Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Was geschah mit dem König von Ägypten?

Aus dem Artikel: “Und es geschah während jener vielen Tage“ („Shamati“ N°159): Was tat der Schöpfer also? „Der König von Ägypten starb“, das heißt, sie verloren diese Knechtschaft. Natürlich konnten sie dann nicht länger arbeiten.

Der König von Ägypten starb in uns – die Macht, welche die Selbstsucht bisher über uns ausübte, verschwand. Aus diesem Grund können wir nicht mehr funktionieren. Wir haben immer egoistisch gehandelt, für unseren Selbstgenuss haben wir gegeben. Und plötzlich gibt es niemanden mehr, für den wir arbeiten könnten – das Verlangen zu genießen ist verschwunden. Und wenn es kein Verlangen mehr gibt, bleibt auch nichts mehr zu tun: Wir wollen weder geben noch empfangen.

Unser Egoismus ist wie verschwunden, wir sind verzweifelt und wissen nicht, was wir machen, oder wohin wir gehen sollten. Wir wollen uns nicht mehr bewegen, fühlen uns plötzlich leer, empfinden keine Freude. Doch ist dies ist nur ein Übergang auf die nächste Stufe. Dass wir jetzt erschöpft sind, zeigt nur unsere Abhängigkeit von der Stärke des Egoismus, und wie sehr er uns in seiner Macht hielt.

Der König von Ägypten starb – das heißt, unsere Selbstsucht ist für uns nicht mehr wichtig. Unser Selbstgenuss erfüllt uns nicht mehr, da wir daraus keine Lebenskraft mehr beziehen.

Aus dem alltäglichen Leben wissen wir, dass wenn irgendein Spiel einen nicht länger ausfüllt und man dem keine Wichtigkeit mehr beimisst, dass dies bedeutet, dass der König von Ägypten – unser Egoismus – uns nicht mehr erfüllt. Deswegen suchen wir dann nach weiteren Veränderungen im Leben, nach Erfüllung.

Aber in der spirituellen Arbeit wissen wir nicht, wie wir von einem Zustand in den nächsten gelangen können, und das ist das Problem. Im gewöhnlichen Leben haben wir das Fernsehen, Internet, Werbung – wir können jederzeit eine neue Wahl treffen. Wenn wir im Supermarkt einkaufen gehen und sehen in den Regalen unzählige Sorten Wein, Käse, Fleisch usw.: Spricht uns das eine nicht an, entscheiden wir uns für etwas anderes.

Das verwirrt die Menschen sehr, denn die Illusion der Wahl, ständig etwas für den Selbstgenuss zu finden, beruhigt zunächst. Dann fällt jedoch auf, dass bei all diesem Mühen eine große Anzahl von Menschen zu Depressionen neigt, dass viele völlig verzweifelt sind, sogar Drogen nehmen.

Da wir uns auf dem spirituellen Weg befinden, können wir auch keinen Genuss mehr im normalen Leben finden. Wir wissen nicht, was mit dem König von Ägypten passiert ist, der uns bisher immer dazu inspiriert hat, in diesem und jenem Erfüllung zu finden. Jetzt aber gelingt uns dies nicht mehr – und das ist ein Problem.

Wir können nicht ständig die Richtung wechseln, uns andere Aufgaben suchen oder vor uns selbst weglaufen; es gibt keinen Ort, an den man davor fliehen könnte. Wir müssen uns darauf ausrichten, einen neuen König zu finden. Das heißt, wir nehmen die Kraft des Gebens an, ohne dafür irgendwas zu erwarten. Wir nutzen die Höhere Kraft, führen bestimmte Handlungen aus und verbreiten in der Außenwelt.

Wir müssen um solch eine Trennung von jeglichem Selbstgenuss bitten, ob gut oder schlecht.

„Und später, als sie durch die Wüste gingen und in den Zustand von Katnut (Kleinheit) gelangten, sehnten sie sich zurück nach dem Dienst, den sie vor dem Tod des Königs von Ägypten verrichteten“.

Wenn der Mensch von seinem Ego getrennt ist, wird ihm immer wieder vorgeführt, wie gut er es früher hatte: welche Wünsche, Genüsse, Absichten, welche Freuden! Doch nun ist es die Aufgabe des Menschen, über seinem Ego genau den gleichen Zustand zu entwickeln, jetzt aber auf der spirituellen Ebene. [133046]

Auszug aus dem Unterricht aus dem Buch „Shamati“ 18/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Spiele mit dem Pharao

Frage: Wie erlangt man die Kraft des Glaubens?

Antwort: Den Glauben empfindet man entsprechend der Bitte. Die Bitte soll maximal an die Kraft des Glaubens angenäht sein. Das heißt, ich soll klären: wofür ich den Glauben brauche, wie formuliere ich in mir diese Forderung? Mit meiner Forderung soll ich die Kraft des Glaubens an mich heranziehen, um zu erzwingen, dass sie in mir offenbar wird.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass es unmöglich ist, die Kraft des Glaubens zu verlangen, ohne sie gefunden zu haben. Eine ausweglose Lage – das eine verneint das andere. Wenn ich es jedoch in meinem materiellen Zustand künstlich vorspiele, dass ich die Kraft des Glaubens und die altruistischen Handlungen brauche, dann leuchtet mir diese Kraft von weitem zu.

Sie kommt noch nicht zu mir, da ich darin kein wahres Bedürfnis verspüre. Ich spiele sie vor “als ob ich sie hätte”, und dieses “als ob” zieht das Licht, das zur Quelle zurückführt und mich korrigiert, zu mir heran.

Nach solchen Übungen ziehe ich jedes Mal immer mehr umgebendes Licht heran und beginne, mir die Eigenschaft des Gebens an zueignen. Ich beginne sogar in der Dunkelheit zu unterscheiden, welche Handlungen mehr und welche weniger gebend sind. Ich lerne, mich in der Finsternis zu orientieren, sogar mit dem Pharao zu arbeiten, mit ihm zu spielen.

Im Laufe dieses Spieles leuchtet mir die Kraft des Glaubens immer mehr entgegen, aber nur unter der Bedingung, dass ich mich bemühe, ihr gleich zu werden, ich ziehe sie heran, sauge sie in mir auf und ändere mich. Diese Periode der Verhüllung heißt die Arbeit “lo lischma”, wonach man zu “lischma” kommt.

Wir brauchen die Kraft des Glaubens. Dazu müssen wir die physischen Handlungen erfüllen, da wir noch nichts in der Spiritualität machen können, da wir die Kraft des Gebens noch nicht besitzen. Deshalb spielen wir es vor: in der Gruppe, bei der Verbreitung, wir bilden spirituelle Systeme nach, so wie Kinder die die Erwachsenen nachahmen.

In den Kindern und sogar in den Jungtieren ist der natürliche Instinkt zu solchem Spiel vorprogrammiert, wir haben ihn nicht, und sollen deshalb absichtlich spielen. Auch Kinder ziehen das Licht, das zur Quelle zurückführt heran und entwickeln sich dadurch. Die Entwicklung jedes beliebigen Wesens erfolgt nach diesem Prinzip.

Darin besteht der Unterschied zwischen dem unbelebten Material und dem höheren ausbaufähigen Niveau: dem pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau. Sie besitzen die Fähigkeit, die nächste Stufe vorzuspielen, und das Licht, das zur Quelle zurückführt, an sich heranzuziehen.

Darin besteht das Wesen des Spieles, mit dessen Hilfe die Pflanzen, die Tiere und die Menschen wachsen und sich entwickeln. Innerhalb ihrer Zellen existiert ein Mechanismus, der die erwachsene Form vorspielt und danach strebt, diese zu erreichen. Diese Form streben wir auch in der Gruppe an. Aus diesem Grund zieht die Pflanze oder das Tier das zusätzliche Licht an sich heran und wächst dadurch. Überall gilt dieses Prinzip.

Wir müssen diese Form bewusst erlangen, in der Natur passiert es spontan und natürlich. Jede Kreatur: Pflanze, Tier, Mensch – sie alle ziehen das umgebende Licht heran. Bei den Menschen ist das am meisten sichtbar: sie versuchen ständig, etwas Neues zu bauen, neue Spitzenwerte zu erreichen. Die neuen Reshimot von der nächsten Stufe werden auf diese Weise offenbart und wir ziehen das Licht heran, das uns zur Quelle zurückführt.

Das Wichtigste ist, nicht zu vergessen, dass die Arbeit nicht auf die Enthüllung gerichtet sein soll, sondern darauf das umgebende Licht heranzuziehen und die Stärke des Glaubens zu festigen. Man sollte weniger über eigene schlechte Gedanken, Wünsche, Eigenschaften nachdenken, da “der Mensch sich dort befindet, wo seine Gedanken sind”. Wir sollten nur darüber nachdenken, wie man die Handlungen “simuliert”, die dem Licht gleichen. Folglich wird das Licht auf uns einwirken. [133224]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash 22/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Ort der Opfergabe

Frage: Wo gibt es, im Stadium der Umschaltung der fünf Sinnesorgane dieser Welt, auf die fünf Organe der Empfindung der Spiritualität, einen Ort für “die Opfergabe”?

Antwort: Zunächst besitzt der Mensch nichts. Die Opfergaben beginnen mit dem Auszug aus Ägypten, wenn der Schöpfer quasi darüber spricht, welche Opfer dar zu bringen sind: das Zelt des Vermächtnisses zu bauen usw..

Wenn der Mensch über das Begreifen verfügt, dann sagt man ihm: “Dieses Verlangen ist in dem Maß, und dieses – in dem anderen Maß egoistisch. Von hier aus muss man so viel abschneiden”. Das heißt, man zeigt dem Menschen, in welchem Maß und in welcher Übereinstimmung er mit den übrigen Verlangen, jedes Verlangen für das Geben benutzen kann.

Wenn der Mensch sinnlich und klar von einer Welt in die andere übergeht, dann wird zuerst eine Entfremdung in dieser Welt empfunden. Sie ist teilweise schon bei Menschen sichtbar, die das Studium der Kabbala beginnen.

Später entsteht das deutliche Streben zum folgenden Zustand, zur Offenbarung des Schöpfers. Der Mensch versteht nur noch nicht, wer der Schöpfer ist, was die Eigenschaft des Gebens und der Liebe bedeutet, was er aufopfern soll, um den Schöpfer zu offenbaren.

Natürlich braucht er die Gruppe, um sich richtig zu entwickeln, um in sich den Neid, die Eifersucht, die Bestrebung zum Schöpfer zu gelangen, entdecken kann. Er soll spüren, dass er nicht alleine ist.Er begeht die Beschränkung und richtet sich auf jeder Stufe auf und jedes Mal entstehen die Probleme, die ihn angeblich nach hinten ziehen: Faulheit, Gleichgültigkeit, Ausreden. Anschließend macht er einen Sprung, leidet während der ägyptischen Plagen, zieht aus Ägypten aus, kommt zum Roten Meer, in die Wüste usw..

Das Wichtigste ist, dass er erst dann die Instruktion und den Hinweis, was er tun soll, bekommtl. Er bekommt nicht sofort den Hinweis, wie die Opfergabe zu realisieren ist.

Zunächst erreichen wir die Wichtigkeit der Loslösung von dieser Welt, in der nur unser vergänglicher Körper existiert. Wir gehen mit unseren Verlangen, Absichten und Erwartungen ins Begreifen der Höheren Welt, der Eigenschaft des Gebens und der gegenseitigen Verbindung ein.

Wir wünschen uns, wie ernste Forscher zu offenbaren, wie die unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveaus der Natur untereinander verbunden sind, wo sich die Kräfte befinden, die zwischen ihnen existieren.

Das alles offenbaren wir allmählich, in zwei Etappen. Auf der ersten Etappe wünschen wir nichts für uns, wir versuchen, von der Eigenschaft des Empfangens abgerissen zu sein, und erlangen auf diese Weise die so genannte Eigenschaft “Chassadim” (Barmherzigkeit).

Auf der zweiten Etappe steigen wir vollständig auf die Stufe der Barmherzigkeit, die Stufe Bina, auf und erlangen die Korrektur, nach der sich alle unsere Verlangen in der vollen Abschaltung vom Erhalten und den Füllungen befinden. Anschließend beginnen wir die selben Wünsche in die Eigenschaften des Gebens und der Liebe umzuwandeln. Hier erscheint der Ort für die Opfergabe. Das heißt wir sollen klären, wie jedes unserer Verlangen zu korrigieren ist: unbelebtes, pflanzliches, tierisches und menschliches. [133260]

Auszug aus dem TV-Programm “Geheimnisse des ewigen Buches”, 20/11/13



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Genesungsmethode

Es existieren verschiedene Depressionsarten. Dabei unterscheidet man die persönliche und die allgemeine, kollektive Depression.

Die persönliche Depression – ist passiv, während die kollektive Depression – aktiv ist. Sie lässt sich dadurch charakterisieren, dass die Menschen gemeinsam auf die Barrikaden steigen. Sie bleiben nicht leise liegen und warten nicht auf bessere Zeiten, sondern protestieren und zerstören alles, nur um zusammen zu bleiben.

Darauf gründet ihre Kraft und ihre gegenseitige Unterstützung. Es ist eine furchtbare Erscheinung, weil solch eine Depression den Faschismus und den Nationalismus heranzüchten kann.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Masse rechtzeitig auf die Methode der Integralen Erziehung aufmerksam zu machen. [133263]

Auszug aus dem TV-Programm “Geheimnisse des ewigen Buches”, 20/11/13



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Niemand hält uns in Ägypten!

Aus dem Artikel „Und es geschah während jener vielen Tage“ („Shamati“ N°159): Es ist so, dass ihnen die Arbeit für Ägypten tatsächlich gut gefiel. Und das ist der Sinn von „Und sie vermischten sich mit den Nationen und lernten von deren Taten.“

Wir wollen Ägypten nicht verlassen. Wir führen den Krieg  mit unserem inneren Pharao.

„Das heißt, wenn also das Volk Israel unter der Herrschaft irgendeines Volkes steht, herrscht dieses Volk über sie und sie sind nicht in der Lage, aus dessen Herrschaft zu entkommen. Dann hätten sie bereits genügend Geschmack an dieser Arbeit gekostet und hätten nicht mehr erlöst werden können.“

Der Egoismus beherrscht das Herz und den Verstand des Menschen. Auch wenn alle Grenzen offen sind, will er sich nicht aus dieser Sklaverei befreien. Er ist dem Pharao treu ergeben, sogar mehr noch als die meisten Ägypter selbst. Unter der Macht der Selbstsucht bindet uns das Verlangen zu geben sogar noch enger an ihn, als das Verlangen zu empfangen.

Wir wollen Ägypten nicht verlassen und arbeiten hingebungsvoll für den Pharao. Der Egoismus hält uns gefangen, denn wir sind hervorragende und loyale Arbeiter. Also, die Kraft, welche für die zukünftige spirituelle Arbeit – für das Verlangen zu geben – benötigt wird, arbeitet jetzt mit Hingabe für die Selbstsucht.

Niemand hält uns in Ägypten fest, wir wollen selbst nicht weg. Wir genießen unser Leben mit  allen spirituellen Ereignissen mehr, als ein normaler Mensch sein irdisches Leben. [133050]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Shamati“, 18/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Lebendige Kopie der Höheren Welt

Der Mensch muss die egoistische Natur unserer Welt verstehen und durch sie die folgende Welt erkennen, weil sich eben eine Sphäre innerhalb der anderen befindet. Wenn ich durch jeden beliebigen Gegenstand unserer Welt seine Wurzel in der Höheren Welt erkenne, dann kann ich auch unsere Welt auf dieselbe Weise (vgl. die Kraft von Bezalel ) aufbauen.

In Zukunft werden wir beide Welten gegenüberstellen müssen. Darin besteht das letzte Stadium unserer Korrekturarbeit, wenn unsere ganze Welt in Ähnlichkeit zur Höheren Welt umgewandelt wird.

Dann werden alle Gegenstände, Eigenschaften der Menschen und alles, was sie umgibt, untereinander gerade in solcher Form, in solcher Art verbunden sein. Und alle Handlungen und Beziehungen zwischen ihnen werden genauso aufgebaut sein, wie die folgende Sphäre –  die Höhere Welt .

Wenn ich etwas gebe, sage oder mit der unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Natur in Interaktion trete, dann geschehen in der Außenwelt, in den äußerlichen spirituellen Eigenschaften vergleichbare Handlungen und Veränderungen.

Das heißt, wir müssen uns in völlige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer bringen. Die äußere Welt und ihre Handlungen ist der Schöpfer, und wir sollen aus unserer Welt eine lebendige Kopie machen, in der alle unsere Eigenschaften, Verlangen und Handlungen der äußeren Welt entsprechen werden. Und so auch zwischen uns allen. Das ist eben die vollkommene Verschmelzung unserer Welt mit dem Schöpfer mittels der Korrektur der Menschen.

Dies ist ein unvermeidlicher Zustand, den die ganze Welt erlangen wird. Dann wird sich unsere Welt mit der Höheren Welt verbinden, und das gesamte System der Welten wird verschwinden, da es in die Welt der Unendlichkeit übergeht.

Natürlich könnte man argumentieren, dass die Menschen dabei vermeintlich zu Sklaven, Robotern des Schöpfers werden. Jedoch vollzieht sich ihre Korrektur zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer allmählich, je nach der inneren Arbeit, und deshalb gleichen sie sich Ihm infolge der willenstarken Bemühungen, nach dem Begreifen und der Verschmelzung an, weil sie diese höhere, vollkommene Bedingung der Existenz der Natur verstehen. [132875]

Auszug aus dem TV-Programm “Geheimnisse des ewigen Buches”, 13/11/13



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Wir bauen zwischen uns ein spirituelles Parzuf auf

Frage: Was bedeutet es, zwischen uns ein spirituelles Parzuf aufzubauen?

Antwort: Zwischen uns ein spirituelles Parzuf aufzubauen bedeutet, dass wir uns im absoluten, vollständigen Geben verbinden wollen.

Jener Teil aus allen unseren Verlangen, der in der Lage ist, sich zu verbinden, heißt “Toch” (Oberkörper) des Parzuf.

Die Absichten zum Geben, zur Erschaffung eines Ortes für die Offenbarung des Schöpfers, um Ihm dadurch Genuss zu bereiten innerhalb dieses Parzuf, heißen “Rosh” (Kopf) des Parzuf.

Wenn ihr ernsthaft beginnt, euch in der richtigen Form zu verbinden, dann werdet ihr das Bedürfnis danach, dem Schöpfer zu geben, empfinden, und es wird auch die Bedingungen dafür geben. [132926]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 16/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Tägliches Gebet über die Gabe des Lebens

Stellt euch den Zustand der Menschen vor, die durch die Sinaiwüste wandern: die verwüstete, unfruchtbare Erde – vollständige Abhängigkeit vom MaN, tägliche Gebete. Erst wenn du richtig betest, dann wirst du etwas bekommen.

Wenn wir doch in solch einem Zustand wären! Der Zustand in der Wüste bedeutet, dass ich jetzt bei jedem Atemzug vom Sauerstoff, dem Brot und Wasser vom Höheren abhänge. Und nicht nur das Brotstück –, ich werde all das von oben bekommen, worum ich bitte, denn man kann innerhalb des MaN jeden beliebigen Geschmack empfinden. Ich werde ihn meinen Gefäßen entsprechend fühlen und werde darin nichts empfinden, wozu ich kein Verlangen verspüre.

Wir werden alles entsprechend unserem Verlangen erhalten: wünschst du ein Steak – so wirst du es bekommen, wolltest du Schaschlik – so wird dir auch das Schaschlik gewährt, war es ein Salat – so wirst du auch den Salat empfangen. Alles ist genau berechnet, denn entsprechend dem Verlangen wird auch das Licht angezogen.

Aber wenn du kein МaN erhebst, wenn du den Schöpfer nicht bittest, dann kannst du nichts empfangen. Dann wirst du sterben, weil es dir an Luft, an Wasser und an Brot mangeln wird – dann gibt es nichts. Es ist möglich, alles von oben zu bekommen, aber wenn du dein МaN nicht erhebst, “wird diese Infusion von dir abgehängt”, du hörst auf zu existieren – und stirbst.

Dies ist der Zustand in der Wüste – und während wir darin verweilen, lernen wir. Dieser Zustand ist sehr ergiebig und besitzt eine Menge innerer Kostbarkeiten. [132770]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 14/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Ich bin nicht hier, sondern dort

Frage: Ist das Wehklagen nach der Arbeit in Ägypten nicht meine persönliche Verzweiflung, sondern unser allgemeines Problem?

Antwort: Ich beginne mich selbst, als einen integralen Menschen zu betrachten. Ich bin nicht mehr “ich selbst”, sondern “mein Ich” befindet sich in der Vereinigung mit anderen, in gegenseitigem Einschluss.

Ich treffe die Entscheidung, dass “mein ich” nun durch meine Verbindung mit der Gruppe bestimmt wird. Ich befinde mich nicht hier, innerhalb meines Körpers, sondern dort – innerhalb der Gruppe. [132185]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 02/04/14



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Überschneidende Kreise

Frage: Worauf muss man bei der Wahl nach dem richtigen Partner achten?

Antwort: Man braucht nur dem allgemeinen Naturgesetz folgen, welches nach dem Gleichgewicht strebt. Je mehr  Ähnlichkeiten es zwischen den Partnern gibt, umso besser passen sie zusammen.

Man ist sich ähnlich, wenn man innerlich wie äußerlich, die gleiche Erziehung bekam, gleiche Werte, Lebensansichten und gleiche Reaktionen auf verschiedene  Situationen hat. Je mehr Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten man besitzt, umso größer ist der Erfolg auf eine gute Ehe.

Es ist eine Feststellung, dass der Mensch zuerst erkennen muss, wer der Andere ist, dies kann durch verschiedene Gespräche, gemeinsame Veranstaltungen und Seminare erreicht werden. Zunächst einmal muss man die Natur des Menschen, seine Psychologie studieren, erst dann beginne ich zu verstehen, wer ich bin, was mich motiviert und wie ich reagiere.

Damit wir uns gegenseitig besser verstehen lernen, müssen wir zuerst herausfinden, wie die verschiedenen Menschentypen auf unterschiedliche Probleme und in Standard-Situationen, reagieren. Wir werden dann erkennen, dass wir  sehr ähnlich auf die selben Probleme reagieren. Angenommen ich befinde mich in dem entgegengesetzten  Zustand wie mein Partner und seine Reaktion ist mir verständlich, dann würde ich in einer ähnlichen Situation auf die gleiche Art und Weise reagieren.

Deswegen muss der Mensch lernen sich selbst von der Seite zu betrachten. Man sollte seine Reaktion in unterschiedlichen Situationen überprüfen, dann erkennt man,  aus wie viel unterschiedlichen Verhaltensformen und Reaktionen der Mensch besteht. Folglich kann man verstehen, aus welchen Formen die andere Person besteht.

Diese Methode ist nicht nur auf der Suche nach einem Partner gültig, sondern auch für das allgemeine Verständnis einer Person. Es ist notwendig herauszufinden, in welchem Zustand, weicher Stimmung sich die Person befindet, wie sie reagieren könnte, wie weit ich sie verstehen und mich in ihre Lage versetzen kann. Kann ich mich in ihre Lage versetzen? Wir zeigen einander, dass wir uns verstehen und nehmen es an.

Dieses Studium ist dafür da, um den Menschen und sein Verhalten zu erforschen. Es gibt verschiedene Menschentypen: Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker. Die Psychologie hat klare Kriterien für solche Menschentypen und ist daher in der Lage festzustellen, welche besser zusammen passen. So ist es möglich und kein Problem, Menschengruppen zuzuordnen. Als Ergebnis in den Seminaren, bei Besprechungen und während der Spiele, werden sie erkennen, wer besser zu wem passt.

Den Unterricht beginnt man mit Gesprächen und Lektionen, um einsamen Menschen zu erklären, was die menschliche Natur ist, wie stark wir zu egoistischen Tendenzen neigen und wie sehr wir von der Umgebung abhängig sind, somit sind wir gezwungen, unseren inneren Impulsen und dem äußeren Druck zu gehorchen.

Unser Verhalten wird durch Gewohnheiten bestimmt, die durch die Erziehung geprägt wurdet. Wir müssen versuchen zu erkennen, aus welchen Gewohnheiten wir selbst bestehen und dabei verstehen, dass die andere Person, die vor mir steht, eine komplexe Persönlichkeit mit vielen anderen Gewohnheiten ist und ich mit ihr nicht so umgehen kann, wie ich will.

Jeder von uns erwartet von dem Partner, dass er in der gleichen Art und Weise reagiert wie ich und sich in jedem Moment seines Lebens so verhält, wie ich es möchte. Wenn ich die andere Person verstehen möchte, und dabei akzeptiere, dass es in jedem von uns eine ganze Reihe von verschiedenen menschlichen Formen und Modellen gibt, dann werde ich mich anpassen müssen, ansonsten kann ich nicht mit ihr kommunizieren.

So beginne ich flexibel zu werden, damit man aus ihren und meinen inneren Formen und Modellen, etwas, das für uns beide passt und zwar in jedem Augenblick, aufbauen kann. So lernen wir diese einfache Soziologie des menschlichen Verhaltens und der ganzen menschlichen Gesellschaft kennen.

Es ist notwendig genau so zu handeln, denn die ganze Natur strebt nach Balance, nach einer Verbindung, um in jedem Moment die Gleichheit zu erreichen. Im Gesamtsystem hängt alles davon ab, wie die Elemente zusammenpassen und die Verbindung der Elemente zu einem Ganzen wird, bis eine einheitliche Gesellschaft entsteht. Jeder hat seine eigene Freiheit, er weiß, wie er sich der Gesellschafft  anpassen kann, davon hängt der gesellschaftliche Einklang ab.

Man muss jedem beibringen, dass die gleiche Regel auch in der Familie gilt, so wie sie für die ganze Gesellschaft gut ist, so ist sie es auch für die Familien notwendig. Es herrschen überall die gleichen Gesetze.

Um in einer Familie hormonisch zu leben, muss jeder ein Psychologe  werden – wir haben keine andere Wahl! Wir sind sonst nicht in der Lage die Verbindung zwischen uns zu festigen. Diese Verbindung war ursprünglich natürlich, so wie bei den Tieren. Jetzt sind wir aber nicht auf der Tierebene, sondern steigen auf das Niveau des neuen Menschen auf, daher sind  wir verpflichtet zu lernen, wie man zu dieser Verbindung kommt.

Der Mensch  ist kein primitives egoistisches  Tier. Er sollte seinen Egoismus so füllen, dass er sich nicht von den anderen entfremdet, sondern versucht, den Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Um dies zu tun, muss ich die ganze Zeit nach und nach mein Ego annullieren und dem anderen erlauben, in meinen Raum einzudringen. Der  Partner erlaubt es mir und so wird unsere Verbindung aufgebaut.

Ich – das ist ein Kreis, der Partner – ein weiterer Kreis, wir beginnen uns so zu verbinden, dass jeder von uns in das gemeinsame Segment hineingehen kann, auch wenn es noch so klein ist. Wir erkunden dann diesen allgemeinen Bereich, wir kümmern uns darum, erhalten ihn aufrecht. Dies ist nur durch die Selbstannulierung möglich.

Auszug aus dem Gespräch „Neues Leben“, 09/06/13



                                                Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               
Pages: 1 2 3 4 5 6 7 8 ... 664 665 666 Weiter