Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Tora – Offenlegung der Naturgesetze

Frage: Es gibt viele Kontroversen über das Datum, an dem die Tora geschrieben wurde, ihre Autorenschaft und verschiedene Ansätze zu diesem Thema: religiös, akademisch und kabbalistisch.

Die religiöse Herangehensweise erklärt es ganz einfach: Der Schöpfer, Gott selbst gab dem Volk durch Moses (Moshe) die Tora.

Nach dem akademischen Ansatz gab es, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Tora im 6. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde keinen Auszug aus Ägypten.

Interessanterweise heißt es im Buch Sohar: „Als der Schöpfer die Welt erschaffen wollte und sie sich in einem Verlangen vor Ihm manifestierte, schaute Er in die Tora und erschuf sie.“ Das bedeutet, dass die Tora bereits vor der Erschaffung der Welt existierte.

Was sagt die Kabbala dazu? Was ist die Tora, und wer hat sie geschrieben?

Antwort: In der Tat gibt es völlig unterschiedliche Definitionen dessen, was die Tora ist.

Ich vertrete eine absolut klare, allgemein akzeptierte halachische (religiöse) Herangehensweise an alles, was die Niederschrift nicht nur der Tora, sondern auch des Tanach, des Talmuds und andere Quellen betrifft.

Der einzige Unterschied aus Sicht der Kabbala ist, dass die Tora eine Offenlegung von Naturgesetzen ist. Es wird so beschrieben – wie es auf einen Mensch angewendet wird. Im Prinzip sind es die Gesetze der Natur.

Deshalb erfüllen Menschen, die im Verständnis des Schöpfers sind diese Gesetze. Sie spüren sie in sich. Sie haben sich innerlich verändert, für sie sind diese Gesetze die Gesetze ihres Lebens, ihres Verhaltens, ihrer Anpassung an die Welt, ihrer Wahrnehmung der Welt.

Für sie ist die Tora kein Buch, in dem sie blättern, lesen, etwas von dem, was darin steht tun und irgendwie danach handeln, sondern das Gesetz, nach dem sie innerlich existieren, da es ihnen erklärt, wie sie ganz im Einklang mit der Natur sein können. Die Natur oder der Schöpfer ist ein und dasselbe.

Es ist das Gesetz der Kommunikation zwischen den Menschen und zwischen den Menschen und der Natur oder dem Schöpfer.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 03.06.2019

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Eine Chance, sich in Richtung Verbindung zu bewegen

Das aktuelle soziale Chaos, das die israelische Gesellschaft erfasst hat, sieht nicht vielversprechend aus. Wenn wir die Dinge jedoch konstruktiv betrachten wollen, dann sollten wir sie als eine Gelegenheit betrachten, um zu beginnen, sich in Richtung Verbindung zu bewegen, denn das ist es, was unser Land heute wirklich braucht. Verbindung kann nur dann stattfinden, wenn alle beteiligten Parteien eine Verbindung wollen.

Es gibt zwei Schritte, um Verbindung zu schaffen:
1. Die Parteien müssen die Verbindung wollen, und
2. Sie müssen tun, was getan werden muss, um eine Verbindung herzustellen. Rest des Beitrags lesen →



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China übernimmt die Welt

China ist dabei, die Welt zu erobern, fast ohne den Einsatz von Militär, nur mit finanziellen Mitteln. Die Chinesen arbeiten nach der Tradition des Konfuzius, die von Gehorsam, Ordnung und Konservatismus, aber auch von Exzellenz spricht. Konfuzius sagte: „Eine Ameise kann einen ganzen Damm zerstören.“ Und es scheint, dass sie heute so arbeiten. Die Chinesen kaufen sich ihren Einfluss in vielen Ländern, wie Israel, Afrika, Iran und den Vereinigten Staaten.

Wir verstehen nicht, welche Naturkräfte hier wirken, wie sie alles steuern und die Welt zum Fortschritt führen, und um in der heutigen Zeit Fortschritt zu erreichen, brauchen wir die Kräfte, die es in China gibt. Auch wenn China scheinbar von jedem Land kauft, egal ob es Freund oder Feind ist, gibt es keinen Grund zu glauben, dass daraus ein zukünftiger Frieden entstehen wird – der Frieden liegt in niemandes Händen. Rest des Beitrags lesen →



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Ohne dich werde ich das Ziel nicht erreichen

Dass jeder einzelne Freund benötigt wird, ist eine sehr unangenehme Notwendigkeit. Wir unterteilen die Leute immer: Diese sind annehmbarer, diese sind es weniger; wir können diese besser verstehen, jene weniger; diese da kann man ignorieren; wir können uns den einen annähern, sollten uns aber von den anderen fernhalten etc. Wir machen bezüglich der uns umgebenden Gesellschaft ständig Unterschiede, und das ist äußerst schlecht.

Das Konzept „Es gibt niemanden außer Ihm“ bedeutet, dass ihr jeden gleich behandelt. Das ist sehr schwer! Hier müssen wir ständig unseren Egoismus im Blick behalten, das immer jeden auf seinen Platz verweist: Dieser eine ist mir näher, jener andere ist weiter entfernt, ich gehe hinter diesem her, muss den anderen anlächeln, diesen grüßen, jenem die Hand halten etc. Dementsprechend positionieren wir uns immer relativ zu anderen, denn das sind tierische Regungen.

Aber all die Punkte im Herzen sind exakt die Gleichen. Das ist der Grund, warum Gleichbehandlung und vollständige Nivellierung unserer natürlichen, irdischen Eigenschaften – um sie abzubauen und überhaupt nicht mehr zu sehen – die Hauptsache sind. Rest des Beitrags lesen →



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Eine rechtschaffene Person sieht alle Teile der Schöpfung miteinander verbunden

Ein rechtschaffener Mensch ist ein Mensch, der sich so weit korrigiert hat, dass er die Welt nicht als zerrissen sieht, sondern alle Teile der Schöpfung als miteinander verbunden und sich gegenseitig ergänzend empfindet.

Deshalb versteht, fühlt und entdeckt er, dass die ganze Schöpfung ein einziges Gefäß ist, ein einziges Verlangen, das seine Erfüllung von dem einen Schöpfer erhält. Und deshalb rechtfertigt er die Schöpfung.

Er kann die Schöpfung nicht rechtfertigen, bevor er sie nicht als ein Gefäß und ein Licht darin offenbart. Das heißt, der Gerechte rechtfertigt den Schöpfer gemäß seinen Handlungen und wird in die Handlung einbezogen, durch die die gesamte Schöpfung ihm als ein einziges Ganzes offenbart wird.

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Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala-Lektion 20.05.2021 „Den Schöpfer rechtfertigen“



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Die Wahrnehmung der wirklichen Welt

Frage: Kann man sagen, dass das kollektive Bewusstsein eine neue Stufe ist und die Kabbala die Menschen lehrt, eine neue Stufe der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erreichen?

Antwort: Nein, das würde ich so nicht sagen. In diesem Fall müsste das kollektive Bewusstsein völlig entgegengesetzt zum irdischen Bewusstsein sein.

Wenn wir alles in uns und in unseren ursprünglichen, natürlichen Eigenschaften erhalten, erleben wir diese Abbildung, wie auf einem fotografischen Film, die kabbalistische Wahrnehmung ist völlig anders.

Sie bleibt für sich und der Mensch, der seinen Egoismus aufhebt und in die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ohne sie zu stören, eintreten kann, fühlt sie, wie sie ist. Das heißt, nicht in seinen egoistischen Eigenschaften, sondern genau in dem Maß der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften mit allen Arten von Eigenschaften und Handlungen, die außerhalb von ihm stattfinden.

Die Kabbala begreift eine Welt, die nicht durch unsere Sinne geht. Der Mensch, der sich entwickelt, unternimmt besondere Anstrengungen, um die kabbalistische Welt zu erfahren, um in einen Zustand eintreten zu können, in dem er absolut kein Egoist ist und alles, nicht in sich, sondern außerhalb von sich wahrnimmt. Er zieht sich praktisch von jeglicher Interaktion mit der Umwelt zurück.

Existiert die Umwelt um ihn herum von selbst? Sie existiert. Er nimmt sie in sich wahr, also nimmt er sie egoistisch wahr. Wir konstruieren unsere Wissenschaften auf der Grundlage dessen, was wir selbst oder durch Geräte die wir erfinden, wahrnehmen.

Und die Kabbala sagt: „Nein, lasst uns die Welt wahrnehmen, wie sie ist.“ Als erstes müssen wir einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst annullieren und uns fühlen, als ob wir nicht existieren würden und demzufolge die wahre Welt um uns herum erfahren.

Im Prozess der Annullierung empfinden wir alles, was in dieser Welt vor sich geht. Das ist die ganze Kabbala.

Aus der Fernsehsendung „Treffen mit der Kabbala“, 29.03.2019

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Wir haben den Krieg in unserer Seele verloren

Israel hat immer gewusst, wie man an einem Strang zieht, wenn die Säbel rasselten. Dieses Mal war dem nicht so. Es schleicht sich schon seit einigen Jahren ein, aber in dieser Kampagne hat das Böse in unserer Mitte die Notwendigkeit zur Einheit besiegt. Kaum waren die Raketen auf unsere Städte abgefeuert, brachen die Politiker aller Seiten in einen Krieg der Vorwürfe aus, in dem sie sich gegenseitig Inkompetenz, Unentschlossenheit und Opportunismus vorwarfen. Als die Tage vergingen und sich Israels Militärtaktik als erfolgreich erwies, bemühten sich dieselben Politiker, den Erfolg sich selbst zuzuschreiben und ihn ihren Rivalen abzusprechen. Derweil stellte sich jede Fraktion der Nation auf die Seite ihrer eigenen Politiker und tadelte alle Andersdenkenden in den sozialen Medien, in den Nachrichtenmedien und wo immer sie konnten. Rest des Beitrags lesen →



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Der „Heiliger als Du“-Mantel wird den Juden nicht helfen

Erst kürzlich, nach dem Ausbruch einer neuen Welle der Gewalt zwischen dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen und Israel, unterzeichnete eine Gruppe von 250 jüdischen Google-Mitarbeitern einen Brief, in dem der CEO aufgefordert wird, „den Schaden anzuerkennen, der den Palästinensern durch israelische Militär- und Gewaltaktionen zugefügt wird“. Darüber hinaus wenden sich die Unterzeichner „gegen die Gleichsetzung Israels mit dem jüdischen Volk“, und erklären, „dass Antizionismus kein Antisemitismus ist“, und fordern unter anderem „die Überprüfung aller Geschäftsverträge und Unternehmensspenden von Alphabet [der Google-Muttergesellschaft] und die Beendigung von Verträgen mit Institutionen, die israelische Verletzungen der Rechte der Palästinenser unterstützen, wie z.B. die israelischen Verteidigungsstreitkräfte.“ Aber der vielleicht bemerkenswerteste Punkt an diesem Brief ist die Tatsache, dass sich die Unterzeichner als Juden ausweisen und den Brief als solche eingereicht haben. Rest des Beitrags lesen →



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Zur Ultimativen Harmonie

Frage: Was bedeutet es, dass es in der Spiritualität keinen Zwang gibt?

Antwort: Es bedeutet, dass man sich die Ziele des Schöpfers zu eigenen Zielen macht. Dann wird es keinen Zwang mehr geben.

Bevor das geschieht, wird es natürlich Zwang geben. So funktioniert es. In der Natur gibt es keinen solchen Zustand, dass etwas nicht auf etwas anderes einen Druck ausübt. Das gilt nicht nur für die Kabbalisten, sondern auch für jeden Käfer, und jedes Lebewesen auf der Erde. Sogar die unbelebte Natur steht unter der Kontrolle von bestimmten Zwangskräften. Dies geschieht nur, um alle ins Gleichgewicht zu bringen.

Frage: Gibt es einen Zustand, in dem man durch nichts unter Druck gesetzt wird und sich in völliger Harmonie befindet?

Antwort: Ja: Der Zustand der absoluten Stille, des absoluten Ausgeglichenheit ist der Zweck der Schöpfung. Er wird genau durch den Ausgleich aller gegensätzlichen Kräfte erreicht.

Wir stehen unter dem Einfluss vieler Kräfte, sind gleichzeitig in Harmonie mit ihnen und halten diese ständig aufrecht. Gerade die Aufrechterhaltung der Balance ist unsere ultimative Harmonie, unsere höchste Freude.

Frage: Ist dies der Zustand der Stille?

Antwort: Nein: Es gibt keine Stille! Stille ist eine endlose, kontinuierliche Bewegung, welche die gesamte Natur, alle Menschen, ständig in den optimalsten Zustand bringt.

Frage: Wenn ein Mensch einen solchen Zustand erreicht, bedeutet das, dass es für ihn keinen Zwang mehr gibt?

Antwort: Ja. Wenn ein Mensch sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gleichgewicht der gesamten Natur ständig zu verbessern, dann bedeutet das, dass er nicht unter Zwang steht, sondern selbst die Natur bestimmt, erschafft und kontrolliert.

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Aus KabTV „Spirituelle Zustände. In der Spiritualität gibt es keinen Zwang.“



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Kann ein Gedanke ein Verlangen entwickeln?

Frage: Können unsere Gedanken unser Verlangen entwickeln, und wenn ja, wie?

Antwort: Der Gedanke beeinflusst das Verlangen und das Verlangen beeinflusst den Gedanken. Wir sehen das durch unsere alltäglichen Lebensumständen.

Wenn ich ein sehr kleines Verlangen nach etwas habe, aber ich beginne, mehr und mehr darüber nachzudenken und so diese Gedanken ständig zu entwickeln und zu nähren, dann wächst mein Verlangen um ein Vielfaches. Und umgekehrt kann das Verlangen unsere Gedanken beeinflussen, und wenn sich das Verlangen ändert, kann ein bestimmter Gedanke verschwinden.

Das Wichtigste sind unsere Wünsche, während unsere Gedanken uns gegeben wurden, um die Wünsche zu vergrößern, sie zu lenken, zu formen und zu erfüllen.
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Aus KabTV „Grundlagen der Kabbala“



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