Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Erziehung'

Wie besiege ich meinen wichtigsten Feind?

„Mach mich stark, nicht um mich über meinen Bruder zu erheben, sondern um meinen größten Feind zu besiegen, mich selbst.“ (Indianerweisheit)

Das alles ist wahr. Die Indianer sind Menschen, die in der Ideologie der Natur erzogen wurden.

Ich habe echte Indianer kennengelernt, die in den Bergen leben. Sie fühlen sich mit der Natur verwandt, als ein Teil der Natur und jeder als Teil des anderen. Sie haben nicht diesen übermäßigen Egoismus, wie es ihn bei Europäern, und besonders bei uns, gibt. Einer hat etwas, und er bietet es den anderen an, ohne Gedanken. Es ist einfach so, denn es gibt ein „wir“. Sie haben dieses „wir“.

Frage: Sagen Sie mir bitte, brauchen wir noch Jahrzehnte, Jahrhunderte, um zu einer Umkehr in diesem Sinne zu kommen?

Antwort: Jahrtausende, denke ich.😏

Frage: Aber im Prinzip, wenn wir zu dieser Idee kommen, werden wir eine Art Revolution erreichen? 

Antwort: Wir machen eine Evolution in uns selbst, wenn wir von den Gedanken „über mich“ wegkommen und zu den Gedanken „über uns“ gelangen. Ersetze einfach weltweit „Ich“ durch „Wir“ und das war’s. 

Damit verändern Sie alles. Alles! Das Gefühl, die Wahrnehmung der Welt.

Aus der Fernsehsendung „Neues mit Dr. Michael Laitman“, 

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Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls in der Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Bindungen in der Familie schwinden, weil das Ego ständig wächst und von niemandem abhängig sein will. Dies ist ein natürlicher Prozess. Die Menschen fühlen sich nicht mehr ihren Geschwistern oder Eltern gegenüber verpflichtet.

Dennoch können wir lernen, eine warme menschliche Verbindung in der Familie zu entwickeln, wenn wir unsere Kinder über das Ego aufklären und ihnen zeigen, wie man mit Ablehnung und Neid richtig umgeht. Wir müssen ihnen zeigen, was ihnen die Verbindungen mit den anderen bringt, indem wir zum Beispiel jeden Tag einem anderen Geschwisterkind bei jeder sich bietenden Gelegenheit helfen.

Wir können positiven Wettbewerb erlernen, indem wir einander darin messen, wer sich am besten über seinen eigenen Egoismus erheben kann, um den anderen Familienmitgliedern näher zu kommen und Liebe in ihnen zu wecken. Wenn wir uns gemeinsam über das Ego erheben, sollte in der Familie ein Gefühl für gegenseitigen Unterstützung, Verständigung, Verantwortung und Zusammengehörigkeit auf einer neuen Ebene entstehen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Gefühls der Nähe in der Familie“, 27.06.2021

Wenn unsere erwachsenen Kinder das Haus verlassen

Von dem Moment an, in dem unsere Kinder geboren werden, investieren wir alles in sie, was wir können. Wir wissen, es kommt der Tag, an dem sie ihr eigenes Leben selbständig führen werden. Dieser Übergang kann für Familien eine schwierige Aufgabe sein. Wie kann man also die Beziehungen zu erwachsenen Kindern, die das Haus verlassen haben, am besten aufrechterhalten? Welche Vorbereitungen sollten für diese Phase getroffen werden?

Es lohnt sich, von Kindesbeinen an die Gewohnheit zu pflegen, dass kein Tag vergeht, an dem sie sich nicht bei uns melden. Es spielt keine Rolle, wo sie sind und was sie gerade tun. Sie rufen uns mindestens einmal am Tag an, um sich über das Wohlergehen aller zu informieren. 

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Werden wir die ganze Welt durch Gewalt zerstören?


Bemerkung: Oleg schreibt: „Nachdem ich Ihren Clip über den Umgang mit dem Bösen gesehen habe, weiß ich nicht mehr, was ich denken soll. Was bedeutet es, das Böse nicht zu zerstören? Könnten Sie in diesem Fall die Worte eines uns bekannten Liedes kommentieren: „Wir werden die ganze Welt der Gewalt bis auf die Grundmauern zerstören und dann werden wir unsere neue Welt aufbauen.  Wer ein nichts war, wird alles werden“.

Antwort: Das ist falsch. Man darf nichts zerstören, man muss etwas hinzufügen, auf der Vergangenheit aufbauen – „alle Vergehen werden durch die Liebe überdeckt“. Bei allen Problemen, muss die Hässlichkeit der vergangenen Welt durch eine gute Einstellung und Liebe überdeckt werden. Wenn wir hingegen zerstören, machen wir es doppelt so schlimm. Das ist es was wir haben.

Frage: Wie wird das gemacht? Wie überdeckt man es mit Liebe?

Antwort: Wir dürfen das Böse auf keinen Fall berühren! Versuchen Sie es weder zu verstärken noch zu reduzieren. Wir sollten ausschließlich das Gute darüber bauen. Wir verbinden uns miteinander durch das Gute. Das Böse existiert, um uns anzutreiben. Das heißt, wir werden plötzlich feststellen, dass das Böse uns dazu zwingt, Gutes zu tun.

Frage: Bleibt also die „Welt der Gewalt“? [Rest des Beitrags lesen →]

Die Zukunft liegt in der globalen Verbindung


Frage: Sollten die Menschen bereit sein, sich jedem Problem zu stellen und zu sehen, welche Lösung es gibt?

Antwort: Ein Mensch sollte nicht vor einem Problem davonlaufen, er sollte es prüfen und versuchen es mit allen Mitteln zu lösen.

Wenn alle Menschen etwas lösen wollen, dann werden sie es auch können. Allgemein wird ein Problem nur durch die richtige Verbindung gelöst. So wird aus sich heraus eine Lösung für jedes Problem gefunden.

Wir müssen allmählich dazu übergehen, uns dazu erziehen, wie wir miteinander umgehen, was wir erreichen und in Zukunft die richtige Verbindung miteinander finden wollen. Es gibt nur eine Zukunft – die in einer globalen Verbundenheit. Darin werden wir alles für jeden bereitstellen können, und jeder wird glücklich sein. Die Anpassung muss in den Gedanken, Gefühlen, Erziehung, Wahrnehmungen und Berechnungen vollzogen werden.

Aus dem Fernsehprogramm Kabbala Express, 12.01.2021

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Das Wesen der menschlichen Natur


Frage: Die Menschen haben ihr ganzes Leben lang für die Freiheit gekämpft. In der Erklärung der Menschenrechte steht: „Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet. Sind Sie mit dieser Aussage einverstanden?

Antwort: Insofern es die Grenzen der Natur nicht überschreitet.

Das Problem ist, dass der Slogan „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ von den Menschen auf der Grundlage dessen verkündet wird, was sie durch ihre Erziehung verstehen und was sich vor ihren Augen abspielt. Die Kabbala spricht hingegen von den Naturgesetzen. Das ist viel breitgefächerter und klingt wahrscheinlich anders.

Vom Standpunkt der Natur aus kann der Mensch nicht frei sein, da er in seinem Egoismus feststeckt. Wie kommen wir da wieder raus – darin liegt das Problem. Ich bin von Natur aus so, er ist anders: gut, böse, nervös, eifersüchtig, etc. Wir haben eine Vielzahl von schlechten und guten Eigenschaften. Was sollen wir also tun?

Frage: Im Allgemeinen ist es eine philosophische Frage: Ist die menschliche Natur böse oder gut?

Antwort: Sie ist absolut böse, da ich nur an meinen eigenen Vorteil denke. Vielleicht wünsche ich jemand anderem nichts Schlechtes, aber wenn es für mich von Vorteil ist, dann werde ich ihm/ihr Böses zufügen. Es gibt hier eine „graue Zone“.

Aus Sicht der Kabbala ist ein Mensch, der in dieser Welt existiert, böse! So steht es auch in der Tora, die Natur des Menschen ist ein egoistisches Verlangen, um auf Kosten anderer zu genießen. So sind wir geschaffen! Während Tiere durch ihren Instinkt auf Nahrung, Gesundheit und Fortpflanzung beschränkt sind, will der Mensch die ganze Welt verschlingen, deshalb haben wir keine Handlungsfreiheit. Wir werden vom Bösen beherrscht. Ob es uns gefällt oder nicht, benützen wir andere, da wir so geboren wurden. Hier kommen natürlich die Erziehung, restriktive Gesetze, die Meinung der Gesellschaft hinzu, aber im Allgemeinen ist der Mensch selbst böse.

Die Tora sagt, dass das Böse des Menschen aus seinem Wesen entspringt. Noch bevor er geboren wird, steckt das Böse bereits in ihm.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“,29.04.2019

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Neues Leben 497 – Träume und Kontrolle des Schicksals

Neues Leben 497 – Träume und Kontrolle des Schicksals
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Kabbalisten kontrollieren das Schicksal, da sie sich zum Wohl der Menschheit korrigieren. Sie transzendieren das Programm der Natur und ihren eigenen Egoismus, indem sie einen Masach (Schirm) bauen und sich in die Höhe erheben, woher die Kräfte kommen. Kabbalisten bringen die Menschheit zur Vollendung. Die Patriarchen Jakob und Josef wussten, wie man die Mittellinie festhält, die Kräfte des Guten und des Bösen integriert und das Schicksal kontrolliert. Dies wird „den Traum für uns deuten“ genannt.

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us KabTVs „New Life 497 – Träume und Kontrolle des Schicksals“ vom 11.01.15

Neues Leben 474 – Trennung zwischen den Menschen und ihren Führern

Neues Leben 474 – Die Trennung zwischen dem Volk und seinen Führern
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Heute wird die Regierungsarbeit für Geld gekauft. Es gibt keine Beziehung zwischen den Regierenden und der Öffentlichkeit, sondern nur zwischen der Öffentlichkeit und den Medien. Die Medien machen ihren Job nicht, um die Menschen auf eine positive Art und Weise zu verbinden.

In der Tierwelt gibt es einen König, einen Leittier und ein Rudel. Das war auch zu Beginn der menschlichen Geschichte so. Früher wurde jeder vom König regiert, aber die Idee der Monarchie ging allmählich zurück, und dann wurden die Weisen die Vertreter der Höheren Macht. Jetzt glauben die Menschen nicht mehr, dass es Vertreter der Höheren Kraft in dieser Welt gibt. Was wir brauchen, ist ein tiefer, umfassender Prozess der sozialen Erziehung, der uns alle dazu bringt, Verbindung und Einheit zu schätzen.

Wenn wir uns auf Verbindung und Einheit ausrichten, werden wir in der Lage sein, die richtige Person zu wählen, die uns in diese Richtung führt. Wir werden eine Gruppe von Führern wählen, die aus den Menschen hervorgehen werden, die sich an das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ halten, weise Menschen, die die Nation Israel in Richtung der Erfüllung ihrer Bestimmung führen werden.

Aus KabTV’s  New Life 474 – Trennung zwischen dem Volk und seinen Regierenden“, 16.12.14

Neues Leben 468 – Mangel an staatlicher Stabilität

Neues Leben 468 – Fehlende Regierungsstabilität
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wir haben den Punkt in der menschlichen Entwicklung erreicht, an dem Israel den Plan der Natur für uns verstehen muss, um sich vollständig in ihr integrales System einzufügen. In der Vergangenheit war ein König das Staatsoberhaupt und was er sagte, war heilig.

Die Natur hat uns in einen Zustand gebracht, in dem jeder das Gefühl hat, dass er ein König ist, dass er etwas Besonderes ist, dass er versteht und dass er entscheidet. Wir müssen nun lernen, unseren freien Willen gemäß dem Attribut „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, der absoluten Hingabe, umzusetzen. Wir sind alle voneinander abhängig, wie Organe im gleichen Körper. Wir haben keine Wahl. Wir müssen lernen, wie wir uns verbinden können.

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Aus KabTVs „New Life 468 – Fehlende Regierungsstabilität“, 12/9/14

Neues Leben 467 – Vertrauen in die gewählten Führer

Neues Leben 467 – Vertrauen in die gewählten Amtsträger
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wir misstrauen den gewählten Führern, weil sie große Pläne präsentieren und scheitern. Es hat keinen Sinn, ihnen die Schuld zu geben oder sie zu missachten, denn das Problem ist, dass die Öffentlichkeit den Plan der Natur für die Menschheit nicht kennt oder versteht. Um mit den Regeln der Natur im Einklang zu sein, müssen wir auf der sozialen Ebene arbeiten und die Menschen über Gleichheit und Gegenseitigkeit aufklären. Dies ist in Israel wirklich kritisch, da wir nach dem Plan der Natur ein Beispiel für die ganze Welt geben müssen.

Die Weisheit der Kabbala lehrt, dass ganz Israel hier und jetzt das Leben im Garten Eden (Paradies) erschaffen kann, wenn wir uns an das Prinzip halten: „Liebe deinen Freund wie dich selbst.“

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Aus KabTV’s „New Life 467 – Vertrauen in die Gewählten“, 12/9/14