Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Keine Angst, der Schöpfer wird uns nach vorne ziehen

Der Schöpfer hat sich selbst im Inneren des schwarzen Punktes eingeschränkt, um Platz für uns zu schaffen. Und dieser leere Raum hat sich mit dem Anti-Schöpfer gefüllt, dem Mangel an Licht, den wir als egoistische Kraft offenbaren.

Der Schöpfer dreht sich wie ein Kleid um, und zeigt uns seine Kehrseite. Und wenn wir diese Kehrseite der höheren Kraft spüren, nennen wir sie „Dunkelheit“, „der böse Feind“, geben ihr alle möglichen negativen Beinamen auf der unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Ebene.

Das heißt, jedem guten Zustand auf der spirituellen Stufenleiter steht ein schlechter Zustand gegenüber. Und durch den Kontrast zwischen diesen beiden Zuständen haben wir die Möglichkeit, einen Sinn zu entwickeln und den Vorteil des Lichts gegenüber der Dunkelheit zu erkennen.

Alles offenbart sich nur durch sein Gegenteil. Daher bleibt uns nichts weiter übrig als diesem Weg zu folgen, und wir sollten keine Angst vor negativen Zuständen haben. Jedes Mal, wenn wir fallen, müssen wir verstehen, dass uns eine stärkere Verbindung zwischen uns fehlt. Und der Schöpfer, der sich in dieser Verbindung versteckt, wird uns nach vorne ziehen.

Mit anderen Worten, wir müssen uns jedes Mal mehr auf die Unterstützung des Schöpfers verlassen, Ihn zwischen uns setzen und sicherstellen, dass Er in all unseren Gedanken und Handlungen dabei ist. Und das wirksamste Mittel, den Schöpfer anzuziehen, ist unser Gebet.

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Aus der Lektion „Wir bitten den Schöpfer, den Raum zwischen uns zu füllen“, 03.01.2022



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Wie kann ich mich mit einer höheren Quelle verbinden?

Wir können uns mit einer höheren Quelle verbinden, indem wir diese höhere Quelle in unser Leben einladen. Nach der Weisheit der Kabbala wird die höhere Quelle das „höhere Licht“ genannt. Sie ist eine abstrakte Kraft und ein Informationsfeld.

Wie können wir diese höhere Quelle in unser Leben einladen? Ein Aspekt, dies zu tun, hängt von der Anzahl der Menschen ab, die die Konzentration ihrer Wünsche darauf ausrichten, als Einheit verbunden zu sein und diese höhere Quelle zum Wohle und Nutzen anderer zu nutzen. Diese altruistische Einstellung zu anderen ist der Schlüssel zur Verbindung mit dieser höheren Quelle.

In uns steckt ein Wunsch, den wir zu dem entwickeln können, was die Kabbala ein „Kli“ (Gefäß/Werkzeug/Behältnis) nennt, um eine Verbindung mit der höheren Quelle, dem abstrakten höheren Licht, herzustellen. Ein zentraler Aspekt bei der Herstellung einer solchen Verbindung ist unser Wunsch. Was wollen wir von dieser Verbindung? 

Wenn wir uns in einer Gruppe organisieren und uns ausschließlich darauf konzentrieren, uns über unsere selbstbezogenen Wünsche zu erheben, zu einer gemeinsamen Form – einer positiven Verbindung untereinander und mit der höheren Quelle – dann werden wir eine bedeutende Transformation erleben: die Aufnahme von neuem Wissen, Kräften, Eigenschaften und Beziehungen zu anderen. Kurz gesagt, alles, was zwischen dem Menschen und der Welt steht, wird sich verändern. Und je mehr Menschen in der Gruppe arbeiten, desto größer sind die Kräfte, die wir erhalten, um eine solche Veränderung zu bewirken.

Wenn wir mit der höheren Quelle, dem höheren Licht, verbunden sein wollen, damit sie uns verändert, uns die Kraft gibt, uns positiv über unsere individuellen Wünsche hinaus zu verbinden, dann erzeugen wir durch unsere richtige Sehnsucht eine positive Zukunftsform in uns. Wir erheben dann eine Forderung nach dieser Transformation und verbinden uns mit unserem Wunsch mit dem Feld der höheren Kraft.

Basierend auf dem Video „Wie man sich mit dem Feld des höheren Lichts verbindet“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.



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Neues Leben nach der Sintflut

Sobald ich feststelle, dass ich mich vom Schöpfer, von der Selbsthingabe, von der Gruppe, von allem, was mit Spiritualität zu tun hat, abgekoppelt habe, muss ich diesen Zustand zweiteilen: den Zustand des Körpers und den Zustand der Seele.

Alle materiellen Zustände, die in unserer Welt existieren, gehören zum Körperlichen: Gesundheit, Stimmung, materielle Umgebung und Familie. Andererseits muss ich darauf achten, wie all das meine Verbindung mit dem Zehner und mit dem Schöpfer stört und beeinträchtigt.

So verbinden wir alle uns beeinflussende Faktoren mit einer Quelle und stellen fest, dass alles vom Schöpfer kommt. Die Flut kommt von Ihm, sowohl die äußere als auch die innere. Wenn ich verstehe, dass alles vom Schöpfer kommt, dann muss ich nur noch entscheiden: Gehöre ich auch zum Schöpfer oder nicht?

Es gibt nur einen Kontrollpunkt, der nicht dem Schöpfer gehört – der Punkt im Herzen. Als der Schöpfer das Verlangen zu empfangen schuf, trennte er ihn von sich, und deshalb fühlen wir uns von ihm getrennt.

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Wie kann die Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer führen?

Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir von einer Seele abstammen, von Adam HaRishon. Der Schöpfer schuf Adam, erfüllte ihn und organisierte alles in ihm.

Alle Vorgänge und Zustände sind in dieses Kli (Gefäß) eingebettet. Wir haben allerdings noch Informationen aus dem Zerbruch, die der Vollkommenheit und der Verbindung entgegengesetzt sind. Wir müssen vom unvollkommenen Zustand zum einem vollkommenen gelangen um den beabsichtigten Zweck zu erreichen.

Alle Daten aus den früheren Phasen sind in Adam HaRishon vorhanden; wir entdecken nichts Neues. Wie es heißt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“. Unsere Aufgabe besteht nur darin, alles in Ordnung zu bringen, uns vorzubereiten, alle Stufen der Verbindung mit der spirituellen Welt, die sich uns offenbart, anzunehmen.

Nach dem Zerbruch wurden wir von der Nächstenliebe abgetrennt. Dies geschah absichtlich, um uns mit Licht- Dunkelheit, Hass- Liebe, Verbindung- Trennung zu konfrontieren, denn nur aus den Gegensätzen heraus sind wir in der Lage zu empfinden, was Geschöpf und Schöpfer bedeutet. Es kann keinen Schöpfer ohne Geschöpf geben.

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So wie eine Raupe krabbelt

In unserer spirituellen Entwicklung gibt es lange Zeiträume, in denen wir scheinbar nichts tun und uns weder vorwärts noch rückwärts bewegen können. Aber zumindest bin ich automatisch bei den Lektionen anwesend, und das ist auch eine Bewegung vorwärts.

Das heißt, ich gebe dem Höheren Licht, dem Schöpfer, die Möglichkeit, mich zu beeinflussen. Ich tue so viel, wie ich kann, ja, aber da ist nichts zu machen. Es gibt auch solche schläfrigen Zustände, in denen wir automatisch handeln und nichts dagegen tun können.

Tatsächlich können wir das ändern! Es kommt auf die Gruppe an, auf das Umfeld. Deshalb ist das Wichtigste, zu versuchen, die Gruppe als den höchsten Zustand wahrzunehmen. Wenn ich eine Stufe höher steigen will, dann muss ich mich in den Zustand der Gruppe integrieren.

Dann werde ich sehen, dass sie noch höher ist, und dann werde ich noch höher klettern. Das heißt, jedes Mal, wenn ich mich sozusagen hinaufziehe, spüre ich die Gruppe als etwas Höheres und ziehe mich zur Gruppe hinauf, werde in sie einbezogen und so weiter.

So kriecht eine Raupe, jedes Mal, wenn sie ihre Teile aneinander zieht. Das muss ich auch tun: Die Gruppe liegt vor mir, und ich greife zu ihr hinauf. Ich ziehe mich hoch, und ich sehe, dass es noch weitergeht, weil sie noch höher ist, und ich ziehe mich weiter hoch, usw.

Das heißt, unser ganzer Weg nach oben besteht darin, ständig mit der Gruppe zu verschmelzen, sich mit ihr zu verbinden und an ihr festzuhalten. Ich brauche nichts anderes, ich habe keine anderen Mittel für den spirituellen Aufstieg.

Vergegenwärtigt euch dieses Bild, und ihr werdet sehen, dass wir alle eine große Chance zum spirituellen Aufstieg haben.

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Aus dem Internationalen Kongress „Über uns selbst hinauswachsen“ 7.1.22, „Annullierung vor den Freunden“, Lektion 2



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Das Heilmittel für alle Leiden

Ich möchte, dass meine Leiden, Leiden der Liebe sind, da ich nicht weiß, wie ich meine Freunde und den Schöpfer lieben soll. Wenn ich meine Leiden gegen Leiden der Liebe austauschen will, so dass ich anstelle von Hass und Ablehnung meiner Freunde und des Schöpfers, zur Liebe komme, dann verwandle ich dadurch alles Böse in Gutes.

In diesem Fall werde ich nie etwas Schlechtes, Böses oder Schmerzen empfinden. Wenn ich mich bemühe, mich mit meinen Freunden zu verbinden, dann wird dies eine universale Medizin sein, die mich vor jedem Unglück schützt.

Ich muss das Gefühl haben, ich werde aus dem Boot geworfen, wenn ich mich vom Zehner trenne und in eine tosende See stürze. So muss ich über mein Leben denken.

Aus dem Unterricht, Schriften von Baal HaSulam, Shamati 104 „Und der Zerstörer saß“, 21.12.21

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Über die Angst vor dem Tod

Was kann man einem Menschen sagen, der weiß, dass seine Krankheit unheilbar ist und seine Tage gezählt sind, und daher leidet er unter der Angst vor dem Tod?

Zunächst einmal muss man daran denken, dass alles vom Schöpfer kommt, um das Endziel zu erreichen. Und was das Endziel betrifft, so ist klar, dass jeder von uns schließlich Abschied von diesem materiellen Leben nehmen wird, von dieser niedrigsten und schwersten, düstersten Welt.

Das Wichtigste ist also, dass man versucht, so oft wie möglich mit dem Ziel verbunden zu sein. Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten, denn jeder spürt irgendwann, dass dieses materielle Leben zu Ende geht und man sich fester an das nächste, das spirituelle Leben binden muss.

Aus der Morgenlektion nach dem Buch Shamati, Artikel 104, 21.12.2021



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Liebe offenbaren

Worum bittet der Mensch den Schöpfer? Er möchte die gesamte Realität so sehen, wie der Schöpfer sie sieht, d.h. als ein einheitliches Ganzes, in der eine höhere Kraft am Werk ist, ohne die es nichts gibt.

Wenn wir die Kraft des Gebens erlangen und die Macht über die Kraft des Empfangens übernehmen, kommen diese Kräfte zusammen und offenbaren, dass sie aus einer Quelle stammen. Die Offenbarung der einzigen Quelle für die empfangende und die gebende Kraft wird die Offenbarung des Schöpfers genannt, der Zustand selbst wird Liebe genannt.

Was geschieht ist die Verbindung der beiden polaren Gegensätze in einem Körper zu einem gemeinsamen Zweck: die Liebe zwischen ihnen zu offenbaren, die gute, bindende Beziehung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Wenn wir in der Lage sind, diesen Zustand zu erreichen und ihn mit Begriffen wie Sphirot, Parzufim, Welten als Stufen zur Erlangung der Einheit beschreiben können, werden wir in der Lage sein, Ihn in diesen Empfindungen zu offenbaren, nicht nur als spekulative Konzepte, sondern als eine tatsächlich bestehende Beziehung zwischen uns und dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht „ Liebe zum Schöpfer“ 12.12.21

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Über die spirituelle Welt, ganz einfach erklärt

Ich werde oft gefragt: „Was ist die spirituelle Welt? Können sie es beschreiben?“ 

Es ist sehr einfach. Diese Welt ist unser inneres Empfinden; es scheint uns nur, als ob etwas außerhalb von uns geschieht.

In Wirklichkeit ist alles was geschieht, vom riesigen Universum mit all den Sternen bis hin zu dem, was auf der Oberfläche der Erde in der unbelebten, pflanzlichen, belebten Natur und mit den Menschen geschieht, all das wird in meinem Wunsch zu genießen abgebildet. Könnte ich mein egoistisches Verlangen abschalten, würde ich weder mich noch die Außenwelt spüren.

Dieses ganze Bild, das sich in meinem Wunsch, welches der Schöpfer ohne meine Arbeit und Korrekturen, sondern nur durch den Einfluss von oben, geschaffen hat, in seiner ursprünglichen Form erhalten zu bleiben, offenbart- wird „diese Welt“ genannt. Natürlich spüren wir ständig Veränderungen, aber es sind Veränderungen innerhalb unseres Verlangens. Wir haben deshalb den Eindruck, dass die Welt in Bewegung ist. In Wirklichkeit bewegt sich nichts außer unserer Vorstellung, die sich innerhalb des Wunsches zu empfangen ändert, da sich der Wunsch ändert.

In der spirituellen Welt ist das nicht der Fall. Dort  werde ich nicht nur von dem Einfluss der höheren Kraft beeindruckt, sondern ich handle gleichzeitig. Wenn diese ganze Welt das Ergebnis des Wirkens der höheren Kraft ist, dann ist die spirituelle Welt das Ergebnis der Interaktion, der Verbindung zwischen meinem Handeln und dem Handeln des Schöpfers. Je ähnlicher ich dem Schöpfer bin, desto mehr offenbare ich die spirituelle Welt als das Maß meiner Verbindung mit der höheren Kraft.

Aus dem Unterricht, , Baal HaSulam, Schamati 59, „Der Stab und die Schlange“, 16.11.2021

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Feinde dürfen nicht vernichtet werden

„Es ist traurig, keine Freunde zu haben, aber noch trauriger ist es, keine Feinde zu haben“. Che Guevara.

„Es ist traurig, keine Freunde zu haben“  Es ist lebenswichtig, Freunde zu haben, denn ohne sie ist es unmöglich, das Ziel zu erreichen. Nur in dem Maße, in dem man sich anderen Menschen nähert, kann man sich dem Ziel nähern, denn das Ziel befindet sich zwischen allen: zwischen Menschen, zwischen Freunden.

„Und noch trauriger ist es, keine Feinde zu haben“, – ich würde es so ausdrücken: Wenn ich keine Feinde spüre, bedeutet das, dass der Schöpfer mich nicht zum Ziel drängt. Deshalb macht es mich auch traurig. Es muss zwangsläufig Gegner geben – starke, harte Gegner. Das hängt davon ab, wie fähig Sie sind.

Frage: Und was machen Sie mit diesen Gegnern? Wie kann man sie besiegen?

Antwort: Ich besiege sie nicht. Ich berücksichtige sie, ich  gehe weiterhin meinen Weg. Meine Gegner leiten mich.

Frage: Es handelt sich also um einen Aspekt der Korrektur, der nicht entfernt werden kann?

Antwort: Auf keinen Fall. Im Gegenteil – ich bin meinen Gegnern sehr dankbar.

Frage: Und wenn man, wie es jetzt oft geschieht, seine Gegner vernichtet – ist das ein falscher Weg?

Antwort: Es ist ein inneres Elend, ich kann es nicht anders beschreiben. Man sollte Feinde respektieren. Denn dies ist die nächste Linie – die linke Linie, neben der rechten Linie. Nur durch die richtige Verbindung dieser beiden Linien kann man sich dem Ziel nähern.

Daher darfst du deine Feinde auf keinen Fall verachten, zerstören oder beseitigen. Respektieren Sie sie immer, genauso wie die Kräfte, die Ihnen helfen, das Ziel zu erreichen. Ihre Feinde helfen Ihnen dabei- sogar noch besser, Sie sehen es nur nicht.

Aus dem Fernsehprogramm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 04.10.2021

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