Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Wie kann man unsterblich werden?

Frage aus Facebook: Sie sagen, dass ein Mensch unsterblich sein kann und nicht sterben muss, um den Schöpfer zu sehen. Ein Mensch ist jedoch körperlich und so lange er lebt, wird dies nicht eintreten. Um uns den Schöpfer anzuschließen müssen wir unseren Körper und unsere Seele verlassen.
Wie kann das umgesetzt werden, wenn Sie sagen, dass es nicht nötig ist zu sterben?
Antwort: Der menschliche Körper hat nichts mit den Gefühlen unserer Welt zu tun. Es ist ein rein äußeres Erscheinungsbild und sonst nichts. Aus diesem Grund erscheint es uns, als würden wir diese materielle Welt durch unsere fünf Sinnesorgane wahrnehmen.
Um die höhere Welt zu empfinden, müssen wir unsere fünf Sinne spirituell entwickeln. Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und erklärt, wie ein Mensch damit beginnen kann die spirituelle Welt zu erfahren. Es ist demnach nicht notwendig zu sterben.

Frage: Versprechen Sie den Menschen die Unsterblichkeit, wenn wir unsere Seelen vereinen und entwickeln können?
Antwort: Zweifellos! Das ist nicht mein Versprechen, sondern die spirituelle, realisierbare Methode. Heute kannst du in dieser Welt Menschen treffen, die in dieser Weise die höhere Welt verstehen und die Welt als ewig und unsterblich erfassen.

Aus dem TV Programm“ Antworten auf die Fragen aus Facebook“, 10.03.2019
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Die Physik des Höheren Lichtes

LaitmanAttacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

Verwandtes Material:
Article: The Science of Kabbalah – A Method of Researching Man and the World
Article: Kabbalah As Compared with Other Sciences
 
 
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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”

Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
 
Kabbala Akademie
 

Kabbala steht für die bedingungslose Liebe!

http://laitman.com/images/michael-laitman_05.gifBericht: Eine unserer neuesten Entdeckungen ist die Fähigkeit, die Herzfunktion von Millionen Menschen direkt zu beeinflussen! In einem neu veröffentlichten akademischen Blatt haben Computerwissenschafter in den Vereinigten Staaten aufgezeigt, dass Herzschrittmacher gehackt werden können. Darüber hinaus können die Folgen eines solchen „Hackings“ möglicherweise tödlich sein.

Antwort: Wenn die Leute nur erkennen würden, dass sie einen direkten Einfluss auf die Seele und das Schicksal jedes anderen haben!

Wie würden sie sich dann verhalten? Würden sie in totaler Angst leben, einem anderen Schaden zuzufügen, oder würden sie, im Gegenteil dazu, versuchen, einem jeden, dem sie könnten, soviel Schaden wie nur möglich zuzufügen? Oder würden sie versuchen, einen Kompromiss zu jedermanns Zufriedenheit zu erreichen?

Wir sind bis jetzt noch nicht fähig gewesen zu erkennen, dass wir vollkommen voneinander abhängig sind, und darum liegt die einzige Lösung für uns darin, vollkommene Liebe zu erreichen!

Warum also erkennen wir unsere gegenseitige Abhängigkeit nicht, wenn es klar ist, wie wir alle verbunden sind?

Wir enthüllen es nicht, weil wir dann gezwungen wären, uns untereinander zu lieben. Für die Liebe jedoch muss man frei sein, ohne Bedingung – unabhängig davon, welche Konsequenzen sie hat, welchen Gewinn man daraus zieht oder mit welcher Antwort man rechnen muss.

Kabbala Akademie

Liebe muss frei sein!

EMH

Seid stärker und werdet tapfer

Und vor allem, meine große Bitte ist es, ihr sollt euch  stärken und tapfer sein, und der Schöpfer wird mit euch sein. Und appelliert an die Herzen aller Freunde, die ihre Fähigkeit, mit uns zu kommunizieren, geschwächt haben, und lasst sie den Aberglauben anderer Menschen austreiben.
Wenn sie den Tempel befreien, der ein Ort der Götzen war, werden sie keine Angst vor der Hitze des Schwertes haben, das sich auf dem Weg zum Baum des Lebens dreht.
Und wenn ihr es wissen wollt, lasse ich euch wissen, dass ich mich ganz und gar nicht weit von euch und demjenigen, der Entfernung empfindet, entfernt befinde. Der Grund dafür, dass jemand die Entfernung spürt, liegt in ihm selber und genügt demjenigen, der es versteht. (Baal HaSulam, Brief 12)

Baal HaSulam schreibt an seine Schüler während er weit weg von ihnen ist und gibt ihnen deshalb die Anweisung, vor nichts Angst zu haben.
Das Problem ist, dass der Schöpfer den Menschen prüft, ob er bereit ist, nur eine höhere Macht in allem und nichts anderes an seiner Stelle zu sehen.
Nur durch die Verbindung mit einer Gruppe kann er den Schöpfer direkt ansprechen, sonst ist sein Appel sehr schwach, weil er das gesamte System des gebrochenen Kli’s (Gefäß) durchdringt.

Hier sollte es keinen Aberglauben geben. Unter Aberglauben versteht man andere fremde Kräfte als den Schöpfer. Es gibt keine anderen Objekte, die eine Person beeinflussen können, sondern nur den Schöpfer, durch einige gefälschte Marionetten. Es können die Nächsten, die Entferntesten, die Verwandten, Freunde oder Feinde sein, aber alle werden von einer einzigen Kraft kontrolliert.
Wenn also ein Mensch den Tempel „befreit“ – den Ort, an dem der Schöpfer offenbart wird – von allen Arten von Götzen, d.h. von allen möglichen fremden Einflussquellen auf sich selbst, räumt er damit den Ort frei, den der Schöpfer am Ende ausfüllt.
Außerdem schreibt Baal HaSulam: Denke nicht, dass ich weit weg von dir bin, obwohl du denkst, dass ich weit weg bin. So seht ihr euch selbst in euren unkorrigierten Qualitäten, und ich fühle euch in meinen Eigenschaften, und deshalb bin ich unter euch, ganz nah bei euch, zusammen, im direkten Kontakt mit euch.

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Kabbala Akademie

Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack

Love Her Like Your Soul, Punch Her Like a Punching BagFrage: Warum ist das so: Während der Verhüllung fühlt man sich wie in einem dunklen Raum, von allen Seiten Schläge bekommend? Es ist so, also ob der Schöpfer nur darauf warten würde, dass du wahnsinnig oder apathisch wirst…Und all das passiert, obwohl du in der Verbreitung und in der Gruppe mitarbeitest. Ist es so, wie das russische Sprichwort sagt: „Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack“ (das bedeutet, „jene, die wir am meisten verletzen, sind häufig jene, die wir am meisten lieben“)?

Antwort: Das ist vollkommen richtig, „wenn ich sie wie meine eigene Seele liebe, schlage ich sie wie einen Sandsack“, denn der Egoismus muss aus dem Menschen herausgestanzt werden oder er aus seinem Egoismus, so dass er nichts mehr damit zu tun haben möchte. Die unerfreulichen Phasen sind diejenigen, die uns aus dem allgemeinen egoistischen Sumpf herausziehen, zum Schöpfer hin.

„Der Schöpfer spart nicht mit Schlägen bei denen, die er liebt“ – das wird in der Kabbala ausführlich erklärt. Kein Kabbalist verbirgt die Tatsache, dass der „wahre Weg zu der Rose über die Dornen führt“ (durch die Dornen zu den Sternen). Nicht indem man ein rotes Bändchen für fünfzig Dollar kauft oder meditiert, um sich zu entspannen.

Kabbala Akademie

Die Vorbereitung beginnt am Morgen.

Frage: Ist es richtig, sich mit einem Gedanken an den Schöpfer, für die Gruppe, den Zehner vorzubereiten? Angenommen, morgen ist der Beginn einer normalen Arbeitswoche. Ich weiß, wenn ich mich nicht vorbereitet habe, wird mein normaler Arbeitstag mit seinen Problemen alles wegnehmen.

Antwort: Die Entscheidung liegt bei Ihnen, auf was Sie sich vorbereiten. Man sollte immer vorbereitet sein: für jeden Fall und für alles. Wenn ein Mensch etwas tut, sollte er sich dafür vorbereiten.

Das Beste, sobald du aufwachst, ist es deine Gedanken auf die Tatsache zu richten, dass „es niemanden außer Ihm gibt“. Dann wird dein Tag hauptsächlich zur Stärkung für die Einheit mit dem Schöpfer gewidmet sein. Er überprüft  dich in allem und in jedem Moment. Dort kannst du alle deine weltlichen Probleme miteinbeziehen.

Aus dem Unterricht 03.02.2019

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Licht aus der Zukunft

Frage: Was sollte unsere Einstellung zu den negativen Manifestationen des Schöpfers sein, wenn es uns unglaublich erscheint, dass danach etwas Positives passiert- oder umgekehrt?

Antwort: Ein Beispiel, ich muss im Moment hart arbeiten und es sind noch zwei Stunden bis zum Feierabend, ich weiß, dass mich ein herrlicher Abend erwartet: ich komme nach Hause, dusche, ziehe mich schick an und gehe zu einer Verabredung mit einer schönen jungen Frau – ist die Zeit, die ich unter harter Arbeit leide dann tatsächlich so schlimm für mich? 

Nein. Die Zeit tönt sich bereits in das Licht des Vergnügens, welches mich am Abend erwartet. Es ist das Licht „Or Makif“ (das umgebende Licht), das für mich aus der Zukunft strahlt. Aus diesem Grund spüre ich heute nicht das Leid. Das Leiden wird nicht gespürt, weil ich kein „heute“ habe, sondern weil ich kein „morgen“ habe.

Frage: Was, wenn ich die Zukunft, die nächste Stufe, auf dem sich etwas Positives offenbaren wird, nicht sehen kann?

Antwort: Das ist eine andere Sache. Wie kann ich sichergehen, obwohl ich diese Stufe nicht sehe, dass sie existiert- richtig und gut für mich ist? Nur durch die Gruppe, die dich dabei unterstützt. Umarme deine Freunde und mache weiter.

Aus dem russischen Unterricht, 24.02.2019

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Zur Liebe

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_08.jpgDie Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Struktur der Seele aufbauen

Bemerkung: Als Baal HaSulam bei seinem Lehrer, dem Rabbiner aus Pursov, das  Buch „Der Baum des Lebens“  von Ari fand, war er sehr glücklich und voller Hoffnung: „Ich habe es endlich gefunden! Wie sein Lehrer Rabash sagte, wusste er noch nicht, dass er erst in 20 Jahren in der Lage sein würde, das zu verstehen was er gefunden hatte.

Für einen Menschen ist es nicht leicht zu hören, dass er all dies erst in 15-20 Jahren verstehen wird.

Antwort: Nein, es ist kein Problem. Es ist eine natürliche und notwendige Voraussetzung für das Verständnis der höheren Welt, denn man muss in sich selbst die Elemente ihrer Empfindung, ihres Bewusstseins und Verständnisses aufbauen.

Das ist nicht einfach, da es in uns in kleinen Portionen gesammelt und dann geboren wird. So funktioniert unser sinnlicher und konzeptueller Apparat, d.h. das Herz, welches fühlt und der Verstand, der Definitionen und Begriffe hervorbringt. Deshalb verstehen wir diese Kombination zweier Systeme – Sinnlichkeit und Denken – nicht. So etwas kommt in unserer Welt nicht vor.

In unserer Welt gibt es keinen klaren Zusammenhang zwischen der sinnlichen und der begrifflichen Empfindung und wie das eine vom anderen abhängt, weder in der Musik, der Kunst oder in irgendetwas anderem. Das Zusammenspiel zwischen ihnen entsteht erst in der Kabbala. Aus diesem Grund nimmt das so viel Zeit in Anspruch.

Das spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass ihr diese richtige Verbindung zwischen Gefühl und Verstand aufbaut, damit ihr aus dem Gefühl den Verstand und aus dem Verstand das Gefühl beeinflussen könnt. Das ist die Konstruktion der Seele, die ihr in euch selbst aufbauen müsst.

Es wird allmählich in euch entstehen, nimmt aber etwas Zeit in Anspruch. Na und? Ihr seid fast alle jung. Selbst wenn es ältere Menschen unter uns gibt, versichere ich euch, dass sie in diesem Leben Zeit haben werden, auf die Stufe der Höheren Welt, der Ewigkeit und Vollkommenheit aufzusteigen.

Niemand wird einfach so mit der Kabbala in Berührung gebracht, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Wenn ein Mensch zur Kabbala gekommen ist, wenn er davon gehört hat, so heißt das, dass er eine Chance hat, es in diesem Leben umzusetzen. Es hängt alles nur von seinen Anstrengungen ab.

Aus dem Unterricht vom 10.03.2019

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