Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Was liegt in unserer Kraft?

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die Verantwortung eines jeden Freundes für die Bürgschaft verstärken?

Meine Antwort: Wenn das Licht auf mich nicht ausreichend eingewirkt und dazu geführt hat, dass ich angefangen habe, mich für den Zustand des Freundes zu sorgen, werde ich etwa an ihn denken? – Niemals!

Wenn ich aber eine Anregung vom Licht dazu bekomme, werde ich plötzlich ein solches Verlangen verspüren. Entweder habe ich es oder ich habe es nicht. Doch ich muss dazu beitragen, dass ich es habe.

Aus diesem Grund rede ich mir selbst kein schlechtes Gewissen ein, dass ich die Freunde nicht liebe. Ich liebe sie nicht, sorge nicht für sie und denke nicht an sie, weil ich nicht mit ihnen verbunden bin.

Um diesen Zustand zu verändern, brauche ich die Einwirkung des Lichts. Wirkt es auf mich ein, werde ich an die Anderen denken, wirkt es nicht auf mich ein, werde ich nicht an sie denken. Ich muss klar bestimmen, wo und wie ich eine Veränderung hervorrufen kann.

Im Moment liebe ich dich nicht, doch das Licht kommt, und plötzlich liebe ich dich. Warum? Ich weiß es nicht, das Licht macht es. Wir müssen lediglich seine Einwirkung hervorrufen, alles Andere ist eine Folge davon. Ich werde so viel Verlangen, Aufregung und Fürsorge haben, wie viel es mir vom Licht gegeben wird.

Deshalb besteht unsere Hauptarbeit darin, das Licht zu erwecken, das kann jedoch nur während des gemeinsamen Studiums geschehen. Gerade vom Studium erwarten wir diese Erscheinung, denn es gibt kein anderes Mittel. Während des Studiums denken wir alle: Wann wird das Licht uns verändern und verbinden? Genau das ist die Absicht.

Aus dem Unterricht nach dem „Talmud Esser haSefirot“ vom 26.11.2010

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