Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Seine Fehler zugeben

Frage aus Facebook: Wieso begreifen die Menschen ihre Fehler nicht und entschuldigen sich nicht für ihr schlechtes Benehmen gegenüber anderen Menschen? Geschieht das bewusst?

Meine Antwort: Wie kann ich meinen Fehler zugeben, wenn das darauf hinweist, dass ich ein unkluger Mensch bin, ein unentwickelter, unreifer Mensch?

Frage: Gibt es keine Menschen, welche ihre Fehler zugeben?

Meine Antwort: Es gibt solche Menschen. Sie machen das aber auf andere  Art und Weise, und zwar so, dass sie noch mehr Vorteile daraus ziehen: “Seht wie besonders, gut und objektiv ich bin; ich gebe meine Fehler zu“. Daran verdienen sie noch mehr.

Anders können wir, als Egoisten, in Wirklichkeit unsere Fehler nicht zugeben, weil es uns ansonsten erniedrigen würde. Aber wir sind im Stande sie so zuzugeben, dass sie uns dabei erheben. Ich stehe vor der Gruppe: “Wisst ihr, ich bin bereit meine Fehler zuzugeben“, und alle applaudieren mir.

Frage: Kommt eigentlich der Mensch oder die Menschheit letztendlich zu einem solchen Zustand?

Meine Antwort: Nur in dem Fall, dass der Mensch anfängt seine Fehler zuzugeben und dabei begreift, dass er dafür eine „Höhere“ Belohnung bekommt. Einfach so wird er das aber nicht machen können.

Der Egoismus bleibt, denn er kann sich nicht auflösen. Wir ändern einfach die Belohnung; eine Belohnung für eine andere. Das heißt, es ist lohnenswert meine Fehler zuzugeben, es ist lohnenswert das Ego zu unterdrücken, es ist lohnenswert anders mit dem EGO zu arbeiten, damit man zur nächsten Stufe aufsteigt. Dafür muss ich in mir die Erhabenheit des altruistischen Ziels entwickeln, die Erhabenheit der Liebe zu andern. Dann werde ich fähig sein meine Fehler zuzugeben. Das Eine soll größer sein als das Andere.   

Dann werde ich den Egoismus nur noch dazu benutzen, um ihn zu verstoßen, um über ihn hinauf zu steigen, weil ich dadurch einen größeren Verdienst erhalte. Alles ist nur auf diese Weise aufgebaut.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit M. Laitman“

 [#216213]



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Chanukka – Die Rast mitten auf dem Weg

Wir treten in eine besondere Periode des Festes Chanukka ein. Dieses Fest hat eine interessante Geschichte, wir sind aber mehr an seinem spirituellen Sinn interessiert. 

Der Mensch, sowie die gemeinsame Seele, war dem Schöpfer absolut gegensätzlich erschaffen worden. Die Eigenschaft des Schöpfers ist das Geben und die Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes ist das Empfangen und der Hass. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der höheren Kraft zu führen.

Dieses Programm wird dank dem Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man mit Hilfe spezieller Verfahrensweisen. Dazu gehört die Arbeit in Gruppen, nach dem Beispiel von Moses bei der Erschaffung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen in einer speziellen Form verbinden, ziehen sie das Licht zu sich heran, welches zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt allmählich auf sie. Dank diesem Licht, welches „Tora“ heißt, erhalten die Geschöpfe die Korrektur.  

Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Auf der ersten Etappe wird das Verlangen für sich zu genießen so korrigiert, dass die „Absicht“ zum Geben hin geändert wird. Das Verlangen selbst wird dabei nicht benutzt. Also, das Ziel der ersten Etappe besteht darin, die Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das „Erlangen der Absicht“ hin zum Geben konzentriert.

Nach dem Abschluss dieser Korrektur beginnen wir wieder, Verlangen zu empfangen zu offenbaren und arbeiten aktiv mit ihnen. Das heißt, dass wir empfangen um zu geben.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (die Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „die Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“: hier stehengeblieben).

Wir feiern einen sehr wichtigen Punkt bei dem Chanukkafest, den Abschluss des Erlangens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu genießen wird noch nicht benutzt. Wir schränken es ständig weiter und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können ihre Lichter nur sehen, sie aber nicht benutzen.

Genauso können wir die Gefäße sehen, obwohl wir sie nicht benutzen können. Man kann kein Licht ohne Gefäß sehen, das geht nur für das Geben und über dem Verlangen selber.

Nach Chanukka lernen wir wie wir sogar die Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben benutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die gebenden Absichten benutzen, das Licht kann man nicht benutzen, man kann nur darauf schauen. „Schauen“ bedeutet, das Licht über den Empfangsgefäßen zu nutzen. Beim Nutzen des Lichtes innerhalb der Empfangsgefäße sprechen wir von einer vollständigen, vollkommenen Anwendung.

So wird der Platz von diesem besonderen Fest bestimmt. Das Fest schließt diese besondere erste Etappe der Korrektur, welche wir in diesen Tagen feiern, ab.

 

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“

 [#218017]



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Wie geschieht die objektive Wahrnehmung der Welt?

Frage: Nach der Methode der Kabbala braucht man zehn Menschen, die ihre Verbindung nach bestimmten Gesetzen ausrichten, durch die man die Welt wahrnimmt. Ist das nicht subjektiv? Denn, ich werde doch durch den Zehner fühlen, ich werde eine andere Welt sehen. Und mein Freund wird ebenso etwas Anderes sehen.

Meine Antwort: Es gibt keine andere Möglichkeit, die Höhere Welt zu erklimmen. Aber dein Freund und du werdet das gleiche fühlen, weil jeder von euch die anderen, sprich den ganzen Zehner in sich einschließen wird.

Wenn ich im Zehner bin, bin ich Malchut (M), und meine neun Freunde stelle ich mir als die ersten neun Sefirot vor, vor denen ich mich annulliere. Ich schließe alle in mich ein und es stellt sich heraus, dass ich in ihnen alles sehe.

Dabei berücksichtige ich mich selbst nicht; ich mache eine Einschränkung (Zimzum).

Ich handle nur durch die Freunde und nehme deshalb die Welt objektiv wahr. Ich sehe die spirituelle Welt, die Stufen der Offenbarung. Auf diesen Stufen der Verbindung wird nur das Eine offenbart, der Schöpfer. Es gibt nichts anderes.

Frage: Es gibt keine Sterne, keine Bäume, keine Städte?

Meine Antwort: Nein, all das nimmt ein Kabbalist mit seinen fünf tierischen (materiellen) Sinnesorganen wahr.  

Wenn du die Geschichte der Welt richtig wahrnehmen willst, wirst du in deinen Zehner eintauchen müssen, und darin nach mehr Einschränkung, d.h. Verbindung streben. In dem Maße wirst du die Stufen der Verbindung erklimmen und deinen Aufstieg auf der Leiter der Höheren Welt, dem Licht, offenbaren.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 16.07.2017

[#215894]



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Die Offenbarung der Kabbala von Generation zu Generation

Frage: Das „Buch der Schöpfung“ („Sefer Jezira“), welches Abraham geschrieben hat, ist ein wunderbares, poetisches, fest strukturiertes Werk. Man liest es mit Vergnügen, aber nur einzelne Gedanken sind verständlich. Existiert ein Schlüssel zu seinem Verständnis?

Meine Antwort: Dafür muss man die Kabbala studieren. Zum Beispiel, wie unterscheiden sich die Wissenschaften in jeder Generation? Indem sie sich entwickeln, mehr und mehr neues, was früher verborgen war, wird entdeckt. Deswegen können die Kabbalisten in jeder Generation, genau wie in der Wissenschaft, immer mehr offenbaren.

Das Buch Abrahams ist viel geschmeidiger geschrieben worden als das Buch von Adam. Abraham hat mit seinen Offenbarungen das, was Adam geschrieben hat, ergänzt und dabei noch tiefer die Kabbala offenbart. Und alle anderen folgten ihm.

Einst begann die Gruppe von Abraham die spirituelle Arbeit, sie fingen an, in der Verbindung untereinander die Eigenschaft des Gebens (die höhere Eigenschaft, den Schöpfer) zu offenbaren. Sobald die Menschen untereinander wieder gute Verbindungen von gegenseitiger Liebe herstellen, die Wechselwirkungen der gegenseitigen Bürgschaft, des gegenseitigen Verständnisses, offenbart sich der Schöpfer im Maße der Wahrhaftigkeit. Dieses Netz der Verbindungen nennt sich „das Gefäß“, in dem sich die höhere Kraft offenbart.  

Abraham hat die Methode der Offenbarung der höheren Kraft in der Verbindung zwischen den Menschen entdeckt. Moses hat diese Methode in die Praxis umgesetzt. Die Menschen seiner Generation haben enorme egoistische Abstiege durchlaufen, die als „ägyptisches Exil“ bezeichnet werden.

Sie tauchten in einen sehr großen Egoismus ein, konnten sich aber in der Verbindung soweit darüber erheben, dass sie durch die Verbindung der zwei entgegengesetzten Tendenzen (der egoistischen Abneigung und dem gleichzeitigen Streben nach Verbindung) die Voraussetzungen für die Offenbarung des Schöpfers erschaffen haben. Das war die Errungenschaft von Moses, die von ihm in der Tora beschrieben wurde.

Das was Moses mit seiner Gruppe erreicht hat, war ein großer Sprung im Vergleich zu dem, was Abraham erreichte. Deswegen hat sich die Generation von Moses vollkommen über unsere Welt erhoben, hat den Schöpfer in der Verbindung untereinander offenbart und dadurch so ein hohes Niveau erreicht, wie es zuvor noch nie erreicht wurde. Bis zum heutigen Tag ist Moses der größte geistige Führer des Volkes.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 23/7/17

[#216628]



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Kabbala ist die Methode den Schöpfer zu enthüllen

Frage: Wer nannte die Wissenschaft, die wir studieren „Kabbala“? Bezieht sich dieser Name auf die Zeit, in der das Buch Sohar geschrieben wurde?

Meine Antwort: Das Wort „Kabbala“ findet man schon im Buch von Abraham. Es bedeutet „Empfangen“, weil die Haupteigenschaft der geschaffenen Materie das Empfangen ist. Daher bedeutet die Weisheit der Kabbala eine besondere Eigenschaft des Empfangens, der Offenbarung des Schöpfers.

Frage: Die Begriffe wie „Wissenschaft der Kabbala“ oder „Weisheit der Kabbala“ waren also bereits in der Zeit des ersten Tempels bekannt?

Meine Antwort: Lange davor, etwa anderthalbtausend Jahre vor dem Bau des ersten Tempels. Und ob es vorher war, kann ich  nicht sagen.

Außerdem gingen viele Bücher aus der Zeit von Adam bis Abraham verloren. Wir brauchen sie einfach nicht, darum sind sie nach und nach verschwunden. Wir kennen die Bücher nicht, die von Abraham, Isaak und Jakob geschrieben wurden, bis auf „Das Buch der Schöpfung“, („Sefer Jezirah“) von Abraham. Rambam erwähnt, dass Abraham viele Bücher geschrieben hatte. Aber wo sind sie?…

Frage: Kabbala, ist das eine Methode oder ein Buch?

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode, den Schöpfer zu offenbaren. Tora (vom Wort „Or“, „Licht“) ist das Wissen über die Höhere Welt. Und alles andere, wie die Mishna, der Talmud und andere heiligen Schriften sind Ergänzungen, Kommentare usw.

Das Buch Sohar ist auch ein Kommentar  zur Tora. Und alles zusammen heißt Tora, mit anderen Worten die Anweisung zur Enthüllung des Lichtes.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 04/06/2017

[#214415]



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Solange es noch nicht zu spät ist

Vor uns steht eine Aufgabe mit einer zweifachen  Komplexität. Erstens muss das Volk Israel von der Notwendigkeit überzeugt werden, die Einheit zu erreichen, auch wenn es der Korrektur und Verbindung entgegengesetzt ist. Außerdem müssen die Menschen verstehen, dass eine Verbindung ausschließlich durch das Studium der Kabbala und das Licht, welches zur Quelle zurückführt, möglich ist. Das Licht wird durch das Studium der Kabbala angezogen. Deshalb liegt das Problem darin, sie davon zu überzeugen, dass sie beides, das Ziel und die Mittel akzeptieren.

Das Ziel liegt darin, dass „ganz Israel Freunde sind“, mit anderen Worten, eine komplette Vereinigung des Volkes, in welchem sich der Schöpfer enthüllen wird.  Das müssen wir nicht nur durch die Liebe zwischen uns erreichen, sondern  auch durch die Weisheit der Kabbala – und das stößt sogar noch mehr ab. Man muss aber verstehen, dass Verbindung eine Lebensnotwendigkeit ist, wenn wir einer Vernichtung entkommen möchten.

Kommentar: Sobald die Situation bedrohlich wird, wird sich das Volk Israel wie ein Mensch erheben und sich vereinigen…

Antwort: Dann wird es aber zu spät sein! Warum konnten sich Juden auf diese Weise zu Hitlers Zeiten nicht retten? Heute kann sich ein Brand blitzschnell entflammen, wie auf trockenen Spähnen. Damals realisierten sich Hitlers Pläne innerhalb einiger Jahre. Erste antijüdische Gesetze kamen zehn Jahre vor den ersten Konzentrationslagern auf. Die Situation wurde nach und nach schlimmer, aber niemand protestierte.  Was die Juden betrifft, ist die Welt im Verstand und im Herzen taub. Diese Gehörlosigkeit geht von der Natur, vom Schöpfer aus, um die Juden zu verpflichten, ihre Mission zu erfüllen. Der Schöpfer betrachtet nicht die tierischen Körper sowie die egoistische Verlangen, für Ihn zählt das Verlagen zu geben, welches als Seele bezeichnet wird. Wir können aber den Schlägen entfliehen, indem uns bewusst wird und wir begreifen,  dass keine Notwendigkeit besteht, sie physisch zu erhalten.  Es wird gesagt „Alles wird sich in den Gedanken klären“. Wenn wir uns unserer Mission bewusst sind, ist dies ausreichend. Dann sind keine Leiden notwendig. Ein kluges Kind versteht alles allein durch den Blick der Eltern. Man muss es dann nicht  anschreien oder gar schlagen. Deswegen lohnt es sich darüber nachzudenken, woher die Schläge zu uns kommen, worin ihre Ursache liegt? Wer lenkt diese Welt und wer schickt uns diese Leiden? Wenn das Volk sich mit dieser Frage beschäftigt und dem Rat der Kabbalisten folgt, die in allen Zeitalter darüber schrieben, dann hat es die Möglichkeit, die Wahrheit zu offenbaren. Wir waren alle Zeuge des Konfliktes um die Metalldetektoren, die israelische Sicherheitsdienste auf dem Tempelberg installierten. Letztendlich musste man sie wieder deinstallieren. In Wirklichkeit sind sie für die Araber ohne Bedeutung, das war lediglich ein Grund für Proteste.

Schaut, wie sie sich um diesen nichtigen Anlass verbunden haben und damit einen Brand geschürt haben. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen, denn wir übergaben ihnen doch die Zügel, um das ganze Universum zu lenken. Durch unsere Uneinigkeit geben wir den Arabern das Recht, die Welt zu lenken.

Wenn wir so weitermachen, wird alles noch schlimmer. UNO, UNESCO, zahlreiche Gremien werden einen antiisraelischen Erlass nach dem anderen beschließen. Zuallererst  werden wir den Tempelberg verlassen müssen, dann Jerusalem und danach das Land Israel. Man wird nirgendwohin gehen können – niemand wird uns aufnehmen, genau wie damals in Deutschland. Wir haben aus den vergangenen Fehlern nichts gelernt.

Das ganze Universum ist ein einziges spirituelles System und das Volk Israel ist in der Lage, den Kopf zu beeinflussen.  Israel heißt nicht umsonst „Mein Kopf“ (li Rosh). Wenn wir das Geschehen richtig wahrnehmen und dort einwirken, wo wir es können, dann werden wir die Realität verändern können.  Das ist die einzige Möglichkeit, die Situation zu korrigieren. Wir hoffen auf unsere Raketen, Waffen, eine starke Armee – das wird aber nicht helfen. Es kann zu so einer Situation kommen, dass bei all unserer Militärmacht, dem Arsenal von Raketen und Atombomben, wir uns keinen einzigen Schuss aus der kleinsten Pistole erlauben können. Deswegen muss man dem Volk erklären, dass wir keinen anderen Weg außer dem der Verbindung  haben, um dieser gefährlichen Situation zu entkommen.

 

Aus dem Unterricht zum Thema „Erlösung dank dem Studium der Kabbala“ vom 28/07/2017

[#211158]



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Faulheit: Eine wunderbare Eigenschaft

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel der Faulheit?

Antwort: Faulheit ist eine wunderbare Eigenschaft! Ich rate euch wirklich, fauler zu sein, und ihr werdet weniger dumme Sachen machen. Tatsache ist, dass die Faulheit das korrekte Abwägen des Grades  der Notwendigkeit einer Handlung ist.

Frage: Was ist, wenn man keine Kraft hat, und deshalb zu faul ist, die notwendigen, wichtigen Dinge zu tun?

Antwort: Sie sind dann tatsächlich nicht so wichtig oder notwendig. Deshalb steht geschrieben: „Es ist besser sich hin zu setzen und nichts zu tun“. Denk nach, lese, versuche es zu verinnerlichen – aus diesem Grund wurdest du geboren und nicht, um so viele physische Handlungen zu verrichten, die unsere Welt nur belasten.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 7/9/17

[216146]



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„Denn Feuer lodert auf meinem Antlitz“

„Denn Feuer lodert auf  meinem Antlitz und brennt zutiefst bis ins Scheol (Totenreich), verzehrt die Erde samt der Frucht und setzt der Berge Grund in Flammen.“ (Tora, „Debarim-Rückschau“, 32:22)

Alles, was der Mensch aus selbstsüchtigen Idealen tut, wird auf vier Arten verenden und zugrunde gehen. Das Buch Sohar beschreibt dies auf sehr unangenehme Weise.

Es heißt, dass das Feuer die Frucht der Erde verzehrt, d.h. am Ende wird nichts übrig bleiben. Jetzt denken wir, dass das goldene Zeitalter vor uns liegt: Roboter werden für uns arbeiten und wir werden den ganzen Tag am Strand liegen oder spazieren gehen und Spaß haben. Nein, das wird nicht passieren.

Im Gegenteil, die Menschen werden in tiefe Depressionen fallen, Tabletten und Drogen konsumieren! 

Sie werden die ganze Welt und sich selbst hassen, sie werden sterben wollen und es nicht können! Das Leben wird schlimmer als der Tod sein. Das ist wirklich die echte „Hölle“.

Ein Mensch, der unter Depressionen leidet, wird froh sein zu sterben. Und was soll er machen, wenn er nicht in der Lage ist, sein Leben zu beenden? Das Leben ist totales Elend.

Frage: Was bedeutet: „Und setzt der Berge Grund in Flammen.“?

Meine Antwort: „Berg“ kommt vom Wort „Irurim“(„Zweifel“) und bedeutet alle möglichen inneren Störungen. Wir sehen, dass all das vom Schöpfer kommt und wir nicht davon laufen können. Es geschieht, weil wir Seine Lenkung missachten und uns nicht über den Egoismus erheben wollen, um zur Liebe und zum Geben zu kommen. Deshalb werden wir fühlen, dass Er uns entgegengesetzt ist. Wir werden nicht leben, aber auch nicht sterben können und wir werden in jeder Sekunde Leid empfinden!

Solche Zustände werden letztendlich die Menschheit zur Korrektur führen, aber das ist ein sehr langer und schrecklicher Weg, der  „Der Weg des Leidens“ genannt wird.

 

Aus dem TV-Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“, 01.02.2017

[#215556]



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Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 2

Frage: Worin verbirgt sich der Sinn des Seminars, der Besprechung im Kreis, als die Methode der praktischen Kabbala?

Meine Antwort: „Seminar“ ist eine gemeinsame Handlung zwischen zehn Männern oder zehn Frauen, welche Übungen durchführen. Diese Übungen wurden von den kabbalistischen Quellen empfohlen und werden unter der Leitung des Lehrers, wie die Sportler unter der Leitung des Trainers, durchgeführt.

Das sind keine physischen Übungen wie im Sport, sondern innere Übungen. Sie basieren auf den inneren Anstrengungen, sich miteinander bis zu einem Grad zu verbinden, damit sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.

Es wäre gut, wenn man das in einer Handlung realisieren würde. Normalerweise aber braucht man viel Übung über mehrere Monate oder sogar Jahre. Solch eine Übung mit dem Ziel, zwischen uns eine besondere Verbindung zu erschaffen, innerhalb welcher wir die höhere Kraft des Gebens und der Liebe spüren werden, heißt „Seminar“.

Es gibt viele verschiedene Arten von Seminaren. Üblicherweise aber werden sie als Vorbereitung zum Studium der Kabbala durchgeführt. Im Seminar überprüfen wir die Verbindungen zwischen uns, inwieweit sie mit der Natur des Schöpfers (dem Geben und der Liebe) übereinstimmen. Nachdem wir im Seminar dieses Geben und die Liebe erreichen, oder umgekehrt nicht erreichen können, sondern unsere Entgegengesetztheit offenbaren, kommen wir zum Studium.

Dann, mit Hilfe des Studiums, erbitten wir von oben die Kraft des Gebens, das Licht, das zur Quelle zurückführt. Also die Kraft, die in der Tora steckt. Das bedeutet die Tora zu studieren, worüber es heißt: “Ich habe den bösen Trieb erschaffen“, welcher uns im Zehner trennt, „und als Gewürz dazu habe Ich die Tora erschaffen, das Licht, welches zur Quelle zurückführt“.

Wenn wir im Zehner Kabbala  studieren, um uns einander anzunähern und uns dadurch miteinander zu verbinden, dann können wir die Kraft der Tora nutzen. Während des Studiums erlernen wir was es heißt verbunden zu sein. Wie sind die spirituellen Objekte (Parzufim) aufgebaut, die Welten, die Leiter der spirituellen Stufen, wie wird das alles verbunden und bindet uns darin ein?

In diesem Fall ziehen wir auf uns eine besondere Kraft heran, welche „die Tora“ heißt, „das umgebende Licht“ oder „das Licht, das zur Quelle zurückführt“, welches auf uns einwirkt und uns einander annähert.

So bilden wir ein Netz der Verbindungen, in welchem wir letztendlich diese besonderen Ereignisse sehen. Sie sind Ausdruck der höheren Kraft, der Offenbarung des Schöpfers.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben  20/07/2017

[#214910]



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Meine Gedanken auf Twitter,  14/11/17

#Love Liebe kann sich nicht offenbaren in der Abwesenheit des gegenteiligen Gefühls – Hass. Sie können nur gleichzeitig existieren, gemäß dem Gesetz „Liebe bedeckt alle Übertretungen“. Dies ist jedoch nur in dem Umfang möglich, in dem diese Qualitäten durch das Praktizieren der Kabbala erworben werden können.

#Kabbalah Die Kabbala schlägt einen Kompromiss vor zwischen einem „Recht einer Nation auf Selbstbestimmung“ und einer „Erhaltung der Souveränität“: 1. Die Unabhängigkeit jeder Nation mit 2. Der Beibehaltung guter Beziehungen untereinander. Dies ist nur möglich durch Erziehung, wie die Kabbala es empfiehlt. Die Alternative ist Krieg.

#spirituality Der freie Wille wird in der Wahl getroffen: sich dem Gesetz des Egos oder des Schöpfers zu unterwerfen? Ständig in dem Zustand zu verbleiben seinen Weg zu wählen, ist der Ort wo sich der Mensch spirituell entwickelt, indem er „Es gibt nichts außer Ihm“ erreicht.

#purpose Die Sehnsucht nach einem Lebenssinn ist kein Traum oder eine Selbsttäuschung, sondern eine Selbstprogrammierung, eine Motivation, die deine Zukunft vorherbestimmt.

#freedom Der freie Wille beginnt damit, dass wir uns in einer Gruppe mit unseren Punkten im Herzen verbinden wollen und suchen: Wo ist unsere freie Wahl? Wir wollen ein Feld der Verbindungen an einem Ort des Zerbruchs etablieren. Dieses Feld, errichtet aus unseren Verbindungen, ist da wo der freie Wille existiert.

#consciousness Wenn wir den Zustand des Zerbruchs korrigieren, betreten wir einen neuen Bereich, der in der Natur noch nie existiert hat – den Bereich unseres freien Willens. Aus diesem Grund ist es unerlässlich für uns diesen Punkt der Freiheit zu finden, von dem aus wir in eine neue Dimension austreten können.

Die Kabbala erklärt, dass unsere Welt die vollständige Freiheit (# freedom) und Freizügigkeit erreicht, sodass jeder daraus die Schlussfolgerung ziehen kann, dass die richtige Form einer menschlichen Gesellschaft (#society) die der Einheit ist.

 

Aus Twitter, 11/14/17



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