Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wie werden wir in der letzten Generation leben?

Michael LaitmanZwei Frage, die ich über das Leben nach der vollständigen Korrektur erhielt:

Frage: Wie werden wir leben, wenn die Menschen sich zur höchsten spirituellen Stufe erheben? Was werden wir essen? Wo werden wir schlafen? Wie werden wir von einem Platz zum anderen reisen? Was wird unsere allgemeine Existenzform sein?

Meine Antwort: Es gibt zwei Zustände:

1. Vor der vollständigen Korrektur, wenn unsere körperliche Stufe des Egoismus noch nicht korrigiert ist. Selbst wenn wir spirituelle Grade erreichen, behalten wir immer noch die Wahrnehmung dieser Welt.

2. Nachdem wir vollständig korrigiert sind, wenn selbst unser körperlicher Egoismus korrigiert ist, werden wir aufhören diese Welt wahrzunehmen. Denn genau in diesem körperlichen Teil unserer Verlangen wird sie wahrgenommen, während wir in der Welt der Unendlichkeit wahrnehmen, dass wir vollständig und ausschließlich sind – der einzig wahre Zustand. Alle anderen Zustände sind unvollständige Stadien ihrer Verhüllung. In Hebräisch ist das Wort für „Verhüllung“ Olama, welches die Wurzel des Wortes „Welt“ – Olam -ist. Daher werden alle Verhüllungen des einzig existierenden Zustandes als Welten bezeichnet.

Im Artikel „Die zukünftige Generation“ gibt Baal HaSulam eine detaillierte Beschreibung davon, wie das Leben vor dem Erreichen des zweiten Zustandes sein wird. Ich habe über diesen Artikel auch ein Buch mit dem Titel „Die letzte Generation“ geschrieben. Zusätzlich gibt es darüber Lektionen in unserem Online-Archiv.

Frage: Haben die Söhne Israels die gegenseitige Bürgschaft nach dem Auszug aus Ägypten akzeptiert? Und wofür steht der Auszug aus Ägypten?

Meine Antwort: Ja, nach ihrem Auszug aus Ägypten haben die Söhne Israels (die Gruppe von Kabbalisten, Studenten Abrahams) die Bedingungen der „gegenseitigen Bürgschaft“ angenommen – eine absolute spirituelle Verbindung untereinander und die Bereitschaft, eine einheitliche Seele von Adam zu sein.

Für sie, wie auch für uns, bedeutet das die vollständige Vereinigung zu einem einzigen Verlangen (einer Seele). Aber in unserem Fall ist es nicht mehr eine Vereinigung eines Teils der „Babylonier“, sondern von ganz „Babylon“ (der gesamten Menschheit) zu einem gemeinsamen Verlangen von Adam.

Mehr darüber lesen Sie im Artikel „Die Bürgschaft (Arvut) – Fortsetzung von Matan Tora“. Darin schreibt Baal HaSulam, dass die Söhne Israels nur ein vorübergehendes Bindeglied sind, dazu bestimmt die Methode zur Korrektur des Egoismus – Kabbala – in der ganzen Menschheit zu verbreiten.

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