Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Licht aus der Zukunft

Frage: Was sollte unsere Einstellung zu den negativen Manifestationen des Schöpfers sein, wenn es uns unglaublich erscheint, dass danach etwas Positives passiert- oder umgekehrt?

Antwort: Ein Beispiel, ich muss im Moment hart arbeiten und es sind noch zwei Stunden bis zum Feierabend, ich weiß, dass mich ein herrlicher Abend erwartet: ich komme nach Hause, dusche, ziehe mich schick an und gehe zu einer Verabredung mit einer schönen jungen Frau – ist die Zeit, die ich unter harter Arbeit leide dann tatsächlich so schlimm für mich? 

Nein. Die Zeit tönt sich bereits in das Licht des Vergnügens, welches mich am Abend erwartet. Es ist das Licht „Or Makif“ (das umgebende Licht), das für mich aus der Zukunft strahlt. Aus diesem Grund spüre ich heute nicht das Leid. Das Leiden wird nicht gespürt, weil ich kein „heute“ habe, sondern weil ich kein „morgen“ habe.

Frage: Was, wenn ich die Zukunft, die nächste Stufe, auf dem sich etwas Positives offenbaren wird, nicht sehen kann?

Antwort: Das ist eine andere Sache. Wie kann ich sichergehen, obwohl ich diese Stufe nicht sehe, dass sie existiert- richtig und gut für mich ist? Nur durch die Gruppe, die dich dabei unterstützt. Umarme deine Freunde und mache weiter.

Aus dem russischen Unterricht, 24.02.2019

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Zur Liebe

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_08.jpgDie Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. Rest des Beitrags lesen →



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Die Struktur der Seele aufbauen

Bemerkung: Als Baal HaSulam bei seinem Lehrer, dem Rabbiner aus Pursov, das  Buch „Der Baum des Lebens“  von Ari fand, war er sehr glücklich und voller Hoffnung: „Ich habe es endlich gefunden! Wie sein Lehrer Rabash sagte, wusste er noch nicht, dass er erst in 20 Jahren in der Lage sein würde, das zu verstehen was er gefunden hatte.

Für einen Menschen ist es nicht leicht zu hören, dass er all dies erst in 15-20 Jahren verstehen wird.

Antwort: Nein, es ist kein Problem. Es ist eine natürliche und notwendige Voraussetzung für das Verständnis der höheren Welt, denn man muss in sich selbst die Elemente ihrer Empfindung, ihres Bewusstseins und Verständnisses aufbauen.

Das ist nicht einfach, da es in uns in kleinen Portionen gesammelt und dann geboren wird. So funktioniert unser sinnlicher und konzeptueller Apparat, d.h. das Herz, welches fühlt und der Verstand, der Definitionen und Begriffe hervorbringt. Deshalb verstehen wir diese Kombination zweier Systeme – Sinnlichkeit und Denken – nicht. So etwas kommt in unserer Welt nicht vor.

In unserer Welt gibt es keinen klaren Zusammenhang zwischen der sinnlichen und der begrifflichen Empfindung und wie das eine vom anderen abhängt, weder in der Musik, der Kunst oder in irgendetwas anderem. Das Zusammenspiel zwischen ihnen entsteht erst in der Kabbala. Aus diesem Grund nimmt das so viel Zeit in Anspruch.

Das spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass ihr diese richtige Verbindung zwischen Gefühl und Verstand aufbaut, damit ihr aus dem Gefühl den Verstand und aus dem Verstand das Gefühl beeinflussen könnt. Das ist die Konstruktion der Seele, die ihr in euch selbst aufbauen müsst.

Es wird allmählich in euch entstehen, nimmt aber etwas Zeit in Anspruch. Na und? Ihr seid fast alle jung. Selbst wenn es ältere Menschen unter uns gibt, versichere ich euch, dass sie in diesem Leben Zeit haben werden, auf die Stufe der Höheren Welt, der Ewigkeit und Vollkommenheit aufzusteigen.

Niemand wird einfach so mit der Kabbala in Berührung gebracht, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Wenn ein Mensch zur Kabbala gekommen ist, wenn er davon gehört hat, so heißt das, dass er eine Chance hat, es in diesem Leben umzusetzen. Es hängt alles nur von seinen Anstrengungen ab.

Aus dem Unterricht vom 10.03.2019

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Hat der Schöpfer Gefühle?

LaitmanFragen über den Schöpfer, die ich erhielt

Frage: Was ist der Schöpfer? Hat er Wünsche und Gefühle?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Kraft der Natur, die alles vereinigt. Seine Eigenschaft ist Geben (Liebe). Das ist seine einzige Kraft. Aus seiner Eigenschaft des Liebens und Gebens, schuf er die Schöpfung mit der Eigenschaft „zu empfangen“ – zu empfangen, was Er verlangt ihr zu geben. Selbst wenn er die Schöpfung mit dem Willen zu empfangen schuf, führt Er sie dahin, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, auf Seine Stufe, welche grenzenlos, einzigartig und vollkommen ist.

Frage: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ schreibt Baal HaSulam, dass die erste Bedingung ist, dass „niemand ohne einen Grund handelt“ und „es gibt einen Schöpfer in der Welt, der alles aus einem Grund schuf“. Was bedeutet die „erste Bedingung“?

Antwort: Die erste Bedingung ist das Grundgesetz der Natur.

Frage (fortgesetzt): Muss ich das als eine Tatsache akzeptieren, selbst wenn ich nicht der Meinung bin, dass der Schöpfer real ist?

Antwort: Sie sollten es akzeptieren, um es an Sich selbst zu testen, um den Schöpfer in sich zu enthüllen, in der Eigenschaft des Gebens, die Sie erwerben werden. Es ist genau wie bei einem Wissenschaftler, der über die Entdeckung eines anderen Neues erfährt – er akzeptiert es und testet dann, ob es wahr ist. Wenn ein Mensch die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers erreicht, dann wird er Ihn in dem Maße rechtfertigen, wie er es enthüllt und deswegen wird er selbst als „rechtschaffen“ bezeichnet. Man kann sagen, in Kabbala testet man alles praktisch und jeder Mensch tut das in sich selbst.

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“Jitro-Schule” Teil 1

Frage: Warum musste Moses 40 Jahre mit Jitro, König Midian, verbringen? Was bedeutet das spirituell? 

Antwort: Jitro war wie Abrahams Vater Terach ein Priester, ein Kenner aller Religionen und Götzen. Das heißt, er arbeitete in seinem Egoismus.

Im Prinzip, wenn Abrahams Vater, Terach, auf seinen Sohn gehört hätte, hätten sie zusammengearbeitet, und vielleicht hätten sie von da an bereits begonnen, die Welt zu korrigieren – aber das ist unmöglich ohne das ägyptische Exil, den Ausgang daraus und den Empfang der Tora. Denn der Mensch muss in den Egoismus voll eintauchen. Deshalb war Terach gegen Abraham, und dieser musste vor ihm fliehen, Babylon verlassen.

Und nun wird auf der nächsten Stufe das gleiche Bild beobachtet:

die gleiche Rückkehr, aber eine andere egoistische Ebene. Moses kommt zu Jitro. Er verbringt mit ihm 40 Jahre, in denen er dessen Tochter Zippora heiratet.

Moses ist eine ganz andere Stufe als Abraham: Er war bereits im Egoismus, ging durch diese ganze Phase und kam aus Ägypten. Die 40 Jahre, die er bei Jitro verbrachte, waren wie eine Vereinigung, eine Vereinigung durch dessen Tochter, Zippora, Jitros Egoismus. Sie brachte die Söhne zur Welt, die nächste Stufe. All dies ist eine Kombination aus dem Egoistischen, Jitro, und dem selbstlosen Anfang, Moses, im Menschen. 

Moses durchläuft eine Art Abhärtung kombiniert mit Egoismus, um nach Ägypten zurückkehren zu können – in den tiefen Egoismus. Nur Jitro kann Moses und das Volk Israel lehren, mit dem Egoismus umzugehen, der sich nun zu manifestieren beginnt. Deshalb beginnt das Kapitel „Jitro“: nachdem er Ägypten verlassen hat, ist es notwendig, Ägypten zu korrigieren, den ganzen Egoismus des Menschen zu korrigieren, bringt Jitro seine Tochter Zippora und seine Enkelkinder, von Moses, zu Moses.

Das heißt, die Zeit ist gekommen, wo diese Eigenschaften beginnen, im Menschen aufzusteigen und zeigen, wie es weitergehen soll. Denn jetzt beginnt allmählich der gesamte Egoismus, der aus Ägypten herausgenommen wurde (aus Ägypten herausgenommene Gefäße), im Volk allmählich, stufenweise, aufzusteigen. Und das bedeutet, dass Moses über das Volk richten muss.

Zu richten bedeutet zu klären, wo die Eigenschaft des Gebens ist, wo die Eigenschaft des Empfangens ist, mit welcher Perspektive es notwendig ist zu handeln, indem man sich oberhalb seiner selbst vereint und den nächsten Schritt, den Schöpfer, in dieser Einheit offenbart. Das heißt: hier ist das richtige Zusammenspiel notwendig. Aber wo ist die Hierarchie in diesem Egoismus? 

Die Eigenschaft des Gebens ist eine Eigenschaft, die weit reicht: eine weite Seele, ein offenes Herz. Sie breitet sich auf einer Ebene aus wie Wasser. Und Egoismus wirkt immer vertikal. Und diese beiden Parameter scheinen sich nicht zu kombinieren. Deshalb sagt Jitro zu Moses: „Man muss ein anderes System aufbauen – ein pyramidenförmiges, um denen gesamten Egoismus einzuordnen: Zehner, Hunderter, Tausender, Zehntausender. Du musst zu dem Zustand zurückkehren, als ihr nach Ägypten gekommen seid – zwölf Brüder. Also kommt ihr genauso da raus – die gleichen zwölf Stämme, wie zwölf Ströme, Reihen. Aber in jeder von ihnen solltet ihr euch nach den egoistischen Ebenen justieren. Deshalb sollte jede Ebene ihre eigene Hierarchie haben: ihre eigenen Gesetze, Leitern, Untergebenen. Ihr arbeitet jetzt nicht nur für Liebe und Hingabe, ihr arbeitet mit dem Egoismus, der allmählich, so weit wie möglich, von Mal zu Mal korrigiert werden sollte. Hätte Moses diese Schule mit Jitro nicht absolviert, wäre er nicht mit dem Egoismus verbunden gewesen und hätte nicht anfangen können, mit ihm zu arbeiten. Er hätte dem Pharao bei seiner Rückkehr nach Ägypten nicht widerstehen können, und er hätte keinen Kontakt zu ihm gehabt. Denn vorher war Moses nach dem Konflikt mit dem Pharao einfach davongelaufen. 

Und jetzt kehrt er nach Ägypten zurück, d.h. er wendet sich wieder seinem Egoismus zu und sagt zum Pharao: „Ich muss mein Volk (die Eigenschaft des Gebens) da heraus holen“. Außerdem nimmt Moses ihm auch den riesigen Egoismus ab, der innerhalb der 40 Jahre in der Wüste korrigiert werden muss. Aber er wäre dazu nicht in der Lage, wenn die Eigenschaft des Gebens im Menschen nicht zuvor mit dem egoistischen System, namens Jitro, verbunden gewesen wäre. 

Und Jitro übernimmt  von Moses die Technik der Arbeit mit dem Egoismus  und kehrt zu seinem Volk zurück, um es zu unterrichten. Wir sehen, wie eine Person mit beiden Eigenschaften ständig verbunden ist. Dies ist das System der Korrektur.

Aus dem TV Programm “Die Geheimnisse des ewigen Buches”

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Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung!

LaitmanFrage: Was denken Sie über die Verbreitung der Kabbala unter den Massen des Christentums und des Islam? Die Anwendung der Methode der Kabbala auf das Studium des Evangeliums bringt enorme Erfolge. Der Mensch beginnt zu verstehen, dass er nicht nur Märchen über Zaubertricks liest, sondern über das Bestreben, etwas in der spirituellen Welt zu verändern. Man will das jedem erklären, der es noch nicht weiß oder versteht. Ich denke, Sie sollten das Ihren christlichen Studenten erklären, besonders da das Alte Testament einen Großteil der Bibel ausmacht. Wenn sie das erst mal verstehen, wenn sie erst mal das Glück von wahrer Erlangung spüren, ohne von ihrer Kultur und Religion losgelöst zu sein, dann werden sie es wohl noch mehr unterstützen.

Antwort: Religion steht in keinster Weise mit Kabbala in Verbindung, sondern steht ihr sogar gegenüber. Religion wurde der Menschheit vor der Enthüllung der Kabbala als Rahmenbedingung fürs Leben in der Zeit der Dunkelheit gegeben. Und deshalb stirbt Religion in unserer Zeit aus, obwohl dieser Prozess ein langer ist und es möglich ist, dass es in der Zukunft dennoch Religionskriege geben wird.

Wir sprechen keine religiösen Juden an und wir verbreiten Kabbala nur unter dem säkularen Volk. Es ist nichts Neues, dem religiösen Volk zu zeigen, dass die Tora eine tiefere Bedeutung enthält. Doch sie sind nicht daran interessiert, weil das an den Fundamenten ihres Glaubens rüttelt – dem egoistischen Prinzip unserer Welt: „Mach bestimmte Handlungen und du wirst eine Belohnung dafür bekommen“.

Die Kabbala andererseits, widerspricht dem Egoismus und sagt einem, dass man überhaupt nicht s für seine Handlungen bekommen wird (man wird nichts in seinen Egoismus bekommen, natürlich nicht). Ihre ganze Belohnung besteht darin, von dem Höheren Licht zu „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ korrigiert zu werden.

Dies ist etwas, das Sie nur zu Leuten sagen können, die schon durch alle ihre egoistischen Verlangen hindurchgegangen sind und einen „Punkt im Herzen“ haben – das Verlangen nach dem Schöpfer oder der Bedeutung des Lebens. Menschen, die immer noch durch Glauben befriedigt werden, haben noch keinen „Punkt im Herzen“ und darum können wir jetzt nicht zu ihnen sprechen. Die Kabbala enthüllt einem Menschen das Gesetz der spirituellen Entwicklung. Diese Entwicklung kann nur stattfinden, wenn sie frei und ungezwungen ist – und dies ist ein weiterer Aspekt, der fundamental entgegengesetzt zur Religion steht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
 
Kabbala Akademie


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Blitzantworten eines Kabbalisten, 04.04.2019

Frage: Ich habe gehört, dass das Wort „Embryo“ (Ubar) und das Wort „Wut“ miteinander verbunden sind. Würden Sie den Zusammenhang zwischen ihnen erklären?

Antwort: Der größte Ausdruck von Egoismus ist die Wut eines Menschen, wenn er mit dem Schöpfungsgedanken nicht einverstanden ist und die Welt beherrschen will. Wenn er Wut überwindet, Mund und Augen schließt und alle seine egoistischen Gefühle einschränkt, dann wird er zum Embryo.

Frage: Ich arbeite alles innerlich und sinnlich auf. Wenn mich jemand beleidigt, ob indirekt oder direkt, durchlebe ich es und wende mich um Hilfe bittend dem höheren Licht zu. Sind das egoistische Gefühle?

Antwort: Egal wie egoistisch sie auch sein mögen, das Wichtigste ist, dass sie dich beeinflussen, auf diese Weise erweiterst du dein Kli (spirituelles Gefäß). Man muss viele Jahre lang an der Spitze des Egoismus entlanggehen und viele verschiedene Definitionen davon erleben.

Frage: Müssen wir ehrfürchtig sein, um das Schema des Universums zu verstehen?

Antwort: Ja, aber es kommt darauf an, welche Art von Ehrfurcht. Die Ehrfurcht vor zu geringer Verbindung mit den Freunden, damit wir unsere Einheit zum Schöpfer enthüllen und ihm dadurch Freude bereiten – das ist die richtige Ehrfurcht. 

Frage: Sollten wir versuchen, das Verlangen mehr auf die Gruppenarbeit als auf das Studium zu richten? Man taucht in den Lernprozess ein und beginnt das zu genießen, man ist einfach hin und weg…

Antwort: Nein. Sensibilität sollte sich nur zwischen den Freunden entwickeln. Alles andere ist eine Klipa.

Frage: Was ist in der Arbeit, im Zustand der Selbstannullierung der richtige Geschmack, wenn man sich um die Spiritualität der Freunde kümmern möchte?

Antwort: Wenn eure Arbeit auf den Schöpfer ausgerichtet ist, wenn ihr im Zentrum der Gruppe hofft Ihn in eurer gegenseitigen Verbindung zu finden, dann ist das die wahre Richtung.

Frage: Im Moment ist es in der Welt mehr oder weniger ruhig. Wir haben die Möglichkeit im Zehner zu arbeiten, zu verbreiten und zu lernen. Haben wir noch die Möglichkeiten dazu, wenn es in der Welt größere Probleme, wie z.B. Krieg gibt? 

Antwort: Es hängt alles von dir, von deiner Gruppe, von jedem von uns ab – von uns allen zusammen. Nur davon, von nichts anderem.

Frage: Meine Frage bezieht sich auf das Erlernen von der „Einführung in die Wissenschaft der  Kabbala“ (Pticha). Sie sagen das Wichtigste ist, dass man sich im Zehner auflösen und sich mit ihm verbinden muss. Man wird schließlich nichts mit seinem Verstand begreifen. Sagen wir, ich hätte mich mit dem Zehner verbunden und mich darin aufgelöst, es ist aber nicht klar geworden, womit man beim Lernen von Pticha in Berührung kommen soll?

Antwort: Zuerst sollst du dich im Zehner auflösen und dann weißt du was du als nächstes tun musst. Versuche nichts zu überspringen. Sag nichts, tu es zuerst. Das sollte im Mittelpunkt stehen.

Frage: Welche Bedeutung für den Zehner haben Shabbat und die in der Tora beschriebenen Bräuche?

Antwort: Diese Tage haben keine Bedeutung. Das sind nur spirituelle Stufen. Mit der Zeit werden wir sie anwenden und umsetzen, nicht nach dem irdischen Kalender, sondern wenn wir diese Stufen erreicht haben.

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Aus dem Unterricht, 04.04.2019



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Die duale Darstellung der Welt in Übereinstimmung bringen.

Frage: Um einen Zustand wahrer Liebe zu erreichen, muss man das einzige Gesetz des Universums befolgen – die Übereinstimmung der Eigenschaften. Muss ich mich demnach den Eigenschaften der Natur angleichen, jener Grundursache, die mich erschaffen hat?

Antwort: Ja, wir müssen uns der Natur, in der wir uns in der Realität befinden, angleichen. Aber wie bringst du in Erfahrung, was diese Natur ist? Aus diesem Grund wurde uns die Gruppe gegeben. Ich nehme sie als Menschen war, mit denen ich in Interaktion treten muss. Ich betrachte sie und mich als ein gemeinsames Ganzes. Auf diese Weise erreiche ich einen Fokus, wie z.B. durch das Betrachten von zwei Figuren oder Linien, die zu einer Figur oder eine Linie wird.

Frage: Die Kabbala meint, dass die Natur uneigennützig ist, wir Menschen dagegen sind egoistisch, d.h. wir haben eine egozentrische Denkweise und müssen uns daher der Natur angleichen.

Obwohl wir verstehen was Altruismus ist, können wir ihn in der Natur nicht wirklich erkennen. Ist es die gleiche Sache? Ist es daher auch egoistisch?

Antwort: Wenn die Kabbala dem Menschen die Methode seiner Korrektur offenbart, wird es zur Methode seiner eigenen Erziehung. Die Kabbala erklärt ihm, wie er sich verändern muss und entsprechend den Veränderungen in sich, wird er die korrigierte Welt sehen. So funktioniert das.

Der Mensch muss verstehen, dass es eine duale Darstellung der Welt in seinem Blickfeld gibt, er muss es kombinieren. Er kombiniert sich und alle anderen zu einem gemeinsamen Ganzen, zu einem einzigen Objekt. Er korrigiert sich selbst und sieht die Welt korrigiert.

Die Natur des Schöpfers, der uns erschaffen hat ist altruistisch. Wir müssen uns Ihm, der Eigenschaft des absoluten Gebens, angleichen. Der Schöpfer hat uns absichtlich gegensätzlich zu sich erschaffen, damit wir Ihn aus dem entgegengesetzten Zustand erfassen können.

Durch die Kombination von absolut negativen und absolut positiven Eigenschaften kann ein Mensch auf die nächste Stufe der Wahrnehmung der Welt aufsteigen.

 

Aus der TV Sendung „Die Grundlagen der Kabbala“

26.11.2018

 

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Gedankenkraft und Problemlösung

Frage: Kann man, wenn man seine Gedanken ändert, von Krebs und anderen Krankheiten geheilt werden?

Antwort: Ich möchte keine spezifischen Fragen zu Krankheiten und dergleichen beantworten. Alles ist machbar. Ob wir heute in der Lage sind, es zu tun, kann ich nicht sagen. Ich denke nicht, aber in naher Zukunft werden wir es können.

Es hängt lediglich davon ab, inwieweit unsere Gedanken richtig miteinander verbunden sind. Wir werden dann in der Lage sein, die tiefsten negativen Phänomene unserer Natur zu beeinflussen. Alles hängt nur von uns ab.

Es gibt viele interessante Geschichten über Kabbalisten und ihre angeblichen Wundertaten. Es sind keine Wundertaten. Es ist nur eine kleine Korrektur – kein Eingriff, sondern eine Korrektur der Naturgesetze auf einer bestimmten Stufe, die wir dann durchführen können, wenn wir richtig handeln.

Unter der Voraussetzung, dass ich einige positive Kräfte zu diesem System hinzufüge, kann ich in jedes System, auf allen Stufen- von mir bis in die Welt der Unendlichkeit eintreten

Ich denke, wir werden einen Zustand erreichen, in dem wir uns selbst, die ganze Menschheit, die Erde, die Ökologie, das Universum von allen Problemen heilen können.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie negativ wir unser Universum beeinflussen. Was auf der Erde geschieht, ist ein kleiner Bruchteil dessen, was wir aufgrund unseres Übels, im Universum verursachen. Auf der Erde berücksichtigen wir nur menschliche Einflüsse.

Im Universum haben die negativen Einflüsse unserer Gedanken und Gefühle schreckliche Folgen. Hoffen wir, dass wir schnell zu einer Korrektur kommen können.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

(247556)

 

 



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Die spirituelle Bedeutung von Tisha beAw

Unsere Welt wird von zwei Kräften gelenkt, einer positiven und einer negativen Kraft. Wir Menschen befinden uns zwischen den beiden Kräften. Die spirituelle Wurzel der negativen Kraft wird als „der 9. Aw“ bezeichnet. Seit der Zeit Babylons offenbart sich um dieses besondere Datum herum jene Kraft des Bösen. Die Sünde der Spione. Die Zerstörung des Tempels. Das Exil von Babylon. Die Zerstörung des zweiten Tempels. Die Vertreibung des Volkes Israel aus dem Land Israel und danach aus Spanien, Deutschland und England. Israel begeht die größten Sünden am 9. Aw. Und die Bestrafung, die sie erleiden finden auch am 9. Aw statt. Das alles liegt daran, dass wir nicht in der Lage sind, die positive Kraft anstelle der negativen Kraft zu nutzen. Der erste Tempel wurde wegen mangelnder Verbindung zwischen uns zerstört. Der zweite Tempel wurde durch den unbegründeten Hass zerstört. Immer wieder, wenn wir uns voneinander trennen, öffnen wir die Quelle des Bösen. In unserer Einheit können wir den negativen Kräften entgegen wirken und die gute, positive Kraft aktivieren.

„Der Verfall Jerusalems ist nur
auf unbegründeten Hass zurückzuführen,
der in dieser Generation herrschte“

Baal HaSulam

 

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