Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wer bist du, Volk Israel?

Immer wieder werden wir unter Druck gesetzt und bedroht; das erweckt von Neuem Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit. Als Teil meines Volkes frage ich mich, was der Zweck dieses unendlichen  Weges sein mag, den wir Juden durchlaufen müssen. Aus welchem Grund  sind wir nicht in der Lage, dem Leid zu entrinnen? Warum nimmt diese  Tortur kein Ende, die sich in jeder Generation zu wiederholen scheint?

Lesen Sie den gesamen Text hier : Wer bist du, Volk Israel



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Für ein neues Leben ist altes Gepäck ein Hindernis

Frage: Dem Volk Israel fehlen Einheit und ein gemeinsames Ziel. Was ist der Grund für diese Entfremdung? Sind wir mit dem Strom des Lebens der westlichen Gesellschaft mitgeschwommen, wo jeder seine eigenen Ideen und Ziele hat?

Antwort: Wir haben das Exil verlassen und tragen dennoch dessen Merkmale in uns. Doch das bedeutet nicht, dass wir so bleiben müssen. Warum sind wir in dieses Land zurückgekehrt, um hier als Volk Israel im Land Israel zu leben?

Vor einigen Jahrzehnten gehörte ich zu einer Nation, Sie zu einer anderen und jener wieder zu einer anderen. Wir lebten in unterschiedlichen Kulturen und Orten. Dann kamen wir nach Israel, doch nichts änderte sich. Dies ist eine Ansammlung von Exilen, jeder kommt mit seinem eigenen “Rucksack” und beschützt dessen Inhalt. Wollen wir nun diesen Rucksack und uns selbst öffnen, um uns zu verbinden und tatsächlich ein Volk zu werden?

Die Kraft der Einheit ist die wichtigste Kraft der Natur, welche uns am Leben erhält. Doch die Kraft der Trennung steht ihr gegenüber. Diese beiden Kräfte müssen im Gleichgewicht sein. Dies geschieht immer und überall: Plus – minus, heiss – kalt, Spannung – Entspannung.

Diese beiden Gegensätze scheinen sich immer in den Haaren zu liegen, doch in Wirklichkeit sind sie verbunden. Das Leben ist eine Kombination dieser beiden Kräfte.

Doch der Mensch hat nur eine negative Kraft und er verfügt nicht über die Stärke der Verbindung. Selbst wenn wir uns verbinden, tun wir das nur aus egoistischen Gründen: Man möchte den anderen zum eigenen Vorteil benutzen; daher tut man etwas Gutes für ihn, um näher an ihn heranzukommen.

Wir haben nichts ausser dieser negativen Kraft. Doch es heißt: “Ich habe den bösen Trieb geschaffen; ich schuf die Mittel, um ihn zu korrigieren – das Licht, das erneuert”. Es gibt tatsächlich eine Kraft, die unserem bösen Trieb gegenüber steht – es ist das Licht, eine besondere innere Kraft der Natur, die sich uns enthüllt, sobald wir uns verbinden.

Wenn wir uns zusammentun um diese Kraft zu suchen, werden wir sie auch finden. Sie wird uns erlauben, uns über unseren Egoismus zu erheben. Es bedeutet, dass die Kraft der Einheit sich mehr enthüllen wird als jene des Egoismus.

Indem wir uns für die Verbindung anstrengen, offenbaren wir mehr und mehr diese Kraft der Einheit. Sie wird mit der Zeit stärker als die Kraft der Trennung und beginnt, diese zu beherrschen. Auf diese Weise werden wir Träger zweier Kräfte und nicht nur einer: Die Kraft der Trennung, die innerlich wirkt und die Kraft der Verbindung, die nach außen wirkt.

Die menschliche Gesellschaft wird sich daher auf ein neues und besonderes Leben freuen dürfen, da uns dann beide Kräfte zur Verfügung stehen. Durch die Weisheit der Kabbala werden wir eine besondere Verbindung erlangen und zur wahren Kraft der Einheit gelangen. Und letztere wird nicht egoistisch sein; sie wird uns über unser Ego erheben. Die Kraft der Einheit und die Kraft der Trennung  werden gleichzeitig existieren und einander ausbalancieren. Dies wird uns auf eine neue Stufe bringen, zu einem neuen Leben! [142877]

From KabTV’s “A New Life” 8/27/14



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Kongress in Sankt Petersburg: Fühlen wir unsere innerste Natur

Eine der geplanten Unterrichte in St. Petersburg hat den Titel “Der Zyklus des Ego in der Natur”. Gibt es in der Natur überhaupt etwas anderes als das?

Jeder sollte sein Ego hervorholen und uns erzählen, wie gern er damit umgeht, wie mit einem Mistkäfer. Wir sollten nicht klagen oder uns auf die Brust schlagen, sondern ganz normal und ernsthaft erspüren, was der Schöpfer sagte: “Ich schuf den bösen Trieb; ich schuf die Tora zu dessen Korrektur.”

Wir müssen alles raus lassen, was in uns ist und gemeinsam ein Lied darüber komponieren, wie hässlich wir im Inneren sind und wir sehr wir unsere Hässlichkeit lieben. Unsere Gier, unsere innere Lüge und unsere Unfähigkeit, die Wahrheit zu erkennen. Unsere Unfähigkeit zu lieben und zu geben sollten sich in diesem Lied ausdrücken.

Wir müssen es so gut fühlen, dass wir uns tatsächlich vor uns selbst ekeln. Doch das Wichtigste in der Enthüllung unserer ursprünglichsten Natur ist, dass sie uns davon abhält, uns zu verbinden.

Frage: Wir versuchen immer, den Tag positiv abzuschließen. Doch ist es in diesem Fall besser, wenn jeder in diesem zerstörten Zustand zu Bett geht – in der Erkenntnis des enthüllten Ego?

Antwort: Nein, ich denke, die Erkenntnis über unser verdorbenes Ego sollte uns wahres Entzücken bescheren! Denn wir verstehen dann, woran wir erkrankt sind. Wie ein Mensch, der den Grund für sein Kranksein erkennt. Wenn er am nächsten Tag kommt, bekommt er die Medizin; doch er wird den genauen Grund kennen, und darüber wird er sich freuen.

 

 



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Fehler, die zu Verdiensten werden

Von den Söhnen Aaron, Nadaw und Awiju, hat jeder seine Handschaufel genommen, die sie auf das Feuer gelegt haben, sowie die Mischung der Wohlgerüche, und haben vor Gott ein fremdes Feuer, das er ihnen nicht befahl, gesetzt. Das Feuer ist von Gott gekommen und hat sie gefressen, so dass sie starben.

Und Mosche hat Aaron gesagt: „Darüber sprach der Gott: ich werde den Nähernden heilig sein und vor dem ganzen Volk werde ich verherrlicht sein. (Tora, „Lewit“, das Kapitel „Schmini“, 10:01-10:03)

Das Feuer ist das Licht Chochma, das die Söhne Aarons zu erhöhen, einzuweihen und auf das nächste Niveau zu erheben versuchen. Sie können das nicht tun, weshalb sie denselben Fehler, wie Aaron, begehen. Allerdings ist dieser Fehler für die Offenbarung jener Schicht der Selbstsucht notwendig, die sich immer noch im ganzen Lager, im gesamten Volk, in der ganzen Gruppe versteckt.

Wie üblich wird alles durch die Fehler offenbart, man kann nichts tun, wir gehen nach vorn, so werden unsere Probleme gelöst.

Als Aaron die Versündigung mit dem Goldenen Kalb korrigiert hat, wurde folgendes Niveau (seine Söhne Nadaw und Awiju) offenbart, die einen noch größeren Aufstieg verlangten. Sie sind derselbe Aaron, aber auf dem folgenden Niveau, welches „die Söhne“ genannt wird.

Sie versuchen die Annäherung aller zerbrochenen Seelen anzustreben und solche Verlangen aufzunehmen, für die sie noch  keine spirituelle Arbeit durchführen können, um diese mit dem Streben zur Verbindung zu überwinden. Das heißt, man muss immer ganz genau berechnen können, bis zu welchem Niveau man dem Menschen nah sein kann.

Angenommen, wir sind Freunde und können uns in einem Café treffen, oder zusammen in den Urlaub  fahren. Wenn ich aber zu dir umziehen würde, oder du zu mir, dann wären große Probleme zwischen uns entstanden, da sich in uns solche egoistischen Eigenschaften gezeigt hätten, mit denen wir nicht zurechtkommen könnten. Anstatt ein größeres Streben zur Verbindung mit dir zu haben, werde ich ständig den unüberwindlbaren Gedanken haben, dass du mich endlich verlassen sollst, deshalb soll alles nach und nach geschehen.

Die Söhne von Aaron haben die Handlung begangen, die sie zur gegebenen Zeit überholt hat. Hätten sie es nicht getan, würde ihnen das Übel nicht offenbart worden sein. Es gibt deshalb im Leben einer Gruppe, der Menschen und jeden einzelnen Menschen immer einen Abstieg.

In der Regel wird heute die Empfindung des Zerbrechens  in den Gruppenhandlungen gezeigt. Es ist kein Zerbrechen, sondern die Offenbarung des in uns verhüllten Bösen, das wir enthüllen und empfinden müssen, worüber wir keinesfalls trauern, sondern uns freuen und danken sollen, so besteht die Möglichkeit für die Korrektur.

Frage: Haben die unkorrigierten Söhne von Aaron eine Stufe übersprungen?

Antwort: Jede Stufe fängt in der Nacht an: „Und es wird Abend, und es wird Morgen – der erste Tag“.

Also beginnt alles mit der Enthüllung des Bösen in sich. Immer! Nachdem Aaron die Versündigung des Goldenen Kalbes korrigiert hat, wurde ihm die nächste Stufe, seine „Söhne“ sofort offenbart, die noch größere Verbindung anstrebten, als die, die sie von Mosche und Aaron mit dem Volk empfunden haben. [136597]

Auszug aus dem TV – Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 15/01/13



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Die Welt im wissenschaftlich-phantastischen Film

Frage: Wenn Israel ein Ingenieur ist, der für die richtige Arbeit des Weltsystems antwortet, über welches Wissen soll er dann verfügen?

Antwort: Israel ist verpflichtet, alles über das System zu wissen: sowohl von der Kraft, die das System verwaltet, als auch das System selbst, damit es mit der höheren Kraft richtig verbunden ist.

Die höhere Kraft ist eine über uns folgende Stufe, dann kommt Israel, darunter – die ganze restliche Welt: insgesamt, drei Stufen. So sieht das System aus.

Israel empfängt die Befehle der höheren Kraft und gibt sie nach unten weiter, passt diese an und existiert wie der Kopf bezüglich des Körpers.

Israel ist verpflichtet, sich mit den Völkern der Welt zu verbinden, um zu fühlen was ihnen fehlt, um ihre Bitte nach oben, zum Höheren zu erheben, was “МАN”, Gebet heißt. Schließlich soll es sich richtig korrigieren, damit die höheren Kräfte eine Möglichkeit hätten, sich von oben nach unten in der richtigen, guten Form zu erstrecken.

Das heißt, zuerst soll Israel selbst handeln, dadurch wird der andere Prozess, in dem die höheren Kräfte in Aktion treten, herbeigerufen.

Dieses System schließt die ganze existierende Wirklichkeit ein: die Verlangen, die Gedanken, die Gefühle. Das ganze Leben ändert sich: unsere Wahrnehmung der Realität, ihre Empfindung. Die Welt wird anderes, wie in einem wissenschaftlich-phantastischen Film.

Wir beginnen, die in der Welt geltenden Kräfte zu sehen. Diese Welt verwandelt sich in ein Theater, das geleitet und getrieben wird. So begreifen wir das lenkende System. Die äußere Form dient nur dazu, uns mit dem inneren System zu verbinden.

Auszug aus dem TV-Programm “Treffen der Welten”, “das Bewusstsein Israels”, 18.06.14



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Man darf nicht mit gleicher Münze zurückzahlen

Frage: Wenn das Volk Israel zur Vereinigung, zum hohen Ziel gerufen ist, warum haben dann die Juden den arabischen Teenager getötet?

Antwort: Weil das Volk Israel von der Stufe des Ersten Tempels gefallen ist und zerbrochen lebt. Heute ist sein Zustand schlechter, als bei den Völkern der Welt.

Uns scheint es, dass es besser ist, wenn das Volk die Barmherzigkeit und andere verhältnismäßig vortreffliche Impulse hat, das es manchmal ein Zartgefühl zeigt und  darin die gegenseitige Hilfe, im Vergleich zu anderen Völkern entwickelt. Dies wird besonders anhand der Vertreibung sichtbar, durch die Unterstützung und die Wohltätigkeit, welches ein Fundament des Überlebens war.

Es ist wahr, dass in diesem Volk die zerbrochenen Gefäße-Verlangen, versteckt sind. Sie halten sich “vorerst im Schlaf” auf, können aber bald aufwachen.

Die Tora führt das einfache Herangehen an die Situationen vor, all die Situationen, die sich heute als ähnlich erwiesen haben: du bist verpflichtet, den Feind zu stoppen, du darfst nicht zulassen, dass er dich tötet, jedoch sollen alle übrigen deiner Handlungen nur auf die Korrektur gerichtet sein. Die Vereinigung wird nach dem Prinzip realisiert: “Von der Liebe zu den Geschöpfen – zur Liebe zum Schöpfer”.

Wenn man uns töten will, dann sollen wir uns mit den Problemen der Sicherheit beschäftigen und unser eigenes Leben über das Leben des Feindes stellen. Alles, außer der Rettung des eigenen Lebens, d.h. die materielle Korrektur, soll nur mittels der spirituellen Korrektur verwirklicht  werden.

Bezüglich des Mordes an den arabischen Teenagers, ist zu sagen, dass in solchen Fällen,  ähnliche Verbrechen angeschaut werden sollen. Es kann hier keine Nachsicht geben, die Menschen können nicht alles tun, was sie tun wollen.

Ich sage es gerade im Kontext zur Korrektur der Welt: wir sind berechtigt und verpflichtet denjenigen zu töten, der uns töten will, falls es keinen anderen Ausweg gibt. In allen anderen Fällen sind wir verpflichtet, die Kraft der spirituellen Korrektur einzusetzen. Alles geschieht nur deshalb, da wir auf diesem Weg zurückbleiben. Die Rettung des Lebens rechtfertigt es, mein Leben zu schützen, denn wenn sie mich töten, wie werde ich dann korrigiert?

Frage: Was kann das Volk in der vorliegenden Situation tun?

Antwort: Wie ich schon gesagt habe, durch die Vereinigung. Es gibt nicht mehr zu tun. Wir sollen uns immer mehr verbinden, bis wir “wie ein Mensch mit einem Herz” werden.Wir sind verpflichtet dies zu tun, wobei wir nichts tun. All das Negative, das von unseren Nachbarn und von uns stammt, sind Folgen. Gerade wir sind für alles verantwortlich.

In unserem Volk gibt es viele Menschen, die die wahre Korrektur ablehnen und nur an die Gewaltlösung des Problems glauben. Sie wären froh, es den Arabern mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Ich behaupte, dass dies nicht unser Weg ist. Sogar der Gedanke, der Impuls ihnen gegenüber genauso zu handeln, ist schon der Mangel, der uns zeigt, dass wir nicht mit der richtigen Korrektur verbunden sind. Sie fließt noch nicht in unserem Blut, wir verstehen nicht, dass nur die richtige Wechselbeziehung zwischen uns es zulassen wird, die Situation zu verändern.

Nachdem wir vereinigt sind, werden sich die Situationen nicht nur in Israel, sondern auch weltweit beruhigen. [139107]

Fragmente über die Einheit des Volkes Israel

 



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Krieg – ist keine Korrektur

Frage: Wenn der Mensch die Sirenen des Raketenallarms hört und zum Luftschutzkeller läuft, woran soll er dann denken?

Antwort: Daran, dass der Schöpfer ihn an den Mangel der Korrektur erinnert, die er noch nicht begangen hat. Deswegen geschieht die Offenbarung mittels Leiden, anstatt auf dem Weg der Thora.

Frage: Und woran sollen die Bewohner der übrigen Teile des Landes denken, die sich nicht unter Beschuss befinden? Sie führen ja ihr gewöhnliches Leben weiter, während im Süden das gewöhnliche Leben zu Ende ging. Wie kann ich mich mit jenen verbinden, die vor den Sirenen und Explosionen in die Luftschutzkeller  flüchten?

Antwort: Ich bemühe mich mit allen Kräften,  nutze jede beliebige Gelegenheit, um die Menschen zur Vereinigung zu führen. Und dadurch baue ich die Absicht auf, dass die Situation sich weiter beruhigt, um das Schöpfungsziel mittels Tora, anstelle der Leiden zu erlangen.

So kippe ich  den “Schalter“ jeden Tag, jeden Augenblick auf den guten Weg um – um den Bewohnern im Süden des Landes zu helfen, bzw. (eine Stufe höher) dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Natürlich muss man die Feinde mit Hilfe der Armee stoppen. Für uns ist jetzt Beruhigung notwendig und die ist ohne militärische Mittel im Moment nicht zu erlangen. Diese sollten jedoch nur dazu verwendet werden, um Zeit zur Korrektur zu haben.

Krieg kann nichts korrigieren. Die Welt versteht  heutzutage schon, dass man mit Krieg nichts gewinnen  kann. Allen ist klar  -  es gibt keine militärische  Lösung von Problemen.

Deshalb greifen wir nur auf militärische Maßnahmen zurück, um das Fallen anzuhalten und die Zeit für die Hauptarbeit der Vereinigung zu gewährleisten. [139105]

Ausschnitte aus “die Einheit des Volkes Israel und seine Rolle” vom 8.07.2014



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Die Geburt der Allgemeinen Seele

Aus dem Buch Sohar „Ki Tasira“, Punkt 91: Aussatz bedeutet Schließung, da sie die oberen Lichter verschließt und sie nicht öffnet. Und wenn sie verschlossen sind und sich nicht öffnen, wird es als „Plage“ bezeichnet. Die Vorväter, ChaGaT, werden nicht genährt, weil sie kein Licht erhalten, und erst recht nicht die Söhne, NeHJ. Wie geschrieben steht:“Wenn der Aussatz sich im Menschen befindet“, eigentlich in Adam, in Seranpin – was HaWaYaH mit Alef ist – was in Gematria Adam bedeutet. Und von hier steigt es zum unteren Adam ab, der es verursacht hat, und blockiert sein Licht, und es gibt Leid für alle durch das Verschließen der Lichter.

Alles hängt davon ab, wie sehr wir unser Sehnen, unsere Bitten und richtigen Gebete um Korrektur an Seir Anpin erhöhen können.

Durch Vereinigung steigen wir zu Malchut auf, von woaus wir beginnen können, unsere Bitten an Seir Anpin, die nächste Stufe, den höheren Parzuf, zu einem höheren System zu erhöhen. Indem wir uns damit verbinden, rufen wir das Licht herbei, das zu uns absteigt.

Seine Intensität hängt jedoch davon ab, wie wir es herbeirufen, weil wir uns unterhalb in den Welten von BYA (Beria, Yezira, Assia) – von Unreinheit befinden. Unsere Egos sind ständig aktiv, quirlen und schubsen uns in verschiedene Richtungen, und es stellt sich heraus, dass wir jederzeit Gefahr laufen unser Gebet um Voranschreiten zu unterbrechen und fallen.

In diesem Falle treten zwischen Malchut und Seir Anpin unsichere, unklare Kontakte auf, an denen wir schuld sind. Es besteht Gefahr einer „Fehlgeburt“ – Angst, dass der Embryo sich nicht entwickeln wird.

Frage: Was ist der Sinn des Aufstiegs von Malchut und weiteres Wachstum zu Seir Anpin?

Antwort: Der Aufstieg von Malchut wird durch die Verbindung zwischen den Freunden vollzogen. Wenn wir uns richtig miteinander verbinden, erschaffen wir die Malchut, von welcher wir unser allgemeines kollektives Verlangen an Seir Anpin als ein Ganzes erheben.

Seir Anpin ist der Schöpfer und der Aufstieg von Malchut zu Seir Anpin bedeutet Angleichung an den Schöpfer und Anhaftung an Ihn, wenn wir in unserer Verbindung ein Ganzes werden – in Richtung Einheit mit dem Schöpfer fortschreiten.

Das Ebenbild des Schöpfers wird – bezogen auf jene Menschen, die sich versammeln und eine gesamte kollektive Seele untereinander erschaffen – Adam (menschliches Wesen) genannt.

Frage: Das heißt mit anderen Worten, dass eine Welt aus den Verlangen erbaut und das menschliche Wesen in ihr geboren wird?

Antwort: Nein. Wenn unsere Verlangen zu einem Ganzen verschmelzen, indem wir gegenseitig ineinander eingeschlossen sind, sodass zwischen uns jedwede Unterschiede verschwinden – dieses allgemeine Verlangen steigt mit unserer Bitte, uns dem Schöpfer anzugleichen, höher hinauf, um Adam, menschliche Wesen, zu werden. (138703)



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Wunderbare Wandlung

Kongress in Sochi.

Frage: Wie kann man die Verlangen der breiten Öffentlichkeit von materiellen zu spirituellen Bedürfnissen umwandeln?

Antwort: Erstens  muss man den Menschen erklären, dass wir in jeder Situation  innere Füllung anstreben.

Und selbst dann, wenn wir irgend etwas kaufen oder etwas für uns selbst, für Freunde oder die Familie machen,  wir sogar Genuss  empfinden. Man kann ihn vielleicht monetär oder in Form aufgewendeter Bemühungen messen, aber es geht immer um eine Empfindung.

Deshalb sind Empfindungen  – das Wichtigste. Für sie arbeiten wir, schuften, leben und ziehen wir Kinder groß. Es sind die Gefühle der Selbstempfindung, des Lebens, des Erfolges.

Zweitens stehen wir alle unter dem Einfluss der Umwelt, die uns zwingt, den Erfolg im Leben anhand des materiellen Wohlstandes zu messen: Auto, Wohnung, Kleidung, Prestige sowie Wohngegenden oder Urlaubsorte. Aber im Prinzip ist das alles nur deshalb notwendig, um in sich eine bestimmte Füllung zu empfinden. Denn kein Mensch “drückt” ein Haus, Kleidung, ein Auto in sich hinein – er trägt lediglich Empfindungen in sich, die gefüllt werden wollen.

Deshalb müssen wir für jeden solch eine Füllung ermöglichen, damit er mit dem, was er benötigt, zufrieden ist. Somit wird er nicht mehr darunter leiden, dass ein anderer mehr besitzt oder sich Vorwürfe machen, dass “das Gras in Nachbars Garten grüner ist”.

Der Mensch wird sich genügsam fühlen. Er wird sich dem Einfluss der Massen entziehen. Der äußerliche Erfolg anderer Menschen wird aufhören, ihm das Leben zu erschweren, und er wird mit der Jagd nach unnötigem Überfluss aufhören.

Wir müssen den Leuten erklären, dass das Verständnis des Menschen von seinen Empfindungen abhängt, und dass wir es befehligen können. Das heißt, wir bilden die Menschen darin aus, wie man in jedem beliebigen Zustand zufrieden sein kann.

Ich werde euch ein kleines Geheimnis  verraten – es gibt keine spirituelle Welt. In dem Maß, in welchem wir damit vollständig einverstanden sind, was mit uns geschieht, verwandelt sich diese Welt in eine spirituelle.

Wir werden zu “Chafez Chessed”, d.h. wir wollen nichts für uns selbst und erlangen so die Eigenschaft von Bina. Wenn wir das Geben erlangen, dann erreichen wir das Niveau Chochma. Und Chochma und Bina offenbaren uns gemeinsam das Niveau Keter – das höchste Niveau, die Welt der Unendlichkeit. Deshalb wird nicht die uns umgebende Welt verändert, sondern nur unsere Empfindung für sie. Das Licht befindet sich in vollkommener Ruhe, und alles hängt nur von unserer Korrektur ab.

Wir erklären den Menschen, die in ihren materiellen Problemen gefangen sind, dass sie prinzipiell zu jedweder Zeit ihres Lebens glücklich sein können, weil unsere “Organe fühlen” – das sind Verlangen. Und wenn er diese richtig ausfüllen wird (darin unterrichten wir ihn auch), dann wird er genauso glücklich sein, wie der stärkste, reichste, bekannteste, erfolgreichste Mensch in der Welt.

Wir geben ihm die Möglichkeit, gefüllt zu werden.  Und genau das ist die Wissenschaft der Kabbala – die Wissenschaft über die Füllung. Im Prinzip liegt unsere Methode darin, dass sobald ein Mensch, welcher der allgemeinen Füllung anstelle einer persönlichen gerecht wird, er sich sofort in der höheren Welt zu empfinden beginnt. [138558]

Auszug aus dem Gespräch während des Kongresses in Sochi, 09.06.2014



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Seele und Körper

Frage: Wie ist die Seele mit dem Körper verbunden?

Antwort: Es gibt nur die Seele. Unser und alle anderen physischen Körper um uns herum erscheinen uns als gewisse Substanz, die deshalb notwendig ist, damit wir zwischen uns die anfängliche altruistische Verbindung aufbauen können. Damit die Verbindung zwischen uns sich nicht egoistisch entwickelt, sondern altruistisch, und je mehr diese Verbindung sich entwickelt, desto weniger Platz wird unser Körper und überhaupt alles Materielle in unserem Bewusstsein einnehmen, bis es einst  ganz aus unserer Empfindung verschwindet. [138260]



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