Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Adam und Eva sind zwei Kommunikationssysteme

Frage: Wie waren Adam und Eva? Soll die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ähnlich wie ihre Beziehung sein?

Antwort: Adam und Eva sind keine Menschen, sondern zwei Kommunikationssysteme, die sich als egoistische (empfangende) und gebende Wünsche manifestieren. Das ist es, was uns die Tora sagt. Und wir müssen zu einem Zustand kommen, in dem sich beide Systeme zusammenschließen, sodass aus ihnen ein Mensch entsteht. 

Es gibt im Prinzip nur Adam. In der Tora steht geschrieben, dass es zuerst einen Adam gab, erst dann schuf Gott aus seiner Rippe eine Frau. All dies bedarf einer langen Erklärung, aber kurz gesagt, das System muss zu dem Punkt kommen, an dem wir, wenn wir uns zusammenschließen, wieder zu einem einzigen System, genannt „Adam“, werden. Und es ist nicht irgendein biologisches Wesen oder ein Mensch dieser Welt.

Schließlich stammen wir Menschen vom Affen ab. Diese Affenart entwickelte sich allmählich, bis sie ein wachsendes egoistisches Verlangen hatte, das uns zu Menschen gemacht hat.

Mit anderen Worten sind die Affen wesentlich besser als wir. Da wir unkorrigiert sind, ist unser Egoismus größer. Aber es macht keinen Sinn, sich darüber Sorgen zu machen, sondern um die eigene Korrektur. 

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Aus dem russischen Unterricht, 08.03.2020.

Entmystifizierung des Mythos um die Gabe der Tora 

Veröffentlicht in Facebook Michael Laitman: Entmystifizierung des Mythos um die Gabe der Tora 

 

Heute feiern wir die Übergabe der Tora (Die 5 Bücher Mose) an das Volk Israel. Der Überlieferung zufolge stand das Volk Israel an diesem Tag vor rund 3400 Jahren am Fuße des Berges Sinai und empfing die Tora. Es steht auch geschrieben, dass, als Moses mit der Tora in den Händen vom Berg herunterkam, diese auf zwei Tafeln geschrieben waren. Danach wurde die Tora auf Pergament, dann auf Papier und schließlich wieder auf Tafeln geschrieben, so dass sich in diesem Sinne der Kreis schloss. Übrigens wurde eine schriftliche und eine mündliche Tora gegeben. 

Uns interessiert aber mehr, was “diese Tora” wirklich ist und warum sie gegeben wurde. Es steht geschrieben, dass der Schöpfer sagte: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen; ich habe die Tora als Gewürz erschaffen“.

Mit anderen Worten: Die Tora ist etwas, das korrigiert, verbessert, heilt (heiligt). Das Wort „Tora“ kommt von dem Wort “Or”, hebräisch für „Licht“. Es ist eine Kraft, eine Energie, die unseren Trieb von böse, also egozentrisch, zum Guten, nämlich zu Geben, verändert. Gemäß der Weisheit der Kabbala ist jede andere Erklärung der Bedeutung der Tora ein Mythos. [Rest des Beitrags lesen →]

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen

Neues Leben 1196 – Verbote in der Tora verstehen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Tora bezieht sich nicht auf diese Welt und daher ist es unmöglich, sie richtig zu verstehen, ohne die Höhere Welt zu entdecken. Alle Verbote in der Tora sind Auslegungen des egoistischen Gebrauchs der spirituellen Welt in der Sprache dieser Welt. In Wirklichkeit ist die Tora nicht einschränkend oder straforientiert. Ihr Zweck dient der Umformung eines Menschen, damit er so liebevoll wie die Höhere Kraft wird. Die Vollendung dieser Korrektur wird Schabbat genannt, die die letzte Stufe der menschlichen Entwicklung darstellt.

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Aus KabTVs „New Life 1196 – Verbote in der Tora verstehen“, 31.12.19

Vermittlung von spirituellem Wissen zu Zeiten von Abraham.

Frage: Wie konnte Abraham Zehntausende Menschen, die sich um ihn versammelten, unterrichten wenn es noch keinen Pentateuch gab, der die Gebote darlegte?

Antwort: Zu dieser Zeit waren die Menschen auf einer Stufe, auf der sie ein inneres Verständnis dafür hatten.

Bemerkung: Abraham schrieb mehrere Bücher, von denen uns nur ein Buch, das „Buch der Schöpfung“ („Sefer Yezira“) erreicht hat. Ich habe es ein paar Mal gelesen, aber es sagt nichts über die Verbindung aus.

Antwort: Abraham schrieb darin über eine höhere Kraft, die auf Menschen wirkt. Er hat dieses Buch geschrieben, damit wir die höhere Kraft erkennen, erfassen und verstehen können, so wie er es beschrieben hat.

Wir müssen dafür das richtige Werkzeug haben. Dieses Werkzeug ist die Verbindung zu den Menschen. In Verbindung zu ihnen werden sich die höheren Gesetze offenbaren.

Frage: Damals stand nirgendwo etwas über Verbindung geschrieben. War es für sie selbstverständlich?

Antwort: Ja, das wird die „mündliche Tora“ genannt, das war es, was Abraham seinen Anhängern erklärte.

Frage: Rambam schrieb: „Abraham säte dieses große Prinzip in ihre Herzen und schrieb Bücher darüber“. Diese Bücher beschreiben was der Mensch fühlt, wenn er mit dem Schöpfer, mit der höchsten Kraft der Natur, in Kontakt kommt. Wurde die Kommunikation zwischen den Menschen mündlich weitergegeben?

Antwort: Diese praktische Wissenschaft wurde von Abraham an seine Schüler Yitzhak und Jaakov weitergegeben.

Frage: Waren das nicht seine Kinder?

Antwort: Man kann sie als „Kinder“ bezeichnen, das spielt keine Rolle. In der Kabbala werden darunter Schüler verstanden. Durch sie wurde die Methode der Korrektur, des menschlichen Egoismus, an das ganze Volk, an die Gruppe von Menschen, die sich in Babylon um Abraham versammelt haben, weitergegeben.

All dies wird in der Tora durch eine Person beschrieben. Zuerst was mit Abraham, dann mit Lot und so weiter geschah. Wo sind die anderen Zehntausende von Menschen, die sich um ihn versammelt haben?

Es ist eine Tatsache, dass bei der Beschreibung von Rambam, nicht die Anzahl der Menschen,  sondern nur deren spirituelle Stufe berücksichtigt wurde. Die spirituelle Stufe umfasst 70, 50, 10 Menschen und so weiter. – Es spielt keine Rolle, denn es wird nicht nach der Anzahl beurteilt, sondern nach der Kraft ihrer Verbindung untereinander.

Aus der TV-Sendung „Systematische Analyse der Entwicklung des Volkes von Israel“, 24.06.2019

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Immer mit mir – Teil 42

 

“Nichtigkeit” des Kabbalisten

Als Kabbalist fühlte er seine eigene Nichtigkeit: „Wer bin ich, und was habe ich?“ – das ist es, was er anderen zeigte. Er bewertete sich selbst in Bezug auf den Schöpfer, also war sein eigenes Gefühl: „Ich bin nichts, Staub und Asche.“ Das wurde an denjenigen weitergegeben, der neben ihm stand. Er hat es nicht mit Absicht getan. Unbeabsichtigter Weise wurde diese nach außen gerichtete Einfachheit aufgebaut. Er fühlt sich wirklich so. Im ständigen Kontakt mit der mächtigen Lenkungsmacht (er nannte es „vor dem Schöpfer stehen“) offenbarte er Vollkommenheit und Ewigkeit. Bei diesem Vergleich konnte er nicht anders, als sich unbedeutend zu fühlen.

Als ich ihn dazu fragte, sagte er: „Jetzt stell dir vor, wie schwer es für mich war an der Seite meines Vaters…

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Schließlich ist es der Vater. Zumindest hier hast du jemanden fremden vor dir stehen. Du kannst versuchen, besondere Beziehungen zu fremden Menschen aufzubauen, aber der Vater bleibt der Vater. Du spürst, dass er dich liebt, und dass die absolute Liebe des Vaters zu seinem Sohn dir die letzte Chance nimmt, etwas zu tun. Du kannst nichts tun, und er liebt dich trotzdem. Es ist, als würde er dir die Verantwortung abnehmen, ihn auf besondere Weise zu behandeln.“

 

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Fortsetzung folgt…

 

Immer mit mir – Teil 37

 

Das ist es, was ich über mich selbst erfuhr…

 

Vor einigen Jahren kamen mein Schüler Doron Goldin und ich zu meinem engen Freund Jeremy Langford, mit dem wir zusammen bei RABASH zur Shiwa[1]studierten . Es war eine Shiwa bezüglich dem Tod seiner Frau Yael, die ich sehr gut kannte. Dort traf ich Shimon Itah, Yaeli’s Bruder. Er war wahrscheinlich der jüngste, 20 Jahre alt, in unserer Gruppe.  So saßen wir da und redeten und plötzlich sagt Itah:

– Weißt du noch, ich erinnere mich an einen Fall, ich hatte dir nichts davon erzählt. Du hattest einmal  Streit mit RABASH und bist nicht mit ihm ans Meer gefahren.

– Ja, in der Tat, es gab ein paar solcher Fälle im Leben,- sagte ich.

„Nun, da war ich anstelle von dir gefahren“, fuhr Itah fort, – und ich erinnere mich, dass RABASH und ich am Ufer standen, bevor ich ins Wasser ging, fragte ich ihn: „Rabbi, warum brauchen Sie Michael? Lassen Sie  ihn in Ruhe. Warum Sind Sie die ganze Zeit bei ihm?“

Weißt du, was er zu mir sagte? Er sagte: „Weil Michael eine besondere Seele hat. Weil er einen sehr starken Punkt der Wahrheit hat. Deshalb arbeite ich mit ihm zusammen”.

Ich saß da und sagte nichts, ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Doch plötzlich fühlte ich mich, als würde vor mir RABASH sitzen, als ob er direkt vor mir steht. Ich versuchte wie immer, jedes seiner Worte zu fassen.

Und ich verstand, dass RABASH nicht von irgendeiner großen Seele, von mir sprach, nein. Sondern von der Tatsache, dass ich innerlich immer durch das Verlangen, die Wahrheit zu enthüllen, brannte. Dieser Schmerz war es, den ich ihnen noch nicht enthüllt hatte. Alles was von mir verlangt wurde (und ich verstand das vollkommen) war, mit dem Herzen, genau mit meinem Herzen, an diesem großen Kabbalisten festzuhalten. Sowie dem Schicksal, dem Schöpfer, zu danken, dass ich diesen Glücksschein bekam. Es ist mein großes Glück, immer in der Nähe von RABASH zu sein. Ich werde nie müde es immer zu sagen.

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[1] Shiwa ist eine siebentägige Trauerzeremonie. Sie wird von den engsten Verwandten des Verstorbenen besucht: Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Ehefrau, Mann.

 

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Fortsetzung folgt…

 

Immer mit mir – Teil 30

Abstiege

So befreite er sich aus den Abstiegen. Er sah sie im Voraus und bereitete sich auf sie vor. Als der alte Mann im Gleichnis, der nach verlorenem sucht[1].

Er wusste, dass es vor jedem Aufstieg einen Abstieg gab.

Er wusste, dass niemand von oben dir die Wichtigkeit des Ziels gibt, im Gegenteil, du wirst völlig des Lebens Geistes beraubt. Man offenbart dir noch mehr von deiner Natur, über die du aufsteigen musst, um einen „toten“ Körper in einen lebendigen zu verwandeln.

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Darüber wurde gesagt: „Mach alles, was in deiner Macht steht.“ Denn je größer der Mann, desto größer die Erschwernis des Herzens.

RABASH wusste, dass das Einzige, was ihm half, seine tägliche Routine war. Ein Aufstehen zur gleichen Zeit, die Lektion, Bücher, ein Spaziergang, die Arbeit, die du erledigen musst, egal was passiert. Es ist zur Gewohnheit geworden. Seine Gewohnheit war in die Natur eingedrungen. Selbst als er sich tot fühlte, wurde er auf der Grundlage des Tagesplanes lebendig.

Diese „Erweckung“ geschah vor meinen Augen. Er hatte es oft nicht vor mir verheimlicht. Er wollte, dass ich weiß, was auf mich wartet, damit ich verstehen lernte, wie man sich festhält, wie man aus solchen Bedingungen herauskommt.

Ich erinnere mich, dass er in der Mitte des Raumes lächelnd tanzte. Er quetschte das Lächeln aus sich raus, als würde er keuchen: „Jetzt müssen wir Spaß haben! – und fing an, wie Kinder, zu hüpfen und „la-la-la-la, la-la-la-la-la-la!“ zu singen… Er wusste, dass er aus diesem Zustand herauskommen musste, denn  zehn Minuten später begann der Unterricht.

Ich erinnere mich wie er mit dem Gesicht zur Wand lag. So etwas passierte auch. Er lag da wie ein Kind, zusammengerollt, und mein Herz blutete, als ich ihn so sah. Aber ich konnte ihm nicht helfen.

So lag er fünf Minuten, zehn Minuten lang und konzentrierte sich sowohl körperlich als auch innerlich, hing zwischen Himmel und Erde. Doch als er nach ein paar Minuten aufstand, stand er als eine andere Person auf. Er öffnete das Buch und versank jetzt bewusst in ihm…

Die Abstiege eines solchen Kabbalisten sind riesig, aber es waren immer die Abstiege vor dem Aufstieg. Er wusste es. Er war immer für sie bereit.

[1] Der babylonische Talmud. Mesechet Shabbat, Teil 23.

 

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Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 9

 

Hillel zündet an

 

Am nächsten Tag kam ich mit einem Tonbandgerät. Wir begannen zu lernen.

Etwa zwei Monate später, als die erste Begeisterung vorbei war und ich verstehen konnte, was vor sich ging, zog ich meine wichtigste Schlussfolgerung. Ich bin auf dem richtigen Weg, mit dem richtigen Lehrer. Ich hatte keine Angst mehr Fragen zu stellen und ich stellte die richtigen Fragen. Ich fragte nach dem Verhalten der höheren Kraft gegenüber uns, über den Plan der Schöpfung und seine Verwirklichung in uns. Hillel bewältigte alle Fragen. Nun verschärfte ich sie.

Ich wollte ihn überhaupt nicht verwirren, und ich wollte nicht den Ablauf der Lektion stören, aber ich wollte jedes Mal mehr und mehr klären. Ich war so durstig nach dieser Wissenschaft wie nach nichts anderem im Leben.

Er hat meine Neugier immer mehr angespornt. Er antwortete ohne zu überlegen, als ob er wusste, welche Frage ich stelle.

Er hat konkrete, einfache Erklärungen gegeben, wie in der Mechanik. Es gibt Licht, es gibt ein Gefäß, sie interagieren miteinander. Plötzlich stellte sich heraus, dass es möglich war, absolut alles zu erklären.

Wir begannen, die Lehre von Zehn Sefirot zu studieren. Er offenbarte uns das System der Welten, er führte uns von einer Kraft zur  anderen, er war reich an genauen, ausgezeichneten Kenntnissen und er konnte es gut vermitteln.

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Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 7

 

Schock

 

Wir saßen in einem leeren Raum im Haus. Es war dunkel, der Donner rumpelte wieder, Blitze funkelten, der Winter erwies sich als stürmisch, doch hier war es warm und gemütlich. Nun, wo wollten wir noch hin?! Wir begannen zu lernen.

Normalerweise beginnen wir mit „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ sagte Hillel.

Ich dachte: „Dabei kann ich ihn testen”. Wir haben diese Einführung studiert. Ich wusste damals nicht, dass das „Lernen“ in der Kabbala nicht dasselbe ist wie in der Physik und Mathematik. Das Wissen spielt hier keine Rolle. Das Verständnis davon kommt später. Während ich mir selbst sicher war und mich darauf vorbereitete, Hillel zu testen, saß er vor uns, krank, müde und wischt sich seine tränenreichen Augen mit einem Taschentuch ab,er seufzte.

Ich sah ihn an, und ich dachte nicht einmal im Traum daran was gleich passiert. Er begann den ersten Satz aus der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala zu lesen und zu erklären…

– Rabbiner Hanania ben Akashiya sagte, “las er“. Der Schöpfer wollte Israel ehren… Im Hebräischen ist das Wort „ehren“ dem Wort „Reinigung“ ähnlich. Dies warf zwei Fragen auf:

  1. a) Was ist das Privileg, das der Schöpfer uns gewähren möchte?
  2. b) Was ist das für eine „Unreinheit“, von der Er uns säubern will?

Hillel hebt seine tränenreiche Augen auf uns und fragt nach Baal Sulam:

– Also, wovon will er uns befreien?

Er wartet nicht auf unsere Antwort und beginnt zu erklären.

Diesen Moment vergesse ich nie. Plötzlich fühlte ich mich, als wäre ich buchstäblich an den Stuhl gefesselt. Ich zitterte. Ich sah ihn an und konnte meine Augen nicht von ihm ablenken. Noch nie in meinem Leben hatte ich eine so klare, präzise und wissenschaftliche Erklärung gehört. Vor mir stand kein kranker, alter Mann, sondern ein Kämpfer mit Schild und Schwert in der Hand. Das war kein müder, niemandem bekannter Lehrer, sondern ein Großer Weiser. Die Welt hat so einen noch nie gesehen.

Er erklärte die kompliziertesten Dinge, „Quantenphysik, höhere Mathematik“ der spirituellen Welt, aber in einer sehr einfachen Form, mit genauen Definitionen, einfach und klar. Er offenbarte uns den großen Baal HaSulam. Er drehte uns den Verstand um.

Wie fühlte ich mich damals? Nun, wie fühlt es sich an, den schrecklichen Schmerz, das große Leiden, die tödliche Krankheit loszuwerden, wenn bei Ihnen bereits diagnostiziert wird: “unheilbar!” Doch plötzlich stellte sich heraus, dass es eine Heilung gibt, und du wirst dich definitiv erholen.

All meine Fragen: „Wofür ich?“, „Warum ich?“, „Woher komme ich?“, „Wer bin ich?“, alle meine persönlichen Fragen, die mich verletzt haben und globale Fragen gleichzeitig: „Wofür ist die Welt da?“, „und das ganze Universum?“ – alles klärte sich plötzlich auf, es stellte sich heraus, dass sie eng miteinander verbunden sind, und es gibt Antworten auf sie. Ich verstand – „Ich habe es gefunden! Hier ist es echt! Lass es bloß nicht los!“

Und vor allem fühlte ich mich, als wäre ich zu Hause. Dass mein Weg voller Verzweiflung und ohne Ausweg, mit Leere und Depression, dass er hier in diesem Haus, am Rande von Bnei-Brak, endet.

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Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 6

 

Ich bekam eine Chance

 

Als wir dort ankamen, war da wieder dieser alte Hauptmann.

Damals wusste ich nicht, dass es RABASH war, der größte Kabbalist, dem ich mein Leben verdanke, nicht mehr und nicht weniger als das. Ich war damals niemand, um dies zu verstehen. So sind dem Menschen die Augen, Ohren, Verstand verschlossen und man sieht nicht, wer vor einem steht. Man ist bereit, aufzugeben und zu gehen. Aber trotzdem, man hält dich fest, gibt dir die Chance, dich festzuhalten.

Auch mir wurde diese Chance gegeben.

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Es war die erste Spur, was ich auf dem Gebäude sah.

Das Schild für „ARI-Aschlag“[1]. Ich sah dieses Schild am Vorabend nicht. Ich wusste, dass ARI ein großer Kabbalist des 16. Jahrhunderts war. Chaim und ich versuchten, seinen „Lebensbaum“ zu lesen.

Ich wusste, wer Rabbi Ashlag war. Wir lasen sein Lehrbuch „Die Lehre der zehn Sefirot“[2], das nicht einfach war. Wir arbeiteten an seiner “Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“[3] und dachten, wir hätten etwas verstanden. Kurz gesagt, es beruhigte mich ein wenig.  „ARI-Aschlag“ war definitiv die Kabbala.

Wir kamen herein, RABASH rief einen der alten Männer, er nannte ihn Hillel, rief ihn zu sich wie ein Kind und sagte:”Hillel, komm her, lerne mit ihnen”.

Damals war Hillel etwa 65 Jahre alt, er war ein kranker alter Mann, mit tränenreichen Augen und einem blassen Gesicht, er konnte sich kaum bewegen. Ich dachte noch: „Wird er uns das beibringen?”

Danach erfuhr ich, dass Hillel ein Nachkomme einer berühmten chassidischen Familie war, hätte das Oberhaupt der Dynastie sein können, aber eines Tages, als er jung war, traf er RABASH. Sie begannen über innere Arbeit, über die höhere Lenkung zu sprechen, und Hillel sah plötzlich, dass RABASH etwas weiß, wovon er keine Ahnung hat. Er war erstaunt, woher RABASH dieses Wissen hatte, er war begeistert, ließ alles zurück und hängte sich an RABASH. Wie sich danach herausstellte, für immer.

Ich fand später alles über Hillel heraus, doch bis dahin war ich sehr unsicher, ob ich etwas von ihm bekam was ich suchte. Ich sah mir wieder die Tür an und dachte darüber nach, wie man unbemerkt verschwinden könnte… aber ich blieb. Dank RABASH. Plötzlich bemerkte ich, wie leicht seine Bewegungen waren, wie er mit der Hand irgendwie besonders auf uns zeigte, wie er mir zu nickte. Ja, ja, das war es, woran ich mich erinnere. Er sah mich so an, dass ich beschloss, mich nicht zu beeilen und zu bleiben.

Jetzt weiss ich, dass RABASH schon damals alles über mich wusste.

[1] „ARI-Ashlag“ Name setzt sich aus den Namen der Kabbalisten zusammen: Yehuda-Ashlag (Baal HaSulam) und ARI – der vollständige Name von Yitzhak Luria Ashkenazi (1534-1572). Einer der größten Kabbalisten in der Geschichte der Menschheit. Er schuf ein grundlegendes System der Kabbala-Ausbildung. Mit seiner Methodik kann jede Person dank dem Studium der Kabbala zum Ziel der Schöpfung kommen. Sein Hauptwerk ist das Buch „Der Baum des Lebens“.
[2]  TES – Talmud Eser Sefirot (Hebräisch – „Lehre der Zehn Sefirot“) – das wichtigste kabbalistische Lehrbuch unserer Zeit (6 Bände, mehr als 2000 Seiten). Das Haupterbe von Baal HaSulam. Obwohl Baal HaSulam als Autor des Kommentars „Sulam“ zum Buch Sohar bekannt ist, aber für diejenigen, die in die höhere Welt eintreten wollen, gibt das Werk “Die Lehre der zehn Sefirot“ die notwendigen Kräfte, um die Grenze zwischen unserer und der höheren spirituellen Welt zu überwinden. Das Buch enthält Fragen und Antworten, Materialien zur Wiederholung und Erinnerung, Erklärungen, Grafiken, Zeichnungen und so weiter. Das Buch bietet eine Beschreibung der Gesetze und Kräfte, die unser Universum regieren.
[3] Baal HaSulams Artikel, der vor dem Buch Sohar und den TES zu studieren beginnt.

 

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Fortsetzung folgt