Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Geheimnis des Schwarzen Lochs

Bemerkung: Die schwarzen Löcher wurden bestätigt. Dort bleibt die Zeit stehen, die Gesetze der Physik gelten nicht und die Schwerkraft ist so gewaltig das alles, einschließlich dem Licht, dauerhaft absorbiert wird.

Antwort: Die Physik unserer Welt funktioniert dort nicht.

Frage: Was bringt uns dieses Wissen?

Antwort: Das es eine Grenze für Zeit, Raum und Bewegung gibt. Es gibt dort absolut andere Gesetze, an die wir uns nicht wenden, sie nicht studieren können.

Wir können lediglich Vermutungen anstellen, dass dort alles anders funktioniert. Auf welche Weise ist es anders? Wir können noch Hunderte von Jahren leben und werden es trotzdem nicht lösen, da wir hinter den Radioteleskopen stehen, die uns dieses Bild von einem schwarzen Loch gemacht haben.

Unser Gehirn ist egoistisch und basiert nicht auf Quantenphysik, deshalb erforschen wir dieses Phänomen im Grunde genommen rein mechanisch. Deshalb wird nichts davon funktionieren.

Um diese andere Welt, die sich innerhalb des schwarzen Lochs befindet, studieren zu können, müssen wir uns komplett verändern, da es sich dort um eine ganz andere Physik handelt.

Wir haben unser Universum lediglich bis zum Rand des Übergangs zu einem anderen Weltraum erfasst. Dort ist die Grenze unserer Erkenntnis. Wir nennen es – „die Grenze“, die Grenze der Zeit, die Grenze des Raumes. All das gibt es dort nicht.

Wir wissen nicht, was in diesen schwarzen Löchern ist. Wir wissen nichts. Eines ist klar – für uns verschwindet dort alles. Es wäre interessant zu sehen, wie wir aussehen würden, wenn wir unsere Welt aus diesen schwarzen Augen betrachten würden.

Bemerkung: Das wäre tatsächlich interessant, unsere Gesetze aus der Perspektive anderer Gesetze anzusehen!

Antwort: Unterhalb dieser Lichtgeschwindigkeit würden wir sehr primitiv aussehen, dies ist der primitivste Zustand, der in der Natur existiert. Es bedeutet, dass ich völlig unter der Macht des mechanischen Lichts stehe. Ich werde von ihm unterdrückt, kontrolliert und ich bin nichts! Ich existiere nicht! Es ist so, da mein „Ich“ nicht wahrgenommen wird.

Frage: Was wird einen Menschen dazu bringen, dass sich die Welt verändert, wenn er sich verändert? 

Antwort: Wenn unsere Welt zu einem schwarzen Loch wird, in dem alles verschwindet.

Bemerkung: Wann wird die Menschheit dazu kommen?

Antwort: Wir werden durch die Erkenntnis des Bösen dazu kommen. Langsam kommen wir dazu. Deshalb spüren wir die Evolution.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 23.04.2019

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Warum passiert das ausgerechnet immer mir?

„Warum passiert das ausgerechnet immer mir?“ Ob Probleme im Job, eine plötzliche schwere Krankheit, Verlust einer geliebten Person oder ein anderer Schicksalsschlag – man fragt sich: „Was habe ich getan, um das zu verdienen?“ Ich habe es tausend Mal von Menschen gehört, die einen Rat von mir wollten

Tatsächlich ist es unmöglich, herauszufinden, warum man mit einer Katastrophe konfrontiert wird; man sollte auch nicht in der Vergangenheit nach einem Grund suchen, als gäbe es einen Zusammenhang zwischen unseren Handlungen und Belohnung und Strafe. Wenn man Vergangenheit und Zukunft kausal verbinden wollte, wäre das ein sehr vereinfachter, weltlicher Ansatz, der eher für kleine Kinder passt. Ab dem Teenager Alter jedoch ist man zu komplexerem Denken fähig.

Ich weiß nicht, warum mir bestimmte Dinge passieren – denn es hängt von der Wurzel meiner Seele ab. Jeder Zustand verändert sich in jedem Moment zu einem neuen. Was auch immer in der Vergangenheit geschehen ist hat keinen Einfluss auf die Zukunft, denn alles hängt vom gemeinsamen System ab, das die gesamte Menschheit bildet – von der gemeinsamen Seele. Alles kommt von dort zu mir; ich bin mit einer Unzahl an Variablen verbunden, die mein Schicksal beeinflussen.

Möglicherweise bestimmen weit entfernte Teile meiner Seele, was mir in diesem Moment geschieht. Umgekehrt bin ich vielleicht der Grund dafür, was mit einem anderen geschieht. Schließlich sind wir alle in der einen, gemeinsamen Seele Adams verbunden.

Auf der einfachen, körperlichen Ebene kann man meistens die Folgen einer Handlungen vorhersagen. Aber plötzlich passiert etwas und alles geht in eine unerwartete Richtung. Es geschieht, weil uns die Fähigkeit fehlt, alle Variablen in unserem Leben zu berücksichtigen. Uns scheint, als müssten alle Gründe offensichtlich sein, aber das ist nicht der Fall.

Doch was kann man tun, wenn man plötzlich vor eine schwierige Situation gestellt wird? Man sollte jedenfalls nicht in der Vergangenheit suchen, sondern mit dem Zustand arbeiten, der jetzt gegeben wird. Ein Mensch erneuert sich jeden Moment und jeden Tag. Kein Moment gleicht dem anderen. Das liegt an den spirituellen Gesetzen. Die Auslöser kommen von der spirituellen Welt zu uns und haben keine Verbindung mit unseren Handlungen in dieser Welt.

Dies zerbricht unser gesamtes bisheriges Glaubensgebäude über Belohnung und Bestrafung. Es ist ein anderes System, eine Höhere Ordnung, die unser ganzes Leben prägt.

Wenn also etwas Unangenehmes passiert, sucht man den Grund dafür nicht in der Vergangenheit. Selbst wenn man glaubt, einen möglichen Anlass gefunden zu haben, was würde es helfen? Auf dieser Grundlage würde man in Zukunft nur noch mehr Fehler machen. Es ist am besten zu sagen, dass jeder Moment von Oben kommt, basierend auf der Wurzel der eigenen Seele. Wenn man sich eine gute, anständige und schnelle Entwicklung sichern will, muss man die Wurzel der eigenen Seele beeinflussen, damit von dort gute Richtungen kommen.

Die Vergangenheit ist vorbei und in der Ewigkeit versunken; sie berührt uns nicht mehr. Im neuen Zustand suchen wir nach einer stärkeren Verbindung zu allen anderen. Solange wir uns nicht unter Menschen befinden, die sich mit der einen gemeinsamen Seele von Adam HaRishon verbinden wollen, haben wir kaum Möglichkeiten, unser Leben zu beeinflussen. Wir reagieren dann lediglich auf die Auslöser, die von der Höheren Ordnung kommen, ohne überhaupt deren Ursprung zu erahnen.

Wenn man sich mit seiner spirituellen Wurzel verbinden will, braucht man eine richtige Umgebung, damit man sich um diese Gruppe und die Menschheit kümmern und sie in Richtung Verbindung ziehen kann. Dann wird einem das System, dem man angehört und das die Quelle aller Auslöser ist, offenbart.

Wenn eine Tragödie eintritt, darf man sich also nicht selbst die Schuld geben oder sich selbst zerfressen. Stattdessen muss man den Zustand akzeptieren und versuchen, sich noch mehr mit der Gruppe zu verbinden. Dazu braucht man Menschen um sich, die ebenfalls dieses Ziel verfolgen und über sich hinauswachsen wollen.

Wir sehen, dass es in dieser Welt weder Belohnung noch Strafe für vergangene Taten gibt. Kriminelle leben ein schönes Leben, während ein einfacher Arbeiter, der sein Brot im Schweiße seines Angesichtes verdient, leidet. Wenn man hier nach Fairness sucht, lenkt man seine Bemühungen in die falsche Richtung. Man kann nichts von dieser Welt lernen, denn sie basiert auf der Falschheit.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, wie man sein Leben beeinflussen kann: Man finde sich eine Gruppe von Gleichgesinnten und verbinde sich mit ihnen. Nur durch die die Verbindung können wir die Höhere Ordnung beeinflussen. Dann wird sich die Realität für uns alle verändern.

Wir können eine solche Revolution nur mit der Höheren Kraft durchführen und brauchen dazu keinerlei Gewalt. Wenn wir uns in einem Zehner vereinigen, erwecken wir die Höhere Kraft und können die ganze Menschheit korrigieren.

Unsere Belohnung liegt in unserer vollkommenen Verbindung und unsere Strafe in der Unfähigkeit, sie zu erreichen. Was auch immer mit uns geschieht – selbst das Schlimmste, das wir uns vorstellen können – wir sollten es der Höheren Kraft zuschreiben und es für das Beste halten, weil es uns zur Liebe und Verbindung treibt. Jeder Moment ist ein neues Leben, ein neuer Zustand, mit dem wir mit unserer Gruppe arbeiten müssen. Dann werden wir alles, was uns auf dem Weg begegnet, als gut empfinden.

Wir erbauen unsere Seele in der Arbeit mit den kabbalistischen Gruppen (Zehnern). Zehn Freunde, die versuchen, sich zu vereinen („Freund“ – „Haver“ vom Wort „Verbindung“ – „Hibur“), erbauen in sich einen Mechanismus, der „eine Seele“ genannt wird. In dieser Seele offenbart sich die Kraft der Liebe und Selbsthingabe. Die Kraft, die das ganze Universum kontrolliert, enthüllt sich. Deshalb wird sie als Höhere Kraft bezeichnet. Und unser ganzes Leben mit all seinen Ereignissen führen uns zur Erreichung dieses Ziels.



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Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet

In den Nachrichten (aus Science Daily): „Entdeckungen werfen ein neues Licht darauf, wie das Gehirn verarbeitet, was die Augen sehen“ –  Forscher, am Zentrum für Molekular- und Verhaltens-Neurowissenschaften an der Rutgers Universität in Newark, haben die Notwendigkeit erkannt, ein neues Rahmenwerk zu entwickeln, für das Verständnis der „Wahrnehmungsstabilität“ und wie wir die Welt wahrnehmen durch deren Entdeckung, dass der visuelle Eingangswert, den man während der Augenbewegungen erhält, vom Gehirn verarbeitet, aber vom Bewusstsein geblockt wird.

Mein Kommentar: Wir sind von all den spirituellen Welten umgeben, jedoch können wir diese nur bis zum Grad unserer Gleichartigkeit mit ihnen wahrnehmen. Denn alle Welten, mit Ausnahme unserer Welt, sind in der Kraft des Gebens enthalten, statt im Empfangen (Anziehung), daher empfinden wir sie nicht.

Wenn hingegen ein Mensch die Wissenschaft der Kabbala nutzt – die Methode, um sich die Eigenschaft des Gebens anzueignen, dann beginnt er in dem Maße, in dem er diese Eigenschaft erwirbt, die Höheren Welten zu spüren und fühlt seine Existenz in ihnen.

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Blitz Antworten des Kabbalisten

Frage: Ich schlafe beim Lesen von „Lehre der zehn Sefirots“ (TES) ein, wenn ich hingegen Zohar höre bin ich begeistert. Muss ich meine Bemühungen TES fortzusetzen beibehalten, oder ist das nur für Männer notwendig?

Antwort: Wenn sie eine Frau sind, können sie grundsätzlich auf TES verzichten und Artikel wie die Briefe von Baal HaSulam und Rabash lesen.

Frage: Im „Vorwort zu TES“ wird gesagt, wenn ein Mensch nach 3-5 Jahren des normalen Studiums nicht das Erforderliche erreicht hat, so wird er keinen Erfolg auf diesem Weg haben. Warum wird das Studium der Kabbala als letzte Chance erachtet?

Antwort: Das wird so gesagt, damit Menschen welche die Tora studieren wollen, auch wissen, dass die Tora einem Menschen für seine Korrektur sowie für die Offenbarung des Schöpfers in dieser Welt, gegeben wird. Wenn man also drei Jahre lang die Tora studiert hat und kein Ergebnis sieht, so bedeutet das, dass man unbedingt zur Kabbala wechseln muss.

Frage: Baal HaSulam sagte, dass in ihm die Seele vom großen Ari reinkarnierte. Ist das dieselbe Seele, oder hat er die gleiche Stufe wie Ari erreicht?

Antwort: Nein, es ist dieselbe Seele. Es wird als “ Embryo der Seele  („Ibur Neshamot“) bezeichnet.

Frage: Kabbala ist doch ein Vermächtnis, nicht wahr? Von wem erbte Baal HaSulam? Wer war sein Lehrer?

Antwort: Sein Lehrer war ein Rabbiner aus Pursov, einer kleinen Stadt, in der Nähe von Warschau. Als Baal HaSulam sah, dass er von seinem Lehrer nichts mehr lernen konnte, beschloss er Polen zu verlassen und nach Israel zu gehen.

Frage: Dank der wissenschaftlichen Herangehensweise lese ich Psalmen, Tora und kabbalistische Texte, mit der Absicht, dass ich dort nichts verstehe. Ist das in Ordnung?

Antwort: Das ist nicht in Ordnung. Ihr müsst es mit Gefühl und Verstand lesen. Es wird gesagt, dass „das Herz versteht“, d.h. es muss eine bestimmte Kombination zwischen Gefühl und Verständnis geben. Man kommt vom Verständnis zum Gefühl und vom Gefühl zum Verständnis. Das Eine kontrolliert und bestimmt das Andere.

Frage: Was Ist der Sinn ein kabbalistisches Buch zu lesen – bedeutet es das man beim Lesen mit dem Autor gemeinsame Zustände erlebt?

Antwort: Ja möglicherweise. Natürlich kannst du mit dem Autor mitfühlen, aber nur sehr wenig

Frage: Können Schüler ihr Studium sofort mit den Werken von Baal HaSulam beginnen, oder sollten sie sich ihnen erst langsam annähern?

Antwort: Ich würde mit den allgemein bekannten Artikeln, die für die breite Öffentlichkeit geschrieben wurden, beginnen. Dies sind „Die Gabe der Tora“, „Die Bürgschaft“, „Friede in der Welt“, etc.

Frage: Was bedeutet das Verschwinden der tierischen Stufe (der Tod) für den Kabbalisten?

Antwort: Nichts. Wenn mir etwas passiert, werde ich es in aller Ruhe akzeptieren. Das Einzige, was mich beschäftigt ist einen guten kraftvollen Unterricht abzuhalten, um meine faulen Schüler auf der ganzen Welt wach zu rütteln. Auf dieser Welt kümmert mich nichts mehr als das. Ich hoffe das wird für eine Weile so bleiben. Dafür lebe ich.

Frage: Darf ich die Zusammenfassung der Bücher, die ich in meinen eigenen Worten schreibe, jemandem zeigen oder soll ich sie verbrennen?

Antwort: Du kannst sie behalten. Selbst wenn jemand sie sieht oder davon hört, ist das nicht schlimm.

 Aus dem Unterricht von 10.03.2019

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Der lange Weg zur Frage nach dem Sinn des Lebens

Frage: Im Gleichnis von Schild und Schwert drückt der König seinem Sohn die Waffe in die Hand, ohne ihm vorher beigebracht zu haben, wie man sie benutzt, danach verschwindet er. Er wusste, dass sein Sohn angegriffen werden würde, warum hat er ihm dann nicht gezeigt wie man gegen Feinde kämpft? 

Antwort: Fühlt ihr euch etwa nicht wie der Sohn in dieser Welt? Spürt ihr nicht, dass ihr rausgeworfen wurdet, dass ihr hier existiert ohne zu wissen, wie, wieso und warum? Plötzlich wird euch gesagt, dass es eine Wissenschaft der Kabbala gibt, die euch helfen wird, das Gefühl für die höhere Welt zu bekommen und den Sinn eurer Existenz zu erfahren. 

Eigentlich seid ihr wirklich so verloren und ignorant. Das ist unser Zustand in der materiellen Welt. Lasst uns daher feststellen, dass wir uns tatsächlich in solch einem Zustand befinden.

Frage: Warum ist uns solch ein Zustand gegeben, in dem wir als Tiere existieren, ohne zu wissen, wo wir sind, warum und wofür?

Antwort: Bis wir zu Menschen werden, entwickeln wir uns bereits Jahrtausende lang als Tiere. Schließlich werden wieder Jahrtausende benötigt, bis in den sogenannten Menschen etwas zu entstehen und fragen beginnt: Wofür, warum, wozu bin ich, was ist der Sinn des Lebens, was geschieht mit mir vor der Geburt und nach dem Tod, was ist die Bestimmung dieses Lebens, etc.?

Es vergehen zehntausende von Jahren, bevor die Menschheit, darüber nachdenkt und Fragen stellt. In jeder Generation gibt es einen Zuwachs an Egoismus, der uns langsam weiterentwickelt. Wir denken dann gleich: „Warum ist das alles notwendig? Brauchen wir das?“ Es entstehen viele Fragen, auf die man nur sehr schwer Antworten finden kann.

Frage: Warum bekommen wir nicht gleich, bevor wir eine Frage formulieren, eine Antwort? 

Antwort: Glaubt mir, es ist nicht so einfach. Ihr werdet lange Zeit, vielleicht sogar ein paar Jahre leiden. Wenn sich diese Frage endlich in euch ausgereift hat, dann werdet ihr die Antwort darin erkennen.

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung

Michael LaitmanFragen, die ich über die Wahrnehmung der Wirklichkeit erhielt:

Frage: In dem Artikel „Introduction to the Preface to the Wisdom of Kabbalah“ (engl.), sagt Baal HaSulam: „Alle Welten, sowohl die Höhere, als auch die niedere, befinden sich im Inneren des Menschen“. Besagt die wahre Bedeutung dieser Worte, dass die gesamte Wirklichkeit nur in unserer Vorstellung existiert und mit unseren Sinnen (Gefäße zur Erkenntnis) wahrgenommen wird?

Antwort: Ja.

Frage: Wenn dem so ist, sind physische Körper dann überhaupt real?

Antwort: „Real“ ist, was ich wahrnehme.

Frage: Aber wir haben stets gelernt, dass sich die Seele durch alle ihre Zustände hindurch in dem bedeutungslosen physischen Körper befindet.

Antwort: Das habe ich nie gelehrt. Möglicherweise habe ich über den Körper der Seele gesprochen (nicht über den physischen Körper) – dem Parzuf oder Kli, und die Seele ist das Licht darin.

Frage: Wenn wir das akzeptieren, bedeutet es dann nicht, dass alles um uns herum (einschließlich unserer Freunde und Familie) nicht wirklich existiert, sondern nur ein Produkt unserer Vorstellung ist?

Antwort: Ja. Allerdings müssen wir, anstatt uns Dinge vorzustellen, den Zustand erlangen, in dem wir alles, was außerhalb von uns ist, als in uns seiend wahrnehmen.

 

Verwandtes Material:

Blog-post: Wir haben Zivilisationen in uns

 

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Ein Mini-Staat nach dem Gesetz des Geben

Baal HaSulam schreibt in den Artikeln „Exil und Erlösung“ und „Die Bürgschaft“, dass wir uns an der Schwelle zur endgültigen spirituellen Befreiung befinden und das Volk Israel (jeder, der nach der Enthüllung des Schöpfers strebt) als Wegbegleiter für die allgemeine Korrektur der Welt dienen muss.

Alles, was heutzutage geschieht, ist nur zur Verwirklichung des Endziels bestimmt, und darauf müssen wir uns ausrichten.

Deshalb muss eine Gesellschaft, ein Bund, ein virtueller Staat erschaffen werden, der allein nach den spirituellen Gesetzen lebt und gar kein Beispiel an der Außenwelt nimmt.

Dieser Staat soll nicht physisch existieren, – es soll ein Bund von Seelen sein, die nach den Gesetzen des Gebens existieren, ohne Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. Das ist die einzige Bedingung.

Wenn die Menschen eine solche Beziehung erreichen können, werden sie die höhere Kraft untereinander enthüllen – und werden zum spirituellen Zentrum der Welt, an das sich alle anschließen können.

Und diese Gruppe/dieser Staat muss seine eigenen Systeme aufbauen, die zur Erreichung/Verwirklichung des Ziels – der vollständigen Korrektur – notwendig sind.

Es muss ein Bildungs- und Erziehungssystem geschaffen werden, welches dazu bestimmt ist, einen Menschen zu erschaffen, sowie ein Sozialsystem nach den kabbalistischen Prinzipien,welches den Menschen in Not, Krankheit, im Alter unterstützt, ihn mit Arbeit und Rechtschutz versorgt. Nach den Prinzipien, die von Baal HaSulam im Artikel „Die letzte Generation“ beschrieben wurden.

Es müssen Systeme für den Übergang der Menschheit vom Krisenzustand zum Zustand „Die neue Generation“ erforscht und aufgebaut werden.

Heute nähern wir uns der Bildung eines solchen spirituellen Systems zwischen uns. Und alles geht vom Spirituellen zum Äußeren, Materiellen hin. Es muss äußerlich nichts getan werden, wozu wir innerlich nicht bereit sind.

Wie es auch keinen Sinn macht, den Dritten Tempel zu bauen, wie von einigen gewünscht wird, solange wir in unserem Inneren diesen spirituellen Zustand (Mochin de Yechida) nicht aufgebaut haben.

Wir werden ihn noch nicht einmal aufbauen können, weil wir nicht begreifen, wie er sein soll. Nur von einer höheren Stufe, aus der Erkenntnis der Stufe „der Dritte Tempel“, kann man eine tiefere Stufe genau erkennen und sie erschaffen.

Aus diesem Grund können wir nur in dem Ausmaß unserer spirituellen Entwicklung die materiellen Verbindungen dieser Welt zwischen uns aufbauen. Und je höher wir aufsteigen und je mehr wir die inneren spirituellen Verbindungen zwischen uns begreifen, werden wir dementsprechend auch die von uns aufgebauten materiellen Systeme verbessern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 04.11.2010



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Was ist die Schwere des Exils vom Gefühl des Schöpfers?

Frage: Was ist die Hauptlast und der Schrecken, wenn man sich davon entfernt, den Schöpfer zu empfinden?

Antwort: Nur das es vom Schöpfer kommt. Nichts Anderes.

Wenn ihr diesen Krieg gewinnen wollt, müsst ihr euch vorstellen, dass ihr gegen den Schöpfer kämpft. Ihr müsst die Einheit einer höheren Kraft in der Welt bestätigen. Das ist unsere Mission. Dann wird euch alles offenbart werden.

Der Kampf ist notwendig, damit ihr euch ausreichend anstrengen könnt. Damit ihr in euch bestimmte Fähigkeiten erschafft und ihr ein Gefühl dafür bekommt, was euch fehlt. Diese Bemühungen schärfen euch, verbessern eure Wahrnehmung für eine höhere Kraft.

Es gilt einer für alle und schließt alles ein. Wir müssen uns darauf vorbereiten, es zu empfinden. 

Aus dem Unterricht 24.03.2019

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Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab?

Frage: Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab?

Antwort: Die Zukunft interessiert zweifellos alle. Sie dringt jeden Augenblick in die Gegenwart ein.

Deshalb ist die Zukunft immer mit uns verbunden und bestimmt die Gegenwart. Wenn uns bekannt wird, dass etwas passieren soll, wenn es auch nicht gleich sein wird, warten wir darauf und unser Zustand wird davon beeinflusst. Das betrifft besonders unsere Gemütslage, die Einstellung gegenüber der Welt und gegenüber dem Leben. Aus diesem Grund ist die Zukunft ein Faktor, welcher unser Leben entscheidend beeinflusst.

Frage: Unterscheidet das uns von den Tieren?

Antwort: Tiere ahnen die Zukunft voraus, aber nicht in dem Maß wie die Menschen. Tiere lassen sich nicht so stark davon beeinflussen.

Die Zukunft eines Menschen hängt davon ab, wie er seine Gegenwart aufbaut. In Wirklichkeit gibt es keine Zukunft. Wenn wir passiv leben, bestimmen wir die Zukunft, wie sie sein wird – abhängig von anderen Menschen, von den Umständen, von allem.

Wenn wir dagegen spirituell leben, dann gibt es weder Zukunft noch Gegenwart. Über die Vergangenheit können wir noch sprechen, da wir in einem Zustand waren, in der die Zeit floss und in uns Veränderungen stattfanden. Wenn ich mich hingegen in der Gegenwart befinde, kann ich mich sicher zu einem Wesen umwandeln, das keine Zukunft hat.

In unserer Welt klingt es sehr unschön: „Du hast keine Zukunft. So etwas einem Menschen zu sagen bedeutet ihn zu töten. In der Kabbala ist das Gegenteil der Fall. Du hast keine Zukunft, da du sie jetzt selbst gestaltest. Mache sie, baue sie auf, zeichne ein Bild davon und so wird sie auch sein. Wann wird das sein? – Wann immer du willst.

Wenn es aber keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt, gibt es die Welt nicht. All das wird lediglich von unseren Eigenschaften auf einem weißen Hintergrund des höheren Lichts gezeichnet, dann stellt sich die Frage: „Wovon hängt die Zukunft des Menschen ab? Sie hängt vom Menschen ab!

Es ist nicht so einfach, wenn wir mit Ergriffenheit sagen: „Der Mensch gestaltet seine Zukunft selbst!“ – Nein. Tatsache ist, man muss diesen Algorithmus, mit dem man sich selbst beeinflussen kann kennen. Durch die inneren Verlangen werden die eigenen und die äußeren Wünsche gebildet und dann die der umgebenden Welt. Auf diese Weise erschafft sich der Mensch selbst in der Welt. Deshalb hängt die Zukunft ausschließlich von ihm ab und zwar mit allen Bestandteilen und Einzelheiten.

Es ist nicht einfach, diesen Punkt zu erreichen. Es ist uns jedoch gegeben und eines Tages werden wir es verwirklichen können. In der Zwischenzeit erscheint es uns fantastisch zu sein.

Aus dem Unterricht vom 28.04.2019

[249527]



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Die Wahrnehmung der Welt

Die Wahrnehmung der Welt

(Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 34 )

Mit unserem Sehsinn sehen wir eine großartige Welt vor uns,

In ihrer wunderbaren Fülle.

Doch in Wirklichkeit existiert das alles nicht

Außer in unserem Inneren.

Wir haben eine Art Leinwand im hinteren Teil unseres Gehirns

Auf der alles, was wir wahrnehmen, abgebildet wird.

Es existiert nichts außerhalb von uns.

 

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