Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Erziehung in der Gesellschaft der Zukunft

Baal HaSulam, Die Schriften der Letzten Generation: Sie enthalten viele wissenschaftlichen Lehrbücher und auch  Bücher über Ethik, welche die Großartigkeit und Erhabenheit des Gebens an den Nächsten beweisen, bis zu dem Punkt, wo die ganze Nation, von Klein bis Groß, diese Bücher mit ganzem Herzen studiert.

Die Rede ist nicht von der gewöhnlichen Ethik, die zur Psychologie oder Philosophie gehört. Es sind keine „schönen Worte“ oder unterschiedliche Verhaltensprinzipien, welche die Menschheit bis zu gewissen Höhen gebracht hat und verlangt, dass wir auf ihrer Stufe sind, sondern es geht um das, was wir unter dem Einfluss der verborgenen Kraft der Natur erreichen sollen.

Vor allem muss unser Verhalten von den richtigen organisatorischen Anstrengungen ausgehen. Mit diesen Anstrengungen erwecken wir das umgebende Licht: eine besonders gute Kraft der Natur, die uns formt, verbindet und zum Zustand der wechselseitigen Einbindung ineinander bringt. Es wird alles Persönliche von uns verloren gehen. Dann werden wir die anderen mehr als uns selbst fühlen, höher und wichtiger als uns selbst.

Wie eine Mutter sich zu ihrem Baby verhält, das für sie wichtiger als sie selber ist, so muss auch der Mensch dazu kommen, dass diese Kraft, welche das Verhältnis zwischen Mutter und Kind formt, auch uns formt. Darum müssen wir um diese Kraft bitten, nach ihr verlangen und sie fordern.

Deswegen müssen wir eine gewisse Anstrengung unternehmen, damit die höhere Kraft uns dann gegenüber vollkommen Fremden verändert; und danach auch die ganze Welt. Angefangen in einem kleinen Kreis, welcher uns im Verständnis der Spiritualität am nächsten steht, bis hin zu den allerentferntesten äußeren Kreisen, welche sich noch in keinem Kontakt zu uns befinden.  

Baal HaSulam hat betont, dass die Lehrbücher für das gesamte Volk „von Klein bis Groß“ bestimmt sind, d.h. auf allen Ebenen. Hier ist nicht die Rede vom Alter des Menschen, weil man den Säugling oder ein Kleinkind und sogar einen Jugendlichen nicht verpflichten kann, die Erhabenheit der höheren Kraft und die Mittel  ihrer Erlangung zu begreifen.

Darum müssen wir miteinander arbeiten und die heranwachsende Generation in den Kindergärten und Schulen vorbereiten, damit sie im Jugendalter beginnen, den Wert ihres Verhaltens in der Gesellschaft zu verinnerlichen.

 

Aus KabTV´s „Die Letzte Generation“ 6/26/17

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Wie können Sie den Punkt im Herzen entwickeln?

Frage: Ich habe gehört, dass wir alle Teile der einen Seele von Adam sind und in jedem von uns ein Funke von ihm ist, der Punkt im Herzen genannt wird. Was ist ein Punkt im Herzen und wie kann er entwickelt werden?

Antwort: Wir gehören alle zu einem Wunsch. Dieser riesige Wunsch wurde in viele Teile geteilt, von dem jeweils einer in deinen, meinen oder seinen Körper fiel. Unsere Körper trennen diese Teile des Verlangens voneinander. Ich möchte eine Sache, du möchtest etwas anderes und er möchte irgendetwas. Dies ist so, da unsere Körper die Verlangen regeln und anordnen, wie sie es wollen. Die Kabbala sagt, dass wir während wir in dieser Welt in unseren Körpern leben, wir die Teile der Verlangen, die in jedem von uns existieren,  miteinander verbinden können. Wir werden dann unsere gemeinsam geschaffenen Verlangen, die Phänomene außerhalb unserer Körper wahrnehmen, das heißt eine andere Realität – die spirituelle Welt erleben.

Schließlich fühlt jeder diese Welt in seinem persönlichen, individuellen, isolierten Verlangen. Wenn wir unsere Wünsche vereinen, dann erhalten sie durch die Verbindung eine neue Qualität.

Dieser gemeinsame Wunsch wird integral und verbunden, darin spüren wir die Wirklichkeit, die außerhalb von dir, mir oder ihm existiert: die höhere Welt.

Es ist nicht so schwer, dies zu erreichen; Hauptsache wir verstehen, wie wichtig es für uns ist, die höhere Stufe und einen höheren Zustand außerhalb dieser Welt, die zukünftige Welt zu sehen. Wie geschrieben steht: „Du wirst deine Welt in deinem Leben sehen.“ Wenn wir die Grenzen des Körpers aufheben und uns zu einem Menschen mit einem Herz verbinden, dann werden wir die höhere Welt wahrnehmen.

 

Von „ Antworten von Anfängerfragen“ 24/7/2017

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Tausend unschätzbare Verlangen

Frage: Kabbalisten schreiben, dass letztendlich alle Menschen zur Offenbarung der Höheren Kraft kommen müssen. Gleichzeitig weckt die Weisheit der Kabbala in vielen Menschen Angst und Ablehnung. Was verursacht dieses Hindernis, welches seit Jahrtausenden den Weg der Kabbala begleitet hat?

Antwort: Dieses Hindernis befindet sich in der Natur eines Menschen; der Egoismus duldet die Weisheit der Kabbala nicht; tatsächlich ist sie für ihn der Tod.

Ein Mensch sollte ohne Verzweiflung und dem Unvermögen die Fragen zu beantworten, zur Kabbala kommen: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Er fühlt, dass er diese Frage lösen muss, ohne die es kein Leben gibt.

Frage: Heißt das, wenn ein Mensch die Kabbala leicht und freudvoll annehmen würde, er niemals die höhere Kraft verlangen und seine egoistische Natur verlassen könnte? Ist das der Grund, warum man eine negative Haltung gegenüber der Kabbala hat?

Antwort: Wenn das Studium der Kabbala für den Egoismus eines Menschen von Vorteil wäre, würde er natürlich nicht dagegen protestieren. Unser ganzes Streben in dieser Welt, wie nach der Wissenschaft, Bildung, Kultur und Religion zielen darauf ab, unseren Egoismus zu erfüllen.

Wir entwickeln alle diese Bereiche auf der Grundlage unseres Egoismus, daher rufen sie keinen Widerstand hervor. Einige sind in einem Bereich beschäftigt, andere in einem anderen, aber jeder versteht, dass es einen Platz für alles gibt.

Die Kabbala widerspricht dem allem, da sie der menschlichen Natur entgegengesetzt ist! Es heißt, dass wir diesen Menschen, den wir vernichten wollen, im Spiegel sehen, das sind wir selbst und wir bauen dazu das komplette Gegenteil auf.

Frage: Die Menschen wissen das alles nicht. Ein Mensch gibt verschiedenste Gründe an, wenn er die Kabbala kritisiert. Woher kommt dieser Hass?

Antwort: Der Hass entsteht unbewusst. Es macht nichts, dass es der Mensch nicht versteht, er fühlt sich unbewusst zurückgewiesen, genauso wie der Antisemitismus unbewusst in allen Generationen existiert.

Ein Mensch spürt unbewusst, dass es eine Konfrontation zwischen unserem Egoismus und der Kabbala innerhalb des allgemeinen Systems gibt. Sobald er etwas über die Kabbala hört, beginnt der Schutzmechanismus in ihm zu arbeiten und zwingt ihn zur Vermeidung, da der Egoismus bedroht wird.

Frage: Warum gibt es dann Menschen, die zur Kabbala streben und sie studieren wollen?

Antwort: Da sie durch das allgemeine System geweckt werden. Es steckt, zusammen mit dem großen Egoismus, in jedem Mensch der Wunsch, ein Prozent oder sogar nur einen Bruchteil eines Prozents, das höhere System, welches unser Leben kontrolliert, anzustreben. Dieses System wird Schöpfer genannt, die höhere Natur. Wenn dieses Tausendstel des Verlangens zu leuchten beginnt, wenn der spirituelle Funke in einem Mensch entzündet wird, dann ist er bereit alles aufzugeben, um ihn zu vergrößern und die Welt dadurch zu betrachten. Schließlich sieht er, dass die restlichen 99% die zu seinem Egoismus gehören, ihn begraben werden. Mit anderen Worten, wird er sein Leben so beenden, wie er es begonnen hat.

Generation nach Generation, eine Reinkarnation nach der anderen geht ohne Nutzen vorüber. Diese Frage entsteht allmählich in einem Menschen und so werden immer mehr Menschen nach dem Sinn des Lebens suchen.

 

Von Kab TV „ Die Ursachen für die negative Einstellung gegenüber der Kabbala“ 19/7/17

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Geburt eines neuen Programmes für das Leben

Frage: Du sagtest, dass wir tatsächlich zweifache Sklaven des Egoismus sind. Warum zweimal?

Antwort: Weil wir alle Forderungen des Egoismus  ausführen und wir uns nicht bewusst sind, dass wir Sklaven für ihn sind; das heißt, wir sind in einer doppelten Verhüllung.

Frage: Warum gewinnt ein Mensch die absolute Freiheit, wenn er zu einem Sklaven  für den Schöpfer wird?

Antwort: Die Sache ist die, dass wir nicht über unseren tierischen Körper sprechen. Denn wenn du bloß eine Kreatur bist, die aus Verlangen und Verstand besteht, aus Herz und Verstand, dann gibt es da kein Programm von unabhängigen Handlungen, das in dir existiert.

Aber wenn du fragst: „Warum existiere ich“? dann ist das nicht länger eine Frage des Körpers; es ist eine Frage, die von etwas Höherem kommt als die tierische Existenz. Wenn ich mir selber diese Frage stelle, dann denke ich darüber nach, welches Programm ich realisiere, welches Programm ich für mich gewählt habe, wofür?

Der Egoismus wird nur zu dem Zweck geschaffen, um mich auf einer niedrigeren, tierischen Existenz zu halten, und er sagt: „Du lebst, um deine materiellen Wünsche zu erfüllen, solange diese existieren“. Und ich erfülle sie ununterbrochen. Aber mit der Zeit beginnt dieses Programm sanft zu verblassen, seine Wichtigkeit vermindert sich allmählich und der Mensch fühlt dann, dass sein Leben endet.

In der Wirklichkeit ändert sich nichts. Das egoistische Programm ist einfach auf so eine Weise konstruiert, dass es uns nach und nach zu einem Zustand bringt, wo wir uns nicht mehr länger selber füllen wollen, und das ist der Grund warum alles endet.

Das Einzige was bleibt, ist der Tod, mit anderen Worten, das Ende des Wunsches, weiterhin uns selbst zu füllen.

Aber es gibt auch ein anderes Programm, wenn ich von Anfang an nicht leben möchte, um die Verlangen meines Körpers zu erfüllen, weil ich begreife, dass mich das zum Sklaven dieser Verlangen macht. Ich sehe keinen Sinn darin, auf diese Weise zu existieren und ich fühle, dass mein Leben bedeutungslos ist.

So wie sich das egoistische Programm entwickelt, bringt es mich absichtlich voran, zeigt mir seine Bedeutungslosigkeit, und dann fühle ich, dass es sich für mich nicht lohnt zu leben. Das sehen wir bei der neuen Generation, die nach irgendetwas sucht, was es sie selbst vergessen lässt.

Deshalb müssen wir für uns selbst den wahren Sinn des Lebens entdecken. Wenn diese Meinung falsch ist, dann kann ich sie in allem entdecken, weil mir dieser selbe Egoismus hilft, etwas Vergnügen zu finden, wie Fußball, und ich werde in niedrigere Verlangen unserer Welt abfallen und ihr Sklave werden.

Oder ich fahre fort mich weiter zu entwickeln, mit einem Verlangen die Wahrheit zu finden, etwas das über meinen Empfindungen ist. Ich möchte mich selbst nicht mit materiellen Vergnügungen füllen und den Sinn des Lebens nur darin sehen. Ich möchte wissen, dass ich über ihnen existiere. Und dann stelle ich mir die eine große Frage: „Was muss ich tun, wie erreiche ich das“? Mit anderen Worten, ich muss mich selber neu programmieren, ich erhebe mich über das vorprogrammierte egoistische Programm in mir, und ich konzentriere mich nur auf die Erreichung des Zieles.

Das neue Programm erlaubt dir wirklich, ein neues Ziel zu erreichen, einen neuen Zustand, und ich bin dazu verpflichtet dies umzusetzen. Es ist über der Abstoßung des vorherigen Programms erschaffen, und deshalb erfahre ich meine Freiheit durch den Ausgleich zwischen den beiden Programmen, durch die Unterschiedlichkeit zwischen ihnen, so wie ich mich über das alte Programm erhebe und mich mit dem echten Programm beschäftige.

 

Aus KabTV´s „Die Letzte Generation“ 6/19/17

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Den Mangel an Sensibilität überwinden

Die Menschheit kann einen sehr langen Weg gehen, ehe sie die Erkenntnis des Bösen erlangt. Wir sagen, dass die Korrektur nach 6000 Jahren beendet ist. Allerdings sind gemäß der Kabbala 6000 Jahre 6000 Stufen: NHY, HGT und HBD. Das heißt, wenn wir von Adam anfangen zu zählen, sind noch 223 Jahre übrig. Allerdings sind das nicht weltliche Jahre.

Was macht es am Ende für einen Menschen für einen Unterschied, ob es in 223 oder in 20.000 Jahren passieren wird? Wenn er es morgen tun will, kann er es morgen tun. Dann spielt es keine Rolle, wie viele Jahre noch übrig bleiben, 200 oder 2000. Wir müssen das realistisch und nicht philosophisch betrachten.

Man kann es hier und jetzt passieren lassen, aber falls nicht, was soll`s? Der Mensch muss ohnehin sterben und findet sich dann in einem anderen Leben wieder. Nach dem Tod  kommen wir sofort zur Empfindung eines neuen Zustands, nicht von dieser Welt, sondern von einer etwas anderen und veränderten Welt.

Ich hoffe, dass wir Menschen, die Kabbala studieren, trotzdem die Menschheit vorantreiben, um dort einzutreten, was als Land Israel bezeichnet wird und uns selbst auf korrekte Weise transformieren.

Frage: Wird ein Mensch sich in diesem Aufstieg glücklich fühlen?

Antwort: Wenn es eine Perspektive gibt, der der Mensch folgt und die Unterstützung anderer Menschen spürt, wird er den Aufstieg schon schrittweise sehen, bevor er ihn beginnt. Ohne die Unterstützung fällt er in eine tiefere Depression, aber mit der Unterstützung bewegt er sich mit Freude. In diesem Fall wird die Nation, die es versteht, auf richtige Weise fortzuschreiten und den Rest der Menschheit zu führen, Menschen von Israel genannt. Sie betreten das Land Israel, das heißt sie beginnen, ihre Verlangen zum Geben und zur Liebe zu transformieren und sind dadurch ein Beispiel für alle anderen. Das ist ein großartiger Zustand für die Nation und für die ganze Menschheit, die schließlich versteht, wie sie zu einer glänzenden Zukunft kommt.

Viele Menschen leiden heute unter Depressionen oder nehmen Drogen! Sie sehen keine Perspektive!

Doch wir sind in der Position, den Plan der Schöpfung zu verstehen, zu sehen, wie das passiert, was bereits in den kabbalistischen Büchern beschrieben steht, wie es in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren weitergehen wird und wie es transformiert werden kann.

Wir begleiten diesen Mechanismus, drehen sein Schwungrad , bewegen uns vorwärts und wissen, was geschehen wird. Es ist schwer für uns, anderen Menschen alles zu erklären; sie wollen es nicht hören. Sie haben ihre eigenen egoistischen Schwierigkeiten.

Aber wie glücklich wir sein sollten, dass wir die Perspektive sehen. Der Rest existiert einfach und sie fühlen ihre eigene Bedeutungslosigkeit und ihre absolute Unfähigkeit, ihr Schicksal zu ändern. Natürlich ist das schlechter als der Tod.

Daher konsumieren sie Marihuana, nehmen Antidepressiva  und so weiter.

„Warum sollte ich Kinder haben? Warum sollte ich eine Familie gründen? Wofür lebe ich? Gib mir eine Pille, ich werde sie schlucken und schlafen. Und noch besser, als die Pille zu bekommen, ist es einzuschlafen und vielleicht im Traum zu sterben.“

Frage: Warum hören die Menschen nicht auf uns?

Antwort: Wir können nicht zu ihnen kommen, und das ist ein großes Problem. Es gibt so viele Menschen in der Welt, die leiden. Sie werden getötet, gemobbt, verbrannt, zerstört und erschossen. Und immer noch hören sie nicht. Die Menschheit muss eine bestimmte Schwelle an Unsensibilität überwinden. Dies wird unter anderem durch Leiden erzielt.

 

Aus KabTV`s „Geheimnisse der Ewigen Buches“ 14.12.2016

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Das Universum ist in einem Menschen

Frage: Warum schuf der Schöpfer so viele Sterne? Oder ist das nur eine Illusion? Was sind die Grenzen des Universums?

Antwort: Vor sechzig Jahren, als ich ein Student war, lernte ich, dass das Universum grenzenlos ist, dass es nicht erschaffen wurde, und dass es vor unzähligen Jahren erschienen und Zeit ebenfalls unendlich ist.

Heutzutage sind Wissenschaftler zu der Erkenntnis gekommen, dass sowohl das Universum als auch die Zeit endlich sind, aber diese Information ist für uns letzten Endes nicht nützlich; das sind nur Hypothesen. Plötzlich werden Galaxien entdeckt, die zu diesen in Beziehung stehen; der Weltraum, den wir früher entdeckt hatten, war nur noch wie ein kleiner Punkt und deshalb ist die Beteiligung an dieser Forschung absolut nutzlos. Astronomen, Kosmologen und viele andere Wissenschaftler sind mit ihren mathematischen Kalkulationen an der Erforschung dieses Universums beteiligt, dennoch verstehen sie dieses System nicht ernsthaft.

Frage: Warum sind immer mehr Galaxien von ihnen entdeckt worden? Wie nützlich ist dieses Wissen?

Antwort: Dieses Wissen gibt uns ein Gefühl von Verlangen, die sich konstant ausweiten und innerhalb derer wir die äußere Welt empfinden.

In der „Einführung ins Buch Sohar“ steht, dass wir alles, was wir außerhalb von uns fühlen, tatsächlich innerhalb von uns finden. Das ist so angelegt, damit wir fähig sind, die Struktur der Schöpfung zu verstehen, die in uns zu finden ist. Ich fühle nicht, was innerhalb von mir zu finden ist. Im Gegenteil, alles was sich außerhalb von mir ausbreitet, entzweit sich scheinbar von mir. Daher kann ich es schon unterscheiden und davon lernen, weil es weit von mir entfernt ist und ohne eine Verbindung zu mir zu existieren scheint. Eine Illusion wurde für mich erschaffen, dass es nicht meins ist und darum kann ich es objektiver zuordnen, als wenn es innerhalb von mir wäre.

Frage: Spiegelt die Entdeckung eines unendlichen Universums die Unendlichkeit in mir?

Antwort: Sicher. Mein inneres Verlangen zu wachsen, enthüllt das scheinbar expandierende Universum.

Frage: Heißt das, dass ein Kabbalist in sich selbst hineinschauen und sagen kann: “Dieser Stern ist mein Verlangen?“

Antwort: Das ist exakt richtig: das ist genau der Weg, wie wir über die Sonne, den Mond, die Erde und alle Planeten im Sonnensystem sprechen. Ein Kabbalist kann beispielsweise einen „Mond“ innerhalb von sich entdecken, der der Charakter von Bina ist, der Charakter des Gebens, der durch das Or Choser (reflektierte Licht) von der Sonne scheint. Die Sonne ist der Charakter von Keter, und die Erde ist der Charakter von Malchut. Wir können diese Charaktere nicht innerhalb von uns bestimmen, weil alles außerhalb von uns gefunden wird, so dass wir sie bestimmen und von ihnen lernen können, aber tatsächlich lernen wird über uns selbst.

Frage: Was gibt uns ein Mensch? Letztendlich haben die Menschen seit tausenden von Jahren die Sonne und den Mond betrachtet und waren unfähig festzustellen, dass diese himmlischen Körper den Charakter des Gebens und Empfangens in ihnen verkörpern.

Antwort: Sie hatten kein Bedürfnis nach diesem Wissen und deshalb haben sie es nicht verstanden, aber wenn Menschen diese Charakteristiken innerhalb von sich entdecken, werden sie es erkennen, – durch ihre Verbindung mit den Objekten des solaren und räumlichen Systems – dass diese Objekte tatsächlich eine ungeheure Zahl von Verlangen verkörpern, die innerhalb von ihnen gefunden werden.

Frage: Das bedeutet, dass diese Billionen Sterne, jeder einzelne von ihnen ein einzelnes Verlangen ist. Gibt es einen Namen für jedes Verlangen so wie für jeden Stern?

Antwort: Ja. Zum Beispiel, Chochma von Keter von Bina, etc. ist ein sehr langer Ausdruck, der genau den Namen des einzelnen Verlangens ausdrückt.

Frage: Wie entdeckt ein Kabbalist diese Verlangen in sich und was macht er mit ihnen?

Antwort: Ein Kabbalist braucht nur eine einzige Sache mit den Verlangen tun: zusammensammeln und dem Schöpfer übergeben. Er muss nicht mit jedem einzelnen Verlangen arbeiten. Unsere Korrektur ist sehr einfach. Ich muss mich oder meine Verlangen nicht ändern, sondern nur meine Absicht bezüglich des Schöpfers ist wichtig, und das hängt von der Wichtigkeit ab, die ich dem Schöpfer in mir zuschreibe. Daher ist die Hauptsache, die Vorstellung des Schöpfers in meinen Augen zu entwickeln.

Frage: Wie ist es zu erklären, dass Verlangen entstehen und wie von selbst hochkommen und liegt es nur an mir, mich mit ihnen in der richtigen Absicht zu verbinden?

Antwort: Ja, sicher. Aber es hängt schon auch von der Gruppe ab, vom Studium und wie bereit du bist, dich zu erheben und dich innerhalb von dir mit ihnen zu verbinden.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 19.03.2017

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Ich lehre nach Baal HaSulam

Frage aus Facebook: Heute gibt es viele Plätze wo man die Kabbala studieren kann. Was ist so besonders an dem System nach Baal HaSulam und Rabash, welches Sie unterrichten?

Meine Antwort: Es gibt viele Systeme, Ramchal, Agra, Chabad. Ich persönlich unterrichte nach Baal HaSulam und meinem Lehrer Rabash.

Ich kann Ihnen nicht sagen wie sich dieses System von den anderen unterscheidet, weil das nur davon abhängt, wie Sie in die Tiefe der Lehre der Kabbala eindringen. Dann können Sie sehen, was für Sie empfehlenswerter ist. Wir alle sind sehr unterschiedlich. Deswegen steht in der Tora geschrieben: “Der Mensch soll dort lernen, wo seine Seele ist“.

Sie sollen für sich feststellen wonach ihr Herz strebt, wonach ihr Herz fragt, um die klarste und am nächsten liegende Antwort zu erhalten. Schauen Sie wo es möglich ist, aber bleiben Sie nicht auf einer Stelle stehen. Durchlaufen Sie ein paar Stellen und Sie werden sehen, was für Sie richtig wäre. Dort sollen Sie lernen.

Bei mir gehen jede Menge Menschen durch und viele gehen weg. Ich halte niemanden auf. Auf keinen Fall. Alles hängt nur vom Menschen ab. Es gibt unterschiedliche Wurzeln der Seele und deswegen soll er dort lernen, wo er sieht, dass es für ihn passt, wo er die Antwort spürt, ein Echo seiner Seele während dem Unterricht spürt.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach so besonders im System nach Baal HaSulam und Rabash?

Meine Antwort: Die Besonderheit dieses Systems ist die Wissenschaftlichkeit und die Genauigkeit, das Streben zu absolut klaren Begriffen. Man bleibt nicht bei den Gefühlsmomenten stehen, sondern gibt ihnen streng physische Auslegungen. Das steht an erster Stelle.

Frage: Hat Sie genau das bestochen?

Meine Antwort: Ja.

 

Aus der TV Programm „News mit M. Laitman“  

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Der schwere Weg zur Erkenntnis

Er wird die Früchte deines Viehs fressen und die Frucht deiner Erde bis du zerstört wirst. Er lässt dir kein Brot, keinen Wein, kein Olivenöl, keinen Nachwuchs deiner Stiere und deiner Schafe bis er dich vernichtet. [Tora, „Dwarim“, „Tawo“, 28:50]

Der Mensch wird allmählich ausgelaugt und wird sehen wie der Egoismus ihn tötet ohne etwas Heiliges in seinem Leben zu hinterlassen: die Familie, Kinder, Enkelkinder. Er wird die Verbindung mit ihnen verlieren, er wird spüren, dass ihm das nicht gehört.

Das nimmt ihn so stark in Besitz, dass er niemanden aus seiner Umgebung als wichtig oder notwendig annimmt.  Für seinen kleinlichen Egoismus ist er bereit alles zu opfern. Danach tötet das auch ihn selber.

Darüber wird hier gesprochen, dass der Egoismus „kein Brot, keinen Wein, kein Olivenöl, keinen Nachwuchs deiner Stiere und Nachwuchs deiner Schafe dir lässt, bis er dich zerstört.“

Das ist der spirituelle Tod. Du frisst dich selber und weißt nicht was du tun sollst. Das ist kein materieller Hunger, du fühlst einfach wie du gegenüber den anderen kaltherzig wirst, entfernt von ihnen bist, du empfindest nichts und niemanden mehr. Sie sehen dich wie ein Monstrum an.

Wir werden noch viele solche Zustände erleben, aber im Endeffekt wird sich all das im Egoismus ablagern und wird ihn schließlich zur Korrektur bringen.

Das Wichtigste ist alles zu erkennen, ansonsten hat es keinen Sinn. Die Tora ist uns nur dafür gegeben. Auf dem spirituellen Weg siehst du klar und deutlich, dass du Gemeinheiten und Unsinn machst und das sogar noch genießt. Aber du kannst nichts dagegen tun.

Das ist der Weg zur Erkenntnis unserer Natur, damit wir durch sie die Natur des Schöpfers offenbaren. Das ist das eigentliche Ziel unserer Entwicklung.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“

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Aus der Welt der Illusion in die wahre Welt

Frage: Wie geschah der Übergang aus der unsichtbaren spirituellen Welt in die materielle Welt?

Meine Antwort: Es gibt keine Materie und keine Materialisation. Alles, was uns umgibt, existiert in unserer Einbildung, nur in uns, in unseren Empfindungen.

Das ist absolut subjektiv, weil wir nur in bestimmten Koordinaten existieren und alles nur in Bezug auf uns empfinden.

Frage: Wieso ist unsere illusorische Welt, unsere Einbildung so grausam und die Leiden der Millionen so unerträglich?

Meine Antwort:  Damit man uns da raus und nach oben hinauf wirft, in die bessere Welt. Bis wir das selber wollen, werden wir hier bleiben und leiden.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 3/19/17

[# 211891]



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Vor dem Eintritt in das Land Israel

In dem Kapitel „Tawo“ („Und du kommst“) erklärt Mosche dem Volk, was man beim Betreten des Landes Israel machen muss. Also beim Aufstieg auf eine neue spirituelle Stufe.

Das Land („Erez“) vom Wort „Razon“ abgeleitet, bedeutet „das Verlangen“. „Israel“ („Isra-El“) bedeutet „direkt zum Schöpfer“. Der Aufstieg auf die Stufe, wo all das Bestreben des Menschen nur auf den Schöpfer gerichtet ist, nennt sich „der Eintritt in das Land Israel“. Hier geht es nicht um Geografie oder Geschichte!

In der Tora steht geschrieben, dass die Söhne Israels sowohl gesegnet als auch verflucht werden. Das heißt, dass sie sowohl die rechte als auch die linke Linie haben werden und sie werden mit ihren Problemen kämpfen, um sich noch mehr zu verbinden. Dabei sind die Aufstiegsstufen im Land Israel sehr schwer, kompliziert und offenbaren sich stufenweise.

Bei solch einer Eroberung dieser Erde (diese Verlangen und Absichten) offenbaren die Söhne Israels allmählich in sich den Schöpfer. Das bedeutet, dass sich zwischen ihnen dieses Verlangen, welches „das Land Israel“ heißt, offenbart und in diesem Verlangen offenbaren sie mehr und mehr den Schöpfer. 

Alles, was vorher geschah, in der Zeit der Korrektur in der Wüste, war darauf gerichtet, sich gegenseitig nicht zu beeinträchtigen. Jetzt verbinden sich ihre Verlangen miteinander über all dem Hass und allen Problemen. Indem sie die Liebe über den Hass setzen, offenbaren sie den Schöpfer.

Das ist schon keine Wüste mehr, sondern das sind innere Kriege. Sie wissen, dass sie in einen riesigen, grausamen Krieg ziehen. Jeder in seinem Innern und untereinander.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“

[#209115]



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