Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Direkt auf das Ziel zugehen

Tora, Deuterononium 13:06: Der Prophet oder Traumseher aber soll mit dem Tod bestraft werden.

Der Mensch kann keiner seiner Eigenschaften und Sinne trauen: Weder Gedanken noch Berechnungen. Er sollte sich annullieren, an die höhere Lenkung anhaften und beginnen, alles von dort zu empfangen. Die Enthüllung der höheren Lenkung geht schrittweise in sein System ein, und nur in diesem Ausmaß kann sich der Mensch der höheren Kraft anpassen. Er ist bereit, mit dem Geben zu arbeiten, und dann mit den Wünschen zu empfangen.

Deshalb steht geschrieben: „Töte den Träumer“ in dir. Er wird dich ständig dazu verleiten, in eine andere Richtung zu gehen. Du solltest alle Eigenschaften, die dich vom Weg abbringen, ausrotten. Träume sind die Basis eines Mangels an Vertrauen in den Schöpfer, in den Glauben über dem Verstand. Schließlich können sich alle Gedanken, alles Wissen und alle Erfahrung sehr schnell ins radikale Gegenteil verwandeln, bis zu einem solchen Ausmaß, dass es kaum zu glauben ist.

Zum Beispiel beweisen bereits die Ergebnisse der modernen Entdeckungen in der Quantenphysik, dass es keine Zeit, keine Bewegung, keinen Raum usw. gibt. Alles in diesem Film geschieht solcherart, dass ein Mensch in seinem Makrokosmos absolut nicht mit dem Mikrokosmos übereinstimmt. Trotzdem muss er zustimmen, weil ihn die Grenzexperimente mit dem Mikrokosmos dazu zwingen.

Er kann diesen Ergebnissen nicht entkommen, und deshalb akzeptiert er sie, obwohl er sie nicht versteht. Und später versucht er, auf logische Weise seinen Verstand den Ergebnissen anzupassen. Er ist jedoch nur teilweise erfolgreich und nur für kurze Zeit. Die Wissenschaftler gelangen langsam in eine Sackgasse und verstehen, dass sie auf diesem Weg nicht mehr weiterkommen. Schließlich können wir uns mit unseren Sinnen keine Ereignisse vorstellen, die außerhalb von Zeit und Raum stattfinden. Wir sind eng miteinander verbunden, obwohl wir Billionen von Lichtjahren voneinander entfernt sind.

Es ist ein schrecklicher Zustand, wenn man das ganze kosmische Bild siehst und es mit dem Irdischen vergleicht: Was haben wir hier mit unserem kleinen Tier namens Egoismus gemacht?
Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 7/13/16

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Wie können wir zwischen Realität und Illusion unterscheiden?

Frage: Könnte es sein, dass Menschen, die die Höhere Welt erreichen, einfach in einer anderen Illusion leben, die ihnen als Realität erscheint?

Meine Antwort: Nein, Menschen, die die Höhere Welt erreichen, treten aus ihrem Zustand aus, und beginnen, die Welt außerhalb von sich zu empfinden. Dies ist eine Welt, die nicht durch ihre gewöhnlichen Sinne wahrgenommen un d durch persönliche Eigenschaften verdreht wird. Deshalb ist das keine Illusion, sondern die echte Wahrnehmung der Wirklichkeit, die tatsächlich außerhalb unserer egoistischen Wahrnehmung existiert.

Die Kabbalisten sagen, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens darin besteht, was uns drängt, nach oben aufzusteigen, und dass wir dann bei korrekter Anwendung die Methode zum Aufstieg in die Höhere Welt finden werden. Dann werden wir unsere Realität von der Seite betrachten. Wir schwimmen im Ego wie im Wasser, und wir sehen unsere Realität nur durch unseren Egoismus. Der Mensch ist lediglich ein Wahrnehmungsorgan von dem, was um ihn herum existiert.

Die Welt ist so angeordnet, dass man in der Lage ist, darin für eine gewisse Zeitspanne zu existieren und dann vom gegenwärtigen Zustand zum nächsten zu gehen, zur höheren Realität, die unabhängig vom menschlichen Ego ist. Indem man sein Ego neutralisiert, beginnt man, aus sich selbst auszutreten und vollkommen objektiv zu werden. Dann gibt es keine Begrenzungen mehr von Zeit, Bewegung und Raum.
Aus der russischen Kabbalalektion 8/18/16

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Täuscht uns der Schöpfer?

Frage: Was will der Schöpfer erreichen, in dem Er uns durch unsere egoistischen Wahrnehmungssinne, diese illusorische Realität vortäuscht?

Meine Antwort: Der Schöpfer täuscht uns nichts vor. Er zeigt uns eine gewisse Wahrnehmung der Realität, wo wir sehr eingeschränkt sind und alles nur in uns selbst spüren. Und das nur, damit wir zu einer anderen Wahrnehmung gelangen, um das wahrnehmen zu können, was außerhalb unserer fünf Sinnesorgane existiert.

Wir müssen aus uns herauskommen – in entgegengesetzter Richtung, um Ihm ähnlich zu werden, das heißt, unabhängig zu sein, selbstständig zu versuchen, neue Wahrnehmungsorgane zu entwickeln. Mit Hilfe unserer Anstrengungen können wir anfangen die Welt außerhalb von uns zu sehen, nicht durch unsere verzerrte egoistische Wahrnehmung, sondern durch die Eigenschaft des Gebens. Dies ist eine völlig andere Wahrnehmung.

Der Mensch sieht, dass etwas außerhalb, getrennt von ihm existiert: Er fühlt es nicht, er versteht es nicht. Wenn man in der Absicht des Gebens handelt, fängt man an, die Umwelt anders wahrzunehmen. In Wirklichkeit existiert die Umwelt nicht, man nimmt sie gemäß der Eigenschaft des Gebens wahr. Und dann kommt die Erkenntnis, dass das der Schöpfer ist.

Aus der Lektion in Russisch

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Empfangen um zu geben

Frage auf Facebook: Ich bin ein ganz normaler Mensch, der nur für sich selbst empfangen will. Was bedeutet, empfangen um zu geben?

Meine Antwort: In der Tat, ein normaler Mensch empfängt für sich selbst. Aber es gibt die Wissenschaft der Kabbala, die sagt, dass das Empfangen für sich selbst auf Grund der Evolution in dieser Welt nicht mehr geht. Heute befindet sich die Welt in so einem Zustand, in dem das Empfangen für sich selbst einfach nicht mehr möglich ist; es wird alles runder, wir sinken auf die tierische Stufe ab und damit berauben wir uns selbst. Wir können keinen Sinn im Leben erreichen, sehen keinen Ausweg aus unserer animalischen Existenz, erfinden irgendwelche technologischen „Spielzeuge“, Mode und alles Mögliche, um irgendwie unsere Existenz zu füllen, die eigentlich absolut leer ist.

Wenn wir die richtige Berechnung machen, wie viel Freude und Genuss wir im Leben bekommen haben und im Vergleich dazu sehen, wie viel Kraft, Energie, Leiden und Anstrengungen wir investiert haben, dann wäre es tatsächlich einfacher gewesen, gar nicht zu leben. Das ist allen klar, und nur unsere primitive Angst vor dem Sterben hält uns zurück. Wir müssen verstehen, dass es im Leben vollkommen andere Berechnungen gibt; es ist nicht das Ziel, gegen unseren Willen zu existieren. Denn wenn wir für uns den Sinn des Lebens offenbaren, werden wir sehen, dass wir in diesem Leben und darüber hinaus unendlich glücklich sein können.

Und die Methode, wie man dieses Glück erreicht kann, heißt „die Wissenschaft der Kabbala“. Sie lehrt darüber, wie man zu einem wahrhaftigen Genuss kommt, nicht nur in diesem vergänglichen Leben, so lange unser Körper existiert, sondern auch darüber hinaus, in dem wir das ewige Leben erlangen, während wir noch in dieser Welt leben. Und dies ist die Bedeutung von empfangen, um zu geben.

Wenn man die Stufe des Gebens erlangt, existiert man in dem Zustand weiterhin außerhalb des Körpers.

Von der TV-Sendung „News mit Michael Laitman“ 2016.11.09

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Die Jugend der USA ist für Kommunismus

Replik: Amerikanische Journalisten sind besorgt: Jugendliche in den USA sind von den Ideen des Sozialismus und des Kommunismus begeistert. Die Hälfte der US-Amerikaner unter 35 Jahren möchte als Präsident des Landes einen Sozialisten sehen.

Antwort: Unabhängig davon, was wir über Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus schreiben,  die Natur bewegt sich nach ihrem Plan. Man kann nichts daran ändern. Anstelle des Kapitalismus muss der Sozialismus kommen. Die Weisheit der Kabbala sprach sogar schon vor tausenden von Jahren darüber, dass der Kapitalismus die höchste Stufe des Egoismus sei, die dem Menschen jede Freiheit gibt – „Tu was Du willst.“

So wird sich der Mensch am Ende der kapitalistischen Entwicklung vergewissern, dass dies eine Sackgasse ist, dass wir mit Egoismus nichts erreichen werden. Wir können einander umbringen, ein Teil kann hungern und der andere den ganzen Reichtum der Erde besitzen, aber nichts anderes wird dabei herauskommen. Daher entsteht ein absolut klares Verständnis für die Notwendigkeit eines Wechsels zu einem neuen, gerechteren System.

Junge Menschen fühlen dies. Dieses Gefühl tritt bei Menschen als Ergebnis ihrer inneren Entwicklung auf und nicht, weil die Gesellschaft sich entwickelt. Die Gesellschaft selbst ist nichts, sie ist eine Folge der Entwicklung ihrer Mitglieder. Daher entwickeln wir uns so, dass wir spüren, wie die individuelle Entwicklung uns zerstört, und dies sollte uns zu der Erkenntnis des Bösen führen. Und der nächste Zustand ist ein Zustand der vollkommenen gegenseitigen Beziehungen untereinander. Den gleichen Beziehungen wie in der gesamten Natur, die erfordert, dass wir sie als ein integriertes, gemeinsames geschlossenes System behandeln, das sich mit allen seinen Teilen in absoluter Kommunikation befindet.

Ich glaube, dass die Entstehung der Neigung zum Sozialismus natürlich ist. Aber auf welche Weise kommt es dazu? Und wie werden es die jungen Menschen verstehen, wie kommen sie dahin und wohin genau gehen sie? Dazu brauchen sie unsere Erklärung.

Echter Sozialismus meint eine Gesellschaft, die eine richtige und gleichberechtigte Gemeinschaft erreichen will, wo jeder sich als gleichwertiges Mitglied wie alle anderen sehen wird, wo für alle und jeden gesorgt wird, und sich jeder um jeden kümmert – und demzufolge sich ein Mensch auch nicht mehr ausschließlich um sich selbst kümmern muss. Zuerst ist das eine vernünftige egoistische Gemeinschaft, ein egoistischer Sozialismus: Ich muss für die Gesellschaft sorgen, damit es mir gut geht.

Doch der egoistische Sozialismus ist eine Übergangsform. Wenn wir ihn erbauen, werden wir seine Elemente, Stufen, Realisierungsmöglichkeiten umsetzen und dann können wir schon kabbalistische Ideen einbringen.

Ich bin für den richtigen Sozialismus, der schrittweise eingeführt wird, mit der Entwicklung der Gesellschaft, mit Hilfe von Beispielen, die wir geben können und allen Arten von Vereinen, Verbänden, Vorträgen, Kursen und so weiter. So wird sich die Gesellschaft nach und nach auf diesem Niveau weiterentwickeln.

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Reich werden

Frage: Was ist die spirituelle Bedeutung von Geld?

Antwort: Das Wort „Geld“ in Hebräisch „Kesef“ aus dem Wort „Kissufim“ stammt aus der Wurzel „sich zu sehnen“ (was auch eine Abdeckung oder Massach, Schirm bedeutet); dies bedeutet, einen Schirm zu bauen, um das höhere Licht wieder zu erlangen. Dies ist tatsächlich der Weg, es zurück zu bekommen.

Im spirituellen Sinn bedeutet das Wort „Geld“ die Mach, unser Ego zu erneuern, die Offenbarung des Höheren, den Schöpfer durch das zurückkehrende Licht zu erreichen. Dies ist die Bedeutung des Geldes. Umso anti-egoistischer der Schirm eines Menschen ist, desto mehr kann er die höhere Welt und damit den Schöpfer offenbaren. Somit kann der Mensch größer werden, mehr erreichen und als „reich“ bezeichnet werden. Der Reichtum wird nach dem Grad des Gebens und der Erkenntnis gemessen.

Wenn ich das höhere Licht empfange und es durch den Schirm an andere weitergeben kann, bin ich reich! Indem ich das höhere Licht richtig durch mich zu anderen überleite, empfange ich eine doppelte Menge des Lichts. Ich muss das Licht empfangen, um es durch eine innere Handlung an andere weiterleiten zu können, dann bekomme ich doppelt so viel. Das ist keine schlechte Rechnung, sondern ein gutes Geschäft. Beschäftigen Sie sich mit der Weisheit der Kabbala und werden Sie reich!

Aus dem russischen Kabbalaunterricht, 9/6/16

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Was ist ein Traum

Frage: Ist der Schlaf Illusion oder Wirklichkeit?

Antwort: Der Schlaf ist ein Weggehen aus der materiellen Realität, nichts weiter. 

Frage: Früher glaubten die Menschen, dass Träume dieselbe umgebende Wirklichkeit in veränderter Form ist. Heute sagt die Kabbala, dass die Welt eine Illusion ist, doch wir selbst können uns in eine andere Welt versetzen, wo alles gut und richtig ist. Ist es vielleicht vom Schöpfer so vorgesehen, dass eine Realität die andere ablöst, und so weiter auf unbestimmte Zeit?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass wir in einem Verlangen sind, in dem wir das Höhere Licht, den Schöpfer auf unbestimmte Art fühlen. Aber wir können uns ändern und eine altruistische Wahrnehmung der Realität bekommen; dann werden wir nicht das verzerrte Bild des Schöpfers wahrnehmen, sondern Ihn selbst.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 18.09.2016

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Der einzige Lehrer

In unserer Welt gibt es nur einen Lehrer, einen Lenkenden und einen Rav – den Schöpfer. Es gibt keinen anderen!

Der Schöpfer, die höhere positive Kraft, regelt alles und erschafft die relativ negative, egoistische Kraft. Alle anderen sind Teilnehmer in diesem Prozess, egal welche Rolle sie spielen. Sie werden nur gemäß ihrem Stand in Relation zum Lehrer eingeordnet – wie gut sie Ihn verstehen und Seinen Weg umsetzen, oder das Gegenteil. Nur dies spiegelt ihren Stand wider und zeigt ihre Stufe an.

Ich versuche, den Menschen zu erklären, wie ich meinen spirituellen Lehrer verstehe und wie ich den Lenkenden, den Schöpfer verstehe. Ich lehre die Menschen, wie sie den Weg zur höheren Kraft finden.

Im Allgemeinen glaube ich, dass ein Mensch in unserer Welt keine andere Mission als diese hat, weil das Allerwichtigste darin besteht, wie er mit dem Schöpfer verbunden ist, weil Er alles regelt. Mit dem Schöpfer verbunden zu sein, ist nur möglich durch eine Gruppe, einen Zehner, mit mehr Verbindungen, mit einer größeren Gegenseitigkeit, mit der Selbstauflösung in den anderen, die ich in mich integriere.

Das ist der Weg, den wir gehen sollten. Und dann findest du den Lehrer, den Lenkenden, den Freund und den Rav in einer Person.

Aus der russischen Kabbalalektion 8/7/16

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Die drei Parameter des Glaubens

Frage: Die Grundlage aller Religionen ist Glaube, kein Wissen. Mehr oder weniger alle Religionen erstellen Einschränkungen und sogar Verbote für das Erfassen der Gesetze des Universums. Warum?

Antwort: Weil Religionen sich nicht mit der Offenbarung einer höheren Macht beschäftigen, sie besitzen solche Möglichkeiten nicht. Sie existieren in der Dunkelheit. Wenn die Menschen die wahre Wirklichkeit begreifen würden, gäbe es keine Religionen; nur die Kabbala würde bleiben.

Deshalb sind Religionen am blinden Glauben der menschen interessiert. Auf diese Weise unterdrücken sie die Entstehung von Fragen über den Sinn des Lebens bei den Menschen. Ein religiöser Mensch schaut fanatisch nach vorne und bewegt sich ohne jeglichen Fokus in den Augen.

Replik: Aber aus den Religionen entstand doch der Begriff des Glaubens.

Antwort: Nein, man nennt etwas „religiösen Glauben“, wann der Mensch bedingungslos alle Postulate übernimmt, ohne sie tatsächlich wahrzunehmen oder sie zu fühlen.

Frage: In jedem Fall ist dies eine menschliche Stufe. Ist es schwierig, diese Stufe zu überwinden und zu dem Glauben über den Verstand zu kommen?

Antwort: Dies ist keine Stufe, sondern es sind kontinuierliche Missverständnisse und bedeuten einen Schritt zurück. Es gibt drei Parameter des Glaubens: 1) Glaube unter dem Verstand, 2) auf dem Wissensstand und 3) Glaube über Verstand. 

Der Glaube auf dem Wissensstand ist, wenn ich das glaube, was ich sehe.

Der Glaube unter dem Verstand ist, wenn ich keine Beweise brauche. Ich akzeptiere, was mir gesagt wird, und handle wie ein kleines Kind. Es ist Religion, mir wird gesagt und ich glaube daran, ohne etwas zu überprüfen. 

Und es gibt den Glauben über dem Verstand; wenn ich mich über meinen Egoismus erhebe und beginne, das Geschehene zu begreifen. Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala. Daraus ergibt sich der Gegensatz von dem Glauben unter dem Verstand, der Religion, und dem Glaube über dem Verstand, der Kabbala.

In der Kabbala strebt man nach Wissen und nicht nach Glauben. In der Kabbala ist es notwendig, zu begreifen, zu berühren, zu riechen, wie ein kleines Kind, das alles in den Mund nimmt, um es zu „kosten“. So sollten wir es auch versuchen. Es wird dann Offenbarung der höheren Welt „Ta’amim“ genannt wird, was „Geschmack“ bedeutet und aus dem Instinkt kommt: Wir kosten alles über den Mund, als zuverlässigstes, treuestes und nahe liegendstes Gefühl.

Un dich kann keine Schokolade in den Mund nehmen und sie als bitter bezeichnen, nur weil Sie behaupten, dass sie bitter ist. So gibt es keinen Raum für den Glauben.

Aus der Lektion in Russisch, 24.01.2016.

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Und Mein Haus wird „Haus des Gebets“ für alle Völker der Welt genannt

(..) Sondern ihr sollt nach der Stätte fragen, die der Herr, euer Gott, aus allen euren Stammesgebieten auswählen wird, indem er dort seinen Namen anbringt. Nach seiner Wohnung sollt ihr fragen und dorthin sollst du ziehen. (Tora, Dewarim, Re’eh, 12:5)

Eine gemeinsame Seele wird auf 12 Stämme geteilt, weil sie aus dem 4-buchstäbigem Namen des Schöpfers besteht: „jud-kej-waw-kej“ (so genanten HAWAJA), und jeder dieser Buchstaben beinhaltet 3 Linien: Die rechte, die linke und die mittlere. Vier mal drei macht zwölf Teile, d.h. zwölf Stämme, zwölf Arten der möglichen Arbeit an der Korrektur des Wunsches, die zusammen in ein großes Ganzes verbunden werden sollen.

Dieser Ort, wo alle zwölf Stämme arbeiten, soll den Namen „Dritter Tempel“ tragen – das Haus des Schöpfers. Denn da, wo egoistische Wünsche, Erwartungen und das Streben der ganzen Menschheit sich verbinden, befindet sich der Schöpfer. Wie gesagt wird: „Und Mein Haus wird Haus des Gebets für alle Völker der Welt genannt“.

Von dem vorherigen Tempel wird das nicht gesagt, denn dieser vorläufige musste zerstört werden und wird als Dritter Tempel, der in unseren Herzen gebaut wird, rekonstruiert. Wir fangen erst an, diese Idee in der ganzen Welt zu verbreiten. Aber der Anstoß dafür ist bereits gegeben. Wir sind schon in diese Richtung „losgefahren“.

Als ich jung und bei meinem Lehren war, schien mir, dass es gleich passieren wird, aber jetzt verstehe ich, dass man kontinuierlich voranschreiten und arbeiten muss. Denn Kabbalisten arbeiteten daran seit Jahrtausenden, und gerieten deswegen nie in Panik, noch in Depression, noch in Verzweiflung.

Sie wussten, dass sie das eigenen Steinchen in das Gesamtbild legen müssen: Mehr und mehr Menschen anzuziehen, zu erzählen, zu zeigen, sie irgendwie zu formen und sie auf den Weg zu führen, wo wir in unserem gemeinsamen Herz den einheitlichen Schöpfer offenbaren.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit, in der der Übergang von der absoluten Verborgenheit der Höheren Welt hin zu ihrer Enthüllung erfolgt! Wir fangen an, in der Welt darüber zu reden, erarbeiten die Methodik ihrer Offenbarung und werden sie überall verbreiten – bei uns wie auch bei den Völkern der Welt.

Natürlich brauchen wir dafür Zeit. Ich hoffe, dass meine Schüler eigene Schüler haben werden, die diese Arbeit fortführen werden – da bin ich mir absolut sicher. Aber wann es sich verwirklicht, ist von unserer Beharrlichkeit abhängig.

Aus dem TV-Programm „Geheimnis des ewigen Buches“ , 30.06.2016



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