Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Was hat der Schöpfer damit zu tun?

Frage aus Facebook: Alles was Sie lehren, ist reine Psychologie der Beziehungen zwischen den Menschen. Was hat der Schöpfer, das Licht und alle anderen Eigenschaften damit zu tun?

Antwort: Der Schöpfer gelangt zwischen den Menschen, unter denen eine besondere Beziehung von Geben und Liebe entsteht. Damit ist nicht das irdische Geben, die irdische Liebe gemeint, sondern eine höhere Stufe, die über unserem Egoismus liegt.

Um auf die nächste Stufe zu gelangen, die sich über unserem Egoismus befindet, braucht es die Weisheit der Kabbala, die sich im Prinzip nur damit beschäftigt. Das ist Psychologie auf der nächsten, höheren Stufe.

In unserer weltlichen Psychologie braucht sich ein Mensch praktisch nicht zu verändern.

In der Kabbala muss der Mensch die höhere Kraft empfangen und sie erklärt ihm, wie er das machen soll. Durch das Empfangen dieser Kraft baut er über sich einen anderen Menschen auf, welcher im Geben und in der Liebe zu anderen, jedoch nicht für sich selbst, arbeitet. Auf der materiellen Stufe heißt das, „ich bin in mir selbst“, auf der spirituellen Stufe handle ich, „außerhalb meiner selbst“.

Die materialistische Psychologie kann damit nicht umgehen; sie hat dafür keine Werkzeuge, nicht die Kraft des Lichts, die einen Menschen umkehren könnte. Aus diesem Grund ist Psychologie die Psychologie und Kabbala die Kabbala.

Frage: Kann man behaupten, dass uns die materialistische Psychologie an die weltliche Psychologie und die kabbalistische Psychologie an die höhere Wirklichkeit anpasst?

Antwort: Sicher, ich passe mich an ein anderes Beziehungssystem an, welches auf eine völlige Trennung von meinem Egoismus und darüber hinaus, aufgebaut ist.

 

Aus Kab TV „Nachrichten mit Michael Laitman“ 10. 4. 18

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Welche Verbindung nennt man „Klipa“?

Frage: Welche Beziehung zwischen den Freunden in der Gruppe heißt „Klipa“? Können Sie ein Beispiel nennen?

Meine Antwort: Die Klipa ist die ursprüngliche, grundlegend egoistische Kraft, die nur gegen die Enthüllung der Einheit, in der sich der Schöpfer offenbaren soll, handelt. Es gibt verschiedene Formen der Verbindung, die keine Überwindung seines bösen Triebes, seines Egoismus´ erfordern. Diese Formen der Verbindung erzeugen nicht seinen Widerstand, das Ego stört da nicht. Es gibt auch solche Formen der Verbindung, wo das Ego unterstützt wird, zum Beispiel beim Nationalsozialismus, Faschismus.

Deswegen ist die Überprüfung auf dem irdischen Niveau: handeln wir wirklich für die Verbindung und die Liebe ohne Grenzen oder nicht? Hier liegt der Unterschied.

Wenn du Güte deinem Volk und deinem Land bringen willst, die Außenwelt dich aber nicht interessiert, sogar umgekehrt, du wünschst ihr Übles, ist deine gesamte Verbindung gegen die Spiritualität gerichtet und deswegen wird sie zerbrochen und kann nicht existieren. Deswegen sagt Baal HaSulam, dass dies ein Fluch für die Generationen ist.

 

Aus einem Gespräch in Island, 5/23/18

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Nach der Wahrheit streben

Frage: Ich kenne Menschen, die durch spirituelle Praktiken und dem Verzicht auf Wünsche um des Göttlichen willen leben und vollkommen in die geistige Welt übergehen. Aber keiner von ihnen beschäftigt sich mit der Kabbala. Warum sagen Sie, dass es nur mit Hilfe der Kabbala möglich ist, den Schöpfer zu erreichen?

Antwort: Ich bestehe auf nichts und streite mit keinem. Ich habe mein Wissen. Wenn es jemand beherrschen will, kann er aus den Materialien lernen, die wir ins Internet stellen. Und ich möchte nicht darüber diskutieren, mit welcher Methode es besser zu lernen und zu beherrschen ist.

Warum sollte ich jemanden davon abbringen, dass er Recht hat oder nicht? In dem Maße, in dem ein Mensch nach Wahrheit strebt, findet er seine eigene Technik, stürzt und geht weiter voran. Die Hauptsache ist nicht aufzuhören. Also, was auch immer Sie tun, ich rate Ihnen nur eines: fahren Sie fort, entfalten Sie sich und haben Sie vor nichts Angst.

Die Tora/Kabbala begrüßt nicht den Verzicht auf den Egoismus, weil er die Essenz unserer Natur ist. Je mehr wir ihn anwenden, umso größer ist die Möglichkeit, uns über ihn zu erheben.

Im Gegensatz zu Religionen und den meisten spirituellen Praktiken arbeitet die Kabbala mit dem Egoismus, und sie tut es sogar mit Freude und betrachtet ihn als ein Geschenk vom Schöpfer. Es ist schließlich der Egoismus, der den Menschen und die gesamte Schöpfung vom Schöpfer unterscheidet. Und wenn wir das Ego zerstören oder das Verlangen an sich vernichten wollen, was bleibt dann von uns?

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.03.2018

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Meine Gedanken auf Twitter 03/08/2018

Auf dem spirituellen Weg muss man sich nicht vor der Finsternis der Verlangen fürchten und sie umgehen. Man muss sich mit der Leere befassen, mit dem “Gefäß”. Diese Leere soll man im höheren Licht betrachten und zu dem Schöpfer gelangen, der in mir diese Leere erschuf, um mich nach vorne zu schubsen. Indem ich das richtig verstehen werde, werde ich mich richtig an Ihn wenden.

Unsere Arbeit in der spirituellen Entwicklung besteht nur darin, die Arbeit des Schöpfers zu verfolgen, mit ihr einverstanden zu sein (so gut wir können, mit der Hilfe der Gruppe). Der Schöpfer erweckt die Finsternis gegenüber dem Licht. Er entfernt sich von uns und wendet sich ähnlich dem weglaufenden Hirsch um. Dabei ruft Er nach uns.

Im spirituellen Raum bewege ich mich mithilfe der Änderung meiner Eigenschaften, meiner Verlangen. In dem materiellen Raum genügt es sich einfach mechanisch zu bewegen, zum Unterricht zu kommen, obwohl man das nicht will. Genau solch eine Möglichkeit, gegen seinen Verlangen zu handeln, unterscheidet unsere Welt von der spirituellen Welt. Wir unterschätzen diese Welt.

Der Schöpfer bestimmt meine Abstiege. Die Verzweiflung bewegt mich in Richtung Gruppe, um eine Füllung zu bekommen, eine Hoffnung. So verstehe ich, dass mich der Schöpfer selber in den Egoismus eingetaucht hat. Er hat das bewusst gemacht, denn nur so werde ich gezwungen auf die nächste Stufe aufzusteigen, indem ich dem Geben erlaube höher zu sein als der Egoismus.

Es heißt: ”Im eigenen Volk lebe Ich”. “Der Schöpfer” ist das, was sich im Zentrum des Zehners offenbart, in der Gruppe. Ich stürze mich dort hinein ohne mich umzusehen. So wird meine Finsternis, meine Hilflosigkeit und Verzweiflung eine neue Qualität haben: das Verlangen dem Schöpfer zu geben. Genau dieses Geben ist für mich “das Licht”.

 

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Alles geschieht in uns

Frage: Wieso können wir nicht offenbaren, auf welche Weise der Schöpfer Seine Handlungen durchführt, sondern nur verstehen wie diese Handlungen von uns wahrgenommen werden?

Meine Antwort: Weil diese Handlungen in uns geschehen. Oben gibt es keinen Plan, der dann zu uns absteigt.

Wir können über so eine Entwicklung der Geschehnisse sprechen, weil uns das näher ist, verständlicher, aber in Wirklichkeit geschieht alles in uns.

Alles geht nur von unseren inneren, von uns nicht wahrnehmbaren Zuständen aus und nähert sich immer mehr den äußeren Zuständen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 2/18/18

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Zwischen einem Menschen und der höheren Kraft

Gruppe = 10 + Menschheit

Die Gruppe befindet sich zwischen einem Mensch und der höheren Kraft. Ein Mensch hat keine Chance, mit der höheren Kraft zu arbeiten, sie zu empfangen oder ihr zu geben, wenn er die Gruppe umgeht. Auch wenn es scheint, dass er vor zehn Jahren allein war, gehörte er immer noch zur Gruppe, es  war nur vor ihm verborgen. Wenn er jetzt in einer zufälligen Gruppe sitzt, dann tauchen verschiedene Gelegenheiten auf, um eine Verbindung mit dem Schöpfer herzustellen.

Die Gruppe ist immer da. Sie heißt Adam (Mensch). Die Gruppe ist das gesamte System: ein Zehner und die gesamte Menschheit. Wenn also jemand vom Schöpfer für sich selbst bitten möchte, unter Umgehung der Gruppe, dann liegt er falsch. Nichts Ernsthaftes wird daraus entstehen, wie bei einem Anfänger. Wenn ein Mensch wirklich eine Verbindung mit dem Schöpfer herstellen möchte, muss sie sich der Gruppe anschließen und den Schöpfer darin offenbaren.

Wir werden nie in der Lage sein, irgendeinen Bereich oberhalb der Gruppe zu fühlen, denn der Schöpfer befindet sich in ihr. Eine Gruppe ist eine permanente Struktur, aber sie ist verborgen und der Schöpfer ist auch ein permanentes Element, und Er ist verborgen. Die Gruppe hat angeblich eine körperliche Manifestation, als ob wir Freunde sehen. Aber in dem Moment, in dem sich die wahre Gruppe – der spirituelle Bereich, die spirituelle Qualität und die höhere Kraft – uns offenbart, wird der Schöpfer auch in ihr offenbart werden. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren.

 

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 6/29/18,
Thema: „Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer“



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Durch die Verlangen der Anderen leben

Frage: Wenn wir nichts von der wahren Schöpfung wahrnehmen, was nehmen wir dann wahr, wenn wir lieben, Essen zu uns nehmen oder die Sterne anschauen?

Meine Antwort:  Wir nehmen war, wie unser winzig kleiner Egoismus genießt. In ihm befindet sich unserer Meinung nach die ganze Welt, das ganze Leben. Außerhalb seiner Grenzen spüren wir nichts.

Frage: Bedeutet das, dass es nichts Poetisches gibt beim Sterne anschauen, bei Leid oder Liebe? Gibt es keine Poesie, keine Romantik?

Meine Antwort: So lebt die irdische Materie: die Tiere und die Menschen. Das sind aber keine spirituellen Erlebnisse. Die spirituellen Erlebnisse entstehen aus anderen Zuständen: außerhalb von mir, wenn ich jemanden außerhalb von mir wahrnehme und seine Gedanken lebe, seine Gefühle. Ich lebe in der Möglichkeit, ihn zu füllen.

Dabei beginne ich mich dem Schöpfer, der die Materie erschuf und sie belebt und ständig in noch höhere Niveaus transformiert, ähnlich zu fühlen. Wenn ich spüre, dass ich den anderen erfüllen kann, ihn sättigen kann, zum Guten ändern kann, nicht nach meiner Meinung, sondern nach seiner Meinung, dann nehme ich mich wie den Schöpfer wahr und ich spüre das, was der Schöpfer spürt. Das nennt man das spirituelle Leben.

Frage: Wie lautet das zentrale Gesetz des spirituellen Lebens?

Antwort: Die Verlangen der Anderen zu leben.

Frage: Wieso nehme ich die spirituelle Welt nicht wahr?

Meine Antwort: Weil du noch keine Absicht, kein Verlagen, kein Streben hast, um die anderen anstatt dich selber zu fühlen.
Was bedeutet „anstatt dich selber“? Das heißt, andere wie ein Objekt zu fühlen, und dich selbst wie ein Instrument, um dieses Objekt in einen richtigen, guten Zustand zu bringen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 2/25/18

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Wo überschneiden sich Materie und spirituelle Intelligenz?

Frage: Wie überschneiden sich die beiden Realitäten: Materie und spirituelle Intelligenz?

Antwort: Auf jeder Stufe der spirituellen Leiter bilden Materie und spirituelle Intelligenz zwei sich gegenseitig ergänzende Systeme und sie bilden ein gemeinsames Ganzes.
Deshalb werden sie drei Linien genannt: eine von ihnen ist das Licht, die zweite ist das Verlangen, und zwischen ihnen gibt es die dritte Linie, die sie verbindet.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch, 18.3.18

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Was geht mich mein Nachbar an?

Frage: Wenn ich mich mit der spirituellen Arbeit beschäftige, was hat dies mit den Verlangen und Kümmernissen des anderen zu tun? Was geht mich an, was mein Hund oder mein Nachbar empfinden?

Antwort: Wenn ich einem anderen gebe, wenn ich ihn erfülle, dann fühle ich mich dabei wie der Schöpfer und ich befinde mich in der Höheren Welt, und der andere befindet sich hingegen in unserer Welt. Es spielt für mich keine Rolle, wer dieser andere ist.
Wenn ich aus meinem Verlangen heraus kommen und den anderen erfüllen kann, dabei seine Verlangen als grundlegend und meine eigenen als sekundär, helfend und erfüllend empfinde, dann fühle ich mich genauso wie der Schöpfer.

Frage: Wie muss dabei meine Absicht sein?

Antwort: Das Verlangen einen anderen Menschen zu erfüllen – um sich dem Schöpfer anzugleichen, weil ich dadurch dem Schöpfer Genuss bereite.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 25.02.2018
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Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen

Wenn wir die Einheit anstreben, um den Gedanken des Schöpfers zu erfüllen und die Schöpfung zur Korrektur zu bringen, dann werden wir sehen, dass wir das nicht alleine tun können. Deshalb wenden wir uns mit einem Gebet an die höhere Kraft, wir erheben MAN, und dann erhalten wir als Antwort auf MAN die Kraft für die Einheit.

In dieser Einheit, die mit Hilfe des reformierenden Lichts namens Tora erreicht wird, beginnen wir, das spirituelle Leben, die höhere Stufe, den Schöpfer zu offenbaren. Das heißt, die höhere Kraft des Gebens und der Liebe wird in der richtigen Verbindung zwischen den Teilen der kollektiven Seele enthüllt. Und wir enthüllen eine Kraft der Einheit und des Lichts, die 620 mal größer ist. Mit anderen Worten: Der Schöpfer wird uns 620 Mal kraftvoller offenbart als vorher und deshalb können wir ihn endlich bemerken, fühlen und uns mit Ihm verbinden.

Wenn wir kein großes Bedürfnis nach Korrektur haben und unsere Nähe zueinander nicht die notwendige Stärke erreicht, um das reformierende Licht anzuziehen, dann werden wir die Tora nicht erhalten. Die Tora ist eine besondere Kraft des Lichts, die auf unser Streben nach Einheit einwirkt, wenn wir es sehr wünschen, aber immer noch entdecken, dass wir es nicht erreichen können.

Der Unterschied zwischen dem Verlangen und der Realität, die Schmerz auslöst und ein enormes Korrekturbedürfnis in uns hat, heißt MAN (weibliche Gewässer). Mit anderen Worten, der große Unterschied zwischen Malchut (der weiblichen Eigenschaft) und Bina (Wasser) wird offenbart. Wir wollen uns sehr vereinen, auf die Ebene von Bina aufsteigen, aber wir befinden uns auf der Ebene von Malchut. Und diese Kluft löst eine Reaktion des Schöpfers aus, die höhere Kraft, das sich reformierende Licht, das auf die Kluft einwirkt, die wir zwischen Malchut und Bina entdeckt haben, zwischen unserem natürlichen Verlangen zu empfangen und unserem Verlangen zu geben.

Wenn wir diese Kluft zwischen uns entdecken, können wir das höhere Licht enthüllen, das darauf wirken wird. Das Licht korrigiert die Kluft und füllt sie mit dem Licht der Einheit. Unsere Wünsche vereinen sich und der Schöpfer offenbart Sich in ihnen.

Wenn wir diese Kluft nicht mit genug Kraft entdecken können, dann bedeutet das, dass wir uns auf der Ebene der „Patriarchen“ befinden, denen die Tora noch nicht gegeben wurde, d.h. in dem Zustand vor der Korrektur. Wir existieren nur dank der Unterstützung der höheren Kraft, die die Zeit erwartet, wo wir aus eigener Kraft Fortschritte machen können. Dies ist eine kurze Phase auf dem Weg zur Korrektur, die so schnell wie möglich abgeschlossen werden muss.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Kabbala Lektion, Thema „Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen“ 6/26/18



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