Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wofür bestraft uns die Natur? Teil 3

Frage: Heutzutage entwickelt sich die Klimatechnik rasant. Dies bedeutet, dass anstatt sich um das Erhalten der Umwelt zu sorgen, versucht der Mensch sich in die Naturprozesse einzumischen und mit Hilfe der entwickelten Technologien das Klima zu steuern: die Erde  zu kühlen, die Zusammensetzung der Atmosphäre zu ändern und den Zustand der Ozeane…

Der Mensch versucht das Gleichgewicht in der Natur mit Hilfe der modernen Technologien wiederherzustellen. Ist dies ein Wohl für die Menschheit oder umgekehrt, bringt das eine große Gefahr mit sich?

Antwort: Natürlich müssen wir auf diese Weise für unsere falschen Reaktionen bezahlen. Auch wenn sie seismologische Häuser bauen, die uns vor den Schlägen der Natur schützen. Aber das hilft sowieso nicht, weil wir selber diese Naturkatastrophen herbeiführen, indem wir uns falsch benehmen.

Wir sollen verstehen, dass sich die Gedanken und die Verlangen des Menschen auf dem obersten Niveau aller Kräfte im All befinden. Deswegen fügen wir der Natur nur mit Hilfe unserer Gedanken, Verlangen und Absichten den größten Schaden zu.  

Der Mensch ist der Träger der negativen Kraft in der Natur, weil er nur von der Kraft des Nehmens geleitet wird. Deswegen müssen wir uns mit der Kraft des Gebens ausbalancieren. Auf eine natürliche Art und Weise handelt jeder Mensch in der Gesellschaft so, dass er alles für sich bekommen möchte. Im Verhältnis dazu müssen wir in uns die Fähigkeit zu geben entwickeln. Dann wird sich zwischen uns eine Balance einstellen, die von der Menschheit auf die gesamte Natur übergeht.

Frage: Nehmen wir an, wir fangen an uns gut zueinander zu benehmen und zwischen allen Menschen und Völkern wird die Liebe und das Geben herrschen. Die vollkommene Idylle. Wie kann das einen Vulkanausbruch oder Tsunami stoppen?

Antwort: Unsere Gedanken und Verlangen sind auch die Kräfte der Natur. Der Mensch ist ein Teil der Natur, die Krönung ihrer Entwicklung. Worin unterscheiden wir uns von allen anderen Teilen der Natur? In der Wissenschaft, dem Intellekt, der Entwicklung der Gefühle. Es kann sein, dass diese Gefühle böse sind, sie sind dennoch höher entwickelt als bei den Tieren. Deshalb werden wir auch Menschen genannt.

Das Problem besteht nur darin, dass wir unsere Kräfte nicht richtig nutzen. Wir denken, dass wir genauso instinktiv leben können wie die Tiere; ohne die Liebe zum Nächsten zu erreichen und ohne die Erforschung unseres Einflusses auf die Welt. Das ist aber nicht richtig, weil wir zu der menschlichen Stufe gehören. Der Mensch zeichnet sich vor allem durch die Wissenschaft, den Verstand und die Gefühle aus, die uns auf den Gipfel der Pyramide erheben.

Im Vergleich zu allen anderen Niveaus der Natur: unbelebten, pflanzlichen und tierischen, welche sich instinktiv in ein System namens „Natur“ einschließen, ist es beim Menschen so, dass er sich immer weiter davon entfernt, also davon abtrennt.

Wir sind verpflichtet, mit unserer Teilnahme das System der Natur zu vervollständigen, indem wir uns mit allen zusammen in sie einschließen; indem wir unsere Gefühle, unseren Verstand, die negative Kraft unseres Egoismus´ mit der positiven Kraft ausgleichen. So werden wir eine gute Verbindung mit allen Teilen des Geschöpfes erreichen.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 911. Gespräch über das Neue Leben  

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Meine Gedanken auf Twitter, 18/11/17

#Kabbalah Wie Rabash schreibt (Band 2, Brief 15), ist der Mensch ein Egoist. Wenn er Kabbala studiert und sie wieder verlassen hat, beginnt er dagegen zu reden, weil er sich von ihr entfernt hat. Je höher man fliegt, umso tiefer fällt man. Also seid nicht überrascht über die ehemaligen Freunde, die jetzt die Kabbala kritisieren. Das ist ein Gesetz der Korrektur!

#fascism Wie die Kabbala vorhersagte, steigt der Faschismus in unserer Zeit auf natürliche Weise an. Aber wenn wir Anstrengungen in der Erziehung unserer Generation unternehmen, ist es möglich den Faschismus ins Gegenteil zu kehren – den Sozialismus. Nicht auf die sowjetische Art, sondern eine, die bewusst aufkommt als Ergebnis der gesellschaftlichen Erziehung.

Zwei Arten der Verhüllung: 1. Einfache Verhüllung – man hat ein Gefühl und stimmt deshalb der Verhüllung des Schöpfers zu, man bittet nicht um Enthüllung, sondern um Anhaftung, so erfreut man den Schöpfer. 2. Doppelte Verhüllung – man fühlt nicht, dass die Verhüllung vom Schöpfer kommt, und deshalb kann man nicht um Hilfe bitten.

#light Unser Geist kann nicht verstehen wie man den Schöpfer beschenken kann ohne zu empfangen, da keine Bewegung ohne Eigennutz möglich ist. Aber diese Eigenschaft zieht das Licht an und dann fühlt und versteht man bereits den Schöpfer. Um das Licht anzuziehen, muss man sich anstrengen bis zur Verzweiflung und dann den Schöpfer bitten. 

#light Die ganze Schöpfung besteht aus 1. dem Wunsch zu geben (Licht) und 2. dem Wunsch zu genießen (Gefäß). Änderungen sind nur in der Absicht des Gefäßes möglich; um zu geben für sich selbst oder für den Schöpfer. Die Füllung des Gefäßes mit Licht geschieht dann wenn ihre Absichten zu genießen zum Wohl aller anderen ausgerichtet sind. 

#revelation Die Enthüllung des Schöpfers offenbart sich durch seine abwechselnden Verhüllungen und Enthüllungen – um herauszufinden, dass es keine andere Kraft neben Ihm gibt. Es gibt keinen Raum, der frei von Ihm ist. Ich bin ein schwarzer Punkt, von dem aus dies enthüllt werden kann. Diesen Zustand nennt man Anhaftung, die Absicht sich zu entwickeln.

Die Schwierigkeit besteht nicht darin, sich nur um den Schöpfer zu kümmern anstatt um sich selbst, sondern in dem Gefühl, als ob ich diese ganze Welt verlassen würde, aber den Schöpfer nicht fühle. Ich würde alles aufgeben, um mich mit Ihm zu verbinden. Deshalb ist das Allerwichtigste, das Gefühl zu erlangen, dass der Schöpfer die ganze Welt ausfüllt.

 

Aus Twitter, 11/18/17



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Die Geburt der Seele und ihre spirituellen Eltern

Frage: Wie geschieht die Geburt der Seele? Was sind spirituelle Eltern?

Antwort: Die spirituellen Eltern sind Aba we Ima (Vater und Mutter), Eigenschaften, die Sefirot Chochma und Bina.

Das höhere Licht steigt aus der Welt der Unendlichkeit hinunter und erschafft fünf Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira und Assija, die man in Form von Kreisen darstellen kann. Innerhalb dieser wird noch ein zusätzliches Parzuf gebaut, genannt  Adam.

Adam HaRishon wird in der Welt Azilut geboren, die folgende Parzufim einschließt: Atik, Arich AnpinAba we Ima, dann  Seir Anpin und Malchut, die man SON (Seir Anpin und Nukwa) nennt.

Der Parzuf Aba we Ima sind Vater und Mutter, aus denen Adam HaRishon geboren wird. Nach der Geburt steigt er an seine Stelle in Malchut hinunter. Das alles geschieht unter Einwirkung des höheren Lichtes.

Und dann will der Wunsch, genannt Adam, bis zum endlichen Zustand, zu der vollen Korrektur  der vollen Ähnlichkeit mit dem Schöpfer (der grüne Pfeil) hinaufsteigen, der auch die Unendlichkeit heißt.

Aber wenn Adam versucht, in diesen Zustand hinaufzusteigen, erscheinen in ihm sofort versteckte Schlangen.

Normalerweise sitzt die Schlange tief innerhalb des Wunsches, nichts interessiert sie. Aber wenn das höhere Licht, das gegen sie gerichtet ist, auf sie einwirkt, wacht sie sofort auf. Es entsteht ein sehr interessantes Bild: auf der einen Seite ist das höhere Licht und auf der anderen die Schlange. Das heißt zwei Gegenpole.

Infolgedessen fällt die ganze Konstruktion von Adam nach unten (der blaue Pfeil) in die Zustände, die unter dem Parssa heißen, wo sich die reinen Welten Brija, Yezira und Assija und ihnen gegenüber auch die unreinen Welten von Brija, Yezira und Assija (Egoismus, Klipa) befinden.

Die Seele, die aus ihrem niedrigsten Zustand geboren wird, genannt „Fall der Seele“, kommt in den Raum zwischen den reinen und unreinen Welten.

Also ist die Seele ein Wunsch, es gibt nichts anderes in ihr. Sie wurde von ihren Eltern Aba we Ima geboren und heißt Adam vom Wort „Ähnlichkeit“ (dome) mit dem Schöpfer, welche sie in der Zukunft erreichen muss. Als sie gewünscht hatte, hinaufzusteigen und dem Schöpfer ähnlich zu werden, erschien die Schlange in ihr, in Beziehung zum höheren Licht, deshalb ist sie in die erschaffenen reinen und unreinen Welten gefallen und fing an sich in ihnen zu entwickeln.

Von hier ab haben wir drei Linien: die linke (blau auf der Abb.), die rechte (grün), und die wichtigste mittlere (rot).
Wenn alle drei Linien miteinander arbeiten, heißen sie „die Seele“ (die gelbe Farbe auf der Abb.). Eine kann nicht ohne die andere existieren.

Frage: Müssen die dunklen Welten gegenüber den reinen Welten unbedingt existieren?

Antwort: Ja. Außerdem existiert alles eben gerade dank den unreinen Welten. Wir unterschätzen die Selbstsucht. Ohne Schlange wäre es unmöglich irgendetwas zu machen. Dank der Methode, die Tora heißt, vom Wort „die Lehre“, „das Licht“ (Horaa, Or) können wir von der Schlange ihre getrennten, richtigen Teile isolieren, sie korrigieren und weiter gehen.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 14/05/2017

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Meine Gedanken auf Twitter, 19/11/17

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Wenn wir das Gefühl haben, dass wir wie ein einziges Kraftfeld zusammen sind (#together), dann verbindet sich jeder auf Augenhöhe, jeder schließt den anderen ein- infolgedessen füllen wir diesen Bereich so kompakt mit Verbindungen, dass er zu einer stabilen Ebene wird, auf der wir den Schöpfer offenbaren. Der Eintritt in die Spiritualität (#spirituality) ist wie das Abheben vom Boden. Du brauchst eine Kraft, um dich trotz der Schwerkraft zu halten. Die Schwerkraft ist die Macht unseres Egos, die uns immer wieder herunterzieht. Die Kraft, die uns hochzieht, ist die Kraft des Schöpfers, die wir durch die Gruppe anziehen.

Die Verhüllung des Schöpfers weist die Schwachen zurück, bringt aber diejenigen näher, die erkennen, dass sich der Schöpfer absichtlich verbirgt, so dass man sich unabhängig davon an Ihn heftet. Wenn jemand unfähig ist, bittet er und erhält eine Verbindung mit dem Schöpfer. So ist das System des Schöpfers. #God

Von Twitter, 19/11/17



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Es gibt kein Heimatland

 

Frage: Die Regierung von Katalonien will die Unabhängigkeit von Spanien erreichen. Was veranlasst sie, sich zu trennen und sich in kleine Königreiche aufzuteilen?

Antwort: Das ist natürlich! Sagen wir, heute gibt es 200 Nationen in der Welt. Wenn das so weitergeht, wird diese Zahl in ein paar Jahrzehnten 250 oder sogar 300 erreichen. Daran habe ich keinen Zweifel.

Kommentar: Im Gegenteil dazu sagen die Futuristen, dass sich die Menschen in größeren Städten zusammentun werden.

Antwort: Nein, es wird dort keinerlei Vereinigung geben! Wie in der Vergangenheit wird es Festungen geben, Stadtstaaten, die von geschlossenen  Befestigungen umgeben sind. Diese Gegensätze zur Einheit wird es in jedem Land geben: der Norden gegen den Süden, der Westen gegen den Osten. Sie werden sich in Sippen oder irgendwelche anderen Unterteilungen aufspalten. Warum geschieht dies? Der Egoismus wächst und fordert für sich einen getrennten Bereich ein. Aus diesem Grund werden wir zur Einheit in der Familie zurückkehren. Darüber hinaus wird jeder seine eigene Wohnung haben, eine Festung mit kugelsicheren Scheiben. Ich werde in meinem Zuhause sitzen, ein Fenster öffnen, und eine Drohne wird hereinfliegen und mir eine Pizza mit Coca-Cola liefern und dann wegfliegen.

In der Zwischenzeit werde ich an meinem Computer sitzen und von nichts irgendetwas wissen wollen. Lass mich in Ruhe, das ist mein Revier, das ist mein Königreich. Ich stelle das allervollkommenste Bild dar, das es geben kann, wo ich das Parlament bin, ich der Regierungschef bin, ich bin alles.

Frage:  Also alles hat seinen Wert verloren? Es gibt nur mich und meinen Egoismus, das wars? Ich glaube niemandem, ich möchte nicht in ihrer Umgebung sein, ich hasse sie.

Antwort: Das ist die beste Regierungsform!

Frage: Ist das ein reales Bild?

Antwort: Im Prinzip ja. Aber wir möchten es nicht erreichen, die Natur wird es uns nicht erlauben; sie hat ihre eigenen Pläne.

Frage: Mit anderen Worten, die Menschen werden sich trennen, aber was wird als nächstes passieren?

Antwort: Bevor dies geschieht, wird es einen Kollaps geben. Wenn die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt hätte, würde dies für immer so weitergehen. Aber die Natur hat einen Plan, den sie uns immer vor Augen führt  und der uns von ihrem Ende her unter Druck setzt. Deshalb werden wir uns nicht gegenseitig vernichten können.

Frage: Was wird dann geschehen?

Antwort: Wir werden gezwungen uns zu vereinigen! Zum Glück gezwungen mit einem Stock!

Wenn es kein Schöpfungsziel gäbe, in dem wir praktisch bereits existieren, und wenn die Rückführungsprozesse nicht von dem, was wir als Leiden wahrnehmen, zu uns kommen würden, dann gäbe es Chaos. Die Dinge, die sich Wissenschaftler, Philosophen und Psychologen heute vorstellen, sind alles Produkte ihres Mangels am Verständnis des Zieles und dem Programm, das die Natur festgesetzt hat.

Somit würde Katalonien, auch wenn es sich jetzt trennen würde, überhaupt nichts Gutes tun. Später werden alle Grenzen sowieso aufgehoben. Die Regierung von Katalonien wird niemanden zu beherrschen haben, weil die Menschen von Katalonien der Regierung und allem anderen gegenüber vollkommen gleichgültig sein werden.

Auf der anderen Seite sehen wir den Prozess, der sich enthüllt; die Menschen kümmern sich nicht darum wo sie leben.

Frage: Also verschwindet das Konzept des Heimatlandes, es wird ausradiert?

Antwort: Welches Heimatland? Wer oder was kann als Zuhause angesehen werden? Das Land? Aber es gibt überall anderes Land. Die Menschen? Das Gleiche. Die Kultur? Sie ist allen gemein.

Frage: Ist es vom Standpunkt der höheren Vorsehung aus korrekt, sich von diesen Vorstellungen wie mein Platz, meine Heimat, ich werde hier leben, ich werde hier sterben usw. zu lösen?

Antwort: Alle Nationalitäten, Nationen und Regierungen werden ausgeglichen sein; alles wird sich auflösen.

Frage: Was werde ich Heimat nennen?

Antwort: Eine gute Umgebung und das ist alles.

 

Aus KabTV’s “Neues von Michael Laitman” 9/7/17

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Was ist eine Seele und wie entwickelt man sie?

Frage: Was ist die Seele und wie entwickelt man sie?

Meine Antwort: Die Seele ist das Verlangen zu geben, der Körper das Verlangen zu empfangen. Hier gibt es viele Feinheiten, in denen ein Mensch, der dies nicht an sich spürt, sich oft verwirrt.Tatsache ist, dass der Schöpfer das Verlangen geschaffen hat, Genuss zu empfangen, was der Stoff der ganzen Natur ist. Und die Natur des Schöpfers ist das Verlangen zu geben, das hat nur Er.

Deswegen, wenn wir sagen, dass ein Mensch  sich von dem Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben ändern kann, meinen wir nicht den Wunsch selbst, sondern die Absicht. Wie ist dieser gegebene Wunsch mit der Absicht für das Geben zu nutzen? Denn wir wollen immer nur empfangen.

Wir sagen oft, dass ein Mensch einem anderen etwas gibt, aber tatsächlich gibt niemand niemandem etwas – ein solcher Zustand existiert nicht in unserer Natur.

Wenn ich dir etwas gebe, bedeutet das, dass ich etwas zurückbekomme. Das heißt, es kann keinen Zustand geben, indem ein Mensch etwas von sich gibt. Weil er keine Quelle ist. Daher ist jedes Geben auf der materiellen Ebene ein versteckter Gewinn. Aber wie kann man dennoch eine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen bzw. die eigene Seele erwerben? Wie kann das Verlangen Ihm ähnlich werden, wenn es ein Verlangen zu empfangen ist?

Nur wenn man eine Absicht zu empfangen hat, aber nur um zu geben, d.h. das Empfangen muss identisch mit dem Geben sein.
Wie kann man das machen? Wenn jemand mich liebt und mir etwas geben will, dann kann ich es wirklich von ihm bekommen, mit der Absicht, ihm ein Vergnügen zu bereiten. Indem ich etwas von ihm erhalte, tue ich ihm einen Gefallen, und dies wird dem Geben gleichwertig sein.

Es gibt viele solche Fälle in unserem Leben. Wir sprechen über das Verhältnis zwischen dem großen, von allen verehrten Menschen und dem gewöhnlichen Mann. Wenn er dem Großen irgendein Geschenk gibt, und dieser zustimmt, es anzunehmen, schenkt er damit dem gewöhnlichen Menschen eine Freude.

Dabei soll es beiden absolut klar sein, was dabei geschieht: der Große empfängt, um dem kleinen Mann eine Freude zu geben, und der andere gibt, weil selbst diese Handlung ein Vergnügen für ihn ist, da er einem großen Menschen gibt.

Wir sehen, dass hier die Handlung der Absicht entgegengesetzt wird, aber dies stört nicht, weil das Wichtigste die Absicht ist. Sie bestimmt den Wert einer Handlung, ihr Wesen.

Der Wunsch des Schöpfers zu geben, zum Genuss zu führen ist unveränderlich. Der Wunsch der Schöpfung auf allen Ebenen, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen, ist es, nur zu bekommen!
Unbelebtes, pflanzliches und tierisches Verlangen wird „Natur“ genannt und existiert in allen Menschen.
Der Wunsch, auf Kosten der anderen zu genießen, wird Egoismus genannt. Und dabei genießen wir nicht, weil es für unser Überleben auf der tierischen Ebene notwendig ist, sondern weil der „böse Mensch“ in jedem von uns genießt, indem er den anderen demütigt.

Als Egoismus wird also nicht etwas bezeichnet, was wir tun müssen, weil die Natur uns dazu zwingt, sondern der Wille, andere zu unterdrücken, sich über sie zu erheben. Dies ist die böse Natur, die nur für den Menschen charakteristisch ist.

Wenn ich mich über den Wunsch zu dominieren und andere auszunutzen erhebe und ihn in das Geben an andere verwandele – sie nicht für meine Eitelkeit ausnutze, sondern mich ihnen gegenüber zwinge, ihnen wirklich zu geben, zurück zu geben, Genuss zu schenken, zu füllen – dann werden diese Wünsche, korrigiert vom Bösen zum Guten, Seele heißen.

 

Aus der Lektion in russischer Sprache, 21.05.2017
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Und sie werden lernen, den Herrn zu fürchten

Tora, Deuteronomium, 5.Mose, 31,12 – 31,13: Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt, damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen zuhören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

Furcht vor dem Schöpfer trägt den Menschen, besonders während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Und im Land Israel erreicht die Qualität der Furcht eine andere Stufe. In der Wüste gab es die Furcht, ob es möglich wäre, den Egoismus für seinen eigenen Nutzen zu unterlassen, aber im Land Israel gibt es eine gänzlich andere Qualität: ob es möglich wäre, den Egoismus für das Geben zu nutzen und die Liebe zu anderen. Hier geschieht die Umkehrung im Nutzen des Egoismus.

Deshalb warnt Moses das Volk: es ist nicht nur sehr schwer zu tun, es ist auch schwer vorstellbar, wie es zu tun ist. Ich kann mir selbst nicht verbieten zu genießen. Wird es mir möglich sein, dem Schöpfer zuliebe zu genießen? Es ist viel einfacher, es zu verbieten.

Frage: Es steht geschrieben: “Versammlung des Volks: die Männer, die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt“. Was bedeutet das?

Antwort: Das sind alles innere Qualitäten des Menschen. Lass sie auf Moses` Warnungen hören, weil  jede ihre eigene Korrektur durchmachen muss. Nur danach kannst du das Land Israel betreten und anfangen, mit deinem Verlangen „um des Gebens willen“ zu arbeiten.

 

aus: KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 23.1.2017

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Die kommende Formation  – die Vereinigung der Menschheit

Frage: Die materielle Arbeit, die uns ernährt, wurde vom Schöpfer erschaffen. Hat dies Geltung, um den Egoismus des Menschen, den bösen Trieb, zu korrigieren?

Meine Antwort: Natürlich, materielle Arbeit wurde vom Schöpfer erschaffen und im Laufe der Evolution weiterentwickelt, um uns der Korrektur näher zu bringen. Die Korrektur besteht jedoch nicht in der physischen Arbeit. Im Laufe der Evolution ist die Menschheit durch verschiedene soziale, politische und staatliche Entwicklungen gegangen, um zum jetzigen Zustand zu gelangen, wo die Welt zum ersten Mal seit tausenden Jahren ihre egoistische Entwicklung erlebt.

Aber heute geht es zu Ende. Geld wird allmählich seine Macht verlieren. Arbeit verliert ihren Wert, und es wird immer weniger Arbeit geben. Dementsprechend wird die Grenze zwischen Reichen und Armen, Starken und Schwachen verschwinden und  Hierarchien nehmen ab. Alle möglichen Ausschreitungen, die der Egoismus in der menschlichen Gesellschaft erschaffen hat, werden verwischen und an Wert verlieren. Darum wird die gewichtige Bedeutung von „Arbeit“, die auf Selbstsucht aufgebaut war, verschwinden.

Frage: Wird es weiter Arme und Reiche geben?

Meine Antwort: Nein. Jetzt gibt es noch diese Unterteilung der Bevölkerung, dass  aus der ganzen Menschheit vielleicht nur mehrere Tausende Menschen reich sind, und alle anderen arm. Das heißt, eine kleine Gruppe von Menschen wird an der Spitze sitzen und die restlichen Milliarden ganz unten. Aber die Menschheit wird  so nicht leben können.

Wir sprechen nicht über Sozialismus, Kommunismus, Gegensätze und dergleichen, denn die Natur wird uns selbst zur Verbindung treiben. Deshalb durchleben wir die Zustände der unterteilten Menschheit, damit wir verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Gemäß der Wissenschaft der Kabbala wird uns die Natur zur Erkenntnis bringen, dass die nächste Formation, die nächste Entwicklungsstufe, die Vereinigung der Menschheit ist, zu gleichen Bedingungen, weil Vermögen, Ego, Gehalt, nicht als Maß für den Erfolg stehen werden.

Für den Erfolg werden andere Rahmenbedingungen gelten. Er fließt aus der Hierarchie heraus nicht von unten nach oben, sondern von außen nach innen. Derjenige, der mehr für die Verbindung arbeitet, wird eine höhere Energie aus der Natur empfangen, einen besonderen Zustand, Harmonie, die Ähnlichkeit mit der Höheren Natur.

Diese Menschen werden wirklich groß, mächtig und reich werden. Aber das geschieht nur dann, wenn sie verstehen, dass der Reichtum die  Verbindung zwischen ihnen bedeutet. Die Aufmerksamkeit des Menschen wird sich auf die Arbeit für die Verbindung fokussieren. Und das wird eine echte Arbeit sein.

Frage: Aber der Wert, ob man glücklich ist oder nicht, bleibt?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Darüber hinaus bleiben die Höheren und die Niederen. Aber sie werden nach anderen Kriterien bewertet, danach, wie viel man in die Verbindung investiert.

Frage: Und dann werden sie glücklicher sein?

Meine Antwort: Sie werden nicht nur glücklicher sein, sondern auch respektiert und verehrt. Und dies wird zur Konkurrenz antreiben.

Frage: Was ist mit der Filmbranche, Theater, bleibt das?

Meine Antwort: Selbstverständlich. Alles bleibt, was in sich ein spirituelles Potenzial tragen kann, einschließlich der Kunst, die die inneren Impulse des Menschen zum Ausdruck bringt.

Und alles andere wird nur in dem Maße existieren, dass wir genug zum Anziehen haben, unseren Körper gut versorgen und ihm Schutz geben können.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 18.12.2016

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Das Gesetz vom Management der Welt, Teil 1

Unsere ganze Wirklichkeit ist vollkommen dem Gesetz unterworfen und wird, gemäß der Weisheit der Kabbala, durch das alleinige Gesetz der Höheren Kraft, die Natur genannt wird, kontrolliert. Wir nennen diese Höhere Kraft auch der Schöpfer, weil er tatsächlich das gesamte Universum erschaffen hat.

Die Natur dieser Kraft arbeitet allein zum Wohle ihrer Geschöpfe; das heißt, sie ist absolut gut. Aber wenn wir das nicht sehen, liegt hierin der einzige Grund, warum wir den Schöpfer nicht verstehen können.

Kabbalisten sind Menschen, die diese Höhere Kraft erforschen und ihre vollkommene Güte offenbaren. Und selbst gewöhnliche Naturforscher sehen, dass, obwohl jeder den anderen in der Natur verschlingt, alles besonderen Gesetzen unterliegt und letztendlich der allgemeinen Entwicklung aller erschaffenen Wesen zugute kommt.

Die moderne Wissenschaft zeigt, dass die Natur allumfassend und ganzheitlich und alles darin  vollkommen miteinander verbunden ist. Nichts kann aus diesem Rahmen  herauskommen. Alle Zellen und Systeme arbeiten in Harmonie zusammen, wie in einem gesunden Körper, und bereiten alles auf ein höheres Ziel vor, das über unserer gewöhnlichen, körperlichen Existenz liegt. Wir finden dieses Gesetz in allen Formen der Natur und auf allen Ebenen.

Das Wissen dieser Gesetze ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Existenz. Die unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere handeln nach ihren Instinkten, sie spüren die Ordnungen der Natur und führen sie unbewusst aus, beim Menschen hingegen ist es viel komplizierter.

Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Unsere Instinkte sind nicht stark genug, um unser richtiges Verhalten zu garantieren, obwohl wir uns nur von ihnen leiten lassen. Und das alles, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und daraus rühren alle Schwierigkeiten.

Bei allem also, was mit der sozialen Ordnung zu tun hat, funktionieren Instinkte nicht mehr. Sie werden nicht länger durch die Natur reguliert.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie sind mehr oder weniger verständlich und bereiten uns keine Probleme. Aber in allem, was die Gesellschaft betrifft, wie das Verlangen nach Reichtum, Macht und Wissen, sind wir sehr verwirrt. Unsere inneren Instinkte sagen uns nicht, wie wir uns hier verhalten sollen.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie gehören zur tierischen Stufe, und deshalb können wir uns in diesem Bereich auf unsere Instinkte verlassen, sie sind wie bei allen anderen Tieren inhärent.

Aber in Bezug auf die rein menschlichen Wünsche müssen wir die richtige Richtung für unsere Entwicklung finden. Ansonsten erweisen sich sowohl Geld und Macht als auch Wissen als Ursache für all unsere Probleme. Durch die tiefgreifende Entwicklung unseres Verstandes erfinden wird die Waffen für unsere eigene Zerstörung.

In den früheren Jahrhunderten alter Geschichte entwickelte sich der Mensch instinktiv wie ein Tier. Unser Egoismus trieb uns stets voran und alles war sehr einfach. Die Entwicklung ging ihren natürlichen Weg, Schritt für Schritt, von einer Manifestation zur nächsten: Sklaverei, Feudalismus, Kapitalismus, und auch der Egoismus wuchs.

Aber heute ist die Zeit gekommen, in der unser Ego seine Entwicklung beendet hat und aufhörte, der Motor für die Evolution zu sein. Er scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben und es gibt nirgendwo einen weiteren Weg. Deshalb kommt alles in den Prozess der Stagnation: Wissenschaft, Produktion, junge Leute, die nicht heiraten und  keine Kinder wollen.

Es gibt eine allgemeine Ermüdung, weil ein Mensch fühlt, keine Antwort auf die Hauptfrage zu bekommen: “Wozu lebe ich?“

Schließlich wussten wir während der vergangenen Jahrtausende, in welche Richtung wir uns entwickelten und unser Egoismus verlangte nicht mehr als nötig. Er hatte sehr reale Bedürfnisse: eine gute Familie, ein Beruf, Kinder und Geld und wir entwickelten uns entsprechend dieser Verlangen. Heute allerdings hat unser Verlangen zu empfangen sein lineares Wachstum beendet und das ist das Problem.

In der Tat begann dieser Prozess vor fünfhundert Jahren zur Zeit des Ari: das Verlangen hörte einfach auf zu wachsen  und „verendete“. Alle Teile der Verlangen in Bezug auf die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur haben sich bis zu einer bestimmten Stufe entwickelt und müssen sich nun in der korrekten Form vereinen.

Das heißt, jetzt müssen wir uns verbinden. Wenn wir uns auf  die richtige Weise miteinander verbinden, werden wir die Eigenschaft des Gebens erlangen, die die Eigenschaft des Schöpfers ist und folglich die gemeinsame Kraft der Natur zwischen uns enthüllen. Diese Kraft zeigt sich gerade in der richtig korrigierten Verbindung zwischen uns.

 

aus: Kongress „Die Zukunft beginnt hier“ in Europa, 25.08.2017. Das Gesetz von der Führung der Welt, Lektion 1

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Die Illusion unserer Welt

Frage: Hat der Krieg eine spirituelle Wurzel?

Antwort: In unserer Welt hat alles seine spirituelle Wurzel, ansonsten würden diese Objekte gar nicht existieren. Die Kräfte, welche aus der spirituellen Welt runtersteigen, aus dem höheren System der Lenkung und der Verbindung der Kräfte, haben sich allmählich materialisiert und sind in unserer Welt als verschiedenste Objekte vorhanden.

Deswegen wurde gesagt: “Es gibt keinen Grashalm in unserer Welt, der ohne den Einfluss der höheren Kraft ist, die ihn schlägt und zu wachsen zwingt.“ Das ist natürlich.

Die höheren Kräfte steigen aus der Welt der Unendlichkeit über die Welten von Adam Kadmon, Azilut, Brija, Jezira und Assija herunter, kommen bis in unsere Welt und materialisieren sich hier.

Wenn wir von der höheren Wurzel gegenüber seinem Zweig in unserer Welt sprechen, ist das sehr schwer zu erklären, weil dieses System sehr verzweigt ist. Zum Beispiel, wie kann man ein Glas oder die menschliche Hand den höheren Objekten angleichen? Mehr noch, in unserer Welt existieren sie nicht! Das sind nur die Kräfte, welche die Objekte in unseren Verstand malen, in unsere Empfindungen. Uns scheint aber, dass dies materielle Objekte sind. Es ist eine Illusion.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 7/9/17

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