Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Immer mit mir – Teil 75

Der Herr über seinen Körper

So lebte er. Seit seiner Kindheit wurde er erzogen, seinen Körper wie einen Fremden zu behandeln. Deshalb zeigte er auf ihn und sagte: „Lasst ihn leiden!“, „Es!“.  Wenn er von dem Körper sprach, sprach er dabei immer von Egoismus. Er genoss die Tatsache, dass er sein Ego mit Füßen trat.

Es war keine Art von Masochismus, denn damit wurde er mit der Eigenschaft des Geben verschmolzen. Der Körper war wie ein Anhängsel an der Seele, der völlig von ihr abgetrennt ist. Er war der Herr von Körper und Seele und kontrollierte sowohl den Egoismus des Körpers als auch das höchste Ziel der Seele als zwei Linien. Er baute die dritte Linie auf ihrer Verbindung. Er sah sich selbst darin. So sollte ein Mensch leben, der die höhere Realität versteht. Ein Mensch, der sich ständig im Eingriff befindet. Er war so. Er hat die ganze Zeit angegriffen. Und es geschah vor meinen Augen in Tiberias.

 

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Fortsetzung folgt…

Neues Leben 1220 – Coronavirus, Pessach, Nacht des Exils oder Nacht der Abgeschiedenheit?

Neues Leben 1220 – Coronavirus, Pessach, Nacht des Exils oder Nacht der Abgeschiedenheit?

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Das Pessachfest ist das Fest der Befreiung von unserem Egoismus. Allerdings gibt es nichts zu feiern, solange wir nicht miteinander verbunden sind, Ägypten nicht verlassen, und in unserem Egoismus verharren. Das Coronavirus hat uns in unseren Häusern eingeschlossen, um uns unsere wahre Situation zu zeigen: Wir sind in unseren Herzen getrennt. Wir sind isoliert, weil wir das Ego, welches Pharao genannt wird, erhöht haben und uns nur vor ihm verbeugen. Es ist nicht länger angebracht, uns selbst ohne Rücksicht auf andere, zu füllen. Wir müssen unsere Herzen öffnen, uns einem Zustand der Liebe zwischen uns nähern und uns direkt auf die Allmacht der Schöpfung ausrichten. In dem Moment, in dem die Kraft der Verbindung entdeckt wird, werden wir alle fühlen, wie die in unseren Herzen, auf die Welt kommen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1220 – Coronavirus, Pessach, Nacht des Exils oder Nacht der Abgeschiedenheit? 02.04.2020

Wie verwandelt man Staub in Diamanten?

Der Mensch geht auf jeder Stufe durch einen unangenehmen Zustand, er fühlt sich wie im Staub, in der Dunkelheit, wenn das Spirituelle seinen Geschmack verliert und aufhört ihm zu leuchten. Er hat den Eindruck, dass der Schöpfer sich von ihm distanziert hat. Aber in Wirklichkeit ist das eine Einladung zum Vorankommen.

Ich muss aber gerade in diesem grauen, nebligen, gefühllosen Zustand die richtige Einstellung entwickeln. Die Naturkräfte verführen mich jetzt nicht mit Licht, sondern geben mir einen Zustand der Dämmerung: das ist weder Dunkelheit noch Licht, sondern ein gewisses Grau. Aber gerade in diesem Zustand bin ich in der Lage, den Schöpfer, die Kraft des Gebens, selbst anzuziehen und voranzukommen.

Die meisten Zustände, die ein Mensch durchläuft, sind derart grau: weder hell noch dunkel. Man muss sehr feinfühlig für sie sein, um in ihnen die Notwendigkeit der spirituellen Arbeit, die Größe des Schöpfers, das Gefühl und die Offenbarung der höheren Kraft zu erwecken.

Gerade wenn man darin keinen Geschmack findet, sondern nur den Geschmack von Asche, ist das ein Zeichen dafür, dass ich die Gelegenheit habe, mich aus dieser Gleichgültigkeit zu erheben und viel spirituelle Arbeit zu leisten.

Die Asche ist wie Sand, und wenn wir diese Sandkörner unter großem Druck zusammenpressen, erhalten wir einen Diamanten. Das ist der Unterschied zwischen Staub und einem Diamanten: die billigste Sache und die teuerste. So wird Ramsch zu einem Juwel, nur dank unseres Drucks, der Bemühung uns zu verbinden.

Jede Etappe beginnt mit einem Zustand der Asche, und wenn ich sie nicht ignoriere, sondern richtig, mit vollem Ernst damit umgehe, kann ich aus dem Staub in große Höhen aufsteigen, und aus Sand einen Diamanten machen.

In der materiellen Welt, d.h. in unserem Egoismus wird dieser Zustand wie Asche empfunden, aber in der spirituellen Welt, d.h. im Geben, ist nach der Meinung des Schöpfers, dies der wichtigste Zustand. Aus der Sicht des Schöpfers sind das Diamanten, aber in meinen Augen, aus meinem Verlangen zu genießen, wird er als einfacher Staub empfunden. Deshalb muss ich meine Freunde bitten, mir zu helfen, aus meinem Egoismus in Richtung Geben herauszukommen. Ich muss aus genau diesem Zustand meine Spiritualität aufbauen.

Versuche viel mehr dich in den Freunden zu befinden als in dir selbst, und du wirst fühlen, wie du aus der Asche auferstehst. Bete, bitte und weine, aber warte nicht darauf, dass der Zustand sich von selbst ändert. Der Sand wird sich nicht von alleine in Diamanten verwandeln.

Meine Ablehnung dagegen, meinen grauen Zustand als wertlos zu betrachten, ist genau dieser starke Druck, mit dem ich den Sand in einen Diamanten verwandle. Der Egoismus fühlt, dass dieser Zustand keine Wichtigkeit hat, wie bei der Asche. Ich fühle, dass ich hingefallen bin und auf dem Boden liege, aber ich bin mit diesem Gefühl nicht einverstanden, denn diese Realität gaukelt mir mein Verlangen nach Genuss vor.

Es ist sehr gut, dass der Egoismus sich jetzt im Staub befindet, ich möchte dagegen meinen Wunsch nach Geben, den Punkt, der aus diesem Staub zum Schöpfer emporstrebt, aus dem Staub in die Höhe erheben. Das wird als Glauben über dem Wissen bezeichnet.

Dann fühle ich, wie durch meinen Wunsch hinauszutreten, durch den Druck auf ihn, ich diese Asche in den allerteuersten Zustand verwandele, als ob ich Diamanten aus Sand herstellen würde. Der Werkstoff bleibt derselbe, aber der Druck verwandelt ihn zum größten Juwel.

Das Gefühl des Spirituellen in den egoistischen Verlangen wird „Asche“ genannt, das Gefühl des Spirituellen in dem Verlangen zu geben wird hingegen als „Diamant“ bezeichnet.

Aus dem Unterricht zum Thema „Glauben über dem Verstand“ von 22.04.2020

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Immer mit mir – Teil 74

Lass ihn leiden!

Ich hatte ein paar Mal im Jahr Hautprobleme. Manchmal ging es mir dermaßen schlecht, dass ich nicht aufstehen konnte. Mein Freund Yaron, der Tischler, baute mir einen speziellen Reifen, der über mir angebracht wurde, und eine Decke wurde darauf gelegt, so dass sie den Körper nicht berührte. Ich lag da unter unheimlichen Qualen, mein Körper hörte auf zu atmen, meine Haut ging ab wie ein Film, den ich komplett abziehen konnte. Ich war völlig mit Furunkel überzogen, und die Lymphe strömte aus allen Poren, also wechselte ich meine ganze Körperhaut… Und so gingen wir in einer dieser Perioden mit RABASH durch den Park. Ich schaffte es, aus dem Bett zu steigen und litt natürlich unter der Kleidung, die mich berührte. Aber ich musste aufstehen, ich konnte nicht anders.

Es war im Winter, ich hatte Glück, einen kalten durchdringenden Wind zu haben, ich ging aufgeknöpft und setzte mich dem Wind aus. Und ich wollte, dass er noch kälter wird, noch mehr brennt… Ich ging mit geschlossenen Augen, ab und zu öffnet ich sie, um zu prüfen, wo RABASH ist… Plötzlich sehe ich, dass er anhält und mich ansieht.

Ich frage ihn, trotz großer Schmerzen – ich konnte meinen Mund kaum öffnen, als wäre es mit Harz beschmiert, ich fragte RABASH: „Was wird kommen, Rebe? Was wird kommen?!“ Und dann macht er einen Schritt zu mir, greift an meine Hand und sagt mit großem Schmerz: „Lass ihn leiden! Lass!“ (Er sprach vom Körper.)

Er stößt mit dem Finger in sich, als würde er sich schmerzhaft kneifen. Und seine Augen brennen dabei vor Freude: „Michael, du hast keine Ahnung, wie viel du gewinnst!..“

 

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Fortsetzung folgt… 

Hände waschen im eigentlichen und im übertragenen Sinn

Frage: Könnte man sagen, dass die Welt der Bakterien und Viren der Welt der Menschen den Krieg erklärt hat? Kommt vielleicht die Zeit, in der sie unseren Platz auf diesem Planeten einnehmen, denn sie sind weniger verwundbar und sicherlich mehr in einem gemeinsamen Ziel verbunden als die Menschen.

Antwort: Niemand hat jemandem den Krieg erklärt. Alles hängt davon ab ob der Mensch richtig oder falsch reagiert auf das was mit ihm und der Natur ringsumher geschieht. Wir sind die einzigen Geschöpfe mit einem freien Willen.
Anmerkung: Während des Ausbruchs der Pest im vierzehnten Jahrhundert glaubten die Menschen dass Krankheiten von zornigen Göttern, von bösen Geistern zu ihnen geschickt wurden. Sie wussten noch nicht, dass Bakterien und Viren existieren. Die Menschen glaubten an Engel und Feen und konnten sich nicht vorstellen, dass einfaches Händewaschen sie vor der Pest beschützen könnte.

Sie sagen: „ Nur die Verbindung kann uns vor dem Virus retten.“ Das bedeutet, befolge eine einfache Regel nämlich: behandelt euch gegenseitig gut und das Virus wird verschwinden. So einfach ist die Wahrheit.

Antwort: Was meinen Sie mit „einfache Wahrheit?“ Bin ich gegen das Händewaschen?! Das Händewaschen (Netilat Jadaim in der Kabbala) bedeutet im spirituellen Sinne dass ich meine Hände von ihrem üblichen Gebrauch bei dem ich immer etwas für mich selbst ergreifen will zurückziehe. Ich schränke mich ein und will nichts von dieser Welt „ergreifen“. Man muss die Bedeutung dieser Handlungen richtig verstehen. Ich habe natürlich nichts gegen Sauberkeit und Hygiene. Aber zunächst muss man sich die Hände im spirituellen Sinne waschen.

Frage: Was ist der Zusammenhang zwischen dem Virus und dem Händewaschen?

Antwort: Es gibt vier Stufen der Wechselwirkungen zwischen allen Teile der Natur. Die unbelebte Natur, die Pflanzen, die Tiere und der Mensch. Mit all diesen Teilen müssen wir korrekt zusammenwirken, d.h. unsere Hände davon lassen um nichts den anderen wegzunehmen. Also Nichts empfangen sondern, noch besser, vielleicht sogar etwas geben.

Mit anderen Worten: „Hände waschen“ auf der Ebene der menschlichen Beziehungen bedeutet, sich nicht gegenseitig zu benutzen.

Aus der TV Sendung „ Coronavirus verändert die Realität“, 26.03.2020

Wie schaffe ich es mich nicht zu verlieren?

Frage: Heute weiß ich was ich bin. Irgendwie ermöglicht mir das, mich in dieser Welt zu orientieren. Wenn ich Ihre Artikel studiere oder Ihre Videos anschaue, höre ich oft den Satz, dass das Erkennen des Schöpfers eine Verschmelzung mit ihm ist.

Dennoch spüre ich die innere Angst, dass ich nicht mehr da sein werde, wenn ich mich dem Schöpfer nähere und mit ihm verschmelze. Was ist diese Angst und was ist die Verschmelzung mit dem Schöpfer?

Antwort: Die Verschmelzung mit dem Schöpfer ist erreicht, wenn Ihr Egoismus nachlässt, an Bedeutung verliert. Es entsteht die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens, die wir Schöpfer nennen. Das Zurückgeben beginnt, sich über all Ihre anderen Qualitäten, Kräfte und Absichten durchzusetzen.

Mit anderen Worten, die Eigenschaft des Gebens, der Verbindung, die Liebe zu allem, was „über sich selbst hinausgeht“, ist das Mittel, das Sie dem Schöpfer näher bringt. Das ist eine spirituelle Eigenschaft. Wenn Sie anfangen zu spüren, dass sie sich bereits in Ihnen äußert, bedeutet das, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Frage: Verliere ich in diesem Ablauf nicht meine Individualität?

Antwort: Sie verlieren nichts, denn diese Eigenschaft, die Sie erwerben, wächst auch aus Ihrem Egoismus heraus, nur in der entgegengesetzten Richtung.

Aus dem Unterricht, 26.01.2020

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Neues Leben 1219 – Coronavirus, Geld und unser Konsumverhalten

Neues Leben 1219 – Coronavirus, Geld und unser  Konsumverhalten

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

Dieses Leben zu genießen ist in Ordnung, allerdings wird von uns auch verlangt, dass wir uns zu einer höheren Intelligenz entwickeln. Die Natur will, dass wir göttliche Eigenschaften entwickeln und nicht Geld zu unserem Gott machen. Wir jagen dem Geld hinterher, kaufen Geschenke, feilschen um einen billigeren Preis, machen jedes Jahr viele Urlaubsreisen, und alles nur, um das Ego zu befriedigen. Wir fühlen uns jedoch nur für kurze Zeit befriedigt, weil das Ego sich schnell wandelt und ständig mehr und Besseres will. Die Hetzjagd unsere Verlangen zu stillen dient nur dazu, einen ultimativen Zustand der Verzweiflung in Bezug auf das Ego zu erreichen, so dass wir uns auf eine andere Methode der Erfüllung zubewegen wollen: dem Geben. Diese Methode der Füllung und Korrektur bewirkt im Menschen das Gefühl, dass die ganze Welt ihm nahe ist, ihn liebt und er geben will. Er fühlt, dass alle ein Teil seiner ewigen Seele sind und indem er sich mit ihnen verbindet, entdeckt er die höhere Macht. Das Coronavirus will uns in einen Zustand versetzen, in dem wir zu allen gut sein wollen. Auf diese Weise erlangen wir die Vollkommenheit und Ewigkeit. 

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Aus KabTVs „Neues Leben 1219 – Coronavirus, Geld und unsere Kultur des Konsumverhaltens“, 02.04.2020

Vor uns liegen riesige Chancen!

Frage: Die konzeptionelle Lösung, die Sie anbieten, um uns in ein Gefühl der gemeinsamen Verbundenheit und Liebe zu erheben, ist ein sehr schönes Konzept. Was ist in Bezug auf die Reihenfolge der praktischen Schritte zu tun? Was empfehlen Sie denjenigen, die nicht Kabbala studieren und jenen, die studieren? Gibt es da einen Unterschied?

Antwort: Es macht keinen Unterschied, ob ein Mensch Kabbala studiert oder nicht. Wir befinden uns alle in einem System. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass dieses System richtig funktioniert. Dann werden wir alles haben, Lebensmittel, Kleidung, Dienstleistungen, alles was zum Leben gebraucht wird. Wenn das System richtig funktioniert werden wir uns gut fühlen und uns gegenseitig angemessen behandeln.
Außerdem werden wir in der Lage sein andere Welten zu erkennen, wie unseren Kreislauf in der Natur, wie ewig die Natur ist und wie vollkommen sie ist. Vor uns liegen riesige Möglichkeiten!

Aus dem Unterricht ,15.03.2020
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Immer mit mir – Teil 73

Die Ewigkeit in Tiberias

Also in Tiberias zogen wir in Drori’s altes einstöckiges Haus.

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Die Zugänge waren mit Gras bewachsen, und wir arbeiteten uns den Weg hinunter zum Eingang. Es gab hier zwei Zimmer. In einem schlief RABASH, das andere gehörte mir. Alles war einfach, nichts unnötiges, aber ich würde diese beiden kleinen Zimmer und die Ewigkeit, die ich dort fühlte, nicht gegen die teuersten Apartments eintauschen. Wir kamen an, packten aus und ich bereitete das Essen vor. Wir aßen und fuhren sofort zu den heißen Quellen von “Khamei Tiberias”[1]. RABASH trat in ein riesiges Bad für eine halbe Stunde ein, kam unter heißes Wasser, er liebte Wärme, erwärmte sich 40 Minuten lang.  Ich konnte nicht einmal 20 Minuten aushalten. Dann legte er sich auf die Holzliege. Ich wickelte ihn von allen Seiten schön mit einem Laken und einer Decke ein…

Er liebte es, zu schwitzen, so dass alles aus ihm herauskommt. Er trank viel. Trank und schwitzte, trank und schwitzte. Er hatte von Natur aus ein Gefühl dafür, was gut für ihn war und was nicht. Es war keine Gewalt, es war sehr natürlich, als würde er mit der Natur sprechen, und alles, was ihn in Harmonie hielt, wurde von ihm angenommen. So war es zum Beispiel die Reinigung des Körpers, wenn der ganze Schmutz durch die Poren herauskam. Auch wenn es für uns normal war, Seife zu benutzen, er benutzte sie nie – er handelte nach der Natur, wusch sich nur mit Wasser.

Ich werde nicht alles beschreiben, was danach geschah, wie wir nach Hause fuhren, was wir aßen, ich erinnere mich daran in allen Einzelheiten, aber das Wesentliche ist, dass er alles mit einem Ziel machte – all die Kraft in den Lernprozess zu setzen. Und die Erholung in „Khamei Tiberias“, und der Schlaf, und das Essen – er aß doch nie zu viel! Alles war dafür gedacht, dass keine Minute von 8 bis 10 Stunden der Lernzeit verloren ging, verpasst wurde. In der Tat war er sehr hart zum Körper. Ich beobachtete ihn die ganze Zeit. Ich hatte mit dem Körper ganz andere Berechnungen…

[1] Thermalquellen (Badehäuser) „Khamey Tiberias“ befinden sich am Ufer des Kinneret-See in der Nähe der Stadt Tiberias.

 

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Fortsetzung folgt…

Im Geben an diese Welt

Frage: Wann kann die Fürsorge für materielle Angelegenheiten die beste spirituelle Handlung sein? Könnte es sein, dass der Kabbalist auf seinem Weg die Verantwortung für seinen Misserfolg oder seine Untätigkeit auf den Schöpfer schiebt? Wie kann man hier nicht verwirrt sein? Gibt es einen Leitfaden?

Antwort: Der Schöpfer weist dem Menschen Pflichten zu, und der Mensch verlagert Pflichten zurück zum Schöpfer? Das klingt gut, aber es ist falsch.

Wir haben unsere Welt, unsere Eigenschaften, alles, was wir haben, dafür erhalten, um richtig mit uns selbst, miteinander und mit dem Schöpfer zu interagieren.

Die materiellen Anliegen sind uns gegeben, um alle Zustände in unserer Welt aufrechtzuerhalten. Keiner zwingt dich, 20 Stunden am Tag auf eine harte, primitive Weise zu arbeiten. Du kannst woanders arbeiten, es liegt an dir.

Aber die Kabbala sagt: „Man muss für sich selbst sorgen“. Du hast kein Recht, von den anderen zu leben. Selbst wenn du vermögende Eltern hast, musst du arbeiten. Du bekommst das Geld vielleicht nicht oder gibst es weg, aber du musst arbeiten. Arbeit und Gehalt sind nicht dasselbe. Jeder muss in dieser Welt etwas produzieren. Und das Gehalt hat nichts mit der Arbeit selbst zu tun.

Es gibt Menschen, die bezahlt werden und nicht arbeiten. Es gibt diejenigen, die auf freiwilliger Basis arbeiten und nicht bezahlt werden. Aber wir müssen arbeiten.

Als ich zu RABASH kam, hatte ich mein eigenes Geschäft und ich habe es aufgegeben. Ich sagte ihm, dass ich schätze, dass mein Geld mir und meiner Familie für vier Jahre reicht.

Und er sagte: „Nein. Es handelt sich nicht um das Geld, sondern um die Seele. Wenn du das Geschäft schließen willst, mach das, aber du musst immer noch mindestens 4-6 Stunden am Tag arbeiten“. Und ich arbeitete weiterhin 4 Stunden am Tag, da ich auch viel Zeit mit ihm verbrachte.

Also muss man dieser Welt etwas geben. Und ob du dafür belohnt wirst, ist deine Sache.

Frage: Wie verstehe ich, ob mein Wunsch das für mich notwendige Minimum übersteigt?

Antwort: Jeder Mensch sollte es für sich selbst definieren.

Drei Stunden am Tag musst du am Morgenunterricht teilnehmen und 1-2 weitere Stunden für das Lernen am Abend aufwenden. 6-8 Stunden werden für professionelle Arbeit investiert. Außerdem musst du dich um die Familie kümmern und danach erst tun, was immer du willst. Alle anderen Berechnungen sind unnötig. Aber denke daran, dass du dir zunächst drei Stunden Zeit zum Lernen nehmen musst.

Aus dem russischen Unterricht, 05.01.2020.

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