Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ist es möglich, fremde Gedanken zu lesen?

Frage: Kann ein Mensch, der ein großes Verlangen besitzt, Gedanken von anderen Menschen lesen?
Antwort: Das Lesen von Gedanken ist eine materielle Sache. Ich kann nicht behaupten, dass dies eine dankbare Sache ist, da sie dabei die fremden Gedanken auf einer weltlichen Stufe empfangen. Es ist jedoch durchaus möglich, da Gedanken auf unserer Stufe materiell sind.
Sie können einen Menschen an die Hand nehmen und seine Gedanken wie ein Hellseher spüren. Was bringt Ihnen das? Nichts. Einige Menschen haben solch eine hohe Sensibilität, dass sie damit werben. Ich würde ihnen davon abraten, Schade um die Bemühungen. Die Anstrengungen müssen sich darauf ausrichten, sich in der Gruppe aufzulösen und dadurch den Schöpfer zu offenbaren.

Frage: Wäre es möglich, wenn wir einen starken Wunsch danach haben, jemandem Gedanken einzuflößen?
Antwort: Natürlich, und wie! Wir kennen es noch von den KGB-Zeiten. Sie werden übrigens bei allen Geheimdiensten der Welt praktiziert. Aber wozu brauchen wir das? Auf der Stufe unserer Welt sind das rein egoistische, gegenseitige Beeinflussungen.
Ich möchte nicht, dass ihr solche Ideen habt. Psychische Einwirkung führt zur Unterordnung, d.h. zur Zerstörung der Welt.

Aus dem Unterricht, 03.02.2019
(247502)



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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”

Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
 
Kabbala Akademie
 


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Unsere illusorische Welt

Frage: Sie bezeichnen unsere Welt als illusorisch. Warum sollte man sie korrigieren, wenn sie so ist?
Antwort: Sie haben Recht, wir korrigieren sie nicht. Wir korrigieren uns selbst, unser Ego. Wir nehmen die Welt durch die Spiegelung von unserem Egoismus wahr.
Die Welt ist das, was unser Ego ausmacht. Sobald wir mehr nach dem Schöpfer streben, werden wir die höhere Welt deutlicher spüren.
Wir werden anfangen, in unserer Welt die wirkenden Kräfte der höheren Welt zu sehen und so verschwindet unsere Welt allmählich aus unserer Wahrnehmung. Das Bild bleibt, aber die Kräfte dahinter, werden immer deutlicher. Auf diese Weise beginnen wir damit, unser Bewusstsein, unsere Einstellung zur Welt zu verändern.

Aus dem Unterricht, 24.03.2019
(248551)



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Blitzantworten eines Kabbalisten

Frage: Warum gibt es bei uns keine Liebe?
Antwort: Es gibt bei uns Liebe – aber nur die Liebe zu uns selbst. In uns gibt es keine andere Liebe, da es nur das eine statt dem anderen geben kann. Es wird gesagt, dass es keinen leeren Platz im Herzen gibt: entweder ist es mit sich selbst, oder mit dem Schöpfer gefüllt.

Frage: Ist die Handlung der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) bereits eine Handlung der Willensfreiheit?
Antwort: Ja.

Frage: Wenn der Schöpfer alles lenkt, wie kommt man dann in der Gruppe zum Gefühl der spirituell unbelebten Stufe?
Antwort: Man muss die ganze Zeit daran denken. Man muss versuchen, dies in sich zu fühlen und sich dabei gegenseitig helfen. Dies erfordert eine starke Zielstrebigkeit und Selbstanalyse. Versuche alles, damit es sich in euch vertiefen kann.

Frage: Warum bekommen wir, bezüglich der Verbreitung, nicht den leidenschaftlichen Mut von Rabash?
Antwort: Rabash hatte den Mut, verzweifelt zu sein. Er nahm Leute von der Straße auf, die sich in ihrem Zustand absolut entgegengesetzt zu ihm und seiner Gruppe in Bnei Baruch befanden. Es ist schwer vorstellbar, was er sich anhören musste und was er fühlte. Er war ein Mann, der sich vollständig geopfert hat. Wir müssen natürlich seinem Beispiel folgen.

Frage: Wäre es besser an Treffen mit den Freunden aus anderen Zehner teilzunehmen, wenn Freunde aus meinem Zehner an diesen Treffen nicht teilnehmen können, oder sollte ich mich nur auf die Arbeit in meinen Zehner konzentrieren?
Antwort: Sicher kannst du dich den anderen Zehner anschließen, wenn es für dich keine Möglichkeit gibt, zusammen mit den eigenen Freunden zu sein.

Frage: Sie sagten, es war für Sie schwieriger voranzukommen, als es bei uns, Ihren Schülern der Fall ist. Kommen Schüler in 5-10 Jahren leichter als wir voran?
Antwort: Natürlich wird es für die nächsten Generationen einfacher sein voranzukommen, als es jetzt für uns ist. Das heißt aber nicht, dass es für sie angenehmer sein wird, aber es wird leichter sein, da für sie das Böse sichtbarer sein wird.

Frage: Wie kann ich meine Gedanken über mich in Gedanken für meine Freunde verwandeln?
Antwort: Du musst ständig versuchen, an deine Freunde zu denken, es immer wieder probieren und dich dabei anstrengen.

Frage: Gibt es einen Begriff für das spirituelle Gewissen? Wo wird die Berechnung zwischen „Wahrheit und Lüge“ sonst durchgeführt?
Antwort: Ich bezeichne es als das Gewissen, obwohl ich die irdischen Begriffe nicht besonders mag.
Die Berechnung findet automatisch statt, wenn du dich mit deinen Freunden zu verbinden versuchst- außerhalb von dir, von ihnen – außerhalb von uns allen. Gemeinsam findet ihr diesen Zustand und darin führt ihr die Berechnungen durch.

Frage: Wir lernen, dass das Gebet von oben gegeben wird. Wir versuchen, künstlich, mechanisch zu beten, kann man diese Handlung als Gebet bezeichnen? Oder ist das die Vorbereitung auf das Gebet?
Antwort: Das ist das wahre Gebet. Aber es ist besser, wenn wir es in der Gruppe, zusammen organisieren. Wir werden durch das, was uns von oben gegeben wird, geschult. Auf einmal möchte ich den Schöpfer bitten, – das heißt, Er gibt mir solche Wünsche.

Aus dem Unterricht vom 09.04.2019
(246988)



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Blitz- Antworten eines Kabbalisten

Frage: Kann der Gedanke eines Menschen die ganze Welt verändern?

Antwort: Nein, denn dann würde dieser Mensch die ganze Welt verändern. Das darf nicht sein! Wir müssen unsere Wünsche vereinen, nur dann werden die richtigen Gedanken welche die Welt verändern, kommen. Das Wichtigste ist das Verlangen.

Frage: Kontrolliert die Absicht das Verlangen und das Denken?

Antwort: Ja. Sowohl die Verlangen als auch die Gedanken. Die Absicht erscheint erst nachdem das Verlangen begonnen hat. Wenn das Verlangen durch das Denken verarbeitet wird, gibt es eine Absicht, mit deren Hilfe die Handlung bereits stattfindet.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen dem Gedanken und dem Licht, das zur Quelle zurückführt?

Antwort: Natürlich beeinflusst uns das Licht, das zur Quelle zurückkehrt. Es bringt uns gewisse Gedanken. Es hängt alles davon ab, wie wir darauf reagieren.

Frage: Was verdiene ich, wenn ich alle meine Gedanken und Wünsche mit dem Schöpfer in Beziehung setzte? Was sollte die richtige Reaktion auf die Gedanken und Wünsche sein?

Antwort: Du verdienst damit eine Verbindung zu der wahren Quelle all deiner Gedanken und Wünsche. Du richtest dich nach der Quelle aus. Es hängt alles davon ab, was du von der Quelle willst, was du ihr zurückgibst, wonach du verlangst und was du ihr sagen willst.

Frage: Wie kann die Vorstellung, dass „es niemanden außer ihm gibt“ in ein Gefühl umgesetzt werden?

Antwort: Es sind nur eure Bemühungen und Bestrebungen, dass ihr versucht zu spüren, dass „es niemanden außer ihm gibt“, dass der Schöpfer euch vollständig lenkt und das eure Verbindung mit ihm, absolut und vollständig, durch alle Zellen eures Körpers geht.

Frage: Wie können wir sicher sein, dass wir dem Schöpfer Freude bereiten?

Antwort: Sehr einfach. Wenn ich meinen Freunden Freude bereite, dann bereite ich dem Schöpfer Freude.

Frage: Was wäre, wenn wir sofort sehen würden, wie unsere Gedanken funktionieren?

Antwort: Nein! Auf keinen Fall. Alles woran ich denken muss, ist die Arbeit in der richtigen Gruppe, in der wir uns alle zu Einem verbinden. Egal wie einheitlich, verschmolzen, völlig unerkennbar diese Masse wäre, auch wo unsere Wünsche und Absichten wären, alles würde in der Gruppe durch eine Sache wiederhergestellt werden, durch den Wunsch, den einen, einzigen Schöpfer zu erreichen.

Frage: Zuerst ist mein Verstand glücklich, den Schöpfer, ohne einen Nachteil, als das Ideal des Guten wahrzunehmen. Dann treiben die hässlichen Realitäten dieses Lebens wieder ein Keil dazwischen.

Antwort: Richtig! Aber ich muss bereit sein, diese hässlichen Realitäten wahrzunehmen und mich auf das Gebet auszurichten, um sie zu korrigieren.

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

(247933)



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Kabbala steht für die bedingungslose Liebe!

http://laitman.com/images/michael-laitman_05.gifBericht: Eine unserer neuesten Entdeckungen ist die Fähigkeit, die Herzfunktion von Millionen Menschen direkt zu beeinflussen! In einem neu veröffentlichten akademischen Blatt haben Computerwissenschafter in den Vereinigten Staaten aufgezeigt, dass Herzschrittmacher gehackt werden können. Darüber hinaus können die Folgen eines solchen „Hackings“ möglicherweise tödlich sein.

Antwort: Wenn die Leute nur erkennen würden, dass sie einen direkten Einfluss auf die Seele und das Schicksal jedes anderen haben!

Wie würden sie sich dann verhalten? Würden sie in totaler Angst leben, einem anderen Schaden zuzufügen, oder würden sie, im Gegenteil dazu, versuchen, einem jeden, dem sie könnten, soviel Schaden wie nur möglich zuzufügen? Oder würden sie versuchen, einen Kompromiss zu jedermanns Zufriedenheit zu erreichen?

Wir sind bis jetzt noch nicht fähig gewesen zu erkennen, dass wir vollkommen voneinander abhängig sind, und darum liegt die einzige Lösung für uns darin, vollkommene Liebe zu erreichen!

Warum also erkennen wir unsere gegenseitige Abhängigkeit nicht, wenn es klar ist, wie wir alle verbunden sind?

Wir enthüllen es nicht, weil wir dann gezwungen wären, uns untereinander zu lieben. Für die Liebe jedoch muss man frei sein, ohne Bedingung – unabhängig davon, welche Konsequenzen sie hat, welchen Gewinn man daraus zieht oder mit welcher Antwort man rechnen muss.

Kabbala Akademie

Liebe muss frei sein!

EMH



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Der wahre Genuss

Frage: Der Zweck der Schöpfung besteht darin, dass der Schöpfer Vergnügen daran hat, dass seine Geschöpfe Genuss empfinden. Wenn ich genieße, warum spüre ich dann nicht den Sinn der Schöpfung?

Antwort: Dein Genuss ist nicht der Sinn der Schöpfung. Wenn du genießt, befriedigst du deinen tierischen Egoismus und nichts weiter. Das ist kein Vergnügen. Wir sind wie kleine Kinder die denken, dass sie zufrieden sind, wenn sie etwas Süßes essen.

Der wahre Genuss kann nur dann da sein, wenn du absolut ewig, vollkommen, aufgelöst, über die ganze Welten verstreut bist. Es gibt für dich keine Grenzen- in nichts. Dies ist der sogenannte Zustand der absoluten Erfüllung. Du musst einen solchen Zustand erreichen.

Du solltest dafür nicht nur deinen kleinen vorübergehenden Körper genießen, sondern, zusammen mit allen auf die Stufe der Verbindung aufsteigen, damit ihr gemeinsam den Schöpfer erfüllt.

Aus dem Unterricht 17.03.2019

(248670)



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Die Hülle des Egoismus durchbrechen.

Frage: Warum haben die spirituellen Konzepte die Eigenschaften von Mut, Tapferkeit und Treue?

Antwort: Das ist die Arbeit mit unserem Ego. Der Egoismus steht als isolierte Hülle zwischen dem Schöpfer und mir.

Er umgibt mich von allen Seiten, ich befinde mich darin wie in einem Kokon, unfähig etwas nach außen zu übertragen und etwas von außen wahrzunehmen. Ich nehme alles nur durch den Egoismus hindurch wahr. Das ist unser Problem. Wir müssen ständig auf das Ego einschlagen. Wenn wir damit fortfahren und schließlich aus der Hülle des Egoismus hinausschauen können, werden wir die reale Welt sehen.

Es braucht großen Mut und viel Unterstützung von Freunden, ohne die es absolut unmöglich ist, sich in diese Richtung fortzubewegen.

Frage: Warum braucht man Loyalität und zu wem?

Antwort: Es tut dem Egoismus weh, wenn er geschlagen wird. Man benötigt viel Zeit, bevor man die Schale durchbrechen kann und wie ein Küken den Kopf herausstreckt. Wir müssen daher sehr ernsthaft und mit voller Hingabe gegenüber unserer Gruppe und dem Schöpfer arbeiten.

Aus dem Unterricht, 24.03.2019

(248541)



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Seid stärker und werdet tapfer

Und vor allem, meine große Bitte ist es, ihr sollt euch  stärken und tapfer sein, und der Schöpfer wird mit euch sein. Und appelliert an die Herzen aller Freunde, die ihre Fähigkeit, mit uns zu kommunizieren, geschwächt haben, und lasst sie den Aberglauben anderer Menschen austreiben.
Wenn sie den Tempel befreien, der ein Ort der Götzen war, werden sie keine Angst vor der Hitze des Schwertes haben, das sich auf dem Weg zum Baum des Lebens dreht.
Und wenn ihr es wissen wollt, lasse ich euch wissen, dass ich mich ganz und gar nicht weit von euch und demjenigen, der Entfernung empfindet, entfernt befinde. Der Grund dafür, dass jemand die Entfernung spürt, liegt in ihm selber und genügt demjenigen, der es versteht. (Baal HaSulam, Brief 12)

Baal HaSulam schreibt an seine Schüler während er weit weg von ihnen ist und gibt ihnen deshalb die Anweisung, vor nichts Angst zu haben.
Das Problem ist, dass der Schöpfer den Menschen prüft, ob er bereit ist, nur eine höhere Macht in allem und nichts anderes an seiner Stelle zu sehen.
Nur durch die Verbindung mit einer Gruppe kann er den Schöpfer direkt ansprechen, sonst ist sein Appel sehr schwach, weil er das gesamte System des gebrochenen Kli’s (Gefäß) durchdringt.

Hier sollte es keinen Aberglauben geben. Unter Aberglauben versteht man andere fremde Kräfte als den Schöpfer. Es gibt keine anderen Objekte, die eine Person beeinflussen können, sondern nur den Schöpfer, durch einige gefälschte Marionetten. Es können die Nächsten, die Entferntesten, die Verwandten, Freunde oder Feinde sein, aber alle werden von einer einzigen Kraft kontrolliert.
Wenn also ein Mensch den Tempel „befreit“ – den Ort, an dem der Schöpfer offenbart wird – von allen Arten von Götzen, d.h. von allen möglichen fremden Einflussquellen auf sich selbst, räumt er damit den Ort frei, den der Schöpfer am Ende ausfüllt.
Außerdem schreibt Baal HaSulam: Denke nicht, dass ich weit weg von dir bin, obwohl du denkst, dass ich weit weg bin. So seht ihr euch selbst in euren unkorrigierten Qualitäten, und ich fühle euch in meinen Eigenschaften, und deshalb bin ich unter euch, ganz nah bei euch, zusammen, im direkten Kontakt mit euch.

[#251054]

Kabbala Akademie



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Wem hinterlässt man Millionen?

Bemerkung: Die zehn reichsten Menschen der Welt werden ihr Vermögen nicht an ihre Kinder weitergeben.

Antwort: Solch eine erbliche Weitergabe von Generation zu Generation ist bereits Vergangenheit. Die Menschen verstehen, dass dies den Kindern kein Glück bringt. Das heißt, das Kind sollte eine gute Ausbildung und eine normale Existenzgrundlage erhalten. Nicht mehr als das. Das Kind sollte sich bemühen, selbst Geld zu verdienen, damit es verpflichtet ist, sich und seine Familie zu erhalten und sich vor Problemen zu schützen. Ohne dies wird der Mensch zerrissen und er weiß dann nicht, was er tun und wohin er gehen soll. Das verdirbt einen Menschen. Übrigens, die Tora besagt, dass der Vater seinem Sohn nichts von seinem Reichtum erzählen darf bzw. davon das er diesen Reichtum erben wird.

Frage: Wie steht es damit das reiche Menschen ihre Millionen für wohltätige Zwecke spenden?

Antwort: Wohin sonst sollen sie es hingeben? Sie werden es für unterschiedliche Forschungen, für die Ökologie ausgeben und so löst sich das Geld langsam auf. Es wird verschiedene Möglichkeiten geben, wie man das Geld verschwenden, es in Teile auflösen kann und das war’s.

Frage: Ist das eine egoistische Handlung – alles an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden? Menschen haben so viel Geld verdient…

Antwort: Ja, sie haben Geld verdient aber jetzt, am Ende ihres Lebens erkennen sie das sie dieses Geld nicht mitnehmen können und das es vergänglich ist. Sie hoffen darauf, dass sie der Menschheit auf diese Weise wenigsten ihren Namen überlassen können. Das ist zumindest eine Wiedergutmachung.

Bemerkung: Es gibt ein Wort: „verewigen“…

Antwort: Ja, verewigen. Ich beneide sie nicht. Wenn sie immer noch hoffen, dass dies, nachdem sie sich bereits von diesem Leben getrennt haben, einen Dienst erweisen wird, dann natürlich…

Frage: Wird dies keinen Dienst erweisen? Was wird helfen?

Antwort: Ich möchte nichts dazu sagen. Lasst sie so handeln.

Der Mensch kann nichts behalten! Absolut nichts außer den guten Taten. Gute Taten sind ausschließlich Handlungen, mit denen es gelingt, diese Welt zur Verbindung zu bewegen. Das ist alles. Nur das hilft! Nur die guten Taten können auf irgendeine Weise tatsächlich auf der Seele festgehalten werden. Durch die Teilnahme an der Verbindung in der Welt, ist der Mensch mit seinen inneren Eigenschaften, seiner Seele, ein fester Bestand davon. Das wird in ihm bleiben, der Tod hat darüber keine Macht.

Frage: Die Verbindung der Welt – was ist das für eine Handlung?

Antwort: Das ist das Bestreben der Menschen, sich gegenseitig zu helfen, auch auf der irdischen Stufe. Das Wichtigste dabei ist die Annäherung unter ihnen, die höhere Kraft, die höhere Eigenschaft – den Schöpfer zu offenbaren. Mit anderen Worten – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn sich Menschen darauf ausrichten, dann behalten sie das und es wird ihr unsterblicher Beitrag zur Entwicklung ihrer eigenen Seelen sein.

Aus der TV Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ 19.03.2019

(247922)



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