Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Schöpfer ist unsere innerste Verwirklichung

Der Schöpfer ist unsere korrigierte Eigenschaft. Der Schöpfer wird innerhalb des Geschöpfs enthüllt, deshalb wird er im Hebräischen „Bo-re“ genannt („komm und sieh“).

Man muss einen korrigierten Zustand, das eigene korrigierte Selbst erreichen und kann dann die korrigierten Eigenschaften sehen und diese „den Schöpfer“ nennen. Den Schöpfer enthüllt man nur in sich selbst, innerhalb der eigenen korrigierten Gefäße der Wahrnehmung. Außerhalb von einem selbst fühlt man nichts.

Die gesamte Wirklichkeit, alles, was existiert nehmen wir in uns selbst wahr, in unseren Wahrnehmungen. Deshalb steht im Buch des Sohar, dass alle Welten und alles was diese ausmacht, den Schöpfer eingeschlossen, im Menschen existieren. Das liegt daran, dass sie im Inneren eines Menschen gefühlt werden. Alles scheint außerhalb von uns zu existieren. Diese Illusion wird uns mit Absicht gegeben, damit wir durch den Gegensatz des „Außen“ und „Innen“ die Fähigkeit erlangen, die Welt, uns selbst und den Schöpfer sowohl von Außen als auch von Innen zu sehen. Wir werden dann in der Lage sein, die Schöpfung so zu fühlen, wie er es tut: vor der Schöpfung, im Prozess des geschaffen Werdens und in den zukünftigen „höheren Zuständen“.

Die spirituelle Wahrnehmung basiert darauf, dass man in sich die Wünsche der Anderen fühlt, die man sich dadurch zu eigen macht, dass man ihnen geben und sie lieben möchte. Auf diese Weise wächst das eigene Verlangen und in dem Maße, wie man sich mit den anderen Verlangen verbindet, enthüllt man eine größere und ausgedehntere Wirklichkeit.

In unserer Welt enthüllen wir die Welt der Assiya, wo jeder Mensch in seinem eigenen egoistischen Wunsch von den anderen abgetrennt ist. Wenn man jedoch beginnt sich mit der Gruppe zu verbinden, die dem eigenen Wunsch nach dem Schöpfer ähnlich ist, dann wird man im selben Maße, wie man sich mit ihrem Wunsch verbindet die Welt von Yetzira enthüllen.

Indem man sich mit dem Umfeld zu einem einzigen Verlangen verbindet, entdeckt man die Eigenschaft des Gebens, die man erlangt hat und diese wird der Schöpfer genannt. Die Erscheinungen, die man in den eigenen korrigierten Wünschen aufdeckt, werden das innere Licht und ihre innerste Quelle wird der Schöpfer genannt.

Danach wird ein noch größerer egoistischer Wille in einem selbst aufgedeckt und indem man versucht sich über diesen egoistischen Wunsch hinweg mit der Gruppe zu verbinden, erreicht man die Welt von Bria.

So entdecken wir alle fünf Welten. Baal HaSulam schreibt in der „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, dass alle Welten im Inneren einer Person existieren. Die Wissenschaft der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe und zwar innerhalb des Geschöpfes, innerhalb seiner korrigierten Wünsche (Sinne). Durch die Aufdeckung der Eigenschaft des Gebens erreichen wir auch ihre Quelle, ihren Erschaffer. Diese innerste Verwirklichung wird der Schöpfer genannt.

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Klassische Wissenschaft wird nie die spirituelle Welt aufdecken

Frage: Auch Physiker sagen, dass wir nur einen kleinen Teil von allem, was im Universum existiert, wahrnehmen. Wie unterscheiden sich die Teile der Realität, die wir nicht wahrnehmen, von der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Wissenschaftler können Werkzeuge entwickeln, die alles erkennen, dass wir nicht mit unseren körperlichen Sinnen wahrnehmen können. Mit Hilfe dieser Instrumente erweitern wir unsere Sinne. Wie auch immer, alle Daten, die wir mit diesen Werkzeugen entdecken, müssen immer noch durch unsere Sinne gehen und in Signale umgewandelt werden, die wir in uns wahrnehmen können.

Wir nehmen alles innerhalb des Verlangens zu empfangen wahr, in einer egoistischen Form, weil wir Egoisten sind. Deshalb spielt es keine Rolle, wie viele Phänomene wir in der Natur enthüllen, wir werden nicht den spirituellen Bereich enthüllen. Wir werden nur mehr von unserer materiellen Welt enthüllen.

Die spirituelle Welt kann nur durch die Änderung der Methode, wie wir unsere Umgebung (Natur) wahrnehmen, enthüllt werden. Wir müssen unsere Wahrnehmung vom Empfangen zum Geben abändern, indem wir unsere Wahrnehmung altruistisch machen.

Aber um diese Art der Wahrnehmung zu besitzen, brauchen wir eine neue Methode, wie wir uns zur Welt beziehen. Wir müssen die Welt „außerhalb von uns“ anstatt „innerhalb von uns“ fühlen.

Deshalb tritt eine völlig neue Wissenschaft über dieser Welt hervor – Kabbala – die die Wissenschaften ersetzt, welche die Natur durch den Egoismus untersuchen. Egal wie sehr wir die Natur durch unser egoistisches Verlangen untersuchen, wir werden nicht die spirituelle Welt enthüllen. Deshalb ist die herkömmliche Wissenschaft in der Krise; sie kann uns nichts qualitativ Neues geben.

Die Menschen fühlen sich übersättigt mit den materiellen Dingen, weil sie uns nicht erfüllen. Deshalb beginnen sie die Frage zu stellen: Wohin gehen wir von hier?

Die einzige Antwort ist, unsere Verlangen auf eine andere Weise zu verwenden.

 

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Die Wissenschaft der neuen Welt

Die wahre Wirklichkeit kann nur durch die Eigenschaft des Gebens gesehen werden, die unserem egoistischen Wissen widerspricht. Unsere egoistischen Eigenschaften zeigen uns ein falsches Bild von der Welt, geben uns falsche Ziele und Fakten, die sich im Gegensatz zur Wahrheit befinden. Die Menschen sind dabei zu erkennen, wie sehr sich die irdischen Wissenschaften irren. Am Ende werden sie ohne Fundament „in der Luft hängen“.

Jetzt denken die Menschen, dass die Wissenschaft die unbestrittene Wahrheit ist, worauf sie sich verlassen können. Doch das ist nur solange der Fall, wie sie innerhalb der egoistischen Eigenschaft der Welt existieren.

Doch sobald man anfängt, sich über diese Welt zu erheben, aufzusteigen, erkennt man, dass alle vorherigen Gesetze nicht mehr gelten. Das ist deshalb so, weil alle Gesetze, die der menschliche Verstand bis heute erkannt hat, die Gesetze des egoistischen Verlangens sind. Wenn jemand sein Verlangen zu empfangen, in ein Verlangen zu geben ändert, dann werden sich die Gesetze, sowie die Wissenschaft, ebenfalls ändern. Man wird plötzlich erkennen, dass die Gesetze nicht mehr länger funktionieren: Zu seiner Überraschung wird Essig anfangen zu brennen, genau wie Alkohol. (Das ist eine Anspielung auf das, was im Talmud geschrieben steht: „Der dem Öl sagte, dass es brennen soll, wird dem Essig sagen, dass er brennen soll.“)

Natürlich werden diese Veränderungen nicht entscheidend sein, weil unsere Welt bis zum Abschluss der Korrektur existieren wird. Es ist nur so, dass wir zusätzlich zu dieser Welt neue spirituelle Verlangen enthüllen werden und in ihnen werden wir dann neue Phänomene erkennen.

Wie haben die Menschen die Wissenschaft erschaffen? Das machten sie innerhalb ihres Verlangens, innerhalb ihrer selbst. Die Menschen bemerkten, dass ein egoistisches Verlangen von einem Phänomen begleitet ist und ein anderes Verlangen – von einem anderen. Und das ist auf jeder Stufe unserer Welt gleich, ob es nun die unbelebte, pflanzliche, belebte oder die menschliche ist.

Die gesamte Wissenschaft gründet sich auf solche Beobachtungen. Zum Beispiel nehme ich in der Mechanik ein egoistisches Verlangen der unbelebten Stufe und messe, welche Abläufe bestimmten Verlangen entsprechen. Im Wesentlichen ist das dennoch das Licht und das Kli, die miteinander interagieren.

Wir verrichten die gleiche Art der Forschung auf den unbelebten, pflanzlichen, belebten Stufen der Natur. Auf diese Weise kam die gesamte Wissenschaft auf – denn der Mensch ist derjenige, der alles erforscht!

Solange wir also in einer egoistischen Natur existieren, welche die unbelebte (niedrigste) Stufe des Verlangens ist, werden wir weiterhin alles innerhalb davon erforschen. Doch wenn wir höhere Schichten hinzunehmen, jene, die zum Verlangen des Gebens gehören, dann wird sich unsere Wahrnehmung der Naturgesetze verändern.

Wir werden in der Natur neue Phänomene enthüllen und es wird uns erscheinen, als ob sich die Natur verändert hat. Doch in Wirklichkeit ist das einzige, was sich jemals verändert, unser Verlangen. Und wenn es das tut, empfinden wir in seinem Innern andere Fakten.

(Aus dem 1. Teil des täglichen Unterrichts)

 

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Mann und Frau – zwei Erfolgsfaktoren

Es gibt eine bestimmte Art der Verbindung und ebenso der Vorbereitung, die nur von den Männern vollbracht werden kann, wenn sie sich von der Familie, von den Frauen lösen und sich zurückziehen. Es ist ein besonderes Gebet, es sind besondere Empfindungen, wenn du die Grenzen aller Einschränkungen unserer Welt verlässt und nur in der Verbindung mit deinen Freunden existierst. Und das haben wir gespürt. Es ist wirklich so, und anders kann man es sich nicht vorstellen.

Die Vorbereitung von Frauen besteht nicht darin, sich selbst untereinander zu verbinden, sondern darin, den Männern dabei zu helfen; zu versuchen, dafür alle Bedingungen für sie zu schaffen, sie unauffällig zur Vereinigung anzutreiben. Die Frauen können ihnen dabei helfen, ihren Egoismus zu überwinden und zur Einheit zu gelangen.

Übrigens haben unsere Frauen auf der ganzen Welt es sehr gut verstanden. Sie unterstützen uns, sie sind immer an unserer Seite, und ich bin ihnen dafür sehr dankbar. Ihre Unterstützung war ständig zu spüren, und das muss man ihnen hoch anrechnen.

Der Kongress bedeutet bereits das Stehen am Berg Sinai, wo sich Frauen, Greise und Kinder befinden. Doch den Grundstock bilden die Männer, 600 Tausend Seelen, nicht was die Anzahl, sondern was die Stärke betrifft.

In der Kabbala wird alles in Stärke gemessen, weil es um die Vereinigung zu einem gemeinsamen Verlangen geht. Dieses gemeinsame starke Verlangen wird durch die Zahl „600 Tausend“ dargestellt, die die Kraft unserer Verbindung symbolisiert. Zur Stufe von 600 Tausend aufzusteigen bedeutet, die vollkommene Enthüllung der Höheren Kraft, des Schöpfers zu erlangen.

Ich hoffe, dass wir es erreichen werden, weil es dafür alle Voraussetzungen gibt. Zumindest unternehmen wir dafür alle möglichen Anstrengungen. Außerdem braucht die gesamte Welt unsere Handlungen, und genau aus diesem Grund erhalten wir von oben eine solche Unterstützung. Uns gelingt alles, nicht weil wir so besonders und so erfolgreich sind, sondern weil die Welt eine Gruppe braucht, von der sie angeführt werden könnte.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 20.11.2011

 

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Nichts ist so ganz wie ein gebrochenes Herz

Frage: Von Zeit zu Zeit stoße ich auf eure Diskussionen über den Zustand der Gruppe insgesamt und jedes einzelnen und staune, wie unkorrigiert, wie unwürdig ihr noch seid. Die Gruppe ist noch keine richtige Gruppe, ohne freundschaftlichen Zusammenhalt. Wo ist denn euer Vorankommen?

Meine Antwort: Ich danke Ihnen für die Frage. Vielleicht werden Sie aus ihr heraus auch Ihren eigenen Zustand erkennen.

Je höher ein Mensch aufsteigt, desto mehr Laster und Schwächen sieht er in sich selbst und in seiner Gruppe, weil das höhere Licht O“M auf ihn scheint und er sich in Relation zu immer höheren Stufen sieht.

Und wenn sie über sich selbst sprechen, denkt ein Außenstehender, dass auch er sich mit ihnen auf dem gleichen oder sogar noch höheren Niveau befindet, denn er sieht solche Makel in sich selbst nicht, weil er sich bezüglich des Niveaus bewertet, auf dem er sich selbst befindet!!!

Darüber steht geschrieben, dass „die geraden Wege des Schöpfers nur die Gerechten gehen können“, die, nach all den Makeln, die sie in sich enthüllen, den Schöpfer, der für diese Zustände verantwortlich ist, rechtfertigen – denn „Es gibt nichts außer Ihm“.

Sehen Sie als Beispiel, wie in der Tora das Volk Israel auf seinem spirituellen Weg ständig Sünden begeht! Sehen Sie auch „Der brennende Dornbusch in Kotzk“ u.a.

Und Außenstehende glauben, dass sie besser sind als diejenigen, die sich ganz der spirituellen Entwicklung hingeben, weil sie die drei Linien nicht in sich haben, was bedeutet, sich über sich selbst erheben zu können, gegen den Verstand.

Wie geschrieben steht: „Die Meinung der Tora steht der Meinung von Kleinbürgern entgegen“. Ihr falsches (weltliches, egoistisches) Verständnis unserer Zustände entfernt sie von uns und das ist sowohl für sie als auch für uns besser.

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Die Depression bei Frauen und der Sinn des Lebens“

In KabNet  am 16.10.2019 veröffentlicht.  

Depressionen sind eine globale Epidemie. Derzeit leiden weltweit über 300 Millionen Menschen an Depressionen. Bei Frauen wird sie fast doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern.

Warum gibt es zahlenmäßig auf der Welt, solch eine große Kluft zwischen den Geschlechtern depressiver Menschen? 

Im Vergleich zu den Männern hat Unzufriedenheit bei den Frauen eine tiefe spirituelle Wurzel. Sie gehört zur weiblichen Natur. 

Gibt es etwas, was eine Frau vollständig zufrieden machen könnte?

Nach der Kabbala ist es die spirituelle Verwirklichung.

Spiritualität wird erreicht, wenn die Frau – die weibliche Kraft – ihren tiefen Wunsch nutzt, den Mann – die männliche Kraft – voranzubringen, um ein höheres Lebensziel zu erreichen. Die Gegensätze der männlichen und weiblichen Kräfte ermöglichen es, Harmonie und Erfüllung miteinander zu erreichen.

Die Fähigkeit der Frau, die Welt auf eine höhere Stufe zu erheben, gilt als Grundlage der Menschheit. Wie das alte Sprichwort sagt: „Die Hand, welche die Wiege wiegt, regiert die Welt.“ Die Natur ist so konzipiert, dass die weibliche Fähigkeit bestimmt, wie die Welt richtig zu ordnen und zu lenken ist. Damit ist gemeint, wie  männliche und weibliche Kräfte sinnvoll miteinander kooperieren können, so dass beide unterstützend und harmonisch zusammenarbeiten.

Die Sehnsucht der Frauen ist offensichtlich weitaus größer als die der Männer. Ein Mann kann leichter durch irdischen Genuss befriedigt werden, z.B. indem er etwas mit seinen Freunden unternimmt.

Eine Frau wünscht sich mehr Tiefe. Sie möchte Wärme und Liebe. Sie sehnt sich nach mehr Verständnis und Unterstützung. Ihre Art sich zu füllen, ist viel komplizierter als bei Männern.

Alles beginnt und endet mit einer Frau. Sie fühlt sich als Zentrum der Wirklichkeit, als Königin der Welt. Ihre Wahrnehmung der Einzigartigkeit ist ein natürliches Gefühl, das sie zu Recht verkörpert. 

Warum es Frauen so gut wie unmöglich ist, sich wirklich zu verbinden?

Nach der Kabbala ist es für Frauen nahezu unmöglich, sich wirklich zu verbinden. Ihre Sehnsucht nach einer höheren Wahrnehmung nach Vollkommenheit entsteht nur dann, wenn sich entgegengesetzte Kräfte in einem empfindlichen Gleichgewicht unterstützen.

Damit eine Kraft zwischen ihnen entstehen kann, müssen männliche und weibliche Energien sehr genau miteinander abgestimmt werden. Es ist die Kraft der Liebe, des Gebens und der Verbindung. Das Studium der Kabbala befasst sich in erster Linie mit der Frage, wie diese Kraft angezogen werden kann, um Menschen zu verbinden und dadurch eine ewige und vollständige Wirklichkeit zu entdecken. Wenn wir diese Kraft anziehen, führt sie eine sogenannte „Korrektur“ unserer egoistischen Wünsche durch, sie widersetzt sich der natürlichen Tendenz, sich nicht verbinden zu wollen. Es fehlt noch der erforderliche Durchbruch, damit wir uns alle zu einem Ganzen verbinden und eine höhere Stufe der Wirklichkeit erleben können.

Es steht geschrieben: „Mann und Frau und die göttliche Gegenwart zwischen ihnen. „Die richtige Kombination und Funktion von männlichen und weiblichen Kräften ist:

  1. Die weibliche Kraft gleicht die männliche Kraft aus, indem sie die männliche Kraft, hin zur Verbindung aktiviert.
  2. Die männliche Kraft gleicht die weibliche Kraft aus, indem sie ihr Stärke, Verständnis und Unterstützung gibt, damit sie sich über ihre Natur erheben kann. Dies ist die gegenseitige Komplementarität, die es männlichen und weiblichen Kräften ermöglicht, harmonisch zu funktionieren. 

Welche Kraft aktiviert zuerst: die Männliche oder die Weibliche?

Es ist die weibliche Kraft. Aus dem Weiblichen entsteht immer das Bedürfnis und die Forderung nach Verbindung. Das unbefriedigte Verlangen nach einer tiefen Verbindung, der Seele, ist die Grundlage für die Unzufriedenheit und Depression jeder Frau.

Obwohl Männer glauben, aufgrund ihrer eigenen Fähigkeiten Fortschritte und Durchbrüche zu erzielen, sind alle Aktivitäten des Mannes für die Frau bestimmt, um in ihren Augen bedeutsam zu werden. Das ist unsere natürliche Veranlagung.

Dank der Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die sich zu einem Ganzen verbinden müssen, wird Perfektion möglich. In der Spiritualität kann das Ganze nur in gegenseitiger Ergänzung existieren, gemäß dem Grundsatz „Liebe wird alle Vergehen bedecken“.

Mit anderen Worten, anstatt die Unterschiede zwischen Männer und Frauen zu bekämpfen und uns darauf zu konzentrieren, sollten wir lernen, wie wir uns gegenseitig verstehen und unterstützen können. Dadurch erfahren wir eine viel größere Sinnerfüllung im Leben – die Offenbarung der Natur, wie sie auf der verbundenen Stufe funktioniert – wie wir unsere Beziehungen mit der Verbindung der Natur in Einklang bringen. 

Das Gefühl vollkommener Verbindung heilt Depressionen. Wir arbeiten mit dem Schlüssel, der gleichzeitig unsere negativen Empfindungen freisetzt und uns für die Erfüllung einer völlig neuen Dimension öffnet: das Gleichgewicht mit der verbundenen Form der Natur.

 



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Die Motive des Schöpfers verstehen.

Frage: Sie behaupten, der Weg des Lichts sei ein einfacherer Weg. Es stellt sich jedoch heraus, dass man obwohl man versucht den besten Weg zu gehen, kein gutes Ergebnis erzielt. Man versteht nicht, ob man sich im Abstieg befindet oder ob solche Schwierigkeiten normal sind.

Antwort: Wenn ihr euch bemüht, dann solltet ihr alles, was euch passiert, als Belohnung wahrnehmen.  Diese Art der Reaktion ermöglicht euren Fortschritt, obwohl es manchmal sehr unangenehm ist. Denkt also nicht, dass ihr als Antwort auf eure richtigen und guten Taten, sofort positive Dinge in eurem Leben entdecken werdet. Nein, so könnt ihr nicht aus eurem Egoismus herausrausgezogen werden.

Ihr müsst da rausgezogen werden. Selbst wenn ihr einen Schritt in Richtung der Spiritualität gemacht habt, bleibt ihr immer noch im Ego. Das bedeutet, dass ihr immer wieder angeschoben werden müsst. Anschieben kann man euch mit allen möglichen negativen Einflüssen.

Ihr sollt also nicht sagen: „Ich bemühe mich sehr mit meinen Freunden in der Gruppe, im Studium, in der Verbreitung, und was bringt das? Ich habe nichts.“ Ihr wisst nicht, dass das Ergebnis all eurer Bemühungen, letztendlich „knallen“ und den richtigen Effekt erzielen wird.  

Ihr könnt darüber in vielen Artikeln von Baal HaSulam, RABASH und allen Kabbalisten der Vergangenheit lesen.

Frage: Muss man daher Schläge als Streicheln wahrnehmen?

Antwort: Als Billigung. Es heißt: „Der Schöpfer bestraft diejenigen, die er liebt“. Ihr müsst es als Belohnung betrachten. So werdet ihr euch über den Egoismus erheben. Schließlich ist es für euch wichtig, da rauszukommen. Wie könnt ihr euch sonst darüber erheben?

Wenn ihr euren Egoismus zu hassen beginnt und versucht euch darüber zu erheben, erst dann werdet ihr alle Motive des Schöpfers verstehen.

 

Aus dem Unterricht, 14.07.2019

(252180)



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Abstieg? Nicht im Geringsten!

Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.

Zum Beispiel: ich habe nur die höchste, sehr dünne Schicht meines Verlangens aufgedeckt und korrigiert. Auf dieser Stufe habe ich mich mit der Gruppe verbunden, die Wichtigkeit des Ziels offenbart und das Licht, das zur Quelle zurückführt, angezogen. Um jedoch die erste spirituelle Ebene (1/125) zu erreichen, muss ich zwei weitere Etappen durchlaufen.

Hier offenbart sich für mich die zweite Schicht des Verlangens, denn ich bin viel schlechter, viel „grober“, hier fluche ich, will nichts hören, stoße ab, verachte.

Im Vergleich dazu war ich früher wie ein kleines Kind, und nun wurde ich viel heftiger weggestoßen. Wozu? Um mir die Möglichkeit zu bieten, eine größere Einheit zu erreichen, ein stärkeres Höheres Licht anzuziehen.

So bewege ich mich allmählich immer weiter und enthülle einen immer gewaltigeren Egoismus. Egal wie hoch der Mensch auch aufsteigt, der böse Trieb erhebt sich über ihn.

Selbstverständlich hat er sich darauf vorbereitet, und dennoch hilft während des Abstiegs gar nichts, und er fällt in die Minus-Unendlichkeit.

In Wirklichkeit ist der Abstieg gar kein Abstieg, sondern der Zustand des Aufstiegs, zu dem du noch nicht bereit bist.

Es ist so, als ob du in die erste Mannschaft aufgestiegen bist, weil dein Trainer weiß, dass du dich bereits den Besten anschließen kannst. Für dich sind alle Bedingungen geschaffen, du musst dich nur anstrengen und mit ihnen mithalten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

[#21815]

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Blitzantworten eines Kabbalisten

Frage: Es kommt manchmal vor, dass man mit einem Tsunami von Gefühlen und Emotionen überschwemmt wird und man sitzt da und versteht nicht, was mit einem passiert! Natürlich ist einem bewusst, dass alles vom Schöpfer kommt. Was kann man in solchen Situationen tun? Weiter sitzen bleiben, rausgehen, versuchen diese Gefühle zu unterdrücken, oder sich den Gefühlen hingeben und mit dem Strom schwimmen?

Antwort: Ich kann nicht sagen was zu tun ist, Sie müssen es selbst entscheiden. Versuchen Sie jedes Mal so zu handeln, dass Sie in maximaler Verbindung mit dem Schöpfer stehen, gleich wie mit der Ursache, von der ihr gegenwärtiger Zustand abhängt.

Frage: Kann ich oder wir im Zehner, den Prozess der Auf- und Abstiege in anderen Zehnern oder Gruppen beeinflussen?

Antwort: Wir sind alle zu einem System verbunden und natürlich wirkt jeder in einem gewissen Maß auf die anderen ein. Wenn in unserer Weltgruppe ein wahrer Zehner entsteht, der ständig mit dem Schöpfer zusammenarbeitet, dann werden wir es alle spüren. Ich hoffe, dass es bald sein wird.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob man  nachdenkt und betet oder ob man physisch zum Kongress kommt um die Freunde zu unterstützen? Oder braucht man beides?

Antwort: Ich kann es nicht sagen, denn jeder einzelne Fall sollte separat betrachtet werden. Auf jeden Fall ist es wünschenswert, alle Möglichkeiten zu nutzen. 

Frage: Bedeutet der Zehner meine Bereitschaft, den anderen näher zu kommen?

Antwort: Ein Zehner ist ein Skelett, eine Struktur von allem, was der Schöpfer geschaffen hat.

Frage: Wie arbeitet man mit diesen Gedanken, bei denen man einem anderen etwas Böses antun will? Wird man sie nicht los, auch wenn man versteht, dass sie vom Schöpfer kommen?

Antwort: Das bedeutet, dass du nicht verstehst, dass sie absichtlich vom Schöpfer kommen, damit du an Ihn angehaftet wirst und Ihn als „es gibt niemanden außer Ihm“ definieren kannst. Der Schöpfer gibt dir solche bösen Gedanken in Bezug auf andere nicht. 

 

Aus dem Unterricht, 12.02.2019

(251727)



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Blitzantworten und Fragen auf Facebook

Frage: Sie sprechen davon, einen einzelnen Europäer, einen einzelnen Menschen zu erziehen. Was wird die Grundlage für die Erziehung eines neuen Menschen sein? Ist Kabbala eine Methode, die Sie anbieten? Wo ist die Grundlage, das Konzept der von Ihnen vorgeschlagenen Methode?

Antwort: Dafür sollten Sie nur die Bücher über die Kabbala, in denen all dies steht, öffnen und lesen.

Frage: Wer ist der Schöpfer? Nicht von dieser Welt? Wie kann man Ihn dann zu etwas anregen?

Antwort: Der Schöpfer ist nicht von dieser Welt, das stimmt. Er ist die höchste Kraft von Geben und Liebe. Diese Kraft kann nur in dem Maße  auf Sie einwirken, wie Sie wollen, dass die Eigenschaft von Geben und Liebe in ihnen entwickelt wird. Möchten Sie die anderen lieben und ihnen geben? – Wenden Sie sich an den Schöpfer.

Frage: Was bedeutet die Erfüllung eines Wunsches?

Antwort: Die Erfüllung eines Wunsches bedeutet das Empfangen dessen, was ich will. In unserem Zustand sind alle unsere Wünsche egoistisch, deswegen werden sie nicht gefüllt. Oder, selbst wenn sie gefüllt werden, stellen wir fest, dass wir noch leerer geworden sind. Das lehrt uns, nicht egoistisch gefüllt werden zu wollen. 

Frage: Wenn es keinen Antisemitismus gäbe, kämen die Juden in Bewegung oder nicht?

Antwort: Natürlich nicht! Deshalb treibt uns der Schöpfer an,  unsere Bestimmung zu erfüllen, indem Er Hass auf Israel weckt.

Frage: Was sollten Kinder in erster Linie, im Alter von zwei oder drei Jahren beigebracht werden?

Antwort: Es ist sehr früh, im Alter von zwei oder drei Jahren etwas zu lernen. Man kann ihnen zeigen, in einer freundlichen Verbindung mit anderen zu sein.

Frage: Wie reagiert der Schöpfer auf das, was Sie uns beibringen? Spüren Sie es?

 

Antwort: Der Schöpfer billigt mich voll und ganz, reagiert sehr gut, und ich fühle es sehr deutlich. Ich mache keine Witze! Sie können das Gleiche tun und dann werden Sie es auch bemerken.

Frage: Ich bin ein Künstler. Bitte sagen Sie mir, warum benötigt man visuelle Kunst und wird sie in Zukunft wichtig sein?

Antwort: Nein, sie ist völlig irrelevant und wird in Zukunft nicht mehr wichtig sein. Die Menschen werden eine innere spirituelle Sicht bekommen. Sie wird in keiner Weise wiedergegeben werden können, nur in unserer Seele.

Frage: Warum muss man, wenn man selbst Liebe benötigt, sich um andere kümmern? Muss sich der Mensch zuerst um sich selbst kümmern?

Antwort: Dann werden Sie nie in die Lage kommen, zufrieden zu sein und Liebe zu fühlen. Wenn Sie Liebe brauchen, müssen Sie andere lieben, erst dann fangen Sie an, Liebe für sich selbst zu empfinden.

(250717)

Aus der TV-Sendung „Antworten auf Facebook-Fragen“, 10.03.2019



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