Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Neid – Ein Freund, von dem wir nicht wussten, dass wir ihn hatten

Einer der merkwürdigsten Artikel, den der Vater meines Lehrers, der große Kabbalist des 20. Jahrhunderts, Baal HaSulam, verfasst hat, ist ein kurzes Stück mit dem Titel „Der Gedanke ist ein Auftakt der Begierde“. Als ich es zum ersten und zum zweiten Mal las, hat es tief in mir eine Saite angeschlagen. In nur 200 Worten erklärte Baal HaSulam, wie die Realität aufgebaut ist, wie sie funktioniert, was repariert werden muss und wie wir sie reparieren können. Ich war von Ehrfurcht ergriffen und sehr neidisch auf seine Weisheit.

Die Logik in dem Artikel ist sehr einfach, wie alle Wahrheiten. Sie besagt, dass wir, wenn wir etwas wollen, darüber nachdenken, und nachdem wir darüber nachgedacht haben, entsprechend handeln. Mit anderen Worten: Die Welt, in der wir leben, ist ein Ergebnis unserer Wünsche. Oder noch prägnanter: Unsere Wünsche erschaffen unsere Welt. Wenn uns die Welt, in der wir leben, nicht gefällt, gibt es einen sicheren Weg, sie zu reparieren: Wir können unsere Sehnsüchte ändern, was unsere Welt verändern wird. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Fähigkeit, das Böse und das Gute zu kontrollieren

Frage: Bekomme ich, wenn ich in einer Gruppe bin, die Möglichkeit, das Böse und das Gute zu kontrollieren?

Antwort: Ja, nur in der Gruppe. Die Gruppe braucht sich nicht physisch, sondern kann sich virtuell treffen, aber sie muss unbedingt die Verbindung zu den anderen haben. Wenn ihr die richtige Verbindung zueinander herstellt, könnt ihr mit dem Schöpfer interagieren.

Der Schöpfer ist die höchste Kraft, die uns ständig beeinflusst und die Gruppe ist jenes minimale System, das seinen Einfluss richtig wahrnehmen kann.

Wenn etwas unter den Freunden in der Gruppe schief geht, werdet ihr den Einfluss des Schöpfers negativ spüren. Ohne die richtige Verbindung untereinander herzustellen, werdet ihr immer unter diesem Einfluss sein. Mit der richtigen, zielführenden Verbindung in der Gruppe, werdet ihr den Einfluss des Schöpfers als gut empfinden, und ihr werdet euch ständig weiterentwickeln.

Hier kommt ihr zu dem Zustand, bei dem die Gruppe und der Schöpfer im ständigen Kontakt, in gegenseitiger Verbindung und Bewegung zum Ziel ist. Das ist eure gemeinsame spirituelle Arbeit.

Egal was die Freunde in der Gruppe empfinden, ihre Eindrücke kommen immer aus der Kontrolle des Schöpfers, denn es gibt niemanden außer Ihm. Wenn die Gruppe in jedem Augenblick versucht, sich so schnell und so gut wie möglich zu verbinden, um den Einfluss des Schöpfers zu rechtfertigen,  dann verändert sich die Gruppe und nähert sich Ihm an.

Aus dem Unterricht, 14.10.2018

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