Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Russisches Roulette mit unseren Kindern

Trotz aller Bemühungen, seine Schwere zu leugnen, Covid-19 ist eine ernste Krankheit, die zunehmend ernster wird. Dachte man anfangs, dass sie nur ältere und kranke Menschen betrifft, so wissen wir nun, dass sie Menschen jeden Alters treffen kann. Auch Kinder. Während die meisten infizierten Kinder nach wie vor symptomlos sind, entwickeln einige von ihnen eine sehr schwere Erkrankung, die als Pädiatrisches Multisystem-Entzündungssyndrom (PIMS) bezeichnet wird, das das Gehirn befällt und sogar zum Tod führen kann. Ignoriert man diese Risiken von Covid-19 kommt es Russischem Roulette gleich. Die Chancen zu sterben, sind geringer, aber der Kopf in der Schusslinie ist der unserer Kinder. Sind wir bereit, das Risiko einzugehen?

Je mehr der richtige Umgang mit dem Virus hinauszögert wird, desto infektiöser und gewalttätiger wird es. Wie viel schlimmer wird es uns und unsere Kinder treffen, wenn wir es weitere sechs Monate hinauszögern? Wollen wir warten, bis die Sterblichkeitsrate steigt? Wollen wir tatenlos zusehen, bis Krankenhäuser nicht mehr in der Lage sind, Menschen mit irgendeiner Krankheit zu behandeln, weil ihre Betten mit Covid-Patienten belegt sind? 

Das neuartige Coronavirus stattet uns keinen kurzen Besuch ab. Das habe ich bereits zu Beginn seines Auftretens gesagt. Jetzt beginnt die Wissenschaft, es zu erkennen. John Edmunds, Mitglied der britischen wissenschaftlichen Beratergruppe für Notfälle, sagte: „Wir werden mit diesem Virus für immer leben müssen. Es besteht nur eine sehr geringe Chance, dass es ausgerottet wird“. Mit anderen Worten: Das Leben, das wir vor 2020 führten, wird nie wiederkehren. Wir müssen ein neues und besseres Leben aufbauen.

Damit sollten wir zunächst in unserer Gesellschaft beginnen. Untersucht man die Krisen mit der die Menschheit zu kämpfen hat, finden sich jeweils spezifische Ursachen. Doch ob Klimawandel, Waldbrände, Covid-19, Hunger, Krieg, Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, Drogenmissbrauch, Armut, Fettleibigkeit, häusliche Gewalt und Rassismus, alle werden durch unsere Rücksichtslosigkeit und  Entfremdung voneinander verursacht. Manches unterstützen wir, anderes hingegen dämonisieren wir. Wir missbrauchen, manipulieren und betrügen auf unserem Weg zu Reichtum und Macht. Einige sind aggressiver, andere weniger. Aber es ist die weltweit vorherrschende Denkweise, die Ursache zahlloser leidbringender Krisen, die unseren Planeten plagen. Sie können nicht überwunden werden, solange wir nicht aufhören, einander ständig schlecht zu behandeln.

Wir wissen und spüren instinktiv, dass gegenseitige Verantwortung für uns alle wunderbar wäre. Aber wann immer wir sie umsetzen wollen, erwacht in unseren Köpfen die „Stimme der Vernunft“ und sagt, dass ihre praktische Anwendung sinnlos ist, da zu wenige Menschen bereit sind, diese Anstrengung zu unternehmen. Es ist gegen die menschliche Natur und wir träumen, wenn wir glauben, dass dies jemals funktionieren kann. 

Aber ist es gegen die menschliche Natur, sich sicher fühlen zu wollen, Menschen vertrauen zu wollen? Ist es gegen die menschliche Natur, Netzwerke gegenseitiger Verantwortung aufbauen zu wollen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden aller zu sichern?

Im Gegenteil, nichts ist natürlicher als diese Verhaltensweisen. Jede Siedlung bietet ihren Bewohnern genau diese Vorteile. Deshalb leben Menschen in Gemeinschaften.

Doch während wir in Systemen leben, die unser Leben sichern, missachten wir einander und damit die Bausteine der Systeme, die uns erhalten. Das macht keinen Sinn. Es ist, als ob Zellen ein Antigen angreifen, das ihnen hilft, ein Virus zu bekämpfen, und sich dann beschweren, dass sie krank sind.

Wir müssen aufhören, unseren Egos nachzugeben. Sie verzerren unsere Wahrnehmung und zwingen uns, falsches voneinander zu denken. Sie bringen uns dazu, uns gegenseitig zu hassen, obwohl wir in Wirklichkeit voneinander abhängig sind und ohne einander nicht leben könnten.

Wenn wir nicht stark genug sind, unsere Egos um unseretwillen zu bekämpfen, dann sollten wir es wenigstens für unsere Kinder tun. Es ist nicht ihre Schuld, dass unsere Egos Amok laufen; es ist nicht ihre Schuld, dass wir herzlos und feige sind und nicht über unseren Tellerrand hinausblicken können. Geben wir wenigstens um ihretwillen unsere Egos auf, damit auch sie eine Zukunft haben, und spielen wir nicht mit den Köpfen unserer Kinder Russisches Roulette.

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