Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Europa'

Blitzantworten und Fragen auf Facebook

Frage: Sie sprechen davon, einen einzelnen Europäer, einen einzelnen Menschen zu erziehen. Was wird die Grundlage für die Erziehung eines neuen Menschen sein? Ist Kabbala eine Methode, die Sie anbieten? Wo ist die Grundlage, das Konzept der von Ihnen vorgeschlagenen Methode?

Antwort: Dafür sollten Sie nur die Bücher über die Kabbala, in denen all dies steht, öffnen und lesen.

Frage: Wer ist der Schöpfer? Nicht von dieser Welt? Wie kann man Ihn dann zu etwas anregen?

Antwort: Der Schöpfer ist nicht von dieser Welt, das stimmt. Er ist die höchste Kraft von Geben und Liebe. Diese Kraft kann nur in dem Maße  auf Sie einwirken, wie Sie wollen, dass die Eigenschaft von Geben und Liebe in ihnen entwickelt wird. Möchten Sie die anderen lieben und ihnen geben? – Wenden Sie sich an den Schöpfer.

Frage: Was bedeutet die Erfüllung eines Wunsches?

Antwort: Die Erfüllung eines Wunsches bedeutet das Empfangen dessen, was ich will. In unserem Zustand sind alle unsere Wünsche egoistisch, deswegen werden sie nicht gefüllt. Oder, selbst wenn sie gefüllt werden, stellen wir fest, dass wir noch leerer geworden sind. Das lehrt uns, nicht egoistisch gefüllt werden zu wollen. 

Frage: Wenn es keinen Antisemitismus gäbe, kämen die Juden in Bewegung oder nicht?

Antwort: Natürlich nicht! Deshalb treibt uns der Schöpfer an,  unsere Bestimmung zu erfüllen, indem Er Hass auf Israel weckt.

Frage: Was sollten Kinder in erster Linie, im Alter von zwei oder drei Jahren beigebracht werden?

Antwort: Es ist sehr früh, im Alter von zwei oder drei Jahren etwas zu lernen. Man kann ihnen zeigen, in einer freundlichen Verbindung mit anderen zu sein.

Frage: Wie reagiert der Schöpfer auf das, was Sie uns beibringen? Spüren Sie es?

 

Antwort: Der Schöpfer billigt mich voll und ganz, reagiert sehr gut, und ich fühle es sehr deutlich. Ich mache keine Witze! Sie können das Gleiche tun und dann werden Sie es auch bemerken.

Frage: Ich bin ein Künstler. Bitte sagen Sie mir, warum benötigt man visuelle Kunst und wird sie in Zukunft wichtig sein?

Antwort: Nein, sie ist völlig irrelevant und wird in Zukunft nicht mehr wichtig sein. Die Menschen werden eine innere spirituelle Sicht bekommen. Sie wird in keiner Weise wiedergegeben werden können, nur in unserer Seele.

Frage: Warum muss man, wenn man selbst Liebe benötigt, sich um andere kümmern? Muss sich der Mensch zuerst um sich selbst kümmern?

Antwort: Dann werden Sie nie in die Lage kommen, zufrieden zu sein und Liebe zu fühlen. Wenn Sie Liebe brauchen, müssen Sie andere lieben, erst dann fangen Sie an, Liebe für sich selbst zu empfinden.

 

Aus der TV-Sendung „Antworten auf Facebook-Fragen“, 10.03.2019

Hikikomori

Bemerkung: Es gibt in Japan Menschen, die man Hikikikomori nennt. Das sind in sich verschlossene Menschen, die sich in ihre Löcher, in ihre Häuser verkrochen haben und nicht hinausgehen. Unter ihnen gibt es auch solche, die ihre Wohnung überhaupt nicht verlassen. Sie verdienen ihr Geld als Freelancer im Internet. In Japan gibt es immer mehr davon.

Antwort: Sehr gut. Sie leben, sie haben ein virtuelles Leben für sich gefunden. Man muss versuchen, ihnen durch dieses virtuelle Leben, Möglichkeiten für eine vielfältige Entwicklung zu geben. Sie werden für sich, jeder nach seinem eigenen Egoismus, wählen was für sie bequemer und besser ist.

Der Staat hat durch sie keine Ausgaben, sie schaden niemandem, weder stehlen noch morden sie. Sehr gut. Sie schleichen sich nachts nicht leise hinaus, um etwas Schlechtes zu unternehmen.

Ich würde alle Menschen auf dieser Welt auf so eine „Diät“, so eine Lebensweise setzen.

Aber! Um das höchste Leben, das höchste Ziel, zu erreichen, das Gefühl zu haben aus sich hinaustreten zu können, sich über diese armselige tote Ansammlung von unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Körpern, über unsere Welt erheben zu können- muss man, für diesen Aufstieg, aus sich selbst, aus seiner Zelle heraustreten und damit beginnen, sich zu verbinden. Man muss sich auf die richtige Art und Weise verbinden!

Frage: Was wird nach einer Weile in ihnen durchbrechen, in ihnen keimen? Was werden sie erreichen, wenn sie einsam zu Hause sitzen, nicht hinauszugehen? Was wird zu ihnen durchdringen?

Antwort: In ihnen wird die Frage über den Sinn des Lebens entstehen. Dies wird in jedem von ihnen entstehen.

Ich bin mir sicher, dass die Menschheit, sich von der großen tobenden Masse, von diesem „Manhattan“, das sich heute über die ganze Welt verbreitet hat, lösen wird. Dank der Entwicklung neuer Technologien wird sich dieses Laufen von Büro zu Büro, von der Arbeit und zur Arbeit ein wenig beruhigen. Die Menschheit wird damit anfangen, mehr durch sich selbst, über einen Computer zu arbeiten, um ein inneres, intelligenteres Produkt zu erzeugen.

Deshalb werden nicht nur Japaner, sondern viele Menschen auf der Welt zu Hause sitzen. Das ist wesentlich umweltfreundlicher, sauberer und angenehmer für den Menschen. Selbst die Tora sagt: „Glücklich ist derjenige, der Geld verdient, ohne sein Haus zu verlassen.

Frage: Und dann, was wird daraus?

Antwort: Die Menschen entwickeln sich weiter, ihr Verlangen entwickelt sich weiter. So ist das von der Natur, von oben bestimmt. Sie beginnen zu spüren: „Wofür ist das eigentlich alles?

Bisher hat die Menschheit so funktioniert, dass sie sich mit ihren „Spielen“ keine Möglichkeit ließen, zu verstehen, was für eine Sinnfrage sich über ihnen befindet. Dann kommt der Sinn des Lebens – der echte.

Frage: Ist das der Durchbruch zum Schöpfer? Entsteht das aus dem Schrei?

Antwort: Es entsteht aus einem wachsenden, sich entwickelnden inneren Bedürfnis. Im Prinzip sind das süße Leiden, sie erzählen dir von der Suche, ein Mensch zu werden.

Frage: Bedeutet das, dass es irgendwo dieses große Glück gibt, ich es aber noch nicht begreife? 

Antwort: Ja. Ich habe es noch nicht, aber es leuchtet aus der Ferne. Das heißt, ich bin bereits mit dem Schöpfer verbunden, jetzt müssen wir uns auf Ihn zubewegen.

 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 02.07.2019

[251110]

Im Gefängnis des eigenen Egoismus.

Frage: Im Gegensatz zu einem Tier kann ein Mensch auf lange Sicht Freude sehen. Um dorthin zu kommen kann er dafür seine Schritte berechnen. 

Warum kann er, da er über einen großen Intellekt verfügt den Zustand des Gleichgewichts mit der Natur nicht rational berechnen? Warum scheitern all seine rationalen Versuche, eine ausgewogene Gesellschaft aufzubauen?

Antwort: Da er in seiner egoistischen Natur steckt. Er kann nichts berechnen.

Indem er einen Egoismus über den anderen stellt, dabei seine Gewinne oder Verluste berücksichtigt, gelangt er immer wieder in seinen Egoismus. Er ist nicht frei! Er hat keine Wahl! Was er als Freiheit betrachtet, ist die Illusion, unter dem Einfluss einer äußeren Kraft zu stehen.

Frage: Kann er etwa Folgendes nicht berechnen: „Wenn ich meinen Egoismus einsetze, werde ich mich schlecht fühlen“? 

Antwort: Wir versuchen immer aus Schwierigkeiten herauszukommen. Das bedeutet nicht, dass wir frei sind. Ich laufe ständig vor egoistischen Schlägen davon: von einem Stock, zu einem anderen Stock…  und so eile ich von Morgens bis Abends herum.

Schauen sie, was auf der Straße, in Bussen, in der U-Bahn, in Büros und überall passiert. Sehen sie diesen ganzen menschlichen Ameisenhaufen an! Wo können wir hier von Freiheit sprechen?!

Es gibt keine Freiheit. Es gibt die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt, den bequemsten Zustand zu wählen. Das ist alles.

Ich wähle zwar aus dem was mir zur Verfügung steht, bin aber trotzdem eingeschränkt. Der Schöpfer leuchtet durch meinen vollkommenen Zustand, ich selbst bin aber noch nicht korrigiert. Natürlich verstehe ich gar nicht seinen Einfluss auf mich. Wo treibt Er mich an? Was will Er in jedem Augenblick von mir? Wenn ich das nicht weiß, welche Art von freiem Willen kann es dann geben?

 

Aus dem Unterricht, 12.05.2019

(250359)

Wird Polen die Juden bezahlen?

Replik: Es gibt ein großes Problem in Polen, das dort als „jüdische Ansprüche“ bezeichnet wird. Die Polen werden aufgefordert, 300 Milliarden Dollar zu zahlen, um die Nachkommen von Juden zu entschädigen, deren Familienvermögen von den Nazis und dann von den Kommunisten beschlagnahmt wurde. Jetzt stehen die rechten Parteien da auf und sagen: „Das kann man nicht machen! Wir sind nicht für alles verantwortlich, was damals passiert ist“.

Meine Antwort: Es ist ein guter Grund, dieses Thema noch einmal anzusprechen: warum Polen so sehr an der Vernichtung der Juden beteiligt war.

Es ist ein krankes Thema, man kann nichts dagegen tun. So unangenehm es auch sein mag. Und es geht nicht um Geld, sondern um die Tatsache, dass es sich um eine Revision der Beziehungen, Ansichten und vielleicht sogar um eine Annäherung am Ende handelt.

Denn wenn man anfängt, alte Geschichten auszugraben, bleibt nicht nur der vergangene Hass übrig. Man muss es verstehen, man muss es begreifen, man muss darüber reden. Wir müssen uns darüber erheben und das polnische Volk verstehen, warum es so viel Antisemitismus darin gibt, was man „im Blut“ nennt. Nicht leise sein. Zumal es sich, wie Kabbalisten glauben, um ein Naturgesetz der Natur handelt. Das heißt, es ist ein natürliches Problem, das nicht wegen der Polen entsteht, sondern weil die Juden ihre internationale historische Funktion nicht erfüllen. So kann alles auf eine ganz andere Weise umgekehrt werden.

Am Ende werden wir zu einer Art gemeinsamer Vereinbarung kommen, die wir gemeinsam vorantreiben werden. Zumindest ist dies eine Gelegenheit, zu reden, nicht mit dem Rücken zueinander zu stehen.

Ich glaube, dass wir dies als Grund nehmen sollten, um herauszufinden, woher es kommt und wie wir zu einem gegenseitigen Verständnis kommen können.

Infolgedessen muss die Menschheit zur Vereinigung, zur Einigung, zur Einheit, zur Integration kommen. Wie können wir das mit solchen Menschen erreichen? Sie zu uns, wir zu ihnen.

Frage: Die Polen zu uns und die Juden zu den Polen?

Meine Antwort: Ja, wir müssen sie auch verstehen – woher dieser Hass kommt, warum, was sie motiviert.

Welches der Völker der Welt ist die Ursache des Hasses? Juden selbst. Sie sind die Einzigen, die die Möglichkeit haben, sich selbst zu verändern und so andere zu verändern. Das höchste Licht des Wohlstands, das Licht der Freundschaft, das Licht, das einen Menschen weicher macht, durch sich selbst zu leiten. Dieses Licht erhebt den Menschen über seinen Egoismus. Nur Juden können das tun. Das ist es, was die Tora sagt. Worum geht es also? Das ist es, was man den Polen lehren soll.

Es ist möglich ein Verständnis der Katastrophe zu entwickeln, ein Verständnis dessen, was passiert ist, woher das alles kommt. Dass all dies – nicht nur der eine hasste und tötete den anderen -, sondern aus den Tiefen unserer Natur kommt, die wir, Juden, nicht korrigieren und daher einen solchen Hass verursachen.

Wir müssen alle Miasmen, alle Wunden öffnen und sie alle heilen. Andernfalls wird in 70 Jahren das Gleiche passieren.

Replik: Sie drehen immer den Vektor auf uns zu.

Antwort: Auf jeden Fall. Und wer kann hier etwas ändern? Wer hat den freien Willen? So viel Licht oder Dunkelheit wir ihnen bringen, so handeln sie auch.

Frage: Bringen wir Dunkelheit, beginnen sie, uns zu hassen?

Meine Antwort: Natürlich. Baal HaSulam sagte 20 Jahre vor dem Holocaust: „Lasst uns schnell zusammenkommen. Lasst uns schnell so handeln, damit wir alles aufweichen können, sonst wird die Zeit kommen, in der wir strengen Anforderungen ausgesetzt sein werden“. Und jetzt, stehen wir nicht vor einer solchen Periode? Der Antisemitismus nimmt weltweit zu.

Deshalb bin ich dafür, ihn so weit wie möglich zu erhöhen, und wir sollten überall entsprechend schreiben, sprechen, schreien und sprechen. Weil wir diese Welle des Antisemitismus verursachen, die zu einer noch größeren Katastrophe führen kann. Und es gibt bereits etwas zu verlieren. Wir haben einen Staat, wir haben ein Volk, das sich mehr oder weniger geformt hat.

Was tun wir, um dieses zu erhalten und weiterzuentwickeln? Nichts. Menschen verlassen Israel, kaufen Wohnungen und Häuser in allen Ländern der Welt. Und das war’s, niemand interessiert sich für etwas.

Juden wollen ihre historische Rolle nicht erkennen, die Aufgabe ist es, die ganze Welt zur Freundlichkeit, zur Gegenseitigkeit zu führen. Was können wir also tun? Das alles gegen 300 Milliarden Dollar einzutauschen? „Hier, ich habe dir alles anvertraut, Tschüss. Und gleichzeitig entsteht ein neuer Holocaust in der Welt.

Also müssen wir verstehen, wie man sich verhält. Mit anderen Worten, diese Frage wird die Ursache für die tatsächliche Klärung der Gründe für die Vergangenheit des Holocaust sein, um das Neue zu verhindern und die ganze Welt zu korrigieren.

Replik: Sie wollen den Juden immer diese Art von Injektion injizieren – die Frage: „Warum hassen sie uns?“

Meine Antwort: „Es ist deine Schuld!“

Frage: Können Sie sich vorstellen, wie es ist, das zu hören?!

Meine Antwort: Das dachte ich auch nicht. Du musst es nur begreifen, sonst liegen wir die ganze Zeit falsch. Und die ganze Zeit, in jeder Generation, wird es einen Holocaust geben?

Frage: Was kann ich tun, damit man aufhört, mich zu hassen?

Meine Antwort: Zu diesem Zweck muss ich mich in meinem Volk, in allen Teilen des Volkes zusammenschließen, um zu verhindern, dass es sich über die ganze Welt verteilt.

Es kann nur durch Erklärung, nur durch Bildung, Erziehung geschehen, was in allen 70 Jahren der Existenz des Staates nicht geschehen ist! Wofür wurde es geschaffen? Es geht darum, eine Nation zu schaffen! Es gibt keine Nation. Alle fliegen weg, niemand will hier leben.

Es gibt keinen gemeinsamen Geist. Amerikanische Juden sitzen dort, es gibt mehr von ihnen als in Israel, und sie wollen nicht hören, was hier passiert. Die meisten von ihnen waren noch nie hier. Sie wissen nicht, warum sie es überhaupt brauchen, sie vergessen es. Es gibt das Land, dann gibt es, es eben.

Sie werden zu Gegnern dieses Landes, zu Gegnern ihres Volkes, völlig! Echte Antagonisten von Staat und Volk. Wie haben wir das zugelassen?! Und es ist ganz einfach: Die Regierung kämpft untereinander für einen Posten, für Geld, für Macht und alles, und sonst nichts.

Frage: Das alles geschieht also, weil es hier keine Einheit gibt? Gibt es deshalb all diesen Hass auf Israel, auch unter den Juden?

Antwort: Natürlich. Wir haben hier eine kleine Synagoge eingerichtet, in der alle wie in einem gewöhnlichen Dorf kämpfen. Das ist alles. Natürlich ist der Zustand schrecklich…

Aus der TV-Sendung „News with Michael Lightman“, 14.05.2019

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Kabbala Akademie

Die Gesetze der Zukünftigen Gesellschaft

Michael LaitmanFrage: Was ist „Die neue Gesellschaft“, die von Rav Ashlag geschrieben wurde? Es klingt wortwörtlich wie das kommunistische Manifest:

1. Das Akzeptieren der Religion von „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ (dabei wird gemeint, dass Religion bereits „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist!).
2. Eine gerechte Verteilung der Profite, damit jeder je nach seinem Können arbeitet und je nach seinen Bedürfnissen empfängt.
3. Privatbesitz besteht, doch darf der Eigentümer nicht mehr davon profitieren, als von dem, was er wirklich braucht.
4. Privateigentümer unterstehen einer öffentlichen Aufsicht , einer Selbst-Treuhänderschaft oder werden durch Buchhaltung im Auge behalten.
5. Die Bedürfnisse der Arbeitslosen werden genauso wie die der Angestellten gedeckt.
6. Die Profite werden zum Einsatz öffentlicher Spesen verwendet.

Warum lehrt die Kabbala Kommunismus, wo es sich doch herausgestellt hat, dass es nicht funktioniert?

Antwort:

1. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist das allgemeine Naturgesetz, denn die Natur ist ein einziger Organismus.
2. „Von jedem je nach seinem Können und für jeden je nach seinen Bedürfnissen“ ist das Gesetz, nach dem jedes untereinander verbundene System arbeitet.
3. Der Besitzer profitiert von der Tatsache, dass er sich selbst zu Gunsten der Gesellschaft verwirklicht, weil er Respekt und Würde erhält.
4. Er verbleibt unter der Aufsicht der Gesellschaft, bis er in jeder Hinsicht über seinen Egoismus hinaus wächst.
5. Diejenigen, die aus Gründen arbeitslos sind, die nicht in ihrer Macht liegen,werden das Gleiche erhalten, wie jeder andere auch.
6. Alle Profite, außer den für jeden Menschen lebensnotwendigen, sind kollektiv und werden zum Vorteil des gesamten Systems verwendet.

Der Unterschied zwischen dieser und der sowjetischen Struktur ist, dass jeder die Höhere Belohnung zur gemeinsamen Einheit erhält – zur Anheftung an den Schöpfer, einer ewigen und perfekten Existenz! Aus diesem Grund halten sich die Menschen an das Gebot „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, mit allem was dazugehört.

Allerdings wird die Menschheit allmählich und nur freiwillig in diese Art der Existenz geraten und nicht durch Zwang. Das kommt daher, weil die Enthüllung der verborgenen Welt den Menschen die Kraft und das Verlangen dazu gibt, so zu leben!

 
Kabbala Akademie 
 

Das Prinzip mit dem man in die höhere Welt eintritt.

(Rabash, „Die Ordnung einer Gruppenversammlung“ -1, Artikel Nr. 17, Teil 2:

Jeder sollte sich selbst prüfen, wie viel Einsatz er für die Gruppe leistet. Wenn man in Folge erkennt, wie wenig man in die Gruppe einbringen kann, gibt es Platz für ein Gebet: Der Schöpfer möge ihm helfen und ihm Kraft und das Verlangen geben, sich mit der Nächstenliebe zu beschäftigen.

Frage: Rabash empfiehlt, sich ständig um die Gesellschaft zu kümmern. Bringt er uns absichtlich an den Rand der Verzweiflung?

Antwort: Rabash weist auf die Notwendigkeit hin, alle menschlichen Kräfte zugunsten der Gesellschaft einzusetzen und führt uns dazu, die Unmöglichkeit eines selbstlosen Dienstes an der Gesellschaft zu erkennen. Wenn wir mit anderen Menschen darüber reden, sagen sie: „Warum nicht? Das ist das, was wir tun.“ Aber im Endeffekt ist es unmöglich.

Wir müssen uns daran gewöhnen, dieses Hindernis zu überwinden, welches man nicht überwinden kann. Wir müssen trotz dieser Unfähigkeit danach streben.

Unser Problem liegt darin, dass wir mit diesem Hindernis nicht in Berührung kommen wollen. Unsere Lehrer, die Kabbalisten, schieben uns voran: „Los, streng dich an. Gehe durch diese Tür, als ob du in der Lage wärst, aus dir selbst herauszutreten, in die Gesellschaft einzutauchen und dich um sie zu kümmern – nicht dich selbst, sondern sie zu lieben, nicht im Empfangen, sondern im Geben zu sein.“

Wofür? Um die Grenze die dein Egoismus klar definiert hat, zu erkennen? Dann kannst du handeln, ansonsten hast du keine Kraft und Fähigkeit dazu. Du entdeckst gleichzeitig die Notwendigkeit diese Grenze zu übertreten. Du hast keinen Plan, wie. An dieser Stelle fängst du zu bitten an. So wird ein Gebet geboren.

Das Prinzip ist einfach: Um die spirituelle Welt betreten zu können, brauchst du die Hilfe des Schöpfers. Der Schöpfer steht dir nur dann zur Seite, wenn du Ihn darum bittest. Du kannst beten, wenn du ein wahres Verlangen danach hast. Du kommst zum wahren Verlangen, wenn du es oft versucht und sichergestellt hast das du es willst, aber nicht kannst. Das ist der Anfang.

Das sind alles folgerichtige Handlungen, die wir, bevor wir die Höhere Welt betreten, durchführen müssen.

 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 13.06.2018

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Das große Geheimnis der Juden analysieren

Frage: Ich bin über Ihre Antwort über „die jüdische Verschwörung“ gestolpert. Sie haben bestätigt, dass es eine Art von Verschwörung gibt, aber Sie erwähnten, dass es eine positive ist: Nämlich dass jeder weiß, dass die Juden das auserwählte Volk sind und dass sie allen Nationen helfen werden, sich zu vereinen und eine „neue Ordnung“ zu errichten. Meine Frage lautet: Was sind die Mittel oder Methoden, die angewendet werden, um diese neue Ordnung zu errichten? Bitte beantworten Sie meine Frage oder ich muss annehmen, dass Sie keine Antwort haben oder sie verheimlichen.

Antwort: Ich beantworte Ihre Frage so schnell wie möglich, um sicherzustellen, Sie nicht als Student zu verlieren oder Sie durch meine Ignoranz zu enttäuschen. Die Juden haben ein großes Geheimnis, das Antworten zur Zukunft der Welt bereithält. Es betrifft alle Menschen der Welt, was der Grund dafür ist, dass alle die Juden unterbewusst hassen. Jeder hasst die Juden, weil sie auf eine gewisse Art ihre Abhängigkeit von ihnen spüren.

Jedoch wissen die Juden selbst ebenfalls nichts von ihrem Geheimnis! Die einzigen Menschen, die es kennen, sind die Kabbalisten. Sie kennen es seit Jahrhunderten, aber sie verheimlichten es, weil niemand das Verlangen hatte, dem Weg in die Zukunft zu folgen. Der Grund dafür ist, dass der Egoismus der Menschen noch nicht voll entwickelt war.

Jedoch jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir alle die Voraussetzungen erfüllen, um jedem das Geheimnis zu enthüllen. Die Zeichen dafür sind das globale Leiden, Depression, der Kollaps der alten Ordnung und die Enthüllung der globalen Abhängigkeit voneinander. Aber sogar heute gibt es noch nicht sehr viele Menschen, die sich mit diesem Geheimnis beschäftigen.

Von jetzt an ist es Ihnen überlassen. Wenn Sie danach verlangen, das Geheimnis zu enthüllen, werden Sie eine erweiterte Wahrnehmung von allem erlangen, was um Sie herum existiert und was Sie jetzt nicht wahrnehmen. Die Enthüllung geschieht auf ähnliche Weise, wie man wissenschaftliche Forschungen betreibt – was auch immer heute unbekannt ist (ein Geheimnis), verwandelt sich morgen in eine Offenbarung (Erkenntnis).

 

Kabbala Akademie

 

Was ist ein kabbalistischer Kongress?

BildFrage: Die Wissenschaft der Kabbala zieht heute die Aufmerksamkeit von vielen und insbesondere gilt das für die jährlichen internationalen kabbalistischen Kongresse in Israel, wo sich tausende Menschen aus der ganzen Welt versammeln. Was ist ein kabbalistischer Kongress?

Weitere Informationen…

Ähnelt er den so genannten spirituellen Versammlungen, die verschieden Konfessionen und religiösen Schulen durchführen?

Antwort: Nach außen mag es so ähnlich aussehen: eine ganze Menge Leute versammeln sich, hören zusammen Lektionen, nehmen gemeinsam an Mahlzeiten teil, singen, tanzen zusammen, wie bei jedem beliebigen Festival. Aber ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Verbindung gelegt, denn alle verstehen, dass die Korrektur der Welt und den Menschen selbst, in der Verbindung liegt.

Wir alle sind die zerbrochenen Teile des Gefäßes der gemeinsamen Seele, die Adam HaRishon heißt. Einst waren die Menschen verbunden und hatten die gleichen Wünsche, das gleiche Ziel, Mission und lebten wie eine Familie, wie ein großes Dorf. Dann haben sie sich im alten Babylon verstreut. Der Egoismus wuchs dramatisch und sie begannen einander zu hassen, sich zurückzuziehen, teilten alles auf „Meins“ und „Deins“.

Dies nennt man den Turm von Babylon, der zum Symbol unserer Selbstsucht wurde, die in jedem Menschen wuchs. Die Menschen haben aufgehört einander zu verstehen. Sie verließen das alte Babylon und ließen sich auf der gesamten Welt nieder.

Die ganze Geschichte der Menschheit, angefangen aus dem alten Babylon ist ein kontinuierliches Wachstum der Trennung und des Hasses. All das geschieht Dank unserem blühenden Egoismus, der uns zu noch mehr Hass gegen einander zwingt.

Und so entstanden eine Reihe von Staaten, Nationen, Religionen, Unterschiede, die zu größeren Trennwände und Hindernissen zwischen uns wurden. Dies wird so lange dauern, bis die Menschheit versteht, dass sie sich auf dieser Weise zur Selbstzerstörung führt. Wir werden beginnen, uns gegenseitig zu verschlingen, zu vernichten und das – nicht – im übertragenen Sinne und zerstören somit die ganze Welt im Atomkrieg.

Heute befinden wir uns bereits in der Krise, wo wir die Realität eines solchen Endergebnisses vorstellen können. Aber wir sind nicht in der Lage uns selbst aufzuhalten, wir haben keine Kraft, dem bösen egoistischen Trieb zu widerstehen, der uns daran hindert sich zu verbinden.

Nach und nach beginnen wir zu verstehen, dass, wenn wir keine Methode, kein Heilmittel gegen Hass und Trennung finden, was uns ermöglicht den Egoismus ein wenig stumm zu schalten und das Herz zu öffnen, werden wir zusammen sterben, festgeklammert in einander. Denn unser Ego wird uns nicht in Ruhe lassen.

Und hier kommt die Wissenschaft der Kabbala, die uns aus dem alten Babylon begleitet. Als bei den Babylonier der Egoismus explodierte und sie in alle vier Himmelsrichtungen der Welt zerstreute. Zur gleichen Zeit entstand die Wissenschaft der Verbindung, die von Abraham gegründet wurde.

Abraham fand ein besonderes, einzigartiges Mittel, das in der Natur vorkommt –Höhere Kraft, die man „Das Licht, das zurück zur Quelle führt“ nennt. Diese Kraft bringt uns zum Guten zurück, zu einer guten Beziehung zwischen uns, zur Verbindung.

Abraham enthüllt das Geheimnis, wie man diese Kraft der Natur nutzen kann, damit sie an uns arbeitet und uns verbindet. Und außerdem hat er enthüllt, dass, in dem Moment, wenn die Menschen die Verbindung erreichen, beginnen sie diese Höhere Kraft, die sie verbindet, zu fühlen und zu verstehen.

Diese Verbindung mit der Höheren Kraft gibt ihnen ein Gefühl des spirituellen Lebens. Sie beginnen zu verstehen, dass sie bisher innerhalb des eigenen Körpers gelebt und gefühlt haben. Und jetzt, Dank der Verbindung, sind sie in der Lage, nicht nur sich selbst, den eigenen Körper zu fühlen, sondern auch die anderen Menschen, sie leben in der Verbindung.

Es scheint, als würde ich aus mir herauskommen und befände mich in den anderen, und so fühlt absolut jeder. Das bedeutet, dass ich mich innerhalb meiner Seele befinde, innerhalb des Wunsches den anderen zu geben und zu lieben. Ich lebe nicht innerhalb meines eigenen Körpers, sondern innerhalb der ganzen Menschheit.

Das heißt, ich fange an meinen Körper zu vergessen. Ich gebe ihm so viel zu Essen und alles was er braucht und den Rest der Zeit denke ich an die anderen. Ich fülle meinen Körper, damit er gut funktioniert, so wie man ein Auto mit dem Kraftstoff füllt. Und die übrige Zeit nutze ich es nach meinem belieben.

So fülle ich meinen Körper mit Nahrung, meinen Esel(Chamor), meine Materie(Chomer) und schreite auf dem Weg zum Ziel der Schöpfung. Wenn ich mich mit den anderen verbinde, beginne ich durch sie ein anderes Leben zu spüren, die Spiritualität. Ich bin nicht mehr von meinem Körper abhängig, der heute lebt und morgen stirbt, ich beginne mich in der gesamten Menschheit lebend zu fühlen.

Das heißt, ich fühle das ewige Leben, das nicht von meinem Körper abhängig ist. Hier kommt es zu einer speziellen Transformation, zu einem psychologischen, sinnlichen und praktischen Übergang von der materiellen Welt in die spirituelle Welt.

Diese Verbindung ist nicht die von naiven Idealisten. Aber wenn ich es schaffe mich mit den anderen zu verbinden, trotz meines Egoismus, werde ich tatsächlich aus mir rausspringen und beginnen in meiner Seele zu existieren. Und so erlange ich die höhere, spirituelle Welt.

Also, wir wissen, was man durch die Verbindung erreichen kann. Und deswegen, die Menschen, die zu ihrer Seele und zur Spiritualität gelangen wollen, finden auf den kabbalistischen Kongressen zusammen.

„New Life“, Folge 517, 

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Aus der virtuellen Realität in die geistige

Die Besonderheit unseres „geistigen Stimulators“ liegt darin, dass er den Menschen von seinem Körper, von seiner Selbstsucht, vom ganzen Materiellen vollständig abstrahiert. Das System ermöglicht tatsächlich all das zu beseitigen, was den Menschen im gewöhnlichen Leben stört, wenn er sich den anderen Menschen anzunähern versucht.

Es stellt das gewisse abstrakte Wesen dar, das es in keinem von uns gibt, und gleichzeitig versuchen wir seine äußere Existenz in Form des allgemeinen Ganzen zu gewährleisten. Und da dieses Wesen sehr schwach ist, so kann man es in einem gewöhnlichen Leben, in der Kommunikation mit anderen Menschen nicht fühlen, weil es mit dem um vieles stärkeren tierischen Egoismus des Menschen überdeckt wird.

Aber wenn wir uns um dieses System, wie über „Tamagotchi“ sorgen werden, es für unser gemeinsames „Baby“ halten, dann wird es wachsen. Es scheint anfangs eine irrationale Handlung zu sein, die gegen alle logischen Begriffe des Menschen gilt, welcher diese virtuelle Realität eingeht. Aber im Ergebnis unserer allgemeinen Handlungen schaffen wir die abstrakte Gemeinsamkeit, welche sehr offenbar und intensiv auf uns einwirken wird.

Das heißt, hier geschieht die Akkumulation der Kraft, die hinter allen unseren Versuchen vereinigt zu werden steht. Diese Kraft kann man nicht begreifen, aber sie wird sich später als Reaktion auf unsere Bemühungen zeigen. Der Teilnehmer der allgemeinen Bemühungen wird individuell ihre Offenbarung fühlen. Der Unbefugte dagegen, wird nur erstaunt seine Augenbrauen hochziehen.

Man kann dem Menschen logischerweise diese Offenbarung nicht erklären, dafür kann man ihn einladen, daran teilzunehmen. Es ist eben der Anfang der Enthüllung des Schöpfers. Deshalb war für mich am Anfang die Bildung des Stimulators sehr schwierig, und es ist immer noch nicht leicht, die Menschen zum ersten Mal zu überzeugen, zum „Stimulator“ zu kommen, sowie zu beginnen, an diesem Prozess teilzunehmen. Seitens des Schülers ist es hier erforderlich, „Glauben über dem Verstand“ trotz der Überzeugung und dem Zweifel der natürlichen Vernunft einzuschalten, um damit anzufangen zu arbeiten. Aber sogar für den Fortgeschrittenen werden immer wieder die Hindernisse entstehen, sich an den Ort der Vereinigung zu begeben.

Kabbala Akademie

Eine Kerze im Herzen

Frage: Auf welche Art kann der Wille zu empfangen, geben? 

 Antwort: Der Mensch hat die Möglichkeit, mit seinem Willen zu empfangen zum Geben hin, für das Wohl des Nächsten, zu arbeiten. In unserer Welt gibt es Zustände, in denen ich meine wechselseitige Abhängigkeit zu anderen empfinde und versuche, ihnen einen guten Zustand zu verursachen, entweder für einen direkten Zweck, um Probleme zu verhindern, oder weil ich den anderen als Teil von mir wahrnehme, z.B. wenn vom Kind oder Geliebten die Rede ist. In diesem Falle geniesse ich es, dieser Person Genuss zu bereiten wie mir selbst, und sogar noch mehr. Dies ist eine der Formen der Einwirkungen des höheren Lichtes, das uns ein solches Gefühl bringt.

Im Gegensatz dazu senkt der Mensch sein Wesen zu Boden, wenn das Licht weggeht, so dass er die gesamte Verbindung verliert, die ganze Zugehörigkeit, sogar zu seinen nächsten Verwandten. Wenn man das Gefühl der Nähe von uns wegnimmt, bleibt nur der Wille, für sich zu empfangen, netto, ohne Mitgefühl, und ich berücksichtige nichts, außer dem Schaden, den ich mir möglicherweise selber zufügen könnte.

In derselben Zeit kann mich das höhere Licht so beeinflussen, dass es in mir plötzlich zu einem Phasenwechsel kommt: Ich möchte, dass es dem Anderen gut geht. Nicht, weil mir das einen Nutzen bringen würde, nicht in egoistischer Weise, sondern ich möchte einfach, dass es ihm gut geht.

Wie so etwas möglich ist, wissen wir nicht. Aber die Kabbalisten erzählen über diese Möglichkeit, und mehr noch: sie sagen, dass alle diesen Zustand erreichen müssen. „Ihr habt keine andere Wahl. Wenn ihr nicht auf unsere Stimme hören wollt, werden Leiden über euch hereinbrechen, so dass ihr es auf jeden Fall wollen werdet.“

So oder anders, nur das höhere Licht kann ein neues, integrales Verhältnis zum Nächsten vermitteln. Ich selbst werde das niemals schaffen können.

„Dann mach, dass das Licht mich beeinflusse!“
Man sagt mir: „ Nein, es wird dich nur unter der Bedingung beeinflussen, dass du das willst.“
„Aber wie kann ich das wollen, ich bin doch Egoist?“

Dafür wurde dir der Punkt im Herzen gegeben, um etwas über deinem Verlangen zu empfangen, ein Körnchen Verständnis. Du erkennst an, dass das Geben etwas Spezielles ist, und diese Kerze, die nicht durch dich entflammt wurde, brennt in dir und erweckt dich.

Und außerdem fließt das höhere Licht durch diesen Punkt oder diese Kerze durch dich und bringt dich zur Gruppe, zum Studium, und platziert dich in einem Umfeld, welches dir ermöglicht, dich der Handlung des Gebens, der Form des Gebens ähnlicher zu machen. Du bist wie ein kleines Kind, das die Erwachsenen nachahmt. Dir wurde ein wenig Verlangen gegeben, also verwende es. Dadurch wirst du das Licht einladen, welches stark auf dich stärker auf dich wirken wird, und plötzlich wirst du neue Eigenschaften erwerben. Dann wird dir der Nächste wichtiger sein als du dir selbst, und das sind die Freunde, die Menschheit, die Natur und der Schöpfer.

All dies mach das Licht, wenn wir eine Bitte um Korrektur erheben und gute Taten vollbringen. Das heißt, wir spielen miteinander, so als wollten wir das Geben wirklich, und dadurch kommen wir zum Gebet, zum Verlangen: „Wir haben so viel getan, und wo sind die Resultate?“ Und dann beginnen wir zu beten, so dass wir verstehen, dass nur das Licht und die Form des Gebens helfen wird. Und so schreiten wir voran.

Heute hast du keinerlei Verbindung mit dem Geben außer diesem Spiel. Um durch das Licht geben zu können, muss man ihm ähnlich sein. Dies ist nur durch die Verbindung und die Einheit in der Gruppe möglich. Dies ist die einzige Form des Gebens, die du ausdrücken und in dieser Welt demonstrieren kannst, um dich dem Licht anzugeichen und es zur Wirkung auf dich einzuladen.

„Gut, wir reichen uns die Hände, wir wollen uns wirklich vereinigen. Und wie weiter?“
Das ist nicht genug, weil ihr euch nicht wie in einer Fußballmannschaft verbindet. Ihr wollt die Notwendigkeit des Gebens spüren, ihr senkt eure Häupter voreinander und vereint euch. Und wofür? Um zum Geben zu kommen. Zu diesem Zweck müsst ihr den Weg kennen und euere Beziehungen in der richtigen Form zu ihm aufbauen. Deshalb nehmt bitte ein Buch und lest nach, wie das gemacht wird. Ihr wollt groß sein? Lest, was die Großen darüber schreiben, wie sie sich verhalten, wie sie Handlungen des Gebens an den Schöpfer vorbereiten.

Wenn du das wirklich willst, spiel es wie ein Kind, das danach strebt, sich dem Erwachsenen anzugleichen. Vereint euch mit den Freunden ebenso, so das ihr gemeinsam die gegenseitige Bürgschaft erreichen wollt, strebt nach oben, um dem Schöpfer zu geben, benutzt die Quellen und geht gemeinsam in Richtung Ziel.

Dann werdet ihr den Einfluss des Lichts, das zum Guten zurückführt, empfangen, und ihr werdet das Gewünschte erlangen. Ohne das Licht wird nichts passieren. Du erweckst lediglich ein möglichst richtiges, effektives und intensives Verlangen, bis das verlangte Maß an Anstrengung erreicht ist, so dass das umgebende Licht (Or Makif) zu innerem Licht (Or Pnimi) wird. In anderen Worten wird es die Eigenschaft des Gebens in die Verlangen bringen, und dieses Gefühl wirst du als eigentliches Licht, als Lebensenergie wahrnehmen.

Wenn man dir das Gefühl des Gebens jetzt gäbe, würde es dir wie die Hölle erscheinen. Der ganze Unterschied liegt darin, dass du, weil du dich selber korrigiert hast, nun dadurch bereit sein bist zum Geben. Freude kommt, während dir das heute nur Leiden und Dunkelheit, ähnlich dem Tode, bringen würde. Or Chochma, das nicht in Or Chassadim eingekleidet ist, ist wie ein Messer, welches dein Leben abschneidet.

Ein kleines Maß von diesem Licht verursacht uns Abstiege, und weckt uns dadurch auf, eine Möglichkeit zu suchen, zu Chassadim aufzusteigen. Du wirst nach oben gezogen, verlange von den Freunden und vom Licht ein kleines Bißchen der Eigenschaft des Gebens, verlange, dass sie dich aus dem Abstieg herausziehen, denn dadurch bittest du um Chessed (Gnade), um Einkleidung des Lichtes Chassadim. Wenn es ankommt, empfängst du etwas Lebenskraft und wirst den Abgrund verlassen.

Daher wird das Licht, das zum Guten zurückführt, vom Licht, das nicht zum Guten zurückführt, unterschieden, indem es dir den Massach gibt, das heißt, die Bereitschaft, das Geben zu erleiden und es sogar als wahres Leben zu empfangen.

Kabbala Grundkurs