Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Mosaik der Seele erkennen

Frage: Wenn wir nicht damit einverstanden sind, was der Schöpfer uns antut, was ist dann mit der Offenbarung des Schöpfers in uns selbst?

Antwort: Korrigiert euch bis zu einem Zustand mit dem ihr einverstanden seid. Im Prinzip ändert sich nichts. Unsere Welt wird sich nicht verändern, wartet nicht darauf! Wenn ihr euch Mühe gebt, wird sich eure Einstellung dazu ändern. Das bedeutet „die Korrektur der Welt“.

Es steht geschrieben: die Welt verhält sich wie bisher. Ihr werdet Veränderungen durchlaufen, bis die Welt euch vollkommen, ewig, unendlich und absolut korrigiert offenbart wird, unser Leben und unsere Korrektur besteht genau darin. 

Entscheidet also, ob ihr Korrekturen durchlaufen wollt oder nicht. Die Welt bleibt unverändert. Im Gegenteil im Maß eures Fortschritts, im Maß eurer Fähigkeit zur Korrektur, werdet ihr mehr und mehr die unkorrigierten Seiten der Welt offenbaren. Dies dient dazu, dass ihr die äußeren Störungen durch eure innere Korrektur kompensiert und seht, dass die Welt tatsächlich korrigiert ist. 

Im Moment sehe ich wie schlecht die Welt ist. Zum Beispiel schaue ich jemanden der vor mir sitzt an: einen verschlafenen Kerl, er reibt sich die ganze Zeit die Augen, ich mag ihn nicht. Wenn ich plötzlich herausfinde, dass er ein mir nahstehender Mensch ist, ich ihn mag, er ein sehr herzlicher, besonderer Freund ist, beginne ich ihn mit ganz anderen Augen zu sehen. Es hängt alles von meinem Zustand ab. Es kann nicht anders sein. 

Sobald wir entdecken, dass wir alle Teile einer Seele sind, erkennen wir, dass es niemanden geben kann, der hässlich, unangenehm, ekelhaft ist! Aus diesem Grund fange ich damit an, jeden nicht nur zu tolerieren, sondern auch zu lieben, sie nicht zu vernachlässigen, sondern mich um sie zu kümmern.

Stellt euch vor: wir alle sind Teile einer Seele. Es gibt keinen Ausweg. Warum soll es einen Ausweg geben? Ich muss verstehen, dass ich alle diese Teile brauche. Sie sind diejenigen, die sich gegenseitig ergänzen und bei der richtigen Verbindung als ein Mosaik erscheinen, welches meine Seele miteinschließt.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Jenseits von Zeit, Raum und Geschwindigkeit.

Frage: In den Hauptquellen der Kabbala wird beschrieben, dass die Realität jenseits von Zeit, Raum und Geschwindigkeit liegt. Was ist diese Realität, wo befindet sie sich?

Antwort: Zeit, Raum und Geschwindigkeit sind die Parameter unserer Welt, die als „fiktive Welt“ bezeichnet wird. Sie entstehen in uns, da wir falsche, egoistische Wünsche haben.

Wenn wir unsere Verlangen korrigieren und sie zum Geben, in altruistische Handlungen umwandeln, dann verlieren sie diese mangelhaften Eigenschaften. Dadurch wird die Zeit auf der Stufe unserer Welt verlangsamt und es erscheint ein physischer Raum, etc.

Deshalb hängen unsere Vorstellungen von Zeit, Raum und Bewegung nur von unseren egoistischen Wünschen ab. Sobald wir aus dem Egoismus herauskommen und den spirituellen Raum betreten, werden diese Parameter verschwinden, da sie dort nicht existieren.

In der spirituellen Welt bedeutet die Zeit, die Veränderung unserer Wünsche: von weniger zu mehr Altruismus. Raum und Bewegung wandeln sich von schwächeren zu stärkeren Eigenschaften des Gebens um.

 

Aus der TV Sendung „Grundlagen der Kabbala“ 26.11.2018

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Den verborgenen Bereich des Universums spüren

Wenn wir es mit der spirituellen Welt zu tun haben, müssen wir verstehen, dass wir einen neuen Bereich betreten, in dem unsere normalen Sinne nicht funktionieren. Wir müssen unsere Sinnesorgane ganz anders entwickeln als die fünf materiellen Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

Diese fünf Sinne existieren in unserer Welt auch bei Tieren, sogar teilweise in Pflanzen und unbelebten Objekten. Normalerweise bezeichnen wir die Sinnesorgane als „tierisch“, da wir uns selbst auf der tierischen Stufe befinden. Es ist nichts Beleidigendes, es ist einfach diese Stufe.

Im Spirituellen ist das anders, dort stellen die Sinne die Gefühle dar, die über unserem Wunsch zu empfangen: fühlen und genießen liegen. Diese Sinne funktionieren entgegengesetzt: in geben, genießen und füllen, deshalb ist das für uns unverständlich.

Der Übergang von der Empfindung unserer Welt zur Empfindung der höheren Welt liegt darin, dass wir den sogenannten Engpass – Machsom – durchlaufen müssen. Dort gibt es weitere fünf Sinne, die auf dem entgegengesetzten Prinzip aufbauen – dem Geben. Je mehr ich aus mir heraustrete, umso stärker fühle ich die Welt außerhalb von mir.

Anders gesagt, bauen die materiellen Sinne darauf auf, dass ich spüre, inwieweit diese Welt in mich eindringen kann: durch Augen, Ohren, Nasenlöcher, Mund und den taktilen Empfindungen. Wenn ich aus mir heraustrete, nehme ich eine Welt wahr, die nicht durch meine Gefühle gestört wird. Es dringt nicht in mich ein und füllt mich nicht. Ich fühle dies nicht in dem Maß meiner inneren Eigenschaften, sondern nehme außerhalb von mir wahr, wie die Welt wirklich ist.

Hier entsteht ein völlig neuer Zustand, der als Verständnis der höheren Welt bezeichnet wird. Dies beruht auf zwei Eigenschaften: der Eigenschaft des Bildschirms, d.h. der Ablehnung des Empfangens aller Art und dem Heraustreten aus mir selbst, wenn ich mit anderen verschmelze.

 

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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Würdest du durch eine Wand gehen, die du nicht wahrnehmen kannst?

Frage: Ich bin ein Student des virtuellen Lernzentrums und zusammen mit anderen bin ich in ungeduldiger Erwartung auf eine Rückmeldung dieser Frage. Im Buch Kabbala, Science and the Meaning of Life auf Seite 128 fand ich folgendes Zitat: „Da ein Höhlenbewohner nicht die Sinneswahrnehmung haben würde, um eine Wand als Materie oder als Form in der Materie wahrzunehmen, wäre er fähig, durch Wände zu gehen, als ob sie Luft wären.“

Wenn ich die Information nicht missverstanden habe, ist diese Aussage in sich falsch. Nur weil jemand ein Objekt nicht kennt, bedeutet das nicht, dass er damit nicht interagieren kann. Der Text vermischt Konzepte aus der Quantenmechanik und der Realität der Makrowelt. Die angewendete Logik ist nicht logisch. Materie wird immer als solche wahrgenommen werden, unabhängig von der Form, die sie annimmt, denn unsere Sinne sind dafür gemacht, um Materie wahrzunehmen. Dort wo unsere Sinne nicht ausreichend sind, kann Materie durch geeignete Instrumente wahrgenommen werden.

Beispiel: Als ich meinen ersten Tauchgang gemacht habe, war ich von einer riesengroßen Anzahl neuer Formen und Gestalten umgeben, die ich zuvor nie gesehen hatte. Trotzdem waren meine Sinne fähig, sie wahrzunehmen. Bitte erklären Sie obige Aussage.

Antwort: Lasst uns vom Gegenteil beginnen: Es gibt Wände, die wir nicht wahrnehmen. Werden wir darüber stolpern oder werden wir durch sie hindurchgehen, ohne sie zu bemerken?

Alles existiert in uns, in unseren Eigenschaften oder in unseren fünf Sinnen. Wenn sie anders wären, würden sie uns eine andere Welt darstellen. Das Buch spricht über einen „Höhlenmenschen“, denn neben unseren Eigenschaften haben wir auch gespeicherte Informationen und Systeme, welche die „umgebende“ Illusion erschaffen.

Bis wir eine Eigenschaft erlangen, die uns entgegengesetzt ist – das Geben, werden wir die Eigenschaften der Anti-Materie nicht verstehen und werden nicht erkennen, dass die Welt innerhalb von uns selbst „abgebildet“ wird.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
 
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

 


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Wir haben Zivilisationen in uns

LaitmanFrage: Ich habe gehört, dass Sie sowas sagten wie: keine der Zivilisationen der Vergangenheit werde im „Enthüllten“ ersichtlich. Bedeutet dies, dass alles, was Wissenschaftler jetzt herausfinden (zur Unterstützung einer Theorie der früheren Zivilisationen) in unseren Sinnen als eine Realität erscheint, die wir selbst fordern? Mit anderen Worten, die externen Kräfte reagieren auf unsere Verlangen, indem sie noch mehr neue „Ausschmückungen“ schaffen?

Antwort: Sie haben absolut recht! Als Folge des Abstiegs aus der Spiritualität, als das Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, sein niedrigstes Niveau erreichte, empfing es in sich selbst das, was wir als „Selbst“ empfinden und die Welt, die uns umgibt (als außerhalb vom „Selbst“). Die Vorgänge und inneren Veränderungen begannen als Zeit, Raum und Bewegung wahrgenommen zu werden (wiederum außerhalb vom „Selbst“). So nimmt eine Person wahr, dass etwas schon existiert hat, bevor sie auftauchte. Doch wer hat dies tatsächlich empfunden? Ohne Sinne existiert nichts. Alles existiert in unserer Vorstellung, in unseren Sinnen. Lesen Sie den Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34.

Verwandtes Material:
 
Purchase the Print Version of the Book: Kabbalah, Science and the Meaning of Life
 
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Wie kann man unsterblich werden?

Frage aus Facebook: Sie sagen, dass ein Mensch unsterblich sein kann und nicht sterben muss, um den Schöpfer zu sehen. Ein Mensch ist jedoch körperlich und so lange er lebt, wird dies nicht eintreten. Um uns den Schöpfer anzuschließen müssen wir unseren Körper und unsere Seele verlassen.
Wie kann das umgesetzt werden, wenn Sie sagen, dass es nicht nötig ist zu sterben?
Antwort: Der menschliche Körper hat nichts mit den Gefühlen unserer Welt zu tun. Es ist ein rein äußeres Erscheinungsbild und sonst nichts. Aus diesem Grund erscheint es uns, als würden wir diese materielle Welt durch unsere fünf Sinnesorgane wahrnehmen.
Um die höhere Welt zu empfinden, müssen wir unsere fünf Sinne spirituell entwickeln. Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und erklärt, wie ein Mensch damit beginnen kann die spirituelle Welt zu erfahren. Es ist demnach nicht notwendig zu sterben.

Frage: Versprechen Sie den Menschen die Unsterblichkeit, wenn wir unsere Seelen vereinen und entwickeln können?
Antwort: Zweifellos! Das ist nicht mein Versprechen, sondern die spirituelle, realisierbare Methode. Heute kannst du in dieser Welt Menschen treffen, die in dieser Weise die höhere Welt verstehen und die Welt als ewig und unsterblich erfassen.

Aus dem TV Programm“ Antworten auf die Fragen aus Facebook“, 10.03.2019
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Die Physik des Höheren Lichtes

LaitmanAttacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

Verwandtes Material:
Article: The Science of Kabbalah – A Method of Researching Man and the World
Article: Kabbalah As Compared with Other Sciences
 
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 
 


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Ist es möglich, fremde Gedanken zu lesen?

Frage: Kann ein Mensch, der ein großes Verlangen besitzt, Gedanken von anderen Menschen lesen?
Antwort: Das Lesen von Gedanken ist eine materielle Sache. Ich kann nicht behaupten, dass dies eine dankbare Sache ist, da sie dabei die fremden Gedanken auf einer weltlichen Stufe empfangen. Es ist jedoch durchaus möglich, da Gedanken auf unserer Stufe materiell sind.
Sie können einen Menschen an die Hand nehmen und seine Gedanken wie ein Hellseher spüren. Was bringt Ihnen das? Nichts. Einige Menschen haben solch eine hohe Sensibilität, dass sie damit werben. Ich würde ihnen davon abraten, Schade um die Bemühungen. Die Anstrengungen müssen sich darauf ausrichten, sich in der Gruppe aufzulösen und dadurch den Schöpfer zu offenbaren.

Frage: Wäre es möglich, wenn wir einen starken Wunsch danach haben, jemandem Gedanken einzuflößen?
Antwort: Natürlich, und wie! Wir kennen es noch von den KGB-Zeiten. Sie werden übrigens bei allen Geheimdiensten der Welt praktiziert. Aber wozu brauchen wir das? Auf der Stufe unserer Welt sind das rein egoistische, gegenseitige Beeinflussungen.
Ich möchte nicht, dass ihr solche Ideen habt. Psychische Einwirkung führt zur Unterordnung, d.h. zur Zerstörung der Welt.

Aus dem Unterricht, 03.02.2019
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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”

Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
 
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Unsere illusorische Welt

Frage: Sie bezeichnen unsere Welt als illusorisch. Warum sollte man sie korrigieren, wenn sie so ist?
Antwort: Sie haben Recht, wir korrigieren sie nicht. Wir korrigieren uns selbst, unser Ego. Wir nehmen die Welt durch die Spiegelung von unserem Egoismus wahr.
Die Welt ist das, was unser Ego ausmacht. Sobald wir mehr nach dem Schöpfer streben, werden wir die höhere Welt deutlicher spüren.
Wir werden anfangen, in unserer Welt die wirkenden Kräfte der höheren Welt zu sehen und so verschwindet unsere Welt allmählich aus unserer Wahrnehmung. Das Bild bleibt, aber die Kräfte dahinter, werden immer deutlicher. Auf diese Weise beginnen wir damit, unser Bewusstsein, unsere Einstellung zur Welt zu verändern.

Aus dem Unterricht, 24.03.2019
(248551)



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