Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Friedensvertrag oder nur Stückwerk?

Der neue Begriff für einen Friedensvertrag ist „Normalisierungsabkommen“. In den letzten Monaten hat Israel mehrere solcher „Verträge“ unterzeichnet, und weitere sind in Arbeit. Ich bin für Frieden, aber ich fürchte, dass die derzeitige Art wirklich bedeutet, dass die Länder nur ein Stück vom Kuchen haben wollen: von den wirtschaftlichen und technologischen Vorteilen des jeweils anderen zu profitieren. Das ist kein wirklicher Frieden und wird Israel keinen Seelenfrieden geben.
Oberflächlich betrachtet scheint es, als ob die arabischen Länder endlich begriffen haben, dass Israel zwar ein kleines Land ist, aber einen bedeutenden Einfluss auf das Geschehen in der Welt hat, und es sieht nicht so aus, als ob es in absehbarer Zeit verschwinden würde, wie unsere Feinde es sich wünschen. Obwohl Israel nicht sehr beliebt ist, ist sein Einfluss in jedem Land und jeder Region der Welt zu spüren. Das heißt die diplomatischen Beziehungen zu Israel sind für jedes Land von Bedeutung. [Rest des Beitrags lesen →]

Warum ich mich um die Welt sorge und darüber schreibe

Kürzlich habe ich einige Fragen über mein Interesse an „weltlichen“ Angelegenheiten erhalten. Diese Leser scheinen zu glauben, dass Kabbalisten sich nicht für die materielle Welt und das Zeitgeschehen interessieren sollten. Nichts könnte jedoch weiter von der Wahrheit entfernt sein. Kabbalisten interessieren sich sehr für die Welt, und das aus sehr guten Gründen.

Aber bevor ich auf die Gründe eingehe, warum ich über die Welt, in der wir leben, schreibe und spreche, ist es wichtig zu erkennen, dass ich dabei keineswegs der Erste bin. Die großen Weisen durch die Jahrhunderte hindurch waren sehr interessiert an den Ereignissen ihrer Zeit. Sie schrieben auch oft darüber. Allein im 20. Jahrhundert äußerten sich zwei spirituelle Giganten bei verschiedenen Gelegenheiten über die Welt um sie herum. Als der große Rav Kook sah, dass die Juden im Ausland in Gefahr waren, schrieb er ein Plädoyer für ihre Ankunft im Land Israel. In einer Erklärung, die in dem Buch „Essays of the Raaiah“ veröffentlicht wurde, forderte er sie auf: „Versammelt euch einer nach dem anderen, wartet nicht auf formelle Worte und Befehle; wartet nicht auf Genehmigungen von berühmten. Tut, was ihr könnt, flieht und sammelt euch“. Nach einigen weiteren Sätzen fügte er hinzu: „Amalek, Petlura [antisemitischer ukrainischer Führer], Hitler und so weiter, erwachen zur Erlösung. Wer [den Ruf] nicht gehört hat … denn seine Ohren waren verstopft … wird gegen seinen Willen hören.“ [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1279 – Der Code für Erfolg im neuen Jahr

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Um ein erfolgreiches neues Jahr haben zu können, müssen die Israelis die Verbindung zwischen all ihren vielfältigen Bürgern so herstellen, dass sie Arvut oder gegenseitige Bürgschaft zwischen ihnen erlangen.        

Das Coronavirus wurde vom Schöpfer gesandt, um uns, entsprechend zum Schöpfungsplan, in gegenseitiger Liebe und Verbindung zu vereinen. Die Menschheit begreift das bislang noch nicht und ist damit beschäftigt, sich zu verstecken, versucht sich zu schützen. Dementsprechend sind unsere internationalen und kulturellen Beziehungen wie erstarrt.

Um ein Licht für die Völker zu werden, ist es die Aufgabe Israels, der Welt zu zeigen, wie man sich richtig nach dem Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verbindet. Es reicht nicht aus, Brüder in Zeiten des Krieges zu sein. Die Israelis müssen vielmehr verstehen, dass sie in ein integrales System eingebunden sind und dass sie sich ändern müssen, um eine innere Verbundenheit zwischen ihnen zu entwickeln.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1279 – Der Code für Erfolg im neuen Jahr“, 31.08.2020