Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Offenbaren, probieren und überzeugen Sie sich

Frage: Laut der Kabbala kann ich die Eigenschaften des Schöpfers als das Absolute betrachten und zu Ihm, entsprechend von „süß-bitter“, eine Analyse von „wahr-falsch“ durchführen. Das einzige Problem ist, warum sollte ich glauben, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens  ist? Ich fühle es nicht, ich sehe es nicht.

Antwort: Das müssen Sie nicht. Der Punkt ist, dass dies nicht irgendeine Theorie ist, die wir jemandem aufzuzwingen wollen.

Wir versuchen nicht, jemanden zu verführen. Wir bieten den Menschen an, zu sehen, wie die Kabbala die Struktur der Welt der Menschen und seine Interaktion mit der Welt erklärt. Wie es die Natur des Menschen, die Natur der Gesellschaft zeigt. Wie sie uns zeigt, wie wir zu dem bequemsten Zustand kommen können.

Frage: Das ist alles klar. Die Kabbala behauptet, dass der Mensch ein Verlangen zu Empfangen ist. Im Prinzip kann sich jeder selbst überprüfen. Schon nach ein paar Monaten Unterricht versteht man, dass es keine einzige Handlung gibt, die man für jemanden anderen tut. Alles ist für sich selbst, alles ist nur um zu empfangen. Das ist klar. Wo kann man überprüfen, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist?

Antwort: Darüber wird gesagt: Offenbaren, probieren und überzeugen Sie sich.

Frage: Ist das ein Grundsatz?

Antwort: Natürlich. Sie müssen Ihre Eigenschaften und Sinne so weit entwickeln, dass Sie beginnen, Ihn zu spüren. Es gibt Dinge, die wir nicht empfinden, wie zum Beispiel eine allgemeine Kraft die als eine Art Strahlung um uns herum wirkt und die ich in ihrer natürlichen Form nicht spüren kann. Mir wird angeboten, solche Sensoren zu entwickeln, durch die ich anfangen werde, den Schöpfer zu spüren.

Frage: Genauso haben Wissenschaftler, lange bevor sie das Mikroskop erfunden haben und verschiedene Mikroben entdeckten, es als Maxime angenommen, dass es einige kleine Elemente geben muss. Ist es das Gleiche mit dem Schöpfer?

Antwort: Ja. Für jemanden, der es nicht versteht, ist es nur eine Vermutung.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 22.04.2019

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Neues Leben 591 – Zurück zur Natur

Neues Leben 591 – Zurück zur Natur
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Die Entfremdung von der Natur im 20. Jahrhundert durch die technologische Entwicklung hat uns zu emotionslosen Maschinen gemacht. Die Menschen sehnen sich danach, zur Natur zurückzukehren und ihre innere Kraft wiederzuentdecken. Wir spüren einen damit verbundenen Mangel und haben das Bedürfnis, ein Gleichgewicht zwischen dem Natürlichen und dem Fortschritt zu finden, sowohl geistig als auch körperlich. Wenn wir eine Anziehung zur inneren Kraft in der Natur spüren, transzendieren wir das Ego und verbinden uns mit dem Göttlichen. Es ist so, wie wenn unser Vater Abraham den Himmel und die Sterne betrachtete; er suchte nach der höchsten Kraft.

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Aus KabTVs „New Life 591 – Zurück zur Natur“, 30.6.15



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Korrigiere dich selbst und dadurch die Welt

Frage: Was ist die Korrektur der egoistischen Natur des Menschen?

Antwort: In dem Maße, in dem ich mich korrigiere, sehe ich nur Gutes in der Welt.

Frage: Nehmen wir an, es sind in diesem Moment ein paar Millionen Menschen verhungert und der Kabbalist sieht das alles nicht, oder sieht er es anders?

Antwort: Er spürt das alles und fühlt sich daran schuldig, da er all diese Eigenschaften noch nicht in sich korrigiert hat.

Frage: Sieht er dieses Phänomen positiv, wenn er die Eigenschaften korrigiert hat?

Antwort: Nein. Er versteht, dass es noch unkorrigiert ist, weil er nicht das ganze Universum korrigieren kann. Trotzdem kann er einen Teil davon korrigieren.

Frage: Gibt er niemandem die Schuld dafür? Die ganze Schuld liegt bei ihm, da er merkt, dass er einige Dinge noch nicht in Ordnung bringen kann?

Antwort: Nur bei ihm. Korrigiere dich  und dadurch wird die Welt korrigiert.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 13.05.2019

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Jeder hat sein eigenes Glück

Frage: Der berühmte Psychologe Viktor Frankl schrieb: „Das Leben wird nie durch Umstände unerträglich, sondern nur durch den Mangel an Sinn und Zweck.“ Einige Forschungen sagen heute, dass ein Mensch nicht dadurch glücklich wird, dass er einen Sinn hat, sondern je nachdem, wie leicht, angenehm und frei von Problemen das Leben ist.

Was ist Glück?

Antwort: Glück hängt davon ab, auf welcher Ebene sich ein Mensch befindet. Im Prinzip ist Glück, wenn alle seine Wünsche nicht befriedigt sind, sondern auf ihre Erfüllung warten, und alles in Vorfreude ist, wie bei einem Kind, das bald Geburtstag hat.

Wenn man das Gefühl hat, an meinem Geburtstag wird mir etwas geschenkt, es wird etwas Gutes sein, d.h. man erwartet eine Belohnung vom Leben, das ist Glück. Jeder hat sein eigenes.

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Sich nicht vom Zehner lösen

In dem Moment, in dem ich spüre, dass ich mich vom Zehner wegbewege, falle ich in diese Welt. Egal welche Gedanken und Wünsche ich zu diesem Zeitpunkt habe, werde ich die Grenzen dieser Welt trotzdem nicht verlassen. Sobald ich mich mit all meinen Wünschen und Gedanken dem Zehner anschließe und ein gemeinsames Netz von Verbindungen mit Freunden aufbauen will, auch wenn ich noch keinen Nutzen oder Gewinn darin spüre, beschäftige ich mich bereits mit der spirituellen Arbeit, indem ich ein spirituelles Kli aufbaue.

Es ist ein Irrtum zu denken, dass es möglich ist, spirituelles Begreifen, Gefühl und Verständnis alleine zu erreichen. Das wird nicht passieren, denn das Spirituelle steht mit anderen Menschen in Verbindung. Es begann alles mit dem Zerbrechen der gemeinsamen Seele, deshalb wird der spirituelle Aufstieg durch die Vereinigung der gebrochenen Kelim realisiert.

Sie bleiben zerbrochen, das heißt, alle ihre Unterschiede bleiben bestehen. Wir müssen uns über sie verbinden, es steht geschrieben: „Die Liebe bedeckt alle Sünden“. Der Egoismus wächst stetig und darüber wächst immer mehr die Verbindung, dies bedeutet, dass wir die spirituelle Leiter hinaufsteigen.

Wenn ich es mir nicht so vorstelle, trete ich auf der Stelle und komme nicht voran. Kein Wunsch kann allein realisiert werden. Das ist eine grausame Täuschung, wer so denkt, verschwendet seine Zeit und wird sterben ohne jemals irgendeine spirituelle Offenbarung zu erreichen.

Spiritueller Fortschritt entsteht nur durch Verbindung im Zehner. Solange ich mich in keinem Zehner befinde, habe ich noch nicht einmal mit der kleinsten Bewegung begonnen. Der Schöpfer bringt einen an den richtigen Ort, zu einem guten Schicksal und sagt: „Wähle es!“ Es gibt keinen anderen Weg. Es ist außerordentlich schwierig, aber man muss einen Schalter in seinem Kopf umlegen, um zu erkennen, dass spiritueller Fortschritt nur möglich ist, wenn man sich seinen Freunden im Zehner annähert.

Aus dem Morgenunterricht, 22.01.2021

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Neues Leben 573 – Göttlichkeit offenbaren

Neues Leben 573 – Die Offenbarung der Göttlichkeit
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Warum gibt es in jedem Menschen einen inneren Wunsch, den Gedanken der Schöpfung zu kennen? Alle Zweifel, die ein Mensch hat, haben nichts mit Religion zu tun, sondern rühren von dem Mangel an Offenbarung der Göttlichkeit hier in dieser Welt her. Ein Mensch, der offenbaren möchte, wofür er lebt, was der Zweck seines Lebens ist und was das Geheimnis des Lebens ist, gelangt zur Weisheit der Kabbala. Nach der Weisheit der Kabbala ist die Offenbarung der Göttlichkeit das Ergebnis der Einhaltung des einen Gesetzes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Göttlichkeit ist die Kraft der Liebe und der Selbsthingabe, des Guten und des Wohlwollenden, und so müssen wir lieben und wohlwollend sein, um sie zu offenbaren. Wenn es Liebe inmitten der Nation Israel geben wird, werden wir ein „Licht für die Völker der Welt sein.“

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Aus KabTVs „New Life 573 – Die Offenbarung der Göttlichkeit“, 21.5.15



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Frauen können die Welt richten

Ob unser globales Haus steht oder in völliger Zerstörung auseinanderfällt, hängt von den Frauen ab. Die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag in diesem Jahr sollten eine Erinnerung daran sein, dass die weibliche Kraft eine einigende Macht ist und eine Führungsrolle hat, die in diesen kritischen Zeiten so nötig ist, während die Welt langsam versucht, nach einer langen Zeit der COVID-19-Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Frauen waren im Epizentrum der Pandemie, nicht nur in den vordersten Reihen der Gesundheitsdienste, aber auch besonders hart vom Verlust der Arbeitsplätze betroffen. Doch dies könnte die Chance für einen Neuanfang sein, um eine ausgewogenere Gesellschaft zu gestalten. Rest des Beitrags lesen →



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Was ist die Größe des Schöpfers?

Zuerst muss ich versuchen zu fühlen, dass es für mich nichts anderes gibt, außer einer Kraft, die jeden Moment meines Lebens organisiert.

Es kann sein, dass ich umgekehrt erweckt werde, in dem ich durch Verführung von billigen Verlockungen dieser Welt mitgerissen werde und mir so gezeigt wird, wie getrennt ich von dieser Kraft und meinem Zehner bin. Ich stelle mir diese höhere Macht hinter allem vor, was geschieht und ich suche die ganze Zeit die Verbindung mit ihr- trotz aller Hindernisse.

Je größer die Hindernisse sind, hinter denen ich den Schöpfer offenbare, desto wichtiger wird der Schöpfer für mich. Die Störungen helfen mir, mich mehr um den Schöpfer zu bemühen. Es ist, als würde ich die Linse schärfen und den Schöpfer näher zu mir bringen. Je größer der Mangel und je nebulöser das Bild, desto mehr Mühe kostet es, sich vorzustellen, dass dies der Schöpfer tut.

Es stellt sich heraus, dass meine Welt mehr und mehr vom Schöpfer erfüllt wird, da ich sehe, wie er überall mit mir spielt und mich immer geschickter durcheinander bringt, bis die ganze Erde von seiner Herrlichkeit erfüllt ist.

Zusammen mit unseren Freunden bauen wir eine Linse, in deren Brennpunkt wir den Schöpfer offenbaren.

Aus dem Unterricht, 22.01.2021

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Gibt es Gleichheit in der Natur?

Frage: Gibt es so etwas wie Gleichheit in der Natur?

Antwort: Es gibt keine Gleichheit in der Natur und es kann sie auch nicht geben. Wenn es so wäre, dann wäre sie völlig nivelliert.

Im Gegenteil, es muss Vielfalt in der Natur geben, das heißt Unähnlichkeit, Ungleichheit und alle Arten von Widersprüchen zwischen den Dingen und Erscheinungsformen. Das ist es, was den Reichtum all der Farben und Eigenschaften, die es in der Natur gibt, ausmacht. Sonst gäbe es nichts.

Wenn das eine mit dem anderen identisch wäre, wie würden man sich dann miteinander verbinden, sich gegenseitig ergänzen?

Frage: Gleichheit ist also nicht identisch mit Gleichmacherei, wie es in einigen Ländern versucht wurde?

Antwort: Nein. Deshalb hat es auch nicht geklappt. Außerdem ist die Gleichheit selbst extrem konträr zur menschlichen Natur. Aus irgendeinem Grund wollen wir alle gleich sein, aber wir verstehen es nicht.

Wenn alle in etwas oder in allem absolut identisch wären, dann wäre es kein Leben. Wir wären nicht in der Lage, uns auszutauschen, zu empfangen und uns gegenseitig zu geben. Wir könnten uns nicht entwickeln.

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Kriege sind einfach zu riskant

Es ist nicht so, dass Kämpfe der Vergangenheit angehören, aber es scheint, als ob die Menschen anfangen zu begreifen, dass Krieg eine schlechte Idee ist. Von Khamenei bis Putin, von Xi Jinping bis hin zu wem auch immer – die Staats- und Regierungschefs erkennen, dass die Welt so unbeständig ist, dass, wenn sie einen Krieg beginnen, niemand gewinnen wird.

Selbst regionale Kriege erscheinen mehr und mehr nur als schlechte Idee; jeder hat Angst vor dem, wozu sie führen könnten. Das heißt nicht, dass es keine Machtkämpfe gibt. Es gibt Kämpfe und es wird sie auch weiterhin geben, jedoch sehe ich keinen umfassenden Krieg am Horizont. Rest des Beitrags lesen →



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