Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Israel – vom 1. Platz auf den letzten Platz der Quarantänemaßnahmen abgefallen

Als COVID-19 ausbrach, standen die Länder Schlange, um dem israelischen Staat für sein Durchgreifen gegen die Ausbreitung der Pandemie zu gratulieren. Doch bei der zweiten Welle passte sich die Realität unseren Verhaltensweisen an. Wir stürzten vom Zenit in den Abgrund. Sogar wenn wir den Kreislauf der gesamten Wirtschaft jetzt stilllegen, alle Städte unter Quarantäne stellen und jeden Haushalt unter Arrest, würden wir maximal einen kurzen Infektionsrückgang verzeichnen.

Einzig und allein, wenn das wir tun, was unsere Aufgabe als ´Volk Israel` ist: unser menschliches Verhältnis zueinander zu ändern, können wir das Virus besiegen. Als das Virus auftauchte, warnte ich, dass dies kein gewöhnliches Virus sei, dass es nicht gekommen sei, um unsere Wirtschaft lahm zu legen. Es kam, um uns zu zeigen, wie wir uns zueinander verhalten müssen. Darin haben wir bis heute kläglich versagt. Und deshalb siegt jetzt das Virus und bricht mit hohen Infektionsraten alle Rekorde. Die Lähmung aller Institutionen und der verdorbene Lebensstil wecken die Erinnerung an die letzten Tage Roms.

Oberflächlich betrachtet erscheint es wie ein Kampf derjenigen, welche die Wirtschaft retten wollen und den Lebensunterhalt der Bevölkerung sichern und auf der anderen Seite jenen, die alle wirtschaftlichen und öffentlichen Aktivitäten reduzieren wollen, um in erster Linie Leben zu schützen. Solange wir aber einander mit Hohn und Verachtung begegnen, wird beides nicht funktionieren.

Das Kernproblem ist, dass wir alle Maßnahmen nur zu unserem Selbstschutz ergreifen und nicht zum Schutz der anderen. Durch diese egozentrische Motivation haben die Jungen und Gesunden, die nicht zu den Risikogruppen gehören, oder Leute, die glauben, die Krankheit sei eine Erfindung, keinen Grund, den Anweisungen der Behörden zu folgen. Als Resultat erhöhen sie nicht nur das Risiko für diejenigen, die gefährdet sind, sondern sie steigern auch Hass und Entfremdung in der Gemeinschaft.

Wir dürfen Masken, Impfungen und sämtliche Maßnahmen nicht als medizinische Mittel betrachten. Sie sind soziale Mittel, die uns ermöglichen, unsere menschlichen Beziehungen zu gestalten. Sobald wir die Beziehungen verbessern, werden wir die Wirtschaft wieder voll in Gang bringen und das Virus verschwindet im Nu. Allerdings: es geht nichts, ohne dass wir Einsatz zeigen. Und der Weg, Verantwortung auszudrücken, besteht zunächst darin, Masken zu tragen, soziale Distanz zu wahren und alles zu tun, was erforderlich ist, um das Leben und die Gesundheit der Mitmenschen zu erhalten. Nur dies wird helfen.

Wenn wir beweisen, dass die Eindämmung des Virus ausschließlich durch unsere Einheit möglich ist, wird die ganze Welt diesem Beispiel folgen, und weltweit wird eine neue, vereinte Menschheit entstehen. Wir dürfen nie vergessen, dass der israelische Staat, ebenso wie das israelische Volk, kein gewöhnliches Land ist. Es wurde zu Zeiten Abrahams gegründet, um Beispiel für Einheit über alle Spaltungen hinweg zu sein und für alle Länder damit Vorbild und Hoffnung. Hier in Israel sollten wir „ein Licht für die Nationen“ werden, indem wir uns vereinen „wie ein Mensch mit einem Herzen“.

Solange dies nicht geschieht, wird trotz der jüngsten Abkommen die arabische Welt als Ganzes keinen Frieden mit uns schließen, und die Welt wird unsere Präsenz nicht befürworten, Stattdessen werden die Nationen uns beschuldigen, Kriege anzuzetteln und uns Land anzueignen, das nicht unseres ist, wie die UNESCO seit vielen Jahren sagt. Corona fordert uns, gemeinsam in die Kraft zu gehen und uns dieser Herausforderung zu stellen. Durch unser Beispiel helfen wir der Welt zu erkennen, dass die Lösung für die Pandemie in positiven Beziehungen der Menschen liegt und die Weltgemeinschaft wird sich zum Guten verwandeln.

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