Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Tag nach dem Coronavirus – Einführung

Einführung

Als ich während der Ausgangssperre die Italiener auf ihren Balkonen gemeinsam singen sah, wusste ich, dass wir an einem Wendepunkt in der Entwicklung der Menschheit stehen. Und dass dieser in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Das Coronavirus brach plötzlich in unser Leben ein. Es erwischte uns völlig überraschend und unvorbereitet. Wir hatten keine Vorstellung über die Einsichten, die es mit sich bringen würde.

Panik und Hilflosigkeit angesichts der unerbittlichen Ausbreitung des Virus kennzeichneten zunächst die Geburt der neuen Welt. Kein anderes Phänomen hat unser Leben in jüngster Zeit so sehr erschüttert. Ein winziges und fast unsichtbares Teilchen brachte das Rad unserer gesamten globalen sozioökonomischen Infrastruktur zum Stillstand und stellte uns unter Quarantäne, ohne dass ein nahes Ende in Sicht war.

Waren es einst Terroranschläge, Weltkriege und nukleare Bedrohungen, die uns erschreckten, stehen wir heute verwirrt vor einem Virus, das sich an keinerlei Verhandlungen und Vereinbarungen hält.

Der globale Ausnahmezustand verlangt eine gründliche Selbstbeobachtung – und zwar nicht nur auf individueller oder staatlicher Ebene, sondern auch über Grenzen und Kulturen hinweg. Wir vermögen derzeit nicht, das Ausmaß und die Auswirkungen dieser Pandemie bedingten Veränderungen abzuschätzen, aber der Anbruch eines neuen Zeitalters ist in der Tat weltweit spürbar.

„Der Tag nach dem Coronavirus:  Warum COVID-19  ein Aufruf ist, weltweit neue Wege zu gehen“  untersucht diesen Veränderungsprozess aus der Perspektive der Weisheit der Kabbala, die ich seit über vierzig Jahren studiere und lehre. In der Kabbala fand ich die Grundlagen für buchstäblich jede Herausforderung, der wir im Leben begegnen. Dieses Wissen erwarb ich von meinem Lehrer, dem Kabbalisten Baruch Shalom HaLevi Ashlag (1907-1991), auch bekannt als „Rabash“. Er war Sohn und Schüler von Yehuda Ashlag (1885-1954), des größten Kabbalisten des 20. Jahrhunderts, der den Namen „Baal HaSulam“ (hebräisch für „Meister der Leiter“) für seinen „Sulam“-Kommentar („Leiter“) zum Buch Sohar erhielt.

„Die negativen Kräfte, die in den gegenwärtigen Situationen auftreten, sind die Gründe für den Fortschritt der Menschheit. Durch sie klettert sie die Sprossen der Leiter hinauf. Sie sind zuverlässig in der Erfüllung ihrer Pflicht, die darin besteht, die Menschheit auf den letzten Stand der Evolution zu bringen, geläutert von jedem Fehler und jedem Makel.” – Baal HaSulam, Das Volk.

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