Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Um des Schöpfers willen

Frage: In der Kabbala gibt es ein Konzept namens Lishma oder um des Schöpfers willen. Wenn wir jedoch den Schöpfer als die Natur, den höheren Verstand, und nicht als irgendeine Person betrachten, dann ist es nicht klar, was „etwas um Seinetwillen zu tun“ bedeutet?

Antwort: In der Kabbala wird der Schöpfer als eine Eigenschaft, ein Gesetz, eine Kraft der Natur betrachtet, nicht als eine Person. Er ist kein personifiziertes Individuum, sondern eine Kraft wie die Schwerkraft oder elektrostatische Kräfte, die als Felder um uns herum wirken.

Die Weisheit der Kabbala besagt, dass es nur zwei Kräfte im Universum gibt: Eine davon ist die Kraft, die um ihrer selbst willen wirkt. In der Natur gibt es bekanntlich eine Anziehungs- und eine Abstoßungskraft. Dies ist jedoch nicht der springende Punkt. Der Punkt ist, warum ich anziehe und warum ich abstoße. Das heißt, es muss ein Gedanke, eine Absicht hinter dieser Kraft stehen.

Ich kann anziehen und ich kann ablehnen. Beides kann zu meinem eigenen Nutzen sein und zum Nutzen von jemandem außerhalb von mir, zum Nutzen von anderen. Die Handlung außerhalb von mir, wenn ich nicht mich selbst, sondern nur den Nutzen der anderen in Betracht ziehe, wird die Handlung von Lishma genannt (nicht um meiner selbst willen, um des Schöpfers willen).

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Aus KabTV „Spirituelle Zustände. Lishma (Um des Schöpfers willen)“

Es werde Licht!

Jeder Mensch ist wie ein die Sonne reflektierender Spiegel.

Ein Lichtstrahl steigt hinab, die Reflexionen einer Seele, und zieht sich in den Raum zurück.

Die Menschheit, die Zivilisation von Egoisten, ist wie eine große Ansammlung von Spiegeln, das Licht in verschiedene Richtungen reflektierend, ein Meer das chaotisches Licht erzeugt.

Mische diese reflektierenden Lichtstrahlen als wären sie Segmente eines riesigen Parabolspiegels, was bekommst du? Zuerst sieht es aus, als ob alle Strahlen unterschiedlich ausgerichtet sind, aber als ein Ganzes, streben die Lichtstrahlen eines werde licht gemeinsames Licht in einem gemeinsamen Zentrum an. Ihr korrekter Zusammenschluss entzündet eine kritische Temperatur, bringt eine neue Substanz hervor – Plasma – und explodiert in Flammen. Und auf diese Weise wird das Licht jedes Menschen im Feuer der Liebe unter den Freunden erweckt. Sie vereinigen sich miteinander, zusammen mit ihrer Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, eine neue Stufe hervorbringend die unvorstellbar und unerreichbar ist, unser gemeinsames Bewusstsein benutzend: Hingabe zum Schöpfer, ein Aufstieg auf die Stufe des Schöpfers. Solch eine Stufe ist unvorstellbar, ehe man sie erreicht, weil sie erst dann geschaffen wird, wenn sich alle vereinigen.

Der Legende nach setzte Archimedes feindliche Schiffe in Brand, in dem er polierter Bronzespiegel auf sie richtete. Seine Zeitgenossen waren so erstaunt über dieses Phänomen, dass auch heute, tausende Jahre später, die Menschen noch darüber sprechen.

Kabbala Akademie

„Was ist die höchste Form der Freiheit?“ (Quora)

Michael Laitman, in Quora: „Was ist die höchste Form der Freiheit?“

Freiheit bedeutet, sich über uns selbst, und damit über unsere egoistische Natur, die auf Kosten anderer und der Natur genießen will, auf eine andere Stufe der Existenz zu erheben, wo wir die natürlichen Eigenschaften des Altruismus und der Verbundenheit erlangen.

Wir erleben Freiheit in Bezug auf die vorherige Stufe, auf der wir uns zuvor befanden. Allerdings sind wir auf der nächsten Stufe nicht frei. Wir existieren unterhalb dieser und müssen zu ihr aufsteigen, um wieder Freiheit zu erlangen. Wir entwickeln uns dementsprechend weiter, bis wir die endgültige Stufe des vollständigen Gleichgewichts mit der Natur erreicht haben.

Das Gleichgewicht mit der Natur ist die höchste Stufe der Freiheit, die alle anderen Stufen einschließt, und wir sind alle dazu bestimmt, sie zu erreichen.

Das bedeutet, dass die höchste Form der Freiheit unser Endzustand und das Ziel unserer Existenz ist. Während wir alle in einem langwierigen Prozess der Evolution dorthin geführt werden und eine Menge Leiden auf dem Weg erfahren müssen, bietet die Weisheit der Kabbala eine Methode, die uns diesen Zustand in einem einzigen Leben erreichen lässt.

Basierend auf einer Kabbala-Lektion mit Kabbalist Dr. Michael Laitman vom 02.07.2017.
Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

„Wie komme ich aus einer psychischen Erkrankung heraus?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Wie komme ich aus einer psychischen Erkrankung heraus?“

Positive Beziehungen in der Gesellschaft sind das umhüllende Mittel für eine gute psychische Gesundheit. Psychische Krankheit kommt von einem Ungleichgewicht in Geist und Körper, das von einer Dysbalance in der Gesellschaft herrührt, die wiederum von einer Unausgewogenheit mit der Natur verursacht wird. Indem wir unsere sozialen Beziehungen in Ordnung bringen, bringen wir uns selbst ins Gleichgewicht mit der Natur, und diese Balance wird nicht nur unsere psychische Gesundheit, sondern auch unsere allgemeine Gesundheit und unser Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, positive Beziehungen in der Gesellschaft geben unserem Leben einen Sinn und einen Wert. Es ist also kein Wunder, dass, je mehr wir getrennt, isoliert und einsam werden, wie es in einem Großteil der heutigen Welt der Fall ist, desto mehr sehen wir auch psychische Krankheiten auf dem Vormarsch. 

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Ertrinken im Migrantenstrom

Europa scheint in einer neuen Welle von Migranten aus Afrika zu ertrinken. Italien, Spanien und Griechenland erleben einen Anstieg der Migrantenzahlen, neue Geschichten von ertrinkenden Migrantenbooten und neue Geschichten von ganzen Städten und Regionen in Europa, die in Migranten „überschwemmt“ werden. Wenn der Trend anhält, wird in ein paar Jahren die gesamte Südküste Europas muslimisch werden. Migranten werden es überfluten, der Islam wird die Herrschaft übernehmen, und die Demokratie, genau die Ideologie, die es den Migranten ermöglicht hat, sich in Europa niederzulassen, wird dort der Vergangenheit angehören.

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Eine Chance, sich in Richtung Verbindung zu bewegen

Das aktuelle soziale Chaos, das die israelische Gesellschaft erfasst hat, sieht nicht vielversprechend aus. Wenn wir die Dinge jedoch konstruktiv betrachten wollen, dann sollten wir sie als eine Gelegenheit betrachten, um zu beginnen, sich in Richtung Verbindung zu bewegen, denn das ist es, was unser Land heute wirklich braucht. Verbindung kann nur dann stattfinden, wenn alle beteiligten Parteien eine Verbindung wollen.

Es gibt zwei Schritte, um Verbindung zu schaffen:
1. Die Parteien müssen die Verbindung wollen, und
2. Sie müssen tun, was getan werden muss, um eine Verbindung herzustellen. [Rest des Beitrags lesen →]

China übernimmt die Welt

China ist dabei, die Welt zu erobern, fast ohne den Einsatz von Militär, nur mit finanziellen Mitteln. Die Chinesen arbeiten nach der Tradition des Konfuzius, die von Gehorsam, Ordnung und Konservatismus, aber auch von Exzellenz spricht. Konfuzius sagte: „Eine Ameise kann einen ganzen Damm zerstören.“ Und es scheint, dass sie heute so arbeiten. Die Chinesen kaufen sich ihren Einfluss in vielen Ländern, wie Israel, Afrika, Iran und den Vereinigten Staaten.

Wir verstehen nicht, welche Naturkräfte hier wirken, wie sie alles steuern und die Welt zum Fortschritt führen, und um in der heutigen Zeit Fortschritt zu erreichen, brauchen wir die Kräfte, die es in China gibt. Auch wenn China scheinbar von jedem Land kauft, egal ob es Freund oder Feind ist, gibt es keinen Grund zu glauben, dass daraus ein zukünftiger Frieden entstehen wird – der Frieden liegt in niemandes Händen. [Rest des Beitrags lesen →]

Wir haben den Krieg in unserer Seele verloren

Israel hat immer gewusst, wie man an einem Strang zieht, wenn die Säbel rasselten. Dieses Mal war dem nicht so. Es schleicht sich schon seit einigen Jahren ein, aber in dieser Kampagne hat das Böse in unserer Mitte die Notwendigkeit zur Einheit besiegt. Kaum waren die Raketen auf unsere Städte abgefeuert, brachen die Politiker aller Seiten in einen Krieg der Vorwürfe aus, in dem sie sich gegenseitig Inkompetenz, Unentschlossenheit und Opportunismus vorwarfen. Als die Tage vergingen und sich Israels Militärtaktik als erfolgreich erwies, bemühten sich dieselben Politiker, den Erfolg sich selbst zuzuschreiben und ihn ihren Rivalen abzusprechen. Derweil stellte sich jede Fraktion der Nation auf die Seite ihrer eigenen Politiker und tadelte alle Andersdenkenden in den sozialen Medien, in den Nachrichtenmedien und wo immer sie konnten. [Rest des Beitrags lesen →]

Der „Heiliger als Du“-Mantel wird den Juden nicht helfen

Erst kürzlich, nach dem Ausbruch einer neuen Welle der Gewalt zwischen dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen und Israel, unterzeichnete eine Gruppe von 250 jüdischen Google-Mitarbeitern einen Brief, in dem der CEO aufgefordert wird, „den Schaden anzuerkennen, der den Palästinensern durch israelische Militär- und Gewaltaktionen zugefügt wird“. Darüber hinaus wenden sich die Unterzeichner „gegen die Gleichsetzung Israels mit dem jüdischen Volk“, und erklären, „dass Antizionismus kein Antisemitismus ist“, und fordern unter anderem „die Überprüfung aller Geschäftsverträge und Unternehmensspenden von Alphabet [der Google-Muttergesellschaft] und die Beendigung von Verträgen mit Institutionen, die israelische Verletzungen der Rechte der Palästinenser unterstützen, wie z.B. die israelischen Verteidigungsstreitkräfte.“ Aber der vielleicht bemerkenswerteste Punkt an diesem Brief ist die Tatsache, dass sich die Unterzeichner als Juden ausweisen und den Brief als solche eingereicht haben. [Rest des Beitrags lesen →]

Stress bewältigen

Frage: In den letzten 50 Jahren ist das Thema Stress sehr aktuell. Menschen, die versuchen, sich selbst zu verbessern, gelangen im Prozess der Selbstentwicklung oft in stressige Zustände der Unzufriedenheit und Ohnmacht. Wie kann man mit Stress möglichst effektiv umgehen?

Antwort: Nur indem man in den richtigen Gemeinschaften, die auf das Gute, auf gegenseitige Unterstützung, die gegenseitige spirituelle Entwicklung ausgerichtet sind, tätig ist. Nur ein derartiges Umfeld kann einem Menschen die Kraft geben, alle Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Er sollte sich in dieser Umgebung entwickeln wollen, sich einbringen, und sich wie ein Bestandteil, wie ein Rädchen darin fühlen.

Frage: Man muss im Prinzip, um von dieser Umgebung zu empfangen, anderen etwas geben?

Antwort: Genau im Maße seines Gebens, kann der Mensch darin etwas bekommen.

Frage: Spielt es eine Rolle, was primär und was sekundär ist, zuerst geben und dann kann man etwas erhalten, oder umgekehrt? 

Antwort: Es hängt von der Gegenseitigkeit in den Beziehungen ab. Es kann durchaus so sein, dass jemand zuerst wie ein Neugeborenes in diese Gemeinschaft kommt, und anfangs gibt sie ihm alles. Und dann fügt er sich allmählich ein und beginnt auch zu geben, oder umgekehrt.

Frage: Gibt es eine Formel dafür wie solche Gemeinschaften existieren können?

Antwort: Gegenseitiges Geben ohne jegliche Kritik, Überprüfung oder Messung, wer mir was gibt. Die Hauptsache ist, dass ich die Möglichkeit habe, zu geben.

Frage: Ist es wichtig, danach zu streben? Schließlich fällt es schwer, sich vorzustellen, dass sich Menschen zueinander finden, die dies von anfang an umsetzen können.

Antwort: Natürlich. Die höhere Lenkung gibt uns diese Chance.

Frage: Wenn man so einen Wunsch hat, kann man mit Hilfe von Oben rechnen.

Antwort: Ja

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