Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Wie besiege ich meinen wichtigsten Feind?

„Mach mich stark, nicht um mich über meinen Bruder zu erheben, sondern um meinen größten Feind zu besiegen, mich selbst.“ (Indianerweisheit)

Das alles ist wahr. Die Indianer sind Menschen, die in der Ideologie der Natur erzogen wurden.

Ich habe echte Indianer kennengelernt, die in den Bergen leben. Sie fühlen sich mit der Natur verwandt, als ein Teil der Natur und jeder als Teil des anderen. Sie haben nicht diesen übermäßigen Egoismus, wie es ihn bei Europäern, und besonders bei uns, gibt. Einer hat etwas, und er bietet es den anderen an, ohne Gedanken. Es ist einfach so, denn es gibt ein „wir“. Sie haben dieses „wir“.

Frage: Sagen Sie mir bitte, brauchen wir noch Jahrzehnte, Jahrhunderte, um zu einer Umkehr in diesem Sinne zu kommen?

Antwort: Jahrtausende, denke ich.😏

Frage: Aber im Prinzip, wenn wir zu dieser Idee kommen, werden wir eine Art Revolution erreichen? 

Antwort: Wir machen eine Evolution in uns selbst, wenn wir von den Gedanken „über mich“ wegkommen und zu den Gedanken „über uns“ gelangen. Ersetze einfach weltweit „Ich“ durch „Wir“ und das war’s. 

Damit verändern Sie alles. Alles! Das Gefühl, die Wahrnehmung der Welt.

Aus der Fernsehsendung „Neues mit Dr. Michael Laitman“, 

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Das Stadium der embryonalen Entwicklung im Spirituellen

Frage: Spürt ein Mensch den Zustand der spirituellen embryonalen Entwicklung?

Antwort: Wir müssen zu fühlen beginnen, dass wir uns alle im Inneren des Schöpfers befinden, wie es geschrieben steht: „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Wenn ich mich in die Wahrnehmung (eines spirituellen Embryos) hineinversetze, erlebe ich, dass ich mich im Schoß einer spirituellen höheren Mutter, der sogenannten Elokim, befinde und an sie angeheftet bin. Es ist die Eigenschaft von Bina, die mich aufzieht, sich ganz um mich kümmert, und alle meine Gefühle, Gedanken, Eigenschaften und Handlungen bestimmt. Ich versuche mit aller Kraft, an ihr festzuhalten, als wäre ich innerhalb ihrer Gebärmutter angeheftet, und möchte mich nur bewegen, wenn ich mit ihr im Einklang bin. So entwickle ich mich. 

Man sollte versuchen, die ganze Zeit zu denken: „Es gibt niemanden außer Ihm. Alles geschieht nur, um mich in die richtige Richtung zu entwickeln. Er ist gut und Gutes tuend.“ Wenn ich ständig so denke, dann hefte ich mich an den Höheren an und beginne auch zu fühlen, dass ich innerhalb der spirituellen Mutter bin.

Nachdem ich mehrere solcher Stadien durchlaufen habe, werde ich geboren, das bedeutet, dass ich beginne, noch mehr zu verstehen, zu fühlen, zu sehen. Das ist der Geburtsvorgang, er ist möglicherweise nicht angenehm, sondern irgendwie dramatisch, aber relativ kurz.

Danach wird die Verbindung auf neue Weise mit dem Höheren realisiert, das ist nun eine ständige Verbindung, jedoch auf einer höheren Ebene. Dann verstehst du schon mehr, du weißt mehr, du probierst dich im Kontakt aus (wie ein Baby, das Laute bildet), und lächelst im spirituellen Sinne, du erlebst Reaktionen, die anders sind.

Du hast eine Verbindung, jedoch ist sie schon nicht mehr auf einer unbelebten Ebene, als es vor allem darum ging, sich anzuhängen. Im Vergleich zu dem, als du dabei noch nichts fühltest, vergleichbar mit einer gefühllosen Mutter, die nicht sonderlich auf dich reagiert, weil dir selbst noch die entsprechenden Fähigkeiten fehlten, sie wahrzunehmen, ist es nun anders.

Dann, wenn du deine Fähigkeit wahrzunehmen weiter entwickelst, siehst du sie schon auf andere Weise, nämlich wie ein Kind, das anfängt, seine Mutter zu fühlen.

Aus der Fernsehsendung „Die Macht des Buches Sohar“ Nr. 18

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Der Punkt absoluter Gesundheit

Das Wichtigste für den Menschen ist es, das Gefühl der Einheit mit der Welt zu erlangen, denn dadurch finden wir das absolute Gleichgewicht. Den  

Punkt der absoluten Gesundheit erreichen wir dann, wenn wir klar verstehen, in welcher Art von Welt wir leben, welche Kräfte wir in uns und um uns herum ausgleichen müssen.

Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich damit. Sie besagt dass wir uns in einer Welt befinden, in der zwei Kräfte herrschen. Die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Diese unterteilen sich weiter und bilden dann eine Vielzahl an Kräften in verschiedenen Subsystemen. Unsere Aufgabe ist es ins Gleichgewicht zu kommen, indem  wir diese Kräfte so ausgleichen, das es möglich ist zu empfangen, zu geben und gleichzeitig in einem Zustand absoluten Wohlbefindens zu sein.

Frage: Was ist der einfachste Rat, den Sie einem Menschen im Leben geben würden?

Antwort: Als allererstes gibt es  die allgemein bekannten Regeln: “Tue anderen nicht an, was dir selbst verhasst ist” und „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Aus der Fernsehsendung „Begegnungen mit der Kabbala“,

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Erdrücke ihn mit deiner Liebe

„Sieh dir zuerst die Spuren deiner Mokassins an, bevor du über die Fehler anderer urteilst“ (indianische Weisheit).

Das ist richtig. Was bedeutet das für uns? – Man muss zuerst sich selbst korrigieren und dann kann man andere richtig wahrnehmen.

Sich selbst zu korrigieren bedeutet, meine Beziehung zu anderen zu korrigieren. Das heißt, dass sie absolut freundlich, zumindest aber absolut neutral sein sollte. Man darf die andere Person keinesfalls als korrupt, böse usw. ansehen. Und unter dieser Bedingung kann man die Wirklichkeit, die Wahrheit erkennen.

Frage: Und wie gehe ich mit einer Person um, die ich von Natur aus nicht mag? Er ist mein Feind.

Antwort: Man muss handeln, wie es heißt: „Derjenige, der einen Feind zum Freund macht, ist ein Held“.

Frage: Können Sie einen kleinen Rat geben, wie man das macht?

Antwort: Tue alles, was du ihm Gutes tun würdest, wenn du ihn wirklich lieben würdest.

Erdrücke ihn mit deiner Liebe. Das ist eine sehr schwierige Sache. Aber wenn die Erkenntnis kommt, dass die Welt darauf beruht und dass wir so handeln müssen (und das dauert Jahre!) – dann wird alles einfach.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 15.07.2021

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Sukkot: Eine Decke des Friedens für die ganze Welt

Das Laubhüttenfest (Sukkot) ist eine wichtige und freudige Tradition, die einen spirituellen Aufstieg darstellt. Die wahre Bedeutung dieses Festes besteht darin, eine neue Realität des gegenseitigen Verständnisses und der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen – eine Sukka (Hütte) des Friedens – durch die positive Kraft, die wir durch unseren Zusammenhalt erzeugen.

In der heutigen Zeit, in der Uneinigkeit der gemeinsame Nenner zwischen Familien, Gesellschaften und Ländern ist, ist das Prinzip dieses Festes besonders wichtig.  

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Warum ist Jom Kippur wichtig?

Zum ersten Mal in der Geschichte zeigt uns die Welt heute, wie sehr sie ein einziges Ganzes ist – dass alle Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und daher keine andere Wahl haben, als füreinander zu sorgen. Wir entdecken Tag für Tag immer mehr, wie abhängig wir voneinander sind. Das ist der Grund, warum dieser Jom Kippur, der Versöhnungstag, eine Zeit der Abrechnung ist, wie keine andere. 

Durch Weltereignisse wie Kriege, den Klimawandel und die Pandemie sehen wir jetzt mit vollkommener Klarheit, dass alles, was wir tun, ob gut oder schlecht, sich auf alle auswirkt, so dass wir unsere Gedanken und Taten sorgfältig prüfen müssen.

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Heute vor dreißig Jahren ist mein Lehrer verstorben

An einem kalten und regnerischen Abend im Februar 1979, als ich und Chaim Malka, mein damaliger langjähriger Studienpartner, gerade mit dem Studium unserer üblichen alten Kabbala-Bücher beginnen wollten, hatte ich plötzlich genug von der endlosen und scheinbar vergeblichen Suche nach der Wahrheit. 

„Lass uns einen Lehrer suchen“, sagte ich zu Chaim. „Wohin sollen wir gehen?“, fragte er. „Lass uns nach Bnei Brak fahren“, antwortete ich, „da haben wir noch nie gesucht.“ Chaim war nicht scharf darauf, bei diesem Wetter zu fahren, und schon gar nicht in eine jüdisch-orthodoxe, überfüllte Stadt mit engen, halb gepflasterten Straßen, in der man wahrscheinlich keine Kabbalisten finden würde. Ich drängte ihn dennoch, und er stimmte widerwillig zu.

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Keine Bestrafung durch die Natur, sondern ein Erwachen

Die Überreste des Hurrikans Ida verursachten rekordverdächtige Überschwemmungen und lösten Tornados im Nordosten aus. Durch die sintflutartigen Regenfälle in acht Bundesstaaten wurden Dutzende von Todesopfern auf diesen Sturm zurückgeführt. 

In New York City wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Sturzflut-Notstand ausgerufen, da die Infrastruktur in der gesamten Region schwer gestört war. Warum geschieht dies in den USA? Weil sie das am weitesten entwickelte Land sind und eine Aufgabe zu erfüllen haben. Es ist nicht die Strafe oder Rache der Natur, sondern eine Gelegenheit, unser menschliches Verhalten zu korrigieren. 

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Den 11. September aufdecken – Die Suche nach der schwer fassbaren Wahrheit

Ich bin sehr für die Freigabe der Dokumente im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Bedauerlicherweise scheint der Schritt, die Dokumente freizugeben, eher erklärend als substanziell zu sein, da es keine Verpflichtung zu einem Zeitplan oder zur Offenlegung des tatsächlichen Inhalts gibt. Dem Schreiben des Justizministeriums zufolge wird das FBI „seine früheren Behauptungen über das Vorrecht überprüfen, um zusätzliche Informationen zu ermitteln, die für die Offenlegung geeignet sind. Das FBI wird diese Informationen so schnell wie möglich offenlegen“. Die Vernebelung der Anschläge vom 11. September ist ein Beispiel für einen Fehler, den Regierungen immer wieder begehen. Das Verschweigen der Wahrheit, egal welcher Wahrheit, über jedes Ereignis in der Geschichte, nimmt uns die Möglichkeit, richtige Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, und wir alle müssen dafür bezahlen.

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Blick über die Bildschirme hinaus

Die Notwendigkeit, auf virtuelles Lernen umzusteigen, erwies sich als gewaltige Herausforderung. Die meisten Lehrer sind der Meinung, dass virtuelles Unterrichten ineffizient ist und sowohl den Kindern als auch den Pädagogen schadet, weil die Kommunikation erschwert wird und der physische Kontakt fehlt. Aber ist das wirklich so schlimm? Wenn die Kinder zusammen sind, sind sie auf den Bildschirmen. Wenn sie allein sind, sind sie immer noch vor dem Bildschirm. Anstatt zu telefonieren, sprechen und chatten sie gleichzeitig über Apps auf ihren Handys und Laptops. Sind sie wirklich abgetrennt, oder verstehen wir einfach ihre Verbindungen nicht?

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