Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Nahezu jeder ist religiös

Wenn wir an Religion denken, denken wir normalerweise an Gebete, zeremonielle Gewänder, vielleicht duftenden Weihrauch oder Kerzen, die in dafür vorgesehenen Öffnungen in den Wänden brennen, und an die Lippen von Menschen, die sich leise bewegen, während sie zu ihrem Gott sprechen. Sie bitten um das, was sie brauchen; sie beten für sich selbst, für ihre Lieben, und sie glauben oder hoffen, dass Gott ihre Wünsche erfüllen wird. Sie haben Gott nie gesehen, nie mit Gott gesprochen, so wie wir miteinander sprechen, aber ihr Glaube ist dennoch unerschütterlich. In der Tat ist ihr Glaube alles, was sie besitzen. Religiöse Menschen tauschen den Beweis gegen den Glauben ein, das Sehen gegen das Glauben; sie handeln nach ihrem Glauben, als sei er eine bewiesene Tatsache. [Rest des Beitrags lesen →]

Was der Kabbalist sieht

Frage: Die ganze Welt ist ein gesamtes System von Verbindungen zwischen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Stufe der Natur und den Menschen. Wir beobachten heute die Welt durch egoistische Verbindungen. Jeder erlebt sie auf seine eigene Art und Weise. Was sieht der Kabbalist?

Antwort: Der Kabbalist sieht sehr deutlich alle Zusammenhänge: wie sehr die Menschen einander geben, füreinander sorgen, miteinander verbunden sind. Er sieht dies im Maß seiner Korrektur und empfindet deshalb die ganze Welt in der Eigenschaft des Gebens.

Wenn ihm zwei Systeme offenbart werden bekommt er ständig andere Erkenntnisse, die auf den Widersprüchen der Eigenschaft des Gebens und der Liebe aufgebaut sind: Empfangen und Geben. Er muss dabei so arbeiten, dass er sie kombinieren kann.

Frage: Kann man sagen, dass ein Mensch der den Machsom überschritten hat, alle Verbindungen zwischen den Menschen sieht?

Antwort: Das ist korrekt. Er wird sie nicht zum Nachteil des Systems verwenden, welches sich „Schöpfer“ nennt.

Aus dem Fernsehprogramm „ Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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