Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Rettet unser Zuhause: Den Planeten Erde

Ganze Stadtviertel sind von Feuer umzingelt; Tausende wurden aus ihren Häusern in Kalifornien evakuiert. Ein historisches und außergewöhnliches Sommergewitter und einzelne massive Blitzeinschläge in Kombination mit rekordverdächtiger Hitze entzündeten verheerende Brände im gesamten Gebiet des „Golden State.“ Das Death Valley meldete Temperaturen von 130°F, was vermutlich die höchste jemals auf Erden gemessene Temperatur ist, welche dem Klimawandel zugeschrieben wird. Andere Naturkatastrophen rund um den Globus gefährden unsere Existenz. Was versucht uns die Natur zu sagen? Ihre Botschaft ist klar. Wir sind unerwünschte Gäste auf diesem Planeten, solange wir Menschen uns nicht ändern.

Die globale Erwärmung verursacht nicht nur Brände, landwirtschaftliche Probleme, Wasserknappheit und bedroht bestimmte Arten vom Aussterben. Sie wird auch dafür verantwortlich gemacht, dass die Gletscher in Grönland und anderen Orten so weit abschmelzen, dass es kein Zurück mehr gibt und die Meeresspiegel gefährlich ansteigen. Angeblich können wir Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung ergreifen, wie etwa die Reduzierung der Abgasemissionen im Industriesektor, aber es gibt so viele wirtschaftliche und persönliche Interessen, dass tatsächlich sehr wenig getan wird.

Wenn sich das Ökosystem weiterhin so rasant verschlechtert, könnte die Hälfte der Menschheit aussterben, und jene Hälfte, die überlebt, wird ihre Lebensweise von Grund auf ändern müssen. Die Fortsetzung unseres „business as usual“ Ansatzes trotz des Aufschreis der Erde ist höchst gefährlich.

Der Mensch ist ein sehr empfindliches Wesen. Er braucht so viele Bedingungen zum Leben und unzählige Faktoren beeinträchtigen ihn: Erdbeben, Stürme, Seuchen. Die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, sind von globaler Tragweite; daher erfordern die Lösungen ein globales Denken. Ja, Denken. Alles beginnt mit unseren Gedanken.

Die Menschen denken nur an sich selbst, daran, was sie heute quält und was große Gewinne abwerfen kann.  Außerdem scheitern internationale Organisationen, die unseren Planeten schützen sollen, immer wieder an dieser Aufgabe. Jedes Land entwickelt eifrig Waffen und wirtschaftliche Macht bekämpft andere in allen nur erdenklichen Bereichen und denkt, dass man auf diese Weise Kontrolle erlangen wird. Sofern eine ökologische Katastrophe uns nicht direkt betrifft, ist uns das egal.

Wir haben immer noch nicht realisiert, dass unser Planet unser gemeinsames Zuhause ist und was auch immer auf ihm geschieht, eine endlose Kette von Reaktionen zur Folge hat, welche letztendlich Auswirkungen auf uns haben werden. Wir werden irgendwann begreifen müssen, dass die Probleme mit der egoistischen Natur des Menschen zusammenhängen, der aus einer individualistischen, ich-bezogenen, ausbeuterischen und engstirnigen Vision heraus handelt, die alles für sich behalten will. Solange wir nicht individuelle und nationale Grenzen überwinden und anfangen, global zu denken, wird nichts helfen.

Naturkatastrophen treffen manchmal die einen, dann wieder andere Länder. Allgemein betrachtet wird es jedoch keinen Platz auf der Erde geben, der nicht mit Problemen konfrontiert sein wird. Das Coronavirus ist die erste globale Katastrophe, der, wenn nötig, noch viele andere folgen werden. Auf diese Weise lässt uns die Natur an unserer eigenen Haut spüren, dass wir alle Teil eines Systems sind.

Die zerstörerischen Feuer brennen zwischen uns

Umweltkatastrophen lassen die Menschen glauben, die Natur sei verrückt geworden. Das stimmt aber nicht. Sie agiert lediglich nach den Gesetzen von Ursache und Wirkung des integralen Systems, in dem wir leben – einem Systems, das alle Einzelteile der Realität miteinander verbindet. Was im Inneren der Erde, auf ihrer Oberfläche und im gesamten Universum geschieht, ist miteinander verbunden und ineinandergreifend, weil die Natur eins ist.

Der Mensch seinerseits muss begreifen, dass der Zustand der Natur von den Beziehungen zwischen den Menschen und seiner Bereitschaft abhängt, sich an die Ganzheitlichkeit der Natur anzupassen, d.h. sich nur das zum Überleben Notwendige zu nehmen und für das gute Funktionieren des gesamten Systems zu sorgen, anstatt nur egoistische Berechnungen anzustellen.

Wie hängen menschliche Beziehungen und das, was in der Natur geschieht, zusammen? In der Natur gibt es vier Stufen: unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich. Alle, außer dem Menschen, existieren in Übereinstimmung nach den Gesetzmäßigkeiten der Natur von Gegenseitigkeit und Gleichgewicht. Sie haben keine freie Wahl; sie handeln instinktiv, nehmen nur, was für ihr Überleben notwendig ist. Im Gegensatz dazu ist die menschliche Stufe die einzige, die auf der Erde Gräueltaten begeht – absichtlich, bewusst, um Schaden anzurichten. Daher sind all die negativen Reaktionen, die wir von der Natur erhalten, nur eine Folge unseres Handelns. Einfach gesagt, wir bringen selbst diese Schläge über uns.

Bis heute hat die Menschheit keinen abgestimmten Plan zur Rettung des Planeten und löscht stattdessen einfach nur Brände. In Wahrheit müssten wir die vernichtendsten Brände löschen, die in uns, in unseren gegenseitigen Beziehungen brennen. Das Ego des Menschen hat fast den Siedepunkt erreicht und verbrennt die Natur, nur um alles zu seinem Vorteil auszunutzen.

Wenn wir versuchen, ein harmonisches System menschlicher Beziehungen aufzubauen, wird sich die gesamte Natur beruhigen. Die umfassende Lösung für die ökologischen und sozialen Gefahren, denen wir gegenüberstehen, liegt in den Bemühungen um eine globale Verbindung, in der wir spüren werden, wie abhängig wir von allen sind. Deshalb werden wir es uns zweimal überlegen, uns gegenseitig schlecht zu behandeln. Nur durch gegenseitige Verantwortung werden wir die richtige Geisteshaltung erreichen, um unser gemeinsames Zuhause zu retten und sicher und glücklich unter einem Dach zu leben:  auf unserem Planeten.

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