Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Eltern'

Hyperaktive Kinder – Das Resultat des wachsenden Egoismus

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_26.jpgEs ist offensichtlich, dass etwas Besonderes an den Kindern ist, die heute geboren werden: Sie sind besonders egoistisch, scharfsinnig und intelligent.

Sie wollen wissen, „warum“ sie das tun sollen, was die Erwachsenen ihnen sagen und nur dann tun sie es – vorausgesetzt sie wollen es (normalerweise nicht!). Sie sind eine vollständig neue Generation ohne Verlangen danach, „Erfolg im Leben“ zu haben, so wie wir dies normalerweise verstehen. Sie müssen sich erst selbst beweisen, dass das Leben Sinn hat.

Aber ist es andererseits nicht besser, in Drogen, verschiedene Vergnügungen und in eine eigene virtuelle Welt zu fliehen, anstatt alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen?

Wozu überhaupt?

Wir können nicht mit ihnen umgehen. Wir können ihren Egoismus nicht zügeln und wir können ihre Fragen nicht beantworten.

Aus diesen Gründen nutzen Erwachsene alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um die neue Generation zu zähmen – im speziellen ihre Hyperaktivität. Dennoch ist Hyperaktivität nur in den Augen der Erwachsenen „hyper“. Für die neue Generation ist das ganz normal. [Rest des Beitrags lesen →]

New Life 151 – Sozioökonomische Lücken

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Glück ist tatsächlich ein göttliches Produkt. Wir haben alle einen viel höheren Lebensstandard als vor 50 Jahren, haben aber keine Freude daran. Wir sind geteilt, distanziert und voneinander entfremdet. Das wachsende menschliche Ego verlangt ständig etwas Neues. Noch haben wir nicht erkannt, was es ist. Wir können uns selbst nicht füllen und sind nicht mehr mit materiellen Errungenschaften zufrieden, egal wie erfolgreich wir dabei sind. Die Technologie befreit die meisten von uns arbeiten zu müssen, trotzdem finden wir keinen Sinn in unserem Leben. Die Quelle des neuen Glücks liegt im menschlichen Leben auf der sozialen Ebene. Uns fehlt es an Wärme und Herzensverbindung, wie es ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter empfindet. Früher lebten wir in einer Familie, heute müssen wir die ganze Welt als Familie akzeptieren. Der Abstand zwischen uns bleibt bestehen, aber das familiäre Gefühl und die gegenseitige Fürsorge werden bald zwischen allen geweckt werden.

Aus KabTVs „Neues Leben 151 – Sozioökonomische Lücken“, 28.2.13

Die Wurzel der Seele

Infolge der Erreichung einer neuen spirituellen Stufe, kleidet sich der Kabbalist in dieselbe Form ein, die „Abraham“ oder „Moses“ heißt und „hört“, was die beiden einander sagen.

Im Sohar trifft man die Erzählungen, in welchen sich die Menschen miteinander unterhalten, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten. Man fragt sich deshalb, wie das möglich ist? Aber die Rede ist nur über die spirituelle Welt, und es wird nicht über die Menschen, sondern über die Wünsche und Eigenschaften gesprochen, die solche Namen tragen!

Und dein Name ist auch dort. Denn auch Deine Seele hat eine Wurzel! Aber man bezeichnet sie nicht mit deinem heutigen Namen. Wenn du dorthin aufsteigen und diesen Zustand korrigieren wirst, dann wirst du diesen Namen bekommen. Du musst die Wurzel deiner Seele enthüllen.

Und wenn du diesen Punkt, deine wichtigste und charakteristischste spirituelle Eigenschaft begreifen wirst, dann wirst du dich aus diesem Punkt in alle übrigen Kelim der Welt der Unendlichkeit einreihen. Es wird bedeuten, dass du die Seele Adams Rishon geöffnet hast, und sie zu deiner wurde, ausgehend von deinem Punkt!

Dein geistiges Gefäß mit dem Licht hat deinen Namen. Du kennst ihn nur nicht, weil dir dein geistiges Gen nicht bekannt ist, das in deinem Inneren gilt, der Funke, der Punkt im Herzen – du weißt noch nicht, woher er stammt.

Er zieht dich zu deiner Wurzel heran, die dir unbekannt ist, zu der Stufe der Leiter und dem Zustand in dem Du Dich befindest, damit du darin enthüllen kannst, dass du es bist?

Es bedeutet nicht, dass du durch diese Wurzel eingegrenzt bist. Du wirst noch höher steigen können! Aber schon an diesem Punkt wirst du alles begreifen. Deshalb ist jede Seele verpflichtet, die eigene Wurzel zu erreichen.

Es gibt „die Urväter“, die als Stufenleiter „der Generationen“ bezeichnet werden: Abraham, Isaak, Jakob … Sie sind nicht die Wurzeln der einzelnen Seelen, sondern die Haupteigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers.

Somit hat jeder von uns den eigenen wurzelständigen Punkt, den man erreichen und korrigieren soll, wonach die Verbindung mit allen übrigen Seelen zu korrigieren ist. Es bedeutet die volle, persönliche Korrektur eben, die jeder Mensch machen soll.

 

Kabbala Akademie

 

Wie man einen „spirituellen Widerstand“ baut

Frage: Wie fühlt sich die Einheit der Seelen an?

Antwort: Die Einheit der Seelen fühlt sich an wie die Vereinigung aller Sehnsüchte nach oben, nach dem spirituellen Ziel, weil dieses Ziel nur durch die Verbindung unter uns und niemals getrennt erreicht werden kann. Allein würde man immer nur mit seinem Punkt im Herzen verbleiben, welchen man am Anfang des Weges erhielt. Wie ein Samentropfen wird er immer deine Grundlage bleiben, während alles andere „die Substanz“ ist, die man hinzufügen muss.Dieser Tropfen jedoch enthält alle Information über Dich.

Der Punkt im Herzen existiert oberhalb deines Ego, das du in dieser Welt nicht mehr befriedigen kannst. Und obwohl er dich nach oben zieht, wird er für immer nur ein Punkt bleiben, wenn er allein bleibt. Allein kann er nicht wachsen. Doch wenn man ihn mit anderen Punkten verbindet – den Freunden, dann werden eure Punkte zusammen das gesamte Gefäß der Seele bauen, und darin wirst du dann das Höhere Licht wahrnehmen.

Das Licht wird nie in uns selbst gefühlt, sondern nur in der Verbindung zwischen uns, in unserer Einstellung zueinander, in unserer Verbindung. Jeder von uns stellt ein Verlangen dar. Wenn ich einem anderen gebe, und dieser gibt mir, dann fühlen wir das Innere Licht innerhalb dieser Verbindung.

Dies ist übrigens den subatomaren Verbindungen ähnlich. Es gibt zwei Verlangen. Einserseits wird eines vom anderen durch die Kraft des Egoismus zurückgestoßen und deshalb wollen die Menschen sich nicht miteinander verbinden. Doch sie werden andererseits auch voneinander angezogen, , oberhalb des Ego, weil sie ihre Punkte im Herzen vereinen wollen. Die zurückweisende Kraft des Ego ist negativ, während die Anziehungskraft der Punkte im Herzen positiv ist.

Wenn die positive Kraft größer als die negative ist, dann findet die Vereinigung statt.
Die Kraft der Vereinigung wird jedoch von der enormen „Minus“-Kraft des menschlichen Egoismus bestimmt. Wenn wir uns aber oberhalb unseres Egoismus vereinen, dann verwandeln wir diese in eine „ plus“ Energie und beginnen sie als Widerstand zu benutzen, dort, wo die Kraft des Gebens, der Schöpfer enthüllt werden kann.

Dann wird Er in der Verbindung zwischen uns enthüllt, in unserem vorherigen Egoismus, der nun von der Absicht zur Vereinigung gelenkt wird. Dies ist wie ein Feld, welches ein geladenes Partikel umringt.
Auf diese Weise wird der Schöpfer dem Geschöpf enthüllt: durch die Verbindung zwischen den Seelen, anstatt innerhalb einer individuellen Seele.

(Aus der Täglichen Kabbalalektion vom 11.9.2009 Shamati 18)

Kabbala Akademie

Eine Kerze im Herzen

Frage: Auf welche Art kann der Wille zu empfangen, geben? 

 Antwort: Der Mensch hat die Möglichkeit, mit seinem Willen zu empfangen zum Geben hin, für das Wohl des Nächsten, zu arbeiten. In unserer Welt gibt es Zustände, in denen ich meine wechselseitige Abhängigkeit zu anderen empfinde und versuche, ihnen einen guten Zustand zu verursachen, entweder für einen direkten Zweck, um Probleme zu verhindern, oder weil ich den anderen als Teil von mir wahrnehme, z.B. wenn vom Kind oder Geliebten die Rede ist. In diesem Falle geniesse ich es, dieser Person Genuss zu bereiten wie mir selbst, und sogar noch mehr. Dies ist eine der Formen der Einwirkungen des höheren Lichtes, das uns ein solches Gefühl bringt.

Im Gegensatz dazu senkt der Mensch sein Wesen zu Boden, wenn das Licht weggeht, so dass er die gesamte Verbindung verliert, die ganze Zugehörigkeit, sogar zu seinen nächsten Verwandten. Wenn man das Gefühl der Nähe von uns wegnimmt, bleibt nur der Wille, für sich zu empfangen, netto, ohne Mitgefühl, und ich berücksichtige nichts, außer dem Schaden, den ich mir möglicherweise selber zufügen könnte.

In derselben Zeit kann mich das höhere Licht so beeinflussen, dass es in mir plötzlich zu einem Phasenwechsel kommt: Ich möchte, dass es dem Anderen gut geht. Nicht, weil mir das einen Nutzen bringen würde, nicht in egoistischer Weise, sondern ich möchte einfach, dass es ihm gut geht.

Wie so etwas möglich ist, wissen wir nicht. Aber die Kabbalisten erzählen über diese Möglichkeit, und mehr noch: sie sagen, dass alle diesen Zustand erreichen müssen. „Ihr habt keine andere Wahl. Wenn ihr nicht auf unsere Stimme hören wollt, werden Leiden über euch hereinbrechen, so dass ihr es auf jeden Fall wollen werdet.“

So oder anders, nur das höhere Licht kann ein neues, integrales Verhältnis zum Nächsten vermitteln. Ich selbst werde das niemals schaffen können.

„Dann mach, dass das Licht mich beeinflusse!“
Man sagt mir: „ Nein, es wird dich nur unter der Bedingung beeinflussen, dass du das willst.“
„Aber wie kann ich das wollen, ich bin doch Egoist?“

Dafür wurde dir der Punkt im Herzen gegeben, um etwas über deinem Verlangen zu empfangen, ein Körnchen Verständnis. Du erkennst an, dass das Geben etwas Spezielles ist, und diese Kerze, die nicht durch dich entflammt wurde, brennt in dir und erweckt dich.

Und außerdem fließt das höhere Licht durch diesen Punkt oder diese Kerze durch dich und bringt dich zur Gruppe, zum Studium, und platziert dich in einem Umfeld, welches dir ermöglicht, dich der Handlung des Gebens, der Form des Gebens ähnlicher zu machen. Du bist wie ein kleines Kind, das die Erwachsenen nachahmt. Dir wurde ein wenig Verlangen gegeben, also verwende es. Dadurch wirst du das Licht einladen, welches stark auf dich stärker auf dich wirken wird, und plötzlich wirst du neue Eigenschaften erwerben. Dann wird dir der Nächste wichtiger sein als du dir selbst, und das sind die Freunde, die Menschheit, die Natur und der Schöpfer.

All dies mach das Licht, wenn wir eine Bitte um Korrektur erheben und gute Taten vollbringen. Das heißt, wir spielen miteinander, so als wollten wir das Geben wirklich, und dadurch kommen wir zum Gebet, zum Verlangen: „Wir haben so viel getan, und wo sind die Resultate?“ Und dann beginnen wir zu beten, so dass wir verstehen, dass nur das Licht und die Form des Gebens helfen wird. Und so schreiten wir voran.

Heute hast du keinerlei Verbindung mit dem Geben außer diesem Spiel. Um durch das Licht geben zu können, muss man ihm ähnlich sein. Dies ist nur durch die Verbindung und die Einheit in der Gruppe möglich. Dies ist die einzige Form des Gebens, die du ausdrücken und in dieser Welt demonstrieren kannst, um dich dem Licht anzugeichen und es zur Wirkung auf dich einzuladen.

„Gut, wir reichen uns die Hände, wir wollen uns wirklich vereinigen. Und wie weiter?“
Das ist nicht genug, weil ihr euch nicht wie in einer Fußballmannschaft verbindet. Ihr wollt die Notwendigkeit des Gebens spüren, ihr senkt eure Häupter voreinander und vereint euch. Und wofür? Um zum Geben zu kommen. Zu diesem Zweck müsst ihr den Weg kennen und euere Beziehungen in der richtigen Form zu ihm aufbauen. Deshalb nehmt bitte ein Buch und lest nach, wie das gemacht wird. Ihr wollt groß sein? Lest, was die Großen darüber schreiben, wie sie sich verhalten, wie sie Handlungen des Gebens an den Schöpfer vorbereiten.

Wenn du das wirklich willst, spiel es wie ein Kind, das danach strebt, sich dem Erwachsenen anzugleichen. Vereint euch mit den Freunden ebenso, so das ihr gemeinsam die gegenseitige Bürgschaft erreichen wollt, strebt nach oben, um dem Schöpfer zu geben, benutzt die Quellen und geht gemeinsam in Richtung Ziel.

Dann werdet ihr den Einfluss des Lichts, das zum Guten zurückführt, empfangen, und ihr werdet das Gewünschte erlangen. Ohne das Licht wird nichts passieren. Du erweckst lediglich ein möglichst richtiges, effektives und intensives Verlangen, bis das verlangte Maß an Anstrengung erreicht ist, so dass das umgebende Licht (Or Makif) zu innerem Licht (Or Pnimi) wird. In anderen Worten wird es die Eigenschaft des Gebens in die Verlangen bringen, und dieses Gefühl wirst du als eigentliches Licht, als Lebensenergie wahrnehmen.

Wenn man dir das Gefühl des Gebens jetzt gäbe, würde es dir wie die Hölle erscheinen. Der ganze Unterschied liegt darin, dass du, weil du dich selber korrigiert hast, nun dadurch bereit sein bist zum Geben. Freude kommt, während dir das heute nur Leiden und Dunkelheit, ähnlich dem Tode, bringen würde. Or Chochma, das nicht in Or Chassadim eingekleidet ist, ist wie ein Messer, welches dein Leben abschneidet.

Ein kleines Maß von diesem Licht verursacht uns Abstiege, und weckt uns dadurch auf, eine Möglichkeit zu suchen, zu Chassadim aufzusteigen. Du wirst nach oben gezogen, verlange von den Freunden und vom Licht ein kleines Bißchen der Eigenschaft des Gebens, verlange, dass sie dich aus dem Abstieg herausziehen, denn dadurch bittest du um Chessed (Gnade), um Einkleidung des Lichtes Chassadim. Wenn es ankommt, empfängst du etwas Lebenskraft und wirst den Abgrund verlassen.

Daher wird das Licht, das zum Guten zurückführt, vom Licht, das nicht zum Guten zurückführt, unterschieden, indem es dir den Massach gibt, das heißt, die Bereitschaft, das Geben zu erleiden und es sogar als wahres Leben zu empfangen.

Kabbala Grundkurs

Welchen Weg wirst du gehen?

Der Artikel von Baal haSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„, Punkt 7: Und daraus sollst du verstehen, was die Weisen im Vers meinten: „Ich bin der Schöpfer, Boita (Leiden) und Achischena (Genüsse)“. D.h., es existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels:

– Entweder werden sie selbst darauf aufmerksam, was als der Weg der Rückkehr bezeichnet wird. Und wenn sie würdig werden, so werden sie den Weg der Genüsse beschreiten, d.h., es gibt keine bestimmte Zeit dafür, und sobald sie sich reinigen werden, wird die Korrektur augenblicklich vollendet sein.

– Und wenn sie nicht würdig werden, aufmerksam zu werden, so gibt es einen anderen Weg, der als der Weg der Leiden bezeichnet wird. Wie die Weisen des Sanhedrin sagten: „Ich werde einen König über euch stellen, einen solchen wie Aman und er wird euch zwingen, an die Quelle zurückzukehren“. Doch dann existiert bereits eine Beschränkung in der Zeit.

Vor uns existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels, und wir befinden uns auf ihrer Kreuzung. Jeden Augenblick muss man sich auf einem Kreuzweg stehend empfinden, auf einem Kreuzweg, der unsere Freiheit des Willens bestimmt, wobei die Auswahl sehr einfach ist: entweder auf dem Wege des Lichtes oder auf dem Wege des Leidens zu bleiben.

Es existiert kein dritter Weg! Wir sind gezwungen, auf einem dieser zwei Wege voranzukommen und jeden Augenblick muss man sich entscheiden, wie der folgende Schritt sein sollte. Dein Bein ist schon in der Luft hängen geblieben – wähle jetzt aus, wohin du es stellen möchtest: auf den Weg des Lichtes oder des Leidens?!

Im nächsten Augenblick musst du dieselbe Auswahl treffen. Von oben wird dein Bein erhoben, und du bist gezwungen, den Schritt zu machen und entscheidest, wohin du es senken wirst. Und in Abhängigkeit von deiner Wahl wirst du die Kräfte und die Mittel für den Aufstieg bekommen; denn du bleibst weiterhin verpflichtet, dich vorwärts zu bewegen.

Aber wenn du mittels „Beito“ (der natürlichen Entwicklung mit der Zeit) vorwärts kommst, dann stoßen dich die Kräfte der Natur an, gegen deine Selbstsucht; denn du willst immer nach deinem Ego entscheiden. Und deshalb wirken auf dich die Kräfte ein, die deine Selbstsucht bekämpfen, um dich im Geben zu unterrichten.

Und mittels „Achischena“ (die Zeit beschleunigend) beginnst du, dich selbst mit Hilfe der Umgebung zu überzeugen, dass es sich lohnt, im Geben zu sein; denn dadurch wird das umgebende Licht herangezogen, das dich zum Guten zurückführt.

Auf dem Weg „Beito“ bekommst du die Schläge, durch die du lernst, letztendlich die Bitte zu erreichen, das Gebet über die Korrektur, um mittels „Achischena“ voranzukommen.

Wenn du aber gleich den Weg des Lichtes gehst, dann sparst du die Zeit auf dem ersten Teil des Weges ein, die du verlieren würdest, weil du nicht zugehört und die eigenen Anstrengungen nicht gemacht hast.

Es gibt keine Zeit für die Überlegung, welchen Weg der Fuß betreten soll! Alles hängt von der Vorbereitung der Umgebung ab.

Kabbala Grundkurs

Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichts, um die Welt zu korrigieren

Michael LaitmanFrage(meine Antwort fett): Sie sagen, dass diese massiven Krisen – wirtschaftliche, ökologische und andere – die Menschheit letztlich zur Korrektur bringen werden und dass dieser Weg bitter sein wird. Aber denken Sie nicht, dass wenn es in den Supermärkten nichts mehr zum Essen gibt, sich Gruppen auf den Strassen bilden werden, die um jeden Preis überleben wollen – durch stehlen und morden für ein Stück Brot? Und werden dann all die Krisen nicht noch mehr Not und Übel über die Menschheit bringen?

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

„Wo es kein Brot gibt – gibt es auch keine Tora“, das sagten Sie. Wenn ein Mensch verzweifelt ist, wenn seine Freunde und seine Familie an Hunger und Krankheiten sterben und wenn es zu gefährlich ist, vor die Tür zu gehen, wird er dann wirklich anfangen, Kabbala zu studieren? Und übersehen Sie nicht auch, dass es dann auch kein Internet mehr geben wird, weil die Computer ohne Strom nicht funktionieren? Ich sage Ihnen, dass in so einer Situation kein Mensch Kabbala studieren wird – weder jetzt noch in 232 Jahren (das Ende der 6000 Jahre).

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Selbst wenn ich die Wissenschaft der Kabbala für wichtig und notwendig erachte und selbst wenn ich einen Punkt im Herzen habe und über das Studium der Methode der Kabbala bescheid weiß, werde ich nicht dasitzen und Kabbala- Bücher lesen, während meine Familie am Hungertod stirbt. Und dies gilt noch mehr für Menschen, die überhaupt nichts von der Existenz der Kabbala wissen.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Der Punkt im Herzen erscheint dann, wenn du schon alles hast und du bemerkst, dass nichts davon dich glücklich macht und dass es keinen anderen Weg mehr gibt. Aber wenn du damit beschäftigt bist, irgendwie Trinkwasser zu beschaffen, um zu überleben, wirst du sicher nicht über den Punkt im Herzen nachdenken.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Antwort: Ich stimme vollkommen mit dir überein und ich habe für mich die Regel „Wenn es kein Brot gibt, gibt es auch keine Tora“ unterstrichen. Das heißt, dass es Situationen gibt, in denen die Menschen mit Überleben beschäftigt sind und dann sind alle Gesetze aufgehoben und alles dreht sich ums nackte Überleben (mit der Ausnahme, andere zu töten, um selbst zu überleben).

Aber in deiner Argumentation übersiehst du die vier Phasen der Entwicklung des Verlangens. Nicht die Größe des Hungers wächst, sondern seine Fähigkeit, die Quelle seiner Leere oder Füllung zu erkennen. Weil alles unter dem Einfluss des Lichtes seinen Platz findet. Du wirst sehen, dass deine Bekannten nicht nur leiden, sondern plötzlich den Grund für ihr Leid zu verstehen beginnen – das hat Bedeutung und führt zum letztendlichen Ziel.

Du solltest ihnen dabei helfen, diese Erkenntnis früher zu haben – dann wird das Leid schwinden. Denn es wird nur zu dem Zweck enthüllt, um diese Erkenntnis hervorzurufen! Daher ist die Verbreitung auch so wichtig: Wenn die Massen den Schöpfungsplan langsam verstehen, wird dies großes Leid abhalten und plötzlich werden Wohlstand und Frieden erscheinen.

Ich schlage vor, Folgendes zu lesen: „Vom Chaos zur Harmonie“, mein Vortrag in Arosa und das Material über Die Gesellschaft der Zukunft (engl.). Ein Funke des Höheren Licht war ausreichend, unsere Welt und das gesamte Universum entstehen zu lassen. Und dieser eine Funke ist genug, um diese Welt zu korrigieren, deren Existenz er ursprünglich bewirkt hatte! Alles, was man braucht, ist unser kollektives Verlangen!

Kabbala Grundkurs

Die Menschheit ist ein geschlossenes System

Frage: Wir sind alle in einem System von Seelen als eine Einheit verbunden. Doch wie gelingt es uns, einen positiven Einfluss auf das kollektive Bewusstsein zu haben, welches voller Hass ist?

Antwort: Um dies zu erreichen, müssen wir spüren, dass wir keine Wahl haben und dass wir uns der Selbstzerstörung nähern, zu einem Leben, das schlimmer als der Tod ist und dass wir dieses nicht vermeiden können. Dieses Gefühl wird die Menschen dazu bringen, sich mit anderen zu verbinden. Die Natur der Menschen, das egoistische Verlangen, Genuss zu empfangen, wird sie dazu treiben. Die Menschen werden dies wollen, weil es der einzige Weg zum Wohlfühlen ist.

Auch jetzt sind wir nur in der Lage „zu geben um zu empfangen“, beispielsweise wenn wir im Geschäft für etwas bezahlen, das wir brauchen. Sogar diese einfache Transaktion ist ein kleines Opfer. So etwas gibt es nicht im Tierreich oder bei kleinen Kindern. In anderen Worten, dies kommt nicht aus unserem Instinkt.

Jeder Mensch muss jedoch begreifen, dass wir die Verantwortung haben, uns richtig mit den anderen zu verbinden. Und die Menschen sollten sich sehr anstrengen, alles über die korrekte Verbindung zu lernen. Die Menschheit ist ein geschlossenes System und wie in jedem solchen, muss alles auf Unterstützung, Gleichgewicht und Harmonie ausgerichtet sein. Wenn diese Faktoren unterbrochen sind, dann wird jedes Mitglied des System leiden. Einem Teil kann es nicht auf Kosten des anderen gut gehen.

So sieht die Weisheit aus, die wir allen Menschen lehren müssen. Jeder auf der Welt muss die neuen Verhaltensregeln lernen.

Kabbala Grundkurs

Die Unmöglichkeit von Fairness in unserer unkorrigierten Welt

Ich verstehe, dass, wenn ich keine Wahl habe und etwas von mir geben würde, ich nichts zurückbekommen würde. Andere Menschen wollen ebenfalls leben und wenn ich weiter nur bekomme, sind sie verpflichtet, zu mir zu kommen und alles mit Gewalt zu nehmen und mich möglicherweise zusammenzuschlagen.

Es ist eine Tatsache, dass unsere ganze Aufgabe darin besteht, die goldene Mitte in unseren Beziehungen zu finden, die Gleichgewicht (Frieden)zwischen empfangen und geben heißt. Wenn wir das verstehen würden, würden wir uns anders zur Natur beziehen und unser Leben würde besser. Das Problem ist, dass wir unfähig sind, aufrichtige, vorurteilsfreie und gleichberechtigte Beziehungen untereinander aufzubauen. Die Menschheit hat In jedem Zeitalter versucht, diese Art von Übereinkunft miteinander zu erreichen, hatte jedoch bisher keinen Erfolg. Die Folge davon ist, dass es zu einer allgemeinen, globalen und facettenreichen Krise gekommen ist.

Wir sind unfähig, zu bestimmen, wer die Geber sein sollten und wie viel sie geben sollten, noch wer bekommen sollte und wie viel sie bekommen sollten. Letzten Endes müssen wir in der Lage sein, das Gesamtbild der Realität zu sehen, wenn wir diese Aufgabe durchführen wollen, einschließlich aller individuellen Möglichkeiten, Gesundheit, Verlangen und so weiter. In Wirklichkeit haben wir keine Ahnung, mit welchen Möglichkeiten und Vermögen ein Mensch geboren wurde, noch welche Erziehung und Bildung er bekommen hat, mit welchen Gesundheitsproblemen er konfrontiert ist oder welche Launen ihn täglich beeinflussen.

Deshalb können wir uns nicht mit einem echten Maßstab für den Zustand eines Menschen an ihn heranmachen. Stattdessen fordern wir von allen gleich und beurteilen sie nicht nach ihren Fähigkeiten. Um das beängstigende Ungleichgewicht zwischen den Menschen zu vermeiden, baute die Menschheit ein System auf, dass für die Schwachen einen Ausgleich schafft.

Die Gesellschaft nimmt daher ein klein wenig mehr von ihren fähigeren Bürgern und gibt diesen Gewinn an die Schwachen, Armen und Kranken weiter. Wenn dies nicht geschah, kam es zu Bürgerkriegen und Revolutionen, wegen der Tatsache, dass die Reichen einen Teil ihres Einkommens an die Armen geben wollten. Tatsächlich nutzte ihre Geste ihnen selbst, da sie eine Umgebung mit mehr Sicherheit hatten.

Diese Regel ist in den Regierungen aller Nationen eingebaut. Wenn es um eine parlamentarische, demokratische Struktur geht, werden jene, die am lautesten verkünden, dass sie alles gerecht verteilen wollen, gewählt. Was nicht erkannt wird ist, dass es in Wirklichkeit weit schlimmer für alle wäre, wenn es wahrhaftig „gerecht“ wäre.

Kabbala Grundkurs

Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs