Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Flug der Honigbiene.

Wir sind vielleicht vergesslich, und wir sind sicherlich gleichgültig, aber die Honigbienen verschwinden mit einer alarmierenden Geschwindigkeit. Ihre Population schrumpft auf der ganzen Welt, und niemand weiß mit Sicherheit, warum dies geschieht oder wie man es aufhalten kann.  Dies mag uns nicht wie ein großes Problem oder ein Anlass zur Besorgnis erscheinen, da es unzählige Arten gibt, deren Populationen schrumpfen und von denen einige kurz vor dem Aussterben sind.

Was ist also das Besondere an den Bienen? Bienen haben vielleicht nicht so gute PR wie etwa der Polarbär, aber ihre Bedeutung für die Menschheit ist weitaus größer als wahrscheinlich jede andere Spezies auf diesem Planeten. Durch ihre Funktion als wichtige Bestäuber sind Bienen für die Produktion von mehr als einem Drittel der weltweiten Nahrungsmittel verantwortlich. Ohne Bienen gibt es keine Bestäubung zahlreicher Pflanzen, die Menschen und Nutztiere ernähren. Mit anderen Worten: Ohne Bienen wird es Hunger in einem Ausmaß geben, wie wir es noch nie erlebt haben. [Rest des Beitrags lesen →]

Die schöne, ewige Welt sehen

Das Geheimnis der Seele erkennen und sehen – was die Seele ist, woher sie kam, warum sie in diesen Körper hinabgestiegen ist, der wie ein stinkender Tropfen ist, der heute hier ist und morgen im Grab liegt. (Das Buch Zohar)

Frage: Warum muss die Seele in so einen stinkenden Körper hinabsteigen, dessen Platz schließlich im Grab endet?

Antwort: Die Seele ist in keiner Weise mit unserem Körper verbunden. Wir existieren, wie kleine Tiere, in diesem kleinen egoistischen Verlangen, die Seele hat nichts damit zu tun.

„Die Seele steigt in den stinkenden Körper hinab“ – damit ist gemeint, dass sie den niedrigsten egoistischen Zustand erreicht und sich in ihm befindet, um ihn zu korrigieren.

Wenn man das Ego  korrigiert – aber nicht den tierischen Körper, er bleibt derselbe, sondern den „inneren Körper“ – und ihn allmählich, mit der Kraft, die man aus dem Buch Zohar erhält, in Geben und Nächstenliebe verwandelt, dann findet eine absolut erstaunliche Metamorphose statt.

Man beginnt das gesamte Universum zu spüren, man begrenzt sich nicht mehr, trennt sich nicht ab, und fühlt alles, was in der Welt geschieht.

Man wird fähig, außerhalb des eigenen Körpers, außerhalb sich Selbst zu sein. Das „Ich“ beginnt sich als Teil des Universums zu fühlen. Das ist ein neues, unbekanntes Gefühl. Beginnt man die Wahrnehmung zu erweitern, fühlt man sich frei. Man kommt plötzlich aus seinem kleinen Käfig heraus, in dem man existierte.

Die Kabbalisten geben ein sehr interessantes Beispiel dafür. Sie vergleichen den Menschen mit einem Wurm, der in einem faulen Rettich sitzt und das Gefühl hat, dass seine ganze Welt so bitter ist wie dieser Rettich. Als er schließlich den Kopf herausstreckt und die Sonne sieht, die Luft spürt, alles singt, alles blüht, sagt er: „Ich dachte, die ganze Welt ist so, wie ich sie im Rettich gespürt habe. Jetzt sehe ich eine riesige Außenwelt, die so schön im Vergleich zu der kleinen dunklen Welt ist!“

Das tun wir auch. Wenn wir unseren Kopf aus unserem Egoismus herausstrecken, sehen wir eine riesige, schöne, ewige Welt.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“ Nr.2

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Neues Leben 1289 – Eltern von Kindern mit Behinderungen (speziellen Anforderungen).

Neues Leben 1289 – Eltern von Kindern mit Behinderungen (speziellen Anforderungen).

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Es gibt keine Schicksalsschläge aus der Natur, die nicht ausgeglichen werden können, dazu gehört auch, ein Kind mit speziellen Anforderungen zu haben. Es macht keinen Sinn sich zu fragen, warum man dies verdient hat oder beginnt, sein Leben mit einer perfekten Lebensweise zu vergleichen. Behinderte Menschen sind in der Regel glücklicher, weil die Natur ihnen einen “größeren Geist” gibt. Wir können gegenseitige Unterstützung, Verbindung und Freude in Gruppen von behinderten Kindern sehen. Die Eltern sollten ihr Schicksal akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Sie sollten nicht mit irgendwelchen Aktivitäten aufhören und weiter nach Möglichkeiten suchen, wie sie die Behinderung durch den Einsatz von Geräten und entsprechenden Übungen kompensieren können. Es ist sehr wichtig, dass sie ein unterstützendes Umfeld von Menschen in der gleichen Situation haben, von denen sie lernen können, wie man erfolgreich mit der Behinderung lebt und die ihnen Beispiele von behinderten Menschen bringen, die im Leben sehr erfolgreich waren. Die Gesellschaft muss behinderten Menschen helfen, stärker zu werden, zurechtzukommen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Die Verbindung zwischen Menschen hilft immer, weil wir alle ein Teil der Natur sind, die absolut integral ist. Wir müssen Unterstützungsmechanismen in der Gesellschaft aufbauen, damit jeder das Gefühl hat, dass die ganze Gesellschaft ihn mit Fürsorge bedeckt.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1289 – Eltern eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen“, 29.11.2020