Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Larry King – der König und ich

Im November 2014 verbrachte ich ein paar Tage in LA, um mehrere interessante Fernsehsendungen zu drehen. Einige der Drehs fanden im Studio von Jewish Life TV statt, wo ich für eine neue Serie interviewt wurde. Ein eher ungewöhnlicher Dreh war ein Treffen mit Studenten der UCLA, deren Wissbegierde ich als erfrischend empfand, vor allem die junge muslimische Studentin, die immer wieder nach der Essenz der Weisheit der Kabbala fragte. Das denkwürdigste Ereignis auf dieser Tour war jedoch das Treffen mit Larry King.

Angesichts seines beruflichen Werdegangs, in welchem er seit Jahrzehnten die bekanntesten Persönlichkeiten Amerikas und der Welt interviewte, hatte ich erwartet, zumindest ein gewisses Maß an Eitelkeit und Ungeduld vorzufinden. Aber als wir uns trafen, war ich erfreut, einen warmherzigen, aufmerksamen Gesprächspartner zu finden, der tiefgreifende Fragen stellte und meinen Antworten aufmerksam zuhörte. Es war eine Freude, mit ihm zu sprechen.

Je länger die Dreharbeiten dauerten, desto herzlicher wurde Larry. Obwohl wir über schmerzhafte Themen wie den wachsenden Antisemitismus in den USA sprachen, und obwohl ich ihm sagte, dass es aufgrund unserer internen Spaltung noch schlimmer werden würde, spottete er nicht über meine Vorhersage oder stichelte. Er war wissbegierig und suchte aufrichtig nach Antworten auf die Probleme, die die USA derzeit schon plagten.

Was mir am meisten auffiel, war, dass er nicht überrascht schien, als ich ihm sagte, die einzige Lösung für den Antisemitismus sei die Einheit der Juden untereinander. Vielleicht lag es an seiner Lebenserfahrung, vielleicht an seiner Sensibilität für die Herzen der Menschen, da er ein so erfahrener Interviewer war, oder vielleicht war es seine Suche nach Heilmitteln für seine eigenen Schmerzen, aber die Idee der Einheit der Juden als Lösung für unsere Probleme schien bei ihm anzukommen.

In der Pause zwischen den beiden Sendungsabschnitten sagte er, halb zu sich selbst, halb zu seiner Crew: „Ein wunderbarer Gast!“ Als die Show vorbei war, sprachen wir noch ein wenig, und die Umarmung, die er mir zum Abschied gab, fühlte sich warm und echt an.

Mögen Sie in Frieden ruhen, Larry King, mögen die Juden Einheit und Frieden untereinander finden, und möge die ganze Welt Einheit und Frieden in unseren unruhigen Zeiten finden.


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