Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wer bestimmt das Schicksal?

Kommentar: Brief von Svetlana Aleksandrova: „Es ist schön, Ihnen zuzuhören, aber Sie verlassen sich immer auf den Schöpfer, der alles entscheiden wird, und auf den Zufall der Umstände. Nur manche Menschen haben ein wunderbares Leben und andere nicht.

Wer entscheidet, wer leben darf und wie? Das ist nicht klar. Und es ist sehr schwer zu akzeptieren, dass irgendein Schöpfer einigen Menschen gegenüber wohlwollend ist und anderen gegenüber nicht. Wie geht man damit um? Warum hat der Schöpfer so entschieden?“

Antwort: Es hängt von der Wurzel der Seele eines Menschen ab, es hängt nicht einmal vom Schöpfer ab. Der Schöpfer wählt nicht aus, mit wem er befreundet ist, wen er bestraft und wen er im Gegensatz dazu verherrlicht. So etwas gibt es nicht. Es kommt nur darauf an, in welchem Zustand sich die Summe der Seelen befindet, wie sie miteinander interagieren.

Und hier hat jeder sein eigenes Schicksal. Aber dieses Schicksal ist mehr oder weniger vorherbestimmt, und es gibt keine Verzerrung, keinen Rang oder einen besonderen Zustand – besser oder schlechter im Vergleich zu anderen. Es gibt nichts dergleichen. Alles hängt vom Menschen ab.

Frage: Sie sagen also, dass jeder Mensch seine eigene Wurzel in der gemeinsamen Seele hat? Und er muss an diesem Seil zur gemeinsamen Wurzel hinaufsteigen?

Antwort: Es ist kein Seil, es ist ein Weg, es ist das Erklimmen eines Berges auf allen Vieren, das Hinfallen, das Wiederaufstehen und das Wiederaufsteigen.

Es ist alles vorherbestimmt, nur nicht, wie man diesen Weg des Aufstiegs wahrnimmt.

Je mehr wir darüber nachdenken und uns bemühen, näher zu kommen und den Schöpfer zu überzeugen, uns dabei zu helfen, desto schneller beschleunigen wir unsere Entwicklung hin zum guten Zustand. Wir haben nichts anderes.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie weiterhin auf den Schöpfer vertrauen?

Antwort: Ich vertraue auf den Schöpfer, darauf dass wir ihn dazu bringen, ihn verpflichten, ihn überzeugen, uns zu helfen, aus uns eine gesunde menschliche Gesellschaft unter guten äußeren Bedingungen zu machen.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“.

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Neues Leben 1314 – Emotionales Gleichgewicht in der Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

In einer emotional ausgeglichenen Familie wissen die Familienmitglieder, wie sie miteinander auskommen und wie sie einander helfen können. Das emotionale Gleichgewicht jedes Familienmitglieds hängt von der Familie als Ganzes ab.

Kinder, die in einer vernetzten Umgebung aufwachsen, wissen, wie man richtig mit anderen umgeht, können gut damit leben und verletzen die Grenzen der anderen nicht. Durch Kinder kann eine Familie aus dem Gleichgewicht geraten und die Gesamtatmosphäre gestört werden. Deshalb sollten die Eltern zeigen, dass sie sich nicht vom extremen Verhalten des Kindes  beeindrucken lassen. Sie sollten durch die Art und Weise, wie sie sich anderen gegenüber verhalten, ein Beispiel geben und ihr eigenes emotionales Gleichgewicht bewahren.

Das Ziel der Eltern ist es, zu zeigen, dass es bei jeder Emotion oder Beziehung eine Grenze gibt.

Aus Kab´TV „Neues Leben 1314 – Emotionales Gleichgewicht in der Familie“

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Neues Leben 1313 – Einverständnis der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Als Eltern wollen wir, dass unsere Kinder ein seriöses, ausgeglichenes Leben führen und wissen, wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält. Wir sollten ihnen ein gutes Vorbild im Hinblick auf Übereinstimmung und Akzeptanz sein – ein Beispiel für gegenseitigen Respekt. Kinder müssen sehen, dass ihre Eltern eine Einheit bilden und dieselben Ansichten teilen. Dies leitet sich vom Grundsatz ab „ein Mann und eine Frau – zwischen ihnen verweilt das Göttliche“. Das bedeutet, dass die Verbindung zwischen ihnen das Größte ist. Durch das Beispiel der Eltern werden die Kinder lernen, dass auch sie versuchen müssen, in Übereinstimmung und gegenseitiger Unterstützung zu leben. Als Eltern versuchen wir, eins zu sein, unsere Ansichten und Wünsche und unsere gegenseitige Sichtweise zu teilen.

Aus KabTVs „Neues Leben 1313 – Die Vereinbarung der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder“

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Neues Leben 1312 – Wie man zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern eine gute Kommunikation herstellt

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wir sind alle Egoisten und wenn wir miteinander kommunizieren wollen, müssen wir uns aneinander durch gegenseitige Zugeständnisse anpassen. Um eine Familiengemeinschaft aufzubauen, muss jedes Familienmitglied die menschliche Natur verstehen. Dabei sollten die Eltern den Kindern ihre familiären Verhältnisse erläutern, was ihnen hilft, Konflikte zu bewältigen und Vereinbarungen zu treffen. Auch sollten Teenagern nicht unter Druck gesetzt oder gedrängt werden, ihre Gefühle mitzuteilen. Sie brauchen Grenzen, Freiraum und Orientierung. Sie müssen wissen, dass sie immer einen geschützten Rahmen und ein warmes, liebevolles Zuhause haben, damit sie sich sicher fühlen.

Die Eltern müssen ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie den Kindern zeigen, wie sie mit Wut umgehen und sich selbst beruhigen können. Weiters müssen sie den Kindern auch zeigen, dass sie nicht immer gleicher Meinung sind und sich manchmal ein Elternteil mit ihnen identifiziert. Wir müssen den Kindern bewusst machen, dass die Rolle der Familie darin besteht, ihnen dabei zu helfen, sich erfolgreich zu entwickeln.

Aus KabTVs „Neues Leben 1312 – Wie man zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern eine gute Kommunikation herstellt“

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Adams Sündenfall- Bruch eines gemeinsamen Wunsches

Aussage: Das Zerbrechen von Gefäßen (Wünschen) ist im Grunde ein kabbalistischer Begriff. Viele, die den Pentateuch (die Bibel) gelesen haben, verstehen seine bildliche Sprache.

Antwort: Im Allgemeinen ist es nicht schwer zu verstehen. Wenn meine Verlangen zum Wohl und zum Nutzen anderer ist, dann gilt es als vollkommen, als perfekt. Aber wenn es um meiner selbst willen (und in der Regel gegen andere) gerichtet ist, wird es als zerbrochen bezeichnet.

Frage: Ist der Sündenfall Adams das Zerbrechen von Gefäßen?

Antwort: Es geht genau darum, dass alle Verlangen, die im Prototyp des Menschen Adam, vorhanden waren, praktisch Verlangen sind, die noch nicht in unseren Proteinkörper gekleidet sind und nur auf das Geben abzielen. Durch bestimmte Handlungen hat es sich in ein Verlangen zu empfangen verwandelt. Das ist das Zerbrechen von Adam.

Adam ist ein System, das einen einzigen Wunsch darstellte, als es sich plötzlich anfühlte, als bestünde es aus vielen Elementen, zerbrach es. Das heißt, jedes Verlangen, das ein gemeinsames Verlangen darstellte, wollte um seiner selbst willen empfangen. Darin besteht der Sündenfall, das Zerbrechen von Adam.

Frage: Kann man sagen, dass der Begriff „der Sündenfall “ die Sprache der Sinne ist und „das Zerbrechen der Gefäße“ eine kabbalistischen Fachsprache?

Antwort: Ja, natürlich. Es ist dasselbe, nur in einer anderen Sprache erklärt.

Aussage: Die Kabbalisten entnahmen alle kabbalistischen Begriffe aus der Natur, damit man keine materiellen Assoziationen hat. Denn wenn ich mir den Sündenfall von Adam vorstelle – den Baum, den Apfel usw. – lenkt mich das von dem wahren Bild das alles in meinem Verlangen liegt, ab.

Antwort: Heute glaubt natürlich niemand mehr an diese Gleichnisse. Das ist alles völlig unrealistisch.

In der Tat erklären Kabbalisten mit solchen Geschichten die innersten, komplexesten Gesetze und Zusammenhänge der Natur.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 23.07.2021

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Keine Bestrafung durch die Natur, sondern ein Erwachen

Die Überreste des Hurrikans Ida verursachten rekordverdächtige Überschwemmungen und lösten Tornados im Nordosten aus. Durch die sintflutartigen Regenfälle in acht Bundesstaaten wurden Dutzende von Todesopfern auf diesen Sturm zurückgeführt. 

In New York City wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Sturzflut-Notstand ausgerufen, da die Infrastruktur in der gesamten Region schwer gestört war. Warum geschieht dies in den USA? Weil sie das am weitesten entwickelte Land sind und eine Aufgabe zu erfüllen haben. Es ist nicht die Strafe oder Rache der Natur, sondern eine Gelegenheit, unser menschliches Verhalten zu korrigieren. 

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Den 11. September aufdecken – Die Suche nach der schwer fassbaren Wahrheit

Ich bin sehr für die Freigabe der Dokumente im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Bedauerlicherweise scheint der Schritt, die Dokumente freizugeben, eher erklärend als substanziell zu sein, da es keine Verpflichtung zu einem Zeitplan oder zur Offenlegung des tatsächlichen Inhalts gibt. Dem Schreiben des Justizministeriums zufolge wird das FBI „seine früheren Behauptungen über das Vorrecht überprüfen, um zusätzliche Informationen zu ermitteln, die für die Offenlegung geeignet sind. Das FBI wird diese Informationen so schnell wie möglich offenlegen“. Die Vernebelung der Anschläge vom 11. September ist ein Beispiel für einen Fehler, den Regierungen immer wieder begehen. Das Verschweigen der Wahrheit, egal welcher Wahrheit, über jedes Ereignis in der Geschichte, nimmt uns die Möglichkeit, richtige Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, und wir alle müssen dafür bezahlen.

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Blick über die Bildschirme hinaus

Die Notwendigkeit, auf virtuelles Lernen umzusteigen, erwies sich als gewaltige Herausforderung. Die meisten Lehrer sind der Meinung, dass virtuelles Unterrichten ineffizient ist und sowohl den Kindern als auch den Pädagogen schadet, weil die Kommunikation erschwert wird und der physische Kontakt fehlt. Aber ist das wirklich so schlimm? Wenn die Kinder zusammen sind, sind sie auf den Bildschirmen. Wenn sie allein sind, sind sie immer noch vor dem Bildschirm. Anstatt zu telefonieren, sprechen und chatten sie gleichzeitig über Apps auf ihren Handys und Laptops. Sind sie wirklich abgetrennt, oder verstehen wir einfach ihre Verbindungen nicht?

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„Warum sind so viele Menschen, die in nicht-demokratischen Ländern und Diktaturen leben, der westlichen Welt gegenüber feindlich eingestellt?“ (Quora)

Michael Laitman, in Quora: „Warum sind so viele Menschen, die in nicht-demokratischen Ländern und Diktaturen leben, der westlichen Welt gegenüber feindlich eingestellt?“

Viele Menschen, die außerhalb der westlichen Kultur aufgewachsen sind, empfinden diese als fremd, weil sie sie als künstlich und als eine Ansammlung verschiedener Illusionen betrachten. Ein Großteil des Verhaltens der Westler ist naturfern. Zum Beispiel schenkt die westliche Kultur der menschlichen Natur im Allgemeinen wenig Aufmerksamkeit und legt den Schwerpunkt auf äußere Verhaltensweisen, wie die Menschen in der Gesellschaft erscheinen sollten, und das führt zu viel heuchlerischem Verhalten, bei dem wir nach außen hin angenehm und gut erzogen erscheinen, aber im Inneren das Gegenteil ist.

Anders formuliert: Viele Menschen, die in nicht-westlichen Kulturen geboren und aufgewachsen sind, sehen, in welchem Ausmaß in der westlichen Kultur Gefühle von Stolz und Überlegenheit vorherrschen, und das ist auch der Grund dafür, dass die westliche Demokratie vielen als völliger Fehlschlag beim Aufbau einer gerechten Gesellschaft erscheint.

Darüber hinaus basiert die westliche Demokratie auf christlichen Werten, die von Kulturen, die anderen Philosophien und Religionen angehören, wie dem Islam, dem Judentum, dem Konfuzianismus, dem Buddhismus, dem Hinduismus und anderen, nicht anerkannt werden. Infolgedessen akzeptieren sie die westliche Kultur und die christlichen Werte nicht und spüren, wie sehr diese Werte die Gesellschaft einengen. Selbst wenn Menschen in den Westen auswandern, um ein einfacheres und entwickelteres Leben zu führen, hassen viele von ihnen die westliche Kultur und entwickeln bestimmte Grenzen, um nach ihrer eigenen Kultur leben zu können.

Basierend auf einer Fragerunde mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.



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Die Mittlere Linie innerhalb des Menschen und der Gesellschaft


Frage: Was ist die mittlere Linie innerhalb eines Menschen?

Antwort: Die mittlere Linie in einem Menschen ist seine Seele. Wenn ein Mensch die rechte und die linke Linie in sich kurzschließen würde, würde er damit die Ansätze seiner Seele verbrennen, die für seine Entwicklung bestimmt sind.

Frage: Und was ist die mittlere Linie in einer Gesellschaft?

Antwort: Es sollte Gesetze in der Gesellschaft geben, die helfen können, einen Menschen so zu erziehen, dass er nur an seine Mitmenschen denkt und nicht an sich selbst. In diesem Fall wären all seine Handlungen wohlwollend und würden von der Gesellschaft gefördert, und er würde angemessen belohnt werden.

Wenn er aber nicht zum Wohle aller, sondern nur für sich selbst handeln würde, würde er bestraft werden. Dann würde er durch Belohnung und Bestrafung von der richtigen Gesellschaft erzogen werden.

Das heißt, die mittlere Linie innerhalb des Menschen ist sein Schirm, eine anti-egoistische Kraft, die es ihm ermöglicht, sowohl seine natürliche egoistische Eigenschaft des Empfangens um seiner selbst willen, als auch die in uns manifestierte altruistische Eigenschaft, die einen Teil des Schöpfers darstellt, aufzunehmen.

Und in einer korrigierten Gesellschaft werden unter der mittleren Linie die Gesetze verstanden, die diese beiden Kräfte ausgleichen.

Aus dem TV-Programm „Spirituelle Zustände“, 23.07.2021

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