Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Spirituell wachsen

Frage: Wie wachsen wir spirituell?

Antwort: Spirituell wachsen heißt, in einer Gruppe zu sein und spirituell wachsen heißt, die  Methode von Rabash zu praktizieren, die wir ständig studieren. Dies ist eine alte Methode; sie wird einfach mit dem Namen meines Lehrers bezeichnet, der der letzte einer tausendjährigen Plejade von Kabbalisten war, die an dieser Methode gearbeitet haben.

Nur wenn ihr die Methode des Verbindens mit anderen in einer Gruppe anwendet und übt, verwandeln sich alle eure  Probleme allmählich in Süße.

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Aus der Kabbala-Lektion in russischer Sprache 20.01.19

Neues Leben #1088 – Gleichgültigkeit

Neues Leben #1088 – Gleichgültigkeit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Zusammenfassung

Die Gleichgültigkeit wächst, weil die Menschen bereits alles gesehen haben und nicht mehr verführt oder angezogen werden können. Die Natur bringt uns in einen Zustand, in dem wir dieser ganzen Welt gegenüber völlig gleichgültig sind. Nachdem wir gegenüber aller Materialität völlig gleichgültig geworden sind, werden wir uns von der spirituellen Entwicklung angezogen fühlen. Die Natur drängt uns, ihre Ewigkeit zu erkennen, indem sie den Geist in uns öffnet. Wir werden zu erhabenen Gefühlen, tiefen Fragen und einem Bewusstsein für eine unbegrenzte, kraftvolle, vereinte und erleuchtete Welt übergehen.

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Aus KabTVs „New Life #1088 – Gleichgültigkeit“, 5.3.19.

Kabbala und Aberglaube

Frage: Was sagt die Kabbala zum Aberglauben?

Antwort: Aberglaube ist eine Erfindung unserer Welt, der Psychologie und nichts weiter.

Die Kabbala ist völlig abstrahiert von allen Überzeugungen, Aberglauben und von allem, was mit der Mystik zu tun hat, das heißt von allem, was in dieser Welt ist.

Lasst es in Ruhe, widmet euch der Offenbarung der oberen Welt und des Schöpfers, und ihr werdet sehen, dass es alles für euch ersetzen wird. Du wirst  auf alle Fragen, konkrete und klare Antworten bekommen, und du wirst anfangen, mit deiner Seele zu arbeiten.

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Aus der Kabbala-Lektion auf Russisch, 23.12.18.

Die Fotos im Herzen Teil 1 (11)

 

                                     Das Äußere und das Innere

Frage: Wie groß war Rabash?

Rabash war ungefähr einen halben Kopf kleiner als ich. Er war sehr breitschultrig, stark, sehr stämmig und schwer. Sein gesamter Körper war wie aus Eisen. Er war sehr gesund und mit seiner seelischen Stärke hat man auch seine enorme physische Stärke gespürt. Das war wirklich ein Mensch-Feuerstein, man konnte ihn nicht vom Platz bewegen. Nur wenn sich die höhere Notwendigkeit offenbarte, hat er sich sofort annulliert, als ob er zusammen sackte. Ansonsten war er so fest wie ein Felsen.

Der Unterschied zwischen diesen Zuständen war einfach unglaublich. Alles war nur für den persönlichen-, gruppen-, gesellschaftlichen  Aufstieg der Welt zur Spiritualität. Er war entweder die hundertprozentige, feste Kraft oder umgekehrt, weich. Alles hat nur den Bedürfnissen des Aufstiegs gedient, nur dafür.

Frage: Hatte Rav einen Gehstock?

Nein, normalerweise ging er ohne. Er hat ihn nur für die Hochzeiten oder besondere Anlässe benutzt.

Frage: Mochte er sich fotografieren lassen?

Nicht so sehr. Er war aber auch nicht strikt dagegen, wenn er irgendwie besonders aussah. Er mochte es, so auszusehen, wie er es für sich angemessen empfand.

Frage: Hat er es gemocht sich schön zu kleiden? Blickte er in den Spiegel?

Wenn er einen Eindruck auf Menschen ausüben sollte, war er ein Pedant. Wenn er zu einem Treffen mit angesehenen Menschen gehen sollte, hat er sich darum gekümmert, dass er eine schöne, saubere Kleidung trug. Für sich selber war er aber nicht so ein Pedant, weil er mit den inneren Sachen beschäftigt war.

Frage: Mit welcher chassidischen Bewegung wurde seine Kleidung verbunden?

Das wurde mit dem Chassidut Gur verbunden. Daraus kamen Baal HaSulam und Rabash. Der Lehrer vom Baal HaSulam war Admor vom Pursow. Das war eine kleine Stadt, nahe Warschau. Dort hat er die Grundlagen, den Anfang der Kabbala studiert.

Eines Tages (wie Rabash erzählte) kam Baal HaSulam nach Hause, legte sich aufs   Sofa und sagte:“ Ich habe hier nichts mehr zu suchen, ich habe nichts mehr zu lernen. Wahrscheinlich müssen wir nach Israel fahren. “Seitdem haben sie angefangen sich auf die Reise vorzubereiten. Weil Baal HaSulam gesehen hat, dass er in Polen nichts mehr erhält. Er hat sehr gehofft, dass er in Israel die großen Kabbalisten treffen wird.

Wie aber aus seinen Briefen zu sehen ist, hat er hier überhaupt keine Kabbalisten gefunden und war sehr traurig darüber. Sogar umgekehrt, er hat hier solche getroffen, die nur oberflächlich studierten. Mit Hilfe der höheren Kraft hat er all das erreicht, was er erreichen sollte. Dabei hat er für uns das gesamte Erbe seiner Lehre hinterlassen. Und mit diesem Erbe gehen wir heute seinen Weg.

Kabbala Akademie

Freude – das Ergebnis guter Taten

Frage: Wie entfaltet sich der Begriff der Freude in der Kabbala? Zum Beispiel ist der Glaube: die Liebe, die Selbsthingabe. Und die Freude?

Antwort: Freude kommt von der Tatsache, dass ich die Handlung des Gebens durchführen kann. Wie es heißt: „Freude ist ein Spiegelbild guter Taten.“

Wenn du gute Taten vollbringst: geben, lieben, umarmen, helfen, vorantreiben, dann hast du Freude.

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Aus der Kabbala-Lektion in russischer Sprache vom 4.4.19.

Neues Leben # 962 – Wahre Identität 

Neues Leben # 962 – Wahre Identität 
 Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

 

Zusammenfassung

Was ist unsere wahre innere Identität, wie ist es möglich, diese Identität zu entdecken und warum ist sie uns nicht von Geburt an klar? Jeder Mensch will seine eigene, einzigartige Identität, die sich aus dem menschlichen Egoismus ergibt erkennen. Heute lebt jeder so, als ob er in einem Theater wäre, das eine gefälschte Rolle spielt, und denkt, dass es seine wahre Identität ist. Das Ziel ist, dass jeder Mensch seine wahre, einzigartige, spirituelle Identität erreicht, indem er die Wurzel seiner Seele entdeckt. Diese Wurzel ist verborgen und kann nur entdeckt werden, wenn wir lernen, die Seele in der richtigen Art von Umgebung zu öffnen.

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Aus KabTVs „Neues Leben #962 – “Wahre Identität“, 2.11.18.

Die Fotos im Herzen Teil 1 (10)

 

                             Die Schlichtheit und die Erhabenheit

Dieser Mensch war sehr vielseitig. Das war von der Zeit abhängig, während des Studiums oder des Gebets, während dem Spaziergangs oder dem Essen. Bis ich alle die Veränderungen kennengelernt habe, war das für mich sehr seltsam. Er konnte leicht mit einem einfachen Menschen reden, weil er, als er in Tel-Aviv lebte,  beim Straßenbau gearbeitet hatte (er baute die Chaussee Jerusalem-Hebron zusammen mit einfachen, nicht religiösen Menschen).

Er hat im Steueramt als ein einfacher Beamter gearbeitet. Viel Zeit hatte er in Süd-Tel-Aviv verbracht, danach in der Balfurstrasse. Deswegen hatte er viele Erinnerungen, die in unterschiedlichen Situationen, mit Bauarbeitern oder völlig fremden Menschen, verbunden waren. Drei Jahren hat er in England gelebt, ein paar Jahre in Holland. Er war auch in Frankreich und USA.

Man konnte sehen wie er mit sehr unterschiedlichen Menschen gesprochen hat. Wir konnten zu einer Bar kommen (damals waren sie anders wie heutzutage). Er hat sich an den Tresen gesetzt und gesagt: “Hol uns ein Bier“! Er hat das so einfach gemacht, ohne auf sein religiöses Aussehen zu achten, ein Hut und alles andere… Er war doch einer von denjenigen, die noch vor der Staatsgründung kamen, als alles noch sehr einfach war, alle zusammenlebten und es gab nicht so viele Unterschiede zwischen den Menschen.

Und so saß er auf dem Hochstuhl an der Bar und hat ein Bier getrunken. Natürlich war das nicht so eine Bar, wie in Tel-Aviv. Neben dem „Mandarin“ gab es ein Plätzchen, wo man Bier verkauft hat.

Dieser Mensch konnte sehr, sehr schlicht sein. Und dabei, wenn er in die Spiritualität empor geschwungen war, konnte man unmöglich begreifen, wer er war und was er darstellen sollte. Das war unglaublich.

Er war aber sehr verschlossen. Man konnte ihn unmöglich natürlich sehen. Er war immer unter einer Verhüllung verborgen. Manchmal, als ich ihn natürlich erlebte, war das sehr seltsam und es hat sich sehr davon unterschieden, so wie ihn alle kannten. Ich möchte nicht darüber reden, denn das, was ich gesehen habe, wollte er vermutlich keinem zeigen. Das war aber der Mensch, der sich sehr stark von dem Menschen unterschieden hat, welchen andere Menschen gesehen haben.

Kabbala Akademie

Warum hält man den Tag an dem die Tora übersetzt wurde für einen Trauertag?

Frage: Warum gilt der zehnte Tag des Monats Tevet – der Tag der Tora (Übersetzung aus dem Hebräischen in 70 Sprachen), als Tag der Trauer? Die Tora wurde an diesem Tag angeblich von ihrem Platz genommen. Was bedeutet das?

Antwort: Da dieser Übersetzung der Tora ihr wahres spirituelles Fundament, ihre wahre Erscheinung entzogen wurde. Es blieb nur eine oberflächliche Übersetzung übrig. Sie konnte nicht einmal methodisch korrekt sein, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das Spirituelle in keine Sprache übersetzt werden kann.

Selbst das Hebräische ist keine Sprache, es ist ein Buchstabencode. Die Buchstaben folgen in einer bestimmten Reihenfolge und nach bestimmten Regeln aufeinander. Sie dürfen nicht geändert werden. Für jedes Wort gibt es eine bestimmte Wurzel aus zwei oder drei Buchstaben, den sogenannten „Binyan“ (“ Aufbau“).

Wenn man mit der Übersetzung des Hebräischen beginnt, wird das verworfen und es bleibt fast nichts mehr von der Sprache übrig. Man nimmt eine einfache Übersetzung dieses Wortes das typisch für unsere Welt ist. Es spricht überhaupt nicht über materielle Dinge, man gibt ihm irgendeine Ähnlichkeit aus unserer Welt.

Bemerkung: Es gibt viele Diskussionen darüber, dass die Frau angeblich aus der Rippe des Mannes gemacht wurde oder das bei Moses die Hörner geglüht hätten. Das alles kommt durch die fehlerhafte Übersetzung…

Antwort: Da kann man nichts machen. Das ist ein Problem.

Frage: Werden die Menschen, wenn sie in die spirituelle Welt zurückkehren, die Tora an ihren Platz zurückbringen?

Antwort: Wir haben nichts zurückzubringen! Die Tora ist nicht heruntergefallen, sie ist nicht zerbrochen, ihr ist nichts passiert.

Die Tora ist eine Beschreibung, wie die Höhere Welt aufgebaut ist. Wenn ein Mensch beginnt sich mit ihr zu beschäftigen, steigt er auf und erkennt den Aufbau.

Wenn der Mensch denkt, dass sich diese Struktur bereits in seiner Tasche in Form eines Buches befindet, die nicht einmal auf Hebräisch, sondern in einer Übersetzung geschrieben ist, die keine spirituelle Bedeutung hat, dann nimmt er die Tora als reine Geschichte wahr. Wenn er liest, dass Gott zuerst den Himmel und die Erde erschaffen hat, denkt er: „Ich kenne den Himmel, ich kenne die Erde, lasst uns weitermachen“.

Deshalb sollte man es einem Menschen, der sich nicht vollkommen auf die spirituelle Welt einlassen will, nicht erlauben.

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Aus dem Unterricht vom 06.01.2019

Neues Leben # 1087 – Bildung als eine Veränderung der menschlichen Natur

Neues Leben # 1087 – Bildung als eine Veränderung der menschlichen Natur

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

Zusammenfassung

Die Weisheit der Kabbala ist eine Erziehungsmethode, die Egoismus in Altruismus verwandelt. Die Verwirklichung der Methode erfordert die Teilnahme kleiner Gruppen von etwa zehn Personen an einzigartigen Übungen, die ihnen helfen, miteinander zu kommunizieren, so dass sie das Gefühl haben, zu einem einzigen Körper zu gehören. In der kleinen Gruppe versucht jeder Einzelne, seine egoistische Natur zu verbinden, zuzuhören und zu korrigieren. Das Wichtigste ist, die höhere Kraft aus den Tiefen der Natur zu erwecken, damit sie uns beeinflusst.

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Aus KabTVs „New Life #1087 – Bildung für eine Veränderung der menschlichen Natur“, 26.2.19.

Die spirituelle Arbeit der Frau

Frage: Wie sehr müssen sich Frauen in die „Einführung der Kabbala“ (Pticha) vertiefen? Genauso wie die Männer oder bekommen die Frauen irgendwelche Zugeständnisse?

Antwort: Aus technischer Sicht brauchen die Frauen kein solch tiefes Verständnis in die „Einführung der Kabbala“, wie die Männer. Es ist für sie aber wünschenswert, die Grundlagen zu verstehen. Es ist sehr gut, dass wir den ersten Abschnitten in die Einführung der Kabbala so viel Aufmerksamkeit widmen. Die Frauen benötigen das genauso wie die Männer.

Von Frauen wird die Verbindung nicht in dem Maß wie bei den Männern gefordert, dennoch müssen sie eine Vorstellung haben, was die „Selbstannullierung“ bedeutet.

Die Verbindung der Frauen stellt ein großes Problem dar. Sie müssen in der Lage sein, sich über ihre Natur zu erheben. Es ist als ob ich mich im Licht von Chassadim befinde, wenn ich mich über mich selbst erhebe, nichts wünsche und mich annulliere. Dieser elementare Ausgangszustand einer kabbalistischen, altruistischen Handlung, ist für Frauen gleichermaßen verpflichtend. Es gibt sonst keine spirituelle Welt, keine Verbindung mit dem Schöpfer – nichts.

Der Aufstieg über uns selbst muss trotz der Probleme erfolgen, die der Schöpfer in jedem von uns verursacht: Faulheit, Vernachlässigung, Unzufriedenheit – es spielt keine Rolle – ich muss mich darüber erheben.

Was die Verbindung zu anderen betrifft, scheint es für Männer einfacher zu sein als für Frauen. Es genügt, dass sich die Frauen über sich selbst erheben, dadurch beginnt bereits ihre spirituelle Arbeit.

Deshalb hat ein Zehner für Frauen weniger Bedeutung als für Männer. Frauen brauchen einen Zehner, um sich dort selbst zu annullieren. Es wird von ihnen nicht verlangt, mit anderen in einem Herzen so verbunden zu sein, wie es bei den Männern erforderlich ist. Es gibt unterschiedliche Stufen der egoistischen Natur. Wenn sich Frauen vor einander annullieren, können sie eine Stufe erlangen, die der Verbindung der Männer ähnlich ist.

 

Aus dem Unterricht, 04.04.2019

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