Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Gruppe hat kein Recht zu schweigen

Europäischer Kongress. Lektion 3

Frage: Wenn in der Gruppe etwas geschieht, dann bemüht sie sich, aus eigener Kraft diese Probleme zu lösen, statt sich an die anderen Gruppen zu wenden und zu bitten: „Helft uns!“.  Darf jemand einzelner Initiative ergreifen und vorschlagen, die Hilfe von außen zu holen, oder ist die ganze Gruppe verpflichtet, gemeinsam zu entscheiden, dass sie wirklich in Problemen steckt, so dass die Zeit für einen Schrei reif ist?

Meine Antwort: In unserer israelischen Gruppe geschieht dasselbe. Ich fühle es, wenn dieser oder jener Haver fällt und ein paar Tage abwartet –  ob die anderen darauf reagieren werden oder nicht? Wenn sie nicht reagieren, dann helfe ich ihnen und bringe sie auf die richtigen Gedanken. Das heißt, eine ständige Kontrolle ist notwendig, ansonsten ist nichts zu machen.

In solchen Situationen hat eine Gruppe einfach kein Recht zu schweigen, weil sie dadurch den anderen Gruppen schadet.

Ich soll es nicht verbergen, dass ich mich in Verhüllung befinde, dass meine Bestrebung, meine Absichten schwach, oder gar nicht vorhanden sind. Ich darf nicht darüber schweigen, denn so lasse ich euch im Stich.

Es ist wie eine Mannschaft, welcher ein Auftritt bevorsteht und plötzlich ist einer von denen nicht mehr in der Lage sich zu bewegen. Die Mannschaft rechnet mit ihm. Was wird, wenn er seine  Aufgabe nicht erfüllen wird? Dann werden sie verlieren. Deshalb ist er verpflichtet, der Mannschaft mitzuteilen, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist.

Und wenn die Gruppe insgesamt gefallen ist, so lässt sie die übrigen Gruppen im Stich. Wir dürfen nicht nur an uns denken. So zu denken bedeutet, dass es keine gegenseitige Bürgschaft, keine gegenseitige Verpflichtung und Verantwortung gibt. Denn dann gibt es überhaupt nichts! Denkt gut darüber nach.

Auszug aus der 3. Lektion des Europäischen Kongresses, 22.03.2013

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