Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Faktor der Entscheidungsfindung

Frage: Die Welt befindet sich jetzt in einer Zeit der Unsicherheit, in der es schwierig ist, die Folgen vorherzusagen und alle Faktoren zu berücksichtigen, welche die Entscheidungsfindung beeinflussen können. Worauf sollten wir uns konzentrieren?

Antwort: Dass die Welt eine vollständige Integration auf allen Ebenen erreicht und sich von einer zerrissenen, multilateralen, widersprüchlichen Welt in eine globale Welt verwandelt- in der Form eines großen Balls, in dem alles im Gleichgewicht ist.

Frage: Gibt es Faktoren, die unseren fünf Sinnen verborgen bleiben und bei der Entscheidungsfindung helfen können?

Antwort: Nur Liebe. Das heißt, eine vollständige Einheit zwischen allen Faktoren im Namen des Gleichgewichts zwischen allen Geschöpfen.

Frage: Je näher ein Mensch an die Eigenschaft der Natur – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe – herankommt, desto mehr Chancen hat er, die richtige Entscheidung zu treffen?

Antwort: Absolut.

Aus dem TV Programm“ Managementfähigkeiten“,11.06.2020

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Spiritueller Sex

Michael LaitemanEine Frage, die ich erhielt: Ursprünglich hatte Adam nur eine Frau – Eva. Werden wir zur Monogamie zurückkehren, wenn wir korrigiert sind? Oder werden wir uns darum nicht mehr kümmern, wenn wir korrigiert sind?

Meine Antwort: Sexuelle Einheit in unserer Welt kommt von der spirituellen Einheit zwischen dem Höheren Licht und der Seele mittels des Schirms, was „Siwug de Haka’a“ genannt wird. In dieser spirituellen Einheit zwischen der Seele und dem Schöpfer (dem Kli und dem Licht), ist der Schöpfer oder das Licht der männliche Teil, welcher beschenkt und die Seele oder das Kli ist der weibliche Teil, welcher empfängt. Im Prozess der Korrektur erhält die Seele (Kli) die Eigenschaft des Schenkens, um das Verlangen des Schöpfers (des Lichts), „zu geben“, zu befriedigen.

Der Prozess der Einheit (Verschmelzung, Siwug – spirituelle Verbindung) geschieht in den allgemeinen Verlangen von beiden, „den anderen mit Genuss zu erfüllen“, den Genuss nur in dem Ausmaße zu spüren, wie es dem anderen Partner Genuss bringt. Was folglich geschieht ist ein ständiger Vergleich der allgemeinen Verlangen und der Absichten (im Rosh des Parzuf, vor dem Empfang innerhalb seines Toch), was in der Physiologie als Bewegungen des sexuellen Verkehrs ausgedrückt wird, das vor der Ausschüttung des Lichts von Chochma (Or Pnimi, Samen) in die Seele (in das Kli, vom Rosh in den Toch des Parzuf) geschieht.

Diese abwechselnden, und schrittweise erfolgenden, gegenseitigen Bewegungen sind dazu gedacht, um mittels der Unterbrechung und Wiederaufnahme des Kontakts, ein vollständiges Verlangen in jedem Partner zu erschaffen. Dies erschafft die Möglichkeit von förderlichem Genuss: Wenn diese Stufe erreicht wird, dann wandert das Licht vom Pe zum Toch, d.h. der Genuss tritt in das Verlangen ein, wie es in der Tora geschrieben steht: „Wie ein Pfeil das gewünschte Ziel zur gewünschten Zeit trifft, in der gewünschten Frau und im gewünschten Ort.“

Wenn folglich die Seele des Menschen die vollständige Korrektur erreicht, dann sieht ein Mensch den Sex als den physiologischen Ausdruck der spirituellen Verbindung. Und wenn es keine spirituelle Verbindung gibt, dann gibt es keinen Anreiz oder Grund für körperliche Verbindung.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Hier gibts keinen Sex!“
 
Kabbala Akademie

Unabhängig von Wahlergebnissen kann Israel, wenn es sich vereinigt, sein Schicksal selbst bestimmen

Überall auf der Welt schauten die Menschen gespannt auf die Stimmenauszählung in Amerika. Wenn es um die Vereinigten Staaten geht, hat jeder Interesse. Auch in Israel ist die Gesellschaft hinsichtlich der Zustimmung zu den Kandidaten gespalten. Doch Israel ist anders als der Rest der Welt. Wenn es der israelischen Gesellschaft gelingt, sich über ihre inneren Gegensätze und Abneigungen hinweg zu vereinen, wird sie sich nicht entscheiden müssen, welcher Präsident besser für sie ist; alle, einschließlich der gegenwärtigen Feinde, werden Israel helfen wollen.

Statt in Übersee nach Erfüllung oder Enttäuschung zu suchen, sollten die Israelis sich gegenseitig anschauen und untereinander Frieden schließen. Nichts schadet Israel mehr als sein innerer Hass. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Vorteile der Vielfalt

In der Mischna (ℎ, 9:15) steht geschrieben, dass sich am Ende der Tage der Hass verstärken wird. Nach dem zu urteilen, was heute geschieht, nähern wir uns dem Ende der Tage. Noch nie wurde so viel Hass in den sozialen Medien, Zeitungen und im Fernsehen verbreitet, und die Welle scheint immer noch höher zu werden. Es ist nicht so, dass es keine ruhigen Orte mehr gibt, aber der Zeitgeist ist einfach vergiftet. Ein Wort aus der Reihe – und es ist kinderleicht, diese Grenze zu überschreiten – und man wird verbannt, von der Welt ausgegrenzt.

Der Rassenhass und die antirassistischen Proteste, die wir in letzter Zeit gesehen haben, sind Teil dieser trüben Flut. Wie alle Wellen werden rassistisch motivierte Unruhen ihre Höhen und Tiefen haben, aber der Trend geht eindeutig in Richtung eines riesigen Sturms.

Der Hass wird hier nicht enden. Wenn sich der Hass intensiviert und ausbreitet, werden sich Fragmente innerhalb jeder Gruppe vom Hauptteam abspalten und kleinere Lager bilden, die gegeneinander kämpfen werden. Die Gesellschaft wird sich auflösen und Anarchie wird herrschen. Im Talmud (Sanhedrin 98b) steht geschrieben, dass selbst die größten Weisen nicht am Ende der Tage leben wollen.

Offensichtlich sind wir noch nicht so weit, aber wir sind auf dem Weg dorthin. Wenn wir den Kurs nicht ändern, werden wir schneller dort ankommen, als wir es realisieren können. [Rest des Beitrags lesen →]

Verantwortung für die Erziehung von Kindern

Frage: Wer ist Ihrer Meinung nach für die Erziehung eines Menschen verantwortlich: Familie, Schule, Umgebung? Was ist die einzelne Rolle dieser Elemente?

Antwort: Die Hauptrolle bei der Erziehung des Menschen spielen die Eltern.

Eltern haben die Verantwortung, sich um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern, es geht nicht anders. Ganz gleich, wie sehr der Staat Aufsichtspersonen und Lehrer einsetzen würde, es kann niemand dem Kind diese instinktive Liebe bieten.

Bemerkung: Unter modernen Bedingungen verbringt das Kind wenig Zeit zu Hause. Ein Mensch wird daher quasi von seiner Umgebung, Schule, Arbeit erzogen.

Antwort: Wir haben unsere Welt selbst so gestaltet. Das ist es, was wir jetzt haben! Unser Egoismus ist so aufgebaut, dass wir uns so bald wie möglich von unseren Kindern trennen wollen.

Es dauert 15-20 Jahre bis die Kinder wissen, dass sie ihr Zuhause verlassen müssen. Die Eltern sind bereit, dass ihre Kinder ein unabhängiges Leben beginnen werden und forthin für sich selbst sorgen.

Mit anderen Worten, wir bauen eine Gesellschaft auf und legen dabei bereits den Grundstein für zukünftige soziale und familiäre Beziehungen.

Frage: In der heutigen Familie wird den Kindern beigebracht, alles von dieser Welt zu nehmen, d.h. egoistisch zu sein. Auf der anderen Seite fördert die Gesellschaft durch Schulen und Medien, altruistische und freundliche Einstellung gegenüber anderen aufzubauen. Kinder erfahren eine Art Unstimmigkeit. Wer hat hier Recht?

Antwort: Keiner von beiden. Es ist wichtig, einen Mittelweg zu finden. Es sollte je nach Bedarf eine gewisse Strenge und Nachgiebigkeit geben. Es sollte stets eine freundliche Mitte in unserem Verhalten vorherrschen.

Aus dem TV-Programm „Die Ära des Post-Koronavirus“, 21.05.2020

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New Life 1252 – Meinungsverschiedenheiten über das Coronavirus

 

New Life 1252 – Meinungsverschiedenheiten über das Coronavirus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Das Problem bei der Coronavirus-Epidemie ist, dass jeder Experte seine eigene Meinung vertritt und die Öffentlichkeit dadurch verwirrt, hysterisch oder gleichgültig ist. Das Unbekannte ist beängstigend. Mit der Grippe sind wir vertraut, haben sie persönlich erlebt. Das Coronavirus  dagegen ist uns noch unbekannt, und deshalb belastet uns die Krankheit sehr. Es ist angebracht, sich nach dem zu richten, was die meisten Ärzte sagen, und nicht nach den Ansichten der Menschen oder der Medien. Es liegt an mir, das zu akzeptieren, wofür sich die meisten Menschen entscheiden, denn ich möchte mit allen zusammen sein. Dies wird mich glücklich machen. Wir müssen zum Wohle der anderen handeln und ihre Gesundheit schützen, auch wenn es uns selbst gleichgültig ist. Ein Mensch, der keine Maske trägt, ist anderen gegenüber rücksichtslos. Wer zum Wohle anderer handelt, hat keinen Platz für Hysterie oder Gleichgültigkeit.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1252 – Meinungsverschiedenheiten über den Coronavirus“, 15.6.2020

Das Credo des Lebens ist die Liebe

Frage: Kann man sagen, dass Liebe ein Gefühl ist, das die Folge der richtigen Beziehung zwischen den Menschen ist?

Antwort: Ich würde es anders formulieren. lieben bedeutet, andere Menschen zu spüren und zu versuchen, alles zu tun, um ihre Wünsche zu erfüllen.

Frage: Sind Sie der Meinung, dass dies das Grundgesetz der menschlichen Gesellschaft ist und das wir es genauso offenlegen müssen, wie wir alle physikalischen Gesetze aufgedeckt haben?

Antwort: Wir müssen es nicht nur offenlegen, sondern es auch ständig umsetzen. Dieses Gesetz sollte unser Lebenscredo werden.

Frage: Werden dann auch die anderen ethischen Gesetze der Staaten existieren, wenn sie andere Formen annehmen?

Antwort: Natürlich! Sie alle werden von diesem Gesetz ausgehen- ständige Annäherung aller Teile an die Schöpfung, ständige Überwindung des Egoismus und die Annäherung an den absoluten, vollkommenen Zustand.

Aus dem TV Programm „Die Zeit des Post-Coronavirus“, 07.05.2020

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Lasst uns an diesem Rosch Haschana aufrichtig sein

Laut dem hebräischen Kalender beginnt heute das neue Jahr und wir wünschen uns gegenseitig ein “Frohes Neues Jahr”. Ich hoffe, dass dieses Jahr der Schwerpunkt auf “neues” und nicht auf “frohes” liegt. Ich persönlich bin nicht gegen Glück, aber wenn wir ehrlich sind, wird das ein hartes Jahr. Und nur durch Aufrichtigkeit können wir die uns bevorstehenden Schwierigkeiten mildern. Es ist offensichtlich, dass wir alle uns nicht nur gegenseitig ausbeuten, sondern die gesamte Menschheit. Doch wie sehr sich unser schlechtes Verhalten auf all unsere Lebensbereiche auswirkt ist uns nicht klar.
 
Die negativen Auswirkungen unserer Selbstsucht, unseres rücksichtslosen Wettstreits, der Bevormundung und Überheblichkeit haben viele Facetten. Wir brauchen nicht auf alle einzugehen. Sogar oberflächlich betrachtet ist klar, dass uns ein übermäßiger Konkurrenzdruck mit den “Großen” mitzuhalten und mehr als nötig zu konsumieren zu einer schnelleren Ausbeutung der Ressourcen der Erde führt. Trotz der Vergeltungsschläge der Erde, wie durch Covid, Waldbrände, Tornados oder Überschwemmungen, versuchen wir unsere ausbeuterische Lebensweise mit Gewalt aufrechtzuerhalten.
 
Unser Hauptopfer sind nicht die Tiere oder die Erde. Es sind die anderen Menschen. Auch die Umweltkatastrophen sind nichts im Vergleich zu dem Schmerz, den wir uns gegenseitig zufügen. Und es gibt noch genug Hass in unserer Gesellschaft, um die Flut der Katastrophen zu vergrößern.
Ich möchte niemanden deprimieren, ganz im Gegenteil. Wir sollen nur unsere Aufmerksamkeit auf den wahren Grund unserer Probleme richten: denn Hass in der Gesellschaft. Wenn wir uns auf diesen Punkt konzentrieren und daran arbeiten die Stimmung von Hass und Misstrauen zu verändern, dann wird das Vorhergesagte nicht eintreffen, oder nur in abgeschwächter Form. Wenn wir uns gegenseitig nur Gutes wünschen, können wir Covid von einer tödlichen Krankheit in eine milde verwandeln, sogar bis zur Symptomfreiheit. Das allein genügt um die Entwicklung des nächstes Jahres zu beeinflussen.
Wir können Seite an Seite am Aufbau einer solidarischen und fürsorglichen Gesellschaft arbeiten, statt einer wettbewerbsorientierten und kalten. Und kein Zeitpunkt ist besser als der Beginn eines neuen Jahres. 
 
Deshalb möchte ich allen Menschen wünschen, dass das kommende Jahr ein Jahr der Aufrichtigkeit wird, ein Jahr der Anerkennung unserer Fähigkeiten und Unfähigkeiten, unserer Fehler und unserer Entscheidungen, ein Jahr, in dem wir uns dafür entscheiden, einander Gutes zu tun. Dann, und nur dann, werden wir ein glückliches Jahr haben, und das wird sicherlich etwas Neues sein.

Gesetze die wir offenbaren müssen

Frage: In den letzten Jahrhunderten haben wir über 200 physikalische Gesetze aufgedeckt. Darüber hinaus gibt es soziale Gesetze, die wir selbst erfunden haben: Ethik, staatliche und sogar religiöse Gesetze und Traditionen.

Kann man davon ausgehen, dass die Ursachen aller unserer Krisen und Leiden darin besteht, dass wir diese Gesetze künstlich erfunden haben?

Antwort: Ja, ich stimme dem absolut zu.

Frage: Was bedeutet es, den Gesetzen der Natur zu folgen?

Antwort: Leider folgen wir nicht den Gesetzen der Natur, sondern unserem Egoismus, der uns gegen die Natur aufbringt und alles tut, um sie zu zerstören.

Frage: Müssen wir also noch soziale Gesetze offenbaren?

Antwort:  Natürlich. Dies sind die Gesetze einer integralen Gesellschaft, in der wir ein und dasselbe sind wie die gesamte Natur.

Wir trennen uns nicht von der Natur und teilen sie nicht in unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich auf. Wir betrachten sie als ein einheitliches, globales System, das in sich selbst existiert und sich in der absoluten Verbindung aller seiner Teile entwickelt. Das Wichtigste ist, dass das Grundgesetz dieser Natur die Liebe ist.

Lieben bedeutet, auf alles und jeden Rücksicht zu nehmen, eine gute Einstellung zu allen zu haben, zu verstehen, wie gut alles, was meinen nächsten Zustand bestimmt, für alle anderen sein wird.

Ich betrachte die Natur als integrales System und kümmere mich nur darum, dass sie im besten Zustand ist.

Aus dem TV-Programm „Die Aera des Postcoronavirus“, 07.05.2020

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Neues Leben 1183 – Soziale Werte

Neues Leben 1183 – Soziale Werte

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wir erwerben all unsere sozialen Werte aus dem familiären Leben und nicht durch Gesellschaft, Nationen oder die internationale Gemeinschaft. In der Geschichte des Turmbaus zu Babel sehen wir, wie alle als eine große Familie lebten und sich gegenseitig verstanden. Auf diese Weise müssen wir heute für Milliarden von Menschen empfinden. Die Welt wird immer vernetzter, was erfordert, dass wir nach dem Prinzip „Und du sollst deinen Freund lieben wie dich selbst“ lieben lernen. Um dieses zukünftige System sozialer Werte, das auf Offenheit und gegenseitiger Güte beruht, zu verwirklichen, bedarf es eines neuen universellen Bildungssystems, das auf der Weisheit der Kabbala basiert.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1183 – Soziale Werte“ 03.12.19