Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Alles wird durch die Einheit bestimmt

In der Verbindung der Freunde liegt eine besondere Kraft. Da die Ansichten und Gedanken von einem zum anderen durch die Verbindung übergehen, ist jeder mit der Kraft des anderen verbunden; dadurch verfügt jeder Mensch in der Gemeinschaft über die Kraft der gesamten Gemeinschaft. ((Rabash, Artikel Nr. 14, (1988) „Die Notwendigkeit der Freundesliebe“). 

Die Notwendigkeit der Liebe zu Freunden erklärt sich aus der Tatsache, dass ich, wenn ich mich nicht mit ihnen verbinde, eine gute und korrekte Verbindung wird Liebe genannt, nirgendwo mein spirituelles Kli (Gefäß) empfangen werde.

Natürlich werde ich nicht in der Lage sein, den Schöpfer und die Höhere Welt zu offenbaren, sondern ich werde in meinem einsamen, unverbundenen Zustand bleiben und nur meinen persönlichen inneren Egoismus, d.h. diese Welt, spüren.

Es gibt eine besondere Kraft (ein besonderes, außergewöhnliches Ergebnis) in der Verbindung von Freunden. Durch ihre Verschmelzung gehen die Ansichten und Gedanken von einem zum anderen über d.h. sie vereinigen sich in ihnen.

Wenn also jeder mit seinen Freunden vereint sein will, gehen die Ströme des höheren Lichts, die sich in ihnen verbinden, durch sie hindurch. Und jeder, abgesehen von seinem kleinen Egoismus, erhält den Einfluss von allen anderen und besteht bereits aus den Eigenschaften und Gedanken der ganzen Gruppe.

Alle haben ein gemeinsames, vereintes, kombiniertes Kli, ein Gefäß, in dem sich dann der Schöpfer offenbart.

Jeder ist mit der Kraft des anderen vermischt und dadurch hat jeder in der Gruppe die Kraft der gesamten Gesellschaft. Das heißt unser Vorankommen beruht und hängt nur von unserer Einheit ab. Von nichts anderem!

Du weißt vielleicht sehr gut, was in den Büchern steht, du magst ein großer Kabbala-Gelehrter-Theoretiker sein, aber du wirst niemals ein Praktizierender werden, wenn du keine Gruppe hast, wenn du dich nicht mit allen verbindest. Dies wird in dem Artikel „Die Arvut – gegenseitige Garantie“ und anderen Artikeln von Baal HaSulam und Rabash erklärt.

Du kannst nichts tun. Wir sind als Egoisten erschaffen worden, getrennt voneinander. Wenn wir uns über unseren individuellen Egoismus erheben, dann schaffen wir in jedem von uns solche Bedingungen, dass wir die höhere Welt offenbaren können.

Unser Fortkommen basiert und hängt nur von unserer Verbindung ab. Wir enthüllen die höhere Welt in ihr, das heißt, wir offenbaren den Schöpfer. Das Ausmaß der Verbindung bildet ein spirituelles Kli, unsere gemeinsame Seele.

Alles wird nur durch unsere Verbindung bestimmt. Das ist das Wichtigste und ich würde sagen, das Einzige. Der bestimmende Faktor ist die Kraft und die Stärke unserer Verbindung.

Aus dem Internationalen Kongress „Über sich selbst hinauswachsen“, Lektion 3 vom 08.01.2022

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Warum ein Kabbalist keine Angst vor dem Tod hat

Frage: Sie sagen, dass ein Kabbalist über der Stufe des Todes existiert. Ein gewöhnlicher Mensch existiert unterhalb dieser Stufe. Was bedeutet das?

Antwort: Ein Kabbalist hat keine Angst vor dem Tod, während ein gewöhnlicher Mensch ständig in dieser Angst lebt. Er versucht sich zu vergessen. Er spielt mit sich durch verschiedene Handlungen, nur um nicht daran zu denken, dass sein Leben zu Ende geht. Die Angst ist ein unbegreifliches Merkmal des Verschwindens, der Beendigung des Lebens, „Warum existiere ich dann, warum mache ich das alles?“

Obwohl diese Fragen sehr wichtig für uns sind, bleiben sie außerhalb der Grenzen unseres Lebens ungelöst. Wir verdrängen sie, beschäftigen uns mit unwichtigen Aktivitäten und lassen das Wichtigste beiseite, als ob es nicht existierte.

Wenn wir diese Fragen als die wichtigsten für uns festlegen, dann macht alles andere, bis sie gelöst sind, für uns keinen Sinn. „Warum bringe ich Kinder zur Welt? Warum existiere ich? Wozu jage ich allen möglichen belanglosen Dingen im Leben hinterher?“

Der Kabbalist enthüllt all dies und existiert daher in absolut klarer, realer Form. Für ihn ist alles an seinem Platz. Er lässt sich nicht auf halbe Andeutungen ein, versteckt sich nicht vor Geburt, Tod und der Beendigung dieses Lebens.

Er versteht die Bedeutung der Zustände eines jeden. Er verhält sich in diesem Leben rational, da er jedes Phänomen in seiner gegenwärtigen Perspektive, in seiner gegenwärtigen Dimension, in seiner gegenwärtigen Bedeutung behandelt – in Übereinstimmung mit dem Leben, der Bewegung, dem Tod, der Reinkarnation, dem Erreichen eines endgültigen Ziels, das vielleicht erst nach ein paar Leben erreicht wird. Er erkennt diese Perspektive.

So gehört für ihn auch dieses kleine Leben zu einem von vielen. Er versteht, wo sich jede seiner Bewegungen, jede seiner Handlungen befindet. Das heißt, er handelt in unserer Welt nicht wie ein gewöhnlicher Mensch, der heute und morgen nach dem Motto lebt: “ Was wird sein, was kann ich tun?“ – ohne den nächsten Moment zu verstehen, ohne sich vorzustellen, ob es überhaupt eintreten wird oder nicht.

Aus dem Fernsehprogramm  Nahaufnahme – „Jenseits der letzten Zeile

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Wie wendet man sich an den Schöpfer?

Frage: Ist es richtig, den Schöpfer um ein neues Herz zu bitten, das nicht für sich, sondern für seine Freunde bittet?

Antwort: Ja, aber man muss die Bedeutung eines neuen Herzen kennen. Man muss es spüren. Mechanische Worte im Gebet sind nur tödlich! Es ist besser, sie nicht auszusprechen. Man muss es fühlen! Fühlt alles, was ihr sagt, auf einer sinnlichen Ebene und benutzt nicht nur die Worte, die ihr in einem Buch gelesen habt.

Frage: Aber wir wissen nicht genau, was wir brauchen und worum wir bitten sollten. Sollte in diesem Fall die Bitte nur um Verbindung sein?

Antwort: Ja, in Ordnung, lasst es vorerst nur eine Bitte für die Verbindung sein. Ihr könnt darum bitten, dass der Schöpfer euch die elementarsten Bitten beibringt, damit Ihr versteht, wie Ihr Ihn ansprechen könnt.

Unterricht Nr. 7, Internationaler Kongresses „Über sich erheben“

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Die Welt wird aus dem Exil herauskommen

Es ist uns klar, dass wir uns in einem Zustand des Exils befinden; es wird Pesach (Pessach) genannt. Wir müssen diesen Zustand (Pessach) durchqueren, um in die spirituelle Welt einzutreten und aus dem Zustand, in dem wir den Schöpfer nicht spüren- dem Exil, herauszukommen. Früher hatten wir nicht das Gefühl, dass wir im Exil sind und das es uns an Spiritualität, Hingabe und Liebe mangelt. Wir wollten einfach mehr von den üblichen körperlichen Vorteilen im Leben.

Wenn wir jedoch das Exil betreten, entwickelt sich in uns das Bedürfnis nach Verbindung und die Eigenschaft des Gebens. Wir beginnen damit, unseren Egoismus zu erkennen; wir versuchen, die Eigenschaften aufzudecken, die uns hindern Ägypten zu verlassen, um stattdessen zu den spirituellen Eigenschaften zu gelangen: zum Land Israel und zu der Absicht des Gebens.

Das ist die Zeit, in die der Mensch sein egoistisches Verlangen entdeckt und entscheidet das es böse ist, da es ihm nicht erlaubt, sich über diese Welt zu erheben, um dem Schöpfer, der Kraft des Gebens und der Liebe, näher zu kommen. Er beginnt zu erkennen, dass ihm in diesem Leben das Gefühl für den Schöpfer fehlt.

Diese Zustände offenbaren sich nach und nach in einem Menschen, je nach seiner Erkenntnis. Manchmal verbindet er sich mit dem Empfangen, dann mit dem Geben; manchmal sucht er die Verbindung mit anderen, dann entfernt er sich von ihnen. Wir müssen all dies, um unseren Beziehungen Bedeutung zu geben, durchlaufen und spüren wie weit wir uns einander nahe fühlen, d.h. bereit sind Ägypten zu verlassen oder getrennt sind, d.h. im Exil und weit entfernt von der Erlösung sind.

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Krieg hat keine Zukunft

Nur in Bezug auf unsere Verbindung untereinander können wir herausfinden, in welchem Zustand wir uns wirklich befinden, d.h. in dem Zustand vor dem Einzug nach Ägypten, in der ägyptischen Sklaverei oder vielleicht in der Bereitschaft die Freiheit zu erlangen? Alles hängt nur von dem Grad unserer Verbindung ab.

Vor dem Einzug in Ägypten waren alle miteinander zerstritten, wie Joseph und seine Brüder. Sie gingen nach Ägypten und entdeckten, dass es gut ist, sich egoistisch zu verbinden und dadurch erfolgreich sein zu können. Probleme können nicht gelöst werden, wenn sich nicht die gegenseitigen Beziehungen ändern.

Es steht geschrieben, dass eine kleine Gruppe, nur siebzig Menschen nach Ägypten hinabstiegen. Dann vergrößerten sie sich und hier geht es nicht um die Zahl der Menschen, sondern darum, dass ihr egoistisches Verlangen wuchs. Der Pharao dringt in sie ein und gibt ihnen immer mehr Verlangen, als ob es Millionen von ihnen wären.

Als es so viele von ihnen gab, sollte die Verbindungsarbeit zwischen ihnen beginnen. Das ist die einzige Lösung. Genau das muss heute in der ganzen Welt geschehen. Die Welt muss sich global verbunden fühlen.

Aus diesem Grund flammen heute Kriege und ernste Probleme auf. Dabei handelt es sich nicht um zufällige Zusammenstöße und vorübergehende, lokale Meinungsverschiedenheiten. Kriege und Epidemien werden sich über die ganze Welt ausbreiten, damit alle spüren, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Keiner wird sich dem entziehen können. Es soll uns das Gefühl geben, dass wir uns in Ägypten befinden. Die gesamte Menschheit nähert sich diesem Zustand.

Wir werden uns aus dieser Krise nicht so leicht befreien können. Die Welt steht erst am Anfang von globalen Problemen aller Art: wirtschaftliche Probleme, die zu einem Mangel an den notwendigsten Gütern führen, Umweltprobleme und Epidemien.

Heute ist der ganze Planet ein Ägypten. Wir müssen uns darüber bewusst werden, um aus all den Problemen, die uns umgeben, wieder herauszukommen. Die Kabbala und das aktuelle Geschehen kommen sich in diesen Tagen sehr nahe. Dies ist die bedeutendste Periode in der gesamten Geschichte der Menschheit. Aus den früheren Stadien des Unbelebten, des Pflanzlichen und des Belebten, wird jetzt eine neue Welt geboren. Es ist die Aufgabe der Kabbalisten, dabei zu helfen, von der belebten Stufe zur menschlichen Stufe aufzusteigen.

Es gibt keine bessere Lösung für alle Probleme als die Verbindung über alle Unterschiede und Hindernisse hinweg. Wir werden nicht in der Lage sein, uns gegenseitig zu korrigieren und wie zwei Erbsen in einer Schote auszusehen. Jeder muss seinen individuellen Charakter bewahren. Wir müssen lernen, uns über alle Unterschiede hinweg zu verbinden, damit „die Liebe alle Verbrechen bedeckt“.

Es geht nicht anders! Wenn jeder dem anderen vorwirft, warum er nicht so ist, wie ich ihn haben möchte, dann ist das ein destruktiver Ansatz, in dem niemand in Frieden leben kann.

In der Natur gibt es, unabhängig von den Verlangen eines Einzelnen, zwischen allen Elementen eine besondere Verbindung. Die Organe im menschlichen Körper sind miteinander verbunden und so funktioniert der Stoffwechsel. Er funktioniert nur durch Verbindungsbrücken, die auf gegenseitigem Nutzen beruhen und nicht darauf, dass einer vom anderen etwas abverlangt.

Deshalb müssen die Menschen, Länder und Gesellschaften verstehen, dass es keine Zukunft für den Wunsch eines Einzelnen gibt, der über den anderen herrschen will. Jeder Einzelne muss sich beherrschen und sich mit dem anderen verbinden, nur so wird sich die Welt in die richtige Richtung entwickeln.

Aus der Lektion, „Pessach (Passah)“, 2.4.22

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Krieg ist eine große Klärung

Der Krieg ist eine große Klärung, die von oben auf allen Stufen angeordnet wird. Es dient nur einem Ziel: die Wahrheit herauszufinden. Das heißt, alle gegensätzlichen Kräfte beider Seiten zu sammeln, sie einander näher zu bringen, sie in eine Richtung zu lenken und alles zu seiner Quelle – dem Schöpfer – zurückzuführen. Die Hauptfigur in diesem Krieg ist der Schöpfer.

Es hängt von den Kabbalisten ab, inwieweit sich der körperliche Krieg in einen spirituellen Krieg verwandelt. Der Zweck des Krieges sollte nicht auf halbem Weg mit der Zerstörung des Bösen enden, sondern zur Unterwerfung aller egoistischen Verlangen führen, um sie in das Gute umzuwandeln.

Den Krieg zu gewinnen bedeutet nicht, dass ein egoistisches Verhalten ein anderes bezwingt, sondern es bedeutet, dass sich alle vor der höheren Kraft, der Kraft der Liebe und der gegenseitigen Hingabe, beugen. Das Ende des Krieges ist nicht nur die Versöhnung der beiden kämpfenden Lager, sondern es ist die Verbindung aller Menschen dieser Welt. Am Ende sollte die Verbindung mit dem Schöpfer stehen. Dies wird der wahre Sieg sein.

Aus der täglichen Kabbala Lektion, 08.03.2022, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“

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Freiheit muss bezahlt werden

Der Krieg hat zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt, was schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Menschen in vielen Ländern hat. Was können wir tun, damit die Menschen weniger leiden müssen? Das Einzige, was helfen kann, ist, die Menschen stärker zu vereinen und das Licht des Schöpfers anzuziehen, um alle Vergehen zu bedecken.

Aber wir müssen verstehen, dass die Zustände, die die Welt jetzt durchmacht, große Korrekturen sind, die nicht zu vermeiden sind. Es handelt sich nicht um persönliche, private Probleme, sondern um eine globale Korrektur. Wir werden dafür bezahlen müssen, dass die Welt korrigiert wird.

Daher ist es nicht notwendig, sich so sehr auf den Anstieg der Preise zu konzentrieren, natürlich werden sie steigen. Aber wir müssen verstehen, dass wir so für unsere Freiheit bezahlen, damit wir uns nicht von persönlichen Annehmlichkeiten bestechen lassen. Wir müssen uns ein wenig über unseren Egoismus erheben und verstehen, dass wir für Freiheit, für Korrektur zahlen müssen, es gibt keinen anderen Ausweg.

Wir wollen ein freies Volk in unserem Land sein, das heißt frei in unserem Verlangen und es dorthin lenken, wo es gebraucht wird: um uns zu verbinden, um die letzte Korrektur vorzunehmen. So wird uns niemand vorschreiben, wie wir zu denken, was wir wünschen dürfen, uns nicht zu Sklaven machen und unsere Gedanken und Verlangen besitzen.

Diese Freiheit muss mit dem Bemühen bezahlt werden, sich über den Egoismus zu erheben. Dann werden wir in unserer Verbindung frei und mit dem Schöpfer verbunden sein.

Wir sind frei in unserer Verbindung zueinander, niemand zwingt uns dazu; wir selbst wollen uns gegenseitig dienen. Freiheit bedeutet: ich fühle, dass ich von jedem abhängig bin und jedem diene, und durch sie diene ich dem Schöpfer. Es gibt keinen einzigen freien Wunsch in mir, aber ich fühle mich frei, weil der Gebrauch meiner Wünsche mich in die Abhängigkeit vom Schöpfer führt. Aber ich bin frei, weil ich weiß, wie ich mich auf die beste und vollkommenste Weise einsetzen kann.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion vom 14.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“



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Krieg zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen

Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie wir einen Streit schlichten oder alle strittigen Fragen lösen können. Seien wir nicht wie ein Kind, das erfolglos versucht, einen Würfel in ein rundes Loch zu stecken und nicht realisiert, dass das eine nie in das andere passt. 

Ein Streit wird nicht gegeben, um ihn auszulöschen, wie wir es in dieser Welt versuchen zu tun. Das ist unmöglich, und deshalb kommen wir zu Kriegen. Schließlich ist es nicht möglich, einem anderen zu beweisen, dass man recht hat, und zu einer Versöhnung zu kommen. Streitigkeiten sind uns von oben gegeben, und deshalb sind wir unfähig, diesen höheren Widerspruch in irgendeiner Form hier in unserer Welt auf unserer Ebene zu lösen. 

Wir müssen nur erkennen, dass diese Konflikte uns zeigen, in welcher Lage wir sind und wie falsch wir mit ihnen umgehen. 

Die Welt wird zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen beschlossen, das bedeutet, über dem Streit wird der Name des Schöpfers, des Guten, der Gutes tut, offenbart. Es stellt sich heraus, dass wir nicht miteinander im Krieg sind, sondern mit dem Schöpfer. Und Friede wird sein, wenn jeder die egoistische Absicht seiner großen Verlangen zu empfangen verringert und ein einziger Wunsch in der Welt herrscht – der Wunsch zu geben. 

Und dann wird alle Güte und Freude in der Welt offenbart.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion vom 11.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“



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Durch den Neid auf Freunde

Aus Neid auf seine Freunde, wenn er sieht, dass sie bessere Eigenschaften haben als er, will er ihre guten Eigenschaften übernehmen, um von ihnen zu lernen. [Rabash. Artikel 21 (1986) „Vom Glauben über den Verstand„].

Sie erinnern sich wahrscheinlich noch daran, wie viele von Ihnen als Kinder von Ihrer Mutter gesagt bekamen: „Spiel mit diesem Jungen und nicht mit dem anderen, denn du wirst etwas Gutes von ihm lernen und etwas Schlechtes von dem anderen.

Das Problem ist, dass wir Neid brauchen und ihn richtig einsetzen müssen. Wir sind von Mitmenschen umgeben, die sehr gute Eigenschaften für den spirituellen Fortschritt haben, und wir beneiden sie nicht. Sie stoßen uns weg, vielleicht körperlich, äußerlich oder was auch immer.

Wir müssen alle Abneigungen unserer Welt überwinden, im Äußeren, in den Gewohnheiten, in den Bewegungen und in allem, was uns von dem Freund entfremden kann. Und am wichtigsten ist, dass wir anfangen, ihn um seine Ziele und Möglichkeiten zu beneiden.  

In diesem Fall werde ich in der Lage sein, mich ihm anzunähern, seine Bestrebungen an mich zu binden und genug Wünsche von meinen Freunden anzusammeln, dass ich ein ganzes Gefäß bilden kann. Der Neid entwickelt also unseren KI, er erlaubt uns, ihn größer und universeller zu machen.

Aus Lektion Nr. 4 des Internationalen Kongresses „Über sich selbst hinauswachsen“, 08.01.2022

[#293121]



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Kann man Liebe erzwingen?

Wenn sich das Verlangen zu empfangen von Null an zu entwickeln beginnt, ist es zunächst nur ein Verlangen, seine Existenz zu erhalten. Dann wird diesem Verlangen eine Absicht hinzugefügt. Was mache ich damit? Warum brauche ich es?

Die anfänglichen Stufen des Verlangens zu empfangen kümmern sich nur um ihre Existenz; die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen werden nicht als böse bezeichnet. Das ist einfach die Natur, und in der Natur der Pflanzen und Tiere gibt es das Böse nicht. Für den Menschen mag es so aussehen, aber Tiere haben keine böse Absicht, anderen zu schaden. Selbst wenn ein Raubtier seine Beute angreift, hat es ursprünglich nicht das Ziel, ihr zu schaden, es will nur seinen Hunger stillen und sonst nichts.

Das Verlangen zu empfangen, das darauf gerichtet ist, einen anderen auszunutzen und sich daran zu erfreuen, anderen zu schaden, ist jedoch der Egoismus auf der menschlichen Stufe. Wir beginnen also damit, dass wir anderen einfach etwas wegnehmen wollen. Das wird aber noch nicht als das wirklich Böse angesehen, denn ich will ihm etwas wegnehmen, einfach nur weil ich es selbst mag. Ich habe nicht die Absicht, den anderen zu verletzen, ich will nur mir selbst eine Freude machen.

Erst wenn ich einem anderen schaden will und Freude an seiner Erniedrigung, an seinem Schmerz empfinde, dann beginnt der wirklich böse Egoismus. Es stellt sich heraus, dass wir, um zum wahren Bösen zu gelangen, unseren Egoismus entwickeln müssen.

Deshalb tritt unsere Welt jetzt in eine Phase ein, in der die Menschen beginnen, sich gegenseitig zu demütigen. Ich brauche euren Besitz nicht, aber ich möchte, dass ihr das Gefühl habt, dass ich über euch stehe und ihr mir gehorchen müsst.

Eine noch höhere Stufe ist, wenn ich alles unternehmen werde, um sicherzustellen, dass ihr mir gehorcht und mir in Dankbarkeit dient. Auch wenn du mich nicht lieben willst, werde ich dich dazu zwingen! Das sind echte Klipot, unreine Kräfte.

[295181]

Aus der täglichen Kabbala-Lektion vom 14.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“



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