Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Antisemitismus'

Ist ein neuer Holocaust in den USA unvermeidlich? (Quora)

Michael Laitman, in Quora: „Ist ein neuer Holocaust in den USA unvermeidlich?

Die Signale, die für Juden auf eine extrem gefährliche Situation hindeuten, ähnlich zu der Zeit vor dem Holocaust zeigen sich in Amerika definitiv, wo jeden Tag in einem noch nie da gewesenen Ausmaß über eine steigende Zahl gewaltsamen antisemitischen Angriffen berichtet wird. Vorsätzliche Angriffe gegen Juden nur weil sie Juden sind, häufen sich besonders in New York. Überwachungsdienste sprechen bei Hassverbrechen bereits von einer Epidemie. 

Tatsächlich war das Jahr 2019, das schlimmste Jahr mit den meisten antisemitischen Zwischenfällen in New York City: laut Polizeibericht wurden 214 Beschwerden gemeldet im Vergleich zum Vorjahr mit 182 Fällen. Das ist ungefähr die Hälfte aller in der Stadt gemeldeten Hassverbrechen.

Das langsame Herannahen eines Pogroms in New York

Kürzlich wandten sich vier jüdische Anwälte in einem Brief an den Gouverneur von New York City, Andre Cuimo, und forderten ihn nachdrücklich auf, den Ausnahmezustand inmitten der Flut antisemitischer Straftaten auszurufen, und sie brachten ihre große Besorgnis zum Ausdruck, dass „es nicht mehr sicher ist, im Bundesstaat New York als orthodox zu gelten. Wir können nicht mehr einkaufen, eine Straße entlanggehen, unsere Kinder zur Schule schicken, oder einfach nur in Frieden leben.“  [Rest des Beitrags lesen →]

Ist New York die neue Hauptstadt des Antisemitismus?

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht: Michael Laitman 31.12.2019

 

Während die Nachwirkungen der jüngsten antisemitischen Angriffe noch immer im Raum stehen, erschüttert eine weitere Gewalttat die Amerikanische Jüdische Gemeinde, insbesondere in New York.

Das ist die neue Realität in Amerika. Die kürzliche Messerattacke zu Chanukka, im Haus eines Rabbiners, bei der fünf Menschen von einem Mann verletzt wurden, der angeblich gezielt gegen Juden vorgegangen ist, war der jüngste Angriff von zehn Vorfällen gegen Juden in New York in einer Woche.

Die unvermeidliche Frage ist: „Warum wir?“ Und auch, was kann getan werden, um eine weitere Tragödie zu vermeiden?

Die Antworten liegen letztendlich in unserer Einheit.

Sind antisemitische Verbrechen und Bedrohungen nun Gang und gebe in den USA?

Fast 60% der im letzten Jahr in den USA religiös motivierten Straftaten, mit 1.879 derartigen Vorfällen, die in diesem Zeitraum gemeldet wurden, waren gegen Juden gerichtet. Auch physische Angriffe auf Juden haben im vergangenen Jahr landesweit um 105% zugenommen. Allein im Big Apple machen antisemitische Übergriffe mehr als die Hälfte der gemeldeten Hassverbrechen aus.

Angesichts der Situation hat das NYPD die Sicherheit in jüdischen Wohngebieten und Einrichtungen erhöht.

Heute Morgen sprach ich, auch auf persönlicher Ebene, mit meinem Sohn, der Monsey besucht hatte, jenen Ort, an dem die letzten Angriffe stattfanden. Die Juden in der Gegend erzählten ihm, dass sie gestern noch nicht einmal Schlösser an den Türen hatten, während sie heute darüber reden, welche die besten Waffen sind, die man zur Selbstverteidigung kaufen kann. Die Erhöhung der Sicherheit gegen wachsende anti-Semitische Ausschreitungen wird das Wiederauftreten solcher Fälle jedoch nicht verhindern können.

Wie können wir vermeiden, dass antisemitische Straftaten und Bedrohungen zur neuen Realität werden?

Könnte sich das, was in Nazi-Deutschland geschehen ist, in den aufgeklärten und kultivierten USA wieder ereignen?

 

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Wenn Juden zu Antisemiten werden

The Times of Israel veröffentlichte meinen aktuellen Artikel “ Wenn Juden zu Antisemiten werden

 

Ist es gefährlich, in Paris eine Fremdsprache zu sprechen? Anscheinend  nicht, es sei denn, die Sprache ist Hebräisch. Dies war die jüngste Erfahrung eines israelischen Studenten. Nachdem man ihn am Telefon hebräisch sprechen hörte, wurde er Opfer eines gewalttätigen Angriffs in der Pariser U-Bahn durch zwei unbekannte Täter, die ihn bewusstlos schlugen und liegen ließen. Dieser Angriff sei „eindeutig allein auf den Hass gegen Israel zurückzuführen“, sagte Meyer Habib, Mitglied der französischen Nationalversammlung, die vor Tagen eine Resolution verabschiedet hatte, in der Antizionismus und Antisemitismus gleichgesetzt wurden.

Für einen Moment schien es, als sei mit einem solchen Gesetz ein Sieg der Wahrheit errungen, aber die anhaltenden anti-jüdischen und anti-israelischen Emotionen beweisen, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen kann.  Der nächste Schritt ist die Gewährleistung unseres Lebens gegenüber den ständigen Bedrohungen, denen wir ausgesetzt sind. Einen Tag vor der Abstimmung veröffentlichten 127 jüdische Intellektuelle, darunter Israelis, in der Zeitung Le Monde, einen offenen Brief gegen das Gesetz, das Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt. Der Angriff in der Pariser U-Bahn steht symbolisch dafür, dass ihre wunderschönen Worte ihnen nicht geholfen haben, aber der Brief enthüllt ebenso unsere wahre Natur: Der Jude kann sich selbst zum größten Feind werden.

Wo liegt die Grenze zwischen der Kritik an Israel und dem Antizionismus?

Es gibt kein Problem im Hinblick auf die Kritik an Israel, aber eben im Hinblick auf die giftige Kritik, die zu seiner Zerstörung aufruft. Freie Meinungsäußerung für jeden, der zum Frieden aufruft, sollte erlaubt sein, aber kein Frieden durch Vernichtung, schon gar nicht durch antisemitische Botschaften, von denen wir mehr als genug haben.

Die Juden machen weniger als ein Prozent der Bevölkerung Frankreichs aus, und dennoch wurden 2017 fast 40 Prozent aller Gewalttaten, im Zusammenhang mit Religion oder Rasse, gegen Juden verübt. Im vergangenen Jahr sind die antisemitischen Übergriffe um 75 Prozent gestiegen. Der französische Innenminister hat diese Manifestationen als Feindseligkeit beschrieben, die sich „wie Gift“ ausbreitet und ganze Familien zur Auswanderung zwingt. 

Im Ernst, was bringt gebildete Menschen dazu, unvernünftig zu handeln? Wie ist es möglich, dass sich Juden, die entweder in Israel oder im Ausland leben, mit Organisationen identifizieren, die die Delegitimierung ihrer Heimat unterstützen? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?

Die BDS (Boykott-, Deinvestitions- und Sanktionsbewegung) ist bereits ein bekanntes Phänomen unter den internationalen Organisationen, besonders unter denen, die gegen das jüdische Volk und den Staat Israel handeln. Ihr gehören jüdische und israelische Aktivisten an, die die größten Antisemiten sind. Warum ist das so? Der Grund dafür ist, dass sie versuchen, sich von der Erfüllung ihrer Bestimmung, „ein Licht für die Nationen“ zu sein, zu befreien und nach Wegen zu suchen, ihre Wurzeln auszulöschen oder zu verstecken. 

Einige denken sogar, dass sie, wenn sie sich assimilieren, ihr innewohnendes Judentum verlieren werden, aber gemäß der Weisheit der Kabbala ist das ausgeschlossen. Juden werden immer Juden bleiben. Ihre jüdischen spirituellen Wurzeln sind ewig.

So wie der Hass auf diesen unkontrollierbaren und sogar unerwünschten Zustand im Juden erwacht, so erwacht auch sein Hass auf das Wesen des Volkes Israel. Es ist eine Abneigung, die sich die Menschen im Allgemeinen selbst nicht erklären können, aber sie ist stark genug, um sie zu veranlassen, aggressiv gegen das jüdische Volk zu handeln.

Juden gegen Juden: Der Kampf mit der spirituellen Wurzel

Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam) schreibt: „In jedem Menschen, auch wenn er weltlich ist, gibt es einen unbekannten Funken, der die Vereinigung mit Gott verlangt. Wenn dieser manchmal erwacht, erweckt er einen, um Gott zu erkennen oder Gott zu verleugnen, was ein und dasselbe ist.“ („Die Lösung“)

Dieser unbekannte Funke, auf den sich Baal HaSulam bezieht, wird der „Punkt im Herzen“ genannt. Er existiert in jedem Menschen auf der Welt, aber ist bei Juden stärker ausgeprägt und weniger sichtbar bei den Nationen der Welt. Die Weisheit der Kabbala erklärt, dass das Herz die Verschmelzung von Selbstliebe oder Egoismus ist, und der Punkt im Herzen ist der einzigartige Funke, der nach der Liebe zu anderen strebt. So wie das Ego wächst, so wächst auch die Spannung zwischen diesem und dem Punkt im Herzen, und so wächst die Abneigung und sogar der Hass gegen die Juden in der Person. Außerdem spiegeln sich die inneren Beziehungen zwischen dem Punkt im Herzen und dem Herzen in den Beziehungen zwischen Israel und den Nationen der Welt wider. Wir nähern uns also einer Situation, in der sich die Nationen der Welt ohne Ausnahme gegen Israel erheben werden.

Deshalb gibt es Juden, die sich durch Antisemitismus oder anti-israelische Stimmungen benachteiligt und unter Druck gesetzt fühlen. Um dem gegen sie gerichteten Hass zu entkommen, leben sie in verschiedenen Ländern der Welt und versuchen, ihre jüdische Identität zu verbergen. Nach und nach werden sie selber zu Judenhassern, entweder bewusst oder unbewusst. Es gibt andere, die, anstatt Israel zu verlassen, im Land bleiben, ihren Lebensunterhalt verdienen, studieren, lehren und eine Familie gründen, aber die Ablehnung ihrer wahren Identität bleibt in ihren Herzen. Beispiele für solche antisemitischen Juden, die in Israel leben, sind diejenigen, die von ihren Büros in der Wissenschaft aus öffentliche Briefe zur Unterstützung antisemitischer Organisationen unterschreiben.

Wenn die Akademiker sich über das Schicksal und die Situation Israels Sorgen machen, sollten sie lieber die Geschichtsbücher und die authentischen Quellen der jüdischen Nation öffnen, um die Rolle des Volkes Israel zu verstehen, die darin besteht, sich zu vereinen und die Methode der Vereinigung an die Menschheit weiterzugeben. Allerdings fehlt ihnen das Bewusstsein für ihre erhabene Rolle und die Größe ihrer Verantwortung gegenüber der Welt.

Wenn die Juden die Wichtigkeit und Dringlichkeit erkennen, sich über das Trennende hinweg zu vereinen und diese Einheit in der Welt verbreiten, wird der Antisemitismus verschwinden und alle Boykotte, Demonstrationen und Anschuldigungen gegen Juden werden aufhören. An dessen Stelle wird es eine neu gewonnene Leuchtkraft, Vollendung und Erfüllung geben, die sich durch das jüdische Volk auf die gesamte Menschheit ausbreitet und antisemitische Gefühle in ihr Gegenteil verkehrt: Unterstützung, Respekt und Ermutigung des jüdischen Volkes.

 

Das Erwachen „Israels“

Anmerkung: Die gesamte Schöpfung ist in zwei Teile aufgeteilt. Ein Teil wird „Israel“ genannt, der andere Teil „die Völker der Welt“. Wenn Israel seine Funktion nicht erfüllt, kommen die Völker der Welt mit ihren Ansprüchen. Dies manifestiert sich auf der menschlichen- sozialen Stufe.

Antwort: Das nennt man Antisemitismus.

Anmerkung: Obwohl alles in der Kabbala beschrieben und studiert werden kann, , versteht weder Israel noch die Völker der Welt,  woher das kommt.

Antwort: Natürlich! Auch das steht in der Tora geschrieben. Es entsteht naturgemäß der Hass der Völker der Welt gegenüber Israel. Es gibt kein anderes Phänomen  wie dieses.

Frage. Die Funktionen „Israel“ und die „ Völker der Welt“ werden nicht von den Menschen ausgewählt? Wird es von der Natur erfüllt?

Antwort: Nein, es wird nach der Seele differenziert. Jeder Mensch auf der Welt kann es erfüllen.

Zum Beispiel spürt plötzlich ein Eskimo das er ein Bedürfnis hat die Eigenschaft der Natur, deren Ursachen und Folgen, warum und wozu er existiert, für sich zu entdecken. Mit anderen Worten, er eilt zum Schöpfer, zur Quelle dieses Wissens, dieser Entdeckungen.

Deshalb durchforscht er sich und entsprechend seinem Streben wird er als „Isra-el“- „ direkt zum Schöpfer“ genannt.

Frage: Die sogenannte „Gottesselektivität“ ist somit nur eine Abstufung der Natur?

Antwort: Ich würde sagen, dass es zwei Teile in dieser „Gottesselektivität“ gibt. Zum Einen  gibt es den Teil der einem Menschen von Oben gegeben wird das heißt, er wird von der Höheren Kraft ausgewählt, die ihm das Verlangen nach dem Schöpfer gibt. Zum Anderen verspürt der Mensch den Wunsch die Höhere Kraft selbst zu erlangen und strengt sich deshalb an. Demzufolge ist es notwendig von Oben, als auch von unten bewegt zu werden.

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Aus dem Fernsehprogramm“ Die Grundlagen der Kabbala“ 28.01.2019

Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?

 
Michael Laitman auf Quora: „Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?“

Wir Juden sind Menschen mit einem gesteigerten Ego, das unser Gefühl für andere verringert und unser Gefühl für uns selbst dagegen steigert. Woher kommt dieses überzogene Ego?

Es kommt daher, dass wir Juden einst erhöhte Zustände der Einheit erlebten. Ausgehend von Abrahams bunter Gruppe, von Babyloniern, die gemeinsam das Naturgesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entdeckten, das uns den Namen „Israel“ („Yashar Kel“ direkt zu Gott hin) verlieh.

Mit anderen Worten: „auf die einzige Kraft der Liebe und des Gebens in der Natur hin ausgerichtet“. Seitdem sind wir aus der Höhe dieser erhabenen Vereinigung in tiefere Schichten des Ichs gefallen, als alle anderen Nationen.

Uns und allen anderen ist das Verlangen gemeinsam, das Ego mit genau den Genüssen zu füttern, die es verlangt. Wir tun dies jedoch von Natur aus intensiver und selbstbezogener, was unsere Sensibilität anderen gegenüber im selben Maße verringert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir über ein natürliches Phänomen sprechen und die natürlichen Eigenschaften eines bestimmten Volkes beschreiben. Eine Eigenschaft, die dadurch entstanden ist, dass unsere Vorfahren einst erhöhte, mit der Natur harmonisierte Zustände der Einheit erlebten.

Und da wir uns aufgrund unserer Verbindung in höheren Zuständen der Liebe und des Gebens befanden. Seitdem haben wir das Bewusstsein für diese Einheit verloren und sind jetzt in tiefere Tiefen des Egos gesunken.

Ein anderer Weg, dieses gesteigerte Ego zu beschreiben, ist, dass wir einst größere Freuden fühlten, als diese ganze Welt zu bieten hat: „spirituelle Freuden“. Und dadurch das wir uns von der Spiritualität losgelöst haben, suchen wir sie nun in unseren, von der Spiritualität abgetrennten, körperlichen Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen. [Rest des Beitrags lesen →]

Wie Deutschland dazu beitragen kann, einen weiteren Holocaust zu verhindern

Wie Deutschland dazu beitragen kann, einen weiteren Holocaust zu verhindern

Veröffentlicht in The Times of IsraelWie Deutschland dazu beitragen kann, einen weiteren Holocaust zu verhindern “.

 

„Ich verneige mich vor den Opfern der Shoah“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem ersten Besuch in Auschwitz während ihrer 14-jährigen Amtszeit. Ihre Geste entstand im Spannungsfeld der Debatte zwischen den Vertretern der Überzeugung, dass Deutschland seine Vergangenheit nicht ignorieren dürfe, und den extremen Rechten, die eine Verharmlosung der nationalsozialistischen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg anstreben.

Keine der beiden Wege kann jedoch eine neue Tragödie für das jüdische Volk verhindern. Dies erfordert eine genaue Untersuchung der Grundursache der Judenverfolgung und deren Lösung.

Merkel erinnerte zudem an das besorgniserregende Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland in den vergangenen Jahren. Sie kündigte an, 66 Millionen Dollar für die Erhaltung der Gedenkstätte zu spenden. Die Überwindung des Antisemitismus erfordert jedoch wesentlich grundlegendere Maßnahmen.

Wenn Deutschland wirklich einen Beitrag zur Welt Entwicklung leisten und nicht zum finstersten Kapitel seiner Geschichte zurückkehren will, wäre es sinnvoller, ein eigenes Forschungsinstitut unter der Leitung von nichtjüdischen Deutschen zu gründen und zu fördern, das den Antisemitismus, seine Ursachen und Lösungsansätze erforscht.

Antisemitismus in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

Allein im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 1.646 antisemitische Übergriffe, ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Rekordhoch in nur einem Jahrzehnt. Nach einem neonazistischen Angriff auf eine Synagoge in Halle und einer Welle von Gewalttaten gegen Juden fühlen sich die Vertreter der jüdischen Gemeinde in Deutschland „unter Beschuss“. Sie haben auch noch weitere Gründe, sich Sorgen zu machen. So äußert beispielsweise jeder vierte Deutsche antisemitische Gefühle und Ansichten, wie eine aktuelle Umfrage des Jüdischen Weltkongresses bestätigt.

Die aktuelle Situation zeigt, dass 75 Jahre nach der Ermordung von einer Million Juden durch die Nazis in Auschwitz-Birkenau antisemitische Erscheinungen noch nicht verschwunden sind. Sie sind nach wie vor in der deutschen Gesellschaft verankert.

Warum? Das Verständnis der Ursache für den Antisemitismus, der bei vielen Millionen Menschen zu Tage tritt, beginnt damit, den Antisemitismus als ein Naturphänomen zu betrachten.

Warum Antisemitismus ein natürliches Phänomen ist [Rest des Beitrags lesen →]

Mein neues Buch ist jetzt erschienen – Die Jüdische Wahl: Einheit oder Antisemitismus

Selten sehen Kabbalisten, wie ihre Träume wahr werden. Noch seltener sehen sie die Erfüllung der Träume ihrer großen Lehrer. Aber heute ist so ein festlicher Tag: Mit großer Freude möchte ich mit Ihnen teilen, dass mein gerade veröffentlichtes Buch, The Jewish Choice: Unity or Antisemitism, alles ans Licht bringt, was meine Lehrer mir beigebracht haben.

 

Sie lehrten mich, dass das Schicksal des jüdischen Volkes von seiner Einheit abhängt, dass, wenn sie sich vereinen, sie Erfolg haben und wenn sie sich einander hassen, die Welt sie hasst.

Jetzt, endlich in einem Buch zusammengefasst, gibt es eine überaus große Sammlung von Beweisen aus der gesamten Geschichte des jüdischen Volkes, dass dies tatsächlich der Fall ist. Es ist ein Beweis dafür, dass die Vorhersagen unserer Weisen richtig sind!

Mit der Hilfe von Dutzenden von Freunden und Studenten wurde eine Unmenge von Ressourcen gesammelt, was darauf hinweist, dass, wie ein berühmter Autor es ausdrückte, „die Juden durch ihre eigene Uneinigkeit zunichte gemacht werden“.

Tatsächlich ist The Jewish Choice: Unity or Anti-Semitism wie kein anderes Buch, das Sie jemals über Juden, über Geschichte oder Antisemitismus gelesen haben. Am Ende des Buches werden Sie den Grund für den ältesten Hass kennen, wie er aufgelöst werden kann und wie Juden und Nichtjuden als Ergebnis davon profitieren werden.

Ich bin den Freunden und Studenten dankbar, die geholfen haben, dieses Projekt zu verwirklichen. Ich bin sicher, es wird jeden aufklären, der es liest, so wie es mich aufklärt, wenn ich daran arbeite.

Darüber hinaus haben wir im Rahmen der Veröffentlichung die ersten 50 Exemplare in Israel gedruckt und ich habe jedes Buch persönlich signiert. Hier ist ein Link zu dieser limitierten Erstausgabe: 

bit.ly/TheJewishChoiceLimitedEdition50Copies

Erhältlich auch bei Amazon:

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Die Liebe zu sich selbst annullieren

Kongress in Moldawien. Lektion #1

…doch zu der Bedingung, dass jeder von ihnen mit der Absicht kommt, seine Selbstliebe zu annullieren, und nicht mit der Absicht, seine Wünsche zu empfangen zu sättigen. Nur auf diesem Wege wird er eine neue Eigenschaft erlangen können – den Willen zu geben. 

Letztendlich gelangt er dann von der Liebe zu Freunden zur Liebe zum Schöpfer, das bedeutet, der Mensch wird dem Schöpfer Vergnügen schenken wollen. (RABASH, Artikel 6, 1984, „Liebe zu Freunden (2)“)

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ständig darüber nachdenken müssen. Egal wie sehr unsere Natur davon abgestoßen ist, wir müssen uns dennoch auf diese Weise positionieren.

Ich bin darauf ausgerichtet, mich über die Liebe zu mir selbst zur Liebe zu meinen Freunden zu erheben, denn durch diese Haltung zu ihnen beginne ich, den Schöpfer, die Höhere Welt, die Eigenschaft des Gebens wahrzunehmen, indem ich mich über meine Natur erhebe. Das ist genau der Zustand, der Hebel, der mich aufsteigen lassen kann.

Anfangs sind es im Allgemeinen egoistische Wünsche – ich will mich erheben, ich will erlangen, ich will…. Wenn ich dafür die anderen lieben muss, dann bin ich bereit. Einverstanden. Wenn es nötig ist, ist nichts zu machen. 

Und dann, wenn wir damit arbeiten, bekomme ich plötzlich das Gefühl, dass ich nichts Anderes brauche. Sogar mich selbst brauche ich nicht mehr. Wenn es eine solche Eigenschaft wie das Geben gibt, wenn es einen solchen Zustand gibt, der „Schöpfer“ heißt – das ist alles, was ich brauche, und ich selbst kann gar nicht existieren. 

Der Mensch spürt den Einfluss des höheren Lichts dermaßen, dass er an sich selbst kein Interesse mehr hat, sondern im Gegenteil bereit ist, sich vollständig zu annullieren, nicht zu existieren. So beginnt die nächste Phase seiner Entwicklung.

Inwieweit man dem Schöpfer ähnlich ist, d.h. in der Absicht Ihm Freude zu bereiten, wie der Schöpfer uns Freude machen will – erlangen wir die Eigenschaft des Schöpfers, verschmelzen mit Ihm, steigen auf seine Ebene.

Hier gibt es zwei Stufen. Wir können die neue Eigenschaft des Gebens nur durch die Arbeit mit Freunden erlangen. Und erst dann erlangen wir die Bestrebung, dem Schöpfer Genuss zu bereiten und so zur Gleichheit mit Ihm aufzusteigen.

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Ab der 1. Lektion des Kongresses in Moldawien, 06.09.2019 

Wir werden alle Juden sein.

Aussage: Albert Einstein verblüffte das Publikum einst als er ausrief: „Leider wurde ich als Jude geboren!“ Die Leute waren schockiert. Wie konnte ein so großer Mann eine so wilde Aussage machen?

Dann fuhr Einstein mit einem Lächeln fort: „Weil diese Tatsache mir das Privileg genommen hat, Jude zu werden“. 

Antwort: Es gibt zwei Stufen, um als Jude bezeichnet werden zu können: entweder wird man als Jude geboren oder man wird Jude. Und jeder kann es werden: Franzose, Italiener, egal wer, denn ein Jude weist im Prinzip nicht auf die Herkunft hin.

Es bedeutet, die Denkweise, die Einstellung zum Leben, den Sinn des Lebens zu akzeptieren, wenn ich verstehe, was es wirklich heißt, Jude zu sein – die Methode der Korrektur in die Welt zu bringen, der Welt zu helfen, ein Ganzes zu werden.

Frage: Stammt das Wort „Jude“ vom Wort „Übergang“?

Antwort: Es ist der Übergang von der egoistischen Einstellung zu der Welt zur altruistischen Umgebung. 

Frage: Dadurch wird der Mensch zum Juden?

Antwort: Ja.

Frage: Im Prinzip sagen Sie jetzt vorsichtig, dass die ganze Welt jüdisch werden kann? 

Antwort: Nicht vorsichtig, es ist tatsächlich so.

Dies ist ein ernsthafter Übergang vom Egoismus zum Altruismus, der nur durch den Klick in jedem von uns geschehen kann, wenn wir diese Veränderung von der höheren Macht verlangen.

Frage: Sie meinen auch, dass diejenigen, die geborene Juden sind, es quasi nicht sind?  

Antwort: Nein. Das sind nicht die Juden, von denen die Tora spricht. Denn Jude ist ein Geist. Man lässt sich also nur von der Herzensneigung leiten.

Frage: Besteht das ultimative Ziel des menschlichen Lebens darin, Jude zu werden?

Antwort: Jude zu werden bedeutet, alle Menschen zu vereinigen, um sie zur Eigenschaft des Gebens, der gegenseitigen Liebe, der Vereinigung zu erheben, damit ein solches Maß an Kommunikation zwischen allen Menschen der Welt entsteht, dass sie wie Eins werden. 

Und es geht keineswegs darum, dass jemand nach dem Herkunftsprinzip als Jude betrachtet wird.

Frage: Werden Menschen verschiedener Nationalitäten plötzlich erkennen, dass die Aufgabe eines jeglichen Menschen darin besteht, ohnehin Jude zu werden?

Antwort: Ja.

Frage: Und Sie behaupten ruhig, dass es so ist?

Antwort: Natürlich. Das heißt, von einer egoistischen Einstellung zur Welt zu einer altruistischen überzugehen – das ist das, was man „laavor“ nennt, einen Übergang durch eine egoistische Barriere.

Also lass sie rüber.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 30.07.2019

Blitzantworten und Fragen auf Facebook

Frage: Sie sprechen davon, einen einzelnen Europäer, einen einzelnen Menschen zu erziehen. Was wird die Grundlage für die Erziehung eines neuen Menschen sein? Ist Kabbala eine Methode, die Sie anbieten? Wo ist die Grundlage, das Konzept der von Ihnen vorgeschlagenen Methode?

Antwort: Dafür sollten Sie nur die Bücher über die Kabbala, in denen all dies steht, öffnen und lesen.

Frage: Wer ist der Schöpfer? Nicht von dieser Welt? Wie kann man Ihn dann zu etwas anregen?

Antwort: Der Schöpfer ist nicht von dieser Welt, das stimmt. Er ist die höchste Kraft von Geben und Liebe. Diese Kraft kann nur in dem Maße  auf Sie einwirken, wie Sie wollen, dass die Eigenschaft von Geben und Liebe in ihnen entwickelt wird. Möchten Sie die anderen lieben und ihnen geben? – Wenden Sie sich an den Schöpfer.

Frage: Was bedeutet die Erfüllung eines Wunsches?

Antwort: Die Erfüllung eines Wunsches bedeutet das Empfangen dessen, was ich will. In unserem Zustand sind alle unsere Wünsche egoistisch, deswegen werden sie nicht gefüllt. Oder, selbst wenn sie gefüllt werden, stellen wir fest, dass wir noch leerer geworden sind. Das lehrt uns, nicht egoistisch gefüllt werden zu wollen. 

Frage: Wenn es keinen Antisemitismus gäbe, kämen die Juden in Bewegung oder nicht?

Antwort: Natürlich nicht! Deshalb treibt uns der Schöpfer an,  unsere Bestimmung zu erfüllen, indem Er Hass auf Israel weckt.

Frage: Was sollten Kinder in erster Linie, im Alter von zwei oder drei Jahren beigebracht werden?

Antwort: Es ist sehr früh, im Alter von zwei oder drei Jahren etwas zu lernen. Man kann ihnen zeigen, in einer freundlichen Verbindung mit anderen zu sein.

Frage: Wie reagiert der Schöpfer auf das, was Sie uns beibringen? Spüren Sie es?

 

Antwort: Der Schöpfer billigt mich voll und ganz, reagiert sehr gut, und ich fühle es sehr deutlich. Ich mache keine Witze! Sie können das Gleiche tun und dann werden Sie es auch bemerken.

Frage: Ich bin ein Künstler. Bitte sagen Sie mir, warum benötigt man visuelle Kunst und wird sie in Zukunft wichtig sein?

Antwort: Nein, sie ist völlig irrelevant und wird in Zukunft nicht mehr wichtig sein. Die Menschen werden eine innere spirituelle Sicht bekommen. Sie wird in keiner Weise wiedergegeben werden können, nur in unserer Seele.

Frage: Warum muss man, wenn man selbst Liebe benötigt, sich um andere kümmern? Muss sich der Mensch zuerst um sich selbst kümmern?

Antwort: Dann werden Sie nie in die Lage kommen, zufrieden zu sein und Liebe zu fühlen. Wenn Sie Liebe brauchen, müssen Sie andere lieben, erst dann fangen Sie an, Liebe für sich selbst zu empfinden.

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Aus der TV-Sendung „Antworten auf Facebook-Fragen“, 10.03.2019