Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lasst uns an diesem Rosch Haschana aufrichtig sein

Laut dem hebräischen Kalender beginnt heute das neue Jahr und wir wünschen uns gegenseitig ein “Frohes Neues Jahr”. Ich hoffe, dass dieses Jahr der Schwerpunkt auf “neues” und nicht auf “frohes” liegt. Ich persönlich bin nicht gegen Glück, aber wenn wir ehrlich sind, wird das ein hartes Jahr. Und nur durch Aufrichtigkeit können wir die uns bevorstehenden Schwierigkeiten mildern. Es ist offensichtlich, dass wir alle uns nicht nur gegenseitig ausbeuten, sondern die gesamte Menschheit. Doch wie sehr sich unser schlechtes Verhalten auf all unsere Lebensbereiche auswirkt ist uns nicht klar.
 
Die negativen Auswirkungen unserer Selbstsucht, unseres rücksichtslosen Wettstreits, der Bevormundung und Überheblichkeit haben viele Facetten. Wir brauchen nicht auf alle einzugehen. Sogar oberflächlich betrachtet ist klar, dass uns ein übermäßiger Konkurrenzdruck mit den “Großen” mitzuhalten und mehr als nötig zu konsumieren zu einer schnelleren Ausbeutung der Ressourcen der Erde führt. Trotz der Vergeltungsschläge der Erde, wie durch Covid, Waldbrände, Tornados oder Überschwemmungen, versuchen wir unsere ausbeuterische Lebensweise mit Gewalt aufrechtzuerhalten.
 
Unser Hauptopfer sind nicht die Tiere oder die Erde. Es sind die anderen Menschen. Auch die Umweltkatastrophen sind nichts im Vergleich zu dem Schmerz, den wir uns gegenseitig zufügen. Und es gibt noch genug Hass in unserer Gesellschaft, um die Flut der Katastrophen zu vergrößern.
Ich möchte niemanden deprimieren, ganz im Gegenteil. Wir sollen nur unsere Aufmerksamkeit auf den wahren Grund unserer Probleme richten: denn Hass in der Gesellschaft. Wenn wir uns auf diesen Punkt konzentrieren und daran arbeiten die Stimmung von Hass und Misstrauen zu verändern, dann wird das Vorhergesagte nicht eintreffen, oder nur in abgeschwächter Form. Wenn wir uns gegenseitig nur Gutes wünschen, können wir Covid von einer tödlichen Krankheit in eine milde verwandeln, sogar bis zur Symptomfreiheit. Das allein genügt um die Entwicklung des nächstes Jahres zu beeinflussen.
Wir können Seite an Seite am Aufbau einer solidarischen und fürsorglichen Gesellschaft arbeiten, statt einer wettbewerbsorientierten und kalten. Und kein Zeitpunkt ist besser als der Beginn eines neuen Jahres. 
 
Deshalb möchte ich allen Menschen wünschen, dass das kommende Jahr ein Jahr der Aufrichtigkeit wird, ein Jahr der Anerkennung unserer Fähigkeiten und Unfähigkeiten, unserer Fehler und unserer Entscheidungen, ein Jahr, in dem wir uns dafür entscheiden, einander Gutes zu tun. Dann, und nur dann, werden wir ein glückliches Jahr haben, und das wird sicherlich etwas Neues sein.

Gesetze die wir offenbaren müssen

Frage: In den letzten Jahrhunderten haben wir über 200 physikalische Gesetze aufgedeckt. Darüber hinaus gibt es soziale Gesetze, die wir selbst erfunden haben: Ethik, staatliche und sogar religiöse Gesetze und Traditionen.

Kann man davon ausgehen, dass die Ursachen aller unserer Krisen und Leiden darin besteht, dass wir diese Gesetze künstlich erfunden haben?

Antwort: Ja, ich stimme dem absolut zu.

Frage: Was bedeutet es, den Gesetzen der Natur zu folgen?

Antwort: Leider folgen wir nicht den Gesetzen der Natur, sondern unserem Egoismus, der uns gegen die Natur aufbringt und alles tut, um sie zu zerstören.

Frage: Müssen wir also noch soziale Gesetze offenbaren?

Antwort:  Natürlich. Dies sind die Gesetze einer integralen Gesellschaft, in der wir ein und dasselbe sind wie die gesamte Natur.

Wir trennen uns nicht von der Natur und teilen sie nicht in unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich auf. Wir betrachten sie als ein einheitliches, globales System, das in sich selbst existiert und sich in der absoluten Verbindung aller seiner Teile entwickelt. Das Wichtigste ist, dass das Grundgesetz dieser Natur die Liebe ist.

Lieben bedeutet, auf alles und jeden Rücksicht zu nehmen, eine gute Einstellung zu allen zu haben, zu verstehen, wie gut alles, was meinen nächsten Zustand bestimmt, für alle anderen sein wird.

Ich betrachte die Natur als integrales System und kümmere mich nur darum, dass sie im besten Zustand ist.

Aus dem TV-Programm „Die Aera des Postcoronavirus“, 07.05.2020

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Der Weg zur höchsten Stufe

Frage: Wenn ich ein Sklave der Gefühle bin und mich in der Macht der mir auferlegten Wünsche befinde, – wie kann mir die Kabbala helfen, meine Wahrnehmung zu verändern, wenn sie eine direkte Folge meiner Wünsche und Gefühle ist?

Antwort: Alle Wünsche und Gefühle deiner grundlegenden Eigenschaften werden von der Stufe bestimmt, auf der du dich befindest. Jetzt sind sie egoistisch.

Wenn du die Kabbala, um das so genannte höhere Licht anzuziehen, ernsthaft zu studieren beginnst, dann wird sie dich allmählich verändern. Demnach wirst du dir in deinen neuen Eigenschaften eine andere Welt vorstellen.

Die Welt die uns am nächsten ist, ist jene in der du das Gefühl bekommst, dass sich alles in einem Zustand absoluter Einheit, Integrität und vollständiger Verbindung befindet. Du wirst es nicht im Verständnis jedes einzelnen Objekts wahrnehmen, sondern auf der niedrigsten Stufe.

Das heißt, du wirst das Licht von Nefesh der Welt Assija begreifen – die erste von 125 Stufen. Es wird dir eine Vorstellung vermittelt, dass es etwas gibt, das sich über dem befindet was du heute erlebst.

Frage: Durch meine Sinnesorgane nehme ich die materielle Welt wahr. Wenn wir uns mit anderen Menschen verbinden, werden wir qualitativ ein neues Gefühl haben – die Höhere Welt. Wird das der Schöpfer genannt?

Antwort: Dies ist die nächste Stufe. Du kannst es „Schöpfer“ nennen, denn diese Stufe ist höher als deine. Man geht darauf zu und wird wie Er.

Wir nennen die Stufe, die höher ist als wir, den Schöpfer – sie enthüllt sich sofort und wird noch höher.

Aus dem Unterricht, 26.08.2018.

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Wir kämpfen alle gegen den selben Feind

Es wird immer offensichtlicher, dass wir alle den selben Feind bekämpfen. Dieser Feind sagt, dass die eine Gruppierung böse ist und die andere unmenschlich. Er trennt uns und lässt einen Teil glauben, dass es kein Coronavirus gibt und die Maske unnötig ist, während die anderen das egoistisch und unverantwortlich finden, da sie das Leben anderer gefährden. Und uns allen macht er weiß: “Ich bin dein Freund, ich bin auf deiner Seite”.

Das stimmt aber nicht. Er richtet sich gegen uns alle als Gesellschaft und jeden von uns als Individuum. Er kümmert sich nur um sich selbst und will nichts anderes als uns zu versklaven. Dieser Feind ist unser Ego und er beherrscht die Methode des “trenne und herrsche” sehr gut. 

Das Ego lässt uns die gegenseitige Abhängigkeit nicht erkennen und wir glauben, dass die andere Seite nicht existieren sollte. Aber ohne einander, ohne unsere Gegensätze, würden wir selbst nicht existieren. Wir sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn man versucht eine Seite zu entfernen, bleibt nichts übrig.

Auf allen Ebenen der Realität gibt es kein einziges System, dass nicht von seinem Gegenstück abhängt. Genauso ist es bei uns Menschen. Ohne Tod wären wir nicht fähig an das Leben zu denken. Die Dunkelheit brauchen wir, um das Licht wahrzunehmen und Liebe erfahren wir nur, wenn wir den Hass kennen. Wir wären sogar unfähig mitzufühlen, wenn die Grausamkeit nicht existieren würde.

Wir vergleichen uns mit anderen Menschen. Wie können wir sonst unsere eigenen Ansichten, Fähigkeiten, Vorlieben und Abneigungen erkennen? Unsere Welt existiert gerade wegen dieser Gegensätze und macht sie reicher und schöner. Wir lieben die Vielfalt und Widersprüche der Natur. Warum hassen wir sie in unserer Gesellschaft? Ihr Genuss und Wertschätzung ist uns zuwider. Schließlich findet unser Ego, dass nur wir wichtig sind, sonst niemand. 

Das Ego lässt uns Gegensätze negativ bewerten. Das bringt Zerstörung unserer Welt. Es ist jetzt Zeit uns zu verbinden, um es zu entthronen, bevor es uns alle dazu bringt, uns gegenseitig zu töten. Wenn wir nicht aufpassen, wird es uns in einen Krieg führen, den nur das Ego gewinnen wird.

New Life 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht

New Life 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Menschheit muss die gesamte Natur wie eine weise, gutherzige Mutter steuern. Entsprechend unserem Potenzial sind wir die höchsten Geschöpfe, allerdings sind alle schlechten Phänomene, die wir heute in der Welt sehen, ein Ergebnis des menschlichen Egos. Jedes Phänomen in der Natur, ob gut oder schlecht, ist das Ergebnis der Gedanken und Einstellungen der Menschen. Das Böse drückt sich dann aus, wenn wir mehr für uns nehmen, als wir brauchen, um alle zu beherrschen. Wenn wir gelernt hätten, gut mit anderen Menschen umzugehen, wären auch die unbewegten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur ausgeglichen. 

Die Menschen müssen verstehen, dass die Natur global und integral ist und dass sie die Macht haben, alles zu korrigieren. Gleichgewicht bedeutet, der Natur nur das zu entnehmen, was unser Körper zum Leben braucht, und sich der spirituellen Entwicklung zuzuwenden. Spirituelles Leben bedeutet zu lernen, wie man sich mit Liebe und gegenseitiger Fürsorge verbindet, bis wir alle wie ein Mensch mit einem Herzen sein werden. Dies wird uns zu einem Bewusstsein eines ewigen und vollkommenen Lebens auf der Stufe einer globalen, unendlichen und göttlichen Natur führen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1243 – Der Platz der Menschheit im ökologischen Gleichgewicht“, 20.05.2020

New Life 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus

New Life 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Die Menschheit ist der einzige Faktor in der Natur, der auf der Erdoberfläche Schaden anrichtet. Wir leben nicht entsprechend der Vorsehung der Natur, weil unser Egoismus ständig auf Kosten anderer wächst. In unserer gesamten Kultur dreht sich alles um Überfluss; alles zu verschlingen, der Größte, der Stärkste zu sein, zu wachsen, zu erobern und zu genießen, aber das macht uns nicht glücklich. Zerstörerische Beziehungen zwischen Menschen wirken sich zerstörerisch auf die Natur aus. Die Menschheit muss sich in Bezug auf das natürliche System richtig positionieren. Unsere gesamte gute Zukunft hängt von unserem Einklang mit der Natur ab. Wenn wir mit der Natur in einem integralen Verhältnis stünden, würde nicht einer von uns den anderen zerstören.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1242 – Die ökologischen Auswirkungen des Coronavirus“, 20.05.2020

New Life 1241 – Globale Gemeinschaft

New Life 1241 – Globale Gemeinschaft

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Der Einzelne soll von der Gemeinschaft ein Gefühl von Sicherheit bekommen, das mit Geld nicht gekauft werden kann. Geld wird einem Menschen nicht helfen, sich vor schädlichen Erregern wie dem Coronavirus zu schützen, wohl aber das Gemeinschaftsleben. Das Coronavirus zeigt uns, dass unsere egoistischen Beziehungen im Gegensatz zur Ganzheitlichkeit der Natur stehen. Wenn die gesamte Menschheit nicht zu einer Gemeinschaft wird, werden wir das 21. Jahrhundert nicht überleben. Aus Perspektive unserer egoistischen menschlichen Natur will jeder von uns König der Welt sein. Deshalb müssen wir die Menschen dazu erziehen, in einer Gemeinschaft zu leben. Wir sind Teil einer globalen Natur. Wir werden lernen, uns untereinander und mit der Natur ganzheitlich zu verbinden, und dann wird alles gut werden.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1241 – Globale Gemeinschaft“, 18.05.2020

Licht am Ende des Tunnels

Der Wille der Menschen, den Angriff des Coronavirus zu dominieren und zu einem normalen Leben zurückzukehren, steht im Gegensatz zum Anstieg der rekordverdächtigen Infektionsraten rund um den Globus. Die Menschen sind vom ständigen Gedanken an die Pandemie erschöpft, doch sie lässt nicht los, verbreitet sich weiter und fordert Opfer. Doch wenn wir erkennen, dass die Lösung in unseren eigenen Händen liegt, werden wir den Durchhaltewille dafür erhalten und die Krise meistern.

„Zum ersten Mal in der Geschichte konzentriert sich fast jeder Wissenschaftler der Welt auf dasselbe Problem… das beginnt sich nun wirklich auszuzahlen“, sagen Wissenschaftler aus Harvard. Damit erkennen sie die Bedeutung von Zusammenarbeit zur Milderung der Auswirkungen der Pandemie in allen Bereiche unseres Lebens – in Wirtschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur – in der neue Ära, in die wir eingetreten sind. 

Millionen von Menschen weltweit stehen durch die vielen verschiedenen Voraussagen, was uns in der Zukunft erwartet unter Anspannung. Wie wird sich der kommende Winter auf die COVID-Fälle auswirken? Wie viele Menschen werden von Arbeitslosigkeit betroffen sein? Unzählige Fragen. Diese Unsicherheit beeinflusst unser kollektives Bewusstsein und bereitet es auf eine starke Veränderung vor. Eine Art Perspektivenwechsel – von einer eingeschränkten, egoistischen hin zu einer umfassenden, offenen Ausrichtung. Dies wird uns helfen eine Lösung für die Krise an der tiefsten Wurzel des Problems zu finden. Der Lösungsansatz besteht darin, anstatt die Krise nur aus einer wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Perspektive anzugehen, sie als gemeinsame Herausforderung zu sehen, unsere nicht-funktionierenden zwischenmenschlichen Beziehungen neu aufzubauen. [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus

Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Wir haben die Welt, die wir kannten, verloren und treten in ein kreisförmig aufgebautes System ein, in dem jeder mit jedem verbunden ist. Die Coronavirus Krise entsteht aufgrund unserer egoistischen Haltungen zueinander. Wir haben einen Mangel an Rücksicht gegenüber anderen und gegenüber der Natur. Unsere Beziehungen und Gedanken übereinander beeinflussen das gesamte System der Natur. Positives Denken und Hobbys können helfen, aber wir dürfen die negativen Phänomene nicht ignorieren, da wir diejenigen sind, die sie verursacht haben. Wir brauchen eine bewusste Geisteshaltung, um ein Gleichgewicht in unserem Leben zu erreichen. Gute Beziehungen zwischen uns erzeugen mentale Stärke und Heilung für alle.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1240 – Mentale Stärke in der Ära des Coronavirus“, 18.05.2020

Wir gebären uns selbst in einer neuen Welt

Wir leben heute in einer Welt, die sich direkt vor unseren Augen verändert. Unser ganzes Leben lässt sich in zwei Phasen einteilen: vor und nach dem Coronavirus.

Das Leben verlief nach einer etablierten Routine und plötzlich hat das Virus eine dramatische Veränderung bewirkt und die gesamte Menschheit in einen neuen Zustand versetzt, der immer noch als globale Krise empfunden wird.

Die Krise weitet sich aus und verschärft sich und es ist noch unklar, wohin sie führen wird, aber eines ist klar: Sie führt uns in eine neue Welt, die wir noch nicht kennen. Diese Krise ist wie eine Geburt. Das Wort „Krise“ (Mashber) stammt vom Namen des Steins auf dem Frauen in der Antike Kinder zur Welt brachten. Die Krise ist der Ort einer neuen Geburt, der gegenwärtige Zustand, den wir Krise nennen, ist die Geburt einer neuen Welt.

In der Menschheitsgeschichte hat es viele verschiedene Krisen gegeben, aber bisher hat keine von ihnen die Welt so dramatisch verändert. Es hat nur einige Veränderungen in der Form der menschlichen Gesellschaft gegeben. Die heutige Krise ist die erste wirkliche Krise, auch wenn sie bisher nicht sehr ernst erscheint, denn es handelt sich weder um einen Krieg, noch um einen Meteoriten, oder um eine Massenvernichtung.

Und doch können wir von einer Krise sprechen, gerade weil vor unseren Augen eine neue Welt geboren wird. Bald werden wir sehen, wie sich die menschliche Gesellschaft, wir selbst, unsere Familien und unsere Haltung gegenüber der Welt verändert haben. Die innere Welt des Menschen, seine Wahrnehmung zur Realität werden sich verändern, so dass wir eine neue Welt sehen werden.

Wir sehen sie noch nicht. Es ist wie bei einem Baby, das im Bauch der Mutter ist und die Welt noch nicht sieht, auch noch nicht direkt nach der Geburt. Es entwickelt sich sein Gehör und sein Sehvermögen, es wird reagieren, wenn es wächst und die Welt kennen lernt.

Auf die gleiche Weise müssen wir Erwachsenen geboren werden, unsere Wahrnehmung und Sichtweisen ändern, um die neue Welt zu sehen. Das wird bald geschehen.

Die Geburtswehen sind ein riesiger, unvergleichlicher Schmerz, das Gefühl, dass der ganze Körper zu explodieren droht. Einerseits handelt es sich um einen sehr ernsten, kritischen Zustand mit Lebensgefahr, andererseits sehen wir, dass es keine Wahl gibt: Die Natur zwingt uns, sie zu durchlaufen.

Die Geburt eines Kindes beruht auf dem natürlichen, angeborenen Wunsch einer Frau, Kinder zu bekommen. Darüber hinaus gibt es eine öffentliche Meinung, die eine Frau motiviert, ein und mehrere Kinder zu bekommen. Die Natur gibt einer Frau viel Kraft, um die Geburtswehen zu ertragen, es ist ein schwieriger und gefährlicher Zustand.

Die gesamte Menschheit befindet sich mit dem Coronavirus in der Krise – sowohl Männer als auch Frauen. Die Frau macht dem Mann immer Vorwürfe, da er die Qualen der Geburt nicht kennt. Jetzt können die Frauen zufrieden sein: Männer werden echte, schwere Wehen durchmachen. Sie werden das Gefühl haben, dass die Krise sie erwürgt und sie daran hindert, sich ihr zu stellen: Man ist von innen heraus zerrissen und kann nichts tun.

Wir werden dann mithilfe von Gebet und Verbindung zur Geburt kommen können. Das wird eine sehr schwierige und besondere Geburt werden, denn wir bringen uns selbst in einer neuen Welt zur Welt: Wir überschreiten die Grenze der spirituellen Welt und werden in einer neuen Form geboren.

Aus der TV-Sendung „Frauen in der neuen Welt, “09.07.2020

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