Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Schawuot – der Feiertag, an dem man die Verbindung zum Schöpfer findet

Ein besonderer Feiertag steht bevor – Schawuot, der Feiertag der Übergabe der Tora. Es symbolisiert die Offenbarung der Tora in der Welt, d.h. die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Menschen.

Das geschah vor etwa dreieinhalbtausend Jahren in der Wüste am Berg Sinai. Solche Symbole gibt es auch in unserer Welt, denn jede spirituelle Wurzel ist verpflichtet, ihren materiellen Zweig zu berühren.

Dieser Feiertag ist von großer Bedeutung, weil der Mensch eine Verbindung mit einer höheren Kraft erhält. Sonst würden wir Tiere bleiben, die ziellos auf dem Planeten Erde existieren, der irgendwo im leblosen Kosmos dahintreibt.

Und jetzt können wir mit der Kraft in Kontakt treten, die das Universum, die Erdkugel und den Menschen erschuf und den ganzen Prozess der Evolution in Gang setzte. Wir können lernen, was hinter diesem Prozess steckt, welche Formen der Beziehung zwischen uns und der höheren Kraft bestehen.

Schawuot ist ein großartiger Feiertag, denn wir feiern das Finden einer Verbindung mit dem Schöpfer, die es uns ermöglicht, uns aus diesem Leben, aus seiner Ziel- und Sinnlosigkeit, über diese tierische Existenz zu erheben. Es gibt keinen bedeutenden Feiertag als die Gabe der Tora; alles beginnt mit ihr! Ohne sie wäre unser Leben vergeudet.
Wir würden gewönliche Tiere bleiben, geboren, um zu leben und zu sterben. Die Tora gibt uns die Möglichkeit, uns über unser Leben zu erheben, die Erkenntnis der höheren Kraft zu erlangen und in die Ewigkeit einzutreten, in die Vollkommenheit, in eine andere Dimension, die auf Geben und nicht auf Empfangen beruht.

Unsere Welt existiert einzig und allein im Egoismus, im Empfangen, und die spirituelle Welt existiert um des Gebens willen; deshalb ist sie ewig und vollkommen. Dank dieser Methode, die Tora genannt wird, haben wir die Möglichkeit, von der unteren Welt in die höhere aufzusteigen.

Deshalb feiern wir Schawuot, das nur wenige Symbole hat: weiße Kleidung und Milchspeisen sind Symbole des Gebens. Das sind die typischen Merkmale dieses Feiertages.

Der Geschichte zufolge wurde die Tora gegeben, nachdem das Volk Israel Ägypten verlassen hatte, d. h. nachdem es vor der egoistischen Absicht geflohen war und das Rote Meer (Yam Suf) durchquert hatte, was bedeutete, sich vom Egoismus zu lösen und die Wüste Sinai zu betreten, den Platz, an dem sich der Hass (Sinaa) zwischen altruistischen und egoistischen Verlangen offenbart.

Und dann steht der Mensch vor einem Berg von Zweifeln. Har (Berg) kommt von Hirhurim (Zweifel). Wie viele Einwände wir gegen das Verlangen zu geben haben, wird uns offenbart und wir müssen daran arbeiten. Deshalb schreien wir: „Wo sind denn die Mittel, die es uns ermöglichen, das Geben zu erreichen?

Dann bekommen wir eine Kraft von oben, die „das höhere Licht“, „Tora“, genannt wird, das heißt „Licht“ (Or), „Programm“, „ Methode“ (Ora’a). So beginnen wir, uns zielgerichtet zu entwickeln.

Bis jetzt korrigieren wir unseren Egoismus von Generation zu Generation, bis wir an das Ende der Korrektur kommen. All dies ist möglich dank der verborgenen Kraft der Tora, die „das Licht, das zur Quelle zurückkehrt“ genannt wird, das höchste Licht der Korrektur.

Es gibt eine besondere Kraft, die an den Tagen dieses Feiertags in der Welt präsent ist. Und wenn wir sie gemeinsam studieren, wird sie uns vorwärts bringen.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Gabe der Tora“ von Baal HaSulam


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