Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Neues Leben 1298 – Verbindung im Team schaffen

Neues Leben 1298 – Verbindung im Team schaffen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wahre Verbindung in einem Team entsteht, wenn jedes Mitglied die anderen innerlich und emotional ergänzt, so dass sich die Gruppe tatsächlich als eine Einheit fühlt. Jeder schenkt den anderen sein Herz, wodurch eine Wesenheit entsteht, die über allen steht und sie umhüllt. Durch diese Verbindung wird jedes Mitglied des Teams die zusätzliche Kraft und Energie der Natur spüren, die alles heilen wird. Im Falle einer Auseinandersetzung erhebt sich das Team über diese, um wieder zu einer Einheit zu werden und alles mit Liebe zu bedecken. Der wahre Zweck der Pandemie ist es, uns zu lehren, dass wir in Wirklichkeit ein Team sind, das sich um einen Patienten kümmert: die Menschheit, die sich vereinen muss.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1298 – Verbindung in einem Team schaffen“,

Lo liShma

Frage: Wie kann man prüfen, ob sich ein Mensch im Zustand von Lo Lishma befindet; was kennzeichnet den Zustand von Lo Lishma, von dem aus wir Lishma erreichen?

Antwort: Lo Lishma, bedeutet, dass ein Mensch auf der Suche nach der Wahrheit ist. Er hat davon bereits einiges gehört und hat theoretisch eine Vorstellung davon, was es bedeutet, aber gleichzeitig ist er noch in der Absicht, für sich selbst zu empfangen.

Wir können Lo Lishma nach einer Skala von 0 % bis 100 %, an einem Beispiel messen, in dem sich ein Freund von mir 1000$ leiht. Hier würden 0% Lo Lishma betragen, wenn der Freund die gesamten 1.000$ an mich zurückgeben muss.

Wenn er mir aber 999$ zurückgibt und ich es so akzeptiere, als hätte er mir die gesamten 1000$ gegeben, ist es 1% von Lo Lishma. 100% sind es, wenn er mir 0$, also einen leeren Umschlag zurückgibt und ich es, nach der Überprüfung mit meinen Sinnen, als den gesamten Schuldbetrag akzeptiere. Das zeigt mir, wie sehr ich mich über mein Verlangen zu empfangen erheben kann.

Aber natürlich ist all dieser Fortschritt nur durch den Einfluss des Umgebenden Lichts (Ohr Makif) möglich. Aber wenn wir von Lo Lishma zu Lishma übergehen, dann beginnen wir, das Direkte Licht (Ohr Yashar) zu aktivieren.

Baal HaSulam gibt eine Interpretation von Lo Lishma in der Einführung in das Studium der Zehn Sefirot: „In der Tat bedeutet das Ausüben von Tora und Mizwot in Lo Lishma, dass man an den Schöpfer, an die Tora und an Belohnung und Bestrafung glaubt. Und er engagiert sich in der Tora, weil der Schöpfer das Engagement befohlen hat, aber er verbindet sein eigenes Vergnügen damit, seinem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten.“

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Aus dem 1. Teil der Täglichen Kabbala-Lektion 15.11.13, Shamati #64 „Von Lo Lishma zu Lishma

Ein Experiment für das Bewusstsein

Frage: Wenn Sie von der Wahrnehmung der Realität sprechen, schlagen Sie eine Art Spiel vor – indem Sie die Realität aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten: wie würde ich handeln, wenn ich egoistisch denke und wie, wenn ich altruistisch denke.

Glauben Sie, dass es möglich ist, diese Technik im Alltag, bei alltäglichen Dingen, als eine Art Experiment zu verwenden?

Antwort: Ich denke, wenn wir eine kleine Gemeinschaft aufbauen würden, in der wir Übungen in richtigen, freundlichen Beziehungen zwischen Menschen ausübten, würden wir feststellen, dass sich dort absolut erstaunliche Fähigkeiten im Gehirn entwickeln. Es entfalten sich in der menschlichen Existenz ganz andere Fähigkeiten in der Wahrnehmung und der Bewertung des Lebens.

Wenn wir uns in die Lage versetzen würden, „die Wahrheit zu sagen, andere freundlich behandeln“ und so weiter – frage ich mich, welche Werkzeuge, Verbindungen, Systeme wir in unserer Psychologie einbauen würden und wie wir anfangen würden, die Welt zu erleben?

Ich denke, wir würden damit beginnen, die Welt auf eine viel breitere, tiefere Art und Weise zu erkennen, indem wir genau jene Fähigkeiten unserer Wahrnehmung nutzen, die uns heute verborgen bleiben.

Wenn wir mehr verbunden wären, würden wir alles mit den Augen anderer sehen. Wir würden nicht nur eine größere Wahrnehmung der Realität entwickeln, sie würde auch gemeinschaftlich werden. Es wäre als würden zehn Menschen zusammen das Gleiche anschauen, jeder aus einer anderen Perspektive. Wie würden wir es denn wahrnehmen, wenn wir durch über-egoistische Verbindungen miteinander verbunden wären?

Ich glaube, es wäre sehr interessant, ein solches Experiment durchzuführen und zu sehen, was in unserem Bewusstsein vorhanden ist. Tatsächlich sind darin enorme Fähigkeiten verborgen, die wir aber nicht nutzen können, da wir sie im Moment nur sehr eingeschränkt nutzen können.

Aus der Fernsehsendung „Gemeinsam für das Wichtige“

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Wer ist ein Anführer?

Im heutigen narzisstischen Zeitalter denkt jeder, er sei der Beste und Klügste. Die jüngsten Wahlkämpfe in mehreren westlichen Ländern haben die Frage der Führung hervorgehoben, oder genauer gesagt, wer zu führen geeignet ist. Während viele Menschen die Spitze der Pyramide erreichen wollen, sind nur wenige bereit, die Verantwortung zu übernehmen, die damit einhergeht. Und noch bevor wir über Verantwortung diskutieren, müssen wir definieren, was es bedeutet, eine Führungskraft zu sein, insbesondere wenn wir erwarten, dass diese Führungskraft uns in eine bessere Zukunft führt. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Bestimmung der Menschheit

Die Bestimmung des Menschen auf der Erde ist es, die nächste, höhere Stufe seiner Existenz zu erreichen. Wir sehen, dass uns der Egoismus in eine Sackgasse geführt hat.

Wie kann man die nächste Stufe erreichen? Das lehrt uns die Kabbala, die besagt, dass wir uns über alle Glaubenssätze, Religionen und Bräuche erheben müssen. Ich denke, dass man in dieser Zeit starke Veränderungen erfahren wird.

Die Menschheit wird von der Notwendigkeit überzeugt werden, die nächste Stufe ihrer Existenz zu verstehen. Es stellt sich die Frage: „Wie ist es für uns einfacher, das zu erreichen: wenn wir viele (Milliarden) oder wenige (Millionen) sind?“

Laut der Kabbala haben wir kein Recht, die Menschheit zu regulieren. Wir dürfen uns nur damit beschäftigen, die höchste Kraft, die uns steuert, zu verstehen, sie zu erkennen und mit ihr in Kontakt zu treten. Diese Kraft wird als „ Natur“ bezeichnet.

Die integrale, globale Natur umfasst nicht nur unsere Welt, sondern auch ihre anderen Formen, die wir nicht kennen. Wir können sie noch nicht begreifen, da wir durch unsere egoistische Weltanschauung und Empfindung sehr eingeschränkt sind. Das gesamte Universum zu verstehen, wird das Ziel der menschlichen Existenz sein.

Dazu brauchen wir viele Menschen, um diese große, schwierige Aufgabe in winzige Teile zu unterteilen, von denen jeder seine eigene kleine Arbeit erledigen kann. Dann müssen alle Teile zusammenfügt werden.

Ich bin also dafür, niemanden zu zerstören und überhaupt nicht darüber nachzudenken, sondern nur darüber, wie man die Menschen dazu bringt, nach der höheren Kraft zu suchen und ihr gleich zu werden, das müssen alle zusammen machen.

Aus dem Gespräch zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einführung“, 24.04.2019

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Nahrung für Gedanken

In der modernen Zeit ist die Nahrung nicht nur eine lebenswichtige Nährstoffquelle für unser Überleben als Organismus geworden, sondern sie hat sich bei uns zu einer Obsession entwickelt. In den letzten fünfzig Jahren haben wir begonnen, unzählige industrialisierte, verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren, und gleichzeitig hat ein neuer Trend der sogenannten „gesunden Ernährung“ die Verbraucher im Sturm erobert. Es gibt viele Lebensmittel, die nur zu dem Zweck produziert werden, das Bankkonto von irgendjemandem zu füllen, und infolgedessen die Krankenhäuser mit Patienten zu füllen. [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Unsicherheit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Heutzutage sind alle vier Generationen – Großeltern, Eltern, Kinder und Enkelkinder – gleichermaßen verunsichert. In früheren Generationen war das Leben einfach, während wir heute das Gefühl haben, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist – die Welt unberechenbar ist und wir wissen nicht, was wir unseren Kindern bieten können. Die Evolution hat unsere Kraft der Entwicklung – das Verlangen zu genießen, unseren Antrieb, unseren Treibstoff – verbraucht.

Die Welt befindet sich in einer Sackgasse. Es herrscht ein Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung. Zum ersten Mal in der Geschichte mangelt es der Jugend an einem guten Beispiel, dem sie folgen kann, und das bringt uns zu der großen Frage, was Glück überhaupt ist. Ohne eine Methode, die uns leitet, werden wir in der heutigen Zeit nicht mehr in der Lage sein, im Leben zurechtzukommen oder zu überleben. Jeder muss zu einem Verständnis für den inneren Zustand der Welt kommen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1297 – Eine Ära der Richtungslosigkeit und Ungewissheit“, 

IMF: Covid-Narben treffen die Schwächsten am härtesten

Auf der Startseite seiner Website schreibt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass er „eine Organisation von 190 Ländern ist, die daran arbeitet, die globale währungspolitische Zusammenarbeit zu fördern, die finanzielle Stabilität zu sichern, den internationalen Handel zu erleichtern, eine hohe Beschäftigung und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern und die Armut in der Welt zu verringern.“ In einem kürzlich vom IWF veröffentlichten Bericht mit dem Titel „After-Effects of the Covid-19 Pandemic“ kommt die Organisation zu dem Schluss, dass „das Ausmaß der zu erwartenden Narbenbildung je nach Struktur der Volkswirtschaften von Land zu Land variiert… Es wird erwartet, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer mehr Narben erleiden werden als die fortgeschrittenen Volkswirtschaften.“ Wie immer kommen die Reichen und Mächtigen wie üblich ungeschoren davon, und die ausgebeuteten Schwachen tragen die Hauptlast. [Rest des Beitrags lesen →]

Was wir von den Walen lernen können (oder auch nicht)

Vor vielen Jahren, als ich Student an der Medizinischen Akademie in Leningrad (dem heutigen St. Petersburg) war, wurde ein spezielles Projekt der Akademie im Schwarzen Meer durchgeführt. Es ging darum, mit Delphinen zu kommunizieren und zu versuchen, ihre Sprache zu lernen. Aus dem Projekt wurde nicht viel, und man hat aus dieser Lektion gelernt.

Vor ein paar Tagen erzählte mir ein Student, dass in Israel ein Versuchsprojekt läuft, um die Sprache der Wale mit Hilfe von Hightech-Geräten, Sprachwissenschaft und künstlicher Intelligenz zu lernen. Er fragte mich, was ich darüber denke. Ich erzählte ihm von dem Experiment in Leningrad und kam zu dem Schluss, dass auch das nicht viel bringen würde. [Rest des Beitrags lesen →]

Worin besteht die Veränderung der menschlichen Natur?

Frage: Versteht ein Wissenschaftler was die Veränderung der menschlichen Natur ist, ohne selbst die Erfahrung zu machen?

Antwort: Natürlich. Es ist sehr einfach zu verstehen.

Es gibt in der Natur Egoismus und eine Kraft, die Egoismus in das Gegenteil – in Altruismus verwandeln kann. Wir müssen nur wissen, wie wir diese Kraft zu unserer Korrektur heranziehen können. Dies wird durch die Arbeit in kleinen Gruppen, indem wir uns in Bezug auf Andere annullieren erreicht- auf spielerische Art und Weise.

Können wir, die Egoisten uns selbst annullieren? – Ja, das können wir. Wir ziehen mit dieser Anstrengung die positive Kraft der Natur an.

Die Natur besteht aus zwei Kräften: positiv und negativ, plus und minus. Heute werden wir nur von der negativen Kraft gesteuert. Wir können die positive Kraft durch unsere Anstrengungen anziehen. Und dann, zwischen diesen beiden Kräften existierend und die Natur ausgleichend, werden wir beginnen, sie zu verstehen und sie selbst zu regieren.

Aus einem Vortrag zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einleitung“, 24.04.2019

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