Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'das Geben'

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 10

Wer ist korrigierter: Mann oder Frau?

Frage: Kann man sagen, dass eine Frau in der Regel spirituell korrigierter ist als ein Mann?

Antwort: Ja, teilweise. Andererseits bekommt ein Mann aber dementsprechend mehr Möglichkeiten als eine Frau, sich selbst zu korrigieren. Man kann also nicht sagen, dass spezifisch ein Mann mehr Bedingungen und Möglichkeiten hat als eine Frau.

Frauen haben einen viel ausgewogeneren Egoismus und viel weniger Zustände. Bei Männern ist es genau umgekehrt.  Bei Männern und Frauen gibt es im übrigen einen riesigen Unterschied – eine Reihe von egoistischen Zuständen.

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“, 08.03.2020

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 9

Wie bewirkt das Schicksal, dass zwei Menschen heiraten?

Frage: Wer ist im Spirituellen die richtige Frau für einen bestimmten Mann und umgekehrt der richtige Mann für eine bestimmte Frau? Wie erkennen sie sich gegenseitig? Gibt es irgendwelche Strukturen im Familien- und im spirituellen Leben?

Antwort: Darüber braucht man sich keine Gedanken zu machen. Es gibt bestimmte spirituelle Zustände zwischen Mann und Frau, aber mehr nicht und es ist nicht notwendig, über alle anderen nachzudenken.

Frage: Gibt es dennoch gewisse aktive Interaktionen, die  zwischen den Eheleuten vorgesehen sind?

Antwort: Ja, natürlich. Wir treffen uns nicht einfach nur und heiraten. Wir machen zwar manchmal viele Fehler aller Art, aber wenn wir Kinder bekommen, dann handelt es sich bereits um eine Familie. Und dann relativiert sich  die Bewertung zwischen Mann und Frau unter diesen Voraussetzungen bereits.

Frage: Wenn es keine Zufälle gibt, wie hängt dann die Verbindung von Seelen mit ihrem Korrekturbedarf damit zusammen, wie das Schicksal zwei Menschen in den Bund der Ehe zusammenführt?

Antwort: Offensichtlich lenkt einem das Schicksal mit verbundenen Augen, fischt sich den einen und den anderen aus der Menge heraus und führt sie zusammen. So etwas gibt es nicht!

Das sind alles spirituelle Kräfte, die in Übereinstimmung mit dem Anfangszustand des Zerbrechens der Seele und mit dem Endzustand des Zusammenfügens aller zerbrochenen Teile handeln. Zwischen diesen beiden Zuständen durchlaufen alle Seelen ihre Neuordnung, verbinden, vereinen sich und bringen Kinder zur Welt usw. All dies geschieht allmählich, bis wir zur allgemeinen Korrektur gelangen.

 

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala 08.03.2020

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 8

Frage: Es ist bekannt, dass einer der Gründe für eine Scheidung der Egoismus der Eheleute ist. Im Laufe des Studiums der Kabbala nimmt der Egoismus bei Mann und Frau zu. Wie können sie eine Scheidung mittels des unvermeidbaren Wachstums des Egoismus unter dem Einfluss der Höheren Welt vermeiden?

Antwort: Sie sollten einander  trotz aller Meinungsverschiedenheiten immer gegenseitig helfen.

Die Ehepaare verstehen, dass alles, was zwischen ihnen geschieht, auf ihren Egoismus, der sehr schwer zu bekämpfen ist, zurückzuführen ist. Es ist nicht leicht, so viele Jahre des Zusammenlebens mit Erwachsenen Kindern oder sogar Enkelkindern auszuhalten. Wir müssen uns daher irgendwie darauf einstellen, dass die Ehe auf Lebenszeit besteht. Da gibt es keine weiteren Optionen.

Denn letztlich macht man, wenn man Kinder aus mehreren Ehen hat, diese unglücklich. Sie werden einem das nie verzeihen. Kinder, die man wegen einer anderen Familie verlassen hat, werden immer das Gefühl haben, dass man sie verraten hat. Wir müssen uns darauf einstellen, ein Leben lang bei diesem Kind zu bleiben. Nicht bei der Frau, von der man sich vielleicht gerne trennen würden, sondern bei den Kindern, die man gemeinsam in die Welt gesetzt hat.

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Aus Kab TV´s „Grundlagen der Kabbala“  08.03.2020

Die Gesellschaft der Zukunft – eine verbundene Menschheit

Frage: Wie wird die Gesellschaft der Zukunft sein?

Antwort: Die Gesellschaft der Zukunft ist eine Gesellschaft, in der die Menschen gleichzeitig alle Formen des Lebens fühlen werden. Ein Mensch wird nicht das Gefühl haben, nur in einem unbedeutendem, kleinem Teil des Universums, welches als „unsere Welt“ bezeichnet wird, zu existieren.

Es gibt zahlreiche Stufen. Wir werden sie noch zu Lebzeiten in dieser Welt verstehen, erkennen und fühlen können. Unsere Welt ist ein egoistischer Teil des Universums und alle anderen Teile sind altruistisch. Wir können sie in uns verbinden.

Um die anderen Stufen wahrzunehmen, müssen wir aus unserem Egoismus heraustreten, dann erfahren wir, was das Universum wirklich ist.

Frage: Heute gibt es einen Begriff des “ 5D Denkens“. 3D ist das egoistische Denken und 5D ist die Wahrnehmung dieser Welt als ein Geist einer verbundenen Menschheit. Wonach müssen wir streben, um wie ein Organismus denken zu können?

Antwort: Dafür müsst ihr euch über euren Egoismus erheben, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erlangen. Ihr müsst aus euch herauskommen, aufhören euch als Zentrum wahrzunehmen und dagegen die andere als ein Zentrum, ein Ziel zu empfinden, dem ihr alles geben wollt. Ihr existiert ausschließlich dafür und werdet dann diese 5D-Ebene spüren.

Aus der Sendung „Begegnungen mit der Kabbala, Viktoria Bonja“, 29.03.2020

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Die Willensfreiheit befindet sich im Aufstieg über den Egoismus

Frage: Wenn wir über den freien Willen sprechen ist es klar, dass uns in dieser Welt etwas vorgegeben wird, im Spirituellen ist das nicht so. Das bedeutet, dass der Schöpfer uns führt und wir Ihm zustimmen müssen. Wie unterscheiden wir die Willensfreiheit in Bezug auf das Spirituelle und auf das Materielle?

Antwort: Ich kann es nicht erklären. Unsere Freiheit besteht darin, uns über unseren Egoismus zu erheben, der uns zwingt das zu tun, was er will. Deshalb besteht die Willensfreiheit darin, dass wir uns darüber erheben.

Es gibt in unserer Welt keine Freiheit, denn wir sind unserem Ego völlig unterworfen. Egal ob wir glauben, kurz vor einem Aufstieg zu stehen oder meinen gleich frei zu sein- es gibt so etwas nicht.

Freiheit besteht ausschließlich aus der Erkenntnis, die Eigenschaft des Altruismus zu entwickeln. Wenn wir uns darüber erheben, werden wir sowohl größere Egoisten als auch größere Altruisten werden. Dann entsteht eine Schnittlinie, die sogenannte mittlere Linie. Sie ist ein Zustand der Freiheit, wir gehören dann keiner der beiden Zustände an.

Wir sind frei, sowohl vom Schöpfer, als der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, sowie auch von der eigenen Eigenschaft des Hasses und des Empfangens. Wir begreifen den Zustand der wahren Freiheit dadurch, dass wir zwischen ihnen in der Mittellinie stehen.

Dieser Zustand ist nicht fassbar. Er ist höher als alle Manifestationen von Kräften und Eigenschaften auf jeder Stufe der Welten.

Aus dem Unterricht, 05.01.2020.

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Immer mit mir – Teil 97

Und plötzlich ist er weg!

Erste Zeit bin ich in Schweiß gebadet aufgesprungen, schaute auf die Uhr und dachte, ich hätte verschlafen!… Es ist schon halb zehn, und man musste um neun bei ihm sein!… Und plötzlich merkst du, dass du dich nicht verspätest, dass man nirgendwo hingehen kann.

Du legst dich hin, schließt die Augen, und er steht vor dir, lebendig…

Ja, es war anfangs nicht einfach….. Und wie schwierig es war, ohne ihn im Auto zu fahren, weil wir so viel zusammen gefahren sind… Und nicht zu hören: „Michael, fahre nicht so schnell, sag es dir!“ Er mochte es nicht, wenn ich über 90 km fuhr; „Michael, du musst das Glas abwischen“, er liebte es, dass die Scheiben immer perfekt sauber waren; „Michael, lass uns heute zu Meron fahren….“ Und wir sind nach Meron, zum Grab von RASHBI… Und jetzt, mit wem willst du gehen?!

Aber trotzdem hat es sich im Laufe der Zeit etwas beruhigt. Es liegt daran, dass der zweite Teil des Gehirns auch funktioniert hat, der Hauptteil. Wo ich ihn klar gespürt habe. Das heißt, der Lehrer, Vater, Freund hat mich verlassen… Aber er hat mich auch nicht verlassen! Je mehr Zeit verging, desto näher und näher spürte ich ihn. RABASH hatte nicht eine Minute, wo er überhaupt etwas für sich selbst tat. Alles wurde nur in eine Richtung gebaut: von sich selbst zu den anderen.

Er hat mich mit dieser Bewegung „infiziert“. Ich fühlte, dass er mich nach vorne drängt, ich hatte keinen anderen Ausweg, sondern nur, um zu gehen, genau wie er, ohne vom Weg abzuweichen, ohne sich abzulenken, um wie er zu gehen und alles zu tun, um der Welt zu vermitteln, was er vermitteln wollte. Das, was er in mich investiert hat. Ich fühlte diese Verantwortung, fühlte sie damals und fühle sie auch heute. Alles, was mit mir weiter passiert, alles ist er, RABASH.

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Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 4

Mann und Frau in der Spiritualität

Frage: Kann sich in unserer Welt sowohl das Empfangen als auch das Geben in einer Frau entwickeln? Wird eine Frau, die weiß, wie sie um des Gebens willen empfangen kann, im Einklang sein?

Meine Antwort: Während Männer und Frauen in unserer Welt nach einem äusseren biologischen Merkmal getrennt sind, spielt das in der spirituellen Welt überhaupt keine Rolle.

Dort wird in jedem von uns, egal ob Mann oder Frau, eine Seele aus dem Verlangen zu empfangen und der Absicht zu geben geformt. Folglich können Sie der spirituelle männliche Teil, d.h. der Geber sein, und Ihr Ehemann, Ihr Lebenspartner, kann der weibliche Teil sein. Dann können Sie je nach Ihren Bemühungen und Bedingungen die Rollen tauschen. Dies hat nichts mit dem physiologischen Geschlecht zu tun.

Wenn Sie mit Ihrem Mann spirituell arbeiten wollen, dann sind Sie bereits eine Gruppe. Eine Gruppe besteht aus mindestens zwei Menschen und maximal zehn, aber nicht mehr. In der Gruppe gibt und empfängt jeder.

Deshalb spielt jeder die Rolle des Empfangens als Frau, genannt weiblicher Teil, und die des Gebens, genannt männlicher Teil. Auch das hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. All dies ist also sehr bedingungsabhängig.

In unserer Welt hat der Unterschied zwischen einem Mann und einer Frau eine streng festgelegte Vorstellung nach rein physiologischen Merkmalen. Und in der geistigen Welt kann ich mich in einer Minute von einem Mann in eine Frau und von einer Frau in einen Mann verwandeln. Es hängt alles davon ab, wie sich der Egoismus in mir offenbart und wie sehr ich mich über ihn erheben kann.

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie spirituelle Männer sein mögen und dass Sie in der körperlichen Welt schöne Frauen bleiben.

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Immer mit mir -Teil 96

Er ging und er blieb

Was kam danach…

Die Beerdigung fand am selben Tag, Freitag, statt. In der religiösen Zeitung „Amodia“ erschien eine Meldung:

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„Am 15. September 1991 ausgangs des Rosh Ha-Shana fühlte [RABASH] sich schlecht und wurde sofort ins Krankenhaus „Beylinson“ gebracht. Anhängerschaft und Verehrer beteten für seine Genesung, doch am Freitag, um 7 Uhr morgens, gab er dem Schöpfer seine Seele zurück. Seine Söhne Rabbi Shmuel und Rabbi Yehezkel und sein Vertrauter Michael Laitman standen an seinem Bett.“

RABASH wurde nahe Baal HaSulam[1] (70) beerdigt. Diejenigen, die man informieren konnte, sammelten sich dort. Ich stand beiseite. Näherte mich dem Grab nicht. Dort hatten die Verwandten das Sagen. Dann gab es eine Shiva. Die Leute kamen, gingen, es gab viele Tränen, viele Worte.

Da stieg mein Blutdruck, mir war schwindelig, und ich wusste nicht, was das soll. Man hat mir Blutdruck gemessen: 180/110. Die innere Spannung war enorm, was soll ich sagen.

Aber ich erinnere mich trotzdem sehr deutlich, dass es keine Angst gab, keine Panik. Das heißt, zwei Teile des Gehirns funktionierten. In einem war natürlich das Gefühl, dass er körperlich weg ist. In dem anderen gab es ein vollständiges Verständnis dafür, dass eine neue Periode beginnt.

Und das, obwohl ich seit 12 Jahren bei RABASH voll und ganz beschäftigt war. Von morgens bis abends war ich mit ihm, wenn nicht physisch, dann in Gedanken. „Man muss RABASH-Käse kaufen, ihm ist der Käse ausgegangen; man muss ihn zum Arzt bringen, er fing an, schlechter zu schlafen; Olga hat für ihn das Essen gekocht, wir müssen das unbedingt vor dem Mittagessen bringen… Ich muss mit ihm darüber reden, bloß nicht vergessen….“ Er wurde zu meinem zweiten „ich“. Ohne RABASH konnte ich mir mein Leben nicht vorstellen.

 

[1] „Als Rebbe starb, wusste man auch nicht, wo man ihn begraben sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen kaufte er keinen Platz auf einem Friedhof. Damals wurden die Plätze bei Baal HaSulam für 5.000 Dollar oder mehr verkauft. Es gab Leute, die sie vor langer Zeit gekauft hatten. Und Rebbe dachte überhaupt nicht darüber nach. Weil es nichts mit dem Ziel zu tun hatte. Also existierte es für ihn auch nicht.“ (Aus Michael Laitman Blog).

 

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Fortsetzung folgt…

Die spirituelle Rolle der Frau, Teil 3

Den Kelch zum Guten wenden

Rabash, Dargot HaSulam, Punkt 274, „Insbesondere durch einen Mann und eine Frau“: Auch wenn jemand nur die Kraft des Empfangens ohne Funken des Gebens hat, kann er sich nicht mehr dafür entscheiden, das Schlechte abzulehnen und das Gute zu wählen, da er dann nicht die Kraft hat, sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden.

Das Wichtigste ist die Eigenschaft des Gebens. Wir müssen sie so weit wie möglich entwickeln und die weibliche Eigenschaft des Empfangens dementsprechend so nutzen, dass wir stets die Möglichkeit haben, die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens zu erheben. Dann können wir die Handlung des Empfangens um zu Geben umsetzen. 

Wenn also beide Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft der Gebens (und das ist die beste Option) ausgeglichen sind hat eine von ihnen, Raum für Arbeit und Mühe, um sich durch die Anstrengung zu überwinden und sich für die Seite des Verdienstes zu entscheiden. Diese Handlung, bei der sich ein Mensch für die Seite des Verdienstes entschieden hat, wird zu diesem Zeitpunkt „Neugeborenes“ genannt, was bedeutet, dass der Schöpfer den Geist des Lebens in diese Handlung legt.

Dabei geht es nicht um individuelle Körper, sondern um einen Menschen, denn in jedem von uns gibt es sowohl weibliche als auch männliche Teile. Wenn sie in richtiger Wechselwirkung stehen. Wenn ein Mensch, der an sich selbst arbeitet, einen solchen Einfluss des Höheren Lichtes verursacht, dass alle seine Verlangen, die er zu empfangen wünscht, in der Absicht zu geben stehen, so handelt er bereits richtig. Er wird korrigiert.

 

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Immer mit mir – Teil 95

So ging er

Am nächsten Tag, aus irgendeinem Grund, blieb ich länger beim Unterricht. Dann ging ich nach Hause, nahm die Haferflocken, die Olga für ihn kochte, (er fragte mit Milch, ohne Zucker)… Bis ich ankam, bis ich zu ihm kam, war es schon halb sieben. Ich erinnere mich deutlich, ich sah die Uhrzeiger an, als wären sie gefroren.

Er lag am Fenster, wie ein Kind zusammengerollt, und ich wusste alles auf einmal, bin zu ihm gelaufen, hörte seinen Atem… Er erstickte. Und niemand kümmerte sich darum! Niemand hat den Alarm ausgelöst, niemand hat die Ärzte gerufen! Es lagen nur alte Leute herum, sie hörten nicht, dass Rebbe erstickte. Er lag ruhig da, er stöhnte nicht. Ich rief ihn: „Rabbi! Rabbi!”

Er antwortete nicht. Ich rannte den Ärzten hinterher.

Der Arzt sah ihn an, und verstand die Lage. Man hat einen Defibrillator mitgebracht. Sie versuchten, das Herz zu starten. Die Ärzte arbeiteten wahrscheinlich zwei Stunden lang daran. Ich wollte im Zimmer bleiben, aber sie brachten mich in den Flur hinaus.

Ich stand im Flur und konnte den Raum durch das Fenster sehen. Ich habe sie arbeiten sehen. Sie haben sich wirklich so sehr bemüht, wie sie konnten… Sie haben ihm die intravenöse Spritzen gegeben… Und ich stand da und erkannte, dass der nahe stehende Mensch der Welt vor meinen Augen sterben würde, es gab keinen anderen und wird es nicht  mehr geben.

Aber ich war nicht in Panik. Er hat mich auf seinen Tod vorbereitet…

So starb er, ohne aufzuwachen.

Der Arzt kam heraus, er war verschwitzt, so ein stark gebauter junger Mann, und sagte mir: „Das war’s.“ Ich nickte. Ich erinnere mich vage an meine weiteren Handlungen.

Ich rief Olga an, danach Feiga, Miller. Sie kamen schnell, auch die Söhne von RABASH kamen. Viele unserer Leute versammelten sich, der ganze Korridor war voll von Studenten und Verwandten. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen.

RABASH wurde in die Leichenhalle gebracht. Der Arzt gab mir seine Uhr. Das ist alles.

 

[# 247183]

Fortsetzung folgt…