Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Masken und Freiheit

Die BRD steht, wie der Rest der Welt, im andauernden Krieg gegen einen unsichtbaren Feind, COVID-19. Die Verhinderungsstrategie seiner Ausbreitung durch die Verwendung von Gesichtsmasken ist gut sichtbar und spaltet durch diese prophylaktische Maßnahme die Öffentlichkeit in Gegner, Recht der freien Wahl und in Befürworter, um andere zu schützen, um die Übertragung der Pandemie einzudämmen. So hat uns das Virus eine beispielhafte Übung in gegenseitiger Verantwortung geliefert. Denn wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, dass wir im selben Boot sitzen und die Berücksichtigung des kollektiven Wohlbefindens an die Stelle individueller Berechnungen treten muss.

„Einige empfinden, dass das Tragen von Masken als Freiheitsberaubung zu sehen ist – doch laut Gesundheitsminister Span, ermöglicht das Tragen einer Maske dem Bürger sich frei auf Straßen und in Geschäften zu bewegen. Studien beweisen, dass Geschichts- bzw. Mundschutz entscheidend dazu beigetragen haben, die Ausbreitung des Viruses einzudämmen. Andere Forscher wiederum sind der Meinung, das Masken als Schutz vor dem Virus nicht tauglich sind und das ist auch der Grund, warum sich viele Menschen dagegen sträuben Masken in öffentlichen Einrichtungen zu tragen. Und natürlich gibt es Menschen, die ordnungsgemäß den Ratschlägen der Politiker Folge leisten, während die Mehrheit verzweifelt irgendwo dazwischen steht.  Diese Unsicherheit verursacht ein allgemeines Gefühl der Hysterie.

Von morgens bis abends wird das Thema Coronavirus in den Medien diskutiert, und jede politische und berufliche Persönlichkeit versucht, die Situation auszunutzen, um zu zeigen, wie klug oder wichtig sie ist und dass sie weiß, wie das Land am besten vorankommen kann. Wenn sie zufällig Recht haben, ist das ihr Verdienst, wenn nicht, ist jemand anderes schuld. Wie immer hat der Erfolg viele Väter und ein Misserfolg ist ein Waisenkind.

In dieser Situation sind wir untrennbar miteinander verbunden, was also tun wir? Anstatt zu messen, was ich fühle und über das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus denke, sollte ich messen, wie sich mein Verhalten auf andere auswirken kann. Das heißt, ich muss mir sagen, dass ich möglicherweise ein Überträger bin. Folglich sollte ich mein Verhalten zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort überdenken, um sicherzustellen, dass ich das Virus nicht auf andere übertrage und somit deren Gesundheit schütze. 

Leider ist der Öffentlichkeit noch nicht die persönliche Verantwortung bewusst geworden, weil wir Tag für Tag mit widersprüchlichen Meinungen von Ärzten und anderen bombardiert werden. Das verwirrt uns. Während die Berücksichtigung einer Vielzahl von Meinungen eine positive Sache ist, braucht die Öffentlichkeit am Ende eine klare und informierte Richtung.

Wenn wir den Weg, den wir jetzt gehen, weitergehen, kommen wir zu einer Situation, in der jeder seinen eigenen Rat befolgt und keine Vorkehrungen für das Allgemeinwohl möglich sind. Dies wird die Menschen noch weiter von der Sicherheit entfernen, in einer geordneten Gesellschaft zu leben. Der Umstand, dass jeder seiner natürlichen Neigung folgt, nur sich selbst als die Weltautorität betrachtet, wird daraus nur Chaos erscheinen und uns in die Anarchie treiben.

Eine öffentliche Zustimmung zum Tragen von Gesichtsmasken um der anderen willen kann dazu beitragen, ein solches Abgleiten in soziale Unordnung verhindern. Wo immer es einen Streit zwischen dem Kollektiv und dem Individuum gibt, sind wir verpflichtet, nach dem Willen des Kollektivs zu regieren. Warum? Weil wir uns damit der allgemeinen, verbindenden Kraft der Natur anschließen, die die Gesellschaft positiv zu durchdringen vermag. Im Gegensatz zu der negativen egoistischen Kraft des Individuums, die die Ordnung auflöst. Wie es geschrieben steht: „In der Menge der Menschen liegt die Ehre des Königs“. (Sprüche 14:28) Und das ist auch die Quintessenz.

Auch wenn einige von uns aufgrund ihrer angeborenen Eigenschaften misstrauisch und andere nachlässig sind, muss eine gesunde Gesellschaft mit einer neuen Überlegung verbunden werden – dem Nutzen der anderen. Wenn jeder Mensch versucht, immer zugunsten der anderen zu handeln, braucht es weder übermäßige Angst noch Missachtung. Wir wären alle im Einklang mit dem integralen System der Natur. In ihm herrscht Gleichgewicht und wir werden entdecken, dass die letztendliche Freiheit gefunden wird. Wenn man das Interesse des Kollektivs hochhält, das schließlich die Summe jedes einzelnen von uns ist.

 

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