Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Es ist nichts Kluges an Elon Musks Idee einer Marskolonie

Der Milliardär Elon Musk, Besitzer des Elektroautounternehmens Tesla und der Space Exploration Technologies Corp SpaceX, hat eine große Vision für die Menschheit. Er nennt sie „Mars & Jenseits: Der Weg zu einer multiplanetaren Menschheit“. Einfach ausgedrückt: Musk will den Mars mit Menschen besiedeln. Bedauerlicherweise wird das für ihn nie funktionieren.

Mit dem Planeten Erde ist alles in Ordnung, bis auf die Menschen, die ihn bewohnen. Wenn man das schädliche Element, das die jetzige Welt ruiniert hat, in die neue Welt überträgt, welche Chancen hat man dann, eine nachhaltige Kolonie auf dem neuen Planeten aufzubauen?

Um erfolgreich in neuen Zuhause zu sein, ist es unerlässlich, nur das mitzunehmen, was wirklich nützlich und hilfreich ist. Erst muss man die Menschen, die dorthin gehen würden, von den Makeln, die die Menschheit und den Planeten Erde krank machen, befreien. Würde man die Menschen von ihren schädlichen Eigenschaften heilen, so dass sie für die Umwelt wieder nützlich sind, dann wäre die Umsiedlung auf einen neuen Planeten überflüssig. Denn die ganze Mars-Idee ist nur deswegen entstanden, weil wir die Erde ruiniert haben. Aber wenn man das zerstörerische Element im Menschen heilen kann, dann wird auch die Ausbeutung der Erde aufhören und der Planet wird sich wieder erholen. Somit wird es keine Notwendigkeit mehr bestehen, umzuziehen.

Übrigens: Die Erde ist unser Zuhause. Sie hat uns hervorgebracht und erhalten. Unser Körper braucht jedes Element, das es nur auf der Erde gibt, auch das giftigste. Diese Elemente gibt es auf dem Mars nicht; das Überleben wird eine gewaltige Herausforderung sein. Mit anderen Worten: Wir nehmen nicht nur die eigentliche Ursache der Probleme der Erde mit – uns selbst – sondern wir schaffen auch unzählige neue Probleme, indem wir uns in eine Umgebung begeben, die für das Hervorbringen und den Erhalt von Menschen nicht geeignet ist.

Wenn Astronauten nach einigen Monaten im Weltraum von Missionen auf der Internationalen Raumstation zurückkehren, braucht ihr Körper noch einige Monate der medizinischen Aufsicht, um sich wieder an die irdischen Bedingungen anzupassen. Die Auswirkungen auf die menschlichen Körper, die monatelang zum Mars reisen und dann jahrelang, oder sogar lebenslang, auf dem Mars bleiben, können nur erahnt werden, aber sie werden sicherlich nicht gut sein.

Wie auch immer man es betrachtet, abgesehen vom fragwürdigen Prestige für den Unternehmer, scheint das Projekt der Marskolonisierung überhaupt keinen Sinn zu haben. Wenn Musk eine idyllische Gesellschaft an einem abgelegenen Ort schaffen will, wäre es viel billiger, einfacher, schneller umsetzbar und weit weniger riskant, einfach eine kleine, abgelegene Insel zu kaufen und sie mit den Teilnehmern seines Experiments zu besiedeln. Gelinge das Projekt, würde er das Ansehen des Retters der Menschheit genießen, der das Geheimnis entdeckte, wie man die menschliche Natur von bösartig und missbrauchend, in freundliche und integrative verwandelt. Falls die Mission scheitern sollte, würden die Menschen einfach wieder nach Hause gehen und alles würde gut sein. Zumindest würde Musk für seinen Versuch respektiert werden.

Und schließlich kündigte Musk kürzlich an, dass er 100 Millionen Dollar für die beste Technologie zur Kohlenstoffabscheidung zahlen würde. Das isolierte Inselexperiment würde ihn viel weniger kosten und ihm viel mehr geben als kohlenstofffreie Luft. Im Erfolgsfall würde es ihm eine ego-freie Gesellschaft, einen unberührten Planeten Erde sowie eine glückliche und friedliche Menschheit bescheren. Wenn man mich fragt, ist das eine großartige Gelegenheit!

#elonmusk #SpaceX #kohlenstoff

[SpaceX-Besitzer und Tesla-CEO Elon Musk scherzt nach seiner Ankunft auf dem roten Teppich für den Axel-Springer-Preis, in Berlin, Deutschland, 1. Dezember 2020. REUTERS/Hannibal Hanschke]


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