwort: Niemals! Es ist eine innere Empfindung von beiden. Es gibt keinen ohne den anderen oder jeden von euch einzeln. Wenn ihr euch auf diese Weise miteinander verbindet, spürt ihr die Gegenwart des Schöpfers in dieser Einheit.

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Aus der Fernsehsendung „Männlich und weiblich“, 19.03.2024.

Was ist Liebe?

Frage: Im Laufe der Geschichte wurden viele Lieder über die Liebe geschrieben und viele schöne Romane verfasst. Auf der anderen Seite hat die Liebe zu vielen Tragödien und Kriegen geführt. Es ist so viel über sie gesagt worden. Vielleicht ist sie das erhabenste menschliche Gefühl.

Was also ist Liebe?

Antwort: Liebe ist eine besondere Beziehung, die ein Mensch zu jemandem oder etwas hat. Wir können das Meer, Musik, einen schönen Geruch usw. lieben. Auch das wird als etwas bezeichnet, was wir lieben.

Warum lieben wir etwas? Weil es uns Freude bereitet. Wir genießen das Meer, die Musik, die Gerüche, den Himmel. Umgekehrt hassen wir das, was uns leiden lässt, was uns Probleme bereitet. So entsteht Liebe oder Hass, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Das ist „egoistische Liebe“. Darin sind wir wie Tiere. Wir lieben, was gut für uns ist und distanzieren uns von dem, was schlecht für uns ist. Und das nennt man Liebe. Es ist also nicht die Liebe zu einem Gegenstand, sondern die Liebe zu dem, was er in uns weckt.

Ein Bekannter erzählt zum Beispiel, dass er geschieden ist. „Was ist passiert?!“ – „Die Liebe ist weg.“ Die Liebe existiert also so lange, wie wir uns aneinander erfreuen können. Sogar Ärzte sagen heute, dass die Liebe zwischen Partnern nach 2-3 Jahren verschwindet.

Aber das ist nicht die Art von Liebe, von der die Wissenschaft der Kabbala spricht. Die Wissenschaft der Kabbala spricht von Liebe als etwas, das sich über dem Egoismus eines Menschen befindet, der es genießt, jemanden oder etwas zu benutzen. Liebe ist aber etwas, das wir auf zwei Ebenen aufbauen.

Es gibt eine Beziehungsebene zwischen uns, die von Streit und sogar Hass, also Uneinigkeit, begleitet sein kann. Und gleichzeitig bauen wir über diesen Meinungsverschiedenheiten ein besonderes Band auf, das wir „Liebe“ nennen.

Wir arbeiten hart daran, investieren viel Zeit und Mühe und bauen es auf. Es heißt „alle Vergehen werden von der Liebe bedeckt“. Das heißt, die Liebe wird gerade über den „Vergehen“ aufgebaut, über den Widersprüchen, die zwischen uns bestehen.

Nur auf diese Weise können sich zwei Menschen miteinander verbinden, damit das Band zwischen ihnen gut, stark, gesund und wahrhaft menschlich ist. Es ist eine Verbindung zwischen Menschen, die sich bewusst sind, dass sie egoistisch sind und sich vielleicht am nächsten Tag wieder streiten. Trotzdem arbeiten sie daran, dass zwischen ihnen eine schöne, gute Verbindung entsteht, die „Liebe“ genannt wird.

Und es ist keine Liebe, die auf sexueller Anziehung oder Gewohnheit beruht, oder auf dem, was mir heute gut tut, und morgen vielleicht wieder etwas anderes.

Im Gegenteil, es ist eine Liebe zwischen Menschen – zwischen Männern, Frauen, Kindern, innerhalb eines Volkes oder in einer Gruppe von Menschen. Es geht nicht um das Vergnügen aneinander, dass wir den anderen genießen und deshalb lieben. Denn in diesem Fall ist es eine tierische Ebene.

Auf der menschlichen Ebene hingegen schaffen wir ein Band der Liebe zwischen uns, das alles übertrifft, was wir voneinander bekommen – Genuss oder sein Gegenteil – bis dahin, dass wir den anderen für seine Gewohnheiten hassen können, weil wir ihn nicht mögen. Trotzdem sagen wir, dass wir einander lieben sollten, schließlich gehören wir zum selben Volk.

Und dann arbeiten wir daran, wie wir uns auf der Ebene dieser Welt physisch, menschlich oder irgendwie sonst in den Gewohnheiten einander annähern können.

Mit anderen Worten: Liebe ist der ultimative Wert in einer Beziehung zwischen Menschen, die sich miteinander verbinden wollen, weil sie verpflichtet sind, verbunden zu sein und diese Art der Verbindung zu wählen.  Daran arbeiten sie beständig.

Deshalb heißt es: „Alle Vergehen werden durch die Liebe bedeckt“. Es gibt „Vergehen“ zwischen uns. Das sind alle Arten von Meinungsverschiedenheiten. Und über ihnen bauen wir unsere Liebe auf. Und mehr noch: Je mehr Unstimmigkeiten es gibt, desto stärker muss die Liebe über ihnen sein.

So sollten die Menschen erzogen werden. Dann können wir einen Zustand erreichen, in dem wir den Schirm der Liebe über die ganze Welt, über die ganze Menschheit spannen können. Das ist Liebe. Andernfalls ist es nur materielle Liebe und man liebt nur das, was gut für den eigenen Körper ist – Tierliebe eben.

Die menschliche Liebe hingegen wird über all dem aufgebaut, was uns am  anderen missfällt. Aber es gibt einen Grund – einen höheren Wert – warum wir verpflichtet sind, ihm gegenüber freundlich zu sein.

Und wir beide erkennen, dass wir auf der gewöhnlichen Ebene alle möglichen Meinungsverschiedenheiten haben – über das Land, das Leben und alles andere. Aber in jedem Fall kommen wir zu dem Entschluss, dass wir verpflichtet sind, miteinander verbunden zu sein, trotz der verschiedenen Einstellungen, die uns voneinander unterscheiden.

Wir bauen dieses Band, unsere Liebe langsam, Schritt für Schritt auf der Grundlage eines höheren Ziels auf, das wir gemeinsam erreichen wollen, in der Verbindung zwischen uns – jenseits unserer physischen Körper.

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Aus einer Radiosendung 103FM 

Die Korrektur der Welt hängt von den Frauen ab

Frauen spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Korrektur der Welt. Schließlich gibt es diese Welt nur dank der Frauen. Eine Frau ist das Zuhause, das Einkaufen, der Haushalt. Eine Frau bringt Kinder zur Welt, zieht sie auf, erzieht sie und kümmert sich um sie.

Jeder weiß, wie ein Mann aussehen würde, wenn es keine Frau an seiner Seite gäbe – wie ein Junge, der immer ungewaschen, unordentlich und unorganisiert ist.

Eine Frau ist ein besonderes Geschöpf, sie bringt Ordnung in die Welt und hält sie. Kein Mann kann eine Frau ersetzen, so funktioniert die Welt nun einmal. Im Judentum wird die Frau als „Haus“ bezeichnet. Es ist also die Aufgabe der Frau, das Leben in jedem Haus, Dorf, Stadt und in jedem Land in Ordnung zu bringen. Es liegt alles in den Händen der Frauen und jeder Mann und jede Frau muss sich an dieser Arbeit beteiligen.

Die Frau wird „Haus“ genannt, da ihr Mann am Ende das tut was sie zu Hause verlangt. Es stellt sich heraus, dass die Welt von Frauen regiert wird. Sie wollen es nur nicht laut verkünden, denn es liegt in der Natur der Frauen, dass sie gerne bescheiden im Schatten bleiben und keine Verantwortung übernehmen wollen.

Um diese Welt zum Besseren zu verändern, müssen die Frauen weiblicher werden, dann werden die Männer auf sie hören. Ein Mann mag eine Frau, die sanft und ruhig ist, er hört ihr eher zu, als einer Frau, die unhöflich und fordernd ist. Frauen wissen sehr gut, wann sie ihren Mann anschreien und wann sie weinen müssen, so steuern sie mit diesen beiden Rudern das Familienschiff in der Mitte.

Frauen müssen verstehen, dass es allein an ihnen liegt, diese Welt zu einem freundlicheren und stabileren Ort zu machen. Es heißt, dass „das Volk Israel nur dank der gerechten Frauen aus Ägypten (aus der Sklaverei) herausgekommen ist“. Eine rechtschaffene Frau ist eine Frau, die weiß, was Gerechtigkeit ist, was das Ziel ist und wie sie eine richtige Beziehung zu ihrem Ehemann, sowie zu allen Frauen und allen Männern in der Welt aufbauen kann, damit in der Welt der Geist der gegenseitigen Bürgschaft herrscht. Dies ist ein großes Anliegen.

Wenn Frauen erkennen, dass die endgültige Korrektur der Welt von ihnen abhängt und sich dieser Aufgabe stellen, dann werden ihnen alle folgen und man wird Erfolg haben. Jeder Mann erinnert sich daran, dass er als Kind von seiner Mutter, seiner Großmutter, seiner älteren Schwester, seiner Erzieherin, seiner Lehrerin erzogen wurde. Warum also nicht diese gute, freundliche und hingebungsvolle Betreuung fortsetzen? Man muss sich die Macht der Frauen zunutze machen, um die Welt zu regieren, auf diese Weise wird man dem guten Leben sicher näher kommen.

Das Problem ist, dass wir den Frauen beibringen, wie sie zu Geschäftsfrauen werden. Die Aufgabe einer Frau ist es jedoch, sich wie in einer Familie um einen Mann zu kümmern und ihn zu unterstützen. Ohne kluge Unterstützung werden Männer wie Rabauken, wie Straßenkinder aufwachsen. Das ist genau das, was man heute in der Welt sieht.

Mit der richtigen Unterstützung durch eine Frau, die weiß, wie sie sich zu verhalten hat und die weiterhin wie eine kluge Erzieherin und Lehrerin für einen Mann ist, werden Männer zu guten Männern heranwachsen, die sensibel und respektvoll gegenüber Frauen sind. Es braucht Zeit und viel gemeinsame Arbeit zwischen Männern und Frauen, damit die Männer erkennen, dass es notwendig ist, mit den Frauen zusammenzuarbeiten und sie auch in den Vordergrund treten zu lassen.

Die Frauen müssen begreifen, dass sie sich nicht hinter den Männern verstecken können und sich so wie zu Hause verhalten sollten, wo sie sich um den gesamten Haushalt kümmert: Putzen, Kochen, Wäsche waschen.

Diese familiäre Lebensweise sollte auf alle Bereiche außerhalb des Hauses ausgedehnt werden, dann müssen die Frauen die Männer in diese Arbeit einbeziehen. Schließlich braucht man statt einer einfachen Wäscherei eine Waschfabrik und statt des einfachen Kochens eine Lebensmittelfabrik, in der viele Männer und Frauen arbeiten. Das ist eine ganz andere Größenordnung, und das ist die Zukunft.

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Aus der Sendung „Gespräch mit Journalisten“ vom 15.11.2022

Der Sinn von Konflikten

Frage: Wie sollen Konflikte zwischen Frau und Mann gelöst werden?

Michael Laitman: Wann immer sich Konflikte zeigen, muss jeder darüber nachdenken, wie man selbst ein wenig mehr nachgeben könnte. Nicht dass der andere nachgeben sollte, sondern ich muss nachgeben. Man muss den Fokus auf das “Sich Zurücknehmen“ legen und nicht auf das eigene „Überlegen sein“. Dann wird man sehen, wie das eigene Leben einfacher und leichter wird. Und so gibt man dem Gegenüber immer ein gutes Beispiel.

Frage: Wäre es nicht besser, die eigenen Fehler einzugestehen und sich gegenseitig um Vergebung zu bitten?

Michael Laitman: Die Gegenüber müssen vorher miteinander vereinbaren, dass sie im Falle eines Streits am nächsten Morgen aufstehen und einander gegenseitig eine völlig neue Einstellung zeigen werden, so als ob nichts geschehen wäre.

Dafür ist meine Frau z.B. die ideale Lehrerin. Wir gehen jeden Tag zusammen spazieren. Wir sind beide sehr temperamentvoll, aber unabhängig davon, was am Vortag passiert ist – und sie hat ein großartiges Gedächtnis – begrüßt sie mich, als wäre nichts geschehen. Sie löscht es einfach aus ihrem Gedächtnis. Und das ist wunderbar für unsere Beziehung. Ich bin dankbar, dass ich eine solche Frau habe. Das ist es, was alle Menschen lernen müssen.

Frage: Und was kann man davon profitieren?

Michael Laitman: Auf diese Weise kann man sich selbst korrigieren.

Aus dem Russischunterricht, 29.04.2018

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Frauen müssen sich von der Macht der Männer befreien

Kommentar: „Ich sehe, dass 80% der wichtigsten Fragen zum Thema Glück- wie macht man sich keine Sorgen und wie organisiert man sein Leben, von Frauen gestellt werden. Werden Frauen in dieser Welt jemals wirklich glücklich sein?

Antwort: Das glaube ich nicht. Frauen haben ein besonderes Gespür dafür, was Glück bedeutet. Die Welt glücklich zu machen, bedeutet, sie perfekt zu machen.

Frauen müssen sich von der Macht der Männer befreien. Sie dürfen sich nicht der Intelligenz, der Macht, dem Geist der Männer unterwerfen. Wenn sie anfangen, auf sich zu hören, werden sie die richtige Lösung finden.

Die Frau ist eine Welt. Eine Frau ist diejenige, die gebiert, entwickelt, erzieht und alles tut, um unsere Welt zu verbessern.

Frage: Sie sagten, dass sich eine Frau nicht glücklich fühlt bis alles perfekt ist. Muss also doch alles ideal werden?

Antwort: Heute spielt sie das, was ihr ein Mann beigebracht hat: die Rolle einer Unhöflichen, die anscheinend nach Schönheit, Reichtum oder nach etwas anderem strebt. In Wirklichkeit geht es in der Tiefe der Natur einer Frau um Sicherheit und Entwicklung.

Frage: Für andere oder für sich selbst?

Antwort: Für alle. Sie wird das nicht für sich tun.

Frage: Denkt sie in solchen Begriffen – „für alle“?

Antwort: Ja. Auch wenn heute eine Frau sehr egoistisch sein mag, wird ihr die richtige Erziehung  helfen, die Wahrheit zu erkennen. Ihre wahre Erfüllung wird nur in Verbindung, in Übereinstimmung und in Annäherung an die anderen stattfinden. Dann wird es Frieden geben.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 13.10.2022

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Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 3

Spiritueller Krieg um die Welt

Nur Frauen können, wenn sie sich verbinden, die Situation in der Welt verändern und die Ordnung in ihr wiederherstellen. Aber leider melden sich die Frauen nicht aktiv zu Wort. In jedem Land gibt es Gesetze, die es Frauen erlauben, Zugang zu Führungspositionen zu fordern, um das Leben in ihren Ländern richtig zu organisieren.

Normalerweise kämpfen Frauen für ihre eigenen Rechte, für Gleichberechtigung, und es wird wie ein Familienstreit in der Küche wahrgenommen. Aber ich spreche von spiritueller Kriegsführung. Eine Frau muss begreifen, dass dies jetzt das Wichtigste ist, und sie muss die ganze Welt in die Pflicht nehmen, ähnlich wie eine Mutter ihre Kinder dazu bringt, zu lernen, hinter sich aufzuräumen, zur Schule zu gehen und sich zu waschen. So sollte die Rolle der Frau gesehen werden – als Mutter der Menschheit.

Die ganze Welt wartet darauf, dass die Frau anfängt, ihre Rolle richtig zu erfüllen und alle dazu zu verpflichten, das spirituelle Ziel der Welt zu erkennen und zu erreichen. Wenn wir uns in der richtigen Form miteinander verbinden, dann erlauben wir dem Höheren Licht, der höheren Kraft der Natur, in uns einzutreten und uns zu beeinflussen. Dies ist die Rolle einer Frau, die Rolle einer Mutter.

Es stellt sich heraus, dass der Kampf nicht um die Rechte der Frauen selbst geführt werden sollte, sondern um ihre Fähigkeit, die Gesellschaft zu beeinflussen. Frauen fehlt es an Wissen, Verbindungen und Organisation. Wenn sie vorankommen wollen, müssen sie viel lernen und sich dementsprechend richtig vernetzen, ihre Aufgabe kennen lernen und mit der nötigen Weisheit und dem nötigen Gefühl ihre Bestimmung erkennen. Es gibt keine andere Lösung, genau wie bei einem Kind, das nicht lernen will.

Für eine Frau ist das nicht leicht, denn sie ist es von jeher gewohnt, im Schatten zu bleiben. Nur die richtige Erziehung wird helfen. Wir müssen mit kleinen Rollen beginnen, und daraus wird sich eine ernsthafte Organisation entwickeln.

Eine Frau ist verpflichtet, das Programm und den Zweck der Schöpfung zu kennen, die Etappen, durch die wir uns bewegen, und wie wir sie erreichen können. Frauen, die heute zu studieren beginnen, bereiten sich außerdem darauf vor, Führungskräfte der Gesellschaft und der Menschheit zu werden.

Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr eine besondere Mission erfüllt, und ihr müsst jeden Tag hartnäckiger sein und bereit sein, alles zu tun, um die Menschheit vor den schweren Prüfungen zu bewahren, die uns erwarten, wenn wir diese besondere Phase nicht richtig umsetzen.

Ich bin sicher, dass ihr dazu in der Lage seid, und ich bin bereit, euch in jeder Weise zu helfen. Ich wünsche Euch viel Erfolg!

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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“ vom 05.07.2020

Eine Frau des 21. Jahrhunderts, Teil 2

Was ist der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Führungsstilen und wie können wir beide miteinander verbinden?

Wenn eine Führungspersönlichkeit, egal ob Mann oder Frau, nicht über den Zweck und das Programm der Schöpfung Bescheid weiß und nicht weiß, wie sie führen muss, um das zu erreichen, was die Natur von uns verlangt, dann wird nichts Gutes dabei herauskommen. Zuallererst ist eine ganzheitliche Bildung notwendig, und als Folge davon werden Frauen mehr wichtige Positionen in der Gesellschaft einnehmen.

Das ist der Ruf der Zeit. Bis zum Beginn der letzten Periode, als die Menschheit noch nicht in das Stadium der endgültigen Korrektur durch Verbindung, Studium der Wissenschaft der Kabbala und Organisation in Zehnergruppen eingetreten war, wurde die Gesellschaft von Männern beherrscht. Aber sobald wir beginnen, die Methodik der integralen Erziehung zu verbreiten und in Zehnergruppen zu arbeiten, um die gemeinsame große Seele von Adam HaRishon wiederherzustellen, werden die Frauen hervortreten.

Männer werden mehr in die Organisation der Zehner und die internen Strukturen der Gesellschaft involviert sein, und Frauen werden mehr äußere Führung übernehmen. Deshalb wiederhole ich immer wieder, dass die Verbreitung hauptsächlich Frauenarbeit ist.

Dieselbe Frau, die immer im Schatten geblieben ist, muss jetzt plötzlich in den Vordergrund treten und sich am Wiederaufbau der Gesellschaft beteiligen. Und es ist interessant, dass die Männer dem zustimmen. Die Natur lässt eine Frau vorgehen, und niemand protestiert. Das ist ein Wunder, das es in der Geschichte noch nie gegeben hat. Und dieser Prozess hat sich in den letzten hundert Jahren vollzogen.

Die Frau hatte schon immer eine Vorliebe für Führung, aber früher war das nur im kleinen Rahmen und ging nicht über das Haus hinaus. Ein Mann ist nicht in der Lage, das Haus zu führen; er weiß nie, wo alles ist. Seine Denkweise ist für eine solche Arbeit nicht geeignet, und die Frau war immer für das Haus zuständig.

Aber im Laufe der Zeit hat es eine Veränderung gegeben. Und das ist eine Folge der inneren Organisation der Seele, die sich allmählich der Korrektur nähert. Infolgedessen gelangte das Licht von oben durch die Sefirot Keter, Chochma usw. nach Malchut und begann mehr und mehr die Frau zu erreichen. Deshalb haben die Frauen das Gefühl, dass sie die Veränderungen in der Welt besser verstehen und bereit sind, ihre Meinung zu wichtigen Themen zu äußern.

Das beschränkt sich nicht mehr darauf, zu wissen, wo Salz und Pfeffer in der Küche stehen. Eine Frau ist bereit, Männern – ihrem Ehemann, der Regierung und dem Parlament – Ratschläge zu erteilen und eine Lösung anzubieten. Es geht nicht mehr darum, wie man eine Suppe kocht, sondern wie man Politik macht. Und das alles, weil die Zeit gekommen ist, in der sich das Höhere Licht Malchut genähert und ihr die Erleuchtung geschenkt hat.

Deshalb ist die Frau imstande, daran zu arbeiten. Sie ist in der Lage, die Ordnung in der Welt besser wiederherzustellen als ein Mann, weil sie der letzten Sefira angehört, und indem sie das reflektierte Licht erhebt, verbindet sie alle vor ihr befindlichen Sefirot. Daher ist sie fähig, sie alle zu verwalten.

Der Mann bleibt bei seiner spezifischen Rolle, und die Frau erhält die Macht, alles zu kontrollieren, wie sie es mit Kindern im Kindergarten tut. Sie kümmert sich um alle Angelegenheiten.

Nicht jeder kann wie Margaret Thatcher oder Golda Meir sein, aber dennoch hat jede Frau besondere Fähigkeiten im Management. Ich denke, dass es in unserer Zeit notwendig ist, Männer durch Frauen in den Parlamenten zu ersetzen. Wir wissen, dass überall dort, wo eine Frau arbeitet, Ordnung herrschen wird. Die Welt braucht nicht die explosive Kraft eines Mannes, sondern die gemäßigte, ausgewogene Führung einer Frau, frei von allen kleinlichen Berechnungen, die manchmal für Frauen charakteristisch sind.

Eine Frau, die alles gut und richtig abwägen kann und ihr Land als ihre Heimat empfindet, die ihr wichtig und lieb ist, ist in der Lage, alle widersprüchlichen Strömungen und Parteien miteinander zu versöhnen und alles ins Gleichgewicht zu bringen. Nur eine Frau kann das tun.
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Aus dem Programm „Frauen in der Neuen Welt“

Die richtige Erziehung wird die Welt verändern

Frage: Was gibt das Praktizieren der Kabbala einem Menschen?

Antwort: Der Mensch gerät unter den Einfluss von etwas völlig anderem, höheren Kräften.

Indem wir Kabbala praktizieren, ziehen wir das an, was man das umgebende Licht nennt, eine bestimmte Kraft, die uns zu formen beginnt. Sie macht aus einem Mann einen Mann und aus einer Frau eine Frau, aber nach und nach, denn dies ist ein langwieriger Prozess.

Wir leben jetzt in einer Übergangszeit. Zum ersten Mal versuchen wir, die kabbalistische Methodik in die Praxis umzusetzen. Ich hoffe, dass wir schon in dieser Generation in der Lage sein werden, einen solchen Aufstieg zur nächsten Stufe zu vollziehen, wo Männer und Frauen die Natur erreichen und in Harmonie sein werden: Männer mit dem männlichen Teil der Natur und Frauen mit dem weiblichen Teil der Natur.

Danach werden sie in der Lage sein, ihren Kindern, der kommenden Generation, die richtige Erziehung auf der Grundlage ihrer korrigierten Natur zu geben.

Wir müssen die Menschen erziehen. Jetzt erhalten sie Bildung, aber keine Erziehung. Der Mensch erhält keine Erziehung; er bekommt keine Konzepte für ein angemessenes soziales, familiäres oder persönliches Leben.

Ich gebe oft das Beispiel, wie wir als Studenten das erste mal auf die Entbindungsstation gingen und eine Geburt erlebten. Damals war ich siebzehneinhalb Jahre alt. Ich war schockiert! Meine Einstellung gegenüber Frauen änderte sich. Für immer! Danach fingen wir Jungs an, anders mit allem umzugehen.

Wir müssen die Erziehung sowohl für Männer als auch für Frauen richtig gestalten. Das wird die Welt verändern.

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Aus TV Programm „Nahaufnahme. Zweiköpfiger Adler“

Jede Hoffnung für Frauen

Anmerkung: Tatjana schreibt: „ Verstehe ich Sie richtig, lieber Michael, dass alles mit einer Frau begonnen hat, eine Frau, die zur Sünde gezwungen hat, eine Frau, die die Welt zur Gerechtigkeit führen muss?“

Antwort: Genau. Ich habe sehr hohe Erwartungen an Frauen, weil ich glaube, dass eine Frau einen Mann dazu zwingen kann, das zu tun, was getan werden muss. Und zwar in der Familie, in der Gesellschaft und in der Welt.

Ich hoffe, dass das Zeitalter der Frauen langsam beginnt. Die Frauen müssen eine neue Welt fordern.

Ich denke, die nächste Stufe wird sein, dass Frauen überhaupt keine Kinder mehr bekommen, dass sie aufhören, ihre Hausarbeit zu erledigen. Was sie brauchen, reicht ihnen. Und dann wird die ganze Welt zu versinken beginnen.

Frage: Das heißt, sie stellen eine solche Bedrohung für den Frieden dar?

Antwort: Es ist keine Bedrohung für den Frieden, sondern eine Bedrohung für unseren Zustand, unsere verrückte, tierische Zivilisation.

Frage: Und warum? Nur weil eine Frau der Ursprung des Lebens ist, setzen Sie alle Ihre Hoffnungen auf sie?

Antwort: Ich glaube, dass dies eine große Kraft in unserer Welt ist, die noch schlummert. Wenn Frauen erkennen, dass die Welt wirklich in die falsche Richtung läuft und es keine andere Macht als sie selbst gibt, werden sie in der Lage sein, sich anders mit der Welt auseinanderzusetzen, und sie werden unaufhaltsam sein.

Frage: Was ist das Wichtigste an ihren Eigenschaften?

Antwort: Aufgrund der Tatsache, dass sie das Gefühl haben, dass die Welt keine Zukunft hat. Und damit werden sie nicht einverstanden sein.

Aus dem TV Programm „ Nachrichten mit Michael Laitman“, 04.11. 2021

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Wie wir Konflikte in unseren Beziehungen bewältigen können- eine Lösung die tatsächlich funktioniert (und keiner will)

Jede Beziehung geht durch Krisen. Sie mögen unangenehm sein, sind aber unvermeidlich. Die Bewältigung von Konflikten stellt eine Notwendigkeit dar, ohne die keine Beziehung Bestand haben kann. Jeder Konflikt, den wir meistern, stärkt die Beziehung. Das Problem besteht darin, dass wir Konflikten lieber ausweichen, weil sie uns entweder unangenehm sind, oder auch Angst machen. Wenn wir lernen, Konflikte als unausweichlich zu akzeptieren, können wir unsere Verbindung mittels der Überwindung derselben auf eine höhere Stufe erheben. Konflikte werden uns dann nicht mehr ängstigen, im Gegenteil, wir werden sie als Gelegenheit begreifen unsere Beziehung zu vertiefen.

Der Ursprung von Konflikten liegt in einander entgegengesetzten Interessen der jeweiligen Partner begründet. Ich will etwas und mein Partner etwas anderes, möglicherweise sogar das genaue Gegenteil von dem was ich will. Dies gilt für jede Art von Beziehung- egal, ob es sich um einen Partner, ein Haustier oder aber nur um irgendein Gerät oder eine Maschine handelt (denk an die Flüche mit denen du dein Auto überschüttest, wenn es an einem kalten Morgen nicht anspringt).

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