Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die ungezähmten Verlangen des Haman

Frage: Wie ist  Haman von Mordechai zu unterscheiden?

Meine Antwort: Haman ist unsere einfache, gradlinige Selbstsucht: “Ich will, das ist für mich notwendig”. „Ich will alles beherrschen, ich will groß sein, ich will … ich-ich-ich“.

Dabei ist diese Selbstsucht nicht angeboren, sondern wird erst in der Gruppe kultiviert.

Wenn wir in der Gruppe beginnen, uns zueinander gut zu verhalten, führen die gemeinsamen Mahlzeiten durch, lernen zusammen (wir sind gute Menschen, wir sind Freunde) – dann explodiert plötzlich zwischen uns etwas Unerwartetes: das Misstrauen, die Abtrennung, die Missgunst.

Diese nochmalige, wiederholte Selbstsucht, die in uns infolge der Annäherungsversuche entsteht, heißt „Haman“. Wir müssen möglichst viel davon offenbaren, uns davor nicht fürchten.

Deshalb muss man sich richtig darauf vorbereiten, dass auf uns in der Zukunft sehr ernste Offenbarungen der Selbstsucht warten, die gerade der Annäherung, der Vereinigung in einem einheitlichen Kli/Gefäß Widerstand leisten, in der man den Schöpfer enthüllen kann.

Das heißt, diese Selbstsucht ist deutlich gegen den Schöpfer gerichtet.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 24.02.2013

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