Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

10 Eindrücke aus dem Jahr 2020, und darüber hinaus

2020 war ein Jahr voller Ereignisse. Viele waren traumatisierend, andere wiederum revolutionär und ganz sicher waren sie alle unvorhersehbar. Wir sind in eine neue Ära eingetreten in der wir die Dinge anders sehen werden, als bisher. Daher möchte ich einige Einblicke in betroffene Bereiche geben, sowie einige Gedanken über unsere Zukunft als menschliche Gesellschaft.

1. Familiäre Beziehungen: Im Jahr 2020 haben wir erfahren, wie wichtig die Familie ist, um die wir uns wirklich kümmern sollten. Die Familie ist unser erstes, engstes und natürlichstes Umfeld. Wir haben viel über die Familie nachgedacht und ich denke, dass daraus solidere Verbindungen entstehen werden.

2. Essen: Dieses Jahr waren wir nicht mehr auswärts Essen. Die Restaurants waren meistens geschlossen und wir haben angefangen selbst zu kochen. Das war sehr gut für uns. Auch Supermärkte können abgeschafft werden. Wir brauchen nicht mehr als zehn Prozent der Dinge, die sie verkaufen. Es sollten allerdings gesunde und natürliche Lebensmittel sein. Das ist alles, was wir brauchen. Es gibt nichts Besseres für uns, als unser eigenes Essen selbst zu kochen. Und wenn wir etwas Abwechslung brauchen, können wir jederzeit unsere Nachbarn besuchen oder sie uns.

3. Einkaufen: Unser Einkaufsverhalten wird sich ebenfalls drastisch verändern. Ich glaube nicht, dass alles so bleibt wie bisher. Alles wird uns vom sozialen Umfeld diktiert. Wenn es uns sagen würde, dass hohe Absätze lächerlich sind, würde sich keine Frau trauen, sie zu tragen und wenn wir in Hausschuhen laufen sollen, würden wir auch das tun.

Anstatt nach neuen Dingen, werden wir nach neuen Erkenntnissen, neuen menschlichen Beziehungen suchen. Wir werden eine neue Einstellung zu anderen „kaufen“ wollen, die freundlicher und herzlicher ist und uns für schlechte Gedanken schämen. Wir werden uns nackt fühlen, unsere Gedanken werden entblößt sein und jeder kann sehen, wer wir wirklich sind. Unsere Kleidung wird mehr spirituell sein und wir werden unsere Gedanken anderen gegenüber schmücken und nicht die Haut unseres Fleisches.

4. Gesundheit: Ich betrachte Covid-19 nicht als eine Krankheit. Es ist ein Heilmittel, das unsere Gesellschaft, unsere Beziehungen und am Ende sogar unsere Gesundheit heilt. Ich denke, dass sich die Gesellschaft nach der Pandemie gesünder fühlen wird. Wir müssen nur die Krise dazu nutzen, unsere Verbindungen und gegenseitige Verantwortung zu verstärken.

5. Die Schule: Ich denke, wir müssen das Bildungssystem revolutionieren, es auf den Kopf stellen. Das derzeitige System funktioniert nicht mehr und ist für das 21. Jahrhundert einfach ungeeignet. Schulen sind zu einem Ort der Maßlosigkeit, Drogen und anderer Vergehen geworden. Und es gibt keinen Grund, dorthin zurückzukehren.

6. Monitore und Bildschirme: Obwohl wir mehr denn je an Handys oder PCs verbringen, haben wir nichts gelernt. Wir sehen, dass die Leute, die den Mainstream und die sozialen Medien kontrollieren, korrupt sind. Mir fehlen sogar die Worte, um das zu beschreiben, was ich über sie denke. Das ist wirklich schrecklich. Ich würde alle Shows und Medien abschalten und ihnen beibringen, was Menschsein bedeutet, falls das überhaupt noch möglich ist.

Die Medien sind kein Mittel der Kommunikation, sie sind ein Mittel der Manipulation. Hier ist eine radikale Veränderung notwendig, sonst erleiden wir alle einen furchtbaren Schlag und werden die Dinge erst besser machen, wenn wir uns davon erholt haben. Die Menschen müssen lernen andere anständig zu behandeln. Erst dann kann man ihnen erlauben, in diesem Bereich zu arbeiten.

7. Jobs und Karrieren: Wir haben festgestellt, dass wir gar nicht so viele Stunden arbeiten müssen. Es reicht wenige Stunden zu arbeiten, uns mehr mit Grundbedürfnissen zu begnügen und dabei uns selbst und der ganzen Natur zu nützen.

8. Geld: Im Moment beten wir das Geld noch an. Wir bewegen uns jedoch auf ein Erwachen zu. Ich hoffe, dass wir bald unsere Wertvorstellungen revolutionieren und nach einer neuen Form der Belohnung suchen, die mit verbesserten menschlichen Beziehungen, einem Gefühl der gegenseitigen Wertschätzung, Gleichheit und gegenseitiger Verantwortung zu tun haben. Wenn wir das, was wir brauchen, durch gute Beziehungen kaufen können, wird Geld bedeutungslos sein.

9. Lebensbedingungen: Wir haben gelernt, dass wir auf dem Land leben und trotzdem miteinander verbunden bleiben können. Das ist sehr wichtig. Ich bin sicher, dass sich dieser Trend noch weiter ausbreiten wird. Heute gibt es keinen Grund mehr, warum ich nicht dort leben sollte, wo ich mich am wohlsten fühle, und trotzdem fast überall arbeiten kann.

10. Reisen: Das Reiseverhalten hat sich ebenfalls verändert. Die Menschen verlieren die Lust, das Verlangen, neue Dinge zu sehen. Früher jagten wir jedem Ausflug hinterher, doch jetzt scheinen wir dem entwachsen zu sein. Ich glaube, wir kommen in eine Zeit, in der uns das Reisen nicht mehr befriedigen wird. Das Anschauen von Gebäuden oder der Natur wird uns einfach nicht mehr genügen.

Dieser Trend ist bei der jüngeren Generation noch stärker ausgeprägt. Junge Menschen sind völlig in ihre Handys vertieft. Auch wenn sie sich in Amsterdam befinden, schreiben aber ihren Freunden zu Hause eine SMS. Für sie zählt nur das, was sie auf dem Bildschirm sehen, nichts anderes interessiert sie.


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