Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Nichts wird umsonst durchlebt

Frage: Wie kann man seinen Lebenssinn verstehen, wenn der größte Teil des Lebens ohne dieses Verständnis abgelaufen ist?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle. Alle leben so bis zu dem Punkt, wo etwas innen drin „ächzt“ und im Menschen entsteht ein Punkt der Verbindung mit dem Schöpfer. Aus diesem Punkt beginnt er zu fragen: wofür, wieso und warum. Nichts wird umsonst durchlebt, ihr müsst es durchlaufen. Alles geschieht unter dem Einfluss des höheren Lichtes.

Ihr beginnt die Bewegung hin zum Schöpfer genau von dem Moment an, wo ihr erweckt werdet. Deswegen bewegt ihr euch nach vorne, unabhängig von eurem Alter und anderen Umständen. Ihr habt immer die Möglichkeit darüber nachzudenken, irgendwo etwas darüber zu lesen, etwas zu hören.

Ich versichere euch, wenn ihr eure freie Zeit mit der Möglichkeit füllt, mit uns in Kontakt zu sein, durch uns mit dem Schöpfer in Kontakt zu sein, dann wird euch alles gelingen. Ich verspreche es euch.

 

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Gesundheit für die sozialen Netzwerke

Replik: Twitter hat eine neue Initiative gestartet: Es lädt Experten für die Entwicklung eines Modells ein, das „die Gesundheit“ dieser Plattform messen soll. Das wirft die Frage auf, was eine gesunde soziale Plattform überhaupt ist.

Meine Antwort: Ich denke für eine Antwort muss man zuerst verstehen, was der Sinn unserer Entwicklung ist. Dann erst kann man die Informationen und sozialen Plätze danach beurteilen, wie sie uns helfen, dass wir uns diesem Ziel annähern oder uns daran hindern, auf einem guten Weg zum Ziel zu kommen. Die „Diagnose“ der modernen sozialen Netze wird hart ausfallen: sie sind todkrank.

Ich kann die Enttäuschung der Gründer dieser Netze verstehen, Enttäuschung über das was die Menschen daraus gemacht haben. Das Problem liegt nicht im Internet, sondern darin, dass es vom Egoismus regiert wird. Man muss sich selbst korrigieren und nicht das Internet. Ohne dies wird uns nichts helfen. Die Menschen werden versuchen alles zu umgehen, weil sie vom Egoismus geleitet werden.

Insbesondere Twitter und auch das Internet als Ganzes müssen nur eines leisten: Umerziehung! Man muss die virtuelle Welt mit dem füllen, was für die Entwicklung von guten Wechselwirkungen zwischen den Menschen nützlich ist.

Ich bin kein Asket und bin gegen Einschränkungen. Aber die Menschen haben aufgehört zu lesen, sie haben aufgehört normale Informationen zu konsumieren, sie haben verlernt zu denken, zu analysieren, mitzufühlen. Im Grunde sind sie unglücklich und enttäuscht.

Heute macht die Mehrheit im Netz alles Mögliche, nur nicht das Wichtigste: sich mit sich selber zu befassen! Der Mensch ist verzaubert von dem leuchtenden Bildschirm und strebt nicht zu etwas Erhabenem, zu sich selbst auf der nächsten Stufe.

Die Zeit ist gekommen, das gleiche System anders zu nutzen: für den Aufstieg, für das Wohl der Menschen.

 

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Das Allgemeine und das Einzelne sind gleich

Frage: Baal HaSulam schreibt im Artikel „Die Essenz der Wissenschaft der Kabbala“, dass „das Allgemeine und das Einzelne gleich sind“. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Die Spiritualität teilt sich in Teile auf und deswegen hat jedes kleinste Teilchen des spirituellen Systems genau dieselbe Wertigkeit wie das gesamte System.

Wenn wir auch nur das kleinste Teilchen aus dem System wegnehmen, zerstören wir das gesamte System, weil sich jedes Körnchen des spirituellen Systems in absolut allen seinen Teilen befindet! Auf diese Weise kommt es beim Fehlen des kleinsten Teilchens zu einer Störung des richtigen Funktionsablaufs des Systems.

Daraus folgt, dass das Allgemeine und das Einzelne gleich sind. Also, wenn irgendeine Lücke, Auslassung oder eine Fehlfunktion vorliegen, äußert sich das im gesamten System!

Frage: Wie wird dieses Prinzip praktisch genutzt?

Meine Antwort: In der Spiritualität müssen wir ständig zur Vollkommenheit streben. Der Unterschied zwischen den 125 Stufen liegt darin, dass wir uns mehr und mehr in das integrale System einschalten.

 

Aus dem Unterricht in Russisch vom 26.11.2017

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Das Gesetz der Weltlenkung, Teil 2

Wir können unsere Verlangen nicht weiter vergrößern, jetzt muss man ihre Nutzung ändern. Die Menschheit versteht das nicht und deswegen begreift sie nicht, was mit uns geschieht.

Wir sind in eine Periode eingetreten, wo wir keine großen Verlangen mehr brauchen. Deswegen sieht die heutige Generation in ihrer Entwicklung so müde und enttäuscht aus. Die jungen Menschen sind nicht begeistert von Karriere, von Familie. Sie möchten überhaupt nicht an die Zukunft denken. Diese Zukunft ist für alle unklar.

Dies alles geschieht nur deswegen, weil in der Welt anstelle des linearen Gesetzes des Egowachstums (welches jeder einzelne für sich selbst bereits realisiert hat) ein neues Gesetz zu wirken beginnt. Das ist ein integrales Gesetz, das von uns die Verbindung zwischen uns verlangt. Jetzt wird die Entwicklung der Welt von der Kraft unserer Verbindung abhängen wie von den Zellen eines Organismus. Je mehr Güte und Gegenliebe in unseren Wechselwirkungen existieren, desto weiter werden wir voranschreiten.

Wir sehen, dass diese Tendenz auch in der Technik genutzt wird: je komplizierter die Programme und Mechanismen werden, je mehr innere Komponenten sie beinhalten, desto vollkommener werden die Geräte. Das Voranschreiten geschieht nicht dank der Vertiefung in konkrete Details, sondern dank der stärkeren Verbindung zwischen diesen Details. Die Entwicklung der Technik in den letzten Jahrzehnten basiert auf der Entwicklung der Verbindungen zwischen den Elementen.

In der menschlichen Gesellschaft sind wir nicht fähig zu solch einer Entwicklung, weil die Elemente in dieser Welt wir selber sind. Wir wollen uns nicht miteinander verbinden. Deswegen verstehen wir nicht, was das Gesetz der Entwicklung von uns verlangt. Das ist das größte Problem der Menschheit heutzutage. Dieses Problem wird durch das Unverständnis darüber hervorgerufen, dass wir in eine neue Epoche eingetreten sind. 

Baal HaSulam nennt diese Periode „die Letzte Generation“, weil die Menschen beginnen zu verstehen, dass die individuelle egoistische Entwicklung abgeschlossen ist und jeder weitere Fortschritt nur durch die Entwicklung der richtigen Verbindungen zwischen uns möglich ist. Wir sind verpflichtet  zu verstehen, dass wir zu einem System gehören, in dem die Gesetze der gegenseitigen Anteilnahme und des gegenseitigen Verständnisses vorherrschen.

Alle Menschen sollten sich als einen Organismus wahrnehmen, als Zellen oder Organe, die richtig miteinander verbunden sind. Wenn wir so eine Verbindung erbauen, spüren wir in ihr die gemeinsame Kraft, die die gesamte Natur durchdringt, welche „der Schöpfer“ genannt wird. Wir selber erschaffen dies mit unserer richtigen Verbindung und offenbaren Ihn darin.

Das ist der Auftrag des Menschen in dieser Welt  und das verlangt die Zeit von uns. Die Menschheit ist verpflichtet, sich auf solch ein Niveau zu erheben. Je schneller wir die Etappen begreifen, die schon im Programm der Natur eingeschlossen sind und sie selber realisieren wollen, desto gütiger und angenehmer wird unsere Entwicklung aussehen. Wir werden verstehen, was für ein Ziel vor uns ist und wir werden die richtige Reaktion der Natur auf all unsere Handlungen bekommen.  

Der Endzustand existiert schon in der Natur. Dort sind wir alle miteinander ideal verbunden. Solch ein System heißt „Adam“, der erste Mensch, also „ähnlich“ (dome) der gesamten Kraft der Natur: der Kraft des Gebens und der Einheit. Die richtige gegenseitige Verbindung nennt sich Liebe, bei der jeder die Bedürfnisse des anderen versteht und richtig mit ihm kommunizieren kann.

Zu lieben heißt zu wissen, wie man den anderen mit allem, was ihm fehlt, versorgt und der andere mir geben kann, was mir fehlt. So realisieren wir den gemeinsamen integralen Mechanismus der ganzen Menschheit. Man muss verstehen, dass in der Welt nichts Überflüssiges erschaffen wurde. Wenn wir das System kennen, werden wir für jeden einen passenden Platz finden, den nur er ausfüllen kann.

Wenn ein Kind mit Legosteinen spielt, bleiben bei ihm normalerweise einige Steine übrig. Dies geschieht nur deswegen, weil es nicht das ganze System kennt. Derjenige aber, der dieses System erschuf, wusste genau, wo sich jedes Teilchen verbinden soll und was seine wahre Funktion ist.

Genauso auch wir, wenn wir das gesamte System kennenlernen, werden wir verstehen, wie wichtig und notwendig jeder von uns darinnen ist. Daraus werden wir das richtige Verhältnis zwischen uns entwickeln, weil nichts Überflüssiges in der Natur erschaffen wurde.

Wenn wir verstehen, dass in Wirklichkeit das System der Natur integral ist, dass es vollkommen ist, und nur wir das nicht sehen wegen unserem Egoismus, dann nennt man solch einen Zustand „Glaube über dem Verstand“.

Ich werde nicht von dem geleitet, was ich jetzt sehe und verstehe, wie ein Kind, das ein Puzzle nicht zusammensetzen kann, sondern ich versuche den richtigen Platz für die Verbindung von jedem Detail zu finden, um sie schließlich in ein vollkommenes System zu verbinden. Das nennt sich die Arbeit „über dem Verstand“.  

Deswegen lernen wir, dass wir uns auf der Suche befinden, wir studieren die Gesetze der Natur, versuchen uns kennen zu lernen und herauszufinden, wie wir uns in irgendeiner Form verbinden können. Dabei offenbaren wir unsere Unterschiede, wie Kinder, die Teile eines Puzzles verdrehen und sie nicht miteinander kombinieren können.

Dabei muss man verstehen, dass alle „Puzzleteile“, jeder Mensch heutzutage, bereits zu seinem Endzustand herangewachsen ist und sich nirgendwo anders weiterentwickeln kann. Wenn wir Druck auf ihn ausüben und ihn zwingen werden, sich wie zuvor zu entwickeln, dann werden sich in ihm Mutationen  und bösartige Formen offenbaren.

Das ist genau das, was wir jetzt in unserer Gesellschaft und unseren Kindern sehen, weil wir ihnen nicht die Methode der richtigen Verbindung untereinander geben. Und das muss die nächste Etappe der Evolution werden. Nur indem wir die Gesetze der richtigen Wechselwirkungen studieren, werden wir daraus die Gesetze der Lenkung der Welt verstehen und wir werden fähig sein unser Leben zu stabilisieren.

 

Europäischer Kongress in Deutschland 2017 „Die Zukunft beginnt jetzt“, Lektion 1

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Die Offenbarung des Schöpfers zeigt sich in den Empfindungen

Baal HaSulam „Die Schriften der Letzten Generation“ …Das liegt daran, dass es in der Tat nichts natürlicheres gibt, als mit dem Schöpfer in Kontakt zu kommen, denn Er hat die Natur erschaffen. Tatsächlich hat jedes Geschöpf Kontakt mit seinem Schöpfer, wie geschrieben steht: „Die ganze Erde ist voll Seiner Ehre“, wir wissen oder fühlen es nur nicht.

Ein solcher Kontakt besteht die ganze Zeit. Er kommt vom Schöpfer und nicht von der Schöpfung, und unsere Aufgabe besteht darin, dass wir beginnen, das zu fühlen. Dies ist die Weisheit der Kabbala.
Per Definition ist die Weisheit der Kabbala die Offenbarung des Schöpfers den Menschen in dieser Welt. Die Offenbarung existiert nur in den Empfindungen.

Frage: Also, „Die ganze Erde ist voll Seiner Ehre“ kommt vom Schöpfer, und „wir (die Schöpfung) erkennen oder fühlen es nicht“ – von unserer Seite?

Antwort: Natürlich, jede Wanze, jedes Insekt und Blatt – alles wird direkt von dieser Kraft, diesem Feld, das Schöpfer genannt wird, gelenkt.
Aber das ist uns in unseren Empfindungen nicht gegeben. Die Natur ist eine objektive Realität, die uns als Empfindungen gegeben wird. Daher existiert das was ich fühle, und was ich nicht fühle, existiert nicht für mich. Ich kann zusätzliche Sinne erwerben und dann wird alles, was ich in ihnen fühlen kann, auch Teil der Natur sein, so wie sie sich mir gegenüber manifestiert.

Frage: Hat ein Kabbalist die Fähigkeit, seine Wahrnehmung der Realität ständig zu kontrollieren?

Antwort: Es gibt keine Menschen auf der Erde, die das nicht können, weil wir uns alle auf eine immer größere Korrektur hin bewegen. Und wenn wir in den Schöpfer eingeschlossen sind, wird alles einfacher werden.

 

Aus KabTVs „Die Letzte Generation“ 9.10.17

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Liebe zu sich selbst

Frage: Es wird gesagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das heißt, wenn du dich selbst nicht liebst, kannst du deinen Nächsten nicht lieben? Was ist Liebe zu sich selbst? Was unterscheidet sie von Selbstsucht?

Antwort: Selbstliebe ist keine Selbstsucht. Eine wahre Liebe zu sich selbst ist der Wunsch, sich in dieser Welt und im gesamten Universum korrekt auszudrücken, um das beste Ziel zu erreichen, das du jemals erreichen kannst.

Das wird nur durch die Verbindung mit anderen erreicht. Und genau dann fängst du an zu denken: „Was ist das Beste für mich? Wie sollte wahre Liebe zu mir selbst sein?“.  Sie sollte so sein, dass du die anderen liebst wie dich selbst.

Auf diese Weise erreichst du den höchsten, besten und ewigen Zustand, und die Nächstenliebe kann man als höchsten Egoismus und wahre Liebe bezeichnen.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 13.03.2018



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Gibt es kabbalistische Amulette?

Frage: Gibt es kabbalistische Amulette? Helfen rote Fäden?

Antwort: Nichts hilft! Absolut gar nichts! Das können Sie mir glauben. Versuchen Sie,  eine rote Schnur um sich zu binden und wickeln Sie sich in rote Lumpen. Nichts wird helfen!

Frage: Kann es auf psychologische Weise helfen?

Antwort: Alles kann psychologisch helfen. Sie können eine Toga nähen und sie wie im alten Rom tragen. Was dann?

Die spirituelle Psychologie kommt nur aus der gegenseitigen Beeinflussung der Gruppe. Obwohl Freunde nur in der körperlichen Welt existieren und jeder ein Egoist ist, können sie sich gegenseitig beeinflussen.

Frage: Konnten Sie in irgendwelchen Quellen die Erwähnung von roten Fäden feststellen?

Antwort: Nein. Selbst wenn es irgendwo erwähnt wäre, würde eine körperliche Erscheinungsform absolut keinen Sinn machen. Weder Baal HaSulam noch Rabash haben etwas darüber geschrieben.

 

Aus der russischen Kabbalalektion, 19.11.17

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Das wichtigste kabbalistische Prinzip

Das wichtigste kabbalistische Prinzip lautet: „Es gibt niemanden außer Ihm.“

Es bleibt das immer wiederkehrende Thema in der spirituellen Entwicklung, die auf der Offenbarung des Schöpfers beruht.

Der Schöpfer offenbart sich als der einzige, der existiert, regiert und bestimmt. Er steht in ständiger Kommunikation mit uns und sendet uns alle möglichen Gedanken und Wünsche, die scheinbar aus dem Nichts in uns aufsteigen: Plötzlich möchte ich etwas, plötzlich taucht ein Gedanke auf und ich verstehe nicht, woher er kommt.

Daher ist unsere allererste Aufgabe, uns auf die Tatsache zu konzentrieren, dass „es außer Ihm niemanden gibt“, der die Quelle von allem ist, was mir geschieht und was in mir geschieht.

Zweitens bedeutet dieses Prinzip, dass das, was ich tue, praktisch vom Schöpfer getan wird.

Drittens, wenn ich denke, dass ich selbst handle, dann täusche ich mich. Aber es gibt solche Zustände, in denen ich den Schöpfer bitten kann, mich handeln zu lassen. Wenn diese Handlungen gegen meine Natur gerichtet sind, gegen mein Ego, dann bitte ich Ihn, sie durch andere zu ersetzen.

Es ist meine Bitte, die mit der richtigen Vorgehensweise bei meiner Interaktion mit der Umwelt aufsteigen kann; und nicht die Handlung selbst, die sowieso vom Schöpfer unter dem Einfluss des höheren Lichtes kommt.

Es stellt sich heraus, dass all meine Gefühle und alles, was von mir zu kommen scheint, tatsächlich vom Schöpfer kommt, obwohl dies vor mir verborgen ist.

Jedoch kann ich mich mit meiner Umwelt verbinden und von ihr solche positiven und negativen Anregungen in Gedanken und Gefühlen erhalten, in denen ich selbst beginnen werde, etwas Zusätzliches zu dem zu erzeugen, was der Schöpfer durch mich tut. Und dann werden diese Handlungen meine sein. In diesen Handlungen, Gedanken und Wünschen werde ich ich sein.

Was bedeutet „ich“? Wann erscheint ein Mensch (Adam)? Wenn er beginnt mit seiner Umgebung zu interagieren, dann geschieht das derart, dass er von ihr die Gelegenheit bekommt, ungeachtet des Schöpfers zu arbeiten, in entgegengesetzter Form zum Schöpfer. Dann gewinnt er Kraft und handelt. Dies wird „Meine Söhne haben mich besiegt“ genannt.

Frage: Wie kann ich den gegenwärtigen Lebensprozess mit dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in Verbindung bringen?

Meine Antwort: Um dies zu tun, müssen Sie sich ernsthaft mit der Kabbala beschäftigen, denn nur die Kabbala verwirklicht das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in allen Welten.

Das Licht regiert alle Welten, den Menschen und die ganze Menschheit, und verursacht all unsere Handlungen, Fragen usw. Daher passt die gesamte Weisheit der Kabbala praktisch in ein Prinzip rein – die Schlussfolgerung, dass es keinen anderen als die einzige vereinte Kraft der Natur gibt.

 

Aus dem Kabbala-Unterricht in Russisch 19.11.17

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Feiertage aus Sicht der Kabbala

Frage: Was bedeutet ein Feiertag aus der Perspektive der Kabbala?

Antwort: Nach der Weisheit der Kabbala gibt es verschiedene Ebenen des Lichts, die zu uns herabkommen. Ihre Intensität bestimmt einen besonderen Zustand, der Feiertag genannt wird.

„Feiertag“ wird in Hebräisch „Hag“ genannt und stammt von dem Wort „Mehuga“ (Pfeil) ab, der sich ständig dreht und seine Kreise wiederholt. Anders gesagt ist ein Feiertag etwas, das sich von Jahr zu Jahr wiederholt. Es wiederholt sich in der Weise, dass zu dieser Zeit ein bestimmtes Licht herabsteigt und jeden, der darunter steht, in einen besonderen Zustand versetzt.

Es ist möglich, dass du in der spirituellen Welt im Zustand „Neujahr“ existierst, während ich mich im Zustand „Pessach“ (Passah) befinde. Man behindert sich nicht gegenseitig. Für dich ist es der eine, für mich ein anderer Zustand. Jeder hat seine eigene Zeit und seine eigenen Stufen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 31.12.17

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Wie verhalten sich Kabbalisten Feinden gegenüber?

Frage: Wie behandeln Kabbalisten Feinde? Oder gibt es für sie keine Feinde, und sie sehen in allem nur Gutes?

Meine Antwort: Der Kabbalist steht zu Feinden auf zwei Ebenen in Beziehung: auf der Ebene dieser Welt und auf der spirituellen Ebene.
Auf der spirituellen Ebene helfen Feinde.
Auf der materiellen Ebene müssen wir sie nach den Gesetzen unserer Welt behandeln. Wenn uns also jemand „anfährt“, bringen wir ihn vor Gericht. Und den Rest klären wir auf unseren spirituellen Ebenen.

Aber ich verstehe, was meinen Feind antreibt, dass all dies vom Schöpfer getan wird, damit ich auf beiden Ebenen richtig darauf reagiere.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 07.01.2018

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