Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Aus dem Unterricht „Vorbereitung zum Kongress in New Jersey“

Wir beginnen bereits zu fühlen, dass unsere Welt sich in einer Sackgasse befindet und in einer Krise steckt. Der Grund dafür ist, dass uns die Natur zu einer größeren Einheit drängt, zur Verbindung in ein System gegenseitiger Abhängigkeit von Menschen, Gesellschaften und Staaten.

In den letzten 50 bis 60 Jahren baute die Menschheit viele internationale Systeme und transkontinentale Konzerne auf, die sich plötzlich in der ganzen Welt rasant ausbreiteten. Sie überschritten Staaten und Grenzen bei ihren Aktivitäten und Interessen.

Andererseits werden Politiker und Völker immer egoistischer und können nicht kooperieren, ohne sich als ein Ganzes zu verhalten. Es stellt sich heraus, dass die Welt in eine sehr schwere Krise, so wie es sie noch nie zuvor gegeben hat, gestürzt ist.

Einerseits zwingt uns die Natur durch finanzielle und industrielle Systeme in ein Gesamtsystem, in die integrale Welt. Wir weigern uns aber, integral zu sein: Jede Nation fühlt sich eigenständig und möchte von niemanden abhängig sein.

Genau hier bricht eine große Krise aus, zu der es keine Lösung gibt. Die Welt tritt in eine globale Konfrontation ein. Baal HaSulam schreibt, dass wir keine andere Wahl haben, als zu erkennen, dass der menschliche Egoismus für alles verantwortlich ist, und wir sind verpflichtet, eine Vereinigung zu erreichen.

Der Egoismus bremst uns aus, wir müssen uns aber darüber erheben, wie uns die Methode der Kabbala lehrt. Wenn wir diese Methode anwenden, werden wir Erfolg haben. Ansonsten haben wir einen sehr langen Weg des Leidens vor uns.

Amerika fühlt diese Krise viel stärker als andere Länder. Daher besteht die Aufgabe des bevorstehenden Kabbala-Kongresses in New Jersey im Mai darin, wirklich zu fühlen, dass wir nicht durch ferne Kontinente getrennt sind, sondern zu einem System gehören, das höher ist als Geographie, Geschichte, verschiedene Sprachen, dass wir Teile eines Körpers, einer Seele sind.

Aus dem Unterricht  nach „Talmud der zehn Sefirot“

Alles hat seine Zeit, aber Israel beschleunigt die Zeit. Ich möchte daher dem Schöpfer zuvorkommen und als erster zu unserem Treffen kommen. Deshalb habe ich es so eilig.

Alles ist bereits festgelegt und vorgegeben, auch ich verletze nicht das Programm des Schöpfers – ich möchte einfach nur Ihm zuvorkommen. Genau dadurch, dass wir die Zeit beschleunigen, zeigen wir unser Streben und unsere Liebe.

Aus dem Unterricht nach Artikel „Shamati Nr. 190“

Der Auszug aus Ägypten ist vorerst bloß ein Auszug, aber kein Eintritt. Der Eintritt in die spirituelle Welt hat zur Bedingung die Überquerung des Endmeeres, die Aufnahme der Bürgschaft, die Gabe der Tora und das Zerbrechen des goldenen Stieres. Das ist ein kompletter Vorgang.

Die Freiheit kommt erst nach der Gabe der Tora, dem Zerbrechen des goldenen Stieres und dem Eintritt in die Wüste, d.h. nach dem Beginn der Enthüllung der Stufen von Bina. Bina heißt „Freiheit“. Der ganze Vorgang, der in der Wüste Sinai stattfindet, symbolisiert das Erreichen der Freiheit. Wir erheben uns höher und höher über unser Verlangen für uns selbst zu genießen, und dadurch erlangen wir die Freiheit vom Todesengel.

 

Aus dem Morgenunterricht von 08.04.2018

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In der Welt der komplizierten Beziehungen

Frage: Warum können sich in unserer Welt Menschen, die sich unähnlich und entgegengesetzt sind, ergänzen und verbinden?

Antwort: Da wir in dieser Welt sehr verwirrt sind, ist es sehr schwierig zu sagen, wie wir uns genau verbinden: in der Ähnlichkeit oder nicht. Es ist von den Qualitäten abhängig, die uns miteinander verbinden.

Wenn ich das höchste spirituelle Ziel erreichen möchte, verlieren unsere tierischen Eigenschaften an Bedeutung für mich. Ich achte nicht auf die entgegengesetzten Qualitäten meines Freundes, sondern betrachte sie als Notwendigkeit für meine innere Arbeit, um verschiedene Gegensätze und Probleme zwischen uns zu überwinden.

Ich kümmere mich um die Absicht, das Hauptziel zu erreichen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 26.11.17

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Kabbala Blitz Tipps

Frage: Gibt es irgendwelche Objekte in der Schöpfung, bei denen der Schöpfer aufhört zu handeln und sie keine Chance haben, Ihn zu erkennen?

Antwort: Jeder Mensch hat die Möglichkeit, den Schöpfer zu erreichen. Es sind nur Objekte auf den Ebenen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, die dazu nicht bereit sind.

Frage: Wenn der Schöpfer für meine Verdorbenheit verantwortlich ist, warum zwingt mich dann der gute und wohlwollende Schöpfer, dass ich mich durch das Böse entwickle, wo Er mir Gefühle des Leidens gibt?

Antwort: Das tut Er, damit du dich über das Böse, das am Anfang in dir erschaffen wurde, erhebst und das absolute Gute erreichst.

Frage: Du sagst, dass es in der Liebe darum geht, sich mehr um andere zu kümmern als um sich selbst. Wie sollte ich auf mich selbst aufpassen, um das Gleichgewicht zu halten? Ist es nicht das Prinzip der Liebe in der Kabbala, dass ich mich selbst, andere und den Schöpfer gleichermaßen lieben muss?

Antwort: Ich könnte sagen, dass ich mich selbst liebe und deshalb möchte ich mich aus der Knechtschaft des Egos befreien und eine vollkommene Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen. Im Prinzip ist das eigentlich eine sehr große Eigenliebe. Aber gleichzeitig unterdrücke ich meinen Egoismus mit aller Macht.

Frage: Versteht ein Kabbalist, wie der Schöpfer durch ihn handelt oder fühlt er nur die Handlung des Schöpfers?

Antwort: Ein Kabbalist fühlt die Handlungen des Schöpfers und durch dieses Gefühl versteht er Ihn. Das Gefühl kommt zuerst und dann das Verständnis.

Frage: Lohnt es sich, die Grundsätze der Kabbala auf Hebräisch auswendig zu lernen? Oder reicht es aus, sie auf Englisch zu kennen?

Antwort: Es ist möglich im Englischen, aber es ist wünschenswert, sie auf Hebräisch zu kennen, damit klar ist, woher sie kommen und warum sie so genannt wurden, weil die hebräische Sprache von der Kabbala abgeleitet ist.

Frage: Was ist mit einem Menschen passiert, der die Freunde und ihren spirituellen Zustand gespürt hat, ihre Gedanken gehört hat, und dann hört das auf? Wo ist das alles hingegangen? Schließlich verschwindet nichts. Hat sich das Gefäß erweitert?

Antwort: Sicher. Egoismus wuchs und alles, was vorher existierte, alles, was ihn mit seinen Freunden verband, ist im wachsenden Egoismus verschwunden. Aber er muss weitermachen, denn jetzt wird er in einem größeren Umfang ein Gefühl für die Freunde erreichen.

Frage: Wenn ich nicht der Schöpfer bin, wie kann ich dann völlig wie Er sein? Würde ich aufhören ein Geschöpf zu sein?

Antwort: Nein. Es ist eigens so angelegt, dass du als Geschöpf ganz wie der Schöpfer bist. So wird ein Mensch, der dem Schöpfer ähnelt, „Adam“ genannt, vom Wort „Adameh“, ähnlich dem Schöpfer. So nannten sie den ersten Kabbalisten, der dem Schöpfer ähnlich wurde.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch 19.11.17

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Schrei aus vollem Halse

Ich habe meine prinzipiellen Überlegungen im Jahr 1933 geäußert. Außerdem habe ich mich an die Generationsführer gewendet, aber meine Worte wurden damals nicht vernommen.
Obwohl ich aus vollem Halse schrie, indem ich vor dem weltweiten Ruin gewarnt habe, hat das keinen beeindruckt.

(Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Der Kabbalist weiß, dass er nicht gehört wird, dass er die Massen nicht ändern kann, weil sie von Natur aus so sind. Man kann sie nicht logisch überzeugen, weil die irdische Logik die Möglichkeit der Existenz einer Welt des Gebens und der Liebe nicht versteht. Die irdische Logik versteht nur die Bedingungen unserer Welt. Der Kabbalist aber ist verpflichtet sich an die Massen zu wenden.

Wenn ich mich an das Volk wende, indem ich uns als diejenigen anpreise, die das Licht bringen, die die Methode haben, aus der eine neue Welt und eine neue Generation entstehen kann, dann schaut man auf mich wie auf einen Narren, oder sogar wie auf einen Lügner und man empfindet Abneigung mir gegenüber.

„Was willst du von uns? Wir sind Realisten, wir wissen was wir tun. Wir wissen wie man miteinander lebt. Unsere staatlichen und gesellschaftlichen Systeme sind erfolgreich aufgebaut, und du kommst zu uns mit einer fremden Methode über Liebe und Freundschaft und mischst unsere Karten neu.“

Die Welt ist für sie wie ein Kartentisch. Sie sitzen um den Tisch herum und spielen „Poker“. Sie kennen die Regeln perfekt und wickeln sich gegenseitig um den Finger, weil das bei ihnen so üblich ist. Die Gerichte und Anwälte arbeiten für sie und auch das System der Medien. Einer frisst den anderen, wie Wölfe und Schafe. Und das ist so in Ordnung.

Plötzlich kommt jemand und sagt: “Nein, wir werden nach anderen Prinzipien leben: die Wölfe werden die Schafe nicht auffressen und die Schafe werden die Wölfe lieben und aufhören sie zu fürchten“.

Beim Anblick auf diesen Narren denken „die Wölfe“ und „die Schafe“: “Was ist uns widerfahren? Wir kennen doch unser Spiel, wir wissen wie wir vorgehen müssen. Und er will uns andere Regeln lehren.“

Unsere Methode kann und will keiner verstehen, weil die Menschen darin keine Notwendigkeit sehen. Sie möchten nur ihren Zustand ein bisschen verbessern und nicht mehr.

Frage: Wenn der Kabbalist das versteht, wieso ist er dann verpflichtet zu schreien?

Meine Antwort: Der Kabbalist ist verpflichtet zu schreien, weil er dadurch eine schnellere und starke Wirkung des umgebenden Lichtes hervorruft. Und das nähert die Welt der Korrektur an. Unter der Wirkung des Lichtes beginnt ein Teil der Menschen zu erwachen und die Welt bekommt die Möglichkeit, sich ihrer notwendigen Korrektur auf gute Weise zu nähern.

Frage: Zu wem schreit der Kabbalist?

Meine Antwort: Zum Schöpfer! Er bittet das allgemeine Licht sich anzunähern. Es wirkt entweder auf seine Generation ein, oder auf die nächste. Das ist ein langer Prozess.

 

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Die Stufen der Unabhängigkeit

Das Erreichen der Unabhängigkeit ist im Prinzip die ganze Arbeit, die der Mensch auf dieser Erde verrichten muss. Der gesamte Prozess, von dem Moment unserer Geburt in diese Welt bis zum Eintritt in die spirituelle Welt und die weitere Entwicklung der Seele bis zur Endkorrektur, ist ein Voranschreiten in Richtung Unabhängigkeit.

Die Unabhängigkeit wird in der Ebenbürtigkeit mit der höheren Kraft, dem Schöpfer realisiert. Nicht mehr und nicht weniger. Solange der Mensch die Stufe des Schöpfers nicht erreicht, Seine Kraft, die Übereinstimmung in allen Eigenschaften mit Ihm, wird er seine Entwicklung nicht abschließen können und erlangt keine Unabhängigkeit.

Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Panim Meirot uMasbirot“: Im Sohar steht geschrieben, dass dank dieses Buches die Söhne Israels aus dem Exil kommen. Und in vielen Quellen wird gesagt, dass wir nur mithilfe der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala an alle Menschen der vollkommenen Befreiung würdig werden, weil das verborgene Licht in diesem Buch das einzige Mittel ist, das fähig ist, den Menschen zu seiner Quelle zurückzuführen.

Daraus folgt, dass man nur auf diese Weise die Unabhängigkeit, die wir so ersehnen, sogar im materiellen Sinn erreichen kann. Nur auf diese Weise können wir uns von der äußeren Bedrohung befreien, die uns nie verlässt und uns jedes Mal dazu zwingt, ums Überleben zu kämpfen.

Die Möglichkeit in ihr Land zurückzukehren, wird dem Volk Israel als eine Chance für einen bestimmten Zeitabschnitt gegeben. Diese Möglichkeit wurde ihnen gegeben, um Unabhängigkeit zu erlangen. Die Unabhängigkeit hängt von der Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala für die ganze Menschheit ab.

Wir existieren innerhalb des Systems der Natur, in einem besonderen Netz, das nach seinen eigenen Gesetzen funktioniert. Man kann die einzelnen Ausformungen dieser Gesetze studieren: auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe. Die Physik befasst sich mit der unbelebten Form, die Botanik mit der pflanzlichen, die Biologie, Zoologie und Genetik mit der tierischen Form (also alles, was mit lebendigen Organismen zu tun hat).

Es gibt aber noch einen Teil, der sich auf die innere Welt des Menschen bezieht. Die Psychologie beschäftigt sich ein wenig damit, und auch die Psychiatrie. Ihre Möglichkeiten sind aber sehr begrenzt und im Prinzip bleibt dieser Bereich der Wissenschaft unerforscht.

Die einzige Wissenschaft, die sich wirklich mit der inneren Welt eines Menschen befasst, ist die Wissenschaft der Kabbala. Sie erforscht den Menschen als ein inneres System, das nach bestimmten Gesetzen funktioniert und sie erlaubt uns, diese Gesetze zu verstehen und zu benutzen, um die Natur des Menschen zu ändern und ihn auf diese Weise zu einer guten Form der Existenz zu bringen.

Wir können unseren Lebensraum dank dem Wissen über physikalische, chemische und andere Gesetze verbessern und das Leben komfortabler machen. Genauso können wir mithilfe des Wissens der Gesetze, die die Wissenschaft der Kabbala erklärt, die inneren Eigenschaften des Menschen verbessern.

Diese Gesetze ändern sich nicht und sind voll und ganz für unsere Generation vorbereitet. Das steht im Gegensatz zu den Gesetzen der Psychologie, die sich ständig ändern, d.h. morgen wird das, was heute als schädlich angenommen wird, als nützlich erklärt.

Die innere Natur des Menschen unterliegt absoluten und unveränderbaren Gesetzen. Diese Gesetze kommen von der Natur, aus der höchsten Kraft der gesamten, von uns offenbarten Natur. Sie breiten sich bis in die Tiefen der Schöpfung aus. Die Natur des Geschöpfes ist der Natur des Schöpfers entgegengesetzt.

Deswegen schreibt Baal HaSulam, dass nur mithilfe der Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala die ganze Welt aus dem Exil in die Freiheit kommen kann. Das Volk Israel soll das als erstes tun und damit allen anderen Völkern ein Beispiel geben. Das nennt sich „das Licht für die Völker der Welt sein“.  

Auf diese Weise kommen wir aus allen Beschränkungen dieser Welt heraus anstatt in ihnen gezwungenermaßen zu existieren, nur um unseren Körper zu versorgen und ihm in jedem Augenblick den komfortabelsten Zustand zu gewährleisten. Wir verbringen unser ganzes Leben mit der Versorgung des Körpers, der im Endeffekt sowieso stirbt, und dabei werden all unsere Anstrengungen vernichtet.

Wir können aber damit beginnen so mit uns selber zu arbeiten, dass wir die echten, ewigen Stufen des Daseins erreichen. Diese Stufen sind höher als die Sorgen über den tierischen Körper. Dann wird zu unserer Hauptsorge die Offenbarung der höheren Kraft und die Übereinstimmung in der Eigenschaften mit ihr.

In dem Maß, in welchem wir uns dem Schöpfer angleichen, erlangen wir die Möglichkeit ewig zu sein, genauso wie Er. Danach beginnen wir die Stufen empor zu steigen und erreichen eine noch größere Kraft der Ewigkeit und Vollkommenheit. 

Das Wichtigste ist, sich über seinen Körper, der uns nur für eine begrenzte Zeitperiode gegeben wurde, zu erheben. Wenn ich mich der Sorge um den Körper widme, beschäftige ich mich mit einer aussichtslosen Arbeit, weil ich all meine Kräfte und mein ganzes Leben in das investiere, was unumgänglich sterben wird. Das heißt, dass all meine Anstrengungen nutzlos sind. Deswegen sind wir einfach dazu verpflichtet, die Möglichkeiten, die uns die Wissenschaft der Kabbala anbietet, zu realisieren.

 

Aus der Lektion zum „Unabhängigkeitstag“, 25.04.2017

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Neuer Lebensstil

Wir haben die Gelegenheit, die Bedingungen der Letzten Generation als einen Zustand des Friedens in der ganzen Welt zu betrachten, in dem die gesamte Menschheit ihre Einzigartigkeit nur in Form von „dem Nächsten zu geben“ und nicht um „für sich zu bekommen“ genießt.
Wir sollten ein Leben aufbauen, das auf der Qualität des Gebens basiert. Dies sollte als einziger Maßstab dienen und in das Bewusstsein der Menschen eintreten. Vielleicht ist es das wert und wir sollten in unserer Generation den Versuch machen, dem Leben in dieser Form zu ähneln. ( Baal HaSulam, „Frieden in der Welt“)

Wir müssen kleine Gemeinschaften bilden, die die individuellen Prinzipien der nächsten Generation demonstrieren können. Es ist notwendig, sie zu bewerben, sodass die Menschen kommen, studieren und Kurse absolvieren. Sie sollten versuchen, diese Prinzipien in die Praxis umzusetzen und mit ihren Familien für mindestens ein paar Monate in solche Gemeinschaften ziehen.

Alle Kräfte, die sich im Menschen, in der Natur und in der Welt um uns herum manifestieren, drängen uns dazu, über unseren Egoismus hinauszuwachsen und auf einer ganz anderen Ebene zu existieren – auf der Ebene des Schöpfers, der allgemeinen Kraft der Natur, dem Altruismus. Das Problem ist, dies zu realisieren.

Dafür gibt es in unserer Welt eine besondere Gruppe von Menschen, die Kabbalisten genannt werden, die dank ihrer besonderen und unabhängigen, inneren Entwicklung den Anstoß zu einem neuen Lebensstil erhielten.
Sie untersuchen, wie das System der Organisation unserer Welt funktioniert, wie wir dazu kommen können, es für uns selbst anzupassen, um uns entsprechend verändern zu können.
Daher müssen die Massen von den Kabbalisten lernen, ihre Technik übernehmen, denn Kabbalisten realisieren dies aus ihrer eigenen Erfahrung heraus.

Aber die meisten Menschen wissen nichts darüber, sie verstehen es nicht und reagieren stattdessen auf egoistische Weise. Es handelt sich um eine besondere Veränderung in unserer Natur, eine umgekehrte Welt – sich zu verändern vom „Empfänger, der nur für sich genießt“ zum „Geber, der an alle denkt, so wie an sein einziges geliebtes Kind, an das er ständig denkt.

Praktisch ist das für den Menschen unrealistisch und nicht wahrnehmbar. Jedoch wird die Natur uns mit großem Leid bedrücken, wenn wir uns nicht freiwillig darauf zubewegen.

Die Kabbala erzählt, wie man kleine Schritte zum biblischen Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ machen kann. Versuche diese Prinzipien der Hauptgebote der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „die Einheit aller Menschen“ im Voraus zu lernen und in dir aufzunehmen, obwohl dies nicht aus deinem eigenen Willen kommt und es einen starken Widerstand dagegen gibt.

 

Aus der Fernsehsendung „Die Letzte Generation“, 23.10.2017

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Was bedeuten Träume?

Frage: Was bedeuten Träume?

Antwort: Ich hörte von Rabash und sehe selber im System der Lenkung, dass Träume in unserer Welt nichts weiter sind als eine Folge von Dingen, die wir während des Tages erlebt haben.

Manchmal gibt es prophetische Träume und ein Mensch sieht etwas aus der Zukunft. Ich hatte auch diese Zustände. Das passiert, weil wir uns von unserem Egoismus lösen und zur nächsten Stufe aufsteigen, wo alles bereits existiert: die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Wir verbinden uns mit einem Informationsfluss, in dem die Zeit nicht existiert.
Daher gibt es Menschen mit erhöhter Sensibilität, die wirklich die Zukunft vorhersagen können.
Dafür braucht man kein Kabbalist zu sein.

Frage: Wie kann man die Zukunft sehen, wenn alles vom Menschen abhängt? Gibt es sie schon?

Antwort: Sie existiert, egal, was ein Mensch tut. Ein Mensch verändert die Zukunft, aber sie ist bereits vorbereitet.

Frage: Wenn wir über das Ende einer Handlung sprechen, meinen wir damit die allerletzte Handlung der Korrektur?

Antwort: Wir meinen die allerletzte Handlung von dem, was nach dem Plan geschehen soll.

Frage: Es gibt sogar einen Grundsatz: “Wir waren wie jene, die träumen.“ Worum geht es hier?

Antwort: Wenn wir in den Zustand der vollständigen Korrektur zurückkehren, handeln wir wie in einem Traum. Wir können uns nicht vorstellen, wie sehr uns das Höhere Licht vollständig kontrolliert.

„Wir waren wie jene, die träumen“ ist ein Ausdruck aus König Davids Psalmen. Alles, was in den Psalmen steht, ist absolute Kabbala.

 

Aus der russischen Kabbala Lektion 19.11.2017

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Glückliche Pillen

Aus den Nachrichten (New York Magazine)
„Ist die moderne Realität nur durch eine erhöhte Abhängigkeit von Xanax zu ertragen“?

Steven Hayes, klinischer Psychologe der Universität Nevada, glaubt, dass Benzos eine Lücke schließen, die die Evolution noch füllen muss.

Wenn Menschen versuchen, die exponentiell wachsende Zahl von Eindrücken zu kontrollieren, mit denen sie konfrontiert werden, wird unsere Aufmerksamkeit immer unflexibler, unser Geist immer geschwätziger und dann erkennen wir, wir sind verzweifelt.

Die Menschen sind schlecht ausgerüstet, um all diese neuen Signale zu verarbeiten oder einzuordnen. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, einen modernen Geist für die moderne Welt zu erschaffen, und dieser moderne Geist muss psychologisch flexibel sein.“

Hayes sagt, dass die Menschen ohne diese Flexibilität eine Brücke – eine Pille – brauchen, zwischen dem, was die Welt hergibt und dem, womit die Menschen realistisch umgehen können.

Mein Kommentar: Die Welt entwickelt sich zu schnell und die Menschen sind einfach nicht in der Lage, mit all diesen Herausforderungen fertig zu werden. Deshalb kommen die Fortschritte der modernen Pharmakologie zu Hilfe.

Bei der Einnahme von typischen Antidepressiva muss man zwei bis drei Wochen warten, ehe man irgendeine Wirkung verspürt. Mit Xanax ist es viel einfacher: nervös sein, Pille einnehmen, ruhig werden.
Die Droge ähnelt einer Tasse Kaffee und kostet nicht einmal so viel.
Xanax trennt einen Menschen vom Problem.
Wenn das Leben ihn in der Zange hat, ist es selbstverständlich ein Segen für ihn. Dies wird solange funktionieren, bis er erkennt, dass er die Wahrheit erreichen muss. Nur dann wird er diese „schlafeinflößenden“ Methoden zurückweisen.

Er wird Xanax wegwerfen und zu einem Buch über Kabbala greifen.

 

Aus KabTv`s „Neuigkeiten mit Michael Laitman“ vom 02.08.2018

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Wenn die Kabbala den Menschen ergreift

Frage: Wenn die Methode der Kabbala den Menschen über all seine Probleme erhebt, hört dann der Mensch auf, seine Probleme auf der materiellen Ebene zu lösen? Schwebt er in den Wolken weit entfernt von der Erde?

Meine Antwort: Nein. Das kann nur am Anfang passieren, wenn der Mensch die Kabbala offenbart und sie ihn sehr ergreift. Er kommt plötzlich mit der Wissenschaft in Berührung, mit den Menschen, Büchern, der Lehre, also mit dem ganzen System, welches erklärt wie alles in unserer Welt organisiert ist. Einige Menschen lockt genau das an. Für die einen ist das eine Möglichkeit, sich über ihre Probleme zu erheben und in einen anderen Zustand einzutreten. Für andere ist das die Gelegenheit zu klären was Leben und Tod bedeuten. Und wieder andere: was geschieht mit den Seelen und ihren Kreisläufen?
Und so weiter.

Mit anderen Worten, einfache Menschen haben sehr viele Fragen, die durch die Bekanntschaft mit der Kabbala geklärt werden. Wenn ein Mensch davon ergriffen wird, kann er sogar seine Familie vernachlässigen, seine Arbeit und alles andere. Man muss hier sehr achtsam agieren, weil die Offenbarung eines solchen Systems die Menschen erschüttert.  

Deswegen wird die Kabbala nicht in jeder Generation offenbart und sie offenbart sich auch nicht so einfach. In unserer Generation darf man sie offenbaren, da die Menschheit viele unterschiedliche Zustände durchlaufen hat, sodass es heutzutage schwer ist, die Menschen für irgendetwas zu begeistern.

 

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Schöpfer – Lehrer

Frage: Kann der Schöpfer ein direkter Lehrer des Menschen sein?

Antwort: Nein. Unser Egoismus will das, er will erfassen, ergreifen, versklaven.
Der Schöpfer kann nur durch eine Gruppe, innerhalb einer Gruppe ein Lehrer sein. In dem Maße, in dem ich mich mit der Gruppe verbinde, sie betrete und mich darin auflöse,  offenbare ich in ihr die Gegenwart des Schöpfers.

Aus der Lektion in russischer Sprache, 31.12.2017

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