Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Chanuka – das Fest des Lichtes in mir!

Wenn ein Mensch in seinem Inneren richtig die 3 Eigenschaften „Kerze“, „Öl“ und „Docht “ organisiert, kommt er zu einem Zustand, das Chanukka heißt (abgeleitet von „chanu ko“ – hier stehen geblieben.) Also kleine Verschnaufpause in der Mitte des Weges. Das „Öl“ ist unser Material, das Verlangen zu empfangen, das Innere vom Kli. Das Öl ist nicht fähig, sich selbst zu entzünden. Das geht nur mithilfe des Dochtes.

Der Docht soll ins Öl eingetaucht werden und gleichzeitig aus dem Öl herausragen– der Docht symbolisiert den Schirm (Masach), den wir getrennt von egoistischen Verlangen aufbauen (abgetrennt vom Öl). Der Teil des egoistischen Verlangens, den wir in den Massach eintauchen können – d. h. Öl, das den Docht durchtränkt,– nur dieser kann brennen, und das heißt mit dem höheren Licht in Kontakt zu treten.

Das funktioniert aber nur unter der Bedingung, dass das Öl nicht nur in den Docht eindringt, sondern höher steigt als der Pegel des Öls (Egoismus) – entgegen der Bina, entgegen dem Licht, dem Geben! Nur dann kann es leuchten! Das Licht kommt vom oberen Teil des Dochtes, der nach außen herausragt und verliert die Verbindung mit dem Öl (Egoismus).

Das reflektierte Licht, die Flamme, die von unten nach oben steigt, erreicht Keter der 10 Sefirot des reflektierten Lichtes und dadurch wird die Verbindung zwischen dem reflektierten Lichts und der Kraft des Verlangens zu empfangen, dem Egoismus, von welchem die Kraft des Brennens ausgeht, fast getrennt. Das Öl steigt nach oben durch den Docht und nur da wird der Kontakt hergestellt, die Ähnlichkeit  der Eigenschaften zwischen dem Öl im Docht und dem Licht. Nur zusammen können sie brennen. Das Licht kann nicht leuchten, bevor es sich nicht mit dem Docht und dem Öl im Docht verbindet.

Wenn man sich die brennende Kerze vorstellt, kann man die innere Arbeit des Menschen verstehen: was sollen wir mit uns machen, damit unsere Seele die Gleichheit mit dem Licht erreicht, mit dem Schöpfer. Das Verlangen verschwindet nicht, aber es soll komplett an den Massach angedockt sein, an den Docht. Daraus bilden wir unsere mittlere Linie, so wie wir unser Verlangen (das Öl) ins Innere des Dochtes einschließen können.

In den Massach kann nur der kleine Teil des Verlangens eingeschlossen werden. Der Docht symbolisiert die Achse, den dünnen Faden, der die Übereinstimmung zwischen dem Verlangen und dem Licht misst. Der Massach, die mittlere Linie, wird aus 2 Kräften aufgebaut: dem Öl und dem Docht, linke und rechte. Die rechte Linie – ist das Geben, das Licht, und die linke – das Empfangen, das Öl. Die mittlere Linie, die wir aus 2 höheren Eigenschaften (Nehmen und Geben) erschaffen, heißt die Seele.



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Wohin führt uns das Programm der Entwicklung?

Teil 3

 Frage: Wie wird die Verbindung  im Kreis die Gefühle der Menschen beeinflussen ihnen Glück und Zufriedenheit bringen?

Antwort: In ihrer Verbindung werden die Menschen das Leben auf der ganzen Welt auf einer höheren Stufe spüren, wie geschrieben steht: „Du wirst deine Welt in diesem Leben sehen“

Noch während wir in dieser Welt in einem physischen Körper leben, gelangen wir zu einer Empfindung, zu einer neuen Realität in der wir sofort anfangen, eine neue Stufe, über unseren Körper hinaus zu empfinden. So gehen wir von den Empfindungen dieser Welt zu den Empfindungen der höheren Welt über. Irgendwann hat unser Körper wie bei jedem Tier, seinen Zweck erfüllt und stirbt, doch der Mensch in uns erreicht das spirituelle Leben. Das ist das Ziel der Weisheit der Kabbala, das ein Mensch nicht selbst erreichen kann. Wir müssen diese Methode von Oben, von der nächsten Stufe erhalten.

Frage: Warum müssen wir, um ein spirituelles Leben zu erreichen, in dieser Welt, in unseren physischen Körpern, einen so langen Entwicklungsprozess durchmachen?

Antwort: Wir müssen eine spirituelle Stufe für uns selbst erreichen. Wenn wir uns natürlich, intuitiv, wie das Pflanzliche aus dem Unbelebten, oder das Tierische aus dem Pflanzlichen entwickeln würden, wären wir innerhalb der Natur geblieben. Der Mensch hat die Möglichkeit, gegen seine Natur zu gehen und etwas zu konstruieren, was ihr entgegengesetzt ist. Die ganze Natur ist egoistisch, in ihr existiert alles nur für ihre oder seine Sache. Wir wollen eine neue Existenzform enthüllen. Dies ist die spirituelle Form des Menschen. Adam, ähnlich (Domeh) zu der höheren Kraft der Natur, die das reine Geben und Liebe ist.

Frage: Was ist die Beziehung zwischen der Wirklichkeit, die wir jetzt empfinden und dem spirituellen Zustand, in den wir uns einkleiden sollen? Werden wir weiterhin ein normales Leben in dieser Welt führen?

Antwort: Das ist eine absolut andere Form der Existenz, in einer anderen Dimension. Es ist ewig und vollkommen, jenseits aller Einschränkungen und Grenzen. Diese Form wird in der Kosmologie und Einsteins Relativitätstheorie erwähnt. Die Wissenschaften berühren ganz entfernt die Begriffe, die sich jenseits von Zeit, Bewegung und Raum befinden. Die menschliche Psychologie ist von allen diesen Einschränkungen befreit. Wir wechseln zu einer neuen Psychologie: vom Introvertierten zum Extrovertiertem, zu den Empfindungen außerhalb von uns.

Frage: Wie werden sich die Menschen untereinander verhalten, wenn sie über den künftigen Zustand der Menschheit sprechen?

Antwort: Jeder wird den anderen so behandeln wie sich selbst. Es wird eine Art Kreis sein, in dem alle gleichberechtigt sind.

Frage: Wenn wir nicht gleich sind, wie ist es dann möglich, dass jeder Mensch verbunden ist?

Antwort: Jeder ist von Natur aus einzigartig. Wir erreichen eine universelle Gleichheit, da wir einander lieben. Jeder entsprechend seiner Fähigkeiten.

Frage: Seit tausenden von Jahren spricht die Menschheit über die Nächstenliebe, aber sie hat sich nicht durchgesetzt. Wie kann das die Kabbala schaffen?

Antwort: Es stimmt, die Idee der Nächstenliebe gibt es schon lange. Wir haben in unserer Zeit den völligen Verdruss mit unserer Entwicklung und unserem Leben auf dieser Erde erreicht. Jetzt fragen sich die Menschen, „wofür leben wir und warum?“ Wenn früher ein Mensch mit dem beschäftigt war, was er kaufen und erwerben sollte, so fragt er heutzutage, was die Bedeutung seines Lebens ist. Angesichts des materiellen Reichtums fühlen die Menschen Verdruss und Leere, was sie noch weiter in sich selbst einschließt und noch mehr Trennung herbeiführt. Die zukünftige Form der Menschheit ist verbunden und integral, was genau das Gegenteil von unserem aktuellen Zustand ist. Deshalb ist dies die Methode, die eine besondere äußere Kraft anzieht, das Licht, das erneuert, die Macht des Lichts, welches auf uns wirkt und uns zusammenschweißt.

Ein Mensch muss nur wissen, wie sich alle miteinander verbinden können, um die höhere Dimension zu enthüllen.

Die Menschheit muss darin eintreten und in einer neuen Welt geboren werden. Deshalb wird das Wort „Krise“ als „Geburt“ übersetzt.

Aus dem Fernsehprogramm „Ein neues Leben“ 6/9/2016

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Der Glaube in Kabbala und der Glaube in der Religion

Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Glauben in Kabbala (Glaube über Verstand) und dem Glauben in Religion?

Antwort: In der Kabbala bedeutet Glaube die Macht über den eigenen Egoismus. Sie entsteht bei einem Menschen aufgrund der Einwirkung des Or Makif, des umgebenden Lichtes.

In der Religion ist Glaube eine psychologische Gewissheit bezüglich etwas, das nicht bestätigt ist.

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Du lernst das ganze Leben

Frage: Warum  lernt die Gesellschaft nichts aus der Geschichte? Warum sind die Menschen nicht in der Lage, klare und selbstverständliche Tatsachen zu verstehen, zu akzeptieren und daraus Rückschlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen?

Meine Antwort: Die Menschheit lernt schrittweise und nur aus ihren Fehlern. Das Leiden treibt die Menschen voran. Nachdem was in den Büchern der Weisheit der Kabbala beschrieben wird, musste es bis zur heutigen Zeit so sein. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Menschheit durch „Schläge“. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts begann sich die Welt zu verändern. Der Erste Weltkrieg  war der Beginn der Manifestation globaler Prozesse in der Welt. Dieser Trend entwickelte sich allmählich weiter und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg deutlicher. Heute leben wir bereits in einer globalen Welt mit unterschiedlichen integralen Verbindungen.

In unserer Zeit, in der die Menschheit ein solches, ganzheitliches Ego erreicht hat, sind wir vollkommen in gegenseitige Beziehungen eingetreten. Die Menschen können über die Meere und Kontinente Kontakt miteinander haben. Es ist bereits möglich, den Menschen zu erklären, dass sie nicht nur integral verbunden sind, sondern dass die aufgebauten Verbindungen schlecht sind. Schlecht gebaute globale Verbindungen sind voller Gefahren.

Die Weisheit der Kabbala offenbart und erklärt uns, dass wir uns auf unsere nächste Entwicklungsstufe erheben müssen. Wir müssen begreifen, dass wir die Welt zu einer gemeinsamen und gegenseitigen Verbindung zwischen uns bringen müssen, nicht nur persönlich durch unsere eigenen Sinne. Wenn dies geschieht, werden wir die Welt in einer völlig anderen Weise, auf einer anderen Ebene, in einer anderen Dimension wahrnehmen. Wir werden das als ein vollständig vernetztes System betrachten.

Es ist ein System, in dem eine einzige Kraft wirkt und die alles verwaltet. Ähnlich wie bei einem Schwarm Vögel. Es können Tausende sein und doch gehorchen alle einem einzigen Wunsch, einer Absicht und einer Bewegung. Zwischen ihnen gibt es eine kollektive Verbindung, eine kollektive Intelligenz, ein kollektives Gefühl, ein kollektives Ziel. Keiner von ihnen hat persönliche Ziele. Sie alle zielen instinktiv nur auf eine Zusammenarbeit, auf die Verwirklichung eines kollektiven Programms und auf das Erreichen eines gemeinsamen Ziels ab. Würden wir dieses gemeinsame System der gegenseitigen Verbindung zwischen uns trotz unseres Egoismus fühlen, dann würden wir die sogenannte „höhere Welt“ wahrnehmen. Wir würden das Gefühl einer gemeinsamen Natur, einen Zustand der Ewigkeit und Ganzheit erreichen.

Wir müssen diesen Zustand unabhängig, nicht wie Vögel, Fische, Bienen und dergleichen, instinktiv auf einer tierischen Stufe erreichen. Wir müssen das trotz unseres Egoismus erreichen, indem wir uns über ihn erheben und uns miteinander verbinden. Schließlich werden wir dann die Kraft bemerken, die alles leitet. Wenn sich die unterschiedlichen Arten wie Ameisen, Vögel oder Fische verbinden, werden sie von der allgemeinen, kollektiven Kraft geleitet. Das ist genauso eine höhere Kraft, die sich in solchen Momenten unter den Vögeln manifestiert.

Sie bewegen sich ohne sich zu unterhalten, genau innerhalb dieser allgemeinen, kollektiven Kraft. Genau das geschieht mit uns durch die richtige Verbindung. Das wird die Offenbarung des Schöpfers zwischen den Menschen genannt.

Wenn wir schon in solch einem Zustand wären, dann könnten wir die nächste Stufe unserer Entwicklung, eine Existenz, die nicht in unserem Körper, sondern außerhalb davon liegt, in unserer gemeinsamen, kollektiven Intelligenz und unserem Verlangen besprechen. Wir würden unsere gegenwärtige, egoistische Wahrnehmung der Wirklichkeit durchlaufen und dadurch zu einem einzigen Wesen in der höheren Welt, werden. Wir können das in unserer Welt und in unserer Zeit entweder gegen unseren Willen oder aber ganz bewusst umsetzen.

Nun taucht die Weisheit der Kabbala auf, die uns erklärt, dass wir diesen Zustand bewusst erreichen müssen, da wir sonst große Unruhen ertragen werden.

Aus einer Kabbala-Lektion am 10/7/16

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Wie viele Menschen sind nötig, um die Welt zu korrigieren?

Frage: Der Schöpfer erschuf einen großen Wunsch zu empfangen, der sich in annähernd sieben Milliarden Menschen, die heute auf der Welt leben, kleidet. Kann es sein, dass er sich nur in ein paar tausend oder sogar noch weniger Menschen einkleidet, wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Die letzte Generation“ schreibt? Macht es irgendeinen Unterschied, wie viele biologische Körper die Korrektur des Wunsches zu empfangen herbeiführen werden? Oder sind zehn Menschen genug?

Antwort: Ja. Das allerwichtigste ist, dass die zehn Leute der Inbegriff des universellen Egoismus sein sollten. Mit anderen Worten, der Egoismus der ganzen Menschheit wäre auf diese zehn konzentriert, die sich zusammenfinden, um den Egoismus zu neutralisieren und sich zu einem zusammenhängenden Ganzen zu verbinden. Diesen Zustand nennt man Adam, die eine gemeinsame Seele.

Verständlicherweise wäre es komplizierter und schwieriger, den Egoismus anstatt durch 7 Milliarden durch zehn Personen zu korrigieren. Deshalb ruft uns speziell heute die Weisheit der Kabbala dazu auf, zur Korrektur zu kommen.

Nach einem Dritten Weltkrieg wäre alles viel schlimmer. Auch wenn ein Krieg Leiden mit sich bringt, zwingt er die Menschen letztendlich doch auch dazu, sich zu vereinigen; die Freiheit der Wahl würde dennoch gegeben sein. Wir hätten das Problem, jedermann davon zu überzeugen, sich für die Vereinigung zu entscheiden. Aus diesem Grund müssen wir uns heute mit der Korrektur beschäftigen.
Aus der russischen Kabbalalektion 7/10/16

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Eine Frau, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigt

Frage: Wird das Licht auf den Ehemann einer Frau wirken, die regelmäßig die Weisheit der Kabbala studiert, mit ihrem Mann über alles redet, was sie liest, und die ihre kabbalistischen Erfahrungen mit ihm teilt? Und wird er schließlich ein Kabbalist werden? Wenn ein Mann die Tatsache akzeptiert, dass sie Kabbala studiert, er aber mit Arbeit und Sorge um die Familie beschäftigt ist, wird dann ihr Studium seinen materiellen Erfolg beeinflussen?

Antwort: In der spirituellen Arbeit gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau; alles hängt nur von den spirituellen Handlungen eines Menschen ab. Der Mann kann sich um die Familie kümmern, und sie kann sich für den spirituellen Teil einsetzen.

Zum zweiten Teil der Frage kann ich sagen, dass ihr Studium den materiellen Erfolg ihres Mannes nicht beeinflusst, wenn sie ihn nicht stört. Sie sollte ihn nicht verärgern, indem sie versucht, ihm hartnäckig die Grundlagen der Weisheit der Kabbala beibringen zu wollen.

Sie muss ihn sein Leben in Ruhe leben lassen.
Aus der russischen Kabbalalektion 6/26/16

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Blitzantworten des Kabbalisten

Frage: Wie kann man materielle und spirituelle Welten kombinieren?

Antwort: Der Mensch ist das Objekt, in dem beide Welten sich kombinieren.

Frage: Ich bin ein Arzt, und lindere das Leiden der Patienten. Breche ich damit den Plan des Schöpfers? Denn Leiden bringen doch den Menschen näher zum Verstehen des Sinns des Lebens und der eigenen egoistischen Natur.

Meine Antwort: Es wird gesagt, dass dem Arzt das Recht zu heilen gegeben ist und dass er menschliches Leid lindert, ist bereits in der Vorsehung immanent.

Frage: Warum sagt man, dass der Gedanke materiell ist?

Antwort: Weil nämlich der Gedanke unsere materielle Welt baut. Unsere ganze  Welt ist ein Gedanke. Auch wenn Sie mit Astronomen und Kosmologen sprechen, werden Sie hören, dass sie die Natur und Kosmos als Gedanke fühlen. Alles um uns herum ist Gedanke und Absicht.

Frage: Wie kann ich lieben, was der andere liebt? Soll ich ihn einfach fragen oder es ihm geben?

Antwort: Es ist sehr schwierig. Zuerst ist Zimzum Alef nötig – die erste Einschränkung; das heißt, man soll gar keine eigenen Gefühle berücksichtigen. Und dann soll man beginnen, auf die eigenen Gefühle über der ersten Einschränkung zu achten. Dann beginnen Sie, in diesen Gefühlen alle andere zu fühlen.

Frage: Warum ist dem Menschen nicht erlaubt, über seine Vorleben nachzudenken? Oder gibt es die nicht?

Antwort: Eigentlich gibt es keine Vorleben. Dies sind nur die Eindrücke, die aufgezeichnet wurden, so dass wir letztendlich richtige Entscheidung treffen.

Frage: Wie kann man den Ausdruck erklären: „Gott sprach?“ Wie kann er sprechen, wenn er eine Macht ist?

Antwort: Es ist ein Ausdruck seines Willens. Der Wunsch des Schöpfers ist, Seine Schöpfung Ihm anzunähern.

Frage: Die materiellen und spirituellen Welten sind getrennt. Was ist der dünne Faden, der sie verbindet?

Antwort: Es gibt eine Art Pipeline zwischen den beiden Welten, durch die Energie aus der höheren Welt in die untere Welt und umgekehrt fließt. Diese Eigenschaft heißt Zeir Anpin. Die Höhere Welt heißt Bina, die untere Welt heißt Malchut, und Zeir Anpin befindet sich in der Mitte zwischen ihnen.

Frage: Muss man sich mit der Idee vertraut machen, dass man keinen Körper besitzt? Oder muss man warten, bis dies eindeutig in den Empfindungen zum Ausdruck kommt?

Antwort: Es sollte erscheinen, denken Sie sich bitte nichts aus! Wenn Sie von mir die richtige Empfehlung erhalten möchten, sollten Sie in der Gruppe nur nach unserer Seminarmethode arbeiten, und dann sehen Sie, wie Sie sich vorwärtsbewegen.

Frage: Warum hatte ich bei meiner ersten Begegnung mit der Religion weniger Widersprüche als jetzt?

Antwort: Weil Religion eine egoistische Methode ist, die dem Menschen suggeriert: „Arbeite für mich und nach dem Tod kommst du in die höhere Welt.“ Die Kabbalah meint, dass die Religion dem  Menschen nicht erlaubt, sich richtig zu entwickeln.

Religion ergab sich aus der Tatsache, dass die Menschen begannen, die Kabbalah egoistisch zu nutzen und zu interpretieren.  Deswegen erschienen statt der Kabbalah zuerst Judentum, dann Christentum und nachher Islam.

Frage: Wenn der Mensch den sechsten Sinn nicht entwickelt, wird er dann wiedergeboren? Immerhin möchte man nicht noch einmal alles von vorne durchmachen sondern für immer in der höher Welt  bleiben.

Antwort: Ich denke, dass wir, wie Baal HaSulam schreibt, bereits in dem Zustand der letzten Generation sind. Wir möchten  uns maximal anstrengen. Sie werden sehen, dass der höchste Aufstieg vor uns liegt. Ich lade Sie ein! Wir helfen einander, ihn gemeinsam zu meistern.

Aus der Lektion in Russisch, 21.02.2016.

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Wo ist die höhere Welt?

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und Herzens Theorie des Rationalen? Er schrieb: „Es ist gut für mich, wenn es gut für andere ist“.

Meine Antwort: Der Unterschied besteht darin, dass ich in der Weisheit der Kabbala nicht darüber nachdenke, was für mich gut ist. Ich muss hinausgehen, mich überwinden, um Stufen der Erkenntnis bzw. die Zustände der spirituellen Welt in mir zu erbauen. Ich kann daher entsprechend meiner tierischen Gefühle nicht darüber sagen, dass es gut für mich ist. Ich muss darin nur als Tier existieren. Ich muss völlig neue Sinne für eine Wirklichkeit entwickeln, die über meinen tierischen Zustand, über meinen Egoismus hinausgehen, sich außerhalb von mir und innerhalb von anderen befinden.

Wenn ich in der Lage bin, mich selbst über mich zu erheben, mich in andere zu integrieren und mit dem Glauben über dem Verstand zu handeln, dann fange ich an, die höhere Welt zu fühlen. Sie liegt tatsächlich außerhalb von mir, besonders in den Verbindungen mit anderen, wenn ich sie durch meine Selbstüberwindung baue.

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch

19/6/16

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In der spirituellen Arbeit gibt es keine Privilegien

Tora, Deuterononium 12:8 – 12:9: Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun, ein jeder, was ihm recht dünkt. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das euch der Herr, euer Gott, geben wird.

Ein Mensch – der vierzig Jahre durch die Wüste wandert, in die korrekte Arbeit eintritt mit seinem Wunsch, der „Eintritt in das Land Israel“ genannt wird, und der dieses Land („Aretz“ vom Wort „Ratzon“ Wunsch) zum Geben und zur Liebe hin neu ordnet, indem er dem Schöpfer dient – beginnt im Verlauf seiner Entwicklung schließlich seine früheren Fehler und Missverständnisse zu verstehen.  

Er begreift, wie er von Oben geführt wurde. Der Schöpfer schickt ihm absichtlich Fehler und Missverständnisse, damit er alle Probleme sehen möge und die richtigen Handlungen durch sie macht. Es ist unmöglich, etwas zu enthüllen, wenn man vorher keine Fehler gemacht hat. Schließlich ist es für ein korrektes Verständnis der Dinge notwendig, dass man sie von beiden Seiten sieht: richtig und falsch.

Frage: Heißt das dann, dass das, was mir als korrekt erscheint, falsch ist?

Antwort: Wir geben den Menschen nur die Methode der Korrektur, aber wir beschäftigen uns nicht damit, was und wie er etwas durchmacht. Niemand hat das Recht, sich in die inneren Probleme, Korrekturen, Gefühle und Gemütsbewegungen eines anderen Menschen einzumischen – niemand, noch nicht einmal der Lehrer! Du schaust dir das von der Seite an, du beobachtest das alles, du begreifst, dass er sich nur auf diese Weise und auf keine andere entwickeln kann, und du wartest zehn Jahre, zwanzig Jahre oder dreißig Jahre. Natürlich finden in einem Menschen ständig Veränderungen statt, aber du kannst da nicht eindringen und vorschlagen: „Lass mich das tun, oder lass mich das für dich beenden“.

Es gibt viele Arten von Unterstützung und Hilfe vom Lehrer, worüber der Student nichts weiß, weil sie nicht explizit als solche vorgetragen werden. Im Gegenteil, dem Studenten scheint es so, dass er verlassen wurde, dass ihm der Lehrer keine Aufmerksamkeit schenkt usw. Das war auch für mich schlimm. Ich habe gelitten, mir Sorgen gemacht, war gestresst und ich konnte überhaupt nichts tun, und Rabash hat mir ins Gesicht gelacht.

Frage: Sie waren ihm doch sehr nahe.

Antwort: Das bedeutet überhaupt nichts. Die spirituelle Arbeit bleibt spirituelle Arbeit. Es gibt keine Privilegien oder Handlungen vom Lehrer, um dem Studenten zu helfen. Ansonsten würde der Student diese Arbeit nicht machen wollen. Er muss mit all seinen Wünschen und Eigenschaften unabhängig sein und sie korrekt benutzen, hundert Prozent zum Geben hin. Aber das alles hängt von der Hingabe des Studenten an den Lehrer, die Gruppe und das Ziel ab. Durch sie erreicht der Mensch die Hingabe zum Schöpfer.
Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 6/30/16

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Was ist der Gegenstand der Vereinigung für uns?

Frage: Sie sprechen immer über Vereinigung, über die Annäherung der Menschen und über die Einheit. Daraus folgt, dass „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ (Leviticus 19:18) kein Satz ist, der sich wie die Religionen mit Moral beschäftigt; vielmehr handelt es sich um eine neue Art der Wahrnehmung der Wirklichkeit. Ist es daher notwendig, sich näher zu kommen und sich nicht nur gegenseitig zu lieben?

Meine Antwort: Wir brauchen uns nicht nach dem Prinzip „Du für mich und ich für dich“  näher kommen und kooperieren, um gut zu sein. Nein. Wir müssen uns allmählich von unseren Eindrücken dieser Welt lösen. Wir sollten verstehen, in welche Art System wir eintreten können und dass das kollektive Bewusstsein, das wir in unserer Welt erreichen können, tatsächlich perfekt ist und uns zu einer anderen Wahrnehmung und Empfindung führt. Auf diese Weise erreichen wir die nächste Stufe der Natur, in der niemand existiert und zu der nur ein Mensch aufsteigen kann, da er sich besonders gegen seinen Egoismus stellt. Ein Mensch kann auf die nächste Stufe aufsteigen, wenn er spürt, dass er in einer ewigen und perfekten Dimension lebt.

Aus einer Lektion in russischer Sprache 10/7/16

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