Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Home-Jobs – Von obligatorisch bis ansprechend

Auch wenn viele Büros wieder geöffnet sind und die meisten Hightech-Unternehmen ihre Mitarbeiter zurückgerufen haben, ziehen es viele Menschen vor oder bitten sogar darum, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten. Viele von ihnen sind bereit, ihr Gehalt oder andere Leistungen zu kürzen, um im Gegenzug den Komfort zu haben, zu Hause zu bleiben, weniger Zeit im Straßenverkehr zu verbringen und einen Teil des Stresses eines Vollzeitjobs abzubauen. Es scheint, als hätten die Menschen den Antrieb verloren, den sie früher hatten, um etwas zu erreichen. Stattdessen gaben sie sich anscheinend damit zufrieden, über die Runden zu kommen und einen bequemen, unbeschwerten Lebensstil zu führen.

Es ist interessant zu sehen, wie die Kultur des exzessiven Workaholismus, die der Westen fast ein Jahrhundert lang mühsam kultiviert hatte und die gegen Ende der Großen Rezession begann, so schnell verpuffen kann. Früher hielten wir junge Menschen für ehrgeizig und motiviert, aber es zeigt sich, dass diese Lebenseinstellung verschwunden ist, „ausgeräumt“ durch den Virus.

Heute sind die Menschen offensichtlich damit zufrieden, ein einfaches Leben zu führen. Und in der Tat, warum nicht? Bis zum Beginn des Konsumzeitalters waren die Menschen nicht so sehr auf Leistung bedacht; sie wollten sich und ihre Familien ernähren, und wenn ihnen das gelang, waren sie auch glücklich. Was war daran falsch? Sind Menschen mit erfolgreichen Karrieren glücklicher als andere? Ich bin mir gar nicht sicher, dass sie das sind.

Was Menschen glücklich macht, ist die innere Entwicklung, wenn sie ihr persönliches Potenzial erkennen und spüren, dass ihr Leben einen Sinn und ein Ziel hat. Ist die physische Existenz gesichert, dann hängt unser Glück davon ab, ob wir unser inneres Potenzial realisieren können. Und gerade heute ist die Verwirklichung dieses Potenzials mit unseren sozialen Bindungen verbunden. Wenn Menschen positive soziale Bindungen entwickeln, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und einander helfen zu wachsen, fühlen sie sich glücklich, zufrieden und sicher. Sie freuen sich, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Gesellschaft einzubringen, und die übrigen Mitglieder der Gesellschaft tun dies ebenfalls gerne. Gemeinsam maximieren sie ihr persönliches Potenzial, heben die Gesellschaft auf neue Höhen, ermöglichen anderen, von ihren Errungenschaften zu profitieren, und machen es anderen leichter, ihr eigenes Potenzial ebenfalls zu verwirklichen.

Und was am wichtigsten ist, sie können das erreichen, ohne den Druck eines anspruchsvollen, konkurrenzbetonten Jobs, der sie derart erschöpft, so dass sie keine Energie für soziale Kontakte haben. Die Zeiten, wo Jobs und Karriere die Menschen in Einsamkeit und Traurigkeit trieben, gehen zu Ende. Jetzt, wo wir zwangsläufig weniger arbeiten, weniger reisen und öfter nachdenken können, sind wir bereit zu erkennen, was für ein Geschenk es ist, sich um andere Menschen und nicht nur um sich selbst zu kümmern.

#Fernarbeit’Homearbeit #Wohlbefinden 

Bildunterschrift:
Michael Antonorsi, Chief Joy Activator bei Chuao Chocolatier, geht einige Dokumente durch, während er von seinem Haus am Strand aus während des Ausbruchs des Coronavirus (COVID-19) in Leucadia, Kalifornien, USA, arbeitet, 17. Juni 2020. REUTERS/Mike Blake


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