Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Globalisierung'

Hikikomori

Bemerkung: Es gibt in Japan Menschen, die man Hikikikomori nennt. Das sind in sich verschlossene Menschen, die sich in ihre Löcher, in ihre Häuser verkrochen haben und nicht hinausgehen. Unter ihnen gibt es auch solche, die ihre Wohnung überhaupt nicht verlassen. Sie verdienen ihr Geld als Freelancer im Internet. In Japan gibt es immer mehr davon.

Antwort: Sehr gut. Sie leben, sie haben ein virtuelles Leben für sich gefunden. Man muss versuchen, ihnen durch dieses virtuelle Leben, Möglichkeiten für eine vielfältige Entwicklung zu geben. Sie werden für sich, jeder nach seinem eigenen Egoismus, wählen was für sie bequemer und besser ist.

Der Staat hat durch sie keine Ausgaben, sie schaden niemandem, weder stehlen noch morden sie. Sehr gut. Sie schleichen sich nachts nicht leise hinaus, um etwas Schlechtes zu unternehmen.

Ich würde alle Menschen auf dieser Welt auf so eine „Diät“, so eine Lebensweise setzen.

Aber! Um das höchste Leben, das höchste Ziel, zu erreichen, das Gefühl zu haben aus sich hinaustreten zu können, sich über diese armselige tote Ansammlung von unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Körpern, über unsere Welt erheben zu können- muss man, für diesen Aufstieg, aus sich selbst, aus seiner Zelle heraustreten und damit beginnen, sich zu verbinden. Man muss sich auf die richtige Art und Weise verbinden!

Frage: Was wird nach einer Weile in ihnen durchbrechen, in ihnen keimen? Was werden sie erreichen, wenn sie einsam zu Hause sitzen, nicht hinauszugehen? Was wird zu ihnen durchdringen?

Antwort: In ihnen wird die Frage über den Sinn des Lebens entstehen. Dies wird in jedem von ihnen entstehen.

Ich bin mir sicher, dass die Menschheit, sich von der großen tobenden Masse, von diesem „Manhattan“, das sich heute über die ganze Welt verbreitet hat, lösen wird. Dank der Entwicklung neuer Technologien wird sich dieses Laufen von Büro zu Büro, von der Arbeit und zur Arbeit ein wenig beruhigen. Die Menschheit wird damit anfangen, mehr durch sich selbst, über einen Computer zu arbeiten, um ein inneres, intelligenteres Produkt zu erzeugen.

Deshalb werden nicht nur Japaner, sondern viele Menschen auf der Welt zu Hause sitzen. Das ist wesentlich umweltfreundlicher, sauberer und angenehmer für den Menschen. Selbst die Tora sagt: „Glücklich ist derjenige, der Geld verdient, ohne sein Haus zu verlassen.

Frage: Und dann, was wird daraus?

Antwort: Die Menschen entwickeln sich weiter, ihr Verlangen entwickelt sich weiter. So ist das von der Natur, von oben bestimmt. Sie beginnen zu spüren: „Wofür ist das eigentlich alles?

Bisher hat die Menschheit so funktioniert, dass sie sich mit ihren „Spielen“ keine Möglichkeit ließen, zu verstehen, was für eine Sinnfrage sich über ihnen befindet. Dann kommt der Sinn des Lebens – der echte.

Frage: Ist das der Durchbruch zum Schöpfer? Entsteht das aus dem Schrei?

Antwort: Es entsteht aus einem wachsenden, sich entwickelnden inneren Bedürfnis. Im Prinzip sind das süße Leiden, sie erzählen dir von der Suche, ein Mensch zu werden.

Frage: Bedeutet das, dass es irgendwo dieses große Glück gibt, ich es aber noch nicht begreife? 

Antwort: Ja. Ich habe es noch nicht, aber es leuchtet aus der Ferne. Das heißt, ich bin bereits mit dem Schöpfer verbunden, jetzt müssen wir uns auf Ihn zubewegen.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 02.07.2019

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Im Gefängnis des eigenen Egoismus.

Frage: Im Gegensatz zu einem Tier kann ein Mensch auf lange Sicht Freude sehen. Um dorthin zu kommen kann er dafür seine Schritte berechnen. 

Warum kann er, da er über einen großen Intellekt verfügt den Zustand des Gleichgewichts mit der Natur nicht rational berechnen? Warum scheitern all seine rationalen Versuche, eine ausgewogene Gesellschaft aufzubauen?

Antwort: Da er in seiner egoistischen Natur steckt. Er kann nichts berechnen.

Indem er einen Egoismus über den anderen stellt, dabei seine Gewinne oder Verluste berücksichtigt, gelangt er immer wieder in seinen Egoismus. Er ist nicht frei! Er hat keine Wahl! Was er als Freiheit betrachtet, ist die Illusion, unter dem Einfluss einer äußeren Kraft zu stehen.

Frage: Kann er etwa Folgendes nicht berechnen: „Wenn ich meinen Egoismus einsetze, werde ich mich schlecht fühlen“? 

Antwort: Wir versuchen immer aus Schwierigkeiten herauszukommen. Das bedeutet nicht, dass wir frei sind. Ich laufe ständig vor egoistischen Schlägen davon: von einem Stock, zu einem anderen Stock…  und so eile ich von Morgens bis Abends herum.

Schauen sie, was auf der Straße, in Bussen, in der U-Bahn, in Büros und überall passiert. Sehen sie diesen ganzen menschlichen Ameisenhaufen an! Wo können wir hier von Freiheit sprechen?!

Es gibt keine Freiheit. Es gibt die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt, den bequemsten Zustand zu wählen. Das ist alles.

Ich wähle zwar aus dem was mir zur Verfügung steht, bin aber trotzdem eingeschränkt. Der Schöpfer leuchtet durch meinen vollkommenen Zustand, ich selbst bin aber noch nicht korrigiert. Natürlich verstehe ich gar nicht seinen Einfluss auf mich. Wo treibt Er mich an? Was will Er in jedem Augenblick von mir? Wenn ich das nicht weiß, welche Art von freiem Willen kann es dann geben?

 

Aus dem Unterricht, 12.05.2019

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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”

Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
 
Kabbala Akademie
 

Kabbala steht für die bedingungslose Liebe!

http://laitman.com/images/michael-laitman_05.gifBericht: Eine unserer neuesten Entdeckungen ist die Fähigkeit, die Herzfunktion von Millionen Menschen direkt zu beeinflussen! In einem neu veröffentlichten akademischen Blatt haben Computerwissenschafter in den Vereinigten Staaten aufgezeigt, dass Herzschrittmacher gehackt werden können. Darüber hinaus können die Folgen eines solchen „Hackings“ möglicherweise tödlich sein.

Antwort: Wenn die Leute nur erkennen würden, dass sie einen direkten Einfluss auf die Seele und das Schicksal jedes anderen haben!

Wie würden sie sich dann verhalten? Würden sie in totaler Angst leben, einem anderen Schaden zuzufügen, oder würden sie, im Gegenteil dazu, versuchen, einem jeden, dem sie könnten, soviel Schaden wie nur möglich zuzufügen? Oder würden sie versuchen, einen Kompromiss zu jedermanns Zufriedenheit zu erreichen?

Wir sind bis jetzt noch nicht fähig gewesen zu erkennen, dass wir vollkommen voneinander abhängig sind, und darum liegt die einzige Lösung für uns darin, vollkommene Liebe zu erreichen!

Warum also erkennen wir unsere gegenseitige Abhängigkeit nicht, wenn es klar ist, wie wir alle verbunden sind?

Wir enthüllen es nicht, weil wir dann gezwungen wären, uns untereinander zu lieben. Für die Liebe jedoch muss man frei sein, ohne Bedingung – unabhängig davon, welche Konsequenzen sie hat, welchen Gewinn man daraus zieht oder mit welcher Antwort man rechnen muss.

Kabbala Akademie

Liebe muss frei sein!

EMH

Blitzantworten eines Kabbalisten, 27.01.2019

Frage: Da alles, was uns umgibt, die Emanationen des Schöpfers sind, stellen sich dann die unbelebten, belebten und tierischen Stufen als Übergangsphasen zur Liebe zum Schöpfer dar? Zum Beispiel liebt jemand Tiere, Blumen, etc..

Antwort: Nein. Das ist die Art von Einstellung, die bei jedem Menschen aufgrund seiner tierischen Natur besteht. Was wir in unserer Welt entdecken, nennt man unsere tierische Essenz. Das hat nichts mit dem Schöpfer zu tun.

Frage: Wenn es niemanden außer Ihm gibt, wer ist dann das „Ich“, das die Welt um sich herum betrachtet?

Antwort: Sie sind der Punkt, der die Möglichkeit bekommt, sich angeblich außerhalb des Schöpfers zu fühlen. Das ist Ihr „Ich“.

Frage: Wie empfinden sich blinde Menschen gegenüber dem Schöpfer? Haben sie die Möglichkeit, den Schöpfer zu spüren, indem sie spekulative Bilder entwickeln?

Antwort: Wie fühlen wir Ihn? Wer von uns sieht Ihn? – Niemand. Es fühlt sich wie eine Kraft an, die Sie beeinflusst.

Frage: Wenn ich mich dem Schöpfer nähere, kann ich mir immer mehr Klarheit darüber verschaffen, was der Schöpfer ist und wie Er mich und die Welt in mir steuert?

Antwort: Ja, in der Kabbala gehen wir Ihm entgegen und erreichen schließlich einen Zustand, in dem wir Ihn wirklich offenbaren. Wir offenbaren Ihn jedoch in uns selbst.

Frage: Wenn etwas Unfassbares passiert, und ich weiß, dass es mir der Schöpfer angetan hat, hört Er dann auf es geschehen zu lassen oder ändert sich meine Wahrnehmung des „Unfassbaren“?

Antwort: Die Wahrnehmung ändert sich. Das Unverständliche wird dabei klar.

Frage: Hat der Schöpfer eine Berechnung mit unseren Körpern?

Antwort: Es gibt keine Berechnung mit physischen Körpern, Sie dürfen ruhig zunehmen. Sie können mit Ihrem Körper tun, was Sie wollen.

Frage: Bin ich der Punkt, an dem Gott die materielle Welt erkennt?

Antwort: Gott muss nichts erkennen. Die Welt ist Er.

Frage: Ist es dasselbe, das Gefühl der Größe des Schöpfers und das seiner Einheit zu erhalten?

Antwort: Ja. Es gibt keine Unterteilung in verschiedene Aspekte des Verständnisses. Es gibt nur eines – das Begreifen des Schöpfers.

Frage: Warum regt das Leiden das Verlangen an?

Antwort: Leiden drängt die Menschen dazu, sich zu bewegen, da sie sich davon befreien wollen. Ohne Leiden (das sogenannte „Chissaron“) gibt es keinen Fortschritt.

Frage: Warum ist es möglich, in der wilden ursprünglichen Natur den Schöpfer zu spüren, aber in der Großstadt nur Eitelkeit zu bemerken?

Antwort: Da man in der ursprünglichen Natur frei von dem Einfluss der verrückten Menschenmassen ist.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Ein Eseltreiber für die ganze Menschheit

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Art. „Der Eseltreiber“, P.74: „Ein Mensch ging ihnen nach und führte ihre Esel“ – d.h. lenkte (richtete) ihre Esel.

„Rabbi Aba sagte: „Lasst uns die Tore der Tora öffnen, denn ihre Stunde und die Zeit unseren Weg zu korrigieren ist gekommen“. „Esel zu führen“ bedeutet sie zu „stechen“.

Und dieser Name wurde für den Eseltreiber genommen, denn seine Funktion besteht darin, die Esel mit der Stockspitze zu stechen, damit sie sich beim Laufen mehr beeilen.“

Die ganze Schöpfung muss zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht werden. Alles, was in der Realität geschieht, einschließlich das Drehen von jedem Atom, bewegt sich nur zu diesem Ziel. Es gibt keine anderen Handlungen auf der Welt, außer solchen, welche die Geschöpfe, mit ihrer Zustimmung oder auch ohne, zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer bringen sollen. Und wir werden zu diesem Ziel durch eine besondere Kraft von oben geführt, die der „Eseltreiber“ genannt wird. Wenn wir uns dem Wissen angleichen, von dem uns der Sohar erzählt, werden wir gemeinsam mit dem „Eseltreiber“ gehen und er wird uns auf unserem Weg helfen.

Wenn nicht, wird der gleiche „Eseltreiber“ unsere „Esel“ bzw. unser Verlangen zu Genießen mit seinem spitzen Stock stechen. Das sind gerade all die Leiden, denen die Welt ausgeliefert wird, wenn sie zum Ziel nicht bewusst, mit einem Verständnis, gehen möchte.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.1.2011

Kabbala Akademie

Das 21. Jahrhundert ist entscheidend

Meinung (Michail Gorbatschow): Das 21. Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert der totalen Zuspitzung der todbringenden Krise oder ein Jahrhundert der moralischen Säuberung und spirituellen Heilung der Menschheit werden, ihrer vollständigen Genesung. Ich bin mir sicher, wir alle, das heißt alle vernünftigen politischen Kräfte, alle spirituellen und weltanschaulichen Bewegungen, alle Religionen sind so konzipiert bzw. sind dazu da, um diesen Übergang, den Sieg der Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu unterstützen. Damit das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Wiedergeburt, ein Jahrhundert des Menschen wird.

Kabbala Akademie

Wird Polen die Juden bezahlen?

Replik: Es gibt ein großes Problem in Polen, das dort als „jüdische Ansprüche“ bezeichnet wird. Die Polen werden aufgefordert, 300 Milliarden Dollar zu zahlen, um die Nachkommen von Juden zu entschädigen, deren Familienvermögen von den Nazis und dann von den Kommunisten beschlagnahmt wurde. Jetzt stehen die rechten Parteien da auf und sagen: „Das kann man nicht machen! Wir sind nicht für alles verantwortlich, was damals passiert ist“.

Meine Antwort: Es ist ein guter Grund, dieses Thema noch einmal anzusprechen: warum Polen so sehr an der Vernichtung der Juden beteiligt war.

Es ist ein krankes Thema, man kann nichts dagegen tun. So unangenehm es auch sein mag. Und es geht nicht um Geld, sondern um die Tatsache, dass es sich um eine Revision der Beziehungen, Ansichten und vielleicht sogar um eine Annäherung am Ende handelt.

Denn wenn man anfängt, alte Geschichten auszugraben, bleibt nicht nur der vergangene Hass übrig. Man muss es verstehen, man muss es begreifen, man muss darüber reden. Wir müssen uns darüber erheben und das polnische Volk verstehen, warum es so viel Antisemitismus darin gibt, was man „im Blut“ nennt. Nicht leise sein. Zumal es sich, wie Kabbalisten glauben, um ein Naturgesetz der Natur handelt. Das heißt, es ist ein natürliches Problem, das nicht wegen der Polen entsteht, sondern weil die Juden ihre internationale historische Funktion nicht erfüllen. So kann alles auf eine ganz andere Weise umgekehrt werden.

Am Ende werden wir zu einer Art gemeinsamer Vereinbarung kommen, die wir gemeinsam vorantreiben werden. Zumindest ist dies eine Gelegenheit, zu reden, nicht mit dem Rücken zueinander zu stehen.

Ich glaube, dass wir dies als Grund nehmen sollten, um herauszufinden, woher es kommt und wie wir zu einem gegenseitigen Verständnis kommen können.

Infolgedessen muss die Menschheit zur Vereinigung, zur Einigung, zur Einheit, zur Integration kommen. Wie können wir das mit solchen Menschen erreichen? Sie zu uns, wir zu ihnen.

Frage: Die Polen zu uns und die Juden zu den Polen?

Meine Antwort: Ja, wir müssen sie auch verstehen – woher dieser Hass kommt, warum, was sie motiviert.

Welches der Völker der Welt ist die Ursache des Hasses? Juden selbst. Sie sind die Einzigen, die die Möglichkeit haben, sich selbst zu verändern und so andere zu verändern. Das höchste Licht des Wohlstands, das Licht der Freundschaft, das Licht, das einen Menschen weicher macht, durch sich selbst zu leiten. Dieses Licht erhebt den Menschen über seinen Egoismus. Nur Juden können das tun. Das ist es, was die Tora sagt. Worum geht es also? Das ist es, was man den Polen lehren soll.

Es ist möglich ein Verständnis der Katastrophe zu entwickeln, ein Verständnis dessen, was passiert ist, woher das alles kommt. Dass all dies – nicht nur der eine hasste und tötete den anderen -, sondern aus den Tiefen unserer Natur kommt, die wir, Juden, nicht korrigieren und daher einen solchen Hass verursachen.

Wir müssen alle Miasmen, alle Wunden öffnen und sie alle heilen. Andernfalls wird in 70 Jahren das Gleiche passieren.

Replik: Sie drehen immer den Vektor auf uns zu.

Antwort: Auf jeden Fall. Und wer kann hier etwas ändern? Wer hat den freien Willen? So viel Licht oder Dunkelheit wir ihnen bringen, so handeln sie auch.

Frage: Bringen wir Dunkelheit, beginnen sie, uns zu hassen?

Meine Antwort: Natürlich. Baal HaSulam sagte 20 Jahre vor dem Holocaust: „Lasst uns schnell zusammenkommen. Lasst uns schnell so handeln, damit wir alles aufweichen können, sonst wird die Zeit kommen, in der wir strengen Anforderungen ausgesetzt sein werden“. Und jetzt, stehen wir nicht vor einer solchen Periode? Der Antisemitismus nimmt weltweit zu.

Deshalb bin ich dafür, ihn so weit wie möglich zu erhöhen, und wir sollten überall entsprechend schreiben, sprechen, schreien und sprechen. Weil wir diese Welle des Antisemitismus verursachen, die zu einer noch größeren Katastrophe führen kann. Und es gibt bereits etwas zu verlieren. Wir haben einen Staat, wir haben ein Volk, das sich mehr oder weniger geformt hat.

Was tun wir, um dieses zu erhalten und weiterzuentwickeln? Nichts. Menschen verlassen Israel, kaufen Wohnungen und Häuser in allen Ländern der Welt. Und das war’s, niemand interessiert sich für etwas.

Juden wollen ihre historische Rolle nicht erkennen, die Aufgabe ist es, die ganze Welt zur Freundlichkeit, zur Gegenseitigkeit zu führen. Was können wir also tun? Das alles gegen 300 Milliarden Dollar einzutauschen? „Hier, ich habe dir alles anvertraut, Tschüss. Und gleichzeitig entsteht ein neuer Holocaust in der Welt.

Also müssen wir verstehen, wie man sich verhält. Mit anderen Worten, diese Frage wird die Ursache für die tatsächliche Klärung der Gründe für die Vergangenheit des Holocaust sein, um das Neue zu verhindern und die ganze Welt zu korrigieren.

Replik: Sie wollen den Juden immer diese Art von Injektion injizieren – die Frage: „Warum hassen sie uns?“

Meine Antwort: „Es ist deine Schuld!“

Frage: Können Sie sich vorstellen, wie es ist, das zu hören?!

Meine Antwort: Das dachte ich auch nicht. Du musst es nur begreifen, sonst liegen wir die ganze Zeit falsch. Und die ganze Zeit, in jeder Generation, wird es einen Holocaust geben?

Frage: Was kann ich tun, damit man aufhört, mich zu hassen?

Meine Antwort: Zu diesem Zweck muss ich mich in meinem Volk, in allen Teilen des Volkes zusammenschließen, um zu verhindern, dass es sich über die ganze Welt verteilt.

Es kann nur durch Erklärung, nur durch Bildung, Erziehung geschehen, was in allen 70 Jahren der Existenz des Staates nicht geschehen ist! Wofür wurde es geschaffen? Es geht darum, eine Nation zu schaffen! Es gibt keine Nation. Alle fliegen weg, niemand will hier leben.

Es gibt keinen gemeinsamen Geist. Amerikanische Juden sitzen dort, es gibt mehr von ihnen als in Israel, und sie wollen nicht hören, was hier passiert. Die meisten von ihnen waren noch nie hier. Sie wissen nicht, warum sie es überhaupt brauchen, sie vergessen es. Es gibt das Land, dann gibt es, es eben.

Sie werden zu Gegnern dieses Landes, zu Gegnern ihres Volkes, völlig! Echte Antagonisten von Staat und Volk. Wie haben wir das zugelassen?! Und es ist ganz einfach: Die Regierung kämpft untereinander für einen Posten, für Geld, für Macht und alles, und sonst nichts.

Frage: Das alles geschieht also, weil es hier keine Einheit gibt? Gibt es deshalb all diesen Hass auf Israel, auch unter den Juden?

Antwort: Natürlich. Wir haben hier eine kleine Synagoge eingerichtet, in der alle wie in einem gewöhnlichen Dorf kämpfen. Das ist alles. Natürlich ist der Zustand schrecklich…

Aus der TV-Sendung „News with Michael Lightman“, 14.05.2019

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Kabbala Akademie

Wir steigen auf einer Rolltreppe über die Stufen der Welt auf

Heute beginnt die Welt von unten nach oben aufzusteigen. Das erste Zeichen dieses Aufstiegs ist die Enthüllung der Verbindung zwischen uns – die Globalisierung und Integration, die jetzt in unserer Welt sichtbar werden. Mit jedem weiteren Tag wird diese Verbindung noch augenscheinlicher und klarer enthüllt werden, denn dieser Prozess geschieht, ob wir ihn wollen oder nicht.

Es ist, als ob wir uns auf einer aufsteigenden Rolltreppe durch alle Stufen der Welten hinauf bewegen würden. Auf jeder neuen Stufe wird uns ein neues Bild offenbart. Die Rolltreppe bewegt sich momentan mit der Geschwindigkeit, die als „zu vorgegebener Zeit“ (Beito) bezeichnet wird. Und obwohl es uns erscheint, dass die Veränderungen in der Welt extrem schnell geschehen, ist dies in Wirklichkeit erst der Anfang.

Bis jetzt hat sich die Welt noch nicht in einem Aufstieg befunden; sie hat sich lediglich innerhalb des Rahmens des Egoismus verändert, der von einer Generation zur nächsten angewachsen ist. Aber jetzt erkennen wir, dass unser Egoismus immer mehr verbunden wird – wir sehen bereits ein System von egoistischen Verbindungen zwischen allen Menschen in der Welt. Jedoch sind wir uns dieser Verbindung noch nicht vollständig bewusst. Und tatsächlich werden wir erkennen, dass wir unfähig sind, verbunden zu sein – das ist die Wahrheit über uns. Auf diese Weise enthüllt sich die spirituelle Welt den Menschen. [Rest des Beitrags lesen →]

Wer bist Du, Volk Israel?

 
 
Der Artikel “Wer bist Du, Volk Israel?” in der New York Times vom 20. September 2014
Wer bist Du, Volk Israel?  Von Michael Laitman

Schon immer und stets von Neuem werden wir unter Druck gesetzt und terrorisiert, bis uns schließlich ein Gefühl von Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit befällt. Als Jude frage ich mich, was der Zweck dieses unerbittlichen Leids sein mag, das wir Juden durchleben müssen. Einige von uns glauben, dass sich die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs nicht widerholen könnten. Und dennoch sehen wir, wie leicht sich die Menschheit erneut zu einer ähnlichen Geisteshaltung verführen lässt, wie sie dem Holocaust voranging. Man hört immer mehr und das nicht mehr nur unter vorgehaltener Hand “Hitler hatte Recht”.
Doch es gibt Hoffnung. Wir können das Steuer noch herumreißen und alles, was dazu nötig ist, ist, dass wir uns des größeren Zusammenhanges bewusst werden.

Wo wir heute stehen

Die Menschheit befindet sich an einem entscheidenden Scheideweg. Einerseits sind wir in unserem Überleben durch die Globalisierung alle voneinander abhängig, andererseits ist uns dieser Zustand zutiefst verhasst, denn wir wollen frei und selbstbestimmt leben. Es ist eine unhaltbare Situation mit hochexplosivem Potential! Wir müssen uns entscheiden, welche Richtung wir einschlagen. Um die richtige Entscheidung zu treffen und auch zu verstehen, wie wir Juden in dieses Dilemma kamen, müssen wir einen Blick zurück werfen.
Das Volk Israel entstand bekanntermaßen im alten Babylon, das sich vor 4000 Jahren zwischen dem heutigen Iran und Irak befand. Eine aufstrebende Zivilisation lebte in diesem sehr fruchtbaren und weiten Land; die Menschen dort fühlten sich alle miteinander verbunden und teilten dasselbe Schicksal. In den Worten der Tora: „Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.“ (Genesis, 11:1).
Doch genauso wie ihre Verbindung enger wurde, wuchs auch ihr Ego. Sie fingen an, einander auszubeuten und zu hassen. Sie fühlten sich also gleichzeitig verbunden und wegen ihres wachsenden Egos auch voneinander getrennt und entfremdet. Die Babylonier fühlten sich in die Zange genommen und suchten in ihrer Not verzweifelt nach einer Lösung.

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